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Für eine Nacht sind wir unendlich

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Als Jonah und Liv bei einem Festival in England aufeinandertreffen, könnte das, was sie wollen, nicht unterschiedlicher sein. Doch dann beginnt es zu knistern. Und obwohl Liv von vornherein klarstellt, dass nichts laufen wird zwischen ihnen, und obwohl Jonah sich einredet, dass das ganz in seinem Sinne ist, kommen sich die beiden immer näher. Nur wird Jonah am nächsten Tag mit seinen Freunden zurück nach Deutschland fahren. Ihm und Liv bleibt nur diese eine Nacht, um herauszufinden, was da zwischen ihnen ist. Doch wie nah kann man sich kommen, wenn am nächsten Morgen alles vorbei ist?

304 pages, Paperback

Published July 26, 2020

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About the author

Lea Coplin

6 books4 followers

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23 (6%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 54 reviews
Profile Image for xthelittlerose.books  (taylor's version).
181 reviews40 followers
March 20, 2021
Liv hilft ihrer Tante einen Foodtruck auf dem Glastonbury Festival in England zu betreiben. Kurz bevor dieses zu Ende ist, besucht ihr Freund sie dort. Doch sein Besuch kommt für Liv ungewollt. Nicht zuletzt ist sie auch nach England gegangen, um Abstand von ihm zu gewinnen. Als auch ihm dies dämmert, macht er kurzerhand mit Liv neben dem Truck ihrer Tante Schluss. Zufälligerweise beobachtet Jonah das Schauspiel aus der Schlange heraus. Schon in diesem Moment weckt irgendwas an ihr sein Interesse. Doch erst als er sie später auf dem Festivalgelände wiedersieht kommen die beiden richtig ins Gespräch. Da Livs Tante ihr wenigstens den letzten Tag des Festivals freigeben will, beschließen die beiden die restliche Zeit gemeinsam zu verbringen. Während Liv danach noch länger bei ihrer Tante bleiben wird, fährt Jonah am nächsten Tag mit seinen Freunden zurück nach Deutschland.

Charaktere:
Fangen wir mal mit Liv an. Zunächst hatte ich erstmal nicht den besten Eindruck von ihr, denn mit ihrem Freund war sie nicht gerade nett umgegangen. Sie hätte ihm schon vorhersagen sollen, dass sie nicht wirklich an ihm interessiert ist und ihn nicht extra nach England kommen lassen sollen, nur um ihn dann zu enttäuschen. Sie hatte zwar versucht dann die Wogen zu glätten, musste sich jedoch im Verlaufe des Buchs eingestehen, dass sie eigentlich allgemein nichts für ihn empfunden hatte. Ansonsten war sie dann aber eigentlich eine nette Protagonistin. Sie war vor allem sehr realistisch, was ihre Unsicherheiten betraf. Es wurde schnell klar, dass sie mit ihrem Gewicht hadert, vor allem im Vergleich mit anderen Mädchen/Frauen. In dem Zuge hat man auch eine (sich anbahnende) Essstörung bei ihr feststellen können. Worauf die Autorin leider nicht weiter eingegangen ist. Meiner Meinung nach, wäre es wichtig gewesen das Thema zu vertiefen und Leser:innen in einer ähnlichen Situation eine Hilfestellung mit an die Hand zu geben und wenn es nur gewesen wäre, dass sie sich ihren Eltern anvertraut und da versucht gegen anzugehen. Es hätte einfach mehr beleuchtet werden sollen, dass sich dünn hungern nicht der richtige Weg ist. Es ist in Ordnung mit seinem Körper unzufrieden zu sein und sich nicht wohlzufühlen, aber das sollte man auf gesunde Art verändern. Und vor allem aus sich heraus und nicht wegen anderen Menschen.
Jonah war leider nicht mein Fall. Liv gegenüber war er zwar ganz süß, aber alle anderen Mädchen/Frauen hat er ziemlich herablassend behandelt. Das mit seiner Ex vielleicht nicht so gut Kirschen esse ist, ist ja vielleicht noch nachvollziehbar. Aber das er dann auch die Frauen, die er auf dem Festival getroffen hat, so abwartende behandelt fand ich wirklich nicht in Ordnung. Und auch mit seinen Freunden geht er teilweise nicht besonders nett und ehrlich um. Ich bin leider nicht so wirklich warm mit ihm geworden. Schade, dass er nur in Bezug auf Liv recht sympathisch war. Wenn er nicht nur ein fiktionaler Charakter wäre, würde ich auf jeden Fall hoffen, dass er sich nach dem Ende des Buchs noch weiterentwickelt.

Schreibstil/Spannungsbogen:
Den Schreibstil würde ich so im Mittelfeld einordnen. Mich konnte allerdings leider das Festival Feeling nicht packen. Ehrlicherweise muss ich sagen, ich war noch nie auf einem, vielleicht hätte es mich ansonsten noch mehr diesbezüglich abgeholt. Ich muss jedoch auch sagen, dass es gefühlt mehr auf dem Zeltplatz, bei den Foodtrucks oder externen Plätzen gespielt hat, als auf dem eigentlichen Festival. Es ging sehr wenig um Bands und Musik. Ich erinnere mich nur an eine Band, die sie etwas länger verfolgt hatten. Was die Spannung angeht, muss ich zugeben, dass ich nicht erwartet hatte, dass das ganze Buch nur 24 Stunden umfassen würde. Für mich war das persönlich einfach nichts. Ich empfand es teilweise als relativ langatmig jede Minute des Tages mitzubekommen. Das mag aber mehr an meiner Erwartungshaltung, aufgrund des Klappentexts gelegen haben. Ich muss auch sagen, dass ich es etwas überdramatisiert fand, dass sie unbedingt in dieser Nacht alles herausfinden mussten. Es ist ein modernes Buch. Es gibt Smartphones, Internet etc. und nach den Ferien sind sie beide wieder in Deutschland, wenn auch in unterschiedlichen Teilen.

Fazit:
Ich muss leider gestehen, dass ich eine andere Erwartungshaltung an das Buch hatte. Ich dachte es wird eine sehr süße, leichte Geschichte, in der sich die Protagonisten sehr blauäugig verlieben und wir sie über das Festival hinaus noch begleiten. Tatsächlich spielt das Buch innerhalb von etwa 24 Stunden, was scheinbar nicht so mein Fall ist. Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, meide ich nun auch solche Geschichten, da ich schnell gemerkt hatte, dass ich es sehr langatmig finde jede Minute eines Tages zu verfolgen. Die Protagonistin mochte ich eigentlich ganz gerne, sie war sehr authentisch, doch ich fand leider, dass mit einer ernsthaften Problematik hier nicht sensibel genug umgegangen wurde. Jonah war rückblickend außerdem nicht allzu sympathisch. Außer in Bezug auf Liv, die beiden waren schon ganz niedlich zusammen. Ich denke ich war von dem Buch einfach ein wenig enttäuscht, da ich mir persönlich etwas anderes vorgestellt hatte. Mit 300 Seiten kann man es dennoch relativ schnell und gut lesen, aber es entsprach einfach nicht meiner Vorstellung bzw. meinem Geschmack. Dafür kann natürlich die Autorin nichts. Vielleicht hätte man den Klappentext ein wenig anders formulieren können, aber das ist auch eine subjektive Meinung. Ich persönlich merke außerdem immer öfter, dass ich nicht mehr so viel mit Jugendbüchern bzw. jugendlichen Protagonisten anfangen kann. Sie sind mir oft einfach ein wenig zu naiv und unsicher. Eigentlich würde ich das Buch deswegen auch einem jüngeren Publikum empfehlen, doch aufgrund der Kritik, die ich an den Charakteren geäußert habe, möchte ich auch das eher unter Vorbehalt machen.
Profile Image for Eule und Buch.
360 reviews8 followers
July 4, 2022
Auf einem der größten Festivals der Welt in England treffen Jonah und Liv aufeinander. Zwischen den beiden knistert es sofort, obwohl sie so unterschiedlich sind. Doch Jonah möchte sich nicht auf ein weiteres kurzes Abenteuer einlassen und Liv ist gerade frisch von ihrem Freund getrennt. Ihnen bleibt nur eine Nacht, bis das Festival zu Ende ist, um herauszufinden, was sie voneinander wollen.
Ich hatte mir eigentlich ein Buch voller Leichtigkeit und Festival-Atmosphäre erhofft. Die Atmosphäre habe ich zum größten Teil auch bekommen. Obwohl Jonah und Liv beinahe keine Band ansehen, hatte ich doch das Gefühl, dabei zu sein, zwischen den tausenden von Menschen, die ausgelassen feiern. Dies hat mir wirklich sehr gefallen – es war aber leider auch das Einzige.
Von Leichtigkeit war leider nichts zu spüren. Beide Protagonisten haben Traumata und psychische Erkrankungen. Liv kämpft mit einer Essstörung, während Jonah Gewalterfahrungen gemacht hat. Für nichts davon gibt es Triggerwarnungen und mit keiner dieser Thematiken wird vernünftig umgegangen. Livs Probleme existieren nur, damit man Mitgefühl mit ihr hat. Jonahs Probleme existieren nur, um sein schreckliches Verhalten zu entschuldigen. Ich erwarte von diesem spezifischen Buch nicht, dass es die Probleme seiner Protagonisten tatsächlich löst. Dies wäre unrealistisch, da die Handlung nur etwa 24 Stunden umfasst. Aber ich erwarte schon, dass, wenn derartige Probleme so prominent angesprochen werden, diese auch in irgendeiner Form vernünftig angegangen werden.
Wie gesagt verhält sich Jonah alles andere als positiv. Er denkt über alle Frauen negativ und verhält sich Liv gegenüber zumindest anfangs einfach nur unangenehm. Zudem versucht er, ihr ständig Essen anzudrehen, obwohl sie ihm mehrfach sagt, dass sie keins möchte. Auch wenn er nichts von ihrer Essstörung weiß, ist dies so extrem, dass ich mich selbst ohne derartige Probleme und als Leserin unwohl dabei gefühlt habe.
Ich konnte ehrlich gesagt auch nicht erkennen, was genau die beiden aneinander fanden. Die meiste Zeit ging es hier nämlich um körperliche Aspekte. Sie sind sich charakterlich sehr unähnlich und Jonah findet mehrere Eigenarten von Liv eher unangenehm. Liv selbst hat kein Selbstbewusstsein und scheint sich nur zu ihm hingezogen zu fühlen, weil er, wie sie denkt, außerhalb ihrer Liga ist.
Auch wenn ich es gut fand, eine Protagonistin zu haben, die keine Modelmaße hat, fand ich den Hass, der zwischen den Zeilen gegenüber schlanken Frauen rüberkam, alles andere als in Ordnung. Beide Protagonisten machen in ihren inneren Monologen unfaire Bemerkungen in diese Richtung, wie etwa, dass sie durch „wochenlange Buttermilchdiäten sauer“ sind. Statt Frauen in allen Formen zu feiern, gibt es auch hier wieder nur Bodyshaming. Nach all den anderen Problemen des Buches hat mich das aber auch nicht mehr gewundert.
Fazit:
Letztlich war dieses Buch leider ein Flop für mich und ich kann es beim besten Willen nicht weiterempfehlen. Der männliche Protagonist ist durchweg unangenehm und der ständige Sexismus, besonders gegen dünne Frauen, ist einfach nur unangenehm.
Profile Image for zeilen.vertraeumt.
1,158 reviews13 followers
August 17, 2020
Eine ganz besondere Liebesgeschichte, die schöner nicht sein könnte.


