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Die Erfindung des Countdowns

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Nach dem Ersten Weltkrieg bricht das Zeitalter der Utopien an.
1920 zieht es den jungen Hermann Oberth von Siebenbürgen nach Göttingen, um Physik zu studieren - die spannendste Wissenschaft der Zeit. Hermann will den Menschheitstraum von der Mondrakete verwirklichen. Als der Durchbruch nah ist, weisen seine Professoren ihn ab.

Seine lebenslustige Frau Tilla versucht, einen gemeinsamen Alltag als Familie zu ermöglichen, als doch jemand an Hermanns Forschung glaubt: Wernher von Braun, Mitglied der SS. Doch statt der Mondrakete soll Hermann die V2 mitentwickeln, eine »Vergeltungswaffe« für die Nazis. Seine Kinder Ilse und Julius verliert er an den Krieg. Und so stellt sich ihm und auch Tilla mit voller Wucht die Frage nach der eigenen Verantwortung für die Geschichte.

286 pages, Hardcover

Published September 18, 2020

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About the author

Daniel Mellem

2 books1 follower

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12 (7%)
1 star
3 (1%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for reherrma.
2,154 reviews38 followers
February 12, 2023
Ein semi-biographischer Roman über das Leben des deutschen Raketenpioniers Hermann Oberth, dessen Buch "Die Rakete zu den Planetenräumen", veröffentlicht 1923, das auf viele Raketenpioniere im frühen 20. Jahrhundert großen Einfluss hatte. Bei der Mitarbeit an den Dreharbeiten bei Fritz Langs visionärem Film Frau im Mond (1929) wirkte er zusammen mit Rudolf Nebel als wissenschaftlicher Berater mit. Bei diesem Film wurde erstmals der Countdown verwendet, der offenbar auch auf Hermann Oberth zurückgeht, diese Tatsache wurde im Titel dieses Buches verewigt. Daniel Mellem hat große Aufmerksam auf die Vielschichtigkeit des Charakters Oberths geworfen, insbesondere was die Ambivalenz seiner Anfangszeit und der Nachkriegszeit zeigt. Mellem zeigt ihn als zerrissenen Charakter, der sich mit der Nazi-Ideologie während des Krieges unterordnete, auch wenn er mit den Leuten in Peenemünde in Widerspruch befindet, insbesondere mit seinem Schüler Wernher von Braun.
Die Beschreibung seines Privatlebens und das Zusammenleben mit seiner Familie ist einer der Höhepunkte des Romans, es zeigt die Widersprüche seiner Persönlichkeit in besonderer Weise, in diesem Sinne ist die Lebensleistung seiner Frau Tillie besonders hoch einzuschätzen.
Meiner Meinung nach wird in diesem Buch jedoch Naturwissenschaft zu sehr mit den Ingeniuerswissenschaften verknüpft. Meines Erachtens waren die Raketenwissenschaftler wie von Braun als auch Oberth eher Ingenieure als Wissenschaftler und diese waren; und sind nicht gerade als Verfechter der Ethik der Wissenschaften bekannt.
Das zeigt sich daran, dass Hermann anfängt, über den möglichen Einsatz von Raketen im Krieg nachzudenken, weil er Unrecht und Leiden beenden will. Bestürzend, weil es so naiv und absurd ist, und doch die Grundlage des späteren Wettrüstens...
Profile Image for Sketchy_tunes.
201 reviews6 followers
December 31, 2020
|4,0*|
Erstaunlich unterhaltsam, das Buch ließ sich echt gut weglesen. Herbert Oberth ist wirklich eine interessante Person und ich kann gut nachvollziehen, warum sich der Autor entschieden hat, über ihn zu schreiben. Ich fand es wirklich interessant die Entwicklung der Rakete einmal historisch beleuchtet zu sehen. Ich finde dem Autor ist es gut gelungen, Oberth als ambivalenten Charakter darzustellen. Ob er der Person damit gerecht wird, kann ich schlecht beurteilen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass er zumindest eine valide Perspektive liefert. Vermisst habe ich einen kurzen Text, in dem der Autor erklärt, welcher Anteil der Geschichte auf belegten Tatsachen basiert.
Profile Image for Gernot1610.
322 reviews7 followers
May 4, 2022
Für 5 Sterne ist mir die Geschichte in vielen Bereichen zu spekulativ.
Profile Image for Nicolas.
48 reviews4 followers
August 23, 2021
„Kann man da hinfahren?“, fragte er. „Wenn man will, dann kann man alles“, sagte der Vater.

