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Töchter der Freiheit

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Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen.
Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz.
Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?

448 pages, Paperback

Published June 24, 2020

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74 people want to read

About the author

Theresa Jeßberger wurde 1997 in Wertheim am Main geboren. Die Burgen und Wälder ihrer Heimat inspirierten sie mit 14 Jahren zu ihrer ersten Geschichte. Heute studiert sie Grundschullehramt und lebt in einem kleinen Dorf an der Grenze zwischen Spessart und Odenwald. Wenn sie nicht schreibt oder berufsbedingt Eichhörnchen laminiert, wandert sie auf der Suche nach Elben durch die Landschaft.

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14 (17%)
4 stars
29 (37%)
3 stars
24 (30%)
2 stars
6 (7%)
1 star
5 (6%)
Displaying 1 - 28 of 28 reviews
Profile Image for M.andthebooks.
798 reviews
August 16, 2020
Rezension: (kann Spoiler enthalten)

Danke an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Idee:
Zuerst wusste ich ehrlich gesagt nicht so ganz weiter. Ein Land, in dem es auch Magie gibt, das aber von einer Tyrannin beherrscht wird. Klang erstmal nicht so spektakulär. Ich habe es dann aber gelesen, weil ich dachte, dass es spannend werden kann und eine Geschichte um Revolutionen hatte ich schon länger nicht mehr. Aber irgendwie war das meiste im Buch nicht unbedingt neu. Es gab Dinge, die mir dort wirklich gut gefallen haben, aber so toll war es im Gesamten jetzt nicht.

Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin fand ich ehrlich gesagt etwas zäh. Ich habe lange gebraucht, und habe trotzdem nicht so richtig in die Geschichte gefunden, weil sie mich nicht packen konnte. Auch der Schreibstil der Autorin hat das nicht verändern können.

Spannung:
Es gab wirklich spannende Momenten, vor allem gegen Ende, aber wenn es gerade mal keine Kampfszenen oder so gab, war das Buch meist ziemlich träge und es viel mir schwer, noch dabei zu bleiben, weil es einfach nicht so wirklich spannend war.

Logik:
Das ist zumindest mal ein sehr positiver Punkt. Denn logisch war die Handlung wirklich. Okay, die Entwicklung der Handlung war in der Regel schon vorher zu erwarten, aber immerhin musste ich hier nicht den Kopf schütteln und mich fragen, wie man auf so etwas bitte kommen kann.

Charaktertiefe:
Auch wenn es wechselnde Sichtweisen gab, waren die Charaktere mir teilweise zu oberflächlich beschrieben. Es gab mal Ausblicke, aber es gab so viele Charaktere, das man gar nicht alle so tiefgehend beschreiben kann. Eigentlich hat man nur von den Protagonisten wirklich viel mitbekommen, was ich wirklich schade fand.

Fazit:
Sicher eine ganz nette Geschichte, doch für mich ist der Schreibstil nichts und das Buch war etwas langweilig.

2,5 Sterne
Profile Image for Mira123.
669 reviews10 followers
October 7, 2020
Ich hatte große Hoffnungen für dieses Buch, so wie für eigentlich jedes, zu dem ich greife. Sowohl das Cover als auch der Klappentext versprechen eine spannungsgeladene Geschichte, die ich für keine Sekunde aus der Hand legen kann oder will. So war das dann aber nicht ganz. Leider habe ich nicht mal die Hälfte des Buches durchgehalten.

Eigentlich habe ich wenig Regeln, die ein Buch befolgen muss. Eine muss allerdings jede meiner Lektüren erfüllen: Ich will mich nicht langweilen. Auf Langeweile reagiere ich allergisch. Ich denke, ihr seht in welche Richtung sich diese Rezension entwickelt? Dieses Buch hat mich gelangweilt. Da passiert einfach nicht wirklich was. Zumindest auf emotionaler Ebene. Die Wiederstandsgruppe, das Exil, die geplante Hinrichtung... All das könnte so schön spannend sein! Die Idee hätte das Potential, das Buch zu einem totalen Pageturner zu machen! Allerdings wurde das gar nicht genutzt. Die Beschreibung bleibt immer auf Distanz, schön oberflächlich, ohne irgendwie auf das Geschehen einzugehen. Klar, es wird beschrieben, was die Figuren tun und fühlen. Aber gezeigt wird nichts. Und das machte das Buch dann auch langweilig.

Mit den Figuren hatte ich das gleiche Problem wie mit der Handlung. Da entsteht keine Beziehung zwischen mir und den Protagonistinnen. Ich lerne sie nicht wirklich kennen. Klar, die Eckdaten weiß ich. Aber nur weil ich mir den Lebenslauf eines Dichters durchlese, bekomme ich trotzdem nicht unbedingt einen Draht zu ihm oder ihr. Zu der Entfremdung in diesem Buch trug meiner Meinung nach auch bei, dass so unglaublich viele Figuren vorgestellt werden und alle ihre Perspektiven berücksichtigt werden. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, hier hat es aber dafür gesorgt, dass ich immer mal wieder ganz schön verwirrt war. Wer ist nochmal Figur A und was macht die bei Figur B? Müsste das nicht Figur C sein? Und wofür stehen die nochmal? Sind die für oder gegen die Königin? Fragt mich nicht, ich kann diese Fragen definitiv nicht beantworten. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sich die Autorin auf weniger Figuren konzentriert hätte, da aber mehr in die Tiefe gegangen wäre. Dann hätten sie nicht so flach gewesen.

Mein Fazit? Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht fesseln. Sehr schade!
Profile Image for Jessi.
1,248 reviews42 followers
July 1, 2020
Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!

Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen.
Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz.
Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?
Quelle: fischerverlage.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Heute wurde über Leben und Tod entschieden.

Das Cover von dem Buch hat mich sofort angesprochen. Es sieht düster aus, wird aber gleichzeitig durch die Blume aus Feuer erhellt. Meiner Meinung nach hätte man das Mädchen gar nicht auf dem Cover gebraucht, trotzdem gefällt es mir sehr gut.

Der Schreibstil der Autorin war anspruchsvoll, anders kann ich es nicht bezeichnen. Ich habe recht lange für das Buch gebraucht, was einfach daran lag, dass ich so langsam gelesen habe. Manche Sätze waren so komplex aufgebaut und dann noch die Wortwahl, ich musste mich wirklich konzentrieren. Ansonsten waren die Beschreibungen aber wirklich gelungen, man konnte sich alles genau vorstellen.

Zu Beginn lernt man Elodea kennen, die ihre Meisterin Loreba noch einmal besuchen will, bevor diese hingerichtet wird. Das Schicksal hat aber andere Pläne für die beiden.

