Mit dem Namen Auschwitz ist der millionenfache Mord an den europäischen Juden verbunden. Der Holocaust wurde indes an vielen weiteren Orten verübt, die wenig oder kaum öffentlich wahrgenommen werden. Ab dem Frühjahr 1942 wurde der Beschluss, die Juden in den von den der deutschen Wehrmacht besetzten polnischen und sowjetischen Gebieten zu ermorden, mit Deportationen systematisch umgesetzt. In den Vernichtungslagern Bełżec, Sobibór und Treblinka wurde die Vernichtung millionenfach durchgeführt. Stephan Lehnstaedt legt mit diesem Buch die erste deutschsprachige Gesamtdarstellung des unter dem Tarnnamen Aktion Reinhardt verübten Massenmords vor. Zwar verwischten die Täter ihre Spuren, indem sie die Leichen verbrannten und die Asche vergruben. Doch lassen Archivalien und die Zeugnisse der wenigen Überlebenden das Ausmaß der Verbrechen erahnen und mahnen eindringlich dazu, sich der Opfer des Holocaust zu erinnern.
Das Buch ist gut geschrieben und strukturiert. Es bietet einen chronologischen Überblick über die verschiedenen Stadien der "Aktion Reinhardt", zu der die drei Vernichtungslager gehörten. Dabei beleuchtet das gut recherchierte Buch alle Facetten des Geschehens inklusive der Nachkriegsentwicklungen. Trotz seiner Kürze hat der Leser das Gefühl, einen soliden Überblick über die Geschehnisse zu bekommen. An einigen Stellen hätte der Forscher sich zusätzliche Belege gewünscht, aber insgesamt ist die Darstellung überzeugend ausgearbeitet und als Einstieg in die Thematik sicherlich empfehlenswert.
The Aktion Reinhardt was a tax subsidy on prematurely recovered scrap, a scrappage premium and part of the whole Reinhardt program to animate the economy during the time of National Socialism. The Aktion Reinhardt was regulated by the scrappage decree of December 13, 1933. The decree was suspended again on August 31, 1934. The name of the campaign was originally based on that of the state secretary in the finance ministry, Fritz Reinhardt. (Tell the Truth and Shame the Devil by Gerard Menuhin p.20) The occupation of Ukraine allowed Jews from the Generalgouvernment to be transferred east to Belzec, Sobibor and Treblinka camps, waiting to be settled in Ukraine, the future border of German settlement. (Idem, p21)