Postapokalypse, 2072: Eine Meute Tiefseepiraten entführt die renommierteste Wissenschaftlerin der sieben Tiefseemeere. Gefangen auf dem schnellsten U-Boot der Tiefsee kämpft sie um ihre Freiheit. Wäre ihre Entführung nicht furchtbar genug, stehlen die Piraten Tatjanas Erfindung. Diese ist die einzige Möglichkeit nach dem Atomkrieg, um die Erdoberfläche erneut zu besiedeln. Gelingt es Tatjana, ihren Traum vom Aufstieg an die Oberfläche zu verwirklichen? Oder versinkt sie mitsamt ihrer Erfindung in den Tiefen des Meeres? Ein satirisch-dystopischer Roman für alle Liebhaber von faszinierenden Tiefseewelten, durchgeknallten Piraten und einer Prise Gesellschaftskritik.
2072, nach der Apokalypse: Tiefseepiraten entführen die brillante Wissenschaftlerin Tatjana. Doch es geht um mehr als ihre Freiheit, denn ihre Erfindung ist die letzte Hoffnung, die Erdoberfläche wieder bewohnbar zu machen. Kann sie entkommen und diesen Traum verwirklichen oder geht alles in den Tiefen des Meeres verloren?
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Die Menschheit hat sich nach einem Atomkrieg in die Tiefsee geflüchtet. Das Setting ist ebenso düster, wie faszinierend. Die Vorstellung von Seeungeheuern, Unterwasserstädten, bizarren U-Booten und anderen fortschrittlichen Technologien, die ein Leben unter Wasser möglich machen, ist wirklich sehr spannend.
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Dabei treffen wir auf durchgeknallte Piraten, die mit wachsender Begeisterung dem Alkoholkonsum frönen und uns mit spritzigen Wortgefechten und Sarkasmus unterhalten. Die Figuren sind interessant und oft bewusst überzeichnet, was gut zur satirischen Grundstimmung passt. Wir finden immer wieder ernstere Themen wie Machtränkeleien, Wissenschaft und deren Folgen sowie gesellschaftskritische Anspielungen.
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Der Schreibstil ist ungewöhnlich und manchmal etwas fordernd, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, wird man mit einer originellen und ziemlich abgefahrenen Geschichte belohnt. Ich feiere die nautisch angepassten Begriffe, Redewendungen und Wortneuschöpfungen.
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Bei dem Pseudonym L. X. Wilhelm handelt es sich übrigens um ein Autoren-Duo. Es überzeugt mit diesem Auftakt der Reihe und bietet uns eine kreative und chaotische Mischung aus Tiefsee-Abenteuer, Dystopie und schwarzem Humor.
Der wildeste Ritt, den die Tiefsee je gesehen hat, Jack Sparrow kann sowas von einpacken.
Das Buch „Swallowed“ von L.X. Wilhelm nimmt den Lesenden mit auf ein skurriles Abenteuer voller schrulliger Charaktere und verrückter Ideen. Zusammen mit einer irren Piratencrew erlebt die ruhige und überlegte Forscherin Tatjana eine heikle Situation nach der anderen. Und das mit so viel absurden Humor, dass es eine wahre Freude ist. Obwohl in einer postapokalytpischen (Tiefsee)Welt angesiedelt, sind die satirischen Seitenhiebe auf unsere Zeit nicht zu übersehen. Dabei ist der Transfer der heutigen Gesellschaft in die Tiefe des Meeres sehr gelungen und garantiert viele Schmunzler. Dafür sorgen auch die organisch eingebundenen Sprichwörter und Redewendungen, die zwar vertraut, aber dennoch anders klingen und die Immersion verstärken.
Zugegeben, ich habe ein paar Seiten gebraucht, um in den Schreibtstil reinzukommen, aber ist einem das gelungen, passt er so gut zu dieser aberwitzigen Geschichte und den absurden und ständig besoffenen Piraten. Denn eine Abneigung zum Alkohol sollte man in diesem Buch nicht haben. Es wird ständig gesoffen, gerülpst, gefurzt und geschnarcht. Aber man kann es verstehen. Bei dem, was alles passiert - und bei einem Captain wie Sarku Akula - bräuchte man selbst wohl irgendwann auch einen Schnaps.
Die satirische Geschichte funktioniert gerade wegen der ganzen Absurditäten und macht sehr viel Spaß. Wer Lust auf die durchgeknallteste Piratencrew der Tiefsee zwischen dem Marianengraben und der Timorsee hat, die neueste Züchtungen der Rasseseehunde kennenlernen und spionierende Delfine erleben will, macht mit diesem Buch alles richtig. Oder um es mit Bonds Worten zu sagen: Ömp! Ömp!
