Maddys Leben ist ein Albtraum: Durch das Abitur gefallen, keinen Job gefunden und jetzt soll sie auch noch den Sommer bei ihrem Vater in Kanada verbringen, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Als sie ein Angebot erhält, als Influencerin für eine Agentur zu arbeiten, wittert sie die Chance ihres Lebens. Ein Roadtrip durch die Rocky Mountains soll ihre Karriere voranbringen. Blöd nur, dass sie auf ihren im Rollstuhl sitzenden Großvater aufpassen muss.
Ein Roman über den Druck der sozialen Medien. Den Unterschied der Generationen. Und der Liebe zu einem Land voller Tannenbäume, Grizzlybären und türkisblauen Seen.
Habe ich dieses Buch gerade binnen nicht mal vier Stunden an einem Stück verschlungen? 👀 Okay, wow, ich bin gerade selbst etwas perplex. Rezension folgt! 🥰
Edit, 05. August:
Maddy hat keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater, doch nun soll sie die Ferien bei ihm in Kanada verbringen. Eine Idee, für die sie keinen Funken Begeisterung übrighat. Doch dann tut sich plötzlich die Chance auf, in einer Agentur für Influencer unterzukommen: Maddys größter Traum. Ein Roadtrip durch die Rocky Mountains soll ihr den Platz sichern – was wohl leichter wäre, wenn sie nicht ihren Großvater im Rollstuhl mitnehmen müsste. Ich habe „Nach oben führt auch ein Weg hinab“ an einem Stück verschlungen. Die Seiten sind nur so dahin geglitten, was deutlich macht, dass mir der Schreibstil von April Wynter gefallen hat. Ihre Beschreibungen sind malerisch und lösen unglaubliches Fernweh aus. Man merkt, dass die Autorin selbst einen Roadtrip durch Kanada gemacht hat und viele ihrer Eindrücke in die Storyline hat einfließen lassen – nicht nur metaphorisch, sondern tatsächlich, denn das Buch hat für mich eine große Besonderheit bereitgehalten: Man entdeckt immer wieder Barcodes, die man einscannen kann, und die einen auf eine Website führen, wo man sich Hintergründe zu den beschriebenen Orten durchlesen und passende Bilder ansehen kann. Das machte die Erzählung interaktiver und zu etwas ganz Besonderem. Kleinere Kritikpunkte gab’s dennoch: Die Storyline war für mich sehr vorhersehbar. Das hat der Geschichte nicht geschadet, aber sie hätte mir noch mehr gefallen, wenn ich zwischendurch überrascht worden wäre. Außerdem wurde ich anfangs mit der Protagonistin nicht warm – was aber vielleicht für den Verlauf der Geschichte nötig war. Einige „klischeereichere“, mir persönlich überspitzt vorkommende Punkte sind mir ebenfalls ins Auge gesprungen, doch haben sie das Leseerlebnis für mich nicht maßgeblich geschmälert. Es handelte sich auch mit diesen Kritikpunkten um eine schöne Geschichte über Familie, Freundschaft, Natur und das Leben, die mich nicht nur unterhalten, sondern gedanklich auch nach Kanada entführt hat. Spätestens nach dem Lesen möchte man unbedingt auch einen Roadtrip durch die Rockies machen.
Maddy ist verzweifelt: sie ist durchs Abi gefallen, hat keinen Ausbildungsplatz gefunden und sowohl sie selber als auch ihre Mutter und Großeltern sehen sie generell eher als Versagerin. Jetzt soll sie den Sommer bei ihrem Vater in Kanada verbringen, den sie schon einige Jahre nicht mehr gesehen hat. Als ihr ein Job als Influencerin angeboten wird, wittert sie endlich ihre Chance. Ein Roadtrip durch die Rocky Mountains soll ihre Followerzahl pushen. Blöd nur, dass sie dabei ihren Großvater im Schlepptau hat, der auch noch zusätzlich im Rollstuhl sitzt.