Zur Geschichte:

Ich bin leicht in die Geschichte reingekommen, da ich mich auf Anhieb in die Idee und das Setting verliebt habe. Die Kulisse wird wunderbar bildlich beschrieben, sodass sich bei mir sofort das typische Festival-Feeling eingestellt hat. Lea Coplin hat diese besondere Atmosphäre wirklich sehr schön eingefangen. Ich hatte das Gefühl, mich selbst vor Ort zu befinden. Ich würde das Glastonbury-Festival so gerne mal selbst besuchen.

Die Geschichte spielt im Großen und Ganzen während einer einzigen Nacht, was ich ziemlich cool finde, da ich so etwas bisher noch nie gelesen haben. Lea Coplin hatte eine originelle Idee (sogar zwei, wenn man das Festival-Setting extra zählt) und hat diese authentisch und lebendig umgesetzt. In dieser einen Nacht steckt so viel, dass man es nicht in Worte fassen kann. Wer denkt, dass diese Geschichte langweilig und zäh sei, liegt komplett daneben. Ich bin tief in dieser Geschichte versunken und die Seiten flogen nur so dahin. Dieses Buch zeigt perfekt, dass von außen betrachtet nicht immer viel passieren muss, um eine wundervolle Geschichte zu erschaffen. In dieser Geschichte passiert mehr als in den meisten anderen Büchern, allen voran auf emotionaler Ebene. Es gibt zahlreiche Gespräche mit Tiefe und Bedeutung und sinnhafte Dialoge sind etwas, das in vielen Romanen deutlich vernachlässigt wird.

Es ist unglaublich spannend mitzuverfolgen, wie die Charaktere sich nach und nach immer mehr öffnen und mehr von sich selbst preisgeben. Man versteht im Verlauf der Geschichte immer besser, wieso sie sind wie sie sind und sich so verhalten wie sie es eben tun. Mit Vielem davon hätte ich niemals gerechnet und war zutiefst erschüttert darüber, was alles ans Licht kam. Diese Geschichte ist in vielerlei Hinsicht unvorhersehbar und damit auch einnehmend, fesselnd und erfrischend anders. Sie zeigt sehr schön, wie sehr man sich in Menschen täuschen kann und dass man eben nicht vorschnell über andere urteilen sollte. Sie zeigt, wie viel in unserem Leben eigentlich Fassade ist und dass es sich immer lohnt, den Menschen hinter seinen Handlungen zu betrachten. Lea Coplin vermittelt in diesem Buch so viele wundervolle und wichtige Botschaften und Werte, dass ich sie gar nicht alle aufzählen könnte. Diese Geschichte gibt einem unheimlich viel mit auf den Weg und stellt sicherlich für jede*n Leser*in eine Bereicherung dar.

Lea Coplin spricht in diesem Roman einige ernste Themen an, welche sie in meinen Augen sehr authentisch und mit viel Feingefühl umsetzt. Ihre Schilderungen sind realitätsnah, ehrlich und unheimlich berührend. Das Buch hat definitiv gesellschaftskritische Züge, ist dabei aber trotzdem locker-leicht und unterhaltsam. Lea Coplin hat eine perfekte Balance zwischen Unterhaltung und Humor auf der einen und Ernsthaftigkeit und Tiefe auf der anderen Seite geschaffen. Das gelingt nicht vielen Autor*innen so gut und ich bin wirklich mehr als begeistert von dieser Umsetzung. Allerdings würde ich diesem Buch vorsichtshalber eine Triggerwarnung beifügen, da der Klappentext nicht verrät, auf was man sich hier einlässt und manche der angesprochenen Themen für bestimmte Personengruppen eventuell schwer zu verarbeiten sind.

Dieses Buch ist mehr als eine leichte 0815-Sommerlektüre. Es ist romantisch, humorvoll, ernsthaft und tiefgründig zugleich. Die Geschichte ist erfrischend und lebensbejahend, an mancher Stelle aber auch melancholisch und nachdenklich. Während des Lesens habe ich unheimlich viele verschiedene Emotionen empfunden. Mal war ich traurig und schockiert, dann wieder glücklich und verliebt in die Geschichte, die Liebe und das Leben. Die Emotionen kommen rüber und lassen einen mitfühlen. Die Gefühle der Protagonisten sind greifbar und nachvollziehbar.

Die Liebesgeschichte konnte mich abholen und ergreifen. Sie wirkt von vorne bis hinten glaubwürdig und authentisch. Es ist wunderschön, die beiden auf ihrer Reise zu sich selbst und zu einander zu begleiten. Im ersten Moment mag es mehr als unrealistisch klingen, dass sich zwei Menschen in nur einer einzigen Nacht ineinander verlieben, aber das ist es nicht. Man denkt, die Liebesgeschichte müsse oberflächlich sein und sich überwiegend auf körperlicher Ebene abspielen, aber das tut sie nicht. Im Gegenteil: Es ist eine der tiefgründigsten Liebesgeschichten, die ich jemals lesen durfte. Die Geschichte wirkt durchweg natürlich und lebensnah. Ich hatte an keiner Stelle den Eindruck, sie sei gestellt, weil Lea Coplin das Geschehen und ihre Charaktere so authentisch und lebendig beschreibt, dass man das Gefühl hat, diese Geschichte gerade selbst zu erleben. Alles wirkt so echt und real. Man zweifelt die Gefühle der beiden füreinander nicht an, weil sie einem während des Lesens ehrlich und glaubhaft erscheinen. Die Geschichte klingt unfassbar kitschig und an den Haaren herbeigezogen, aber das ist sie nicht. Wenn ihr sie lest, werdet ihr sie glauben, leben und lieben, vertraut mir. Nie war die erste Liebe schöner, romantischer oder authentischer.

Ich habe mir am Ende unterbewusst eine Lösung aller Konflikte gewünscht, aber das hätte einfach nicht zu dieser Geschichte gepasst. Es macht schließlich ihren Charme aus, dass sie nur von einer einzigen Nacht erzählt und der Ausgang ungewiss bleibt. Das Ende ist offen und lässt Raum für Spekulationen.


Zu den Charakteren:

Die Geschichte wird abwechselnd aus Liv's und Jonah's Sicht in der ersten Person Singular erzählt. Auf diese Weise bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle beider Protagonisten. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und einfühlen und ihr Verhalten nachvollziehen.

Liv war mir auf Anhieb sympathisch, weil sie einfach irgendwie anders ist und zwar im positiven Sinne. Sie ist fröhlich und lebenslustig und tut das, was sie will, unabhängig davon ob es der Norm entspricht. Liv ist aber auch sehr unsicher und misstrauisch, da sie in ihrer Vergangenheit negative Erfahrungen sammeln musste.

Jonah scheint zu Beginn immer schlecht gelaunt und mürrisch zu sein, bis er auf Liv trifft und sich langsam zu öffnen beginnt. Er ist witzig und charmant und gibt den Menschen um sich herum ein gutes Gefühl, zumindest sofern er das möchte.

Beide Protagonisten sind am Anfang sehr verschlossen und verbergen ihr wahres Ich hinter einer Fassade. Sie haben beide ihr eigenes Päckchen zu tragen, das sie bisher mit niemandem teilen konnten. Je mehr sie sich einander öffnen, desto mehr vertrauen sie sich und spüren die besondere Verbindung zwischen sich. Ich mochte Liv und Jonah unheimlich gerne zusammen und habe es geliebt, ihre zarten Annäherungsversuche zu beobachten. Die Interaktion zwischen den beiden ist einzigartig und besonders. Liv und Jonah sind total unterschiedlich und harmonieren dennoch perfekt miteinander. Ihre Beziehung kann man mit Worten nicht beschreiben, das muss man selbst erleben.

Lea Coplin hat mit Jonah und Liv vielschichtige, realitätsnahe und authentische Charaktere erschaffen, die nicht lebendiger sein könnten. Sie haben Ecken und Kanten, Träume und Ängste, sie sind stark und zerbrechlich zugleich.

Gut gefallen hat mir auch, dass man beide Charaktere erstmal für sich kennenlernt, da man auf diese Weise hautnah miterleben kann, wie sie ihre Begegnung miteinander verändert. Man spürt, was sie fühlen und sieht, wie sie dadurch wachsen und sich weiterentwickeln. Die Besonderheit ihrer Beziehung wird dadurch umso deutlicher.

Die Nebencharaktere bleiben größtenteils eher blass, da die Geschichte zwischen Liv und Jonah klar im Vordergrund steht. Liv's Tante Mafalda ist allerdings ein Highlight für sich.


Zum Schreibstil:

Der Schreibstil ist locker-leicht und lässt sich flüssig lesen, ist dabei aber auch einnehmend, fesselnd und mitreißend. Lea Coplin schreibt sehr gefühlvoll, authentisch, ehrlich, emotional und lebendig. Sie ergänzt ihre einzigartige Liebesgeschichte gekonnt mit ernsten Themen und humorvollen Momenten ohne dass dabei Spannungen entstehen oder das Ganze unnatürlich und gestellt wirkt.


Fazit:

Ich bin restlos begeistert von diesem Buch und kann es euch nur ans Herz legen. Es ist eine ganz besondere Geschichte, die man nicht so schnell vergisst. Die Idee ist einzigartig und originell, kann aber trotzdem nicht mit ihrer grandiosen Umsetzung mithalten. Die Geschichte ist zugleich ernsthaft, tiefgründig, traurig, romantisch und humorvoll. Sie schickt uns auf eine Reise, die so bunt, überraschend und vielfältig ist wie das Leben selbst. Die Charaktere sind so lebensecht und authentisch, dass man sie einfach für real halten muss und die Beziehung der beiden ist einzigartig und unbeschreiblich schön.