So komplex wie der Schreibstil, ist auch die Welt aufgebaut. Es gibt eine Königin, viele Grafen und und eine Widerstandsgruppe. Man erfährt viel über die Struktur des Landes, wieso die Königin so ist wie sie ist und jede Figur scheint eine Hintergrundgeschichte zu haben. Ich finde es beeindruckend, was die Autorin hier geschaffen hat, darum möchte ich diesen Punkt auch als erstes ansprechen. Noch besser wäre das Buch gewesen, wenn es eine Karte zu dem Königreich gegeben hätte, da doch sehr viele Ortsnamen vorkommen und man als Leser nicht genau einschätzen kann, wie das Land denn genau aufgebaut ist.

Nicht nur das Königreich, auch die Figuren waren sehr komplex und ausgearbeitet. Bei den Aurenen gab es kein Mitglied, dass nicht eine berührende oder schlimme Hintergrundgeschichte hatte. Man erfuhr von allen Mitgliedern etwas, hat kurze Kapitel aus ihrer Sicht gelesen und dadurch wurden sie greifbar, sie waren nicht mehr nur Nebencharaktere. Gleich verhielt es sich mit allen wichtigen Figuren der Geschichte. Zu jedem bekam man eine kurze Geschichte, ein kurzes, oder auch langes Kapitel und man fühlte mit jeder einzelnen Figur mit.

Der Einstieg ist mir nicht so leicht gefallen, da man mit sehr vielen Namen und Orten, Beziehungen und der Welt selbst konfrontiert wird. Es brauchte seine Zeit, bis ich mich wirklich zurecht gefunden hatte und den Aufbau verstand. Ein wenig erinnerte mich die Welt an unser Mittelalter, mit der Königin und der Kirche, dem Widerstand und der Universität, doch die Magier haben hier noch mehr Farbe ins Spiel gebracht. Magie funktioniert in diesem Buch anders, als man es gewohnt ist, man wird auch nicht als Magier geboren oder kann es einfach so lernen. Für mich war die Magie ein wirklich interessanter Aspekt.

Nun beginnt die Story damit, dass ma Loreba hinrichten will, einzig aus dem Grund, dass die Königin sie los werden will. Recht schnell treten aber auch die Rebellen auf den Plan und befreien sie. Ab da wird es zuerst etwas ruhiger, es wird viel geplant und es gibt sehr viel Nebenhandlung. Das eigentliche Ziel ist es, die Königin zu stürzen und ihren tot geglaubten Bruder auf den Thron zu bringen, aber manchmal wirkte es so, als wäre dies nur nebensächlich. Das Buch lebt von seinen Charakteren und genau von diesen erfährt man unglaublich viel. Die anderen Aurenen durchleben ihre eigenen kleinen Geschichten, ebenso Menschen am Hof oder der Kirche. Es scheint vielleicht nicht wichtig für die eigentliche Handlung, aber am Ende läuft alles zusammen und man versteht es als Leser auch. Ich war echt begeistert.

Zwischendurch gibt es immer wieder spannungsgeladene Momente, aber erst auf den letzten 100 Seiten kommt der größte Spannungsmoment. Die Autorin schreckt nicht davor zurück Blut zu vergiesen und das Buch ist an manchen Stellen recht direkt. Es wird niemand unnötig lange gefoltert, dennoch sterben einige Menschen, auch Charaktere, die man lieb gewonnen hat. Der letzte Kampf war für mich einfach nur perfekt, es war spannend, nicht zu lange, nicht zu kurz, alles ergab Sinn. Danach erfährt man noch lang und breit, was jetzt aus den jeweiligen Charakteren geworden ist, für mich war das schon fast zu viel Info, ist aber Geschmackssache. Anscheinend handelt sich um einen Einzelband, denn das Ende war rund un ließ keine offenen Fragen.

Fazit:

Eine komplexe Welt mit vielschichtigen Charakteren, genau das bekommt man bei diesem Buch. Man fühlt sich mit den Menschen in dem Buch verbunden, kann ihre Entscheidungen verstehen und fiebert zusammen mit ihnen mit. Obwohl ich selbst lange für das Buch gebraucht habe, was dem anspruchsvollen Stil zu verdanken ist, hat es mir dennoch wirklich gut gefallen. Ich gebe dem Buch 4 Sterne.
Profile Image for Scarlet.
393 reviews10 followers
September 22, 2020
Das Cover hat sogleich meine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Mir gefällt es richtig gut. Auch der Klappentext hat gleich mein Interesse geweckt.

Darum gehts:
Das Königreich Avendur wird von der herrischen und grausamen Königin Obsidia regiert. Jeder der sich nicht an ihre Regeln hält wird zum Tode verurteilt. Das muss auch Loreba Elgyn feststellen, da sie während ihrer Vorlesung festgenommen wird. Daraufhin entbrennt eine Rebellion und auch ihre ehemaligen Schülerinnen, unter ihnen die Protagonistin Elodea, schließen sich dieser an.

Meine Meinung:
Zuerst einmal muss ich sagen, dass in dieser Geschichte einfach so viele unterschiedliche Namen vorkommen und ich hier Schwierigkeiten hatte diese immer richtig zuordnen zu können. Eigentlich habe ich damit überhaupt keine Probleme, aber bei dieser Geschichte liegt es vermutlich daran, dass mir die Charaktere allesamt leider bis zum Ende hin fremd geblieben sind. Mir hat die Tiefe gefehlt, sodass ich leider mit keinem mitfiebern konnte.

Auch die Handlung ging eher schleppend dahin und war doch lange Zeit ganz schön langweilig. Der Anfang war noch richtig spannend, aber dann wurde es zäh. Erst am Ende kam das Ganze nochmal richtig in Fahrt. Ich finde, dass hier sehr wichtige Themen wie Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und auch das Recht auf Bildung repräsentiert werden. Aber die Umsetzung hat mich leider nicht überzeugt.

Der Schreibstil an sich war gut. Daran habe ich nichts auszusetzen und ich fand das Buch ließ sich auch richtig flüssig lesen. Aber leider konnte es mich nicht packen.

2,5 ⭐
Profile Image for Avirem.
294 reviews1 follower
July 8, 2020
Kurzbeschreibung


Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!


Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen. Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz. Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?


Meinung



Elodea ist eine Aurenin und kam nach ihrem Prozess als Hofdame zum Adel um zur Sittlichkeit zurückgeführt zu werden.


"Töchter der Freiheit" ist eine fantastische Geschichte von Theresa Jeßberger. Das Buch ist am 24. Juni 2020 im Fischer Kinder- und Jugendbuchverlag erschienen, umfasst 448 Seiten und ist als Paperback oder als ebook erhältlich. Der Debütroman der Autorin wird ab 14 Jahren empfohlen. Rebellion. Widerstand. Auflehnung. Beteiligung an einem Aufstand. Ein Zusammenschluss um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Eine Veränderung. Der Sturz der Regierung. Beendigung von Unterdrückung und Leid. "Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben". Bei diesem Satz könnte man vermuten, dass romantische Gefühle hier eine tragende Rolle spielen. Und wenn es auch welche in verschwindend kleiner Dosis gibt, so steht doch die Liebe zu anderen Dingen im Vordergrund. Die Liebe zu seinen Mitmenschen, zur Freiheit, zur Gerechtigkeit, zum Wissen, zum Glauben, zu Freunden, zur Familie und zu seinem Land. Das sind Themen, die den Protagonisten wichtig sind, für die sie sich einsetzen und für die sie mit dem Tod bezahlen könnten.



