Ein Geisterpferd in Eldenau? Frida ist sich sicher, dass das nur ein Scherz sein kann, und will herausfinden, was hinter dem angeblichen Spuk steckt. Jannis ist in der Zwischenzeit mit seinem neuen Team Zusammen bereiten sie sich auf die Turniersaison vor. Doch das Training rückt in den Hintergrund, als immer wieder Pferde verschwinden. Wurden die Pferde gestohlen? Und falls ja, wie können Jannis und Frida ihre Pferde vor den Dieben schützen? Gemeinsam versuchen sie, das Rätsel um die verschwundenen Pferde zu lösen, und merken fast zu spät, dass das Geisterpferd der Schlüssel zu dem Geheimnis ist. Pferdediebstahl, Springreiten, Natural Horsemanship und die erste Dieses spannende Pferdebuch begeistert mit seiner Vielschichtigkeit alle Reiterinnen und Reiter.
Da mir die drei vorherigen Bände von „Die Pferde von Eldenau“ unbeschreiblich gut gefallen haben, habe ich dem Erscheinen von Band 4 ganz sehnsüchtig entgegen mitgefiebert. Als ich das Cover von dem Buch das erste Mal sah, war es mal wieder sofort um mich geschehen. Sieht es nicht wunderhübsch aus? Schon die Einbände der drei Vorgänger fand ich umwerfend und auch von der äußeren Gestaltung des vierten Teils bin ich ganz hin und weg. Die Cover der Eldenau-Reihe zählen für mich ganz klar zu den schönsten Pferdebuchcovern, die ich kenne. Sobald mein Exemplar von „Wiehern im Wald“ bei mir eintraf, habe ich es mir geschnappt und ganz gespannt mit dem Lesen losgelegt.
Als Frida hört, dass auf der Vogelschutzinsel angeblich ein Geisterpferd sein Unwesen treiben soll, ist sie sich ziemlich sicher, dass es sich dabei nur um einen Scherz handeln kann. Während Jannis an den Wochenenden mit seinem neuen Team unterwegs ist, um sich für die Turniersaison vorzubereiten, versucht Frida dem Rätsel des Geisterpferdes auf den Grund zu gehen. Hat dieser Spuk vielleicht etwas mit den Pferden zu tun, die plötzlich in der Umgebung spurlos verschwinden? Wurden die Pferde gestohlen? Zusammen versuchen Jannis und Frida das Geheimnis der verschwundenen Pferde zu lösen und begeben sich dabei in große Gefahr...
Hach, war das schön! Ich habe mich mal wieder zurecht so sehr auf ein neues Eldenau-Abenteuer gefreut: In meinen Augen ist Theresa Czerny auch mit dem vierten Teil ihrer Pferdebuchserie eine weitere großartige Fortsetzung gelungen, mit welcher sie mir ein fabelhaftes Leseerlebnis beschert hat. Einmal begonnen mit dem Schmökern, wollte ich gar nicht mehr damit aufhören. Wie bei schon die drei Vorgänger, so habe ich auch „Wiehern im Wald“ nahezu in einem Rutsch durchgesuchtet und für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet, seufz.
An alle, die, wie ich, leidenschaftlich gerne Pferdebücher lesen und „Die Pferde von Eldenau“ noch nicht kennen: Ändert das! Dringend! Glaubt mir, ihr werdet es ganz bestimmt nicht bereuen. Ich rate nur sehr, mit dem ersten Band zu beginnen und die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten, da sie sehr aufeinander aufbauen. Vielleicht kann man dem Geschehen in den Fortsetzungen auch ohne Vorkenntnisse recht gut folgen, allerdings ist der Lesespaß zweifellos viel, viel höher, wenn man von Band 1 an aufwärts liest.
Mein Lesevergnügen war jedenfalls rundum perfekt. Ich habe völlig mühelos in die Handlung hineingefunden und mich von der erste Seite an pudelwohl beim Lesen gefühlt. Ich liebe einfach diese besondere Atmosphäre, die Theresa Czerny in ihren Eldenau-Büchern immer von Beginn an schafft! Ich weiß, ich wiederhole mich in meinen Rezensionen zu dieser Reihe, aber ich kann es einfach gar nicht oft genug erwähnen: „Die Pferde von Eldenau“ ist für mich so eine richtige Wohlfühlreihe, bei der sich das Eintauchen in die Geschichten für mich mittlerweile wie nach Hause kommen anfühlt. Die Charaktere sind mir schon längst ganz fest ans Herz gewachsen, in Eldenau fühle ich mich inzwischen richtig heimisch und die Beschreibungen der traumhaften Kulisse lösen in mir jede Mal das totale Fernweh aus. Auch in diesem Band hätte ich am liebsten wieder sofort meine Koffer gepackt, um an diesen idyllischen Sehnsuchtsort an der Ostsee zu reisen.