Ganz große Herzensempfehlung!!! ♥️


5/ 5 Sterne ⭐️
Profile Image for Hasiesbuecherwelt .
169 reviews11 followers
June 27, 2021
Es war genau das richtige Sommer buch war nee süße Geschichte live betreibt mit ihrer Tante ein Imbiss stand auch einem Festival dort lernt sie jonah kennen allerdings hatte sie noch einen Freund und er hatte seine ex mit dabei, aber die beiden kommen sich näher und verbringen eine nacht zusammen und leider muss Jonah wieder abreisen und sie bleibt allein zurück und das ist das einzige was ich kritisiere das das Ende zu schnell war und so abgehagt es hätte ruhig noch was mehr sein können.
Profile Image for Resireads.
126 reviews14 followers
August 1, 2020
“Für eine Nacht sind wir unendlich” war mein erstes Buch von Lea Coplin und bereits das Cover hat perfekt zum Buch gepasst. Das komplette Buch spielt innerhalb von einem Tag auf dem Glastonbury Festival. Sowohl der Titel, als auch das Cover passen meiner Meinung nach wunderbar zum Buch und zu den Festival Vibes.

Den Schreibstil von Lea Coplin würde ich als außergewöhnlich bezeichnen, da die Sätze manchmal anders strukturiert sind als erwartet. Dadurch wurde mein Lesefluss am Anfang des Buches teilweise gestört, da ich über die Struktur gestolpert bin. Doch sobald man sich daran gewöhnt hat, lässt sich das Buch sehr flüssig lesen.

Das Setting ist das Glastonbury Festival. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen und ich fand es unheimlich spannend, wie sich zwei Menschen so oft bei einem so rießigen Festival über den Weg laufen können. Um die Größe des Festivals besser nachvollziehen zu können, empfehle ich mir ein paar Bilder davon im Internet anzusehen. Was ich jedoch etwas schade fand, war das die Musik gar keine große Rolle im Buch bekommen hat. Es kam zwar ein paar Mal vor und es gab auch Szenen, wo Musik vorkam, aber bei einem Buch, dass auf einem Festival spielt, hätte ich mir da etwas mehr erwartet.

In der Geschichte verfolgen wir die 18-Jährige Liv und den 20-Jährigen Jonah. Die Kapitel sind entweder aus Livs oder aus Jonahs Perspektive geschrieben, dadurch erfahren wir auch mehr über die Gedanken der beiden. Beide Charaktere sind mir während des Buches ans Herz gewachsen und man hat mit ihnen mit gefiebert. Obwohl das Buch innerhalb von 24 Stunden spielt, passiert sehr viel und es wird nicht langweilig. Da sich die Protagonisten nach diesem Tag wahrscheinlich nie wieder sehen, ist zwischen ihnen keine Barriere und sie geben nach und nach alles von sich Preis. Das fand ich sehr spannend, da man das Gefühl bekommen hat, dass sich die beiden irgendwann besser kennen als sonst jede andere Person.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich gebe ihm 4/5 Sterne. Die Geschichte ist sehr interessant und tiefgründig, aber an manchen Stellen hätte ich mir noch mehr Details gewünscht, gerade als die Beiden über ihre Vergangenheit und ihre Probleme gesprochen haben. Trotzdem lohnt es sich auf jeden Fall das Buch zu lesen, da es mal etwas ganz anderes ist.

Abschließend kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne eine untypische Liebesgeschichte auf einem Festival lesen möchte.
Profile Image for buchsternchen.
119 reviews30 followers
September 8, 2021
“Und, wer weiß, vielleicht müssen wir uns auch beide erst einmal selbst finden, bevor wir anfangen, ein passendes Gegenstück zu suchen?”

Dass die Protagonisten nur einen Tag und eine Nacht auf dem Festival verbringen macht alles recht schnelllebig, aber an ein wenig Tiefe fehlt es trotzdem nicht. Durch die wechselnden Perspektiven sind deren Gedanken sehr ausführlich dargestellt. Die beiden sind authentisch, vom ersten Moment an auf einer Wellenlänge und merken das auch recht schnell. Während sie verschiedene Orte des Festivals abklappern, kommen sie sich immer näher und sogar schwerwiegende Probleme werden angesprochen; jedoch logischerweise durch die 24h Zweisamkeit nicht ausführlich genug behandelt. Als Zwischendurchlektüre, vor allem für die Sommerzeit, eignet sich das Buch wohl am besten. Es ruft Neugier hervor und liest sich sehr angenehm, bleibt jedoch hauptsächlich distanziert. Das Ende ist dann nochmal super real und süß und hat perfekt zur Story gepasst. Man merkt wie gut sich Jonah und Liv in nur ein paar Stunden getan haben.
Profile Image for tinymeiki.
124 reviews
August 9, 2023
ach ja, war ein amüsantes sommerbuch, was man halt so eben im urlaub runterlesen kann.. ganz cute geschrieben aber auch kein bestseller :)
Profile Image for Lisa.
51 reviews
December 2, 2025
War die ganze Zeit so, ja ist okeee 3 Sterne, aber das Ende <3

Sind doch ganz schöne cuties die beiden 🥹
Profile Image for hauptgewinn.
42 reviews1 follower
January 24, 2022
Dieses Buch gibt mir so ein krasses Sommer feeling. 😍
Liv & Jonah lernen sich auf einen Festival in England kennen und verbringen dort eine Nacht voller magischer Momente miteinander.
Liv ist sehr realistisch dargestellt, mit all ihren Sorgen und Gedanken und an Jonah hatte ich absolut nichts auszusetzen 🤍
So eine tolle Geschichte und ich wünschte es gäbe ein zweiten Teil. 🥺🤍
Profile Image for MJHawthorne.
114 reviews
Read
May 21, 2024
DNF
Es war am anfangs sehr fiel versprechen. Aber dann habe ich realisiert das sie wahrscheinlich nur reden werden und für 300 Seite war mir dann doch zu viel.
Ich habe mich dann Spoilern lassen ich habe nicht alles gelesen aber was ich gelesen habe klang als hätte diese Buch kein Plot


Spoiler
Liv war das Mädchen „ Ich bin nicht sein Typ“ und das fand ich irgendwie blöd. Sie haben mal miteinander geschlafen. Das Ende war er kommt zu ihr sie küssen sich sie geben sich ihre Nummer und dann im letzten Kapitel war das sie miteinander geschrieben haben.
This entire review has been hidden because of spoilers.
12 reviews
August 2, 2020
Für eine Nacht sind wir unendlich – Lea Coplin
„Für eine Nacht sind wir unendlich“ von Lea Coplin ist ein Jugendroman aus dem dtv Verlag. Es erzählt die Geschichte einer aufkeimenden Liebe zwischen Liv, die auf dem Glastonbury Festival arbeitet und Jonah, der mit seiner Freundesgruppe das Festival besucht. Sie begegnen sich zufällig, haben direkt eine gewisse Chemie und verbringen die letzte Nacht des Festivals zusammen.
Die beiden Protagonisten waren für mich gut entwickelt und haben sich echt angefühlt. Im Laufe des Buches werden ihre Hintergründe und Traumata enthüllt und es wird immer klarer, warum sie sich so gegenseitig anziehen. Ihre Beziehung ist stimmig und man fiebert mit ihnen, obwohl sich die gesamte Handlung auf nur vielleicht 12 Stunden erstreckt.
Das Festival Setting ist mal etwas anderes und sticht heraus. Die Atmosphäre ist fantastisch rübergekommen und hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die Nebencharaktere hätten für mich noch etwas besser beschrieben werden können, vor allem Dejan, doch das war wohl nicht die Intention des Buches, da wir uns vor allem auf Liv und Jonah konzentrieren.
Es werden Themen wie Essstörungen und Gewalt in der Familie angesprochen, weswegen ich hier eine kleine Trigger Warnung aussprechen möchte. Es wird trotzdem mit viel Feingefühl und angemessener Sensibilität behandelt.
Ich würde dieses Buch besonders der Zielgruppe von 15-20 Jahren empfehlen. Es ist perfekt, wenn man nach eine süßen, herzerwärmenden Romanze sucht, die einen gewissen Tiefgang hat, aber auch nicht zu schwer ist.
Profile Image for Steffi.
3,308 reviews186 followers
July 27, 2020
3.5

"Für eine Nacht sind wir unendlich" ist ein Buch, dass mich mit seinem Klappentext sehr neugierig gemacht hat.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen. Man lernt zunächst Liv und Jonah kennen. Liv hilft ihrer Tante im Foodtruck beim Glastonbury Festival und Jonah besucht dieses mit seinen Freunden. Liv fand ich sehr sympathisch mit ihren kleinen Unsicherheiten, Jonah war generell auch ein netter Kerl, aber sein Verhalten lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück, insbesondere was seine Nächte mit Frauen angeht.

Ich mochte, dass das Buch quasi an einem Tag spielt, was mal eine interessante Abwechslung im Storyaugbau ist, und wir Liv und Jonah über das Festivalgelände sowie durch Glastonbury begleiten. Die Atmosphäre wurde unglaublich gut beschrieben und man hat wirklich das Gefühl dabei zu sein. Das Ende hat mir auch ganz gut gefallen, insbesondere dass es nicht zu übertrieben kitschig war, was einfach nicht zu der Geschichte gepasst hätte. Durch die Beschränkung der Geschichte auf einen Tag und eine Nacht hat mir aber gleichzeitig auch irgendwie was gefehlt, da es lediglich das Kennenlernen der beiden beschreibt und mir so die Emotionen ein wenig gefehlt haben.

Der Schreibstil von Lea Coplin ist wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Profile Image for Lesenundmehr.
26 reviews3 followers
August 9, 2020
Der Name ist Programm und ich hätte vorher nicht gedacht, dass man einen kompletten Roman über einen einzigen Tag bzw eine einzige Nacht schreiben kann.
Zunächst erlebt man die Hauptfiguren Jonah und Liv in ihrer eigenen kleinen Welt und lernt sie besser kennen. Schon hier waren mir beide Charaktere sehr sympathisch und ich konnte mich bei der einen oder anderen Situation sehr gut in sie hineinversetzen. Abgesehen davon fand ich einige Szenen auch recht skurril (was zum Großteil mit den Nebenfiguren zu tun hatte) und das gab der Geschichte etwas Besonderes.
Ebenso besonders war das Setting im Ganzen. Die Geschichte spielt auf einem Festivalgelände in England und die Autorin hat es super verstanden die dort herrschende, nahezu zauberhafte, lockere Atmosphäre einzufangen. Bei mir sprang sofort das Kopfkino an und ich hatte alles sehr gut vor Augen, als wäre ich selber vor Ort. Auch bei den Gesprächen zwischen Liv und Jonah hatte ich oft das Gefühl ich wäre live dabei. Manchmal hätte ich in der Tat auch gerne mitdiskutiert, denn auch wenn sie hauptsächlich auf der gleichen Wellenlänge waren gab es manche Situationen, wo ich mich gerne eingeschaltet hätte. Einige davon hatten mit Schatten der Vergangenheit zu tun, die man scheinbar nie so wirklich los wird und die das ganze Leben indirekt mitbestimmen, wenn man dies zulässt.
Als das Buch zu Ende gelesen war, musste ich kurz innehalten. Einige Szenen hallten immer noch nach und regten mich dazu an, nochmals darüber nachzudenken. Das macht für mich ein gutes Buch aus, dass es mich emotional zurücklässt, ob positiv oder negativ. Diese Geschichte hat das eindeutig geschafft.

