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Ministry of Souls #1

Das Schattentor

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London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministerium für endgültige Angelegenheiten dafür, die Seelen Verstorbener in die Zwischenwelt zu befördern. Jack hat seine Probezeit dort fast vollendet, als er zu seinem ersten Außeneinsatz muss. Doch als er von seinem eigenen Schatten angegriffen wird, tut er etwas höchst Verbotenes: Er befördert eine Lebende ― die arabische Prinzessin Naima ― in die Zwischenwelt. Und bevor er sie zurückholen kann, schließt sich das Tor!

352 pages, Paperback

First published September 30, 2020

8 people are currently reading
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About the author

Akram El-Bahay

26 books36 followers
Akram El-Bahay, geboren 1976, hat seine Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf gemacht: Er arbeitet als Journalist und Autor. Als Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter ist er mit Einflüssen aus zwei Kulturkreisen aufgewachsen. Dies spiegelt sich auch in seinen Romanen wider: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an den "Herrn der Ringe" wie an orientalische Märchen erinnern. Mit seinem ersten Roman "Flammenwüste" war er für mehrere Preise nominiert, er gewann den Seraph Literaturpreis als bestes Fantasy-Debüt des Jahres.

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Akram El-Bahay, born 1976, has made his passion, writing, his profession: he works as a journalist and author. As the child of an Egyptian father and a German mother, he grew up with influences from two cultures. This is also reflected in his novels: classic fantasy stories about dragons and magic that are as much reminiscent of the "Lord of the Rings" as they are of oriental fairy tales. He was nominated for several prizes with his first novel "Flammenwüste", winning the Seraph Literature Prize for best fantasy debut of the year.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

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Community Reviews

5 stars
28 (14%)
4 stars
72 (38%)
3 stars
65 (34%)
2 stars
16 (8%)
1 star
6 (3%)
Displaying 1 - 30 of 43 reviews
Profile Image for Susanne Krajan.
1,251 reviews9 followers
November 24, 2020
Ich war ziemlich neugierig auf das Buch und gespannt, ob es mir gefallen würde. Bei Akram El -Bahay hab ich schon so meine Schwierigkeiten gehabt. Dieses Mal allerdings, kam ich gut mit der Story zurecht.

Wir betreten eine absolut interessante Welt, die der Autor hier geschaffen hat. Mit London zu Zeiten der industriellen Revolution, ist hier ein tolles und passendes Setting entstanden.
Wir lernen Jack kennen, welcher sich in der Ausbildung zum Soulman befindet. Angestellt ist er beim Ministry of Souls, welches dafür sorgt, dass die Seelen der Verstorbenen auf die andere Seite kommen. Jack wartet schon eine Weile auf seine Beförderung und diese scheint greifbar, als er den Auftrag erhascht, die Seele von Verstorbenen im Buckingham Palace einzutüten. Was nach einem einfachen Auftrag klingt, geht allerdings gehörig schief, als ihn ein Schattenwesen vor Ort angreift und sich herausstellt, dass noch eines der Opfer lebt. Um sie zu retten bringt der Soulman sie in die Scahttenwelt. Das Problem ist nur, dass die junge Frau dort nicht sein darf. Zumindest nicht, so lange sie noch lebt.

Ich hab etwas gebraucht um mich mit der Story anzufreunden, obwohl der Einstieg ziemlich gelungen und witzig war. Ich glaube, dass es eher an Jack lag, was sich dann aber recht schnell gegeben hat. Wir brauchten etwas Warmlaufzeit. Er ist auf jeden Fall intelligent und scheut sich nicht davor, sich auch Gefahren zu stellen.

Die Storyidee war echt interessant und ich hatte wirklich Spaß dem Handlungsverlauf zu folgen und die erdachte Welt hier zu entdecken. Man muss sich allerdings schon auf die Handlung konzentrieren, da es sonst passieren kann, dass man den Faden verliert. Einfach auch aufgrund der plötzlich auftauchenden wichtigen Fakten. Da hätte ich mir manchmal etwas mehr Zeit zur Aufnahme gewünscht.

Fazit

Im Großen und Ganzen ein interessanter und faszinierender Auftakt an der man allerdings dran bleiben muss, um den Faden nicht zu verlieren. Die Umsetzung hat mir gut gefallen und es hat, bis auf ein paar Kleinigkeiten, wirklich Spaß gemacht in die Welt der Soulman einzutauchen. Ich bin gespannt wie es weitergeht und vergebe 4 Sterne. Für alle Unsicheren Räte ich zur Leseprobe
Profile Image for ms_melonys.
252 reviews20 followers
October 13, 2021
Die Liebesstory war unglaubwürdig und ging mir zu schnell.
Profile Image for Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee.
326 reviews15 followers
October 13, 2020
Inhalt:

Jack ist ein Soulman, ein Mitarbeiter des Ministerium für endgültige Angelegenheiten. Dieses ist ein interessanter Arbeitgeber, bei dem er zur Ausbildung angeheuert hat. Erst der Abschluss dieser Ausbildung qualifiziert dafür, die Seelen der Verstorbenen in die Zwischenwelt zu geleiten. Bis dahin muss sich Jack mit kleineren Hilfsarbeiten und Botengängen bescheiden.

Bald erhält Jack jedoch eine erste Chance, sich zu beweisen. Er versucht alles, um den Geist von Agatha, einer ziemlich eigenwilligen alten Dame, die in einem Haus voller Katzen gelebt hat, endlich einzufangen. Auch wenn Agatha offiziell als leichte Prüfungsaufgabe gesehen wird, so scheitert Jack immer wieder an dieser Herausforderung.

Das Schicksal fügt es jedoch für den jungen Soulman. Eines Tages ereignet sich ein großer Unfall am Bahnhof. Eine Dampflokomotive ist ungebremst in eine Gruppe Arbeiter gerast. Alle Mitarbeiter des Ministeriums sind im Einsatz. Nur Jack muss als Auszubildender im Ministerium die Stellung halten. Als dort eine Eilbotschaft eintrifft, ist guter Rat teuer. Jack ist der Last Man Standing.

Kurzerhand packt dieser seine Sachen und macht sich in den Buckingham Palace auf. Denn dort gab es einen Mord. Acht Leichen und entsprechend viele Geister. The Queen will not be amused, wenn nicht ein Soulman dorthin kommen und „aufräumen“ würde.

Als Jack am Tatort angelangt, ist schnelles Handeln gefragt, denn der Mörder scheint noch vor Ort. Es handelt sich um eine gefährliche Kreatur mit menschlichen Zügen. Jack rettet, was zu retten ist und begeht dabei einen großen Fehler: Er bricht eines der wichtigsten Gesetze der Soulman und transportiert versehentlich eine lebende Person „auf die andere Seite“.

Natürlich versucht er das zu vertuschen und erzählt seinem Chef nichts von dem Missgeschick. Er wird befördert. Doch die Vergangenheit holt ihn ein. Jack muss seinen Fauxpas ausbügeln, denn ansonsten droht die Zwischenwelt auseinanderzubrechen. Nicht zu vergessen, dass draußen immer noch ein Mörder frei herumläuft und ganz nebenbei gilt es auch noch, eine eigenwillige Prinzessin zu retten.



Meinung:

Bei „Ministry of Souls – Das Schattentor“ handelt es sich um einen Reihenauftakt. Die Geschichte spielt in London im Jahre 1850. Als Leser begleiten wir den jungen und noch recht unerfahrenen Soulman Jack durch ein fantastisches Abenteuer.

Jack gerät eher unfreiwillig von einer schrägen Situation in die nächste. Eigentlich hat er genug mit seiner Prüfungsaufgabe zu tun, die alte Agatha einzufangen, die noch gar keine Lust hat, den Weg in die Zwischenwelt anzutreten. Doch ein Zufall will es, dass er in den Buckingham Palace gerufen wird. Eine spontan getroffene Entscheidung verhilft ihm zwar zu einer Beförderung, doch hat Jack in der Folge auch einige Probleme am Hacken.

Denn bei den Leichen, die er dort vorfindet, handelt es sich nicht um irgendwen, sondern um Staatsgäste der Königin. Darunter befindet sich auch eine Prinzessin, die sich zwar nicht der besten Gesundheit erfreut, aber auch nicht so tot ist, wie sie es hätte sein müssen, um den Weg auf die andere Seite anzutreten.

Jack muss den Fehler möglichst diskret ausbügeln und dafür sorgen, dass der Schaden nicht bekannt (oder zumindest nicht allzu groß) wird. Doch das ist nicht so einfach, denn die Zwischenwelt ist komplex. Wer nicht aufpasst, kann hier schnell verlorengehen. Als Hilfsmittel kann der junge Soulman nur auf seinen Verstand (nicht immer die schärfste Waffe), einen Kompass, der ihn davor bewahren soll auf der anderen Seite verloren zu gehen (hier hat Jack leider bei der Erläuterung der Funktionen ein wenig geträumt), eine Uhr, die ihm helfen soll, die ihm zur Verfügung stehende Zeit von einer Stunde in der Zwischenwelt auf keinen Fall zu überschreiten und einen Archivar (der irgendwie doch recht chaotisch daherkommt) zurückgreifen.

Jack schafft neue Probleme, statt alte zu lösen und lässt sich auf eine Geisterbeschwörung ein. Ergebnis ist ein teuflischer Pakt. Gemeinsam mit seinem Freund Oz, der neunmalklug das Geschehen kommentiert, stürzt sich der Soulman ins Abenteuer. Hier gelingt es Akram El-Bahay wunderbare Momente einzufangen. Humorvoll akzentuiert, mit einem leichten Augenzwinkern, führt das Duo den Leser durch die Seiten.

Akram El-Bahay weiß zu unterhalten. Das hat er schon in vorherigen Werken bewiesen. So kommt an keiner Stelle der Geschichte Langeweile auf.



Fazit:

Ein gelungener Reihenauftakt weckt immer auch Erwartungen: Die weiteren Teile sollen das Niveau nicht nur halten, sondern nach Möglichkeit noch steigern. Mit „Ministry of Souls – Das Schattentor“ legt Akram El-Bahay die Latte für seine Nachfolger enorm hoch.

Da gibt es diesen vermeintlich "schwachen", ja chaotischen, Helden. Eine emanzipierte Prinzessin, die einer Fantasy-Parodie entsprungen sein könnte und viele weitere kreative Ideen, die allesamt dem Prinzip "never follow the crowd" zu folgen scheinen, und, soweit ich dies beurteilen kann, absolut neu sind. Akram El-Bahay hat Lust am Spaßigen, und diese Lust überträgt sich auf die Leser.

Perfekt daher für düstere und kalten Herbstlesetage.