In „Wiehern in Wald“ verschlägt es uns Leser allerdings nicht nur nach Eldenau. Da sich Jannis dazu entschlossen hat, wieder auf Turniere zu gehen und sich dafür einem Team anschließt, entführt uns die Autorin auch noch nach Polen, wo einige Treffen der Teammitglieder stattfinden. Mir haben auch die Schauplätze in Polen wahnsinnig gut gefallen. Theresa Czerny hat einfach ein absolutes Händchen dafür, uns Leser mit ihren Ortsbeschreibungen die herrlichsten Bilder in den Kopf zu zaubern und die fantastischsten Stimmungen zu erzeugen.
Was Theresa Czerny ebenfalls voll drauf hat: Super mitreißende Pferdegeschichten zu schreiben. Wie oben bereits erwähnt, habe ich auch dieses Eldenau-Abenteuer regelrecht verschlungen. Die Story konnte mich durchweg fesseln, besonders zum Ende hin klebte ich förmlich an den Seiten und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Was hat es nur mit den vermissten Pferden auf sich? Wurden sie tatsächlich gestohlen? Hat ihr Verschwinden vielleicht etwas mit diesem mysteriösen Geisterpferd zu tun, das angeblich in Eldenau herumspuken soll? Also ich habe diesen Band als besonders packend empfunden und mit der Auflösung wurde ich ziemlich überrascht. Zu viel möchte ich ja nun nicht verraten, aber so viel: Die Autorin greift in diesem Band ein ziemlich erschütterndes Pferdethema auf. Ich hatte tatsächlich noch nie etwas darüber gehört und war daher richtig entsetzt, als ich in diesem Band das erste Mal davon las.
Neben der Spannung und den ernsthaften Momenten kann die Handlung auch mit lauter emotionalen und humorvollen Szenen aufwarten. Jannis und Frida sind seit dem dritten Band ein glückliches Paar und wie schon im Vorgänger, so werden die gemeinsamen Augenblicke der beiden abermals wunderschön und gefühlvoll beschrieben. Mit der Liebesgeschichte konnte mich die Autorin auf jeden Fall wieder völlig überzeugen. Die Romanze ist überhaupt nicht kitschig oder so, sondern vollkommen glaubwürdig und zauberhaft.
Mit der Ausarbeitung der Charaktere konnte Theresa Czerny ebenfalls wieder vollends bei mir punkten. Jannis und Frida, unsere beiden Hauptprotagonisten, habe ich seit dem Serienstart ganz fest in mein Herz geschlossen. Wir erfahren die Handlung erneut abwechselnd aus den Perspektiven der zwei in der Ich-Form und ich könnte echt nicht sagen, welche Kapitel ich lieber mochte. Ich mag Frida und Jannis einfach beide so unfassbar gerne und finde es richtig klasse, wie toll sie sich in jedem Band weiterentwickeln.
Auch die zahlreichen Nebencharaktere haben mir allesamt wieder mega gut gefallen. Wir treffen auf viele bekannte Gesichter aus den vorherigen Bänden, wie Max und Linh zum Beispiel, die ich besonders gerne mag. Es werden aber auch so einige neue interessante Figuren eingeführt – sowohl Mensch, als auch Pferd.
