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Die Sündenbraut

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Rheinland im 13. Seit dem Mord an ihren Eltern ist Fenja bei ihrer Ziehmutter Runhild aufgewachsen und hat von ihr die Kunst erlernt, Toten ihre Sünden zu nehmen. Doch als auch Runhild ermordet wird, bleibt Fenja nichts - bis auf ein Tuch mit eingesticktem Wappen, das der Mörder verloren hat, und der brennende Wunsch nach Rache. Völlig auf sich gestellt, tritt Fenja die gefährliche Reise an und trifft unverhofft auf den Handwerker Gerald. Er behauptet, den Träger des Wappens zu kennen, und bietet ihr seine Hilfe an. Aber kann Fenja dem jungen Mann trauen?

417 pages, Kindle Edition

Published June 25, 2020

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Tinstamp.
1,145 reviews
August 14, 2020
Es war mal wieder Zeit für einen "richtigen" historischen Roman, sprich einem Buch, das wirklich vor langer Zeit spielt. Das passt "Die Sündenbraut" perfekt. Von der Autorin habe ich bereits den Debütroman "Die Klosterbraut" gelesen, welchen ich wirklich sehr gut fand.

Wir befinden uns im 13. Jahrhundert im Rheinland. Fenja ist eine Waise und lebt bei ihrer Ziehmutter Runhild. Die beiden sind heilkundig und ziehen von Ort zu Ort. Außerdem sind sie sogenannte "Sündenesserinnen" (Menschen, die bei ihrem Tod keine letzte Ölung erhalten, werden von ihren Sünden nicht erlöst. Die Sündenesserinnen nehmen diese Sünden auf sich und befreien so den Toten von den Sünden)
Fenja ahnt nicht, dass sie bereits einige Zeit verfolgt werden. Als Runhild ermordet wird, ist sie auf sich alleine gestellt. Sie schwebt in großer Gefahr, denn ihr Verfolger hat den Auftrag auch sie zu ermorden. Runhild hat ihr nie das Geheimnis ihrer Herkunft verraten. Fenja bleibt nur ein Tuch mit einem eingestickten Wappen und Runhilds letzte Worte, sowie ihre Warnung vor den Zisterziensern. Auf ihren weiteren Weg trifft sie auf Ritter Gerald, der inkognito als Handwerker verkleidet für Kaiser Friedrich einen Auftrag erledigen soll. Er scheint das Wappen auf dem Tuch zu erkennen und bietet Fenja Hilfe an. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in Richtung Norden, nichts ahnend, dass ihnen der Mörder von Runhild noch immer auf den Fersen ist....

Wie schon bei der Klosterbraut flog ich auch hier nur so durch die Seiten. Die Geschichte lässt sich leicht lesen und hat jede Menge Spannungspotenzial. Die Flucht von Fenja vor ihrem Mörder und Geralds Auftrag für den Kaiser ergeben einen tollen Plot.
Fenja ist eine starke Protagonistin, die Ziele vor Augen hat und nicht vorschnell aufgibt. Sie möchte auf jeden Fall mehr über ihre Herkunft erfahren, egal welche Hindernisse ihr auch im Wege stehen.
Auch Gerald hält vorerst an seinem kaiserlichen Auftrag. Er stellt diesem aber immer mehr in Frage. Beide Figuren entwickeln sich weiter, sind aber eindeutig nur als Sympathieträger aufgebaut.

Manuela Schörghofer hat sich mit der Zeit, die sie beschreibt, sehr genau auseinandergesetzt. Man merkt ihre gute Recherche. Diese dunkle Zeit, die sehr vom Aberglauben und der Allmacht der Kirche abhängig ist, wurde sehr lebendig dargestellt.
Die unerwartete Überraschung am Ende ist sehr gut gelungen und gibt der Geschichte noch einen zusätzlichen Höhepunkt.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig, der damaligen Zeit angepasst und sehr bildhaft. Die Dialoge zwischen Fenja und Gerald sind oftmals voller Humor. Die Figuren bis hin zu den Nebencharakteren konnte ich mir gut vorstellen. Besonders mochte ich den Alchemisten Achatus, ein wirklich ein schräger Vogel. Auch den tierischen Freund, Fenjas Hund Rufus, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Manche Charaktere sind etwas zu wenig facettenreich.
Zu Beginn des Buches gibt es eine Landkarte, ein Personen- und Ortsverzeichnis und ein Glossar.