Dieses Buch war ein absoluter Lesegenuss. Es war emotional berührend und sehr atmosphärisch vom Anfang bis zum Ende. Es handelt von unterschiedlichsten Gefühlen, Vertrauen, Seelenverwandtschaft und vor allem Freundschaft.
Ich empfehle es sehr gerne weiter!
Profile Image for Sophia Wordworld.
1,271 reviews22 followers
July 24, 2020
"Für eine Nacht sind wir unendlich" ist mein erstes Buch von Lea Coplin, wird aber auf keinen Fall mein letztes gewesen sein. Denn Lea Coplin schreibt hier spritzig, emotional, aber nicht mit übertriebener Dramatik von einer Nacht voller unendlicher Möglichkeiten und die Angst im Nacken, sie nicht ausreichend zu nutzen. Dank des Verlags, der mir schon vor Wochen ein Vorabexemplar zur Verfügung gestellt hat, kann ich euch heute, pünktlich zum Erscheinungstermin von meinen Gedanken dazu berichten.

Jonah: "Manchmal muss man eben einen Schritt zu weit gehen, um etwas zu bewirken. Weil man sonst kein Gehör bekommt."

Das Cover ist aufgeregt, dunkel, bunt und schimmernd - also genau wie die Geschichte, die dahinter verbogen liegt. Auch wenn der blau-pinke Lichtrahmen und das spiegelnde Quadrat einen Eye-Catcher-Effekt hervorrufen, ist mir das in Kombination mit dem Hintergrundmotiv ein bisschen zu viel, zu aufgeregt. Außerdem habe ich mir Liv und Jonah ganz anders vorgestellt, als hier abgebildet. Toll ist, dass ich in meiner Vorab-Box tolle Polaroid-Bilder mit Eindrücken aus Glastonbury, ein Festivalarmband mit dem Titel des Buchs, farbig passende Knicklichter, ein personalisierter Brief sowie die Playlist zum Buch als Zusätze erhalten habe.

Erster Satz: "Ich hatte schon bessere Tage, so viel ist sicher."

Die Geschichte beginnt am letzten Tag des berühmt-berüchtigten Festivals in Glastonbury, bei dem sich Jonah und Liv zum ersten Mal begegnen. Während Jonah von seinen Freunden überredet wurde, mitzugehen, von seiner Exfreundin angenervt ist und es kaum erwarten kann, zurück nach Frankfurt zu fahren, will Liv endlich ein bisschen etwas von dem Festival sehen, das sie bislang nur vom Foodtruck ihrer Tante aus miterleben konnte. Als die Beiden sich das erste Mal sehen, ist sofort eine gegenseitige Faszination zu spüren und auch wenn sie wissen, dass sich ihre Wege bald wieder trennen würden, wollen sie den anderen noch nicht gehen lassen. So ziehen sie gemeinsam los und sehen das Festival in seinen letzten Zügen plötzlich mit ganz anderen Augen, öffnen sich langsam füreinander und verschenken entgegen besseren Wissens vorsichtig ihr Herz...

Liv: "Er zuckt mit den Schultern. Und als wäre das Zugeständnis genug, machen wir uns gemeinsam auf den Weg dorthin. Zwei zufällig zusammengewürfelte Teilchen, von denen noch niemand sagen kann, ob sie sich anziehen oder abstoßen werden."

Ich habe in meiner "Lesekarriere" schon wirklich eine Menge New-Adult-Bücher gelesen und immer wieder das übertriebene Drama, die vielen Klischees und die aufgesetzten Probleme kritisiert, die leider oft mit emotionalen Geschichten des Genres einhergehen. Ganz dagegen gefeit ist "Für eine Nacht sind wir unendlich" natürlich auch nicht, dennoch gefielen mir die ruhigere Erzählweise, die lebensnahen Protagonisten und deren authentische Probleme sehr gut. Dadurch dass die gesamte Handlung nur an einem Tag passiert und die Protagonisten kaum 24 Stunden miteinander verbringen, ist das, was sie teilen intensiver, spontaner und ungehemmter. Die wenigen Seiten der Geschichte täuschen: durch die kompakte Erzählweise und das kurze Erzählintervall passiert hier eine ganze Menge und es wird garantiert nicht langweilig. Ein fröhliches Prickeln, kaum Zeit zum Nachdenken, die ständige Gegenwart des anderen und eine sich schleichend einstellende Nähe - So entwickelt sich die Liebe zwischen ihnen langsam Schritt für Schritt, sodass trotz der vielen Ereignisse eine gemütliche Ruhe über die Geschichte liegt.

Liv: "Wenn er lächelt, wirkt es fast wir ein Sonnenaufgang auf seinem Gesicht. Er schiebt sich sorgsam darüber, bringt alles zum Strahlen, leuchtet, mitten in mein Herz."

Wunderbar untermauert wird die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte durch das wundervolle Setting. Das Glastonbury Festival (das es übrigens wirklich gibt), ist ein lebendiges, buntes, chaotisches, weitläufiges Festival, das so voller Vielfalt und Lebensfreude strotzt, dass ich mich mehrmals während dem Lesen dort hin gewünscht habe. Gerade weil der Festival-Sommer dieses Jahr leider ausfallen muss, ist dieses Buch ein tröstlicher Ersatz und ich habe es sehr genossen mit Liv und Jonah den Duft der Foodtrucks zu riechen, die magische Atmosphäre des altehrwürdigen Glastonburys zu genießen, die wilde Euphorie der Live-Konzerte zu fühlen, gemütlich auf einer sommerlichen Wiese zu liegen, zu den Klängen von Meditaionsgongs einzuschlafen und mich von einer Erfahrung zur nächsten treiben zu lassen.

Jonah: "Sie gibt einen frustrierten Laut von sich, und womöglich ist das der Moment, in dem ich mich ein kleines bisschen in Liv Forest verliebe. Weil sie unglaublich ist. Und keine Ahnung davon hat. Weil sie ... sie ist. Vermutlich ist es so einfach. Oder weil wir gemeinsam wir sind."

Sehr charmant und authentisch sind auch die beiden Protagonisten, die wir parallel zu ihrem Annähern besser kennenlernen und zu Beginn getroffene Urteile durch neue Offenbarungen immer wieder überdenken müssen. Dadurch, dass sie abwechselnd in teilweise sehr kurzen Kapiteln aus ihrer Perspektive erzählen, bekommen wir hautnah alles mit, was sich innerhalb der 24 Stunden auf der Handlungsebene aber auch in ihren Köpfen und Herzen ereignet und fühlen uns dadurch, als wären wir tatsächlich vor Ort. Liv erscheint zu Beginn sehr lebenslustig, offen, spontan und selbstbewusst, offenbart aber immer mehr Komplexe und Unsicherheiten, die sie seit Jahren bekämpfen muss. Erst als Jonahs Präsenz in ihr ein Kribbeln auslöst, kann sie sich eingestehen, dass sie in ihren Freund Laurent weniger verliebt ist, als in die Vorstellung, einen Freund zu haben und begehrt zu werden. Auch der düstere aber warmherzige Jonah hatte bislang nur Beziehungen, weil sie sich so ergeben haben und er schlecht allein sein kann. Außerdem versteckt Jonah noch eine dunkle Wahrheit, die endlich an die Oberfläche drängt... (Spoiler: Ja gut, dramaturgisch war das gut eingefädelt aber warum immer alle ein schlimmes Geheimnis, ein Trauma im NA-Genre haben müssen, ist mir nicht ganz klar).

Liv: "Vielleicht ziert irgendein nicht für jeden sichtbares Zeichen meine Stirn, das nur diese Bitches lesen können und das sie dazu auffordert, gemeinschaftlich fies zu mir zu sein. Vielleicht ist es aber auch die Tatsache, dass es mir mit meinem kurvigeren Körper scheinbar durchaus gelingt, eine Konkurrenz darzustellen für die Annikas dieser Welt, die wochenlange Buttermilchdiäten sauer gemacht haben. Ich bin nicht fett. Dass ich nicht dürr bin, bedeutet noch längst nicht, dass ich fett bin."

Zuzusehen, wie sich die beiden Schritt für Schritt füreinander öffnen und dabei vor der Zeit davonlaufen, ist wirklich herzzerreißend. Wie sie zu Beginn noch ihre Unsicherheiten überspielen, Peinlichkeit bei unangenehmen Redepausen empfinden und nach und nach immer losgelöster werden, zusammen den Moment genießen und ungekünstelte Gespräche führen, ist spannend mitanzusehen. Egal ob Gespräche über Greta-Thunberg, die Zerstörung des Hymens, die perfekte Konsistenz von Scones oder unglückliche Liebschaften: hier wirkt trotz gelegentlich absurden Entwicklungen nichts konstruiert. Mir gefällt, dass hier alles im Fluss ist - die Geschichte, die Beziehung, die Charaktere, die Dialoge - hier gibt es keine schlagfertigen Wortgefechte, die sich lesen, als hätten sie die Autorin Tage gekostet, sie sich auszudenken oder schwülstige Liebeserklärungen. Stattdessen schreibt Lea Coplin charmant, modern, einfühlsam und einfach ECHT, sodass man ihr jede Wendung abnimmt, bis man mit dem offenen aber realistischen, perfekten Ende die Geschichte abschließt.

Jonah: "Ich lasse Liv nicht los. Ich war mit Annika zusammen, weil sie gerade da war, doch ich halte an Liv fest, weil sie mir etwas gibt, das mir bis dahin noch niemand gegeben hat; das Gefühl, nicht allein zu sein."



Fazit:

Ruhiger, lebensnäher, authentischer - Lea Coplin erzählt charmant und ungekünstelt die Geschichte zweier liebenswerter Protagonisten, die inmitten des kunterbunten Chaos´ des Glastonbury Festivals die Liebe finden.
Profile Image for Caro.
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July 28, 2020
Ich liebe Festivals. 2020 ist das erste Jahr seit langem, in dem ich kein einziges Festival und nicht einmal ein Konzert ohne feste Platzzuweisungen besuchen werde. Umso mehr freute ich mich über das Rezensionsexemplar „Für eine Nacht sind wir unendlich“ von Lea Coplin, verlost von Lovelybooks und dem dtv-Verlag. In diesem YA/NA-Roman begleiten wir Liv und Jonah beim Glastonbury Festival in England. Jonah ist mit seinem Freundeskreis samt Ex-Freundin angereist, während Liv nicht als Gast auf dem Festival unterwegs ist, sondern ihrer Tante mit deren Food Truck aushilft. Erhofft habe ich mir eine süße Liebesgeschichte, die Leichtigkeit, Sorglosigkeit und Festivalflair verbreitet. Leider wurden diese Hoffnungen nicht erfüllt.

