Ein herbstlicher Sturm an der friesischen Küste fördert ein düsteres Geheimnis zutage: Auf der kleinen Hallig Nekpen hat die See menschliche Knochen freigespült, die schon seit Jahrzehnten im friesischen Marschboden gelegen haben müssen. Wer war der Tote? Minke van Hoorn, ehemalige Meeresbiologin und erst seit kurzem als Kommissarin zurück in ihrer friesischen Heimat, hat bei ihrem ersten Fall eine harte Nuss zu knacken. Denn die beiden alteingesessenen Familien auf Nekpen wollen von dem Skelett unter der grünen Halligwiese nichts gewusst haben. Jeder kennt jeden, einige benehmen sich merkwürdig, friesisches Schweigen liegt über dem Fall. Dann verschwindet der Sohn des alten Deichgrafen, und längst vergangene Ereignisse scheinen plötzlich ihre Finger bis in die Gegenwart auszustrecken. Minke muss sich beeilen, denn der nächste Herbststurm kündigt sich an...
Ich lese sehr gerne Küstenkrimis; Krimis, die an der Nord- oder Ostsee spielen. Das Besondere an diesem Buch ist das Setting: eine kleine Hallig in der Nordsee. Das ist noch mal eine besondere Atmosphäre. Mir hat dieser Krimi gut gefallen, eben auch wegen des Schauplatzes. Und es geht um ein gefundenes Skelett, wobei sich herausstellt, dass der Mann schon seit mindestens 30 Jahren tot sein muss. Dieses Suchen in der Vergangenheit mag ich auch immer sehr. Wie realistisch das alles ist, weiß ich nicht. Die Kommissarin war früher Meeresbiologin, vier Jahre später ist sie Kommissarin und alleine verantwortlich für diesen Mordfall. Es kommt mir nicht sehr realistisch vor, aber es war dennoch unterhaltsam.
Schade, ich bin sehr von dem Buch enttäuscht, obwohl ich mich so darauf gefreut hatte. Ich habe eine Schwäche für alles, was mit den Halligen zu tun hat und die vielen guten Bewertungen machten das Buch vielversprechend. Leider war ich schon bald ernüchtert. Mir persönlich gefällt es überhaupt nicht, wenn in Krimis nicht Wert auf eine einigermaßen realistische Beschreibung der Polizeiarbeit gelegt wird. Zu viel ist einfach nur hanebüchern, auch wenn die Autorin im Nachwort anmerkt, dass sie von der Realität abweicht und sich diese schriftstellerische Freiheit nimmt. Das Minke innerhalb von 4 Jahren von einer Meeresbiologin zur Kommissarin wird und zwar Kommissarin ohne Berufserfahrung, dafür aber Chefin eine Polizeistation, die wiederum nur einen weiteren Angestellten hat und sie ganz alleine ermittelt.... wer soll das glauben? Dass sie mal eben ihren Bruder als Rechtsmediziner anheuert, obwohl der überhaupt nicht zuständig ist, der dann auch noch die Knochen einfach mal in einer Kiste mitgehen lässt? Dass ein Allgemein- und Hausarzt mal eben eine Chirurgenstelle im Krankenhaus ansteuert? Und als Hausarzt merkwürdigerweise offenbar von seinen Patienten bar bezahlt wird? Warum braucht Minke für Hausdurchsuchung, Schweigepflichtsentbindung öffentliche Fahndung kein Okay von der Staatsanwaltschaft und einem Richter? Ich könnte diese Liste unendlich fortsetzen, von den schlichten Fehlern (da wird aus dem Tatjahr 1987 mal eben 1989, aus der Ostsee wird Sylt) ganz zu schweigen. All das erzeugt bei mir ein diffuses Gefühl von Amateurhaftigkeit, ich hätte mir ein Lektorat gewünscht, dass die Autorin von diesen Kinderkrankheiten abbringt.
Auch die Personen waren mir zu blass und eindimensional, viele haben nur eine hervortretende Eigenschaft, die dann stereotyp wiederholt wird. Für mich kam nie ein echtes Gefühl auf. Die Handlung war so absolut langweilig und ereignislos, dass wurde dem eigentlich ganz interessanten Fall nicht gerecht. Die Auflösung war mir dann wie das ganze Buch zu oberflächlich und dass sie quasi den Täter/die Täterin/die Täter laufen lässt mit der Bemerkung, es sei verjährt, ist nochmal so ein Käse-Topping obendrauf. Wir leben nicht in einem Land, indem die Polizei nach Gutdünken über Strafe und Recht entscheidet, sondern das ein ordentlicher Gerichtsprozess klärt.
Der Nordseekrimi „Halligmord“ von der Autorin Greta Henning spielt zum größten Teil auf der kleinen Hallig Nekpen. Dies ist der Auftakt von einer geplanten Krimireihe rund um die Kommissarin Minke van Hoorn.
Klappentext: Ein herbstlicher Sturm an der friesischen Küste fördert ein düsteres Geheimnis zutage: Auf der kleinen Hallig Nekpen hat die See menschliche Knochen freigespült, die schon seit Jahrzehnten im friesischen Marschboden gelegen haben müssen. Wer war der Tote? Minke van Hoorn, ehemalige Meeresbiologin und erst seit kurzem als Kommissarin zurück in ihrer friesischen Heimat, hat bei ihrem ersten Fall eine harte Nuss zu knacken. Denn die beiden alteingesessenen Familien auf Nekpen wollen von dem Skelett unter der grünen Halligwiese nichts gewusst haben. Jeder kennt jeden, einige benehmen sich merkwürdig, friesisches Schweigen liegt über dem Fall. Dann verschwindet der Sohn des alten Deichgrafen, und längst vergangene Ereignisse scheinen plötzlich ihre Finger bis in die Gegenwart auszustrecken. Minke muss sich beeilen, denn der nächste Herbststurm kündigt sich an...