Avian ist eigentlich Atheist doch durch das Einwirken seines Vaters übernahm er die Aufgabe des Oberhauptes der avenischen Kirche.


Schon die Kurzbeschreibung lässt erkennen, dass es sich um eine weitläufige Geschichte mit vielen Protagonisten handelt. Ein solcher Geschichtenaufbau liegt mir und neugierig habe ich zu lesen begonnen. Die Königin regiert mit eisener Hand. Besonders auf Kosten der Armen, der Kranken, der Alten und der vom Leben Gebrochenen. Keine Solidarität. Keine Barmherzigkeit. Keine Hilfe. Viele Bürger sehen diese Ungerechtigkeit, aber stehen nicht auf. Manche wagen es doch. Auch einige vom Adel heißen diese Tyrannei nicht gut, trotzdem schließen sie die Augen. Doch nicht alle. Die Aurenen unterstützen Familien in Not. Die Brüder Mhyrias arbeiten im Untergrund. Und so finden sich immer mehr die gegen die Herrschaft der Königin aufbegehren. Der Einstieg in die Erzählung fiel mir nicht schwer. Der Leser begleitet sehr unterschiedliche Charaktere und lernt verschiedene Beweggründe kennen. Die Aurenen. Die Brüder Mhyrias. Mitglieder des Kronrates. Angehörige der Kirche. Adelige des Landes. Die Königin.



Loreba ist mit Herz und Seele Magierin, Magistra der Universität, Gründerin der Aurenen und Menschenfreund.


Das gestaltete sich zwar interessant, packen konnten mich die Ereignisse aber nicht so recht. Obwohl die Protagonisten sehr lebendig erdacht waren und durch die vielen Perspektiven ein guter Weitblick entstand, konnte mich die Haupthandlung nicht richtig gefangen nehmen. Durch die Sprünge zwischen den Charakteren schien mir die Tiefgründigkeit ein wenig verloren zu gehen. Von manchen Mitwirkenden hätte ich gerne mehr gelesen und im Gegensatz dazu anderes Unwichtigeres lieber übersprungen. Zur Mitte hin verlor mich die Geschichte sogar ein wenig, denn es fühlte sich für mich doch ein wenig langatmig an. Zum Ende hin wird es dann doch spannender und die Autorin lässt bei ihre Protagonisten in den Kampf ziehen. Magie, die es in dieser Welt gibt, kommt weniger zum Vorschein. Gefallen haben mir die vielen verschiedenen Themen die eingearbeitet wurden sowie schöne Gedanken und sinnige Botschaften. Insgesamt ein solider kämpferischer Roman in historischem Ambiente mit ein wenig Magie und sinnvollen Denkanstößen.



Obsidia ist die Königin von Avendur und herrscht mit eiserner Hand, labilem Verstand und tyrannischer Grausamkeit.


Der Bücherliebhaber begleitet verschiedenste Protagonisten durch die Geschichte. Manche häufiger und andere seltener. Einen großen Part davon nimmt Elodea ein. Mit ihren siebzehn Jahren eine der jüngsten Charaktere. Die meisten sind wesentlich älter. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Klar, eindringlich und teilweise sehr wortgewandt geht es durch die Seiten. Die Sprache fand ich zur Erzählung passend und das Erzähltempo durchwachsen. Eine Karte hätte besseren Überblick verschafft. Ein Personenregister könnte für jene hilfreich sein, die sich mit so vielen Perspektiven etwas überfordert fühlen. Mir selbst fehlte es nicht.



Lysander ist Soldat unter dem Befehl der Königin und gilt nicht nur als ihr Hauptmann, sondern auch als ihr Vollstrecker und ihr Bluthund.



Fazit: "Töchter der Freiheit" ist eine fantastische Geschichte von Theresa Jeßberger. Eine tyrannische Königin. Keine Solidarität. Keine Barmherzigkeit. Keine Hilfe. Rebellion. Widerstand. Auflehnung. Es geht um die Liebe zu seinen Mitmenschen, zur Freiheit, zur Gerechtigkeit, zum Glauben, zum Wissen, zu Freunden, zur Familie und zu seinem Land. Trotz sinniger Botschaften und schöner Gedanken fehlte mir Tiefe und Spannung. Die Geschichte konnte mich nicht recht packen und mitreißen. Insgesamt ein solider kämpferischer Roman in historischem Ambiente mit ein wenig Magie und sinnvollen Denkanstößen. Von mir gibt es 3,5 Sterne die ich auf 4 Sterne aufrunde.



Lyonel ist der rechtmäßige König von Aventur, wurde aber wegen der Schande seiner Missbildung vor dem Volk versteckt.



Zitat



"Ich konnte mir nicht aussuchen, als was ich geboren wurde. Aber als was ich sterbe, das bestimme allein ich selbst."

(Pos. 3534)
Profile Image for black-eyes-black.
261 reviews8 followers
May 31, 2021
Theresa Jeßberger hat mit ihrem Jugendbuch „Töchter der Freiheit“ ihren Debütroman geschrieben.

Klappentext:
Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen. Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz. Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?