Die Protagonistin Liv ist eine sehr sympathische junge Frau mit allerlei Unsicherheiten, die ich erst einmal positiv hervorheben will. Ihre Selbstzweifel, ihr innerer Kritiker und ihre Vergleiche mit anderen Frauen waren sehr authentisch, dabei aber nicht aufdringlich eingearbeitet. Trotz all ihrer Zweifel, vor allem an ihrem Aussehen und Gewicht, hat sie eine starke Persönlichkeit, kennt ihre Werte für eine 18-Jährige schon recht gut und verteidigt diese im Laufe des Buches auch gegenüber Jonah.

Und genau Jonah, bzw. der Umgang der Autorin mit ihm, ist es, der mich an diesem Buch so sehr gestört hat, dass ich nur 2 Sterne vergeben kann. Er ist absolut von sich eingenommen und hat natürlich ein tiefes Geheimnis, welches er nicht einmal seinem besten Freund anvertrauen kann. Genau dieses soll vermutlich sein herablassendes und wenig rücksichtsvolles Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen und vor allem Frauen entschuldigen, was für mich vollkommen daneben und aus der Klischeekiste gegriffen war (und nein, seine Erlebnisse rechtfertigen sein Verhalten natürlich in keinster Weise!). Bis auf Liv denkt er über fast jede Frau, der er auf dem Festival begegnet, abschätzig. Und dabei ist es ganz egal, ob es zufällig platzierte „gackernde, betrunkene“ Engländerinnen sind, sein ein paar Stunden später schon gar nicht mehr so sexy erscheinender One-Night-Stand (kein Spoiler, das Buch beginnt direkt damit, wie Jonah Sally im Zelt zurücklässt mit der Ausrede, er müsse nur mal aufs Klo…) oder seine „dürre, schmallippige“ Ex-Freundin Annika, an der er kein einziges gutes Haar lässt.

Generell hatte ich ein großes Problem mit der Darstellung von Frauen in diesem Buch. Liv soll nahbar wirken, da sie gerade keine Modelmaße hat, was ich nach wie vor extrem gut finde. ABER alle schlanken weiblichen Figuren mit Adjektiven wie „dürr“ und „sauer von den wochenlangen Buttermilchdiäten“ zu beschreiben und sie dazu zumeist als oberflächlich, egoistisch, zickig und hohl darzustellen, ging für mich gerade in einem Jugendbuch gar nicht. Und obwohl Livs offensichtliches Problem mit ihrem Körper, das Kalorienzählen und der Verzicht auf Essen sehr authentisch beschrieben wurden und ich es gut finde, dass dieser Aspekt überhaupt angesprochen wurde, hat die Autorin eines Jugendbuches es auch hier verpasst, auf einen gesunden Umgang mit Ernährung und Körper hinzuweisen. Sie hätte bloß Livs Weg der Heilung andeuten oder zumindest hinten im Buch weiterführende Kontakte oder Links angeben müssen, an die man sich wenden kann, wenn man in ähnlichen Denkmustern wie Liv gefangen ist.

Eingangs habe ich meine Festivalliebe erwähnt, deswegen hatte ich mir auch noch mehr Festivalatmosphäre erhofft. Die beiden schauen sich keine Band komplett an, wobei gerade Musik so sehr verbinden kann und ich mir etliche romantische Situationen vor einer Bühne vorstellen kann. Das hat mich leider sehr enttäuscht. Auch die Zeltplatzromantik kam sehr kurz, viel mehr wurden wirkliche Attraktionen (Stichwort Aussichtspunkte) auf und um das Festivalgelände herum in den Fokus gerückt.

Da ich also durchweg entweder wütend auf Jonahs Gedanken oder enttäuscht über das verschenkte Potential war, ist es kein Wunder, dass ich die Chemie zwischen den beiden Protagonisten überhaupt nicht gespürt habe. Ich habe mir ständig nur gewünscht, dass Liv und jede andere Frau von Jonah verschont bleibt. Vom Stil her fand ich das Buch in Ordnung. Es ist sehr umgangssprachlich geschrieben und einige Phrasen wurden mir zu oft wiederholt, aber ich kam schnell und flüssig durch das Buch durch.

Insgesamt bin ich leider sehr enttäuscht darüber, wie Jonahs Charakter modelliert wurde. Anfangs hatte ich Hoffnungen, dass Liv ihm den Spiegel vorhält und er sich vielleicht zum Besseren ändert. Zwar gibt sie ihm in einer Szene auch Kontra, wofür ich sie sehr bejubelt habe, allerdings bleibt es bei einer Szene und natürlich verändert diese auch nicht Jonahs Denkweisen. Das gesamte Buch war mir in mehreren Hinsichten zu problematisch und erhält daher leider auch keine Leseempfehlung von mir.
Profile Image for Natalie Hosang.
1,460 reviews21 followers
July 24, 2020
Rezension „Für eine Nacht sind wir unendlich: Roman“ von Lea Coplin



Meinung

Mit „Für eine Nacht sind wir unendlich“ traf ich auf meine erste Begegnung der Autorin Lea Coplin. Und sie war: unglaublich, unbeschreiblich, intensiv, traurig, schmerzvoll, atemberaubend schön, freudig, einnehmend, laut, leise. Diese Naturgewalt fegte über mich hinweg und riss alles mit sich. Es gab kein halten und kein Entrinnen. Ich spüre noch immer den Nachhall, der aus den Tiefen der Hölle zu kommen scheint und allumfassend auf mich wirkt.

Lea Coplin und ich haben einiges gemein. Angefangen bei ihrem einzigartige Humor, gewürzt mit einer Prise Ironie und Sarkasmus, hin über zu ihrem vielseitigen, facettenreichen Schatz an Emotionen, bis zu Thematiken mit denen ich mich selbst identifiziere und leider, ob es die guten oder schlechten sind, bestens auskenne. Dieses Gefühl, wenn dir jemand aus der Seele zu sprechen scheint, kann kein Wort der Welt beschreiben. Lea Coplin tat es und es verband mich mit ihr auf eine Weise, die mein Herz berührte und meine Gedanken beherrscht.

Als ich in diese Geschichte eintauchte, vermochte ich noch nicht zu begreifen, wie unglaublich intensiv und vielschichtig sie sein sollte. Ein Festival in Glastonbury, zwei junge Menschen, gezeichnet durch ihre Vergangenheit, und eine Liebe, die seinesgleichen sucht. Ich wurde von ihren Worten mitgerissen, mal ganz sanft wie der Wind, mal stark wie die stürmische See und staunte ob ihrer Tiefe und Echtheit.

Lea Coplin schreibt über das wahre Leben, über seine Höhen und Tiefen, über das was sonst im verborgenen und hinter vorgehaltener Hand besprochen wird, über Ängste und Zweifel, über Selbstfindung und die Werte eines Charakters, sie schreibt über so vieles, dass ihr Ideenreichtum unerschöpflich scheint. Dazu erschafft die Figuren, menschlich, natürlich, authentisch, und haucht ihnen Leben ein, gibt ihnen Ecken und Kanten.

Jonah und Liv, zwei Persönlichkeiten die unterschiedlicher nicht sein könnten, dennoch verbunden durch etwas das tiefer geht, als wir uns vorstellen können. Der Mond und die Sonne. Zwei Schicksale. Ein wir. Jeder wird sich in den beiden auf die ein oder andere Art wiederkennen und das macht diese beiden zu wahren Buch Helden. Denn ihr Mut, ihre Tapferkeit, ihre Stärke, hier kann man sich eine Scheibe von abschneiden. Beeindruckend, tiefgreifend.

Ich verfiel Lea Coplin auf Gedeih und Verderb, hatte keine andere Möglichkeit als jede Zeile zu inhalieren, sie waren meine Droge. Dabei kam noch hinzu, dass ich aus dem Staunen nicht mehr rauskam, denn das Festival, welches beide besuchten, glänzte vor Vielfältigkeit. Ich hatte noch nie ein solches buntes Farbenmeer gesehen und immer stärker war der Drang, auch dort zu sein, bis er sogar übermächtig wurde. Ein Schauplatz der mir den Atem raubte und mich hinfort trug, einzig zu dem Zweck, ihn zu leben.

Bilder surrten durch meinen Kopf von unglaublicher Intensität. Gezeichnet von märchenhaftem und Wahrheit zugleich. Ich fühlte mich frei und lebendig, vergaß alles um mich herum, ja sogar zu atmen. Diese Bilder fluteten mich wie Wasser ein sinkendes Schiff, nur ertrank ich nicht, ich lebte. Wer diese Geschichte liest wird wissen wovon ich rede. Lea Coplin fegte über meine Gedanken und Gefühle hinweg wie ein Mähdrescher.

Für eine Nacht sind wir unendlich gab mir alles, zerriss mein Herz und meine Seele, nur um sie dann in Millionen kleiner Teilchen auf den Boden zu werfen. Und doch fühlte ich Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Magie. Jene die keine Worte bedarf, jene die gewaltig ist, jene die dich schaudern lässt, jene die dir vor Augen führt, wie besonders und einzigartig das Leben sein kann und wie zerbrechlich, denn nichts wiegt stärker als Worte und Taten.

Ich wollte nicht das dieses Buch endet. Ich wollte Jonah und Liv nicht verlassen. Ich schrie, bettelte um mehr, Tränen auf den Wangen, voller Verzweiflung und Leere, und doch erfüllt. Dieses Buch, es ist eine Meister Komposition, eine Sinfonie des Herzen, ein Musical, eine literarische Schönheit, ein Meer aus Farben und Nuancen, ein Sturm, eine Naturgewalt.


Fazit

Lea Coplin gestaltet mit „Für eine Nacht sind wir unendlich“ ein Werk voller Farben und Magie. Eine Komposition aus Emotionen, ein Gedicht aus Worten. Lea Coplin nimmt uns auf eine Reise des Lebens mit. Gezeichnet von Höhen und Tiefen. Dieses Buch ist so unbeschreiblich schön, tiefgründig und herzzerreißend, dass es die Seele streichelt.

Wer dieses Werk noch nicht gelesen hat, verpasst eine literarische Größe, einen Meilenstein.


Bewertung ❤️💜💛🤍🤎 5/5
Profile Image for FranziReads.
110 reviews1 follower
December 21, 2020
Konzerte, Musik, Feuerwerk, Menschen. Das Glastonbury Festival in England zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher an. So auch Liv und Jonah. Sie lernen sich am letzten Tag des Festivals kennen und sofort funkt es zwischen ihnen. Doch sie haben nur eine Nacht, bevor sie sich wieder trennen müssen und jeder seinen eigenen Weg geht.