Der Reihenauftakt „Halligmord“ spielt an der Nordseeküste – man erwartet einen spannenden Kriminalroman mit entsprechendem Lokalkolorit. Der Schreibstil von Henning ist flüssig und lässt sich angenehm lesen. Gekonnt schafft es die Autorin, dass eine Atmosphäre aufgebaut wird, sodass man den friesischen Wind quasi im Gesicht spürt. In diesem Buch spielt ein aufbauender Orkan eine wichtige Rolle- ein Unwetter bahnt sich an. Dieses Naturphänomen wird eingesetzt, um eine Art zeitliches Limit zu setzen, in dem die Ermittlungen abgeschlossen sein sollten. Gekonnt wird Spannung aufgebaut. Viele Zusammenhänge aus der Vergangenheit sind relevant. Ein Ereignis von vor 33 Jahren ist für den Kriminalfall relevant. Aber die Anwesenden schweigen oder geben zumindest nicht alles preis. Diese Vergangenheit wirkt sich auch die Gegenwart aus, die Folgen daraus sind auch noch in der heutigen Zeit spürbar. Dieses Buch ist voller Geheimnisse, welche aufgedeckt werden müssen. Einiges ist in der Vergangenheit passiert und irgendwie scheint alles zusammenzuhängen. Aber in welcher Art und Weise ist leider noch ungewiss. Gut gefallen hat mir in diesem Buch auf der Lokalkolorit. Man spürt als Leser quasi die Einsamkeit und Isoliertheit, die auf so einer kleinen Hallig herrscht. Aber es ist auch der Zusammenhalt spürbar und der raue Wind, aber auch der Schlick aus dem Watt. „Halligmord“ ist ein Reihenauftakt – das zentrale Element scheint die Kommissarin Minke von Hoorn zu sein. Früher war sie Meeresbiologin, aber nach dem Tod ihres Vaters hat sie seinen Posten als Kommissar an der friesischen Küste angenommen. Zusammen mit ihrem Kollegen Klaus muss sie ihren ersten Fall meistern. Jedoch ist Klaus keine große Hilfe, er steht kurz vor seiner Pension und ist mehr mit der Planung seiner Abschlussfeier beschäftigt. Daher muss sich Minke alleine durch den Fall beißen und stößt dabei auf einige Hindernisse. Diese meistert sie auf ihre eigene Art. Sie stürzt sich in die umfangreichen Ermittlungsarbeiten und findet neue Zusammenhänge aber auch Rätsel, welche sie lösen muss. Dennoch finde ich, dass Minke teilweise etwas starr wirkt. Nicht alle Charaktere bekommen meiner Meinung nach Leben eingehaucht. Teilweise wirkten sie recht stereotypisch. Es fehlte mir – nicht nur bei den Charakteren, sondern auch im Allgemeinen- das besondere Etwas, etwas Innovatives. Dennoch ist es ein unterhaltsamer Kriminalroman, indem man zusammen mit Minke immer mehr über ein längst vergangenes Ereignis erfährt und versucht, dessen Geheimnis zu entschlüsseln. Was ich auch noch positiv erwähnen möchte: dieses Werk kommt ohne große Liebesgeschichte aus. Es gibt zwar ein paar Andeutungen und zwischenmenschliche Nähe, aber diese nehmen nicht viel Raum ein. Dies fand ich positiv, dass sich das Buch auf das Wesentliche – einen Toten am Strand – konzentriert.
Insgesamt ist der Kriminalroman „Halligmord“ aus der Feder von Greta Henning ein solides Buch mit einer richtigen Portion Lokalkolorit, Spannung und einer Menge Geheimnisse, die es zu entschlüsseln gilt. Dennoch hat es kleinere Schwächen, dennoch konnte es mich gut unterhalten. Daher möchte ich 4 Sterne vergeben.
Ruhig und unaufgeregt werden die Halligbewohner entzaubert
Buchmeinung zu Greta Henning – Halligmord
„Halligmord“ ist ein Kriminalroman von Greta Henning, der 2020 bei Ullstein erschienen ist.
Zum Autor: Greta Henning ist ein Pseudonym. Die Autorin mag die Nordsee im Urlaub bei jedem Wetter, Wattwanderungen und Krabbenbrötchen - gute Voraussetzungen, um einen Nordseekrimi zu schreiben. Die besondere Welt der friesischen Halligen mit ihren Geschichten und Traditionen hat es ihr genauso angetan wie der Klassiker "Der Schimmelreiter" und die Lebensart in Deutschlands hohem Norden. "Halligmord" ist der erste Kriminalroman der Autorin.
Klappentext: Eine Sturmflut an der Nordsee - und am nächsten Morgen ein grausiger Fund: Auf der kleinen Hallig Nekpen hat die See menschliche Knochen freigespült, die schon seit Jahrzehnten im friesischen Marschboden gelegen haben müssen. Wer war der Tote? Die junge Kommissarin Minke van Hoorn, in ihrer Freizeit engagierte Watt-Rangerin und Robbenretterin, beginnt zu ermitteln. Die beiden alteingesessenen Familien, die auf Nekpen leben, wollen von allem nichts gewusst haben. Da verschwindet der Sohn des alten Deichgrafen auf Nekpen, ein geheimnisvoller Brief taucht auf und Minkes Mutter, scheint etwas zu verbergen. Der alte Fall scheint plötzlich seine Finger bis in die Gegenwart auszustrecken. Minke muss sich beeilen, denn der nächste Herbststurm kündigt sich an...