Buchzitate:

Das Licht der Gaslaternen floss wie zerlaufene Milch in den Nebel, während Jack mit schnellen Schritten über die Brücke ging, die Ledertasche mit den Phiolen unter den Arm geklemmt.
Profile Image for black-eyes-black.
263 reviews8 followers
October 22, 2020
Mit „Ministry of Souls – Das Schattentor“ hat der Autor Akram El- Bahay ein Fantasy- Buch geschrieben, in dem Geister und auch das Leben nach dem Tod eine wesentliche Rolle spielen. „Das Schattentor“ ist ein Reihenauftakt, in welcher Jack, Oz und Prinzessin Naima im Mittelpunkt stehen.

Klappentext:
London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministerium für endgültige Angelegenheiten dafür, die Seelen Verstorbener auf die andere Seite zu befördern. Der angehende Soulman Jack will sich endlich im Außeneinsatz beweisen. Sein erster Auftrag führt ihn ausgerechnet auf das Gelände des Buckingham Palace. Dort wurde eine arabische Gesandtschaft ermordet. Jack soll den Tatort von ihren Geistern befreien — und entdeckt, dass Naima, die Tochter des Emirs, noch lebt. Als er ihr helfen will, wird er von einem schattenartigen Biest angegriffen. Um Naima zu schützen, befördert Jack sie in die Zwischenwelt! Und bricht damit eine der wichtigsten Regeln der Soulmen.

Ich habe aus der Feder von Akram El- Bahay schon einige Bücher gelesen. Ich kenne sowohl einige seiner Kinder- und Jugendbücher, aber besonders seine „Flammenwüste“- Reihe kann ich wärmstens empfehlen. Da ich seine Bücher bisher durchweg gelungen fand und jedes mich auf seine Art begeistern konnte, waren meine Erwartungen an dieses Buch sehr hoch und auch die Leseprobe war sehr vielversprechend.
Wie ich es bereits aus seinen vorherigen Büchern gewohnt war, war auch dieses Mal der Schreibstil wieder ein Genuss. Dieser ist locker, leicht und sehr bildhaft. Gekonnt wird eine Atmosphäre aufgebaut und als Leser fühlt man sich in das London im Jahre 1850 versetzt – man hat das Gefühl, mit den Kutschen durch London zu fahren oder auch beim Bau des Bahnhofes dabei zu sein. Ein wundervolles Setting wird erzeugt. El- Bahay schafft es, dass mir Bilder im Kopf entstanden sind und ich wirklich das Gefühl hatte, mitten in London zu sein und zusammen mit den Charakteren ein spannendes Abenteuer zu bestreiten. Die Gestaltung der Zwischenwelt und auch die Prinzipien dieser Geisterwelt konnten mich überzeugen. Hier zeigt El- Bahay welches Talent er hat. Auf magische Weise hat er eine komplexe und atmosphärische Welt geschaffen, die ihre eigenen Richtlinien hat. Auf vielseitige Weise wird Spannung erzeugt. Ich habe quasi an den Seiten geklebt und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es mit Jack, Oz und Naima weitergeht. Auch wird hier auf unnötige Längen verzichtet. Es gibt knappe Kapitel und auch die Sichtweise der Prinzessin wird beleuchtet, sodass nochmal zusätzliche Spannung erzeugt, auch kann man dadurch auch ihre Sichtweise und Denkweise besser verstehen.
In diesem Reihenauftakt lernt man die Protagonisten besser kennen. Jack ist ein angehender Soulman und man merkt, wie viel es ihm bedeutet, endlich nicht mehr ein Soulman in Ausbildung zu sein. Er hat in seinem Leben schon einiges erleben müssen, hatte nicht immer ein leichtes Leben und kennt auch die Schattenseiten von London. Oftmals hat er einen cleveren Spruch auf den Lippen. Doch leider ist er teilweise etwas hilf- und auch kopflos. Ohne Hilfe von anderen wäre er total aufgeschmissen in der Geschichte gewissen und leider verlässt er sich auch – meiner Meinung nach – viel zu oft auf diese. Er überlässt es einfach anderen und vertraut darauf, dass diese die Situation meistern. Sein weiblicher Gegenpart ist die orientalische Prinzessin Naima. Sie und Jack lernen sich kennen, weil auf ihre Familie ein Mordanschlag im Buckingham Palace verübt wurde, welcher sehr mysteriös ist. Sie wirkte auf mich teilweise noch ein wenig unausgereift. Naima rebelliert gegen ihre Prinzessinnen- Rolle, sie möchte nicht nur als reiche Schönheit angesehen werden, stattdessen interessiert sie sich für Selbstverteidigung und auch so eine starke und selbstbewusste Frau. Dennoch hat sie eher kleinere Passagen, sodass ich mir von ihr kein richtiges Bild machen konnte. Was mir persönlich etwas missfallen hat, ist die Beziehung zwischen Jack und Naima. Ihre Entwicklung zueinander ging mir besonders am Ende der Geschichte etwas zu schnell. Die beiden haben nur kurze Auftritte miteinander und dennoch haben sie eine tiefe Beziehung zueinander. Mein persönlicher Liebling ist Oz. Am Anfang war meine Einstellung zu ihm eher skeptisch, er ist ein etwas überheblicher Nerd, der sich am Anfang ganz schön überschätzt, wobei er hierfür schnell die Quittung bekommt. Aber er hat sich im Verlauf der Story echt zum positiven entwickelt. Er ist humorvoll und clever und dabei hat er immer einen tollen Spruch auf den Lippen. Mit Freude habe ich seine Weiterentwicklung mit verfolgt und besonders sein Charakter hat dieses Buch zu etwas besonderem für mich gemacht. Aber es gibt auch noch weitere Nebencharaktere, die dieses Buch bereichert haben – hier möchte ich Agatha und auch Terry positiv erwähnen.
Der Cliffhanger schafft es dann nochmal, diesem Buch die Krönung aufzusetzen. Zu gerne würde man sofort weiterlesen und erfahren, wie es mit Jack, Naima und Oz weitergeht. Aber jetzt heißt es erstmal warten und hoffen, dass für die Protagonisten alles gut ausgeht.

Insgesamt konnte mich der Autor Akram El- Bahay mit seinem neuen Fantasy- Buch „Ministry of Souls – Das Schattentor“ wieder begeistern. Seine magischen Elemente, wie die Geister, die Soulman oder auch die Zwischenwelt fand ich sehr gelungen. Aber leider konnte mich der Protagonist Jack nicht ganz von sich überzeugen. Dafür fand ich seinen Mitspieler Oz umso gelungener. Dafür möchte ich 4 Sterne vergeben und bin schon auf die Weiterführung der Geschichte gespannt.
Profile Image for faanielibri.
837 reviews63 followers
December 17, 2021
Starker und humorvoller Start, doch der weitere Verlauf der Geschichte konnte mich nicht mehr so überzeugen. 3,5 *
Profile Image for Moni2506.
396 reviews
October 10, 2020
„Ministry of Souls - Das Schattentor“ ist der erste Teil einer Dilogie von Akram El-Bahay, in der es um die Zwischenwelt, einem Reich der Toten, geht und die durch gewisse Ereignisse in Gefahr gerät. Erschienen ist der Roman Ende September 2020 im Lübbe-Verlag.

London, 1850: Es ist ein ungewöhnlicher Tag als der angehende Soulman Jack Smith auf seinen ersten Außeneinsatz geschickt wird. Als Soulman arbeiter er für das Ministerium für endgültige Angelegenheiten und ist dafür verantwortlich die Seelen der Toten in die Zwischenwelt zu bringen. Er wird in den Buckingham Palace geschickt, wo eine Delegation aus einem weit entfernten orientalischen Reich ermordet wurde. Doch eine der Personen lebt noch. Als sich Jack um die Prinzessin kümmern will, wird er von einem Schatten angegriffen. Der einzige Weg sie zu retten, besteht im Brechen eine der wichtigsten Regeln der Soulman und so bringt er die Prinzessin in die Zwischenwelt. Als er sie kurz darauf wieder zurückholen will, ist die Pforte bereits verschlossen und Jack steht vor einem großen Problem.

Ich gebe zu, ich war etwas skeptisch, denn London als Schauplatz fand ich ungewöhnlich für den Autor und auch das Cover deutete für mich auf eine ganz andere Art von Fantasy-Geschichte hin als ich es sonst vom Autor gewohnt bin. Meine Ängste waren allerdings unbegründet und spätestens beim Lesen der Leseprobe war ich schon verliebt in diese Geschichte. Akram El-Bahay verbindet die Dilogie geschickt mit einer anderen seiner Reihen, denn dieses Buch stammt aus der Bibliothek der ungeschriebenen Bücher.
Der Schreibstil zieht einen sofort in die Geschichte hinein. Die Stimmung und die Zeit des Ortes sind gut eingefangen. Man kann sich alles sehr gut vorstellen. Es ist gleichzeitig sehr fantasievoll, aber noch so nah an der Realität dran, dass es fast schon wieder realistisch erscheint und der Autor ist seiner Linie treu geblieben und vermischt wieder einmal unterschiedliche Kulturen auf wunderbare Weise miteinander.
Ich war begeistert von den Ideen, die hier eingeflossen sind. Einige Motive erkennt man aus seinen vorherigen Romanen wieder, diesmal wurden allerdings auch bekannte Aberglauben mit in die Geschichte eingebaut. Es geht im Besonderen um die Zwischenwelt, in der die Seelen der Toten vor ihrer Reise ins Jenseits gebracht werden und um Katzen, denen einiges in Bezug auf den Tod nachgesagt wird. Verbunden wird dies mit sagenhaften Gestalten aus 1001 Nacht und Legenden rund um einen persischen Gelehrten und seine Bücher.
Eingewoben ist das alles in eine äußerst spannende Geschichte, die relativ ruhig startet, einem aber zum Ende hin kaum Luft zum Atmen lässt. Aufgelockert wird das Ganze mit Humor. Ich mochte die teilweise sehr trockenen humoristischen Einlagen und habe mich köstlich amüsiert. Mit dem Tod geht es hier an sich, um ein sehr ernstes Thema, aber der Autor hat es geschafft, dies in ein neues Licht zu rücken. Mir gefiel die Vorstellung von der Zwischenwelt und dem Tod als Fortsetzung des Lebens.
Mit den Personen im Buch habe ich mitgefiebert. Jack, der angehende Soulman, ging mir bisweilen manchmal etwas mit seiner Art auf die Nerven. Man merkt dennoch schnell, dass er das Herz am rechten Fleck hat und nicht auf den Kopf gefallen ist, auch wenn er sich manchmal etwas begriffsstutzig gibt. Seine Wehrhaftigkeit und der unbedingt Wille die Prinzessin zu retten, hat mir sehr imponiert.
Die Prinzessin ist natürlich keine gewöhnliche Prinzessin. Sie lässt sich von den Motiven ihres Vaters leiten,ist äußerst intelligent und kann kämpfen, wenn es sein muss.
Mein heimlicher Held dieser Geschichte ist allerdings der Archivar Oz. Er kommt erst sehr unscheinbar daher, als Nerd, der in seinen Büchern lebt, aber ich verspreche euch, von ihm könnt ihr einiges erwarten und auch der Geist Agathas ist mir sehr ans Herz gewachsen. Die Dame möchte nicht wirklich von der echten Welt Abschied nehmen und ist manchmal echt schlagfertig.
Die Liebesgeschichte in diesem Buch ist mein einziger Kritikpunkt. Sie wirkte auf mich klischeehaft und es ging mir deutlich zu schnell. Vielleicht gibt es hier im zweiten Band nochmal eine Erklärung, warum sich gerade diese beiden Personen ineinander verlieben, aber der Funke in dieser Hinsicht ist bei mir nicht übergesprungen.
Das Ende dieses ersten Teiles ist gelungen. Das Buch endet in gewisser Weise mitten in der Geschichte, der Handlungsbogen des ersten Teils wurde allerdings zu einem guten Ende geführt und in Teil zwei kann man dann mit frischen Kräften starten. Ich bin gespannt, welche Geheimnisse die Zwischenwelt noch so zu bieten hat.

