Denis, ein junger, aber leidenschaftlicher Dom, stolpert von einer Beziehung in die nächste und nach der letzten liegt sein Selbstbewusstsein endgültig am Boden. Niemand scheint ihn ernst zu nehmen, weder als Partner noch als Dom. Dabei würde er sich das von einem ganz besonders wü Karatekämpfer Diego. Der Zufall will, dass sie sich in einer alkoholgetränkten Nacht plötzlich näherkommen. Aber ein Kampfsportler als Sub - kann das überhaupt gutgehen? Oder bleibt es nur bei einem Spiel? Die Geschichte umfasst in etwa 200 Seiten.
Das Buch "Nur ein Spiel" wurde von Noa Liàn verfasst und erschien 2020.
Als Leser wir man in eine scheinbar verkehrte Welt geschickt. Ein Dom, der nicht wie ein Dom aussieht und ein Sub, der nicht wie ein Sub aussieht. Die Charaktere entwickeln sich, man erfährt ihre Hintergründe und ihre Ängste und Sehnsüchte. Die Wortwahl und der Sprachstil waren doch einfach, aber sehr flüssig zu lesen, sodass man das Buch innerhalb weniger Stunden lesen konnte. Man kann mit den Protagonisten lachen, weinen, entdecken, sie beobachten und so manche Sehnsüchte erfahren. Es kommen definitiv explizite BDSM-Szenen vor, allerdings sind diese in einem sehr schönen Kontext gesetzt, so dass man das Gefühl hat, dass so manche Session tatsächlich für deren beider Glück ausgerichtet ist.
Jeder, der gerne Gay-Romance und auch BDSM liest, wird mit diesem Buch bestens versorgt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Besonders gut gelungen fand ich die Dynamik zwischen Denis und Diego. Die beiden sind echt ein tolles, heißes Paar und ich habe sie gern auf ihrem Weg zueinander über so manches Missverständnis hinweg begleitet.
Super fand ich auch das Aufbrechen mit Klischees, dadurch dass ein Dom nicht immer der Ältere, Erfahrenere, Stärkere sein muss. Sondern dass ein guter Dom sich durchaus durch andere Attribute auszeichnen kann.
Das Buch hat mir gut gefallen. Auch wenn mir Denis anfangs nicht wirklich sympathisch war konnte ich mich leicht auf die Geschichte einlassen. Je besser ich sie kennengelernt habe, desto mehr konnte ich mich in die Protagonisten einfühlen. Die geschilderten Bdsm- Szenen finde ich sehr erotisch.
„Nur ein Spiel“ habe ich mit Vergnügen gelesen und empfehle das Buch gerne weiter.