Anfangs war mir Maddy ziemlich unsympathisch, weil sie allem und jedem gegenüber super negativ eingestellt war und außerdem ziemlich überheblich und egoistisch wirkte. Sie hat einiges gedacht/ gesagt oder geplant, was für mich erstmal gar nicht ging. Im Verlauf des Buches macht sie eine riesen Entwicklung durch, ihre Einstellung verändert sich zunehmend und ihr geht das ein oder andere Licht auf. Dennoch verhält sie sich auch weiterhin manchmal ziemlich blauäugig und naiv, was doch den Puls öfter mal in die Höhe schnellen ließ.
Es ist eine Geschichte über die Höhen und Tiefen sowie den Druck der Sozialen Medien. Vieles ist mehr Schein als Sein und manche Influencer sind bereit für den perfekten Shot einiges zu tun und das ohne Rücksicht auf Verluste. Es geht aber auch um Unterschiede zwischen verschiedenen Generationen. Für Maddy dreht sich nahezu alles um Instagram, ihre Likes und die Anzahl ihrer Follower. Ohne ihr Handy geht nichts und sie lebt nicht im Augenblick, sondern ist ständig auf der Suche nach der perfekten Location für ihre nächsten Bilder. Im Gegensatz dazu steht ihr Großvater, der seine Fotos noch analog macht und jedes davon auch zu schätzen weiß. Er genießt die Natur und die Zeit mit seiner Enkelin. Das Miteinander der beiden hat mir sehr gut gefallen. Stan (also der Großvater) hat immer einen klugen Spruch auf Lager und wird auch nie müde, diesen zu teilen.
Außerdem mochte ich auch die Roadtrip-Idee, denn für Geschichten über Reisen bin ich immer zu haben. Die beiden besuchen einige wunderschöne View-Points, fahren durch atemraubende Landschaften, treffen interessante Menschen und haben eine unvergessliche Zeit zusammen - auch wenn das Ganze arg von Maddys eigentlichen Vorstellungen von ihrem Aufenthalt in den Rocky Mountains abweicht.
"Nach oben führt auch ein Weg hinab" beschreibt, was im Leben wirklich wichtig ist. Es geht um Freundschaft, Familie, das Leben im Hier und Jetzt und die Suche nach sich selbst. Dabei hält es einige wichtige Botschaften für uns Leser bereit.
Es gibt sie noch ... Romane, die beim Lesen alles bieten.
Gerade erst habe ich einen solchen Roman gelesen. Ich habe gelacht und geweint. Habe vor Spannung die Luft angehalten und hatte Kribbeln im Bauch. Die Charaktere wurden ganz schnell zu guten Freunden und es war ein Roman, der viel zu schnell gelesen war.
Handlung:
Durch das Abitur gefallen, keinen Job gefunden und jetzt soll sie auch noch die Sommerferien bei ihrem Vater in Kanada verbringen, den sie das letzte Mal vor 8 Jahren gesehen hat. Maddys Leben könnte gerade nicht schrecklicher laufen. Dann erhält sie das Angebot als Influencerin für eine Agentur zu arbeiten und wittert die Chance ihres Lebens. Hier kann nur ein Roadtrip durch die Rocky Mountains helfen. Dummerweise soll sie auf ihren im Rollstuhl sitzenden Großvater aufpassen.
Meinung:
April Wynter gibt mit ihrem Roman "Nach oben führt auch ein Weg hinab" ihr Debüt und ich finde, dass es ihr mehr als gut gelungen ist. Dieses Buch hat einfach alles, was mein Leserherz höher schlagen lässt. Da bin ich schon sehr gespannt auf ihre weiteren Werke.