Meine Meinung: Minke van Hoorn, die Hauptfigur, ist eine junge Polizistin, die in die großen Fußstapfen ihres Vaters treten will. Unterstützt wird sie eher selten durch den Beinaherentner Klaus, der sich vorwiegend um die Vorbereitung seines Ausstands kümmert. Meist werden die Ereignisse aus der Sicht Minkes wiedergegeben, aber nicht nur. Eine zweite Erzählebene schildert Ausschnitte aus der Nacht, in der der nun aufgefundene Tote spurlos verschwand. Begleitet werden die fünf Ermittlungstage von einer aufkommenden Sturmflut. Wirkt das Leben auf einer Hallig zunächst eher romantisch und beschaulich, so werden zunehmend die Schattenscheiten des Lebens auf einer Hallig deutlich. Man kennt sich, aber man mag sich nicht immer. Es beginnt ruhig und unaufgeregt, aber die Spannung steigt stetig. Durch die Rückblicke und die Ermittlungserkenntnisse werden immer wieder andere Personen als Verdächtige präsentiert. Die Figuren werden meist nur grob skizziert und von fast jeder wird ein dunkles Geheimnis enthüllt. Nebenbei erfährt der Leser viel über die Besonderheiten eines Lebens auf einer Hallig im nordfriesischen Wattenmeer. Minke ist die Lütte, die sich den Respekt der Menschen noch verdienen muss. Sie akzeptiert dies und wirkt zunehmend sympathisch. Auf Actionszenen verzichtet die Autorin fast vollständig und am Ende gibt es eine Aufklärungsrunde ganz im Stil großer Vorbilder wie z. B. Nero Wolfe. Der Schreibstil ist ruhig und vermittelt viel Atmosphäre.
Fazit: Der erste Fall für Minke van Hoorn hat mich mit seiner ruhigen Art und der atmosphärischen Schilderung überzeugt. Gerne vergebe ich vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche für die Freunde ruhiger Kriminalromane eine Leseempfehlung aus.
Die junge Kommissarin Minke ist ein Kind der Hallig. Und sorgt ab sofort für Gerichtigkeit auf den Halligen. Gleich an ihrem ersten Tag wird ein Schädel gefunden. Schon bald wissen alle Halligbewohner um wenn es sich bei dem Skelett handelt. Minke trifft auf eine Mauer auf Schweigen und kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur. Meinung Ein leicht und lockerer Schreibstil , ein wunderschönes Seeting. Und eine Geschichte die verzwickt scheint und die mehr beinhaltet als nur eine Mordermittlung. Klaus, der siçh auf seine Pensonierung vorbereitet und nicht vor hat einen Fall zu lösen. Dem das Büffet für seinen Ausstand wichtiger ist als ne olle Leiche. Der Laut schlager hört und seine Kollegin Damit zum verzweifeln bringt. Minke wird als Polizistin auf der Heilig nicht ernst genommen, sie wird mit Lütte und Mäuschen angesprochen. Deshalb muss sie sich erst recht beweisen. Außerdem will sie in die viel zu großen Fußstapfen ihres Vaters treten. "Ein Mord auf einer winzigen Heilig, den keiner mitbekommt. Ein Grab auf einer Wiese, das keiner bemerkt. Ein Boot, das explodiert, obwohl es nicht passieren dürfte. Und Ein zufallsopfer einer Entführung, das rein zufällig einer der sieben Menschen war." Sie Verband jetzt ein Geheimnis, an einem einzigen Abend waren sie eine Schucksalsgemeinschaft geworden." Ich kann diesen Nordseekrimi wärmstens empfehlen. Nicht nur für krimiliebhaber, auch für Leser die Familiengeheimnise mögen.
Halligenmord geht um eine junge Polizistin die in ihr Heimatdorf zurückkehrt und dort einen Jahrzehnte zurückliegenden Mord aufklären muss, wo so ziemlich jeder sein Motiv zu haben scheint.
Besonders packend und gelungen fand ich den vielsichtigen Schreibstil und die kleinen Häppchen, mit denen wir den Geschehnissen der besagten Nacht, aber auch den Auswirkungen im Leben aller Beteiligten heute nachspüren. Nicht immer ganz vorhersehbar gab es für mich die ein oder andere Überraschung, ich habe jedoch gemerkt, dass der Roman definitiv mehr Krimi denn Thriller ist - an einigen Stellen wäre etwas mehr Action wünschenswert gewesen. Ein Plus des Krimis ist die ungewöhnliche Kulisse, die unglaublich lebendig herüberkommt.
Fazit: Ein leichtlektüriger Krimi für einen netten Abend auf dem Sofa vor wirklich authentisch beschriebener Kulisse.
Solider Auftakt und Spannung pur! Willkommen in der Welt von Ermittlerin Minke van Hoorn und einem interessanten Fall! Land unter auf einer Hallig. Der herbstliche Sturm an der Nordsee. In der Nacht tobt ein Sturm über der Insel, es kommt zu Überschwemmungen. Eine Sturmflut überschwemmt an der friesischen Küste die Halligen und fördert ein düsteres Geheimnis zutage: Auf der kleinen Hallig Nekpen hat die See menschliche Knochen freigespült, die schon seit Jahrzehnten im friesischen Marschboden gelegen haben müssen. Wer war der Tote? Ein Unglück oder Mord? Mord verjährt nicht. Minke van Hoorn, ehemalige Meeresbiologin und erst seit kurzem als Kommissarin zurück in ihrer friesischen Heimat, hat bei ihrem ersten Fall eine harte Nuss zu knacken. Denn die beiden alteingesessenen Familien auf Nekpen wollen von dem Skelett unter der grünen Halligwiese nichts gewusst haben. Jeder kennt jeden, einige benehmen sich merkwürdig, friesisches Schweigen liegt über dem Fall. Dann verschwindet der Sohn des alten Deichgrafen, und längst vergangene Ereignisse scheinen plötzlich ihre Finger bis in die Gegenwart auszustrecken. Besteht ein Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen? Minke muss sich beeilen, denn der nächste Herbststurm kündigt sich an... Ein spannendes Debüt mit einer vielversprechenden neuen Autorin. Sehr spannender Krimi, welchen ich persönlich als Thriller bezeichnen würde. Dieser packende Roman von Greta Henning ist beklemmend, atmosphärisch und vielschichtig. Die Geschichte liest sich flott und lädt zum Mitraten ein. Die Untersuchung allerdings wird der Ermittlerin nicht leicht gemacht, da die Inselbewohner – wenn man es nett ausdrücken will – sehr wortkarg sind. Gleich mehrere Verdächtige geraten in ihr Visier und sie stoßt auf Erinnerungslücken, Mauern und Widersprüche.. Dieser Krimi bietet einen soliden Fall, eine interessante Ermittlerin, entführt den Leser auf eine Hallig an der friesischen Küste und macht Lust auf mehr .. „Halligmord“ bleibt bis zum Schluss spannend und verwirrt den Leser mit immer neuen Verdächtigen und Motiven. Auch das Flair und Leben auf den Halligen wird sehr gut in der Handlung mit erklärt und beschrieben – einen Sturm möchte ich da auf jeden Fall nicht erleben! Die Autorin greift auch in ihrem ersten Fall ein hochaktuelles Thema auf. Durch den Klimawandel und ansteigenden Meeresspiegel sind die Halligen in der Nordsee in Gefahr. Tolle Figuren und eine spannende Geschichte, die Seiten flogen nur so dahin...bitte mehr davon.