Fazit: Ein toller Start in eine neue Reihe, in der es um den Tod und das Danach geht. Auch wenn die Aufmachung etwas irreführend ist, so hat Akram El-Bahay wieder einmal bewiesen, dass er Einflüsse aus unterschiedlichen Kulturen wunderbar miteinander verweben kann. Empfehlenswert für alle, die spannende und fantasievolle Geschichten mit einer gehörigen Portion Humor mögen.
Profile Image for Denise Richter.
130 reviews1 follower
October 8, 2020
Ein rasanter Ritt zwischen zwei Buchdeckeln. Anders kann ich es nicht beschreiben. Selbst die Hauptfigur, die anfangs Recht unsympathisch wirkte, wurde mit der Zeit sehr zugänglich.
Profile Image for Winniehex.
1,234 reviews8 followers
November 24, 2020
London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministerium für endgültige Angelegenheiten dafür, die Seelen Verstorbener auf die andere Seite zu befördern. Der angehende Soulman Jack will sich endlich im Außeneinsatz beweisen. Sein erster Auftrag führt ihn ausgerechnet auf das Gelände des Buckingham Palace. Dort wurde eine arabische Gesandtschaft ermordet. Jack soll den Tatort von ihren Geistern befreien ― und entdeckt, dass Naima, die Tochter des Emirs, noch lebt. Als er ihr helfen will, wird er von einem schattenartigen Biest angegriffen. Um Naima zu schützen, befördert Jack sie in die Zwischenwelt! Und bricht damit eine der wichtigsten Regeln der Soulmen. (Klappentext)

Ich dachte erst das ist ein typischer britischer Krimi wie man Sie meist kennt in und um die Umgebung von Whitechapel. Aber hier geht es auch um die Anderswelt und Zwischenwelt der Toten und Seelen. Der Soulman Jack ist ganz frisch dabei, seine Aufgabe ist es die Geister der Verstorbenen aufzuspüren und in die Zwischenwelt zu befördern. Aber das ist manchmal leichter gesagt als getan. Dann passiert das unfassbare im Buckingham Palace kommt es zu Morden, dass überfordert die Soulmens, auch Jack soll hin und mit helfen. Dabei wird er auf einmal von unbekannten Schattenwesen angegriffen und rettet Naima die noch lebende Prinzessin in die Zwischenwelt. Nachdem sich alles beruhigt hat, zerfällt aber die eigentliche Parallelwelt…hat das was mit der Prinzessin zu tun?

Mir gefiel die Geschichte wirklich gut, es war mal was anderes und ich war auch erstaunt über die Mischung. Deswegen gibt es hierfür 5 von 5 Sternen.
Profile Image for Calipa.
371 reviews1 follower
January 8, 2025
Eigene Meinung
Ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wie ich auf das Buch aufmerksam wurde. Aber was ich weiß ist, das ich eine Leseprobe hatte, in der ich das erste Kapitel sehr stark gefeiert hatte. Aber leider, war es nicht überall so stark wie ich es mir erhoffte…

In “Das Schattentor” lese ich aus der Erzählperspektive von Jack, einem Soulman. Endlich hat er seinen ersten eigenen Auftrag und kann sich beweisen und zeigen, dass er mehr als nur kleinere Dienste verrichten kann. Auch wenn verschiedenen Szenerien gut detailliert und vorstellbar umgesetzt und beschrieben sind, bleiben die Charaktere recht Oberflächlich. Egal ob es sich dabei um den Protagonisten Jack oder später auch Prinzessin Naima handelt. Autor El- Bahay löst viele spannende Szenen aus, die er dann mit zwar recht witzigen, teils aber auch für mich unpassenden Sprüchen und Dialogen, irgendwie wieder zunichtemacht. Ab und an fehlte mir dafür ein wenig die Ernsthaftigkeit, auch wenn ich den Nebencharakter Oz, sehr ins Herz geschlossen habe.

Die Geschichte rund um Jack und seinen Einsatz im Buckingham Palace ist interessant und witzig erzählt. Teilweise driftet es in eine angenehme, düstere und fast schon gruslige Stimmung ab, was der Geschichte aber nur zugutekommt. Leider empfand ich den Mittelteil als etwas langatmig und wirkte etwas zu sehr in die Länge gezogen. Auch wenn natürlich die Aspekte dieser “Verlängerung” teilweise plausibel waren, fühlte es sich nach etwas zu viel Pause an. Zum Ende hin, nimmt die Geschichte dann wieder an Fahrt auf und ich als Leser werde durch einige Kämpfe und Verfolgungen, wieder abgeholt.

Protagonist Jack und später auch Naima, sind gut gewählte, wenn auch noch nicht, gut ausgereifte Protagonisten. Immer wieder kommt es zu kleinen Gedanken von Jack, die ich als Leser miterleben kann, auch wenn er sonst finde ich, recht unnahbar wirkt. Etwas tiefgehender ist es bei der Prinzessin Naima, aus dessen Erzählperspektive ich auch irgendwann immer mal kurze Kapitel lesen darf. Nebencharakter Oz hat mir bei weitem am besten Gefallen und fand ich tatsächlich auch irgendwie greifbarer als die Protagonisten selbst.



Mein abschließendes Fazit
Autor Akram El- Bahay, hat mit England des 19. Jahrhunderts eine schöne und für seine Geschichte passende, Szenerie gewählt. Auch wenn hier viel Witz einfließt und gerade spannende oder vielleicht auch etwas gruslige Szenen abdämmt, hat es mich nach den ersten Kapiteln ein bisschen verloren. Das Gefühl nicht gut voranzukommen in dem Buch und eher ein weniger auf der Stelle zu verbleiben, hat mich etwas frustriert. Zum Ende hin, konnte die Geschichte mich wieder packen und mitreißen, auch wenn ich mir wirklich hier und da ein klein wenig mehr Ernsthaftigkeit gewünscht hätte. Die Charaktere sind passend gewählt und erschaffen, auch wenn ihnen meiner Meinung nach etwas an Tiefe fehlt. Die Geschichte rund um das Ministry of Souls hätte für mich noch stärker in den Fokus gerückt werden können. Es hat mich beschäftigt, ich wurde bespaßt, auch wenn ich gerne tiefer getaucht wäre in die Geschichte rund um Jack, Oz und Prinzessin Naima.

Wenn du weitere Rezensionen von mir lesen möchtest, besuche mich gern auf meinem Blog :)
www.calipa.de
226 reviews
November 22, 2020
London, 1850. Jack ist erst seit kurzem Mitarbeiter des streng geheimen Ministeriums für endgültige Angelegenheiten, dem Ministry of Souls. Als sogenannter Soulman ist es sein Job, die Seelen Verstorbener auf die andere Seite, in die Zwischenwelt, zu begleiten.

Als eines Abends ein Notfall aus dem Buckingham Palace gemeldet wird, ist Jack der einzige, der verfügbar ist. Vor Ort findet er eine ausländische Gesandschaft ermordet vor. Während er sich auf die Suche nach ihren Geistern begibt, entdeckt er, dass eines der vermeintlichen Opfer, die Tochter des Emirs, noch lebt. Doch als er ihr zur Hilfe kommen will, wird Jack von einem dunklen Schatten angegriffen. Um die Prinzessin zu beschützen, bringt Jack sie kurzerhand lebend in die Zwischenwelt und bricht damit nicht nur eine der wichtigsten Regeln der Soulmen, sondern tritt gleichzeitig eine Reihe von Ereignissen los, die nicht nur sein Leben bedrohen...

Meine Meinung:

"Das Schattentor" ist der erste Ministry of Souls Band. Ich kannte vorher noch kein Buch des Autors, aber die Idee des Buches hat mich auf Anhieb fasziniert und neugierig gemacht. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Mit seinen bildhaften Beschreibungen und mit wieviel Witz und Humor schafft eine stimmungsvolle und gleichzeitig mystische Atmosphäre. Gekonnt verknüpft er die reale Welt des Londons im Jahre 1850 mit einem mysteriösen Ministerium, Geistererscheinungen und einem Hauch von 1001 Nacht.

Soulman Jack ist ein sehr sympathischer und authentischer Protagonist. Er ist nicht so arrogant wie die anderen Soulmen, sondern ein bodenständiger, gutherziger Typ. Leider hat er einen Hang dazu, sich selbst in Gefahr zu bringen. Zum Glück hat er den Archivar Oz an seiner Seite, der Jack bei der Rettung der Prinzessin tatkräftig unterstützt und ihm im Laufe der Zeit mehr als einmal das Leben rettet. Es hat viel Spaß gemacht, die beiden bei ihrem Abenteuer voller Höhen und Tiefen zu begleiten - nicht zuletzt aufgrund ihrer Sprüche und sakastischen Bemerkungen, die mich beim Lesen mehrfach grinsen lassen und bestens unterhalten haben!

Aber auch die anderen Charaktere - insbesondere die eigensinnige, aber sehr charmante Katzenliebhaberin Agatha - haben mir sehr gut gefallen. Ich hoffe sehr, dass sie auch im zweiten Teil wieder mit von der Partie ist.

Die Handlung ist spannungsgeladen, actionreich und hält einige überraschende Wendungen für den Leser bereit. Zwischenzeitlich war es mir - insbesondere als es um die Geisterbeschwörungen geht - beinahe etwas zu wirr. Trotzdem konnte mich das Buch durchgängig fesseln und unterhalten. Und das Ende bietet auf jeden Fall die Möglichkeit für eine spannende Fortsetzung, auf die ich jetzt schon vorbei bin. Denn das Abenteuer von Jack und Oz ist noch lange nicht vorbei...