Voller Vorfreude habe ich mich an dieses Buch herangewagt. Ich hatte keinerlei Erwartungen, aber der Klappentext klang vielversprechend und hat ein magisches und spannendes Abenteuer versprochen. Doch leider war meine Enttäuschung recht schnell relativ groß, habe ich doch etwas ganz Anderes bekommen, als ich vermutet hätte.
Zunächst einmal der Schreibstil. Dieser ist manchmal recht einfach gehalten, kurze prägnante Sätze bringen die Geschichte voran. Aber manchmal ist dieser auch anspruchsvoller und fordert den Leser, konzentriert zu lesen. An manchen Stellen wirkte dies etwas holprig auf mich, teilweise hat es meinen Lesefluss gestört. Auch hat es die Autorin leider nicht geschafft, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Jeßberger gibt sich wirklich Mühe, die Welt zu beschreiben und diese plastisch darzustellen. Jedoch hat es bei mir kein Bild hervorgerufen. Es war leider auch nicht förderlich, dass der Schreibstil oftmals sehr distanziert war. Emotionen werden nur bruchstückhaft in die Geschichte mit eingebunden und man bekommt als Leser den Eindruck, dass man passiv an der Story teilhaben darf.
Leider konnte meiner Meinung nach auch nicht durchweg die Spannung hochgehalten werden. Es gab viele spannende Passagen, wo ich mitgefiebert habe. Dann gab es leider auch viele Szenen, welche mir zu detailreich beschrieben wurden, wo sich Jeßberger in – meiner Meinung nach – unnötigen Details verloren hat. Es kann auch sein, dass für mich nicht immer die Spannung gehalten werden konnte, weil ich doch etwas ganz Anderes von der Handlung erwartet hatte. Ich hatte mir mehr Widerstandskämpfe und eine rebellische Untergrundgruppe gewünscht – diese sind auch Teil der Handlung, aber doch ganz anders, als ich zu Beginn des Buches gehofft hatte. Die Grundidee von diesem Jugendbuch hat mich durchaus gefallen. Jedoch ist die Umsetzung in meinen Augen mangelhaft. Dafür kann „Töchter der Freiheit“ durch seine Komplexität bestechen. Viele interessante Themen werden angesprochen und auch behandelt. Auch scheut die Autorin Jeßberger nicht davor zurück, politische Aktionen und Reaktionen zu thematisieren. Sie lässt diese gekonnt in die Handlung mit einfließen, sodass diesbezüglich ein rundes Bild entsteht.
Schade finde ich auch, dass die Magie in der Handlung eigentlich keine wesentliche Rolle spielt. Immer wieder werden Andeutungen gemacht. Aber bis das erste Mal Magie eingesetzt wird, ist die Story schon fast abgearbeitet. Auch hat sie keinen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf der Handlung. Am Ende spielt diese nochmal eine Rolle, aber das hätte man gegebenenfalls auch anders lösen können. Hier hatte ich mir einfach mehr erhofft.
Gelungen sind die Darstellungen der Charaktere. Diese wirkten auf mich lebendig. Jeder Protagonist hatte seine persönliche Antriebskraft, welche nachvollziehbar war. Aber leider hat der distanzierte Schreibstil dazu geführt, dass ich zu den eigentlich wunderbar gestalteten Charakteren keinen direkten Bezug aufbauen konnte. Ich habe nicht wirklich mit ihnen mitgefiebert. Ich habe zwar mit Spannung weitergelesen und wollte wissen, wie es weitergeht – aber falls ihnen etwas Schlimmes passiert wäre, wäre es für mich auch nicht dramatisch gewesen.

Insgesamt hat die Autorin Theresa Jeßberger mit „Töchter der Freiheit“ einen vielseitigen Jugendroman geschrieben. Jedoch habe ich etwas ganz Anderes bekommen, als ich anhand des Klappentextes erwartet hätte. Leider habe ich auch ein paar Kritikpunkte, das Buch konnte mich nicht richtig überzeugen. Eine andere Umsetzung für die gelungene Grundidee hätte diesem Werk gutgetan. Ich möchte 3 Sterne vergeben.
Profile Image for Norwyn Schäfer.
773 reviews14 followers
August 26, 2020
4/5 Sterne
Töchter der Freiheit
von Theresa Jeßberger
S. Fischer Verlag
„Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!
Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen.
Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz.
Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?
Starke Fantasy für alle Fans von »Iron Flowers«, »Die Chroniken der Verbliebenen« und »Das Lied der Krähen«.“
Ich bedanke mich bei Netgalley und dem S. Fischer Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar des Buches. Ich gebe hier meine unabhängige und unbezahlte Meinung zu dem Buch ab.
Bei diesem Buch handelt es sich um einen Einzelband und das ist für mich auch erfreulich, da man sehr oft auf Serien trifft und so ein Einzelband immer wieder eine schöne Abwechselung ist und sich schnell und leicht weglesen läßt, ohne Cliffhanger und Wartezeiten auf den Nachfolger.
Dieses Buch ist viel mehr als eine Liebesgeschichte. Es ist ein Buch für welches man Zeit und Ruhe braucht um es zu lesen, ein Buch in welchem man am Ende weinen kann. Ein Buch in dem nicht alles gut endet, aber man der gesamten Entwicklung bis zu dieser Situation realistisch folgen kann. Auch wenn es heißt, die schönsten Liebesgeschichten seien mit Blut geschrieben, geht es nicht nur um die reine Amore Amore, denn Liebe ist noch so viel mehr und steckt in so vielen anderen Dingen. Man kann sie überall finden.
Genau das sagte uns die Autorin in diesem Buch, welches ist schon beinahe poetisch nennen möchte. Selbst wenn es in diesem Buch Greuel, Brutalität und Strataten gibt, verübt von den Antagonisten sieht man dennoch deutlich genug wie es überhaupt dazu kommen konnte. Sie sie böse? Definitiv aber niemand wird böse geboren, nicht wahr? Die Umstände und die Umwelt beeinflussen einen Menschen.
Wie ich schon weiter oben schrieb braucht man für dieses Buch durchaus Zeit, doch nicht nur um den wundervollen Schreibstil und die Geschichte zu genießen, sondern auch weil es so umfassend, vielfälltig und die Anzahl der Personen und Namen einen bisweilen verwirren kann.
Auch wenn hauptsächlich Elodea zu Worte kommt, haben wir dennoch die Perspektiven von mehreren POV´s denen man folgen kann.
Also was erwartet Euch? Spannung und Action in Form von Verfolgungsjagten, Liquidationen, Verschwörungen und Machenschaften. Es bleibt die gesamte Geschichte über spannend auch wenn man gegen Ende hin eigentlich weiß, wohin es wohl führen wird.
Die Art wie die Autorin mit Worten und Emotionen jongliert, diese nahezu poetisch verwebt ist wirklich mehr als ansprechend zu nennen.
Die behandelten Themen waren so vielfältig, dass ich beinahe meinen möchte, es ging ein wenig auf Kosten des Tiefganges der Geschichte aber dennoch war ich begeistert.
Besonders das gelungene Setting des Buches hat mir gefallen.
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Profile Image for Anaba.
279 reviews2 followers
July 2, 2020
Dieses Buch ist mir sofort ins Auge gesprungen und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, landete es direkt auf meiner Wunschliste.

Doch Achtung, obwohl der erste Satz aus dem Klappentext danach klingt, ("Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!") ist es definitiv keine Lovestory. Diese Thema spielt eine sehr untergeordnete Rolle. Es konzentriert sich viel mehr auf wichtige und dauerhaft brisante Themen, wie die Meinungsfreiheit und der Umgang mit der Angst sich nicht zu fügen.

Doch wie zeigt sich Mut? Welches Risiko ist zu groß? Welche Konsequenzen sind zu erwarten?

All dem begegnen die Protagonisten dieser Geschichte und müssen sich entscheiden wie weit sie für ihre Freiheit gehen.

Der Einstieg in diese Erzählung hat mich sofort gepackt man lernt die verschobenen Machtverhältnisse kennen und wie dominant und gnadenlos die Königin regiert. Hier ist kein Platz für Widerspruch, nicht konforme Schriften oder gar Rebellen.