Apropos Pferd: Natürlich kommen auch die warmherzigen und authentischen Pferdemomente in diesem Band nicht zu kurz. Pferdenarren werden auf jeden Fall wieder ganz auf ihre Kosten kommen, das könnt ihr mir glauben. Dass Theresa Czerny eine absolute Pferdeexpertin ist, merkt beim Lesen ihrer Eldenau-Reihe stets nur zu gut. Natürlich fallen öfters auch mal Fachbegriffe aus der Reiterwelt, was für Nicht-Pferdekenner aber nicht zu Verständnisproblemen führt. Ich selbst kenne ich mich in der Reiterwelt nicht groß aus und habe dem Geschehen in den Büchern bisher immer ohne Schwierigkeiten folgen können. Pferdefans kann ich diese Reihe jedenfalls ganz besonders ans Herz legen. Für diese sind „Die Pferde von Eldenau“ ein meinen Augen ein großes Muss! Da die Geschichten aber noch viele andere wunderbare Dinge beinhalten wie Freundschaft, Liebe, Mut, Zusammenhalt, Vertrauen und noch so manchem mehr, sind sie definitiv auch für weniger Pferde begeisterte Leser absolut lesenswert.
Fazit: Ein wundervoller Wohlfühlschmöker, der die Herzen aller Pferdeliebhaber höher schlagen ist! Theresa Czerny ist mit „Wiehern im Wald“ ein erneuter grandioser Folgeband geglückt, mit welchem sie mich komplett verzaubern konnte. Ihr Schreibstil liest sich mal wieder unsagbar schön, die Beschreibungen der Kulisse sind Kopfkino pur, die Charaktere wurden abermals hervorragend ausgearbeitet, die Handlung hält uns Leser durchweg in Atem, die Mischung aus verschiedenen Themen ist ebenfalls wieder spitzenmäßig gelungen, das Cover ist ein wahres Träumchen – was will man mehr? Ich habe eine unvergessliche Zeit mit Frida, Jannis und Co. verbracht und hoffe so sehr, dass es noch ein weiteres Wiedersehen geben wird. Über einen fünften Band würde ich mich gigantisch freuen! „Wiehern im Wald“ erhält von mir sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!
in diesem Brief berichte ich dir vom vierten Teil der „Die Pferde von Eldenau“-Reihe von Theresa Czerny. „Wiehern im Wald“ ist 2020 bei Magellan erschienen und bildet momentan den Abschluss der Reihe – wobei ich stark hoffe, dass wir noch viel mehr Zeit auf Eldenau verbringen dürfen. Aber nun zu dieser Geschichte, los geht’s.
Inhalt Während Jannis eingeladen wird, Teil einer Jugendreitturniergruppe zu werden und dafür viel auf Trainingsreisen gehen darf, entdeckt Frida ein Geisterpferd. Kann sie herausfinden, was das für ein Pferd ist und woher es stammt? Und was hat es mit den rätselhaften Pferdiebstählen auf sich, die Pferdebesitzer*innen im In- und Ausland auf Trab halten?
Schreibstil Wie ich schon in meinen vorherigen Rezensionen zu dieser Reihe geschrieben habe, gefällt mir Theresa Czernys Stil einfach nur gut. Wir erleben ihre Geschichte stets aus wechselnder Perspektive von Jannis und Frida. Auch wenn ich es schon mehrfach angesprochen habe: Es ist für mich die größte Freude, dass wir hier ein Pferdebuch in der Hand halten, bei dem wir eine männliche Sichtweise erleben dürfen. Das ist in diesem Genre nicht selbstverständlich und macht die Reihe für mich zu einem absoluten Highlight. Außerdem wird das Identifikationspotenzial noch zusätzlich gesteigert, indem Frida und Jannis unterschiedliche Zugänge zum Reitsport haben. Frida ist passionierte Freizeitreiterin und betreibt leidenschaftlich Horsemanship. Jannis hat in frühester Kindheit mit dem Springreiten angefangen und genießt den Wettbewerb. Zu Beginn der Reihe haben beide ihren jeweiligen Standpunkt sehr deutlich gemacht und waren nur ungern offen für Neues. Mittlerweile haben sie die unterschiedlichen Ansichten als neue Möglichkeit begriffen, was Theresa Czerny hervorragend dazustellen weiß. Es macht riesige Freude, Frida dabei zuzuschauen wie sie Jannis' Pferde reiten darf und feststellt, dass sie von ihnen viel lernen kann. Genauso genieße ich die Momente, in denen Jannis mit seiner Stute eine Bodenarbeitseinheit macht und wir die besondere Verbindung zwischen Reiter und Pferd zu spüren bekommen.