Achtung: Die Küsten-Regionalkrimis bekommen Konkurrenz. Mit „Halligmord“ schickt die Autorin Greta Henning eine neue Detektivin unter die Küsten-Ermittler. Minke van Hoorn, die eigentlich Meeresbiologie studiert hat, kehrt auf die Hallig ihrer Kindheit zurück. In einem nordfriesischen Küstenstädtchen übernimmt sie das örtliche Polizeirevier – und tritt damit in die Fußstapfen ihres Vaters. Nach seinem Unfalltod vor fünf Jahren beendete sie das Kapitel Meeresbiologie und ging zur Polizeihochschule.
Die Voraussetzungen für den allmählichen Einstieg der Berufsanfängerin sind schlecht: Ihr Assistent ist eine Woche von der Pensionierung entfernt und denkt nur noch an seinen Ausstand. Faul war er zwar schon immer, doch nun ist noch weniger mit ihm anzufangen. Dafür nennt er die neue Chefin, die er bereits als kleines Mädchen kannte, mit nervender Beharrlichkeit „Mäuschen“. Und dann wir auf einer Hallig ein Skelett gefunden.
Um wen es sich handelt, wird bald klar: Der örtliche Arzt, dessen Witwe noch immer auf der Hallig lebt. Vor mehr als 30 Jahren kam er angeblich ums Leben, als sein Boot auf dem Weg zu einem Patienten aus ungeklärter Ursache in Brand geriet und explodierte. Die Leiche des Arztes wurde nie gefunden. Keinesfalls aber wurde sie im Torf der Hallig vermutet. Zudem verschwindet der Sohn des ehemaligen Deichgrafen, an dem Minke ein sehr privates Interesse hat. Und dann kündigt sich auch noch ein schweres Unwetter an.
Viel Drama und schwarze Sturmwolken also, mit viel liebevoll geschilderten Details der nordfriesischen Landschaft, des Wattenmeers und des abgeschiedenen Lebens auf den Halligen. Mit dem nahenden Küstensturm erinnert nicht nur die Atmosphäre ein wenig an „Mord im Orient Express“, in dem der Ermittler mit den Verdächtigen von der Außenwelt abgeschnitten ist.
Denn je weiter Minka mit ihren Nachforschungen kommt, desto mehr zeigt sich, dass der Tote keineswegs nur der charismatische, gutaussehende Arzt war, der angeblich bei jedermann beliebt war. Im Gegenteil, an Verdächtigen mit einem Motiv herrscht kein Mangel.
In „Halligmord“ gibt es zwei Erzählebenen – einmal die Gegenwart, in der Minka ihre Ermittlungen voranzutreiben versucht, einmal aus der Perspektive derjenigen, die beim Verschwinden des Arztes auf der Hallig waren. Doch wessen Erinnerung lügt? Bis zum Schluss bleibt es spannend. Ein vielversprechender Auftakt.
Minke, eine frühere Meeresbiologin, tritt ihren neuen Job als Kommissarin an und bekommt es gleich mit einem Cold case zu tun, der es in sich hat. Vor über 30 Jahren verunglückte ein Arzt, doch nun wurde auf einer Hallig, ganz nah an seinem eigenen Zuhause ein Skelett gefunden. Minkes Bruder, ein Rechtsmediziner untersucht die Knochen und stellt fest, dass es tatsächlich der allseits beliebte Arzt ist. Was ist wirklich geschehen? Wird Minke diesen Fall lösen können?
Raue Nordsee, eine scheinbar idyllische Hallig, alles könnte so schön sein, aber das ist es natürlich nicht. Nach dem Fund des Skeletts sind die Menschen in Aufruhr und für die sympathische Minke läuft nicht alles wie gewünscht. Ihr Kollege plant lieber seinen Abschied, als zu arbeiten, ihre Mutter bedrängt sie, sich mit dem Tod ihres Vaters auseinander zu setzen und der Fall ist sehr verzwickt und niemand scheint mit Minke offen reden zu wollen, was nicht nur am friesischen Temperament zu liegen scheint. Und dann kündigt sich auch noch ein schwerer Sturm an, der alles dramatisiert. Stutzig machte mich Minkes Lebenslauf. Sie scheint noch ziemlich jung, hat das Studium zur Meeresbiologin abgeschlossen und Jahre in dem Beruf gearbeitet und jetzt ist sie ausgebildete Kommissarin - scheint mir alles ein wenig arg schnell gegangen zu sein. Gerade am Anfang fand ich das wenig glaubwürdig.