Fazit:

Spannender und actionreicher erster Teil mit charmanten, unterhaltsamen Charakteren und einem gemeinen Cliffhanger am Ende. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung!
Profile Image for M.andthebooks.
819 reviews
October 9, 2020
Rezension: (kann Spoiler enthalten)

Ein Dankeschön an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Idee:
Ich fand, dass das Buch eigentlich ganz interessant klang mit den Soulmen, die die Geister von Toten in die Zwischenwelt begleiten, weil man relativ selten Bücher mit Geistern liest und Akram El-Bahay mir bereits mit seiner "Paramythia"-Reihe bewiesen hat, dass er ein Händchen für außergewöhnliche Fantasyideen hat. Vor allem hat er es meiner Meinung nach bisher immer geschafft, seine Geschichten so zu schreiben, dass sie spannend und voller Gefühl waren, ohne dass eine große Romanze eingebaut war, wie sie mittlerweile in diesem Genre sehr häufig vorhanden ist.

Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors hat zwar etwas Phantastisches und passt für mich zu seinen Geschichten, aber trotzdem wirkte er in diesem Buch etwas zäh auf mich, weshalb es mir manchmal etwas schwer viel mich auf die Geschichte vollends zu konzentrieren.

Spannung:
Die Geschichte erreicht immer wieder Punkte, an denen Jack zu einer neuen Erkenntnis oder in einen neuen Kampf kam, was alles auf den Kopf stellte und dazu führte, dass wieder Spannung aufgebaut wurde, die mich leider aber nicht in diesem Ausmaß überzeugen konnte, dass ich jetzt vollkommen gefesselt wäre. Das lag wohl einfach daran, dass mich der Spannungseffekt in Kombination mit dem Schreibstil des Autors nicht hundertprozentig erreichen konnte.

Logik:
Der Roman war sehr schlüssig gestaltet, weil Akram El-Bahay seine Geschichte sehr genau durchdacht hat und so bei jedem neuen Detail auch eine passende Erklärung geliefert werden kann. Das finde ich eigentlich ganz schön, weil man sich selbst dann keine unerklärlichen Fragen muss, auf die es keine sinnvolle Antwort gibt.

Charaktertiefe:
Man kann sich die Charaktere eigentlich sehr gut vorstellen, weil der Autor den Leser sehr gut einführt, deshalb versteht man mit der Zeit auch durch die Handlungen der Figuren deren Charakter besser.

Fazit:
Eine schöne, originelle Fantasygeschichte, die aber etwas zäh wird, da der Schreibstil nicht ganz so leicht von der Hand geht.

4 Sterne
Profile Image for Lizzy Curse.
303 reviews10 followers
December 18, 2021
Das Schattentor von Akram El-Bahay

Der Kompass und die Uhr sind die wichtigsten Ausrüstungsgegenständen der Soulman. In der Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Sterben eine gut organisierte Angelegenheit. Jack - Soulman in Ausbildung - wird zu einem Mord in den Buckingham Palace gerufen, bei dem es garantiert unruhige Seelen gibt, denen Jack in die Zwischenwelt helfen muss. Doch Prinzessin Naima lebt noch - trotzdem gelangt sie versehentlich in die Zwischenwelt - und das ist gar nicht gut.

Mit „Das Schattentor“ halten wir den ersten Band der Ministry of Souls Reihe in der Hand von Akram El-Bahay. Akram schafft es, Teile des orientalischen Flairs ins industrielle bürokratische London zu transferieren. Die Mixtur aus orientalischen Mythen und den Pubs und Ministerien des Great Empire ist richtig gut gelungen. Ich mag Jacks Welt richtig gern.

Wir reisen mit Jack, dem Protagonist, mehrere Male in die Zwischenwelt - der Welt zwischen Dies- und Jenseits, und diese Welt ist wunderbar vielfältig und Abenteuerreich. Es macht Spaß die verschiedenen Welten zu erkunden. Jack hat gelernt, dass er keine festen Beziehungen eingehen sollte. Trotzdem verliebt er sich auf den ersten Blick in Prinzessin Naima. So cool es auch ist, ihn auf der Suche nach der Prinzessin zu begleiten, die Schwärmereien, die ihm durch den Kopf gehen, muss man mögen. Ich hätte ihn hin und wieder ausschimpfen können.

Mein Liebling ist Oz - der Archivar im Ministry of Souls steckt mich mit seiner Begeisterung an und bringt mich mit seinen sarkastischen Einwürfen zum Grinsen. Ganz viel Oz-Liebe! Außerdem steckt in ihm ein schlauer Geist, den ich auf den ersten Seiten nicht erwartet hätte.

Akram hat ein Händchen für Action-Szenen. Jack macht einige brenzlige Situationen durch und die sind alle temporeich und stimmig. Das facht die Spannung natürlich im Buch an und diese Szenen bringen mir auch die Figuren näher. Selten für mich, aber nach einer solch brenzligen Szene sind mir Jack, Naima und Oz näher ans Herz gewachsen.

Im letzten Drittel gewinnt das Buch nochmal gewaltig an Fahrt und Dynamik. Akram zaubert uns geniale Bilder in den Kopf - mit Spannung und Witz. Fazit? Ein tolles Buch mit leichten Schwächen in der Mitte. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Charaktere im zweiten Teil entwickeln.
Profile Image for Maria.
6 reviews1 follower
June 13, 2022
Humorvolle Fantasy im Londoner Stil trifft auf arabische Wüstenmärchen.

Insgesamt hat mich die Dilogie sehr gut unterhalten, auch wenn mir einiges an mancher Stelle zu leicht von der Hand ging und zu schnelllebig war. Im Vergleich zu den anderen Werken des Autors wirkte die Geschichte etwas schwächer als gewohnt. Und trotzdem sind die beiden Bücher auf jeden Fall lesenswert, denn sie sind gefüllt mit vielen schönen Fantasyelementen und einer guten Portion Humor.

Übrigens kann ich euch hierzu auf jeden Fall auch die Hörbücher empfehlen, die von Thomas Schmuckert mal wieder grandios gelesen werden.
Profile Image for Buecherblubb.
40 reviews
October 19, 2020
Ministry of Souls – Das Schattentor ist bereits das vierte Buch, welches ich von Akram El-Bahay gelesen habe. Zuvor habe ich schon die Bibliotheks-Trilogie verschlungen und finde es wichtig, das gleich zu Beginn zu erwähnen, da ich ganz automatisch auch immer Vergleiche zwischen den beiden Reihen gezogen habe. Deswegen gleich mal mein Fazit vorweg: Die Bibliotheks-Bücher konnten mich mehr überzeugen und für sich einnehmen als der erste Band von Ministry of Souls. Allerdings war dieser nichtsdestotrotz gut und die Geschichte hat vor allem großes Potenzial im Folgeband noch besser zu werden.

In Das Schattentor befinden wir uns im London von 1850 – eine sehr interessante Zeit für solch eine Geschichte. Einer unserer Protagonisten – Jack – ist angehender Soulman. Die Tatsache, dass er schon mitten in seiner Ausbildung ist, diese aber noch nicht abgeschlossen hat, war meiner Meinung nach ein sehr geschickt gewählter Einstiegspunkt in die Geschichte. Dadurch gab es kein Infodumping, um die Kenntnisse des Protagonisten schnell aufzuholen. Gleichzeitig musste man immer genau aufpassen, wenn es darum ging hinter die Aufgaben eines Soulman zu kommen, wobei man auch zeitgleich mit Jack dazugelernt hat. Allerdings darf man sich keine typische Schulausbildung oder ähnliches Vorstellen, bei der man ihn begleitet. Das Buch folgt vor allem dem Prinzip learning-by-doing, welches meiner Meinung nach mal mehr und mal weniger angebracht ist. Die Arbeiter des Ministeriums für endgültige Angelegenheiten helfen den Seelen der Verstorbenen in die Zwischenwelt zu gelangen, was vor der Bevölkerung geheim gehalten wird. Das Konzept des Ministeriums und dessen Aufgaben fand ich wirklich interessant, auch weil ich nicht wirklich in dem Geister-Thema bei Büchern drin bin und mich dementsprechend nicht damit auskenne, welche Ideen es sonst so auf dem Markt gibt bezüglich dessen, was mit den Seelen Verstorbener passiert. Als im Buckingham Palace tote arabische Gesandte gefunden werden, gerät Jack unverhofft an seinen ersten richtigen Auftrag als Soulman – und löst (unbeabsichtigt) ein Chaos in der Zwischenwelt aus, dessen volles Ausmaß uns erst im Laufe des Buches bewusst wird. Es heißt für ihn nun also dieses Chaos zu beseitigen, was mit einer Rettungsaktion, vielen Besuchen in der Zwischenwelt, neuen Freundschaften und noch mehr Chaos einhergeht. Die Grundhandlung verspricht also sehr viel Spannung und Abenteuer. Einhalten kann sie das zwar auch, aber letztendlich fehlen mir an der ein oder anderen Ecke doch ein paar Sachen.

Wie gesagt, die Handlung an sich ist wirklich interessant. Allerdings kamen für mich die Hinter- und Beweggründe – sowohl vom Ministerium und dem aktuellen „Zwischenfall“ den Jack ausgelöst hat als auch die der einzelnen Figuren – etwas zu kurz. Da hätte das Buch gerne etwas länger sein dürfen und an den Stellen, an denen angeteasert wurde, was die Figuren in ihrer Vergangenheit erlebt haben, dies auch weiter ausführen können. Denn natürlich befinden wir uns im hier und jetzt (beziehungsweise im Jahr 1850), aber wenn man die bisherigen Lebenswege der Figuren etwas besser gekannt hätte, hätte ich mich vielleicht auch etwas besser in diese einfühlen können. Denn das ist mein Hauptmanko an dem Buch – der letzte Funke ist bei mir einfach nicht übergesprungen, weil ich nicht die starke Bindung zu den Figuren aufbauen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Tatsächlich ist das aber vermehrt ein Problem bei den beiden Hauptfiguren. Die Nebencharaktere sind mir früher oder später wirklich sehr ans Herz gewachsen. Das liegt vor allem an dem Humor des Autors, den dieser so gekonnt in seine Bücher einbaut und der in diesem Fall vor allem bei den besagten Nebenfiguren zum tragen kam.

Ebenjener Humor ist ein großer Pluspunkt bezogen auf den Schreibstil. Die verbalen Schlagabtäusche zwischen den verschiedenen Figuren bringen einen – oder zumindest mich – zahlreich zum Schmunzeln. Gleichzeitig ist die Handlung und vor allem die Umgebung immer sehr gut beschrieben, sodass ich quasi einen Film vor Augen ablaufen hatte. Das führt in Kombination mit der ganzen Action dazu, dass das Buch wirklich schnell zu lesen ist.