Im Roman lernen wir Maddy kennen. Süße 18 und noch nicht in der Welt der Erwachsenen angekommen. Sie ist auch die Erzählerin ihrer Geschichte und man schließt sie gleich ins Herz, auch wenn sie anfangs echt anstrengend ist 😉 Sie nimmt uns mit auf ihre Reise durch die Rocky Mountains, lässt uns an ihren Gedanken, Sorgen, Ängsten und Freuden teilhaben und ist dadurch schnell mehr als nur die Protagonistin. Sie wird zur Freundin, mit der man lacht oder weint, die man in traurigen Momenten drücken und bei falschen oder verrückten Entscheidungen schütteln möchte. Maddy ist sympathisch, hat Ecken und Kanten und ist manches Mal stur wie ein Panzer. Aber auch ist sie ein eher unsicherer Typ, hinterfragt sich und ihr Sein und fühlt sich selbst als Versagerin. Und genau deshalb macht man sich auch Sorgen um sie, wenn man dabei zusieht, wie sehr sie von den sozialen Medien gefangen ist und ihr Leben danach ausrichtet.
Aber nicht nur Maddy hat mein Herz im Sturm erobert, sondern auch Opa Stan. Er ist der Fels in der Brandung, der großzügig über die Verrücktheiten seiner Enkelin hinweg sieht, ihr ihre Macken lässt, aushält, wenn sie unfreundlich oder richtig kratzbürstig zu ihm ist und ihr immer wieder auf liebevolle Art und Weise den rechten Weg zeigt. Er lässt ihr ihre Freiheiten, hält sie im richtigen Moment zurück und gibt ihr mit dem ein oder anderen versteckten Ratschlag eine andere Sicht auf die Dinge. Er ist derjenige, der Maddy während ihrer Zeit in Kanada prägt und ihr zeigt, wie sehr es sich zu leben lohnt und dass auch die kleinen Dinge einen großen Unterschied machen. Ich musste bei Opa Stan oft an meinen eigenen Großvater denken, der erst vor ein paar Jahren von uns gegangen ist. Er hatte viele Wesenszüge, wie auch Opa Stan sie hat und ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum Maddy ihren Großvater so sehr liebt. Denn er hat auch mich bewegt und in seinen Bann gezogen. Danke für dieses Miterleben einer fremden, aber doch so vertrauten Person!
Neben Opa Stan gibt es aber auch noch andere Personen, die die Geschichte prägen und sie zu dem machen, was sie ist. Auch sie kommen schnell über den Status der Buchcharaktere hinaus. Jeder von ihnen avanciert zu einer Person, die man so schnell nicht mehr vergisst: Sei es Maddys beste Freundin Lola, die nichts anbrennen lässt, der verrückte didgeridoo-spielende und surfende Australier, der noch nie Schnee gesehen hat und immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein scheint, Influencerin Heather mit dem Schnäppchenradar oder auch Maddys Vater, der Stein allen Anstoßes ist.
Dass sich der Roman in einem Rutsch durchlesen lässt und dabei so ehrlich und authentisch rüber kommt, liegt aber nicht nur an den Charakteren, sondern auch am Schreibstil von April. Sie schreibt so, wie eine 18jährige wohl sprechen und denken würde. Locker flockig vom Hocker, ohne Schnörkel und langatmige Passagen. April beschreibt auch die einzelnen Orte des Romans so detailliert, dass man das Gefühl hat, selbst schon einmal dort gewesen oder gerade live mit Maddy vor Ort zu sein. Darüber hinaus schreibt sie so packend, einfühlsam und emotional, dass man nicht mehr aufhören möchte mit Maddy zu reisen. "Nach oben führt auch ein Weg hinab" ist ein Roman, der aber auch nachdenklich stimmt und einen ganz anderen Blickwinkel auf manche Dinge erlaubt.
Für mich war besonders spannend, wie vielschichtig der Roman ist. Das Buch steckt voller Emotionen, überraschender Wendungen, wie nur das Leben himself sie schreibt, Passagen, die das Herz schwer werden lassen und auch die ein oder andere Träne hervorlocken, herzerwärmende und aufmunternde Situationen sowie Aussagen, die entweder zum Nicken oder zum Kopfschütteln und Staunen anregen. Das Buch kommt ohne künstliche Dramen aus, lässt den Leser mitfiebern, schmunzeln, frösteln und seufzen. Eben alles, was ein guter Roman in der Lage ist, hervor zu rufen.
