Den ersten Band der Reihe um Sadie und August habe ich nicht gelesen, habe mich aber gefreut mit diesem zweiten Band in diese Reihe starten zu können. In „Der Spuk im Rainier Asyslum“ geht es um das Rainier Asylum, worüber seit Jahren das Gerücht um sich geht, dass dort etwas Abscheuliches mit riesigen Augen und verdrehten Körperteilen herumschleicht. Als wäre dies nicht schlimm genug, verschwindet plötzlich ein junger Mann in diesem Asylum. Sadie und August entscheiden sich der Sache auf den Grund zu gehen und begeben sich zu diesem schaurigen Schauplatz. Vor Ort stolpert Sadie über etwas Bösartiges und Unerwartetes. Etwas, das mit Sadies Gabe - Übernatürliches zu erkennen - zusammenhängt.
Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, bin ich problemlos in dieses Buch eingestiegen. Ich konnte mich mit Sadie sowie August schnell anfreunden. Man erfährt über die Figuren und deren Hintergrund hier recht wenig, was ich aber hinsichtlich der Plotausarbeitung und des Schwerpunkt des Buches nicht schlimm fand.
In diesem Buch hat mir besonders die Atmosphäre gefallen. Dem Autor gelingt es die düstere Stimmung um das Asylum hervorragend zu übermitteln. Besonders gelungen empfand ich, dass der Autor alles knackig auf den Punkt bringt. Es gibt in diesem Buch keinerlei Abschweifungen oder unnötige Längen. Spannung ist somit reichlich vorhanden. Die Geschichte wird nämlich auf einem konstanten hohen Erzählniveau geschildert, bei dem man als Leser kaum zur Ruhe kommt. Zum Ende des Buches hin merkte ich aber, dass inhaltlich auf Ereignisse aus Band 1 eingegangen wird. Diesbezüglich werde ich mir Band 1 zulegen müssen, um noch mehr über Sadie, ihre Gabe sowie ihre Mutter zu erfahren.
Fazit: Mit „Der Spuk von Rainier Asylum“ entwirft der Autor einen spannenden Horrorroman mit einer düsteren Atmosphäre, der sie in ein unheimliches Asylum entführen wird. Keinerlei unnötigen Längen, alles auf den Punkt gebracht und ein guter Anteil an Gruselmomenten. So will man das als Horrorfan. Ich vergebe 4,5 Sterne, aufgerundet auf 5 Sterne.