Spannender Frankreich-Krimi mit viel Liebe zu Land, Kultur und Start der Krimireihe um die Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt Für Fans von »Madame le Commissaire« und Kommissar leichte Urlaubslektüre mit packendem Kriminalfall
Mathilde de Boncourt überlebt nur knapp einen Anschlag. Wem ist die Untersuchungsrichterin zu gefährlich geworden? Vom großväterlichen Weingut im Languedoc ermittelt sie gegen einen mächtigen Pädophilenring. Gemeinsam mit Rachid Bouraada von der Police Judiciaire versucht sie, den Tätern auf die Schliche zu kommen. Doch dann kreuzt ihr Weg den des attraktiven Reiseschriftstellers Martin Endress und sie muss feststellen, dass ihre eigene Familie Geheimnisse hat.
Krimiautorin Liliane Fontaine hat in »Die Richterin und die Tote vom Pont du Gard« mit Mathilde de Boncourt eine starke Untersuchungsrichterin erschaffen, die wie die Autorin selbst die Region um Avignon kennt und liebt. Der Roman Noir verwebt verschiedene Handlungsstränge zu einem unterhaltsamen Frankreich-Krimi.
Urlaubsflair und Spannung vereint
Trotz schwerer Themen wie Kindesmisshandlung und dem Zweiten Weltkrieg verliert der Roman von Liliane Fontaine niemals seine Leichtigkeit. Die detaillierte, anschauliche Sprache, die liebenswerten Charaktere und die immer durchscheinende Liebe zu Südfrankreich machen diesen Krimi zur perfekten Urlaubslektüre und zu einer Neuerscheinung von 2020, die Fans von Kriminalromanen nicht verpassen dürfen.
Liebe zu Südfrankreich spürbar
Autorin Liliane Fontaine liebt Frankreich vermutlich so sehr wie ihre Hauptfigur Mathilde de Boncourt. Landschaft, Menschen und Kultur beschreibt sie so eindrücklich und begeistert, dass der Leser den nächsten Besuch kaum erwarten kann. Die deutsche Kunsthistorikerin mit französischen Wurzeln weiß, wovon sie spricht, wenn sie in den mittlerweilen 5 Bänden der Reihe den Leser nebenbei mit geschichtlichen Informationen versorgt.
Ein magerer Kriminalroman, der mich nicht überzeugt hat. Eigentlich geht es um zwei Geschichten: einmal um einen Kinderschänderring, der Kinder aus Osteuropa und Nordafrika einigen reichen Franzosen zuführt und dann ist da noch der deutsche Reiseschriftsteller Martin, der nach Spuren seiner Urgroßeltern sucht. Eigentlich ist der Fall um die missbrauchten Kinder so furchtbar, aber das kommt im Buch überhaupt nicht an. Die Ermittlungen sind bloße Randerscheinungen und werden von der seichten und völlig überflüssigen Geschichte um Martin total überlagert. Aber nicht nur der Krimalaspekt war oberflächlich, auch die Charaktere waren so extrem blass und leblos, dass sie nie wirklich Persönlichkeit entwickelt haben. Die Auflösung beider Handlungsstränge war dann sehr überstürzt und kurz gehalten. Insgesamt also ziemlich mäßige Krimikost, ohne Anspruch und Spannung und diese seichte Umsetzung wird dem bedrückenden Thema nicht gerecht.
Mathilde de Boncourt ist eine sehr ehrgeizige Untersuchungsrichterin. Gerade hat sie einen aufsehenerregenden Fall vor Gericht gewonnen, als sie auf offener Straße niedergeschossen wird. Noch während ihrer Rekonvaleszenz versucht sie herauszufinden, ob hinter dem Anschlag auf sie ein Pädophilen Ring steckt, gegen den sie ermittelt hat.
Martin Endress kommt nach Südfrankreich, um dort für einen Reiseführer zu recherchieren und um herauszufinden, was seinen Großeltern auf ihrer Flucht im Krieg dort passiert ist.
Ich muss leider sagen, dass mir das Buch nicht wirklich gefallen hat. Anfangs geht es noch recht spannend und actionreich voran, sowohl die Geschichte um Mathilde, als auch die um Martins Großeltern war sehr spannend.
Ab dem Zeitpunkt, an dem Martins Geschichte in der Gegenwart beginnt, fing es an sich gewaltig zu ziehen. Die Suche nach der Geschichte seiner Großeltern kommt nur sehr schleppend in Gang, die Autorin beschränkt sich hier viel auf Landschafts- und Sehenswürdigkeitsbeschreibungen.
Auch bei Mathilde stockt die Geschichte, sie wälzt eigentlich fast nur Akten mit den Kollegen.
Das war dann der Moment, wo ich schlichtweg das Interesse verloren habe, irgendwie plätscherte das Buch nur noch so vor sich hin. Da ich momentan nur wenig Zeit zum Lesen finde, habe ich das Buch dann beendet.
Vom Schreibstil her war alles in Ordnung, ich konnte mit den Protagonisten gut mitfühlen und auch die Gegend vor mir sehen. Aber leider hat mir das in diesem Fall nicht gereicht.
Ich habe mit der Reihe versehentlich mit Teil 3 angefangen. Die Hauptfigur war mir da schon irgendwie nicht so sehr sympathisch. Es bildet sich nur kein Bild von ihr. Die Story zieht sich ungemein in die Länge, da es noch eine Nebenstory gibt, bei der Land und Leute beschrieben werden. Leider extrem langweilig und ausschweifend. Die Story klärt sich leider ganz knapp auf den letzten Seiten. Dabei hätte die Hauptstory an sich echt gut sein können, diese verläuft dann aber plötzlich im Sande und ohne richtige Aufklärung. Hätte ich dieses Teil zuerst gelesen, hätte ich die anderen garantiert nicht gelesen.
Leider sehr langweiliger Krimi. Die titelgebende Richterin ist die Person, von der man am wenigsten erfährt und die für die Geschichte auch keine wesentliche Rolle spielt oder die Aufklärung des Falls vorantreibt.
Auf die Untersuchungsrichterin Mathilde wird ein Anschlag verübt. Vom Krankenbett aus nimmt sie die Ermittlungen auf. Eine weitere Rolle spielt der Reisebuchautor Martin, der neben regionalen Besonderheiten etwas über einen Unfall seiner Großeltern herauszufinden versucht. Schließlich verstricken sich die Handlungsstränge um die Ermittlungen im Umfeld eines Pädophilen-Rings mit aktuellen Morden in Mathildes Dorf und der Vergangenheit. Bei mir entstand der Eindruck, dass es der Autorin ähnlich ging wie ihrer Romanfigur Martin, der „einfach zu viel in diesen Reiseführer packen wollte“. Die Beschreibungen französischer Landstriche wirken aufgesetzt, statt die Handlung zu ergänzen. Der Anschlag, der die Hauptfigur hätte erschüttern müssen, wird kaum mehr erwähnt; stattdessen wird ein Fremder ohne jeglichen Argwohn ihr neuer Vertrauter. Die persönlichen Beziehungen der unzähligen Dorfbewohner sind so präsent, dass die Lösung des Kriminalfalls darüber in den Hintergrund gerät. Somit kann ich diesen Roman weder dem Krimiliebhaber noch dem Frankreichfan empfehlen.
Das ist eines dieser Bücher in dem mehrere Handlungsstränge mit unterschiedlichen Personen und dann auch noch in unterschiedlichen Zeiten aufgemacht werden. Das kann man mögen oder nicht. Ich mag es weniger. Schreibstil ist ok, aber nicht mitreißend