Sprünge in die Vergangenheit und überraschende Wendungen in der Gegenwart funktionieren etwa ab der Hälfte für mich sehr gut. Da hatte mich die Autorin doch noch eingewickelt und das hatte ich vorher so gar nicht erwartet...Insgesamt war das Buch schon überzeugend, aber gerade zu Beginn hatte ich zwischendurch immer wieder Hänger, ein bisschen musste ich mich zwingen weiterzulesen. Bisschen schade, und gerade am Anfang, ein Grund für meine negative Einstellung, mag unterschwellig auch gewesen sein, dass die Orte fiktiv sind. Da ich demnächst an die Nordsee fahre, hätte ich mir das anders gewünscht. Beschrieben ist die Region aber sehr treffend und atmosphärisch toll mit extrem viel Lokalkolorit. Überhaupt ist der Schreibstil sehr ansprechend und flüssig zu lesen. Gerade zu Beginn hielt sich die Spannung zwar in Grenzen, aber das wird mit jeder Seite besser und die Auflösung fand ich gelungen. Vermutet hatte ich etwas in der Art, aber so dann doch wieder nicht.
Trotz etwas holprigem Beginn, bin ich schon gespannt auf Minkes nächsten Fall.
Dies ist Minkes erster Fall in der neuen /alten Heimat. Sie hat den großen Vorteil, dass sie als Ermittlerin alle Menschen dort kennt, ist sie doch schließlich selber auf der Hallig aufgewachsen. Das Erzähltempo und die Ermittlungsmethoden haben mich sehr angesprochen. Alles so richtig schön altmodisch, durch die ganzen Gespräche, die Minke führen muss kristallisiert sich im Laufe der Handlung ein Muster heraus und die Spannung wird durch die scheibchenweise Aufdeckung so mancher Geheimnisse hochgehalten. Ich mag das Flair, dass dieses Buch vermittelt. Direkt an der Ostfriesischen Nordseeküste wohnend, habe ich beim Blick über unseren Deich nur große Inseln wie Juist und Norderney im Blick, aber dennoch ist die Nordsee einzigartig und das Leben an der Küste hat die Autorin ganz wunderbar eingefangen. Zudem vermittelt das Setting auf der Hallig die Vermutung , dass der Täter nur von dort stammen könnte und solche Fälle mag ich persönlich sehr gerne. Minke ist als Protagonistin eine liebenswerte Person, die noch ein wenig ihr wahres Ziel sucht, aber ganz klar auf einem guten Weg ist. Der Hauch einer Liebesgeschichte gibt dem Buch einen weiteren roten Faden und belegt zudem, dass Liebe und Hass unglaublich verwandte Gefühle sind. Einzig Nebenprotagonist Klaus fand ich zum Brechen und ein wenig verwirrend war die Tatsache, dass in Jüstering überhaupt nichts anderes passiert? Also kein Verkehrsunfall, kein Nachbarschaftsstreit? Und das bei einer Polizeiwache mit einer arbeitenden Person...nämlich Minke. Da hat mir ein wenig Lokalkolorit bzw. Aufklärung gefehlt. Zwillingsbruder Bo ist ein klasse Konterpart zu Minke und trotzdem trägt er sehr zur Aufklärung des Falles bei. Ich freue mich auf weitere Teile in behäbiger , wunderschöner Kulisse . Wer Krimis mag, bei denen man das Buch entspannt zurückgelehnt mit einer Tasse Tee genießen kann, der sollte dieses Buch bitte unbedingt lesen.
Ein Sturm hat auf der kleinen Hallig Nekpen menschliche Knochen freigespült, die schon mehrere Jahrzehnte dort im friesischen Marschboden gelegen haben müssen. Die Kommissarin Minke van Hoorn beginnt zu ermitteln. Doch das ist nicht leicht, denn die beiden alteingesessenen Familien auf Nekpen wollen davon nichts gewusst haben und die Bewohner schweigen.
Als ich das recht düstere Cover samt Titel gesehen hatte, war klar, dass ich diesen Krimi unbedingt lesen möchte. Das wurde dann durch den spannenden Klappentext noch unterstrichen. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, denn die Atmosphäre auf der Hallig und die verschwiegene Dörfler wurden super transportiert. Ich war gleich gefesselt und mochte das Buch nicht mehr beiseite legen. Mit 271 Seiten war das Buch auch nicht wirklich dick, so dass ich es sehr schnell verschlungen hatte. Minke fand ich sehr sympathisch. Sie ist in die Fußstapfen ihres Vaters getreten, der ein hervorragender Ermittler war. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre Gedankengänge nachvollziehen und verstehen. Der Fall hat mich von Anfang an fasziniert, da ich Cold-Case-Fälle grundsätzlich klasse finde. Ich mag das Rätseln um die Vergangenheit, was damals geschah, weshalb ein Fall vielleicht nie aufgeklärt werden konnte und welche neuen Aspekte nun noch ans Licht kommen. Mir hat der Aufbau des Krimis prima gefallen und auch die Ermittlungen wirkten authentisch auf mich, zumal es auch mal stockte. Ich war sehr gespannt, ob und wie Minke den Fall klären wird und was dahintersteckt. Die Spannung war bei mir durchgängig vorhanden, auch wenn sie nicht immer am oberen Limit war.
Mir hat dieser atmosphärische Krimi prima gefallen und ich freue mich auf weitere Fälle für Minke. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Nach dem Tod ihres Vaters schmeißt Minke van Hoorn ihren Job als Meeresbiologin hin und wird Kommissarin. Sie kehrt in ihre alte Heimat an die Nordfriesische Küste zurück und tritt in die Fußstapfen ihres Vaters. An ihrem ersten Tag wird ein Schädel freigespült. Schnell wird klar, dass es sich um den seit 33 Jahren vermissten Arzt Hinnerk handelt. Sein Boot explodierte in einer Winternacht auf der Nordsee und man nahm an, er ertrank. Was passierte also wirklich in jener Nacht?
Halligmord ist ein sehr gut zu lesender Krimi, der vor allem vom tollen Setting und der Atmosphäre lebt. Eigentlich passiert nicht viel, die Spannung wird durch kurze Erzählstränge und Perspektivwechsel trotzdem hoch gehalten. Zudem geben kurze Einschübe aus Sicht der Beteiligten der Schicksalsnacht Einblicke in die Geschehnisse und Stück für Stück kristallisiert sich heraus, was wirklich geschah.