Alles in allem kann ich das Buch durchaus empfehlen, es gibt in meinen Augen aber die kleineren Schwächen, dass ich die Figuren und ihre, oft planlosen, Handlungen nicht immer verstehen konnte und mir da noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Was der Autor allerdings schon für den zweiten Band angeteasert hat, lässt mich hoffen, dass genau diese Aspekte verbessert werden, zumal ich durch meine anderen Leseerfahrungen ja weiß, dass er es versteht eine vollständig fesselnde Geschichte zu schreiben.
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October 7, 2020
"Ministry of Souls - Das Schattentor" des deutsch-agyptischen Autors Akram El-Bahay ist ein im viktorianischen England spielender Urban-Fantasy-Roman und der erste Band einer zu erwartenden neuen Serie, der im Lübbe-Verlag erschienen ist.

Im London des Jahres 1850 sorgen die sogenannten Soulmen, Beamte des im Verborgenen arbeitenden Ministeriums für endgültige Angelegenheiten, dafür, dass die Seelen der Verstorbenen durch Portale in die Zwischenwelt gelangen, indem sie sie in Phiolen auffangen und so auf die andere Seite bringen. Hierzu müssen sie sich Zugang zu den Orten verschaffen, an denen sich die Geister aufhalten. Dies ist nicht immer einfach, da nur eine kleine Gruppe Auserwählter überhaupt von der Existenz des Ministry of Souls und dessen Funktion weiß. Jack ist ein junger, angehender Mitarbeiter und hofft, sich im Außendienst zu bewähren, damit er endlich zum vollwertigen Soulman befördert wird. Sein erster offizieller Auftrag führt ihn zum Buckingham Palast, auf dessen Gelände eine Gesandtschaft des arabischen Emirats Ra's al-Chaima, einschließlich der Herrscherfamilie ermordet wurde, und dank einer Abmachung mit der Metropolitain Police dürfen die Soulmen manchmal noch vor den Polizeibeamten an den Tatort. Auf der Suche nach den Seelen der Verstorbenen entdeckt Jack, dass die Tochter des Emirs, Prinzessin Naima, das Massaker überlebt hat. Als er der jungen Frau helfen will, wird er von einem unheimlichen Wesen angegriffen, das sein eigener Schatten zu sein scheint. Im Eifer des Gefechts und um die Prinzessin zu schützen, befördert Jack sie in die Zwischenwelt, wo sie als Lebende eigentlich nicht sein darf. Noch bevor Jack seinen Fehler wiedergutmachen kann, schließt sich jedoch die Tür. Bei dem Versuch Naima zu retten, stößt Jack wieder auf das geheimnisvolle Schattenwesen.

Akram El-Bahay hat mit "Das Schattentor" eine durchaus faszinierende Welt erschaffen, deren Reiz nicht nur im historischen Schauplatz, sondern vor allem in der Beschäftigung mit dem Thema Sterben liegt. Als voraussichtlichen Serienauftakt werden die Hauptfiguren und wesentlichen Handlungselemente wie die Zwischenwelt eingeführt. Dieser Übergang nach dem Tod, welcher von manchen Menschen gesehen und sogar betreten werden kann, hilft in der Romanwelt den Seelen, ihren Weg im Jenseits zu finden. Während Jack sich durch einen scharfen Verstand auszeichnet, auch wenn er eingangs etwas tollpatschig und naiv erscheint, ist Prinzessin Naima eine erfrischend mutige und starke Frauenfigur. Leider erfährt man nur wenig über Jacks Hintergrundgeschichte, und dem Handlungsstrang um Naima hätte der Autor gerne etwas mehr Raum gönnen können, so dass letztlich beiden Charakteren ein wenig Tiefgang fehlt. Eine weitere interessante und vielversprechende Figur ist die Katze Oz, in deren Körper die Seele eines Verstorbenen steckt und die ein wenig die Rolle des Comic Relief übernimmt.

Das viktorianische London ist eine stimmungsvolle Kulisse, die vom Autor anscheinend gut recherchiert wurde und effektvoll eingesetzt wird. Es wäre durchaus interessant das Ministry of Souls und die Soulmen durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart zu verfolgen.

Das Tempo der Geschichte ist hoch; insbesondere zum Ende setzt der Roman dann noch einmal richtig auf Action. El-Bahays Stil ist trotz seiner Neigung, immer wieder lange, verschachtelte Sätzte einzubauen, flüssig lesbar. Eingestreut in die Handlung finden sich Anspielungen auf Harry Potter (Gleis 9 3/4) und frühere Werke des Autors, der klar eine Inspiration in orientalischen Märchen hat. Es ist nicht immer ganz einfach als Leser den Überblick über die Handlungsfäden zu behalten, zumal nicht alles im letzten Kapitel schlüssig aufgeklärt wird, sondern wahrscheinlich den Folgebänden vorbehalten bleibt.

Insgesamt ist der Roman ein gelungener, höchst unterhaltsamer Serienauftakt, wobei noch ein wenig Luft nach oben bleibt. Mein Dank geht an NetGalley und den Lübbe-Verlag, dass ich das Buch gegen diese Rezension lesen durfte.
66 reviews
October 13, 2020
London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministerium für endgültige Angelegenheiten dafür, die Seelen Verstorbener auf die andere Seite zu befördern. Der angehende Soulman Jack will sich endlich im Außeneinsatz beweisen. Sein erster Auftrag führt ihn ausgerechnet auf das Gelände des Buckingham Palace. Dort wurde eine arabische Gesandtschaft ermordet. Jack soll den Tatort von ihren Geistern befreien ― und entdeckt, dass Naima, die Tochter des Emirs, noch lebt. Als er ihr helfen will, wird er von einem schattenartigen Biest angegriffen. Um Naima zu schützen, befördert Jack sie in die Zwischenwelt! Und bricht damit eine der wichtigsten Regeln der Soulmen.

Das Cover ist ganz im Thema des Buches gehalten. Denn es spielt mit Licht und Schatten. So ist der Soulman darauf nur als Schatten zu sehen und auch die Katze ist nur ein Schatten. Rein vom Cover wäre es allerdings kein Buch, das mich spontan anspricht.

Bei "Das Schattentor - Ministry of Souls 1" handelt es sich um den ersten Band einer Reihe. Wie viele Bände noch folgen werden, konnte ich bislang nicht in Erfahrung bringen.

Ich habe bereits mehrere Bücher des Autors gelesen und sein Schreibstil ist mir daher gut bekannt und ich mag ihn sehr gerne.

Der Einstieg in diese Geschichte allerdings fiel mir nicht so leicht. Wo das erste Kapitel mich noch total neugierig gemacht hat, ist es ab dem zweiten Kapitel bereits weniger geworden. Unter anderem lag das auch an Jack, der mir bis zum Schluss nicht wirklich nahe gekommen ist. Auch Naima war für mich nicht richtig greifbar, dabei sollten gerade die beiden Charaktere doch wichtig sein. Die absoluten Highlights waren für mich Agatha, Oz und Ramses.

Auch die Geschichte an sich konnte mich nicht wirklich mitnehmen. Es hat mehr als 50 % gedauert, bis ich neugierig war, bis sie mich etwas gepackt hat. Davor war es ein Dahingeplätscher mit vielen Infos, die aber meiner Meinung nach nicht essentiell waren für die Geschichte. Es ging einfach nicht vorwärts. Noch dazu macht auch dieses Buch den Trend der langen Kapitel mit. Das nervt mich leider ungemein.

Auch die Welt, die der Autor hier neben London erschaffen hat, bekam in meinem Kopf keine richtige Kontur. Ich war nicht richtig mit dabei, konnte es mir nicht so vorstellen. Das hat mich echt enttäuscht, denn ich bin von dem Autor ganz anderes gewöhnt. In Paramythia konnte ich zum Beispiel jedes Buch, jeden Gang, jedes Wesen vor mir sehen. Hier kam leider nix rüber…

Die Gefühle zwischen Jack und Naima waren leider für mich gar nicht zu spüren, irgendwie aus der Luft gegriffen. Der Kuss hat nicht gepasst und auch nicht ihre Sehnsüchte nacheinander. Wenn es wirklich einen Hintergrund gibt, warum es so ist, wäre es schön, den zu kennen. Denn so ist es für mich einfach nicht nachvollziehbar, woher die Gefühle kommen. Sie haben sich ja nicht wirklich gesehen, nur ein paar Momente geteilt…

Man merkt schon, denke ich, dass ich nicht so viel Positives an dem Buch finden konnte. Die Idee ist absolut toll und die Leseprobe hat mich total begeistert. Leider war es das auch schon. Die Charaktere sind nicht bei mir angekommen, das Setting ebenfalls nicht und ich konnte das Buch jederzeit aus der Hand legen, ohne dass ich den Drang verspürt habe, schnell weiter zu lesen. Ich bin leider ziemlich enttäuscht, da meine Erwartungen an dieses Buch und den Autor echt hoch waren.

Es gibt daher von mir drei Sterne und ich bin mir wirklich unsicher, ob ich den nächsten Band lesen werde oder ob hier schon Schluß ist für mich.
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388 reviews7 followers
October 25, 2020
Im London des Jahres 1850 ist der Soulman Jack aktuell alles andere als zufrieden mit seiner Aufgabe. Statt wie alle anderen ein vollwertiger Soulman zu sein der Geister fängt und in die Zwischenwelt der Seelen überführt, ist er noch gezwungen Botendienste zu erledigen. Doch dann bietet sich ihm die Chance seines Lebens - Mord im Buckingham Palace und er soll die Seelen der Verstorbenen der arabischen Gesellschaft auf ihrem Weg geleiten. Doch irgendetwas ist seltsam, ein dunkler Schatten greift ihn an in dem Moment, in dem er bemerkt dass die Prinzessin glücklicherweise den Anschlag überlebt zu haben scheint. Um zu überleben gibt es nur eine Möglichkeit, die Prinzessin muss in der Zwischenwelt Schutz suchen. Doch dies verstößt gegen eine der wichtigsten Regeln der Soulmen und Jack muss schon bald erkennen, warum es diese Regel gibt...