In seinem Roman „Die Erfindung des Countdowns“ erzählt Daniel Mellem das wahre Leben des Physikers Hermann Oberth.

Seit Kindesbeinen an hat der in Siebenbürgen geborene Oberth nur einen Wunsch, er möchte eine Rakete bauen, die bis zum Mond fliegt. Sein Vater, ein leidenschaftlicher Arzt, unterstützt den Jungen nicht, hält er dessen Interesse für Physik und Raumfahrt doch für eine irrwitzige Idee, viel lieber wäre es ihm, wenn Hermann in seine Fussstapfen treten würde. Doch Hermanns Passion treibt ihn mehrfach an den Rand der Verzweiflung, denn wem er auch seine Ideen verkaufen will, keiner zeigt wirklich Interesse an seinen Berechnungen und technischen Vorstellungen. Und während ihn seine Ehefrau Tilla in den vielen gemeinsamen Ehejahren nur selten zu Gesicht bekommt, obwohl sie die vier gemeinsamen Kinder großzieht, vergeht Hermanns Lebenszeit und mit ihr die Aussicht auf Erfolg. Erst als er die Bekanntschaft mit Wernher von Braun macht, der für die Nationalsozialisten Forschungen über Vernichtungswaffen leitet, gibt es erstmals die Möglichkeit der wissenschaftlichen Anerkennung.

„Ist das dein Ernst? Eine Waffe.“ „Das ist doch nichts Neues. Darüber habe ich schon öfter nachgedacht, doch schon damals im Krieg.“ „Richtig, im Krieg! Nicht im Frieden!“ „Ich habe diese Idee in die Welt gesetzt und damit auch eine Verantwortung dafür!“ „Und so nimmst du die Verantwortung wahr?!“ Tilla war außer sich. „Das liest sich, als wünschst du dir den Krieg zurück! Ganze Großstädte mit der Rakete zerstören! Wünschst du dir das für deine Kinder?“

Ein wirklich großes Buch angesiedelt zwischen Biografie, Historie und Roman – ein Lebenswerk in Anlehnung an eine kindliche Vorstellung und ein Ereignis welches die Welt verändert hat.

„Als Siebenbürger Sachse hatte er um seine Identität als Deutscher gerungen, er hatte mit den Nazis sympathisiert, hatte sich auch antisemitisch geäußert ja, er hatte sogar Hitler persönlich seine Rakete als Waffe angeboten. Seine Idee war nicht einfach missbraucht worden– er selbst hatte sie missbraucht.“
Profile Image for Susu.
1,795 reviews21 followers
July 1, 2021
Oberth- der erst einmal nur Wissenschaftler sein will - seine Familie damit fast klein kriegt - seine Idee statt für den Weltfrieden für die Nazis ausarbeitet - ein facettenreiches Porträt
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews34 followers
October 1, 2020
„Bei allem Respekt, Professor, aber das nimmt niemand ernst. Sie sind der beste Theoretiker, den ich kenne, und wir haben ihnen viel zu verdanken – aber wir wussten auch, mit Ihnen wird es schwierig, ein so großes Unternehmen zu leiten.“ (Zitat Seite 201)

Inhalt
Hermann Oberth wächst in Schäßburg, Siebenbürgen, als ältester Sohn eines angesehenen Arztes auf. Er ist ein begabtes, technisch sehr interessiertes Kind, liest begeistert Jules Verne und sieht seine Zukunft buchstäblich in der Zukunft, er wird eine Rakete entwickeln, die bis zum Mond fliegt. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs heiratet er Tilla und beginnt gleichzeitig in Göttingen zu studieren. Als seine fertige Dissertation abgelehnt wird, bringt diese erfolgreich als Buch heraus. Ein Angebot der Sowjetunion lehnt er ab, doch 1941 holt ihn Wernher von Braun nach Peenemünde und aus der erträumten Rakete zum Mond wird eine moderne Waffe.

Thema und Genre
In diesem Roman mit biografisch-historischem Hintergrund geht es um die Pioniere der modernen Astronautik und Raketentechnik, um Wissenschaft und Forschung. Damit verbunden sind die Problematik der Entwicklung von Raketenwaffen in der NS-Zeit und die Frage nach Verantwortung und Forschungsethik.