Ist man auf der letzten Seite des Buches angelangt, schlägt man es mit einem zufriedenen Lächeln zu, denn nicht nur die Charaktere haben sich entwickelt, sondern auch man selbst.
Fazit:
"Nach oben führt auch ein Weg hinab" von April Wynter ist ein Roman, der mich sehr nachdenklich gestimmt hat was die Welt des Social Media angeht und mich in Frage stellen ließ, wie eigentlich mein Bezug zu diesem Thema ist. Darüber hinaus hat mir der Roman alles geboten, was ich mir beim Lesen wünsche und mich bis zur letzten Sekunde gefesselt. "Nach oben führt auch ein Weg hinab" ist wohl nicht für jeden Leser "bequem", denn er schneidet Themen an, die gerade in der heutigen Zeit Potenzial für Diskussionen bietet. Aber auch für Chancen und Gemeinschaft. Ich habe den Roman von der ersten bis zur letzten Seite geliebt und würde ihn jedem empfehlen. Jedem, der keine Angst vor unbequemen Wahrheiten, reichlich Emotionen und einem nicht ganz so glücklichen Ende hat.
Erst einmal vielen Dank für das Rezensions-Exemplar!
Am Anfang hatte ich ein wenig Probleme mit dem Buch zu beginnen, da ich nicht so ganz wusste was mich erwartet. Das Buch hat mich interessiert und das Cover fand ich cool aber ich war einfach nicht in der Laune um einen 'einfachen' Roman zu lesen.
Ich konnte nicht mehr falsch liegen mit meiner Annahme. Das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Was mich hierbei am meisten schockiert hat, war dass das Buch mich eigentlich teilweise eher wütend gemacht hat. Der Charakter war egoistisch und komplett geblendet von viel zu vielen äußeren Faktoren. Gefühlt war Maddy verloren im Leben. Das Leben hat ihr zugesetzt und ihr weiß gemacht, dass sie alleine ist und andere Menschen einen doch nur enttäuschen. Sie hatte viele Vorurteile und eine Meinung von allem. Sie wusste wohin sie kommen wollte aber nicht was sie will, was ihr Spaß macht und mit wem sie unterwegs sein wollte. Sie hatte keine Ahnung vom Leben eigentlich und von sich selber aber wusste was richtig für sie ist und wohin sie kommen muss. Selber wusste sie aber dennoch, dass sie das wohl nicht wirklich glücklich machen wird. Man wollte fast weinen, wie blind Maddy an der wunderschönen Landschaft in Kanada vorbei gegangen ist. Blind vor allem! Vor dem Umfeld, den Personen und den Emotionen.
Es ist eine interessante Entwicklung in dem Buch, da man manchmal einfach verzweifelt war und wütend. Wirklich, wirklich wütend. Das schlimme war besonders, da man sich tatsächlich bewusst war, wie realitätsnahe dies doch ist. Wahrscheinlich war dies das Problem und die Einstellung 'über Leichen zu gehen'. Denn ja, auch davor hat Maddy keinen Halt gemacht.
Trotz dieser ganzen negativen Einflüsse, konnte ich das Buch dennoch nicht aus der Hand legen! Es war so in den Bann ziehend und einfach so faszinierend, denn das Buch ist unheimlich gut geschrieben. Es ist wirklich schwer, so eine traurige und egoistische Geschichte zu schreiben, die fasziniert und in den Bann zieht. Niemand möchte wirklich ein Buch lesen, dass einen traurig macht und dennoch war es so tiefgehend und schön, dass es all das Wert war! Auch das Ende war einfach besonders. Ich hoffe ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es nicht das klassische Happy End ist.
