Raus aus der Komfortzone, rein ins Abenteuer. Ob eine 102 Kilometer lange Trekkingtour bei Regen durch den Harz, ein Bergaufstieg bei Schnee in den Alpen, eine Urban-Exploring-Tour durch verlassene Bunker oder «Mikroabenteuer» im Elbsandsteingebirge – Abenteuerlust und Freiheitssuche lassen Fritz Meinecke immer wieder aus seiner Komfortzone ausbrechen. Er erzählt von diesen Abenteuern, empfiehlt das richtige Equipment, erklärt, wie man mit wenigen Hilfsmitteln ein Feuer macht oder einen Übernachtungsschutz baut, und er verrät, was wirklich für eine Übernachtung im Freien ins Gepäck gehört.
Wer nach einer Bingo-Vorlage für möglichst viele Kalendersprüche in enger Abfolge sucht, ist hier goldrichtig. Es fällt schwer, bei dieser Ballung an Weisheiten ernst zu bleiben. Wahrscheinlich hätte mir das Buch mit 18 aber gefallen.
Insgesamt wirkt das Werk etwas schlecht gealtert. Man spürt ihm stark die Entstehung zu Beginn der 2010er Jahre an. Ich würde behaupten, dass lost places wie Tschernobyl und urban exploring nicht mehr so unbekannt und neu oder "verrückt" sind wie sie es damals waren.
Es ist im Übrigen kein Survivalguide im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Autobiografie.