Charaktere
Hermann Oberth ist ein Visionär und arbeitet intensiv an seinen Berechnungen, Konzepten und Konstruktionsentwürfen, bis er sicher sein kann, dass sie auch funktionieren. Für seine Ehefrau Tilla und seine vier Kinder bleibt kaum Zeit und so wiederholt er, ohne dass es ihm bewusst ist, die Fehler seines Vaters, seine Kinder bleiben ihm fremd. Als Siebenbürger Deutscher fühlt er sich Zeit seines Lebens als Deutscher und niemals als Rumäne.

Handlung und Schreibstil
Der Autor schildert das Leben des Raketenforschers und Menschen Hermann Oberth chronologisch, von seiner Kindheit in Schäßburg, Siebenbürgen, bis zum Start von Apollo 11 am 16. Juli 1969. Die nummerierten Kapitel entsprechen einem Countdown und beginnen bei Zehn, um mit dem Kapitel Null zu enden. Dies erinnert an eine Episode im Leben von Hermann Oberth, als Fritz Lang ihn 1929 als technischen Berater für seinen Stummfilm „Frau im Mond“ ins Team holt und wo der Regisseur tatsächlich die Idee mit dem Rückwärtszählen hat, um Spannung zu erzeugen. Dem Physiker und Raketenpionier Hermann Oberth und seinen visionären Entwicklungen stellt der Autor literarisch den Menschen gegenüber, den meistens abwesenden Familienvater, dessen Gedanken seine Ehefrau Tilla immer mit Formeln und Berechnungen teilen muss. Auch die Frage nach der eigenen Verantwortung in den Jahren seiner Tätigkeit für die Nationalsozialisten fließt in die Ereignisse in diesem Roman ein, jedoch nicht anklagend, sondern berichtend, fragend. Die Sprache erzählt und schildert eindrücklich und spannend.

Fazit
Ein Roman, der sich in literarischer Form mit der wenig bekannten Biografie des Visionärs und Wegbereiters der modernen Raumfahrt, Hermann Oberth, beschäftigt und sowohl den Wissenschaftler, als auch den Menschen als Resultat seiner Träume und seines Schicksals in einer bewegten Zeit zeigt.
Profile Image for Paula.
16 reviews
October 15, 2023
Das nächste Mal, wenn mich jemand fragt, warum ich so selten Bücher von Autoren lese, ist dieses Buch ein gutes Beispiel.

Der Anfang war noch vielversprechend und der Titel klingt ja auch gut. Und dann... Dann wird es einfach nur typisch und banal.

Ich bin nicht sicher, was der Autor erreichen wollte - man kann den Protagonisten einfach nur unausstehlich finden (er ist N*zi, Rassist, ignoriert seine Familie, vergisst seine Frau, ihre care Arbeit nimmt er nur wahr, wenn sie nicht da ist und seine Kinder kennt er nicht oder sie machen für ihn alles falsch). Aber dann beschreibt der Autor ihn so, als wäre er ein tragischer, missverstandener Held.
Da ist es leicht zu der Schlussfolgerung zu kommen, dass der Autor selber denkt, man müsse immer "both sides" sehen und nur weil einer Hitler eine Rakete bauen will, heißt das ja noch lange nicht... Usw.

Echt keine Empfehlung hier, weder für das Buch speziell als für den Autor generell.

Nachtrag: Hab jetzt in ein paar Rezensionen gelesen, dass der Protagonist ja so interessant und komplex wäre. Nee, war er nicht. Und wir sollten wirklich aufhören mit diesem Märchen vom armen, missverstandenem N*zi. Hermann Oberth hat sich in den Kopf gesetzt, dass er ein Genie der Wissenschaft ist und als einziger weiß, wie man eine Rakete baut. Egal, dass die einzigen Leute, die ihm dafür applaudieren Okultisten und Esoteriker sind. Egal, dass Andere ihn längst überholt haben. Egal, dass die N*azis, die er so verehrt, ihn degradieren und ihm gerade heraus ins Gesicht sagen, dass es nichts gibt, was er für sie tun kann. Weil, er hat ja ein paar Mal KZ-Insassen gesehen und gedacht "oh, die haben aber eingefallene Wangenknochen". Ich könnte hier immer weiter aufzählen, was für ein schrecklicher Ehemann und Vater er ist, wie es von Seiten des Autors keinen Beleg dafür gibt, dass er wirklich ein Raketengenie war und sich all die Opfer, die er allen um sich herum abverlangt hat, irgendwie rechtfertigen lassen...Das ist nicht komplex. Es geht um einen Typen, der ein viel zu überhöhtes Selbstbild hat, und sich in seiner Enttäuschung, dass außer ihm selbst niemand erkennt, wie toll er ist, der nächstbesten Gruppe an den Hals wirft, die ihm wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit schenkt. Das ist nicht komplex, das ist einfach armselig.
85 reviews1 follower
October 17, 2022
Gerade ausgelesen: „Die Erfindung des Countdowns“ von Daniel Mellem