Ich bin wirklich unheimlich froh, dass ich die Chance hatte Maddy auf ihrem Weg zu begleiten und so tolle Menschen dabei kennen gelernt habe. Auch wenn es anders klingt, es ist ein Buch voller Liebe und einer grandiosen und ernsten Geschichte! Danke für die Möglichkeit!
Und eine Vorwarnung, es werden Tränen vergoßen werden. Mehrmals.
Ich fand „Nach oben führt auch ein Weg hinab“ von April Wynter wahnsinnig toll. Das ist ein sehr schönes, bezauberndes Buch. Sowohl außen, auch als innen. Generell ist die Aufmachung sehr liebevoll gestaltet und weiß zu beeindrucken. Ich habe es sehr geliebt und es wird mein Buchregal nicht freiwillig verlassen.
Das Cover finde ich toll und der Hintergrund ist auch auf Aprils Reise entstanden. Im Buch selbst findet man genauere Infos dazu. Auf der Umschlaginnenseite wurde eine Karte der Rocky Mountains abgedruckt, wo die Aufenthaltspunkte hervorgehoben wurden, was ich persönlich super finde, da man es sich leichter vorstellen kann. Gleich zu Beginn des Buches findet man auch eine Triggerwarnung, über die man ganz leicht weitere Infos auf Aprils Website findet. Abgerundet wird das Buch durch QR-Codes, die im ganzen Buch zu finden sind und Hintergrundinfos zu den Orten und dergleichen beinhalten. Am Ende findet man auch noch eine tolle Illustration zu Maddy und Stan.
Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Die Entwicklungen waren stimmig und wichtig. Ich fand das Buch hat weitestgehend auf Klischees verzichtet. Ich habe nicht einen Grund zum Meckern. ;) Der Schreibstil ist toll. Flüssig und gut zu lesen. Die Beschreibungen sind wunderbar. Man lernt auch viel für sich selbst und über das Leben. Und fängt auch unweigerlich an sein eigenes Leben zu reflektieren. Klar, war Maddy am Anfang etwas zickig und verwöhnt, aber ich fand sie immer schon sympathisch und ihre Entwicklung ist auch glaubwürdig rüber gekommen. Auf ihrer Reise stößt Maddy auf die verschiedensten Konflikte und lernt, damit umzugehen. Ich persönlich hätte mich das wohl nicht getraut, aber nach der Lektüre hat man definitiv weniger „Angst“ davor. Man muss sich einfach was trauen und vor allem Vertrauen in sich selbst und andere haben. Auf jeden Fall hat man Lust, die Sachen, die Maddy gesehen hat, selbst entdecken zu wollen. Denn, auch egal wie schön die Umgebungen beschrieben worden sind, ein Gefühl von Fernweh entsteht und man möchte es am liebsten gleich selbst erkunden :) (Oder die Autorin um Fotos anbetteln.)
Ich habe das Buch für ein Seminar in der Uni gelesen und muss sagen, es hat mich nicht wirklich überzeugt. Ich fand es nicht schlecht, aber es war teilweise sehr voraussehbar. Aus meiner Sicht (20 Jahre) war die Darstellung von Social Media und der Social-Media-Sucht nicht realitätsnah. Um spontan ein paar Punkte zu nennen: Niemand ist nur von Instagram abhängig – schon gar nicht, wenn man selbst Influencer werden will. Und niemand „googelt“ bestimmte Instagram-Posts.
Trotzdem regt das Buch im Hinblick auf Social Media zum Nachdenken und zur Selbstreflexion an. Eine weitere Szene, die ich etwas irritierend fand, war die mit den „First Nations“, die sie auf dem Campingplatz treffen. Das waren nur zwei Menschen, die dort ihr Zelt aufgeschlagen hatten, und trotzdem wird der Mann „der Häuptling“ genannt. Sie wohnen in einem Tipi und rauchen Salbei – was als spannender, exotischer Aberglaube dargestellt wird. Aber da ich selbst noch nicht mit den „First Nations“ in Kanada in Kontakt gekommen bin, kenne ich mich vielleicht auch einfach nicht genug aus.