Für mich hat diese Geschichte perfekt in den spookigen Oktober gepasst. Ich selbst stehe nicht auf Halloween oder die "gruselige" Jahreszeit, das Buch trifft aber genau die Stimmung und passt super zu grauen und regnerischen Tagen im Herbst.
Ich mochte die Idee eines Ministeriums des alten Londons, welches dafür zuständig ist die Seelen der Verstorbenen in die nächste Welt zu überführen um zu verhindern, dass die Geister Unfug treiben und die normalen Menschen in Angst und Schrecken verssetzen.
Gerade die Zwischenwelt, ihr Aufbau, die Idee mit den Toren in diese Welt und die Phiolen und die geschichtlichen Aspekte des Ganzen waren einfach super spannend und interessant.
Auch das Archiv und sein Leiter und die ganze Atmosphäre dort haben mir super gefallen - ich glaube da hätte ich mich bestimmt wohl gefühlt.
Jack als Charakter war angenehm. Kein Über-Held, sondern ein "normaler" mutiger Protagonist der tut was getan werden muss und dabei mehr als einen Fehler fabriziert, der die Geschichte in verschiedene Bahnen lenkt. Prinzessin Naima mochte ich ebenfalls sehr gerne. Sie ist eine starke Frau, die sich zu helfen weiß und in ihrem Leben auf viele Situationen bereits vorbereitet wurde und sich nicht unterkriegen lässt.
Was mir nicht ganz so gefallen hat, war die leichte Liebesgeschichte zwischen den beiden die zu ihrer Rettung durch Jack dazu kommt. Ich wäre glücklicher gewesen, wären die beiden einfach ein starkes Paar im Kampf gegen das Böse gewesen ohne die romantischen Gefühle. Das hat für mich weder vom zeitlichen Zusammenhang noch vom Feeling gepasst.
Genial dagegen fand ich den Archivar Oz, der zu meinem Liebling mutiert ist und den Aspekt den die Katzen im Buch eingenommen haben. Auch das Böse das sein Unwesen treibt war fesselnd und hat eine kleine und passende Portion Grusel in die Story gebracht.
Insgesamt war die Geschichte für die verhältnismäßig wenigen Seiten sehr gut ausgearbeitet, durchweg spannend bis auf kurze Längen am Anfang des Buches und hatte eine tolle und leicht gruselig-düstere Atmosphäre. Mir hat es sehr gut gefallen, das Ende war rasant aber nicht zu schnell abgehandelt und macht definitiv Lust auf den zweiten Band.


Gruselig-spannende Geschichte rund um Geister, böse Schatten, Rettungsmissionen, Beschwörungen und eine geheimnisvolle Zwischenwelt. Jack der Soulman steht vor der Herausforderung seines Lebens bei der nicht nur das Leben der schönen Naima auf dem Spiel steht, sondern das Schicksal aller Bewohner von London, wenn nicht sogar der ganzen Welt. Rasant, magisch und perfekt für die aktuelle Jahreszeit. Band 2 wird definitiv gelesen!

Schaut vorbei: https://cat-buecher-welt.blogspot.com...
135 reviews
October 23, 2020
In "Ministry of Souls – Das Schattentor" von Akram El-Bahay geht es um Jack, einem angehenden Soulman. Jack befindet sich in Ausbildung am Ministry of Souls, dem Ministerium für endgültige Angelegenheiten. Als Soulman hilft man dabei die Seelen Verstorbener ins Jenseits zu schicken. Als Jack sich im Außeneinsatz beweisen will, um seiner Beförderung zum Soulman einen Schritt näher zu kommen, führt ihn sein erster Einsatz ausgerechnet in den Buckingham Palace. Dort wurde eine arabische Königsfamilie ermordet, nur Prinzessin Naima hat überlebt, doch steht dem Tod nahe. Kurzerhand entschließt sich Jack zu helfen und wird von einer unbekannten Kreatur angegriffen. Und als wäre das noch nicht genug, verliert er auch noch die Spur der Prinzessin…
Zuerst zum Cover… Ich liebe es! Ich habe am Anfang gedacht es sieht irgendwie aus wie eine Spiel- oder Tarotkarte. Jetzt wo ich das Buch gelesen habe verstehe ich den Zusammenhang mit dem Inhalt besser und finde es super, wie das Cover mit Licht und Schatten spielt. Auch die Katze auf dem Cover bekommt eine bestimmte Bedeutung, wenn man das Buch gelesen hat. Seht gute Arbeit!
Für mich war es das erste Buch von Autor Akram El-Bahay, aber gewiss nicht das Letzte. Ich habe mich trotz des mir fremden Schreibstils sehr schnell in der Geschichte verlieren können und habe ziemlich schnell meinen „Lese-Flow“ gefunden. Sprachlich ist das Buch aus meiner Sicht wirklich raffiniert geschrieben, ohne beim Lesen anzustrengen.
Inhaltlich fand ich die Plot-Idee super. Ich finde, dass man bei vielen Neuerscheinungen oft alten Wein in neuen Flaschen serviert bekommt. Dies ist hier definitiv nicht der Fall. Protagonist Jack war mir direkt zu beginn sehr sympathisch. Er wirkte etwas Alltags-trottelig, dann und wann kam aber seine Cleverness durch. Im Verlaufe des Buches hatte ich jedoch den Eindruck, dass seine (Haupt)Rolle für das Buch immer unwichtiger wurde. Die starken Nebencharaktere im Buch haben ihm schnell den Rang des Helden und Sympathieträgers der Geschichte abgelaufen. Besonders klasse fand ich Oz, Ramses und Agathe. Ich werde auf diese Charaktere nicht weiter eingehen, da ich Spoiler vermeiden möchte. Ich sage nur eins: Das sind die Helden der Geschichte und jeder auf seine Weise irre witzig und interessant beschrieben. Jack hatte meines Erachtens wenig zur Problemlösung beigetragen. Naima spielt die weibliche Hauptrolle im Buch. Ich fand sie persönlich recht stark und hätte mir mehr Szenen mit ihr gewünscht.
Was ich super fand war, dass der Autor überall kleine Wortspielerein und Easter-Eggs versteckt hat. Wer viele seiner Bücher kennt wird das ein oder andere wiederkennen. Ich habe Verbindungen zu Terry Pratchett, Harry Potter und dem Zauberer von Oz gefunden. Well done.
Von der Geschwindigkeit der Handlungsentwicklung fand ich das Buch sehr ausgewogen. Im Laufe der Geschichte wurden nach und nach viele Geheimnisse gelüftet und Handlungsstränge aufgelöst. Die ein oder andere Überraschung war auch dabei. Trotzdem blieben am Ende einige Fragen ungeklärt und der Leser bleibt mit einem Cliffhanger zurück. Gut, dass mir das Buch gefallen hat, denn den 2. Band kaufe ich mir definitiv. Ich will ja wissen wie es weiter geht.
Alles in allem hat mir der Auftakt sehr gut gefallen. Ich bin gespannt wie es für die Charaktere weitergeht und ob Jack im 2. Band doch noch zum Helden der Geschichte werden wird.
Profile Image for Frank Lang.
1,392 reviews15 followers
October 2, 2020
Es ist eine interessante Welt, in die Akram El-Bahay seine Leser wirft. Bisher habe ich den Tod und Schatten noch nicht in dieser Kombination erlebt, wobei ich allerdings anmerken muss, dass es die ein oder andere Logiklücke in diesem Konstrukt gibt. Doch dazu später mehr.

📖 Serienauftakt 📖
Dieses Buch markiert einen Serienauftakt und ist entsprechend aufgebaut. Es werden die Figuren und die wesentlichen Handlungselemente eingeführt. Im Mittelpunkt eine Zwischenwelt nach dem Tod, die von manchen Menschen gesehen und betreten werden kann und die den Seelen hilft, den passenden Weg zu finden. Allerdings ist die Welt nicht immer stimmig. Worüber ich ebenfalls stolpere sind die teilweise sehr umständlich formulierte Schachtelsätze. Da El-Bahay sehr gerne solche Sätze verwendetet, hemmt das an einigen Stellen des Buchs ein wenig den Lesefluss.

Positiv aufgefallen sind die Bezüge zu den anderen Büchern, die El-Bahay geschrieben hat. Solche Arten des Wiedererkennens gefallen mir persönlich, selbst wenn sie nur spärlich auftreten. Etwas störender fällt die Hauptfigur Jack auf. Sie ist sehr unsympathisch und recht einfältig dargestellt. Eine positive Ausstrahlung hat er nicht.

Bei all den negativen Eindrücken konnte ich aber durchaus der Geschichte etwas abgewinnen, vor allem nachdem ich mich daran gewöhnt habe, dass das Buch auch gut für ein jüngeres Publikum geeignet sein dürfte (im Sinne eines Jugendbuchs). Dann gibt es viele Details zu entdecken. Der Kniff, die Handlung in eine parallele Vergangenheit zu verorten funktioniert ebenso wie die Gestaltung einiger anderer Figuren des Buchs (wie z.B. die Katze).

📖 Fazit 📖
Der Auftakt zu dieser Fantasy-Serie reißt mich jetzt nicht vom Hocker, weiß aber durchaus zu unterhalten. Ohne besonders viel Tiefgang richtet sich das Buch an Leser, die gern komplexe Fantasywelten eines Tad Williams meiden und lieber in leichterer Literatur unterwegs sind. Und das darf gern positiv verstanden werden, auch wenn der Leser hier und da Abstriche machen muss.
Profile Image for Sarah83 sbookshelf.
449 reviews36 followers
December 3, 2020
Was wäre wenn die Toten ihren Weg ins Jenseits nicht alleine finden würden und Hilfe bräuchten? Was wenn es eine spezielle Einrichtung geben würde, die sich nur mit der Hilfe für diese Seelen beschäftigen würde?
Unvorstellbar? Nicht für Akram El-Bahay. Denn sein Buch "Das Schattentor - Ministry of Souls" hat genau so ein Institut als Dreh- und Angelpunkt seiner Geschichte.
Aber der Reihe nach: London im Jahre 1850. Queen Viktoria herrscht über ein weltumspannendes Reich, doch die Lebensumstände in Hauptstadt sind nach wie vor nicht die besten. Täglich sterben die Menschen an Hunger, Krankheit oder sie kommen bei Unfällen zu Tode.
Doch die Welt ist ein wenig aus den Fugen, denn die Toten wollen London nicht verlassen und geistern durch die Straßen.
Da erscheint neben der frisch gegründeten Metropolitan Police das Ministry of Souls genau zum rechten Zeitpunkt auf der Bildfläche.
Eine ganze Mannschaft läuft durch die Straßen und sammelt, gerade bei schweren Unglücken, die verlorenen Seelen ein und bringt sie in ihre jeweilige Zwischenwelt.
Soulman Jack ist eigentlich noch in der Ausbildung, als er zu einem besonders heiklen Fall an den Buckingham Palace beordert wird und sein erster großer Fall bringt ihn fast an den nervlichen Abgrund. Ein Staatsempfang ging fürchterlich schief und Jack soll Schadensbegrenzung betreiben, doch was, wenn nicht nur die Soulman in die Zwischenwelt gelangen können, sondern auch etwas aus der Zwischenwelt zurückkommen kann?
Akram El-Bahay webt eine Geschichte, die sich auf die Lebensumstände des viktorianischen Welt stützt und vermischt sie mit Geschichten aus 1001 Nacht und anderen mystischen und märchenhaften Elementen, sodass sich eine völlige neue eigene Welt ergibt, die parallel zur viktorianischen Zeit existiert.
Alles ist durchdacht, kennt man sich in der viktorianischen Zeit aus, muss man oft herzhaft schmunzeln und viele kleine Feinheiten runden das Buch charmant ab.
Ein Buch, was den Leser in eine vergangene und auch in eine traumhafte Welt leitet und das Lesen zum Genuss wird.