Die Idee zum Buch fand ich fantastisch. Ich bin selbst fast zehn Jahre lang auf Festivals gegangen und habe da einiges erlebt. Das hat mir geholfen, die Atmosphäre mitzuerleben und mir vorstellen zu können, was Liv und Jonah gerade tun.

Das komplette Buch spielt innerhalb von etwa 30 Stunden. Da ist es ja klar, dass ich es innerhalb eines Tages verschlingen musste. Ich konnte es wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil von Lea Coplin hat mir unheimlich gut gefallen. Es war literarisch absolut nicht meisterhaft, aber es war etwas erfrischend anderes.

Die Kapitel wechseln sich jeweils mit der Perspektive von Liv und Jonah ab, sodass wir Einblicke in die Gedanken von beiden Hauptcharakteren bekommen. Nur mit ihren Gedanken und den Dialogen erfahren wir alles über die beiden Figuren, was wir wissen müssen. Alle beide haben eine dunkle Vergangenheit, und die Autorin schafft es, diese innerhalb einer Nacht authentisch und charmant aufzudecken.

Liv und Jonah haben sich sofort in mein Herz geschlichen. Obwohl sie so verschieden sind, passen sie wunderbar zusammen. Sie bringen Seiten an dem jeweils anderen zum Vorschein, die ihnen wahrscheinlich selbst noch unbekannt waren. Ich mochte es, dass Jonah zuerst der verschlossene, geheimnisvolle Typ war, der nach und nach auftaut und sich dann als sympathischer, tiefgründiger und verständnisvoller Junge entpuppt. Auch Liv wird gezwungen, sich zu öffnen und ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Nach diversen Rückschlägen innerhalb der Nacht schafft sie es, ihr Leben zu akzeptieren und nach vorn zu blicken.

Beide Hauptfiguren haben einzigartige Eigenschaften, die während der Geschichte immer wieder zum Vorschein kommen. In ihrem Verhalten und in dem, was sie sagen, kann man immer wieder ihre Eigenheiten erkennen. Das hat mir unglaublich gut gefallen, weil man so etwas wirklich selten lesen kann. Auch die Konflikte, die die beiden miteinander und mit sich selbst austragen müssen, fand ich authentisch. Mit Liv konnte ich mich gut identifizieren. Es hat viel Spaß gemacht, Liv und Jonah zu begleiten, während sie sich aneinander annähern. Großes Kompliment an Lea Coplin für dieses Talent!

Die Geschichte braucht nicht viele Nebencharaktere. Sowohl Liv als auch Jonah haben Bezugspersonen, die am Rande ihrer Story auftauchen und sowohl unterstützen als auch Probleme machen. Diese Nebenfiguren lernen wir nicht näher kennen, aber ihre Auftritte reichen vollkommen aus, um die Geschichte der Hauptfiguren voran zu treiben.

Das Cover ist wunderschön gestaltet, ansprechend und auffällig. Mir haben es vordergründig die Farben angetan, und ich habe die beiden Gesichter hinter der Schrift erst gar nicht wahrgenommen. Als ich das dann entdeckt hatte, hat es mir nochmal mehr gefallen. Im Einband des Buches gibt es eine Playlist, die sich teilweise auch in der Geschichte wiederfindet, wenn Liv und Jonah auf den Konzerten sind. Auch dieses kleine Detail hat mir wirklich gut gefallen.

Insgesamt war ich von "Für eine Nacht sind wir unendlich" restlos begeistert. Tolles Cover, passender Titel, super Idee, einzigartige Figuren und kreative Umsetzung. Lea Coplin hat so viel Gefühl in 30 Stunden gepackt, dass es mich wirklich mitgerissen hat. Dieses Buch ist nur zu empfehlen!
Profile Image for Judy.
28 reviews2 followers
August 19, 2020
Cover:

Das Titelbild des Buches gefällt mir von den Farben sehr gut. Es repräsentiert für mich mit dem Rosa und Blau eine junge und wilde Liebe. Das Mädchen und der Junge, welche in Gras liegen kann man nur für mich schwer erkennen. Ich persönliche hatte sie erst recht spät wahrgenommen.


Inhalt:

In „Für einer Nacht sind wir unendlich“ treffen Jonah und Liv auf einen riesigen Festival aufeinander. Auf einer Veranstaltung mit Abertausenden Besuchern laufen sie sich nicht nur einmal über den Weg, doch schon der erste Augenkontakt reicht aus, dass beide Wissen es ist irgendwie Schicksal. Die Beiden verbringen schließlich den ganzen Tag und eine ganze Nacht miteinander und erzählen sich langsam ihre schlimmsten Ängste und größten Geheimnisse. Keiner von beiden denkt, dass diese beiden sich nach Ende des Festivals wiedersehen würden und doch fühlen Sie, dass der jeweils andere etwas wirklich Besonderes ist. Jemand der ihr ganze Schicksal verändern könnte.



Kritik:

Ich muss zugeben, dass ich schwer in diesen Buch rein gefunden habe, wobei ich nicht mal wirklich sagen kann woran es lag. Vielleicht war es - das sich vor sich hin plätschern - der Geschichte, womit ich gar nicht sagen will, dass es langweilig war. Es ist nur nicht viel passiert und ich muss zugeben, dass habe ich erwartet. Unsere Protagonisten befinden sich auf einen Festival und es hat mich so unglaublich an meine eigene Jugend erinnert und Festivals sind so, sie plätschern so vor sich hin. Man geht zu Konzerten, liegt auf Wiesen herum, schläft und quatscht mit Freunden. Man trinkt Alkohol, tanzt und lernt fremde Leute kennen, die durchaus auch so sein können wie der Typ, welchen Liv an den Toiletten getroffen hat. Und so wie auch unsere Protagonisten es bemerkt haben: Essen ist eine wirklich wichtige Sache auf Festivals. Ich erinnere mich genau, dass ich durch die ganzen verschiedenen Essenstände, welche ihre tollen Gerüche aussendeten, ständig hunger hatte. Und sind wir mal ehrlich man kann auf einen Festival manchmal auch einfach aus Langweile essen. Gerade die Vormittage, welche sich ziehen können, bis die Bands beginnen zu spielen, können eine echte Geduldsprobe sein.

Die Protagonisten fand ich sympathisch vor allem im letzteren Teil des Buches, als man alle Geheimnisse der beiden kennt und sie offen und ehrlich miteinander umgehen.

Ganz besonders an diesem Buch hat mir die ausführliche Beschreibung des Festivals gefallen. Frau Coplin hat mich direkt mit nach England genommen und mitten auf den Campingplatz eines Festival abgesetzt und ich erinnerte mich als wäre es gestern gewesen, als ich mein erstes Musikfestival besuchte. Ich konnte fast die Luft, welche getränkt von Essengerüchen und Rauch war, riechen. Ich konnte den Bass im Herzen fühlen und die Leichtigkeit welche einen auf Festivals befällt. Eine Leichtigkeit, welche einen nicht an Morgen denken lässt. Ich konnte mich an meine so junge Liebe zu meinen heutigen Ehemann erinnern und wie er mich immer versucht hat vor so vielen Dingen zu beschützen.

Fazit:

Frau Caplin hat mit „Für eine Nacht sind wir unendlich“ ein wirklich tolles Buch geschrieben, welches den Leser auf ein tolles Festivalerlebnis mitnimmt. Für mich war es ein sehr schönes und überraschenderweise auch emotionales Buch, welches mich an meine Jugend und großen Liebe erinnern lies. Von mir gibt es vier von fünf Sterne
Profile Image for Corinna Ziesmer.
17 reviews
February 28, 2021
Gestaltung
„Für eine Nacht sind wir unendlich“, ist mein erstes Werk der Autorin Lea Coplin. Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farben erinnern mich an diese typischen Festival Farbe. Die beiden Gesichter auf dem Cover sind mir erst gar nicht aufgefallen, machen aber das Besondere aus.

Kurze einleitende Zusammenfassung
In dieser Geschichte geht es um die 18 Jährige Liv und den 20 Jährigen Jonah, die sich auf dem Glastonbury Festival in England begegnen. Liv ist eigentlich nur auf dem Festival, um ihrer Tante mit ihrem Foodtruck zu helfen. Und Jonah? Er ist dort, weil er von seinen Freunden überredet wurde mitzukommen. Genervt von seine Ex Freundin Annika sucht er Abwechslung und stößt dabei auf Liv, von der er direkt fasziniert ist. Für einen Abend/eine Nacht gehören Liv und Jonah zusammen, vertrauen sich ihre Geheimnisse an und spüren eine besondere Verbundenheit. Sie vergessen für diesen Moment, dass sie danach wieder in unterschiedliche Teile Deutschlands zurück müssen.

Eigene Meinung zu Geschichte, Aufbau, Schreibstil & Figuren
Die Idee hinter der Geschichte fand ich toll und hat mich an ein anderes Buch erinnert, welches mir sehr gut gefallen hat (Nayra und Jo: Der Beat einer Liebe von Anke Weber). Der Gedanke sich auf einem Festival jemanden kennenzulernen und nicht zu wissen, wo genau die Reise hingeht, fand ich interessant. Ich denke schon, dass man jemanden in der kurzen Zeit „kennenlernen“ kann, wenn man die Zeit richtig nutzt. Kommen wir zuerst zu Liv. Ich habe sie direkt in mein Herz geschlossen Liv. Die Schüchterne Liv mit dem mangelnden Selbstbewusstsein und der gebrochenen Seele. Am liebsten hätte ich Liv während der Geschichte in den Arm genommen. Kommen wir nun zu Jonah. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Irgendwie tat er mir leid, vom Vater vernachlässigt und der Schwester gequält. Auf der anderen Seite fand ich ihn unsympathisch.

Gut gefallen, haben mir, die verschiedenen ernsthaften Themen, wie zum Beispiel Gewalt in der Familie und Mobbing. Dies zeigt, dass nicht immer nur alles Party und locker leicht ist. Das Buch zählt zu den Jugendromanen und hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Kapitel sind abwechselnd aus Jonah’s und Liv’s Sicht geschrieben. Der Schreibstil war flüssig und man kam sehr gut in die Geschichte rein. Meiner Meinung nach hätte man aber mehr aus dem ganzen machen können. Es fehlte mir leider etwas an Tiefgründigkeit und dem Besonderen zwischen den Beiden. Ich hätte diese Verbindung zwischen den Beiden gerne etwas greifbarer gehabt.