Doch genau diese finden sich - sie stammen aus verschiedenen gesellschaftlichen Positionen, Frauen wie Männer und unterschiedlichen Alters. Es hat mich beim Lesen immer wieder erstaunt, wie viele Bereiche zu dieser Thematik abgedeckt werden, unter anderem wird Religion und Glaube aufgegriffen. Jedoch ist dies alles auf eine größere Anzahl von Charakteren verteilt. Hier wurde es stellenweise etwas viel und forderte eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Lesen. Im Zentrum stehen Elodea, eine Studentin, Avian, ein Mann der Kirche und dessen Schwester, Lionel, der Bruder der Königin, der fahnenflüchtlinge Elliott, Gräfin Isobel und viele weitere. Trotz der hohen Anzahl an Charakteren bekommt jeder einzelne eine gewisse Aufmerksamkeit und durch die deutlich unterschiedlichen, wenn auch etwas komplizierten, Namen lassen sich diese gut zuordnen und merken. Jedoch wird etwas Spannung genommen, da man immer neuen Personen begegnet. Das Vermitteln der unterschiedlichen Ansichten und Verhältnisse formt eine gelungene Stimmung und meistens, doch nicht immer, spürbare Emotionen. Die vielen Beweggründe, Meinungen und Ansichten geben immer wieder Denkanstöße.

Zwischen den bedrückenden und angespannten Szenen finden sich kostbare Momente der Leichtigkeit, Zeit für ein paar wenige Scherze, etwas Freundschaft und vielleicht ein kleines bisschen Romantik.

Das Setting lässt sich mit einer Zeit irgendwo zwischen Mittelalter und vor der Industrialisierung vergleichen, durchzogen mit Magie.

Insgesamt werden sehr viele Themen angesprochen, dies geht auf Kosten der Tiefe. Etwas weniger Breite hätte mir für ein Jugendbuch völlig ausgereicht. Um die, mit so viel Einfallsreichtum und Liebe gestalteten, Charaktere völlig auszuschöpfen und die Emotionen weiter zu vertiefen dürfte es, meiner Meinung nach, verzwickter sein, durchzogen mit Verrat und Misstrauen - dann über zwei oder mehrere Bände verteilt. Selten habe ich eine Geschichte gelesen die noch so viel mehr hergegeben hätte, obwohl sie bereits gut ist. Im Nachhinein wirkt es auf mich wie die Essenz einer epischen Geschichte.

Der Schreibstil ist anspruchsvoll, doch sehr passend zu dieser Erzählung.

Das Debüt von Theresa Jeßberger hat mir trotz meiner Kritikpunkte gefallen. Ich fand die Geschichte interessant und werde definitiv weitere Titel der Autorin lesen.
Profile Image for Catwithbooks.
2,393 reviews9 followers
August 2, 2020
Ich war gespannt was mich hier erwartet, dass Cover fan dich schon sehr interessant und der Klapptext hat weiter meine Neugier gesteigert.

Die Autorin hat einen sehr flüssigen und bildhaften Schreibstil. Vom Setting her war es historisch, mittelalterlich mit ein tick Magie angehaucht. Anders kann ich es nicht beschreiben. Obwohl das magische eher ganz im Hintergrund ist.
Die Geschichte, die die Protagonistinnen durchleben, ist spannend, voller Intrigen, mit Lebensweisheiten gespickt und sehr aufregend.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven geschrieben und man kann sich was die Gefühlslage jedes Mal angeht gut rein versetzen.
Ich fand die Geschichte sehr aufregend und ich habe mit den verschiedenen Charakteren mit gefiebert. An vielen Stellen ist mir das herz stehen geblieben, da ich einfach nicht mit den verschiedenen Wendungen gerechnet hätte.

Es war für mich ein sehr tolles Lesevergnügen gewesen.
66 reviews
July 11, 2020
Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!

Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen.
Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz.
Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?

Dieses Buch ist wieder eines, das mich als erstes mit seinem genialen Cover beeindruckt hat. Es ist einfach ein absoluter Blickfang. Darauf zu sehen ist der Kopf eines Mädchens in der Frontansicht, ihre dunklen Haare sind wie vom Wind verweht, bedecken teilweise ihr Gesicht. Unterhalb des Gesichtes der jungen Frau ist eine wunderschöne goldene Rose zu sehen, die ein wenig aussieht, als würde sie brennen, da von ihr goldene Schwaden aufsteigen, in denen wie kleine Funken zu sehen sind. Ich finde das Cover einfach mega.

Bei „Töchter der Freiheit“ handelt es sich um einen Einzelband. Es ist das erste Buch, welches ich von der Autorin lese und es ist auch ihr Debüt. Erschienen ist es am 24. Juni 2020 im Fischer Verlag.

„Kann ein Buch den nicht einfach mal nur schön sein? Es ist doch faszinierend, wie man gerade in der Lyrik Wörter so verweben kann, dass sie Melodien ergeben, dass sie in den Köpfen der Menschen Bilder malen. Muss dahinter immer ein Sinn stehen? Man betrachtet doch auch keine Blume und fragt sich, ob das jetzt den Verstand fordert...“ Mit diesem Zitat beginne ich meine Gedanken zu diesem Buch.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er lässt sich sehr flüssig lesen und obwohl es sehr viele Personen in ihrer Geschichte gibt, war nichts verworren, sondern man hatte als Leser sehr schnell raus, wer wer ist und wer welche Geschichte mit sich bringt. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln, größtenteils aus der Sicht von Elodea, was mir sehr gut gefällt. Der Schreibstil der Autorin ist auch sehr bildlich. Sowohl die beschriebene Umgebung, als auch manch prägende, eindrucksvolle Szene ist augenblicklich vor mir erschienen, als würde sie die Bilder direkt projezieren.

Das Buch besticht, wie schon oben erwähnt, durch seine Vielzahl an Charakteren. Und es ist jede Facette ein wenig vertreten, von sanftmütig bis absolut grausam. Jeder der Charakter trägt sein eigenes Paket der Vergangenheit mit sich, jeder hat seine Art und Weise entwickelt, damit umzugehen. Für mich war es faszinierend, das zu lesen. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass die Charaktere sich entwickeln und zumindest die meisten nicht stehen bleiben. Und in manchen steckt so viel mehr, als man sich gedacht hat.

Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch so manches aufgreift, was auch in unserer Welt, fernab von Magie aktuelles Thema ist. Sei es das Zölibat, das aufgegriffen wird, die Trennung von Kirche und Staat oder auch Kinderkrankheiten, die es eigentlich schon nicht mehr geben sollte. Toll fand ich auch, dass die Magie in diesem Buch so anders ist. Dass sie nicht gewirkt wird, wie man es aus anderen Büchern so im Kopf hat.