4,5 von 5 Soulmen
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296 reviews11 followers
Read
October 22, 2020
Spooky Season

Meinung:

Mit „Ministry of Souls“ lädt der Autor dich eine magisch mystische Welt ein, die perfekt in die aktuelle Jahreszeit passt. In dieser Welt achten die Soulmans des Ministeriums im Geheimen auf den Verbleib der Geister.

Jack ist ein Soulman in Ausbildung. Er hat die Gabe Geister zu sehen und ihnen zu helfen, den Übergang in die Zwischenwelt zu finden. Dabei ist er jedoch ein wenig chaotisch unterwegs. Bei seiner Ausbildung hört er gerne Mal nur mit einem Ohr zu, den Geist von Agatha jagt er seit Wochen – gerne auch Mal über Dächer – und letztendlich bringt er aus Versehen eine Lebende in die Zwischenwelt. Chaotisch, mutig und ständig in Abenteuern verwickelt, das ist Jack.

Am Anfang seines Abenteuers kommt es zu mehreren Unglücken in London. Alle Soulmans sind im Einsatz und es werden mehr gebraucht. So kommt es, dass der Azubi Jack seinen ersten Außeneinsatz im Buckingham Palace bekommt – alleine. Das Chaos ist also vorprogrammiert. Was Prinzessin Naima sicher sehr schnell bestätigen würde.

Die Geschichte wurde hauptsächlich aus der Sichtweise von Jack geschrieben. Doch es gibt vereinzelte Kapitel aus der Sichtweise der starken, unabhängigen Naima. Sie kommt als arabischer Staatsgast nach London, um über Bündnisse mit der Queen zu sprechen. Man merkt schnell bei ihr, dass sie bereits viele Kämpfe ausgetragen hat. Prinzessin Naima ist hervorragend im wörtlichen Sprachgefecht und ist sich nicht zu Schade selbst zu kämpfen – auch wenn sie nur einen Ast zur Hand hat. Ihre kämpferische Art passt gut in die Abenteuer von Jack hinein und schnell werden die Beiden zu einem mutigen Duo. Aber nicht nur Prinzessin Naima ist unerwartet in der Zwischenwelt. Auch ein dunkler Schatten, eine Legende, die niemand für wahr hält, befindet sich dort und sinnt nach Rache.

Es fehlt in diesem Buch nicht an Abenteuern. Und natürlich müssen die Beiden ihre Abenteuer nicht nur zu Zweit bestreiten. Sie erhalten insbesondere Unterstützung von Oz, dem belesenen Diener des Ministeriums, Agatha, der frechen alten Geisterlady und von… Katzen.

„»Wir retten die Welt, denke ich«, antwortete Jack.

»Und das geht natürlich nicht ohne Katzen.«“

Katzenliebhaber kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Jeder Charakter und jede tierische Begleitung, wurde von Akram El-Bahay wundervoll ausgearbeitet. Sie sorgen für Trubel, ein wenig Chaos, lustige Momente und eine sehr schöne Lesezeit. Ich kann gar nicht sagen, wen ich am meisten ins Herz geschlossen habe.

Fazit:

Das Buch webt eine etwas düstere Geschichte voller Geister und ihrer Eigenarten, im verregneten London. Doch mit Jacks leicht chaotischen Art und viel Humor unterschiedlicher Charaktere, lockert Akram das düstere Setting. Aus meiner Sicht ist dies der perfekte Auftakt eines Abenteuers für die Lesezeit im Herbst.
Profile Image for Rapunzels_Turm.
148 reviews4 followers
January 13, 2021
Gestaltung
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist schön, dass es so viele Elemente besitzt, die in dem Buch eine Rolle spielen. Die Farbe gefällt mir auch wirklich gut. Passt irgendwie perfekt zu den Geistern und der Zwischenwelt.

Schreibstil
Der Schreibstil des Autors ist in Ordnung. Es lässt sich einfach und flüssig lesen. Leider konnte mich der Schreibstil nicht so richtig packen und an das Buch binden, aber dafür reicht die Handlung aus. Außerdem hat mich gestört, dass so viele Sätze mit "Nun, ..." beginnen. Ich finde, dass die Aussagen der Figuren so etwas realitätsferner erscheinen.

Figuren
An den Figuren hatte ich Spaß. Besonders der sprechende Kater hat es mir angetan. Alle haben individuelle Charaktere und sind von Klischees befreit. Man erfährt zwar nur sehr wenig über das Leben der Figuren, finde ich diesmal aber nicht schlimm, da es die Handlung behindern würde.

Handlung
Die Handlung ist gut mit kleinen Schwächen. Es gibt einige Kapitel, die gut Spannung aufbauen und nochmal eine Wendung reinbringen. Es gibt aber auch Passagen, über die man einfach drüberlesen muss oder die zu lange andauern. Andererseits ist es aber auch schön, dass zwei Perspektiven verwirklicht wurden - wenn auch die Perspektive der Prinzessin immer nur kurz geschildert wird.
Leider hat mir der Schluss nicht so gut gefallen. Für mich war das kein richtiger Abschluss und ich habe das Gefühl, dass da noch ein nächster Band hinterher muss.

Fazit
Insgesamt ist es ein gutes Buch mit kleinen Schwächen, das ich trotzdem gerne gelesen habe. Die geschaffene Welt, sowohl die Zwischenwelt als auch die Menschenwelt, wird anschaulich präsentiert und ist unheimlich interessant. Sie wurde gut der Zeit entsprechend beschrieben.
An der Idee des Buches gibt es nichts auszusetzen. Interessante Handlung, gute Charaktere und ein wenig Humor vereinen sind letztlich zu einem sehr lesenswerten Buch.
Profile Image for Wuschel Yvo.
181 reviews
February 14, 2021
Der beste Satz, den meine Mitleserin zu dem Buch hatte war: "Warum einfach, wenn es kompliziert geht" und er ist so unglaublich treffend. Zum einen erschwerte mir das Lesen der Schreibstil. Einmal las er sich richtig schön fluffig und dann holperte ich wieder über die Sätze. Zudem war auch der Ablauf der Geschichte etwas unausgewogen, wie ich finde. Natürlich machten eine Szenen im Nachhinein Sinn, aber es wirkte dennoch oft als müsse man vieles verkomplizieren um einen Spannungsbogen zu erschaffen. Zudem war der Protagonist Jack gefühlt eine Nebenrolle, während eine Katze sowie ein unscheinbarer Archivar stetig weiter in den Vordergrund rückten. Diese beiden Charaktere wären wohl aktuell der einzige Grund noch den zweiten Band zu lesen.

Doch ich möchten nicht nur schlecht von dem Buch reden. An sich fand ich die Idee der Geschichte nämlich richtig gut. Bei der Zwischenwelt und deren Regeln bin ich mir unsicher ob der Autor da selbst noch durchsteigt, da sich manche Dinge widersprechen, aber vielleicht empfand ich das auch nur so. Den Gedanken an so eine Welt finde ich absolut genial sowie die Möglichkeit sich in dieser zu Bewegen, besonders die Art wie das geschieht bzw. geschehen kann. Die Atmosphäre des alten Londons fand ich unglaublich gut getroffen und fühlte mich direkt heimisch. Auch so mancher Dialog wusste gut zu unterhalten, ebenso der eingebrachte Humor.

Alles in allem habe ich zu dem Buch gar nicht so viel zu sagen. Es war gut, aber hat mich jetzt nicht überzeugt. Sollte jemand zufällig den zweiten Band lesen, ich bin mir ehrlich gesagt noch etwas unsicher, dann kann mir danach gerne mal schreiben, denn mich würde brennend interessieren ob ich mit meiner These über das schattenartige Biest richtig liege. Eventuell könnte ich über das Hörbuch nachdenken. Schauen wir mal.

Fazit:

Eine richtig gute Idee, die mich jedoch in der Umsetzung nicht so richtig abholen konnte.
Profile Image for Michéle.
91 reviews1 follower
May 3, 2022
Englischer Geisterjäger meets orientalischen Dämon
Nicht seine beste Geschichte.

Im ersten Band dieser Duologie führt uns Akram El-Bahay in das London von 1850.
Das historische London ist immer ein dankbarer Schauplatz. Geschichtsträchtige Gebäude, düstere Seitenstraßen, London bietet alles, was das Fantasy- und/oder Grusel-Herz begehrt. Doch Akram El-Bahay kann einfach nicht ohne orientalischen Einschlag. Und so sieht sich das spezielle und geheime Ministerium für endgültige Angelegenheiten mit einer sehr exotischen Bedrohung konfrontiert.

Der Protagonist Jack ist unbedarft und etwas schusselig. Insgesamt fand ich ihn aber recht sympathisch. Allerdings haben Prinzessin Naima und einige andere Nebenfiguren mehr Eindruck bei mir hinterlassen. Jack ist bisher noch ein wenig farblos. Zwar gibt er sich alle Mühe seine Fehler auszubügeln und Naima zu helfen. Aber ich befürchte, das hat diese garnicht nötig.

So spannend das Setting um die Welt der Toten ist, hat sich die Handlung nach der Einführung und der unbeholfen Rettung der Prinzessin irgendwie in die Länge gezogen. Erst im letzten Drittel kam für mich echte Spannung und Nervenkitzel auf. Vielleicht bedarf der Tod und das Leben danach einfach einer längeren Erklärung, für uns lebende.

Der Schreibstil insgesamt ist aber wieder von jedem Zweifel erhaben. Akram El-Bahay malt wunderbare Bilder mit seinen Worten. Man kann die Schauplätze nicht nur vor dich sehen, sondern auch hören und riechen. Ich liebe einfach seine Art zu erzählen. Nicht nur London wird so lebendig, sondern auch die Welt der Toten (so merkwürdig das klingt). Keiner weiß, was nach unserem ableben passiert. Aber Akram El-Bahay hat seine Idee auf jeden Fall anschaulich und detailreich präsentiert.

Fazit:
Mit London als Handlungsort hat mich der Autor sofort auf seiner Seite. Band 2 darf sich in Sachen Spannung und Figuren aber noch etwas steigern.
Profile Image for Solara300.
1,494 reviews43 followers
October 18, 2020
Ein brandgefährlicher Auftrag …

Genau den erwartet der angehende Soulman Jack der mit seiner Gabe genau richtig ist bei den Ministry of Souls.
Hier im Ministerium für endgültige Angelegenheiten wird sich um die hinterlassenen Geister gekümmert.
Dazu sind die Soulman erkoren, die durch ihre Gabe Geister zu sehen auserwählt wurden.
Natürlich gibt es bei den Soulman feste Regeln und auch eine Ausbildung. Und genau hier fängt es an.
Der 25- Jährige Jack ist angehender Soulman und soll in den Buckingham Palast, um dort die ermordeten Staatsgäste auf die andere Seite zu geleiten, bis .. ja bis alles schief läuft was schief laufen kann und Jack nicht nur eine Regel bricht.


Meine Meinung

Ich liebe interessante Storys und die hier hat mich gleich gefesselt.