Mit „Die Erfindung des Countdowns“ versucht Daniel Mellem die Figur des Physikers Hermann Oberth zu beleuchten. Dies ist ihm mittelmäßig gelungen.

Sprachlich ist das Buch in Ordnung. Keine überdurchschnittliche Leistung, jedoch auch nicht schlecht. Ohne weiteres kann man das Buch auch einmal für ein paar Tage zur Seite legen, ohne den roten Faden zu verlieren.

Mellem spickt die Biographie des Wissenschaftlers Oberth mit erzählerischen Elementen, meiner Meinung nach ein bisschen zu stark. So driftet er für meinen Geschmack zu stark in das Hinzudichten ab. Das ist sogar noch irgendwo nachvollziehbar, wie soll man den Roman sonst füllen, Mellem, Jahrgang 1987, ist schließlich kein Zeitzeuge.

Was für mich jedoch nicht deutlich wurde, ist die eigentliche Intention des Autors. Mellem, selbst Physiker, hat, so in seinem Nachwort zu lesen, eine „Verantwortung“ für das Leben und Wirken des einigermaßen glücklosen Wissenschaftlers Oberth verspürt. Ganz nachvollziehbar ist das für mich nicht, aber heutzutage fühlt sich ja irgendwie jeder für irgendwas zuständig. Für einen promovierten Physiker mag Hermann Oberth eine gewisse Bedeutung haben, die sich mMn für eine nicht wissenschaftlich arbeitende Person jedoch nicht erschließt. Woher kommt nun also dieses Verantwortungsgefühl?

Liest man sich noch einmal ein wenig in die Biographie von Hermann Oberth ein, lernt man, dass er - bei aller Vision - mehr Grundlagenforschung betrieben hat und darüberhinaus eher erfolglos versucht hat, seine Ideen an den Mann zu bringen. Auch die politische Vergangenheit Oberths ist zeitweise eher fragwürdig.

Und so scheint „Die Erfindung des Countdowns“ mit der Zeit recht repetitiv. Die Erzählung folgt einem Schema aus Vision und Zurückweisung und kommt nie so ganz in Fahrt.
Profile Image for JoBerlin.
360 reviews40 followers
October 7, 2020
Viel hat sich Autor Daniel Mellem für sein erstes Buch vorgenommen: Eine romanhafte Biografie des Raketenpioniers Hermann Oberth mit dazugehörigem Zeitkolorit wie Siebenbürger Sachsen, Weltkriege, Fritz Lang und UfA Filme, NASA-Ingenieur Wernher von Braun.
Das Thema ist gut gewählt und der Physiker Mellem dürfte sich über weite Strecken seines Romans auf gut bekanntem Terrain bewegen. Für die Leserin jedoch ist alles neu und sehr aufregend.