Die Landschaftsbeschreibungen und die Szenen ohne Social Media fand ich schön geschrieben. Besonders die Szenen, in denen Maddy Fotografie lernt, haben mir sehr gut gefallen. Zum Ende hin hat mir das Buch immer besser gefallen, und in den letzten Kapiteln war ich sogar richtig vertieft und selbst ganz tiefgründig gestimmt.
Alles in allem ist es kein schlechtes Buch, und wenn man es schon im Regal stehen hat, dann lässt es sich schön lesen. Ich würde es aber nicht weiterempfehlen.
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Was soll ich sagen, dieses Buch hat mich so mitgerissen, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich habe es an einem Tag durchgelesen und wer mich kennt, weiß, dass das etwas besonderes ist.
Ich betone immer wieder, dass ich keine Zeit zum Lesen finde und ein Buch schon ziemlich gut sein und genau nach meinem Geschmack sein muss, damit ich es überhaupt zu Ende lese.
"Nach oben führt auch ein Weg hinab" gehört nicht mal zu dem Genre, das ich für gewöhnlich lese, aber die Liebe zu Kanada und ja, ich gebe es zu, auch das attraktive Cover haben mich dann doch dazu verleitet es zu lesen.
Ich habe laut gelacht und geweint und mich gefühlt, als hätte nochmal selbst eine Reise durch die Rockys gemacht. Das Buch ist unheimlich nahe am Leben und enthält neben viel Unterhaltsamkeit auch einige wertvolle Lebensweisheiten.
Gerade jetzt (zur Zeit der Pandemie, wo es besonders fehlt) hat es mir das Gefühl gegeben, neue Leute auf einer Reise zu treffen, die einem helfen den eigenen Horizont zu erweitern. Und das ganz von meiner Couch aus.
Dieser Roman hat eine ganz tolle Dynamik und liest sich wunderbar. Ich mochte Maddys rotzige und freche Art sehr, was mich oft zum Schmunzeln brachte. Der beschriebene Roadtrip durch die Rocky Mountains mit all den Begegnungen und Erlebnissen war ganz wunderbar, sodass ich einen kleinen Abstecher nach Kanada machen konnte. Ich mochte die Beziehung zwischen Maddy und ihrem Großvater sehr. Sie war herzlich, direkt und dich sensibel. Auch das Thema Social Media ist groß im Roman, denn Maddy möchte gern Influencerin sein. Sie lernt auch due Schattenseiten dieses Jobs kennen und hinterfragt es kritisch. Ich finde das so gut beschrieben, dass ich hoffe, dass meine Kinder das Buch auch einmal lesen werden und daraus etwas mitnehmen können. Toll sind übrigens auch die eingebundenen QR-Codes, die Einblick in die eigenen Reiseerlebnisse der Autorin geben.
Kanadaliebe pur. Ich habe nach langem mal wieder ein Buch beendet und geliebt. Die Geschichte von Maddy und ihrem Großvater erwärmt einem das Herz. Es nimmt den Leser mit auf einen Roadtrip durch Kanada und am liebsten würde ich das ganze selbst erleben wollen. Wer weiß, was davin vielleicht wirklich wahr wird? Auf jeden Fall ist die Geschichte großartig und am Ende hätte ich gern eine Fortsetzung. Mich hat die Geschichte begeistert und ich kann sie euch ans Herz legen, wenn ihr Lust auf ein etwas ruhigeres und doch sehr energiegeladenes Buch habt🥰🇨🇦
Ich hatte meine Schwierigkeiten mit Maddy, aber insgesamt hat mir das Buch richtig gut gefallen! Ich konnte mir die Landschaft so gut vorstellen und hab richtig Fernweh bekommen. Maddy Grandpa hab ich ganz besonders ins Herz geschlossen ❤️