Selten habe ich mir bei einem Buch so viele Dinge notiert, die ich unbedingt in meiner Rezension erwähnen wollte. Und auch ein paar Zitate haben den Weg in meine Notizen gefunden, da sie mir so gut gefallen haben. „Heimat ist der Ort, an dem man sein kann, wer man ist. An dem die Masken fallen und wir uns nicht mehr verstellen müssen.“

Dieses Buch hat mich hin und wieder an Bücher erinnert, die ich bereits gelesen habe, mal waren es „Die Chroniken der Verbliebenen“, dann war es wieder „Vertrauen und Verrat“. Wahrscheinlich liegt das daran, dass auch in diesen Geschichten ebenfalls unheimlich starke Charaktere zum Tragen gekommen sind, wie es hier der Fall ist. Und dieses Buch sprüht vor Emotionen. Egal, in welche Richtung diese gehen. „Es ist immer die Liebe...“ ist wohl einer der Sätze, die am besten beschreiben, was der Kern allen Handelns ist...

Wichtig ist bei diesem Buch, dass man an der Geschichte dran bleiben kann, dass es keine Lektüre mal schnell für zwischendurch ist. Und wenn man sich dann voll und ganz darauf einlässt, erwartet einen eine Geschichte, die durch und durch überzeugen kann, die voll ist von Emotionen, einen zum nachdenken bringt und die einen auch nicht mehr so schnell loslässt.

Für mich ist dieses Buch eine absolute Überraschung gewesen. Ich habe gelacht, ich hatte Tränen in den Augen – was kann man mehr von einem Buch erwarten? Es hat von mir absolut 5 Sterne verdient und ich kann es nur empfehlen.
Profile Image for Alja Kern.
42 reviews5 followers
July 28, 2020
Was für eine großartige Überraschung dieses Buch doch war. Ich hatte niemals damit gerechnet dass es tatsächlich ein Jahreshighlight werden würde. Das Cover ist natürlich sehr ansprechend und zugegeben, ich habe den Klappentext nicht gelesen. Typisches Cover Opfer eben.
Ich kann alle beruhigen, es wird ein Einzelband bleiben. In Zeiten der Buch - Reihen, vor allem Trilogien empfinden es viele und so auch ich, als willkommene Abwechslung.
Der Schreibstil ist wirklich wunderschön, fast poetisch und das Buch ist nichts für nebenher. Man kann sehr tief in die Geschichte eintauchen und alles wunderbar auf sich wirken lassen. Man lernt sehr viele Charaktere kennen, aber ich fühlte mich zu keiner Zeit überfordert dadurch. Alles fließt und ist einfach etwas besonderes.
Liebe ohne Kitsch, Adel, Spannung und eine fanatische Welt. Ganz viel Lesevergnügen hierbei.
Profile Image for Nynaeve.
107 reviews
July 25, 2020
Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!

Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen.
Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz.
Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?

"Töchter der Freiheit" ist ein Einzelband der am 24.06.2020 im Fischer KJB Verlag erschienen ist.

Eine dunkelhaarige, junge Frau ziert das Cover. Neben ihrem Gesicht ist es vor allem die Rose aus Feuer die sofort den Blick einfängt und neugierig auf dieses Buch macht! Der Titel ist groß und gut lesbar in weißer Farbegeschrieben, darüber ein paar Ornamente. Es sieht einfach edel aus!

Als ich den Klappentext heraus gesucht habe ist mir sofort die erste Zeile ins Auge gestochen. Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben! Eine Weile habe ich überlegt ob ich darauf hinweisen soll das hier keine große Liebesgeschichte vorliegt. Denn von romantischer Liebe ist nicht allzu viel zu lesen. Trotzdem entspricht dieser Satz perfekt dem Buch! Will man eine Lehre daraus ziehen, so heißt sie das Liebe die größte Macht ist und zwar in jeder Richtung! Theresa Jeßberger hat mich mit diesem Buch restlos begeistert. Denn bei welchem Buch ist es schon der Fall das man fast weint - weil die Antagonisten ihr Ende finden?! Dies kommt selten vor und jetzt könnte man denken die Antagonisten sind nicht böse genug. Doch das stimmt nicht! Über deren Gräueltaten nachzudenken bereitet mir schon Gänsehaut! Frau Jeßberger zeigt im Verlauf der Geschixhte allerdings auf warum sie zu dem geworden sind was sie sind und wir landen wieder bei der Botschaft: Liebe. Oder eben der Wunsch danach. Ich bin wirklich beeindruckt mit welch einer Poesie und Wortgewandtheit die Autorin ihrer Geschichte Leben eingehaucht hat. Selten habe ich so viele Stellen markiert. Chapeau!


"Und hübsch, was war das denn für ein Wort? Hübsch war ein Körper, eine Fassade, aber ein Mensch? Wen interessierte denn, wie sie ihr Haar trug, wenn man schon allein an der Art, wie sie sprach und dachte, erkennen konnte, dass sie schön war? Nicht im Sinne dieses hübsch, sondern schön von innen heraus, in ihrem ganzen Wesen."


Für dieses Buch sollte man sich Zeit nehmen. Es voller Aufmerksamkeit lesen und länger dran bleiben. Zum einen um den schönen Stil zu genießen und die Wörter wirken zu lassen. Zum anderen um jederzeit den Überblick zu behalten. Es kommen viele verschiedene Namen und Figuren vor. Zwei Bäumen ähneln sich sehr, die Personen stehen aber auf unterschiedlichen Seiten und man muss vor allem am Anfang aufpassen dass man nichts durcheinander bringt. Es gibt mehrere Perspektiven, man liest jedoch hauptsächlich von Elodea.
Der Spannungsbogen hält sich konstant aufrecht. Verfolgungsjagden, Intrigen, Hinrichtungen, Lebensweisheiten und vieles mehr wechseln sich ab so dass es immer interessant bleibt. Das Ende ist im Verlauf der Geschichte unvermeidlich und sicherlich keine Überraschung, nichtsdestotrotz hat es mir sehr gut gefallen und mich berührt.