Es sollte das Highlight ihrer Karrieren sein! Mit einem neu entwickelten U-Boot an die Küste der Antarktis und dort versuchen, an Land zu kommen. Der erste Spaziergang an Land nach mehr als 70 Jahren. Doch es kommt für das Forscherpaar ganz anders, als plötzlich Tiefseepiraten auftauchen ...
Ein satyrisch-dystopischer Roman, so heißt es im Klappentext. Ehrlich gesagt, von Dystropie habe ich wenig gefunden. Ja, es wurde darauf eingegangen, dass die Welt, wie wir sie kennen, in einem Atomkrieg unterging. Aber ich mecker hier auch nicht, denn er satyrische Part ist das Highlight dieses Buches. Seit langer Zeit habe ich mich nicht mehr so amüsiert wie hier.
Die Handlung ist ein wenig wirr, immer wieder werden Kleingkeiten eingestreut, die eigentlich gar nicht wichtig für die Handlung sind. Aber gerade das macht den Reiz aus. An mehr als einer Stelle fühlte ich mich an Douglas Adams' "Anhalter" erinnert. Offenbar waren diese Bücher auch eine Inspiration für die Autoren, und das im guten Sinne.
Denn sie entwickeln etwas vollkommen eigenes aus dieser Inspiration. Eine Welt, Unterwasser, wo die Menschen seit 70 Jahren in Tiefen leben, die vormals als "unmöglich" bezeichnet wurden. Nun, irgendwie ist es ihnen gelungen, nachdem das Land unbewohnbar wurde. Hier ein kleiner Makel: Ich hätte mir ein bisschen mehr Beschreibung dieser Unterwasser-Städte gewünscht. Mir ist nämlich nicht ganz klar geworden, wie die Menschen ihre Seehunde Gassi führen - oder lassen sie sie einfach von der Leine in irgendeine Schleuse und die Robben dürfen ganz allein in den Ozean?
Die Figuren sind wenigstens so crazy wie die Handlung. Tatjana bemüht sich zumindest noch darum, ihren Ruf zu wahren. Andererseits steckt sie auf einem U-Boot fest mit dem wohl durchgeknalltesten Piraten der sieben Weltmeere. Es gibt ein Piratengesetz - Göttin!, habe ich gelacht - weil der Erste Offizier in erster Berufung Anwalt gewesen ist. Glückloser Anwalt mit einem Gewissen sollte man dazu wohl noch sagen.
Pinguine, die die neuen Kuckucke dieser Welt sind und ihre Eier nichtsahnenden Menschen unterschieben! Das Bild wird für eine Weile in meinem Kopf bleiben, denn es war einfach herrlich! Genauso wie der Name der Richterin, die über den Sorgerechtsfall zu entscheiden hat. Ich hatte Tränen in den Augen!
Und das ist es, was dieses Buch will. Es will ablenken und ein wenig Freude säen. Bei mir hat es offene Türen eingerannt. Wie gesagt, ich habe mich schon lange nicht mehr so gut amüsiert. Die Seiten flogen geradezu vorbei. Dieses U-Boot, die Swordfish, ist vermutlich das crazieste was ich je gelesen habe. Irgendwie erwartete ich nur an irgendeiner Stelle, dass Tatjana eine Tür öffnete und dahinter einen Supercomputer fand, der gerade die Zahl 42 ausspuckte. Es hätte mich nicht im mindesten gewundert, ehrlich!
Das einzige, worüber man vielleicht etwas kritisch sein sollte, war der unvorstellbare Verbrauch von Alkohol in diesem Buch. Als Anti-Alkoholiker stieß es mir hier und da ein wenig sauer auf, aber ich verstand auch den Hintergrund und breitete meinen Mantel des Schweigens über das ganze. Nette Anekdote, die ich von der Herausgeberin erfahren habe: beide Autoren haben dem Alkohol seit Jahren abgeschworen. Aber was wäre eine schöne Piratengeschichte ohne den Rum - äh Wodka. Wirklich gestört hat das ganze Trinken nicht, es war nur ... mir persönlich ein bisschen viel.
Nichts desto trotz ließ ich mir den Spaß nicht vermiesen, sondern las fleißig weiter über Drogenkekse, küssende Guramis und ehemalige Freunde, die sich zu Feinden gemausert haben und ihren eigenen Beef mit dem Kapitän der Swordfish beinahe auf die Spitze treiben. Von Tiefseeschaben, die Haare und Bärte trimmen, einem dementen und doch genialen Mechaniker, einem schießwütigen Waffenmeister und einer Leibwächterin, die offensichtlich Special-Ops-Ausbildung genossen hat.
Dieses Buch ist einfach nur herrlich schräg und so wundervoll und voller Phantasie geschrieben, dass mir warm ums Herz wurde. Eine herrliche Lektüre, die ich so schnell nicht vergessen werde - denn der fiese Cliffhanger bleibt unvergesslich.