Leider, leider, leider zeigen sich jedoch recht bald Mängel, die zu Lasten des Interesses an der Sache, vor allem aber am Roman selbst gehen. Gespräche wirken oft hölzern und lassen so kaum Emphase aufkommen. Die Figuren, insbesondere Nebenpersonal wie zum Beispiel Schriftsteller und Astronom Max Valier, aber auch Ehefrau Tilla Oberth, bleiben blass und nicht wirklich ausgeführt, sie werden - meist als gerade benötigter Gegenpart – immer mal wieder aus der Kiste gezogen. Den Regisseur Fritz Lang trifft Oberth – klischeehaft und einfallslos – gleich zweimal im derzeit wieder sehr modernen Romanischen Café, auch das Nichtschwimmerbecken dort muss leider beide Male zitiert werden.
Das ist schade und belegt den Anfängerstatus des Autors – denn es handelt sich ja um ein Debüt, das – berücksichtigt man alles in allem – gar nicht so schlecht ausgefallen ist. Insbesondere der Schluss mit einem sehr geschickten und berührendem Rückgriff auf die Kindheit Oberths und Gedankenschlaglichter, die den Countdown der ersten Mondrakete Apollo 11 hell durchziehen, nehmen für Daniel Mellem ein und bewirken Vorfreude auf ein weiteres Buch.
Profile Image for كريستيان.
103 reviews
May 28, 2022
Von Anfang an kein richtiger Sympathieträger ist dieser Hermann, der später als ein berühmter, wenn auch etwas glückloser Physiker und Pionier der Raketenforschung neben Wernher von Braun in die Geschichte eingehen wird. Im Leben und mit den Menschen ist er unbeholfen, in seiner Wissenschaft leidenschaftlich und verbohrt. Trotzdem - oder gerade deshalb - ist er "kein idealtypischer Wissenschaftler" (286), wie Daniel Mellem im Nachwort betont und eignet sich damit eben NICHT als Projektionsfläche für Wissenschaftsidealismus und Technikoptimismus im Zusammenhang mit der Mondlandung.

Dass dieses Buch als literarische Biographie nicht nur thematisch interessant, sondern ästhetisch fesselnd sein kann, liegt in der Art und Weise, wie der Text mit wenigen Strichen die Ambivalenz der Figur aus Anspruch und Banalität, Grandeur und Abgrund, Genialität und Gleichgültigkeit, Leidenschaft und Starrsinn heraus arbeitet und sie mit anderen Figuren kontrastiert, allen voran der wunderbaren und tragischen Ehefrau Tilla. Manche Goodreads-Reviews kritisieren, die Figuren seien zu wenig ausgearbeitet, ich mag in dieser skizzenhaften Zuspitzung und ökonomischen Komposition aber die Kühlheilt und Lebensferne des Protagonisten erkennen. Beim Lesen jedenfalls hat mich die Geschichte immer mehr gepackt, so wie es beim Countdown zum Ende hin immer spannender wird.

Braucht man ein Fazit, eine Message, so würde ich es mit Daniel Kaisers Rezension im NDR halten, die im Blurb zitiert wird: "... dass es nicht reicht, Theoretiker zu sein. Man muss die Praxis, man muss das Leben immer mitbedenken."
Profile Image for Larissa ;) .
3 reviews
June 8, 2023
It was something..the main character is just not my thing thb. He is pretty selfish and always thinks about himself. He doesn't really care about his family and is just focused on his dream to make/invent a "rocket". The only sane and good characters were his wife Tilla and their children. I also think there were so many small side story's which weren't necessary and the end was just boring in my opinion. Hermann couldn't even fly to the moon bc he was too old by the time there was a rocket invented which flew to the moon.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for :(.
100 reviews
September 15, 2025
3.5 Also hätte ich nicht ständig recherchiert, um herauszufinden, ob alle Charaktere und dessen Geschichten reell sind, hätte man den lieben Hermann auch einfach als verrückt einstufen können. Das Buch war interessant und hat mich einem Thema näher gebracht, mit dem ich mich relativ wenig in meinem Leben befasst habe. Die Perspektive aus der man gelesen hat mit all den Gedanken und Einstellungen fand ich teilweise sehr detailliert und interessant und gleichzeitig auch sehr erschreckend und abstoßend.
5 reviews
March 10, 2023
Tolles Buch! Es kam nie Langeweile auf und ich wollte immer weiter lesen. Die Geschichte verteilt sich auf einen langen Zeitraum, aber trotzdem verging die Zeit wie im Flug. Die Balance zwischen sympathisch und nicht sympathisch bei meiner Bewertung des Protagonisten fand ich besonders beeindruckend. Dem Autor ist es super gelungen, einen vielschichtigen, interessanten Charakter zu schreiben!
Profile Image for Susia.
35 reviews
July 22, 2022
Meh. Wo war da jetzt der Punkt mit der Verantwortung? Ausm Klappentext? Sachbücher über die Geschichte der Raumfahrt sind vermutlich erbaulicher UND haben way more fucking Herz.
359 reviews5 followers
May 13, 2025
Interessanter Roman über eine historische Figur. Am besten hat mir gefallen, wie der Zwiespalt zwischen dem Interesse des Erfinders, eine Rakete herzustellen, und der Verwendung der Erfindung als Waffe heraus gearbeitet wird.
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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