Die Charaktere passen sehr gut zur Handlung und zum Setting, das wirkt sehr authentisch. Minke ist sehr sympathisch, noch unerfahren, aber voller Tatendrang, ihr Noch Kollege Klaus sorgt mit seiner Arbeitsverweigerung für das ein oder andere Schmunzeln und die Bewohner der Hallig sind sehr zurückhaltend, sie umgibt eine Mauer des Schweigens.
Insgesamt hat mir der Aufbau und die Story sehr gut gefallen und ich vergebe gerne 4⭐.
Kaum ist die frisch gebackene Kommissarin Minke van Hoorn in ihre friesische Heimat zurück gekehrt, hat sie auch schon einen Fall. Auf einer kleinen Hallig in der Nordsee haben der Sturm und die See ein Skelett auftauchen lassen, das offenbar schon länger dort gelegen hat. Ein schwieriger Fall für Minke, die in die Fußstapfen ihres bereits verstorbenen Vaters tritt. Auf der kleinen Hallig leben nur zwei Familien und keiner der Familienmitglieder will irgendetwas mitbekommen haben. Dann wird der Sohn des Deichgrafen entführt - werden nun die alten Familiengeheimnisse ans Licht kommen? Dazu ist Eile geboten, denn der nächste große Sturm wurde angekündigt ....
Dieser spannende Nordsee-Krimi hat mich gut unterhalten. Es war sehr interessant, mehr über das Leben auf einer Hallig zu erfahren und das wurde detailgetreu geschildert, Durch die Rückblicke verschiedener, damals anwesender Personen, wird es nie langweilig. Die Kommissarin Minke war mir sehr sympathisch, wenn ich auch nicht verstehen kann, dass sie sich von ihrem Kollegen Klaus, der schon mit einem Bein im Ruhestand steht, so viel gefallen lässt. Doch auch er bekommt noch seine Chance, Mut zu zeigen! Ein gelungener Start einer neuen Serie, von der ich mir eine baldige Fortsetzung wünsche.
Die Handlung spielt auf der fiktiven Hallig Nekpen beziehungsweise auf der Nachbarhallig und dem Küstenort. Minke van Hoorn, eigentlich studierte Meeresbiologin, hat nach dem Tod ihres Vaters vier Jahre zuvor, die Meeresbiologie an den Haken gehängt und tritt nun seine Nachfolge als Kommissarin an. Und bereits an ihrem ersten Tag findet der Postbote einen Totenschädel auf der Hallig. Wer der Tote war, ist rasch geklärt, aber nun ist klar, dass es kein Unfall war, sondern Mord. Doch wer war der Täter? Und was war das Motiv? Ein Sturm ist im Anmarsch und mit dem Näherkommen des Sturms, ziehen die Ermittlungen auch das Tempo an und die Zeit wird eng. Unterteilt ist das Buch in die Tage vor dem Sturm und jedes Mal gibt es einen Rückblick aus Sicht einer anderen Person von dem Abend, bevor der Ermordete starb. Neben den spannenden Ermittlungen gibt es immer wieder Beschreibungen der Halligen und die Geschichte des letzten Deichgrafs. Sehr atmosphärisch und aufgrund der Länge des Buches habe ich es in einem Rutsch gelesen und würde mich über weitere Fälle freuen. Die Auflösung am Ende hatte etwas von Agatha Christie und hat mir gut gefallen.
Kalt, stürmisch und unberechenbar kann die Nordsee sein und wo wüsste man das besser als in dem fiktiven Städtchen Jüstering an der friesischen Küste. In einer solchen unbequemen Nacht vor gut 30 Jahren verschwand ein Halligbewohner.
Kommissarin Minke van Hoorn, gebürtige Jüsteringerin und mit einer interessanten Biografie ausgestattet, bekommt es an ihrem ersten Arbeitstag mit einem cold case zu tun. Eine der Halligwiesen gibt nach einem Unwetter ein Skelett frei und allem Anschein nach hat es sich dort nicht selbst eingegraben.
Minke geht also Klinkenputzen und setzt langsam Puzzleteil um Puzzleteil alles zusammen. Dabei hat sie Glück: das Opfer ist schnell identifiziert, sie muss “nur” zusammentragen was passierte und warum. Dabei sind es die kleinen Details die sie auf die richtige Spur bringen.
Die Atmosphäre und Lebensweise an der Küste und auf den Halligen (im Buch fiktiv, aber es gibt nach wie vor solche bewohnten Inseln) wird gut eingefangen. Von vielen Charakteren erfährt man noch etwas wenig, um sie als gelungen einschätzen zu können, aber es ist ja auch Minkes erster Fall, somit könnte in möglichen weiteren Bänden hier mehr Nähe geschaffen werden.
Ein Skelett auf dem Hallig und keiner will etwas bemerkt haben. Für die frischgebackene Kommissarin Minke van Hoorn zieht ein schwerer Sturm auf - nicht nur im übertragenen Sinne.
Eine spannende Geschichte rund um eine junge Kommissarin, die in die großen Fußstapfen ihres verstorbenen Vaters treten möchte. Dabei zeigt sie viel Spürsinn und Kombinationsgabe.
Meine Meinung:
Das Buch hat mich wirklich sehr gut unterhalten und ich freue mich schon, mehr von der Kommissarin zu lesen. Die Geschichte war von Anfang bis Ende spannend geschrieben. Die Charaktere waren alle prima durchdacht und interessant. Schön fand ich auch, dass man gemeinsam mit der Kommissarin auf des Rätsels Lösung kommen darf.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Auch wenn viele Einzelheiten eigen für die Halligen sind und ich ein paar Begriffe nachschlagen musste, fand ich das ganze Drumherum um die Geschichte herrlich friesisch und hab ich gefühlt wie in einem kleinen Urlaub in Nordfriesland.