Fazit:
Ein historischer Roman, der im 13. Jahrhundert angesiedelt ist und mir spannende Lesestunden beschert hat. Der Debütroman der Autorin hat mir einen Ticken besser gefallen, aber auch "Die Sündenbraut" ist wieder eine gelungene Geschichte mit einer starken Protagonistin.
Profile Image for Tauriel .
401 reviews5 followers
July 15, 2020
Facettenreich

Klappentext:
Rheinland im 13. Jahrhundert: Seit dem Mord an ihren Eltern ist Fenja bei ihrer Ziehmutter Runhild aufgewachsen und hat von ihr die Kunst erlernt, Toten ihre Sünden zu nehmen. Doch als auch Runhild ermordet wird, bleibt Fenja nichts - bis auf ein Tuch mit eingesticktem Wappen, das der Mörder verloren hat, und der brennende Wunsch nach Rache. Völlig auf sich gestellt, tritt Fenja die gefährliche Reise an und trifft unverhofft auf den Handwerker Gerald. Er behauptet, den Träger des Wappens zu kennen, und bietet ihr seine Hilfe an. Aber kann Fenja dem jungen Mann trauen?

Das Cover und der Klappentext haben mich neugierig auf diesen historischen Roman gemacht.
Eine Karte ,ein Glossar und eine Personenliste findet sich zu Anfang des Buches,das finde ich persönlich immer sehr hilfreich.Auch die historischen und mir zum Teil unbekannten Orte werden hier in die heutige Sprache übersetzt und sind mir dadurch nicht mehr fremd.
Durch den flüssigen und klaren Schreibstil der Autorin bin ich sehr schnell in diese Geschichte gestartet.
Dieser Roman spielt zur Zeit um 1234 als Friedrich der II .von Hohenstaufen , Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war.
Da die Autorin aus dem Rheinland stammt,hat sie das Geschehen hier angesiedelt.
Die beiden Protagonisten Fenja und Gerald sind gut ausgearbeitet und ich verfolge gespannt das Geschehen.
Fenja ,die sich mit Heilkünsten und verbotenen Ritualen über Wasser hält, ist nach dem Tod ihrer Ziehmutter Runhild auf sich allein gestellt.Ein Wappen,das Runhild ihr im Sterben überreicht,macht Fenja neugierig und so begibt sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln und trifft auf Gerald. Er ist in einer geheimen Mission unterwegs.
Zusammen mit Karren und Hund machen sie sich auf einen beschwerlichen Weg.
Hier lauern Gefahren ,von denen beide nichts ahnen.
Der Wortwechsel von Fenja und Gerald ist fantasiereich und lockern somit einige angespannte Passagen auf.
Mehrere Erzähl-Fäden werden hier von der Autorin gekonnt verwebt.Sie schildert den Alltag der damaligen Bewohner facettenreich .
Auch wenn nach der Hälfte des gelesenen Buches einiges vorhersehbar wird,bleibt die Spannung bis zuletzt.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann es nur empfehlen.

Fazit:Leichte Literatur mit historischem Hintergrund .

Vielen Dank an den Harper Collins Verlag und NetGalley für das Leseexemplar.
1,368 reviews4 followers
August 8, 2020
Im Rheinland des 13. Jahrhunderts reist Fenja, gemeinsam mit ihrer Ziehmutter durch Deutschland. Sie ist eine Sündenesserin, und so müssen die beiden von Dorf zu Dorf immer weiter ziehen, ohne festen Wohnsitz. Ihre Ziehmutter wird eines Tages ermordet und der Täter lässt ein Tuch mit einem geheimnisvollen Wappen zurück-Fenja sinnt auf Rache. Nur mit ihrem treuen Hund macht sie sich auf den Weg, bis ihr Gerald begegnet, ein Handwerker. Gerald erkennt das Wappen und gemeinsam ziehen sie weiter, doch Gerald verheimlicht Fenja etwas....