Geschichte In dieser Geschichte wird wieder einmal ein Thema angesprochen, das von äußerster Wichtigkeit ist. Um den Spaß und die Spannung nicht vorweg zu nehmen, möchte ich gar nicht näher darauf eingehen. Ich denke jedoch, dass vor allem jüngere Lesende noch nie etwas von dieser Thematik gehört haben und auch die großen Spannungsmomente gruselig finden könnten. Zum gemeinsamen Lesen mit den Kindern ist diese Geschichte allerdings prädestiniert und lädt ganz sicher zu interessanten Gesprächen und Recherche ein. Es ist also eine große Empfehlung für jede Altersgruppe.
Außerdem schafft Theresa Czerny es wieder einmal, Tiefgang und Emotionen in ihre Geschichte zu bringen. Besonders das Thema der Freundschaft und des Traumas (Anmerkung: Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung der Handlung aus Band 3 : „Donnernde Hufe“) werden sensibel und meiner Meinung nach ausgezeichnet dargestellt. Zusätzlich zu der Aufarbeitung bereits bestehender Problematiken und Beziehungen, lernen wir einige neue Charaktere kennen. Sowohl Frida, als auch Jannis machen neue Bekanntschaften und bewegen sich somit in ganz neuen Kreisen. Diese Entwicklung hat mir richtig gut gefallen und zeigt wieder einmal, wie gut Theresa Czerny es versteht, ihre Figuren wachsen zu lassen. Außerdem lernen wir nicht nur Figuren kennen, sondern auch neue Settings. Dieses Buch spielt nicht nur an den uns bekannten Orten rund um Eldenau, sondern nimmt uns mit nach Polen. Jannis und Frida sind nun also in einer Art temporären Fernbeziehung und wir begleiten die beiden bei ihrem jeweiligen Alltag. Abenteuer, Spannung, neue Erlebnisse, sich ausprobieren, aber auch Ängste, Sorgen und das aufrechterhalten von Vertrauen sind nur einige Punkte, die in dieser Geschichte erlebbar gemacht werden. Rundherum also eine absolut dichte Erzählung, die vieles einzubringen weiß und uns das Gefühl vermittelt, die Figuren nur noch näher kennen lernen zu dürfen.
Wie ich oben bereits angesprochen habe, ist dieses Buch momentan das Letzte der Reihe. Doch die Geschichte bietet so unendlich viel Potenzial, weiter erzählt zu werden, dass ich nun gespannt auf einen Nachfolger warten werde. Bis dahin kann ich dir alle vier Teile der Reihe wärmstens empfehlen. Sie lassen sich in beliebiger Reihenfolge lesen, da die Grundgeschichten in sich abgeschlossen sind. Dennoch würde ich empfehlen, dass du dir den ersten Teil schnappst und damit loslegst. Zum einen habe ich das Gefühl, Theresa Czerny steigert sich mit jedem Buch immens und man versteht auch kleinste Andeutungen von bisherigen Ereignissen, was aus dem Lesen eine runde Sache macht.
Ein Geisterpferd in Eldenau? Frida ist sich sicher, dass das nur ein Scherz sein kann, und will herausfinden, was hinter dem angeblichen Spuk steckt. Jannis ist in der Zwischenzeit mit seinem neuen Team unterwegs: Zusammen bereiten sie sich auf die Turniersaison vor. Doch das Training rückt in den Hintergrund, als immer wieder Pferde verschwinden. Wurden die Pferde gestohlen? Und falls ja, wie können Jannis und Frida ihre Pferde vor den Dieben schützen? Gemeinsam versuchen sie, das Rätsel um die verschwundenen Pferde zu lösen, und merken fast zu spät, dass das Geisterpferd der Schlüssel zu dem Geheimnis ist.
