In unseren Köpfen geht es rund, wenn Gedanken, Erinnerungen, Selbstzweifel und Gefühle wild herumspringen. »Monkey Mind«, Affengeist, so nannten Buddhisten die wilde Bande im Kopf schon vor Jahrtausenden. Besonders laut sind diese Affen für gewöhnlich dann, wenn wir Entspannung am dringendsten nötig haben.Die beiden Achtsamkeitsexperten Ronald Schweppe und Aljoscha Long geben jedem Affen einen Namen und erklären, was dieser mit Körper, Geist und Seele anstellt. Sie erklären, wie jeder seine Affen erkennt, lernt, sie anzunehmen und wieder ziehen zu lassen – um Raum für sein wahres Wesen, positive Gedanken und neue Energie zu schaffen. Mit Meditationen und liebevoller Achtsamkeit kann jeder seine wildgewordene Affenbande bändigen und zu tiefer Gelassenheit und innerem Frieden finden.
Studium der Psychologie, Philosophie, Musikpädagogik und Linguistik in Toronto und München. Mitglied von Mensa e.V. Seit 1989 freier Schriftsteller. Er lebt mit seiner Frau, der chinesischen Schriftstellerin Long Fei in München und Kanton (China).
Na, hast du mal von dem Begriff »Monkey Mind« gehört? Ich ehrlicherweise nicht aber dann hatte ich vor einigen Wochen das Buch »Mit dem Herzen siehst du mehr« der Autoren Schweppe & Long gelesen und genau dieser Begriff ist mir dort das erste Mal begegnet.
Wie bereits im Buch »Mit dem Herzen siehst du mehr« hat man auch hier das Gefühl mit einem Freund zu sprechen. Die Schreibweise ist im Du, man fühlt sich viel mehr angesprochen und einbezogen.
Gleich zu Beginn erhält man auf wenigen Seiten eine gute Zusammenfassung was genau diese Monkey Mind – Affen im Kopf sind. Hier konnte ich an verschiedenen Stellen direkt nicken, vieles hat einfach genau gepasst. Gleich im Anschluss an die kurze Einleitung erfährt man die einzelnen Gattungen der Affen und davon gibt es einige und jeder kennt mindestens eine Hand voll. Da wären z.B.:
Der Affe der Angst Der Affe der Vergangenheit Der Affe der Zukunft Der Affe der Sorgen Der Affe des Ärgers uvm.
Jede einzelne Affen-Sorte wird besprochen, man erhält Einblicke wie sie ticken und wann sie erscheinen. Auch hier gab es relativ schnell Momente in denen ich sagen konnte, dass es bei mir auch oder ähnlich ist. Sind wir ehrlich die meisten Sachen die uns bedrücken könnten wir mühelos zu den Affen-Sorten kategorisieren. Doch denken, dass es auch anders geht? Nein, wir Menschen denken einfach grundsätzlich zu viel, den manchmal ist es einfach aus solchen Gedankenstrudeln wieder herauszukommen. Das möchten uns die beiden Autoren vermitteln.
Ein Buch, das einem helfen kann, seine Gedanken kennenzulernen, zu sortieren und anzunehmen. Kurz und knackig geschrieben, mit Selbsttest, um die Gedanken zu identifizieren, die aktuell die meiste Unruhe im eigenen Kopf stiften. Der zweite Teil des Buches dreht sich dann darum, wie man durch Wahrnehmen, Annehmen, präsent Sein und Loslassen wieder zur Ruhe finden kann.
Für mich hätte es die eingestreute Geschichte mit dem Raben und dem Herrn nicht gebraucht, gestört hat sie aber auch nicht. Mit dem Schreibstil musste ich erst etwas warm werden. Insgesamt aber ein gutes Buch.
Ich habe wirklich einiges über mich gelernt. Vor allem das Affogramm hat in mir einen Aha-Moment ausgelöst - endlich ust mir klar, welcher Affe in meinem Kopf am Lautesten wütet. Es sind viele praktische Tipps im Buch enthalten, die leicht anzuwenden sind und bei mir nach nur wenigen Malen des Übens deutliche Effekte gezeigt haben. Eine klare Empfehlung von mir!