Dieser historische Roman hat mir sehr gut gefallen! Die Autorin versteht es einen mit ins 13. Jahrhundert zu nehmen und mit einem einfachen, leichten Schreibstil ungemein zu fesseln! So fliegen die Seiten nur so dahin beim lesen. Auch schafft es die Autorin mir neues Wissen zu vermitteln, so hatte ich vorher noch nichts über das "Sünden essen" gehört und fand dies sehr interessant zu lesen! Auch Fenjas Arbeit als Heilerin ist faszinierend und lehrreich, hab ich gern gelesen.

Natürlich gibt es im Roman auch eine Liebesgeschichte, doch diese steht nicht so sehr im Vordergrund, dass sie die Handlung völlig einnimmt. Stattdessen ist der andere Handlungsstrang rund um Fenjas Vergangenheit beinahe wie ein Krimi zu lesen, man kann prima miträtseln und es ist sehr spannend!

Für mich nimmt die Liebesgeschichte auf den letzten 100 Seiten einen etwas zu kitschigen Zug an. Und das Ende ist zwar rund aber ebenfalls sehr glatt. Dafür erwartet einen bis zum Ende noch eine wirkliche Überraschung, die ich nicht erwartet habe, eine tolle Wendung!

Fazit: Ein toller historischer Roman, dem ich jedem nur ans Herz legen kann der ein Fan des Genres ist! Sehr zu empfehlen, erhält das Buch sehr gute 4 Sterne.
410 reviews1 follower
July 30, 2020
++ Schöner historischer Roman - - Fenja ist eine Waise, die sich auf die Suche nach ihrer Herkunft macht - - leicht zu lesen ++

Ich habe von der Autorin schon "Die Klosterbraut" mit viel Freude gelesen. Daher war ich sehr neugierig auf diese Geschichte und meine Erwartungshaltung war relativ hoch.

Die Geschichte spielt im Jahr 1238. Fenja reist mit ihrer Ziehmutter Runhild durchs Land. Sie bieten ihre Dienste als Heilerinnen an und kommen gut zurecht, bis sie auf einen verletzten Zisterziensermönch stoßen. Dieses Treffen löst weitere Ereignisse aus, die Fenjas Leben komplett auf den Kopf stellen.

Die zweite Hauptfigur ist der Ritter Gerald von Aue. Kaiser Friedrich II beauftragt ihn, die Rezeptur eines Donnerkrauts ( Schwarzpulver/Sprengstoff) zu besorgen. Für diesen Zweck soll er als Handwerker verkleidet zu einem alten Alchemisten reisen.

Südlich von München treffen Fenja und Gerald aufeinander und aus einer Not heraus beschließen sie, gemeinsam Richtung Norden zu ziehen. Während ihrer Reise kommen sich die beiden näher, doch für Gerald ist keine gemeinsame Zukunft in Sicht, weil er als Ritter schon seit Jahren einer anderen versprochen ist.

Meine Erwartungen an dieses Buch haben sich voll erfüllt. Ich war bestens unterhalten und dank ein paar pfiffiger Wendungen auch hin und wieder richtig überrascht.

Was mir besonders gut gefallen hat und ich noch extra erwähnen möchte war, dass es in dieser Geschichte keine intriganten und/oder naiv-dümmliche Weiber gibt. So ein Frauentyp wird leider viel zu oft in historischen Romanen dargestellt.
Profile Image for Coribookprincess.
648 reviews24 followers
October 15, 2023
Mich hat der Titel & der Klappentext sofort angesprochen.

Ich lese leider wirklich selten historische Romane, aber dieses Buch hat mir gezeigt, dass ich das nun ändern muss.

Der Schreibstil war detailliert und anschaulich.

Ich war sofort in der Geschichte angekommen und wollte einfach immer weiter lesen

Fenja ist ein so toller und starker Charakter. Sie war mir sofort sympathisch.

Schade ist das schon vorweg genommen wird wer Gerald ist, durch das Personenverzeichnis und die Inhaltsangabe im Buch.
Gerald ist sehr authentisch beschrieben

Ich fand die Chemie der beiden Charaktere toll zusammen.

Trotzdem war es eine tolle, fesselnde Geschichte.

Eine mitreißende historische Liebesgeschichte.
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