Quelle: Magellan
MEINE MEINUNG:
Mit jedem weiteren Band um die Pferde von Eldenau lasse ich neue Lobeshymnen auf Autorin Theresa Czerny nieder. Und in meinen Augen sind diese, wie auch in diesem Band, mehr als berechtigt. Ich bin jedes Mal aufs Neue erstaunt wie die Autorin es schafft, unterhaltsame Pferdegeschichten mit wichtigen und ernstzunehmenden Thematiken aus dem realen Leben zu verknüpfen, ohne das die Handlung dabei belehrend oder bedrückend wirkt. Ganz im Gegenteil – die authentischen Elemente eines jeden Buches machen die Handlung nur noch spannender. Ich weiß,für den einen oder anderen von euch spreche ich vielleicht in Rätseln. Diejenigen von euch die bereits einen Band der Buchreihe kennen, wissen aber sicher was ich meine 🙂 Ich mag auch gar nicht so genau auf den Inhalt dieses vierten Bandes eingehen, da ich sonst einfach zu viel vorweg nehmen würde. Daher vielleicht nur so viel: in Band 4 kommen neue Charaktere und ein weiteres Setting hinzu. Das hat mir persönlich sehr gefallen, denn ich hatte dadurch das Gefühl die Geschichte würde sich weiterspinnen, neue Wege gehen und mehr Möglichkeiten eröffnen. Die für Therese Czerny typischen und wichtigen Elemte, sprich Freundschaft, Vertrauen, Spannung, Emotionen und Abenteuerlust, erleiden dabei aber keine Einbußen. Ich habe das Buch mehr oder weniger inhaliert, da es so spannend und mitreißend war. Daher möchte ich euch die Buchreihe noch einmal in Gedächtnis rufen, da die Bücher so viel mehr sind, als einfache Pferdegeschichten.
Jannis und Frida geraten wieder in ein spannendes Pferdeabenteuer. Dieses Mal wird es allerdings richtig gefährlich, da trächtige Stuten in Polen, aber auch in Deutschland geklaut werden.
Und was hat der Teamkollege, für den Jannis in das Deutsch-polnische Team einspringt, damit zu tun?
Ein weiteres spannendes Abenteuer für Jannis und Frida. Der eigentliche Spannungsbogen ist erst im letzten Drittel zu finden. Aber eingefleischte Pferdefans werden sich daran nicht stören.
Wie auch die Vorgängerbände ist die Geschichte abwechselnd aus Jannis und Fridas Sicht geschrieben.
Ich weiß nicht, wie ich es anders sagen soll, außer 'diese Reihe hat mein Leben verändert!' Keine Ahnung, wie oft ich diese Reihe nochmal lesen werde, aber dieses Mal war bestimmt nicht das letzte Mal!
'Mähnen im Wind' jetzt im Herbst an der Ostsee zu lesen, war eine meiner besten Lebensentscheidungen und wie jedes Mal kann ich auch jetzt nicht glauben, dass es schon wieder vorbei ist. Ich habe so eine tiefe Liebe für Frida und Jannis und all die wunderbaren Nebencharaktere, die nicht nur ein großartiges Support System für die beiden sind, sondern auch alle eine eigene Persönlichkeit haben! (Verrückt, wenn man drüber nachdenkt, dass nicht mal manche Hauptcharaktere in manchen Geschichten eine Eigene haben.)
Aber darum geht es hier nicht, stattdessen um eine der schönsten und tiefsten Beziehungen, über die ich jemals in einem Buch gelesen habe. Die beiden sind der lebende (no punch intented) Beweis dafür, dass Pferde einen wirklich erden.
Der Schreibstil der Autorin hat etwas Magisches an sich: Man will nicht nur unbedingt einmal am Strand galoppieren (juchhu, etwas Neues für meine Bucket List), sondern spürt beim Lesen auch immer wieder den Sand an seinen Füßen, die Meerbrise an seiner Nase und den warmen Pferdeatem.
Theresa Czerny hat mit 'Die Pferde von Eldenau' eine unglaublich wichtige und wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Umweltbewusstsein, Tierschutz und Engagement geschrieben. Ihr wunderbarer Schreibstil fängt die Hochs und Tiefs von Teenagern ein, verbindet diese mit starken Persönlichkeiten und dem Willen was zu verändern. Die Liebe und Wertschätzung zur Natur, die man nach dem Lesen empfindet, kommt von den magischen Ortsbeschreibungen und der Aufklärung über Themen, die im gesellschaftlichen Diskurs viel zu kurz kommen. Wenn all das verbunden wird mit dem Abenteuergeist der Charaktere, der sich in spannenden Szenen widerspiegelt, entsteht ein märchenhaftes Gefühl von Komfort.
Diese Reihe hat mein 'Bibi und Tina'-Herz geheilt und gleichzeitig mein Meerweh gestärkt, also wenn irgendeiner herausfindet, wo Gut Eldenau liegt, dann call me please, weil ich werde dort einziehen und nie wieder verschwinden!