Faschismus – kaum ein Begriff steht so für Unfreiheit und Massenmord, kaum ein Wort wird quer durch die politischen Lager so inflationär als Kampfbegriff benutzt. In den Diskussionen von heute und damals sucht das Buch nach Anregungen für eine Gegenwart, in der die Gefahr von Rechtsaußen nicht nur in Europa wieder zunimmt. Dieses Einführungsbuch stellt die relevantesten Faschismustheorien überblicksartig vor. Es fragt nach den Stärken und Schwächen der einzelnen Ansätze und nach dem Kontext ihrer Entstehung. Viel Raum bekommen die neuen Faschismustheorien der letzten Jahrzehnte, die in Deutschland noch immer nicht sehr breit diskutiert werden. Ebenso geht es um teils heiß umstrittene historische und aktuelle Themen wie das Verhältnis von Nationalsozialismus und Faschismus, die heutige extreme Rechte und religiös-fundamentalistische Bewegungen.
Ein gutes Grundlagen Werk, dass die Aushöhlung des Begriffs „Faschismus“ darstellt und dafür plädiert die neuen faschistoiden und rechtsradikalen Regierungen und Bewegungen, eindringlicher zu untersuchen und die Unterschiede zu den historischen Ursprüngen heraus zu arbeiten. Die Fragen im letzten Kapitel geben zudem gute Anreize, sich noch tiefer mit den globalen Verhältnissen und den autoritären Zuspitzungen unserer Zeit zu beschäftigen.
Es ist ein wirklich gutes Einführungs- und Überblickswerk, aber es krankt an seiner fehlenden editorischen Überarbeitung. Das Inhaltsverzeichnis und die Gliederung ist eine absolute Katastrophe und auch einfach nicht entsprechend der Text- und Argumentationsstruktur: sowohl Erläuterungen zum selben Werk wie zu anderen Autoren werden auf der gleichen Gliederungsebene in Kapitel eingeteilt, was einfach keinerlei Sinn macht. Die Gliederung und Einteilung der unterschiedlichen Autoren (braucht man auch nicht gendern) in die Kapitel erfolgt vor allem historisch, was mir teils unsinnvoll erscheint. Eine Gliederung nach ähnlichen Erklärungsfiguren, Theorietradition, o.ä. wäre nach meinem Empfinden für das Verständnis und die Einordnung deutlich zuträglicher gewesen. Außerdem hätten etliche Wiederholungen in den Kapiteln, wenn bestimmte Autoren mehrfach angeführt werden, wirklich rausgestrichen werden können. Nichts desto trotz ist es inhaltlich umfangreich und gut ausgearbeitet und damit eine Leseempfehlung.
Das Buch ist allen zu empfehlen, die einen Einstieg ins Thema suchen. Sehr gelungener Überblick in gut zugänglicher Sprache und mit wenig vorausgesetztem Wissen.
Hält was es verspricht. Ein umfassender Überblick über die theoretischen Ansätze und Debatten der Faschismusforschung, bis heute, inklusive guten, prägnanten und überblicksmäßigen Einführungen in die verschiedenen Theorien. Sollte wahrscheinlich jede_r lesen, die_der sich antifaschistisch betätigt.
Hervorragendes Einstiegs- und Überblickswerk über die verschiedensten Theorien, die sich aus unterschiedlichsten Perspektiven dem Begriff des Faschismus annähern. Es sind absolut keine Vorkenntnisse vonnöten, die Schreibweise ist zugänglich und einfach und darauf ausgerichtet, vielen Menschen zugänglich zu sein. Der Fokus liegt - wie für theorie.org üblich - eher auf marxistischen bzw. linken Theoretiker:innen. Wörsching stellt die unterschiedlichen Theorien nicht nur verständlich dar, sondern verknüpft sie auch miteinander und zeigt ihre analytischen Stärken sowie Schwächen auf. Klare Empfehlung!
Hervorragende Einführung und Überblick über die verschiedenen Theorien und Ansätze zur Untersuchung der Faschismen. Übersichtlich und Verständlich dargelegt und gut gegeigneit um zu sich die zentralen Punkte einzelner Theorien wieder ins Gedächtnis zu rufen.