Fazit
Dieses Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite lässt es einen mitfiebern und mithoffen. Man möchte gar nicht, dass diese Nacht und damit dieses Buch endet und man wünscht sich so sehr ein Happy End. Auf der anderen Seite hat man an dem etwas einfachen Schreibstil die Altersempfehlung von 14 Jahren gemerkt, da es mir etwas an dem besonderen gefehlt hat.
Profile Image for Elisa.
466 reviews10 followers
August 14, 2020
Cover/Gestaltung:
Die Farbenwahl aus Blau und Pink des Coverdesigns ist ganz hübsch anzusehen, aber nicht so mein Fall. Jedoch zählen ja die inneren Werte eines Buches. 💙😊 Der Klappentext sowie der Titel hat mich neugierig auf die Geschichte der beiden gemacht und deswegen bin ich sehr erfreut es gelesen zu haben. 😁
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Schreibstil:
Mein erstes Buch der Autorin und ich muss gestehen, dass ich überrascht bin.
Die Seiten fliegen nur so dahin. Humorvoll und zerbrechlich sowie lieblich und keck.
Lea's Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.
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Zum Buch:
Beim Glastonbury Festival, einem Open-Air- Konzert in England, kreuzen sich die Wege von Liv und Jonah. Zwischen tausenden feiernden Menschen, Musik, Lebensfreude, Essen und dem gewissen Konzertflair befinden sich die Hauptprotagonisten aus dieser bezaubernden Liebesgeschichte.
Jonah ist mit seinen Freunden plus deren Freundinnen und seiner Ex angereist um am Konzert teilzunehmen. Jedoch ist er nicht sonderlich begeistert, dass seine Ex immer noch an ihm hängt wie eine Klette, da will man(-n) nur die Flucht ergreifen.
Bei Liv schaut es auch nicht so rosig aus in Sachen Liebe und Beziehungen. Mit ihrem Freund bzw. Nicht-mehr-Freund Laurent hatte sie eine etwas seltsame Auseinandersetzung, die dann zur Beziehungspause der beiden geführt hat.
Liv ist nicht aufgrund des Festivals hier, sondern unterstützt ihre Tante im Food-Truck, da der Freund ihrer etwas durchgeknallten, aber sympathischen Aunt einen gebrochenen Fuß hat.
Und dann kam Jonah. (Sorry, dieser Satz passt da einfach zu gut. 😂😂 )
Die beiden verbringen den letzten Festivaltag gemeinsam. Und spüren eine gewaltige Verbundenheit, Zuneigung und Geborgenheit. Beide öffnen sich, erzählen Dinge, die eigentlich verborgen bleiben sollten uvm.
Kann man mit einer Nacht sein Leben ändern oder formulieren wir es mal so was wird aus den beiden werden?
Vergeht der Zauber oder bleibt dieser bestehen?
Charaktere:
Liv ist ein absoluter Blickfang, ganz auf ihre eigenen Art und Weise. Sie strahlt, ist hilfsbereit, ein wenig durchgeknallt (aber wer ist das nicht, die Portion macht es ja aus) und gegenüber Fremden sehr misstrauisch und das legt sich bei Jonah. 😜
Jonah ist für meinen Geschmack witzig, aber auch charmant, zum Knuddeln und ein ganz lieber. Natürlich kann man auch anders, wer ist das nicht.
Und deshalb gefallen mir beide Charaktere sehr. Sie wurden detailliert sowie emotional behandelt. 😊
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Fazit:
"Für eine Nacht sind wir unendlich" erzählt eine süße Liebesgeschichte zwischen Liv und Jonah, die sich auf einem Festival kennen und lieben lernen. 💙
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🌟 4/5 Sternen
Profile Image for annasbookplanet.
264 reviews7 followers
August 19, 2020
Klappentext
Als Jonah und Liv bei einem Festival in England aufeinandertreffen, könnte das, was sie wollen, nicht unterschiedlicher sein. Doch dann beginnt es zu knistern. Und obwohl Liv von vornherein klarstellt, dass nichts laufen wird zwischen ihnen, und obwohl Jonah sich einredet, dass das ganz in seinem Sinne ist, kommen sich die beiden immer näher. Nur wird Jonah am nächsten Tag mit seinen Freunden zurück nach Deutschland fahren. Ihm und Liv bleibt nur diese eine Nacht, um herauszufinden, was da zwischen ihnen ist. Doch wie nah kann man sich kommen, wenn am nächsten Morgen alles vorbei ist?

Meine Meinung
Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut. Besonders die intensiven Farben haben es mir angetan. Zudem finde ich es toll, dass man die Personen nicht im Vordergrund stehen und man sie erst auf den zweiten Blick genauer betrachtet.

Die Hauptcharaktere des Buches sind Jonah und Liv. Jonah ist ein verschlossener und geheimnisvoller Mensch. So düster er zunächst auch scheint, schnell merkt man, dass er auch eine sehr verletzliche Seite an sich hat. Liv ist auf den ersten Blick eine fröhliche, aber auch unsichere junge Frau. Im Verlauf des Buches merkt man welch geringes Selbstwertgefühl sie hat und das sie sowohl körperliche als auch seelische Narben mit sich trägt. Jonah und Liv sind sehr authentische Charaktere, die ich gerne mochte und als gut durchdacht empfunden habe.

Der Schreibstil von Lea Coplin hat mir gut gefallen. Die Kapitellänge ist sehr angenehm und sorgt für regelmäßige Sichtwechsel. Durch diese lernt man die Protagonisten sehr gut kennen und erhält einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt. Zudem kann man dadurch wirklich gut mitfühlen. Die Geschichte um Jonah und Liv ist sehr humorvoll und gefühlvoll geschrieben, besitzt aber auch eine gewisse Tiefgründigkeit. Leider haben mich sehr lange Sätze und Schachtelsätze teilweise etwas gedanklich abdriften lassen. Zudem habe ich das offene Ende als etwas qualvoll empfunden, auch wenn ich weiß, dass das Ende so eigentlich perfekt ist für die Geschichte von Jonah und Liv. Lea Coplin ist es aber sehr gelungen das Festivalfeeling zu vermitteln. Ich war noch nie in meinem Leben auf einem Festival und doch hatte ich beim Lesen des Buches das Gefühl zu wissen, wie es sein muss auf einem zu sein. Ich habe mich teilweise wie mitten im Getümmel gefühlt, was einfach toll ist!

Fazit
„Für eine Nacht sind wir unendlich“ ist ein humorvolles, gefühlvolles und tiefgründiges Buch mit Festivalfeeling, das mit seinen liebenswerten Charakteren und einer besonderen Geschichte überzeugt. Tolles Buch!
Profile Image for ivy.booksbaum.
146 reviews
Read
August 8, 2020
Jonah und Liv kennen sich nicht. Sie treffen sich zufällig auf einem Festival in London und verbringen Zeit miteinander. Sie haben nur ein paar Stunden zusammen, in denen sie sich näherkommen als jemals jemand anderem zuvor. Sie wissen von Beginn an, dass ihre Zeit nur begrenzt sein wird, daher geben sie Dinge preis, die sonst niemand weiß. Aber was ist, wenn diese Zeit am Ende doch nicht reicht?

Ich liebe dieses Buch und zwar wirklich alles daran! Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, aber sehr angenehm zu lesen, ich bin wirklich über die Seiten geflogen. Jeder einzelne Satz hat sich für mich so echt angefühlt, als wäre das ganze nicht einfach nur eine Geschichte. Noch dazu beinhaltet das Buch genau die richtige Menge an Humor, Kitsch und Drama.

Was ich sehr faszinierend finde ist, dass die ganze Story des Buches nur von ein paar Stunden handelt. Aber diese Stunden sind unglaublich intensiv und haben sich wie schon gesagt sehr echt angefühlt. Die Chemie und Spannung zwischen Jonah und Liv habe ich am eigenen Leib gespürt, ich hatte so oft Schmetterlinge im Bauch und musste einfach fast durchgängig Lächeln. Es wurde zu keiner Sekunde Langweilig, da die beiden immer wieder etwas Neues von sich selbst, dem anderen oder dem Festival erfahren, gesehen oder erlebt haben.

Die beiden ergänzen sich wirklich perfekt. Sie holen ohne es zu wissen das beste aus dem jeweils anderen heraus. Durch Jonah schafft es Liv einen Grundstein aufzubauen, um Selbstbewusstsein aufzubauen. Durch Liv schafft Jonah über Dinge zu sprechen, die nicht mal sein bester Freund weiß. Die beiden können es sich selbst nicht erklären, aber sie gehören einfach zusammen. Klingt kitschig ich weiß, aber so hat es sich selbst beim Lesen einfach angefühlt. :-D

Die beiden haben mich nicht einmal nach dem Beenden des Buches losgelassen. Eigentlich fällt es mir nie schwer direkt in eine neue Geschichte einzutauchen, aber hier ging es einfach nicht. Das Gefühl beim Lesen, eine Art Glück und dieses Kribbeln im Bauch lassen mich selbst jetzt noch nicht ganz los. Die beiden werden mir noch sehr lange im Gedächtnis bleiben.

Also lest dieses Buch. Lasst euch hoffentlich genauso von dem Festival und vor allem von Jonah und Liv verzaubern wie sie es bei mir geschafft haben. Ich liebe dieses Buch und kann es euch wirklich nur wärmstens empfehlen. :-)
Profile Image for bookishlifelines.
206 reviews3 followers
February 25, 2021

Stell dir vor, du lernst einen Menschen kennen, mit dem du einen Tag und eine Nacht verbringen würdest, dann trennen sich eure Wege wieder. Würdest auch du ihm all deine Geheimnisse anvertrauen?

Handlung:
Liv und Jonah lernen sich in England auf einem Festival am letzten Festivaltag kennen. Liv’s Tante sorgt dafür, dass sie diesen letzten Tag und die letzte Nacht gemeinsam verbringen und sich dabei so ziemlich jedes ihrer Geheimnisse anvertrauen, mit dem Wissen den anderen danach nie wieder zu sehen, denn beide kommen zwar aus Deutschland wohnen jedoch über 500km auseinander. Doch das Schicksal hat manchmal andere Pläne.