Fazit:
Für Fans von Cosy Crime kann ich das Buch nur empfehlen!
Greta Henning schreibt im Auftakt ihrer Lokalkrimireihe über die frisch gebackene Kommissarin Minke van Hoorn, die nach dem Tod ihres Vaters, der ebenfalls Kommissarin war, zurück in die Heimat zieht um dort die Stelle ihres Vaters als Halligkommissarin anzutreten. Dabei hat es Minke gleich an ihrem ersten Tag mit einem verzwickten Mordfall zu tun, der eigentlich vor Jahrzehnten als Unfall zu den Akten gelegt wurde. Als dann auch noch ein junger Mann verschwindet, mit dem Minke jüngst geknutscht hatte. Minke vertraut ihren Instinkten, so wie ihr Vater es ihr immer vorgelebt hatte. Und so muss sich Minke nicht nur mit ihrem ersten Fall herumschlagen, sondern auch einen anziehenden Mann retten, mit ihrer Familie und ihren Gefühlen zurecht kommen. Henning beschreibt eine kunterbunte Halligwelt und einen spannenden Mordfall, was unterhaltsam und typisch für einen guten Lokalkrimi ist. Leider waren die einzelnen Charaktere für mich zu klischeehaft und überzeichnet, dass ich nicht richtig in die Geschichte hineinsteigen konnte.
atmosphärisch An die erste Kostprobe der neuen Reihe um die junge Kommissarin Minke van Hoorn hatte ich nach der LP große Erwartungen. Die neue Kommissarin Minke van Hoorn tritt ihren Dienst in an und gleichzeitig in die Fußstapfen ihres Vaters. Sie hat vorher als Meeresbiologin gearbeitet und sucht eine neue berufliche Perspektive in ihrer alten Heimat Nordfriesland. Das Buchcover ist sehr atmosphärisch gestaltet und macht sofort Lust auf diesen Fall an der idyllischen Nordseeküste: Eine Hallig ist abgebildet und scheint voller Geheimnisse. Die Nordseestimmung und die Umgebung werden denn auch im Krimi hervorragend dargestellt. Der Krimi lässt sich leicht lesen und ist kurzweilig – gerade die richtige Lektüre für einen sonnigen Urlaubstag. Wer allerdings einen fesselnden, spannenden Nordseekrimi erwartet, wie wir das von anderen Regionalkrimis kennen, wird enttäuscht sein. Ich hoffe, dass Minke weitere Fälle aufdecken wird und sich die Krimireihe noch weiter entwickelt.
Meine Meinung: Dieser Nordseekrimi konnte mich wirklich sehr überraschen und ich muss sagen, dass dies nach langer Zeit einmal wieder ein Buch des Genres war das mich sehr begeistern konnte! Zum einen die düstere Atmosphäre und die Art, wie das Leben an der Nordsee beschrieben wurde, dieser Umstand schaffte eine so großartig stimmungsvolle Ausarbeitung, dass man alles detailreich und bildhaft vor sich sehen konnte. Zum anderen ist die Spannung perfekt dosiert ausgearbeitet und hat das gewisse etwas, dass einen die knapp 270 Seiten in einem Rutsch verschlingen lässt. Dabei ist das Spiel aus gruselnder und düsterer Atmosphäre und typischem Ermittlerkrimi wunderbar stimmig und mach sehr viel Spaß zu verfolgen.
Mein Fazit: Ein durch und durch gelungener Kriminalroman, dessen Ermittlerin Minke van Hoorn und die Art der Autorin Spannung und Atmosphäre zu kreieren so viel Potential und jetzt schon Klasse hat, dass ich mich auf weitere Bände der Reihe freue!
Ich hab Halligmord gerne gelesen, es war mein erster Krimi der an der Nordsee gespielt hat und ich mochte das Setting gerne, trotz kurzzeitiger Verwirrung meinerseits für die die Autorin allerdings nichts kann. Es geht um eine frisch gebackene Kommissarin, die in ihre Heimat zurück kehrt. Am ersten Tag wird ein Skelett gefunden und sie muss noch vor einem herannahenden Sturm herausfinden wie dieses auf die kleine Hallig gekommen ist. Es war wirklich spannend aufgebaut und ich wollte etwa Mitte des Buches schnell wissen wer es war, weil ich mir keinen Reim drauf machen konnte wer der Mörder ist. Die Kapitel sind abwechselnd unterteilt in die einzelnen Tage und es gibt immer ein kurzes Kapitel in der Vergangenheit zwischen den Kapiteln die in der Gegenwart spielen, beide sind aus der Sicht von unterschiedlichen Charakteren geschrieben, wobei in der Vergangenheit es immer eine Person pro Kapitel ist und in der Gegenwart immer mehrere verschiedene, hauptsächlich wird allerdings aus der Sicht von Minke (der Kommissarin) geschrieben. Im großen und ganzen fand ich es einen guten Krimi der lesenswert war und den ich empfehlen würde, der mich allerdings nicht so 100% umgehauen hat.
Minke hat gerade erst ihren Posten angetreten als auf der kleinen Hallig Nekpen eine Leiche gefunden wird, die schon länger dort gelegen haben muss, weil nahezu nur noch Knochen gefunden wurden. Minke beginnt zu ermitteln. Dann verschwindet auch noch der Sohn des alten Deichgrafs und ein sonderbarer Brief taucht auf.
Meine Meinung:
Besonders gut hat mir an diesem Buch das Setting gefallen. Die Nordsee mit den vielen Halligen, auf denen auch nur wenige Menschen leben, macht einen besonderen Reiz aus. Aber auch die Story hat mir gut gefallen. Logisch und auch spannend erzählt. Und ich kann mir auch sehr gut vorstellen, weitere Bücher mit Minke als Protagonistin zu lesen, weil sie als Typ auch sehr interessant ist und ich mir vorstellen kann, dass die Figur noch viel Potential hat.
