Nach einer üblen Trennung will Gunnar nur eins: endlich eine bezahlbare Wohnung finden und ein bisschen zur Ruhe kommen. In seiner Verzweiflung ist er sogar bereit, in eine Party-WG zu ziehen – eigentlich sein absoluter Albtraum. Sein neuer Mitbewohner Mario macht die Sache nicht besser, denn der ist alles, was Gunnar nicht ist: sportlich, attraktiv und so heiß begehrt, dass er an jedem Finger ein Dutzend Männer hat. Doch ist Mario wirklich so glücklich mit seinem Leben voller unverbindlichem Sex, wie er vorgibt? Denn Gunnar entdeckt noch eine ganz andere Seite an Mario, die dieser bislang sorgsam vor der Welt verborgen hat – und in die er sich viel zu leicht verlieben kann…
Marios Story, darauf habe ich mich gefreut. Leider konnte sie mich dann doch nicht so recht überzeugen.
Mario war schon im ersten Band nicht gerade ein Sympathieträger und wurde bei mir auch im zweiten nicht beliebter. Ein selbstverliebter Egoist, dem es nur um weitere Kerben im Bettpfosten geht. Gunnar ist zwar um einiges netter, trotzdem konnte ich mich für das Paar nicht begeistern, Nicht nur einmal habe ich mich gefragt, was sich Gunnar noch alles gefallen lässt. Außerdem fehlte mir bei dieser Liebesgeschichte das Gefühl, in erster Linie geht es nur um eine Bettszene nach der anderen. Gemeinsame Interessen und Unternehmungen - Fehlanzeige. Der eine kocht und der andere rennt ins Fitnessstudio. Auch WG-Mitbewohnerin Fritzi macht diesmal keine besonders gute Figur. Gefallen hat mir dagegen der Gastauftritt von Johann und Benji, der aber leider sehr kurz war.
Fritzi und Mario haben in ihrer feierfreudigen WG einen Platz frei, doch trotz einiger Bewerber können sie sich nicht entscheiden. Schließlich wird es der solide Gunnar, weil er sympathisch rüberkommt und vor allem, weil er das Kochen in der WG übernehmen will. Dass Gunnar von Anfang an in den gutaussehenden Muskelmann Mario verschossen ist, stört diesen nicht. Im Gegenteil, Mario hat schließlich lange genug an seinem Äußeren gearbeitet, es ist ihm sehr wichtig, eine tolle Fassade zu besitzen. Denn was dahinter steckt, will sowieso niemand wissen. Außer vielleicht Gunnar.