Eigene Meinung:
Lea Coplin ist ein wundervolles Buch gelungen, dass sich einfach lesen lässt. Die Kapitel sind schön kurz und jeweils aus der Sichtweise von Liv oder Jonah geschrieben, was ich besonders gerne mag.
Man fühlt sich zu keiner Zeit gelangweilt, wenn man darüber nachdenkt, dass in diesen Seiten lediglich knapp 24 Stunden beschrieben sind. Die Erlebnisse und Unternehmungen, die Liv und Jonah in dieser Zeit machen sind einfach toll.
Mir haben die beiden Charaktere sehr gut gefallen. Für ein bisschen angespannte Stimmung sorgt Jonah’s Ex-Freundin Annika, welche ebenfalls beim Festival dabei ist, was das ganze noch zusätzlich ein wenig aufleben lässt.
Die Nebencharaktere sind überwiegend Jonah’s Freunde mit denen er eigentlich beim Festival ist, diese sind jedoch immer nur mal kurz im Fokus der Geschichte, was jedoch auch vollkommen in Ordnung ist.
Für mich ein rundum harmonisches Buch mit absolutem Wohlfühlcharakter.
Einziger Kritikpunkt und aber auch keine wirkliche Kritik ist für mich das offene Ende, ich hätte gerne noch erfahren wie es mit Liv und Jonah weiter geht, das bleibt jedoch offen, so dass ich ein wenig auf eine Fortsetzung der Geschichte der beiden hoffe, was mich sehr freuen würde.
Das Cover ist schlicht und doch auffallend gestaltet. Die Farben Pink und Blau harmonieren dabei hervorragend gemeinsam. Ein wenig leuchten sie, so dass es einen an wirklich leuchtende Lampen auf einem Festival erinnert. Beim genaueren Hinsehen fallen einem zwei Menschen auf, welche im Gras liegen, die würde man lediglich beim nur mal schnell hin- und wieder wegschauen jedoch nicht so gut erkennen, was ich persönlich sehr schön finde.
654 reviews6 followers
September 14, 2020
Meine Meinung:

Cover:

Ein wunderschönes Cover und ein absolut passender Titel. Auch der Klappentext ist gut formuliert und macht neugierig auf das, was die beiden Protas in so kurzer Zeit gemeinsam erleben.

Schreibstil:

Die Geschichte liest sich absolut flüssig. Man erlebt das Geschehen wie auf der eigenen Haut, besonders die Gespräche der beiden gehen viel tiefer als ich mir es vorgestellt hätte. Die beiden sind jung, für sie ist die Liebe ein Thema, mit dem noch nicht allzu große Erfahrungen gesammelt wurden, die eignen Gefühle haben shcon viel durchgemacht in der Vergangenheit und doch ist vor allem Liv eine mega tolle junge Frau bereits, sie ist echt süß, leicht tollpatschig und durch ihre Art sich selbst nicht perfekt zu finden schüchtern und amüsant, aber wenn sie über Liebe oder andere Themen spricht, weiß sie genau, was sie sagt.

Charaktere/
Story:

Zum Inhalt werde ich nichts weiter verraten, der Klappentext berichtet genug und auch ich hab ja schon ein bisschen was erzählt. Ihr werdet auf jeden Fall gut unterhalten und euch fühlen, als seid ihr Liv und erlebt das beste Festival eures Lebens, eine unglaubliche Verbundenheit zu einem Jungen, den ihr gerade erst kennen gelernt hat und eine Nacht, die so viel verändert...

Fazit:

Aktuell ist alles anders, Festivals finden nicht statt, Großveranstaltungen abgesagt, Weihnachtsmärkte ebenso und doch hat es die Autorin geschafft, mich mitzunehmen, mit auf ein großartiges Festival, aber noch viel mehr mit hinein in die Geschichte zweier junger Menschen, die zur gleichen Zeit, am gleichen Ort sich zufällig begegnen und innerhalb nur einer Nacht weit mehr erleben, als andere.. nicht im Sinne von Ereignissen, sondern tiefer gehender, Gefühle, Emotionen, Gespräche und Momente, die das Herz erwärmen, die uns nachdenken lassen, die zeigen, welche  Bedeutungen doch gewisse Sachen haben, die zeigen wie wertvoll auch die unscheinbaren  Momente und Begegnungen sind und wie sehr man die Zeit genießen sollte.

Von ganzem Herzen volle Herzen für dieses schöne Jugendbuch ♥♥♥♥♥

Vielen Dank an den Dtv Verlag  für das bereitgestellte Exemplar, dies beeinflusst meine ehrliche Meinung jedoch in keinster Weise.
Profile Image for Xlisax1409.
328 reviews
July 28, 2020
Eine besondere Nacht

Für eine Nacht sind wir unendlich von Lea Coplin, 304 Seiten, erschienen am 24. Juli 2020, im dtv Verlag.

Um was es geht:

Liv und Jonah lernen sich per Zufall auf dem Glastonbary Festival in England kennen. Liv ist auf dem Festival, um ihrer Tante mit ihrem Foodtruck zu helfen und Jonah ist dort, weil er von seinen Freunden überredet wurde mitzukommen. Und wie durchs Schicksal begegnen sich die beiden dann.

Die Umsetzung:

Das Cover ist sehr schön, nur hätten meiner Meinung nach die Gesichter nicht unbedingt sein müssen, aber es ist trotzdem ein Hingucker. Lea Coplins Schreibstil gefällt mir sehr gut, es ist flüssig, locker und sehr bildlich geschrieben, so das bei mir das Festival Feeling sehr gut rüber kam. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Liv und Jonah erzählt, was ich sehr gut fand, da ich so die Sicht von beiden gut nachvollziehen konnte.
Die Handlung des Buches spielte zwar nur in zwei Tagen, oder besser gesagt in einer Nacht, allerdings kam es mir beim lesen viel länger vor. Ich fand die Gespräche zwischen Liv und Jonah, echt toll, oder wie sie sich ihrem gegenüber geöffnet haben und sich immer näher kamen.
Die 18-Jährige Liv hat kein besonders großes Selbstbewusstsein und kann auch nicht verstehen, wie sich jemand wie Jonah für sich interessieren sollte. Jonah hingegen ist sehr selbstbewusst und grundsätzlich eher das Gegenteil von Liv. Dadurch das sie so verschieden sind, passen sie meiner Meinung auch sehr gut zusammen und obwohl Jonah und Liv den jeweils anderen nicht so nah an sich heranlassen wollten, passiert genau das Gegenteil.

Mein Fazit:

Eine wunderschöne und authentische Geschichte mit tollen Protagonisten, die zeigt, dass auch nur eine Nacht reicht, um sich zu verlieben. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und gebe ihm deshalb auch 5/5 Sterne.
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September 17, 2021
" [...] beziehungsweise wie nah dürfen meine Lippen ihren Ohr kommen, ohne dass sie merkt, dass sie merkt, dass ich sie am liebsten küssen würde, so wie sie das vorhin bei mir getan hat. "-S. 154 Jonah

Ein Erlebnis mit feeling und gewaltigen knistern.
Liv ist etwas schüchtern und brabbelt vor sich hin wenn sie nervös ist. Sie ist sehr liebevoll aber auch verunsichert. Immer gutherzig, süß und mutig.
Jonah ist zwar selbstbewusst aber gezeichnet. Er kann fürsorglich sein wenn er es möchte und doch hat er seine eigene Art und stellt sich selbst oft genug in Frage.
Mehr Infos gebe ich euch über die beiden nicht aus einem einfachen Grund. In einer einzigen Nacht lernen die beiden sich selbst und einander kennen wie noch nie zuvor. Sie entwickeln sich und sind vermutlich das aller erste Mal zu 100% ehrlich zu sich selbst, Stück für Stück.
Beide haben ihr Päckchen und obwohl beides gut thematisiert ist, stand es nicht im Vordergrund anders als die Gefühle und die beiden als junge Menschen selbst, was mir besonders gut gefallen hat.
Der Schreibstil hat es mir möglich gemacht quasi durch das Buch zu fliegen während ich diese zarte und wirklich süße wie sehr Funken sprühende Verbindung beginnt zu wachsen.
Es war süß, für mich emotional und trotzdem leicht und wunderschön.
Auch das Ende hat mich berührt einfach aus dem Grund weil es real ist, Naja zumindest zum Großteil. Ein bisschen träumen dürfen wir ja.
Es ist eine etwas andere Geschichte. Eine Nacht, zwei junge Menschen und ein wohl echt cooles Festival das die beiden zusammengeführt hat.
Dabei spielen Personen wie Livs Tante oder Jonahs bester Freund doch eine tragende Rolle.
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June 23, 2021
Klappentext: Als Jonah und Liv bei einem Festival in England aufeinandertreffen, könnte das, was sie wollen, nicht unterschiedlicher sein. Doch dann beginnt es zu knistern. Und obwohl Liv von vornherein klarstellt, dass nichts laufen wird zwischen ihnen, und obwohl Jonah sich einredet, dass das ganz in seinem Sinne ist, kommen sich die beiden immer näher. Nur wird Jonah am nächsten Tag mit seinen Freunden zurück nach Deutschland fahren. Ihm und Liv bleibt nur diese eine Nacht, um herauszufinden, was da zwischen ihnen ist. Doch wie nah kann man sich kommen, wenn am nächsten Morgen alles vorbei ist?

Cover: Das Cover finde ich wirklich schön gemacht und finde es auch sehr passend zu der Storyline.

Schreibstil: Der Schreibstil ist einfach und man fliegt durch die Seiten, leider konnte mich die Protagonisten nicht wirklich berühren oder überzeugen wie ich es mir gewünscht hätte.
Jonah ist in meinen Augen ein typischer Badboy und ich konnte mich nicht mit ihm anfreunden obwohl ich das Festival Feeling sehr gemocht habe .
Mit Liv hatte ich meine Schwierigkeiten und hab auch viele Dinge nicht so nachempfinden können. 
Aber ich kann es empfehlen der etwas mit Festival Feeling haben will, weil ich immer das Gefühl da zu sein.

Meinung: Für mich ist das Buch gut für zwischendurch. Tolles Seeting und Schreibstil, aber die Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen.

Bewertung: 3,5 /5


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July 26, 2020
Dieses Buch ist mein erstes von der Autorin Lea Coplin und ihr ist mit „Für eine Nacht sind wir unendlich“ ein schönes Buch für Teenager gelungen. Das Cover ist passend zur Geschichte gewählt, denn man sieht darauf die Protagonisten und es hat etwas Magisches an sich, weil es in bunten Farben gehalten ist.

In dieser Geschichte treffen Liv und Jonah auf einem Festival in England für einen Abend/eine Nacht aufeinander. Beide wissen, dass sie danach wieder in unterschiedlichen Teilen von Deutschland ihr Leben leben und sie sich wahrscheinlich nie wieder sehen werden. Trotzdem haben die beiden diese Rechnung ohne ihre Gefühle gemacht…

Der Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen und man kann sich das Festival gut vorstellen. Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht von Jonah und Liv geschrieben, sodass man sich leicht in ihre Gedanken und Handlungen hineinversetzen kann. In dem Buch werden viele wichtige Themen wie die inneren Werte, die Verarbeitung der ersten Liebe, Selbstfindung und anderes angesprochen. Viele Jugendliche können sich sicher gut mit vielen genannten Unsicherheiten und Problemen identifizieren und daran sehen, dass jeder Mensch sein Päckchen im Leben zu tragen hat.

Auch wenn mir das Buch an sich gut gefallen hat, war es mir insgesamt etwas zu vorhersehbar und ich bin wahrscheinlich schon etwas zu alt für die Zielgruppe. Ich würde die Geschichte aber gerade Jugendlichen ans Herz legen, die mit sich selbst zu kämpfen haben und daraus einige positive Weisheiten für ihr eigenes Leben mitnehmen können.
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