Norddeutsche Ruhe . Diese fließt in die Geschichte mit ein . Ein altes Sklett führt zur Aufdeckung einer kranken Familienbande. Dazu die Vernetzung der Bewohner auf der einsamen Hallig . Alle halten zusammen und die neue Kommissarin, ein Kind der nordfriesischen Inseln, muß mühsam das Geschehen vor 30 Jahren zusammensetzen . Es gelingt der sympathischen Protagonistin sehr gut. Auf die Hilfe ihres Patners kann sie nicht hoffen. Die Personendarstellungen des Autors ist sehr anschaulich. Die Landschaft wird ebenso detailliert geschildert. Der Leser sieht das Geschehen vor dem geistigen Auge. Die ruhige Erzählweise fesselt und lässt den Leser nicht los. Ich empfehle dieses Buch als leichte Urlaubslektüre.
Halligstimmung Der Name Greta Henning ist ein Pseudonym. Ihr Krimi „Halligmord“ ist ganz interessant. Nach anfänglichem Zaudern, wurde ich immer gefesselter und ich habe das Buch in einem Rutsch zu Ende gelesen.
Am Strand der Hallig wird ein Skelett angespühlt. Für die junge Kommissarin Minke van Hoorn ist es der erste Fall. Es geht um einen Toten von vor 33 Jahren. Die Ermittlungen sind nicht so einfach. Was Minke da so heraus bekommt hört sich nicht so gut an.
Dann wird David, der Sohn des Deichgrafen entführt. Eine Sturmflut ist angesagt.. Die Protagonistin wird gut dargestellt. Die Stimmung auf der Hallig ist nachvollziehbar.
Die Autorin schreibt spannend , anschaulich und detailliert. Dieser Krimi macht Lust auf mehr.
Halligmord ist ein sympathischer Nordseekrimi, da die Autorin liebevoll ihre eigenwilligen Figuren entwickelt und es gute Beschreibungen der Landschaft und des Lebens dort gibt. Die junge Minke von Hoorn ist die neue Kommissarin. Schon ihr verstorbener Vater war Kommissar. Von den Figuren haben mir auch Bo, Minkes Zwillingsbruder und Gerichtsmediziner, sowie ihr scheidender Chef Klaus Wagenscheidt und der alte Deichgraf Jasper und sein Sohn David gefallen.
David wird entführt und Minke legt sich ins Zeug.
Noch 4 Tage bis zum Sturm ist das erste Kapitel überschrieben. Die Tage zählen sich in den folgende Kapiteln runter, unterbrochen von kurzen Einschüben aus der Vergangenheit.
Der Roman ist zwar literarisch eher schwach, hat aber viel Flair und Atmosphäre.
Ich habe das Buch als kleine Ablenkung zwischendurch gelesen. Meine Erwartung war sehr klar: Berieseln lassen, wie sonst in einer Vorabendserie. Diese Erwartung wurde erfüllt, auch wenn in diesem Buch einige schwere Themen eine wichtige Rolle spielen. Im Endeffekt zeigt sich, dass auch in einer traumhaften Kulisse hinter verschlossenen Türen Albträume geschehen können. Ein Bonusstern bekommt das Buch, weil ich mich trotz der Beschreibung einer fiktiven Hallig so sehr an Hooge erinnert gefühlt habe.
Die Salzluft, das raue Meer, der drohende Sturm - beim Lesen habe ich richtig Lust auf den Besuch einer Insel bzw. Hallig bekommen. Ich konnte mich sehr in die Landschaft, die Umgebung und die Charaktere einfühlen. Die Autorin Greta Henning hat mit ihrem Krimi "Hallig Mord" einen interessanten, spannenden Krimi geschaffen, den ich wirklich gerne gelesen habe. Die Ermittlerin Minke van Hoorn ist als Charakter vielschichtig und interessant. Vor allem die enge Nähe zu ihrer Familie und der eigene Bezug zu der Insel haben van Hoorn sehr sympathisch gemacht. Humorvoll fand ich vor allem ihren einzigen Kollegen, der bald in den Ruhestand geht.
Der Fall ist spannend. Ich liebe die herrlich unaufgeregte Schreibart und die Herangehensweise an den Mord. Für mich ein absoluter Sommerkrimi - den ich gerne bei einer Weinschorle gelesen habe.
Die Halligen haben mich schon immer fasziniert, deshalb hat mich dieser Krimi sofort angesprochen. Die Autorin beschreibt diese besondere Atmosphäre wirklich perfekt und auch der Kriminalfall ist sehr spannend bis zum Schluss. Die Geschichte spielt im Herbst und Winter, genau richtig für jetzt! Ich freue mich schon auf den nächsten Band dieser Reihe.
Dieser kurzweilige Krimi hat mir richtig gut gefallen! Hier stimmt einfach das komplette Paket: Die sympathische Ermittlerin Minke, die ein altes, bislang ungeklärtes Verbrechen aufklären muss und dabei auf so manches dunkle Familiengeheimnis stößt. Ein entführter Einheimischer, der Minke besonders am Herzen liegt, dazu ein drohendes Unwetter und natürlich das Setting auf einer Hallig mitten in der rauen Nordsee. Alles sehr atmosphärisch, die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel. Diese spielen abwechselnd in der Gegenwart und im Jahr 1987, an jenem schicksalhaften Abend, an dem das Verbrechen geschah. Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen, die Geschichte ist gut und glaubwürdig aufgebaut. Ich habe nur einen kleinen Kritikpunkt: Minkes anstrengender Kollege Klaus war m.M. nach etwas sehr übertrieben dargestellt. Aber zum Glück ist er ja jetzt im Ruhestand und somit bleibt der Leser (falls es einen zweiten Band geben sollte) hoffentlich von dieser Nervensäge verschont....
Fazit: Tolles Setting und gut konstruierter, spannende Fall. Das macht Lust auf einen zweiten Teil! Hoffentlich bald!