"》Ich weiß《, sagte Martha bitte. und schaut, wie weit es mit unserer Gesellschaft gekommen ist. Es gibt nur noch Leute, die Narben schlagen, aber keinen, der weiß, wie man heilt. Sich am Leid anderer zu erfreuen, ist wie auf Glasscherben zu tanzen. Stück für Stück zerstört es einen selbst. Ich wollte keine von denen sein.《"


Ich möchte eine klare Leseempfehlung für "Töchter der Freiheit" aussprechen. Dieses Buch spricht so viele verschiedene Themen an, die letztendlich auf eines hinaus laufen. Liebe in jeder Form und zwar ganz ohne Kitsch, sondern mit viel Spannung und Blut.
Profile Image for Das Bücherwunderland.
153 reviews
October 25, 2020
Nur aus Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen. Ich war auch auf der Suche, nach einen einzeln band da ich momentan so viele Reihen angefangen habe und da kam dieses Buch wie gerufen. Es ist auch der Debütroman der Autorin was mich auch dazu gebracht hat dieses Buch anzufragen. Das Cover war, das erste, was ich vom Buch gesehen hatte und dies hat mich schon sehr neugierig gemacht es sieht einfach nur magisch und Episch aus, sodass ich dann auch den Klappentext lesen wollte. Diese hat mich auch angesprochen und so habe ich das Buch als Rezensionsexemplar angefragt bei NetGalley. Ich möchte mich hier auch noch mal beim Verlag und beim Portal bedanken dafür. Was mir sehr gefallen hat, ist das die Rose sowie der Titel werden schon auf der ersten Seite erklärt. Der Schreibstil ist sehr locker und leicht zu lesen man fliegt gerade so durch die Seiten. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt.
Vorab muss ich sagen, dass mich eine sich etwas gestört hat, nämlich das es so viele Charaktere gab mit ungewöhnlichen Namen, die man sich zu Anfang echt nicht gut merken konnte. Man kam sehr schnell durcheinander wer, wer ist und da hätte ich mir irgendwie hinten ein namens Register gewünscht, wo man noch mal nachsehen kann wer, wer ist. Das hätte den Anfang bzw. den einstieg in die Geschichte etwas leichter gemacht. Leider musste ich manchmal beim Lesen kleine Pausen einlegen denn dafür, das es ein Einzel Band ist, passiert hier sehr viel das man sacken lassen musste. Nachdem ich die anfänglichen Probleme überwunden hatte, war ich wirklich sehr gefesselt von der Geschichte. Mir hat der Verlauf der Geschichte sehr gefallen es war, obwohl ich manchmal das Buch weglegen musste durchgängig spannend. Es gibt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe die einen noch mehr in die Geschichte hinein gezogen haben. Die Welt in dem die Geschichte spielt, hat mir wirklich sehr gefallen, ich konnte sie mit sehr gut vorstellen. Auch die einzelnen Settings sind einfach nur klasse, welche ich mir echt gut vorstellen konnte. Was ich sehr interessant gefunden habe ist das in der Geschichte auch Themen angesprochen worden, die heute aktuell sind, werde diese natürlich nicht nennen diese musst du selber nach lesen. Das Buch dreht sich um Rebellion, Kampf und Strategie, aber auch um Familie sowie dem herausfinden, was man genau möchte und wie man seine Ideale den folgen kann mit dem ende des Buches hat mir wirklich gefallen. Es ist stimmig, strukturiert, logisch sowie hat es mich zufrieden gestellt. Fragen die ich mir im Laufe des Lesens gestellt habe wurden beantwortet sowie auch gibt es welche die nicht ganz beantwortet wurden, wo ich selbst meine Fantasie benutzen kann.
Kommen wir nun zu den Protagonisten welche ich mir alle doch sehr gut vorstellen konnte und mir auch gefallen. Elodea war von allen Protagonisten diejenige mit der mich am besten verstanden habe ich mochte ihre Art. Sie ist eine starke Person, sie kämpft für das wo zu sie steht und Letzt sich nicht leicht unterkriegen. Avian mochte ich auch sehr gerne ich mochte seine Art auch und auch das er sich für seine Familie „opfert“. Dann gibt es da noch Lyonel und Isobel welche ich beide auch sehr gerne mochte aber nicht so viel sagen konnte als, dass sie mir sympathisch waren.
Fazit
„Töchter der Freiheit“ von Theresa Jeßberger ist doch ein gelungener einzeln band welcher mich nicht zu 100 % überzeugen konnte. Zu Anfang hatte ich wirklich meine Schwierigkeiten, mit den ganzen besonderen Namen sowie auch das wegen der fülle an Momenten und Szenen muss ich einen Hut abziehen. Aber dennoch ist es sehr spannend und als ich die anfänglichen Probleme überwunden hatte, war ich wirklich in der Geschichte drinnen.
Profile Image for Sani Hachidori.
182 reviews3 followers
February 14, 2021


INHALT:

Die Geschichte dreht sich um Elodea und viele andere Personen. Elodea ist die Magieschülerin der Professorin Loreba. Diese erregt mit ihrer letzten Vorlesung zu verbotenen Dokumenten der Geschichte Aufsehen, sodass sie von den Gesetzeshütern festgenommen wird. Schlussendlich wird sie zum Tode verurteilt.
Das Königreich wird durch die grausame Hand der Königin Obsidia regiert. Doch es regt sich Widerstand durch die Brüder Mhyrias und die sogenannte Aurenen, zu denen auch Elodea gehört. Sie stehen mehr als einmal vor der Frage, was sie bereit sind zu geben, um ihre Freiheit zu erkämpfen.
In dem Buch wird auch aus der Sicht von Obsidia geschrieben und manchmal auch aus Sicht anderer Nebenpersonen. Da es so viele Charaktere gibt, ist es schwierig, einen echten Protagonisten ausfindig zu machen. Elodea kommt dem noch am nächsten.
Der Inhalt fokussiert sich zunächst auf Elodea und Lorebas Schicksal bis hin zur Hinrichtung. Später wird vor allem der Widerstand und die Pläne zur Schlacht thematisiert.
Handlungstechnisch passiert nicht allzu viel, aber es wird viel politisch beschrieben und erläutert. Nicht nur die Geschichte von Avendúr, sondern auch die Machtverhältnisse werden sehr detailliert angegangen. Wer gern über politische Sachverhalte und Intrigen liest, der sollte hier mehr als genug auf seine Kosten kommen.
Für Leser wie mich, die es in dieser Fülle eher nicht so mögen, ist es vielleicht nicht das richtige Buch. Für mich erzeugten gerade die vielen politischen Gespräche irgendwann aufgrund ihrer Ausgeprägtheit sehr viele Längen und die Spannung blieb dadurch für mich aus.


SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil an sich ist tatsächlich mehr als 0815, da hier schon ein anspruchsvollerer Ton angeschlagen wird. Allerdings ist mir öfter beim Lesen aufgefallen, dass die Sätze sehr kurz und abgehackt wirkten, was den Lesefluss für mich etwas gemindert hat.
Die vielen Charaktere haben erstaunlich viel Leben in sich gehabt, auch wenn Tiefe nicht immer vorhanden war. Tatsächlich gab es viele Figuren, die mir sehr sympathisch waren, doch ihre Beziehungen kamen durch die Überlagerung der Politik zu kurz - für mein Dafürhalten zumindest.
Die Autorin fokussiert sich wirklich sehr auf die Politik, auf die Strategieentwicklung für eine Schlacht und den Widerstand, sodass andere Themen leider keinen Raum bekamen.