Hier ist man mitten im London von 1850 und lernt nicht nur die Soulman kennen, die für das Ministerium für endgültige Angelegenheiten ins Leben gerufen wurde, sondern auch deren besondere Regeln.

Jack gefällt mir hier als angehender Soulman sehr gut.
Zum einen ist er nicht auf den Kopf gefallen und zum anderen scheint er das Herz auf dem rechten Fleck zu haben, was mir eindeutig zeigt, dass er auch mal gegen die Regeln spielt. Denn er hört auf sein Gefühl.

Hier finde ich die Szenerie der ermordeten Staatsgäste wunderbar im Buckingham Palast integriert, dazu eine echt unheimlich gefährliche Begegnung die selbst das Bild eines Soulmans ins Wanken bringt. Dann eine lebende junge Frau, die dringend gerettet werden müsste und der bildhafte Auftakt der neuen Reihe aus der Feder v on Akram El- Bahay kann beginnen.

Ich liebe im übrigen die Katze, die ist Mega und einer meiner absoluten Lieblinge.
Für mich ein Titel der neugierig auf den zweiten Band macht.
Profile Image for Tanpopo.
317 reviews
August 19, 2021
Historische Entwicklungen in märchenhafter Fantasy aufgearbeitet sollte gelesen werden

Das Buch ist wieder einmal ein sehr gelungenes Zusammenspiel zwischen tradierter europäischer Vorstellungs- und orientalischer Legendenwelt.
Auf der einen Seite haben wir das etwas düstere, schmuddelige, aber industriell und expansorisch aufstrebende britische Weltreich mit seiner Hauptstadt London. Irgendwie ist alles etwas trist, düster und „very british“ durchorganisiert. Der Leser begegnet dem heruntergekommenen Whitechapel ebenso wie dem strukturierten und durchorganisierten Ministerium für endgültige Angelegenheiten, in dem die herumstreifenden Seelen Verstorbener ordnungsgemäß katalogisiert und aufbewahrt werden, bis sie in die Zwischenwelt verbracht werden können.
Die andere Seite, die Orientalische und Exotische mit ihren reichhaltigen Sagen und Legenden fliest über Geschichten um die Zwischenwelt, die Medinat almutaa, die alten Schriften über Magie, Beschwörungen und die orientalischen Geister mit ein. Besonders die Rolle des Antagonisten, eines Ifrit, eines Rachegeistes wird in seiner Rolle gekonnt in die Handlung eingebaut.
Alle auftretenden Charaktere erschienen mir gut durchdacht und sehr vielschichtig ausgearbeitet. Es ist, als hätte jeder von ihnen mehr als nur einen ersten, oberflächlichen Wesenszug, denn im Handlungsverlauf entwickelt sich eigentlich jeder und zeigte neue Facetten.

Zusammenfassend bleibt mir nur zu sagen, dass mir das Buch wieder einmal sehr gefallen hat. Ich mag die Symbiose von Orient und Okzident ebenso wie den offenen Anklang der Betrachtung des britischen Kolonialismus; und das alles zu sehr gut lesbarer Fantasy verarbeitet. Wer genau liest bekommt bekommt auch viel, vor allem zum Denken.
Profile Image for Linda in Utopia.
313 reviews9 followers
February 18, 2022
Kurz gesagt: Es liest sich wie ein James Bond ohne Knarren in einer Fantasy-Welt und einer magischen Katze.

Lang gesagt: Ich habe mich viel gefreut in diesem Buch und auch viel geärgert.
Es folgen einige SPOILER und ein kleiner Rant. Ihr seid gewarnt.

Ich mag es durchaus, wenn das Pacing in einem Buch schnell ist und die Story zügig voran schreitet. Hier hat es mich allerdings bald gestört, dass es kein Minute mal ne Verschnaufpause gibt.
Auch wird einfach wahnsinnig viel erklärt in den ersten Kapiteln. Auf einer Seite sind ungefähr 10 Informationen über die Soulman und ihre Geschichte und was es für Regeln gibt usw. Klar, das ist eine ganz neue Welt, die der Autor hier vorstellt, aber ich hätte all diese Informationen lieber in gut verteilten Dosen bekommen und vielleicht auch einfach mehr... gezeigt bekommen, anstatt nur erklärt zu bekommen.

Soulmen sind sowas wie die Angestellten von Gevatter Tod. Wenn ein Mensch stirbt, muss sein Geist in die Zwischenwelt rüber gebracht werden, sonst würde er ewig in unserer Welt umher spuken und das will ja keiner. Soulmen haben so kleine, magische Phiolen, die die Geister einsaugen, damit kann man sie transportieren und dann auf die andere Seite bringen, wo sie dann in ihrem eigenen Tempo weiterschreiten können ins Jenseits.

Wirklich, der Anfang war verlockend: Ein Fall von frischen Toten bringt den noch nicht ganz fertig ausgebildeten Soulman Jack in den Buckingham Palace. Weil ein anderer großer Unfall am Kings Cross Bahnhof (Das kleine Harry Potter Easteregg war übrigens sehr passend eingebaut und hat mich sehr zum schmunzeln gebracht) die meisten Soulman Londons beansprucht, muss Jack übernehmen. Ihm bietet sich ein seltsames Bild: Die Opfer, offenbar eine ganze Familie, wurden in einem Kreis aufgelegt, doch eine der Frauen ist noch am Leben. Jack wird plötzlich von einem unbekannten Schattenwesen angegriffen und tut das einzige was ihm einfällt: Er nimmt die Frau mit hinüber in die Zwischenwelt, obwohl das natürlich kein Ort für noch Lebende ist. Damit beginnt viel Schlamassel für Jack und auch für seine Arbeitgeber.

Dass diese Frau natürlich später Jacks Love-interest wird, ist klar. Jack stellt nämlich irgendwann später fest, dass er sie natürlich unsterblich liebt, und hey, sie ihn auch, und juhu, alles perfekt, lets get married and make some Babys. (Natürlich ist das nicht so einfach, denn es gibt ja noch einen Teil 2 des Buches) Jedenfalls fand ich dieses "sich verlieben" reichlich unglaubwürdig und sehr mager beschrieben. I didn't feel it, sorry.

Naja. Aber, ein Highlight gibt es: Der sprechende Kater Oz. Wäre er nicht auf Plan gekommen, hätte ich wohl nicht Weitergelesen. Oz ist der absolute Knüller und so schwer ich mich mit dem Rest des Buches getan habe, die Szenen mit ihm habe ich sehr genossen. Er ist auch irgendwie die einzige Figur, die eine Art Wandel durchmacht, vom schüchternen Archivar zum coolen und frechen super-Kater. (wie das genau passiert, sag ich an dieser Stelle nicht)

Ich habe es also irgendwie durch dieses ständige Passieren-machen-tun im Buch geschafft und wollte tatsächlich wissen wie es in Teil zwei für Oz und Jack weitergeht.
Ich glaube schon, dass Fans von Magie und Harry Potter-eskem Witz dem Buch viel abgewinnen können, mir war es nur wie gesagt ein wenig zu atemlos erzählt.
Profile Image for Archer.
635 reviews12 followers
October 19, 2020
London 1850: Jack gehört zum Ministry of Souls, er ist einer der sogenannten Soulmen. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Seelen Verstorbener richtig auf der anderen Seite ankommen und nicht im Diesseits Unsinn treiben (oder Schlimmeres). Als ausgerechnet im Buckingham Palace orientalische Staatsgäste unter ungeklärten Umständen ums Leben kommen, wird Jack geschickt, um sich darum zu kümmern. Dabei stellt er fest, dass die Prinzessin lebt - gerade so jedenfalls. Und er wird von einem unheimlichen Schatten angegriffen. Um die Prinzessin zu beschützen, bringt er sie in die Zwischenwelt und tritt damit eine Flut an Ereignissen los, denen er allein nicht gewachsen ist.

Die Idee ist super und man fühlt sich auch schnell in Jacks Welt versetzt. Das viktorianische London entsteht gut vor Augen und wofür der Autor ein wirkliches Händchen hat, sind die Nebencharaktere. Während ausgerechnet Jack ziemlich blass und vor allem hilflos daherkommt, brillieren Nebendarsteller wie der Geist Agatha, Oz, ein Archivar/Kater/Zauberer oder auch die Prinzessin selbst, die alles andere als eine Damsel in Distress ist und auf den Ritter wartet, der sie rettet. Und so sehr ich es zu schätzen weiß, wenn der Protagonist mal kein Superheld ist, der alles kann, so hätte ich mir für Jack trotzdem ein paar mehr Fähigkeiten gewünscht, die ihn nicht so abhängig von allen anderen machen. Um richtig großes Kino zu werden, müsste er im zweiten Band noch ein bisschen mehr in seine Rolle reinwachsen. Unterhaltsam war die Geschichte jedoch auf alle Fälle und so bin ich gespannt, wie sich der finale Band der Reihe entwickelt.
Profile Image for pfaffingers_bibliophilie.
156 reviews20 followers
March 30, 2021
Worum geht´s?
Im London des Jahres 1850 gibt es ein gut gehütetes Geheimnis. Die toten Seelen werden durch sogenannte Soulman in das Jenseits begleitet, hierfür wurde eigens ein Ministerium gegründet. Soulman Jack hat nun die Aufgabe eine arabische Gesandtschaft aus dem Buckingham Palace zu überführen, welche aus nicht bekannten Gründen ums Leben kam. Doch bei der Überführung geht einiges schief…

Meine Meinung:
Nach der Trilogie um die Bücherstadt wollte ich den Auftaktband der neuen Reihe von Akram El-Bahay sehr gern lesen. El-Bahay bleibt seinem Stil treu und erzählt die Geschichte in ähnlicher Weise, wie schon die vorher von mir gelesenen. Seine Verbindung zur arabischen Welt bereichert seine Bücher ungemein und lässt auch nach London einen Hauch Märchen aus 1001 Nacht einziehen. Sein bildhafter und sprachgewaltiger Schreibstil gefallen mir auch in diesem Buch sehr gut.
Jedoch empfinde ich es ein bisschen schade, dass beide Bücherreihen nach dem gleichen Schema aufgebaut sind, und man hier keine wirklichen Überraschungsmomente mehr hat.
Insgesamt fehlte es mir deshalb ein wenig an Spannung und Abwechslung.
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gut unterhalten und ich wollte doch gern wissen, wie die Geschichte endet.
Insbesondere die alte Agatha hat es mir doch angetan, wie schon die treue Umm in der Bücherwelt.

Fazit: Sprachlich hat mich das Buch wieder sehr überzeugen können, Manko ist in meiner Sicht hier definitiv das gleiche Erzählschema des Autors, welches die Spannung auf Neues etwas schmälert. Ein tolles Buch, für alle, die gern Märchen und bildgewaltige Fantasyromane mögen, ob ich die Reihe weiter verfolge, weiß ich jedoch noch nicht.
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