FAZIT:

Das Buch war einfach sehr viel anders als meine Erwartung. Ich hatte ehrlich gesagt eine anspruchsvolle Romantasy-Geschichte erwartet, tatsächlich war es dann aber eher ein Fantasy-Roman mit vorrangig politischen Themen, weniger Fantasy und eben auch weniger fokussiert auf die Beziehungen der Charaktere. Wer das mag, kann hier auf seine Kosten kommen, für mich war es leider nichts.
Wenig Spannung, viel Politik. Anders als erwartet und leider nicht mein Fall gewesen, obwohl ich die Charaktere sehr mochte. Hinter der Politik treten einfach alle anderen Themen zurück. Schade.
69 reviews
July 31, 2020
Inhalt:
Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!

Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen.
Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz.
Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?

Meinung:
Auf dieses Buch hatte ich mich ganz besonders gefreut. Das unglaublich schöne Cover alleine macht das Buch schon wirklich zu einem Hingucker. Der Klappentext klang dazu auch noch total interessant. Zudem ist es eine in sich abgeschlossene Geschichte, was mir als Abwechslung zu den häufigen Mehrteilern, gerade im Fantasybereich, wirklich sehr zugesagt hat. Theresa Jeßberger hat einen sehr angenehmen, flüssigen und bildhaften Schreibstil, bei dem man sich nicht nur alles um einen herum gut vorstellen kann, sondern man fühlt auch mit den Protagonisten mit und durchlebt quasi mit ihnen gemeinsam diese Geschichte. Das hat mich sehr begeistert. Was allerdings etwas schwieriger war, war die Fülle an Protagonisten und Orten. Teilweise muss man sich schon sehr konzentrieren um sich alles und jeden gut zu merken. Wenn man davor nicht zurückschreckt und den Durchblick erlangt hat, bekommt man eine sehr spannende und fesselnde Geschichte mit sehr überraschenden und unvorhersehbaren Wendungen. Das Buch hat mir unheimlich gut gefallen.

Fazit:
Theresa Jeßberger hat hier ein richtig gutes Debüt hingelegt, auf welches man sich einlassen muss um es zu genießen und es nicht einfach so mal schnell zwischendrin lesen kann.
Profile Image for Natalie Hosang.
1,453 reviews22 followers
October 2, 2020
Rezension „Töchter der Freiheit“ von Theresa Jeßberger



Meinung

Auf „Töchter der Freiheit“ war ich wahnsinnig gespannt als ich es zum ersten Mal erblickte. Cover und KT genial, genau das richtige um mich Feuer und Flamme werden zu lassen. Außerdem liebe ich es, wenn rebellische Figuren, Rebellion und dergleichen in Büchern eine Rolle spielen. Vielleicht, weil auch in mir ein kleiner Rebell steckt. Ein kleiner Punkt hat mir gefehlt um das Buch vollkommen perfekt für mich zu machen, doch heißt das nicht, dass ich nicht begeistert und fasziniert bin.

Theresa Jeßber schreibt unglaublich einnehmend, wodurch ich von Anfang an mitgerissen wurde. Zudem blieben der Handlung nie die Emotionen aus, was für mich in Büchern immer ein wichtiger Teil ist. Auch konnte Theresa diese perfekt transportieren. Ich will nicht direkt sagen das der Fokus nur auf Liebe liegt, hin und wieder hätte aber mehr rebellisch dabei sein können. Ich persönlich mag den Love Faktor und auch die herzzerreißenden Emotionen, die dich Achterbahn fahren lassen.

Das Setting war für mich eines der grandiosesten Punkte an der Geschichte. Denn mit seinem mittelalterlichen Touch fühlte ich mich gleich in diese Zeit hineinversetzt. Diese Epoche ist nicht nur brutal, sondern auch düster. Macht, Hunger, Armut, stehen hier auf der Tagesordnung. In solch einer Epoche will doch niemand leben. Mich ließ es schaudern, was zweifelsohne an Theresas lebhaften Bildern lag.

Theresa entwickelt ein faszinierendes Magiesystem, dass mir vorher noch nie begegnet ist. Auch die Figuren waren mir sympathisch und hatten Tiefe. In Punkto Spannung hielt Theresa den Bogen steht’s hoch, auch wenn es Momente gab, die etwas abschwächten. Die Thematik der Rebellion wurde einfach durch die Charaktere in den Hintergrund gedrängt, nicht schlecht, aber ich wollte einfach mehr dazu. Insbesondere wenn man sich in einer Kriegs Atmosphäre befindet. Action gerät etwas zu kurz.

Töchter der Freitag hat mich dennoch bestens unterhalten, allein wegen des Setting, Weltenentwurf und Magie Systems.


Fazit

Töchter der Freiheit wartet mit starken Figuren und einem phänomenalen Weltenentwurf auf. Da der Fokus doch sehr stark auf ihnen liegt, gegen Spannung, Action und das Thema Rebellion ein wenig verloren. Nichtsdestotrotz bin ich fasziniert und auch fast vollständig begeistert, da Theresa auch etwas völlig neues bringt. Ein Magie System, welches ich noch nie zuvor gesehen habe. Unglaublich, phantastisch, genial.


Bewertung 🌹💛🌹💛 4/5 Rosen

Profile Image for Sina.
394 reviews6 followers
August 30, 2020
Eine faszinierende Geschichte mit dem Fokus auf eine Revolution

Obwohl der erste Satz dieses Buches impliziert, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt, geht es in diesem Buch nur eher zweitrangig um die Liebe. Es ist vielmehr einer Revolution gewidmet und spricht dabei unvermittelt reale, wichtige Themen an, die besonders in unserer heutigen Welt ins Scheinwerferlicht gerückt werden. Es geht um brisante Themen wie den Umsturz einer Herrschaftsordnung, Meinungs- und Versammlungsfreiheit, Angst vor einer herrschenden Macht, Bücherverbrennungen und Zensur, Wissenseinschränkungen und das Ausradieren geschichtlicher Ereignisse, um ein paar dieser Themen zu nennen.

Auch wird das Buch „Töchter der Freiheit“ aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, die eine tolle, schrecklich reale, politisch wichtige Geschichte ergeben und es so besonders jungen Erwachsenen leicht macht, auf eine unterhaltsame, mit Magie verbundene Art seinen Geist zu öffnen und Gelesenes auf tatsächliche Vorgänge in der Welt zu transferieren.

„Töchter der Freiheit“ handelt von einer Widerstandsgruppe junger Frauen, die sich gegen die harte, ungerechte und gnadenlose Königin ihres Reiches auflehnt. Unterstützung bekommen sie dabei von etlichen weiteren Anhängern, welchen die diktatorische Monarchin ein Dorn im Auge ist.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich fesselnd, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass wenn man etwas unbedarft an dieses Werk herangeht und eine typische Protagonistin, die die Welt rettet und dabei noch die große Liebe findet, erwartet, dass man dann etwas enttäuscht ist.
Letztendlich bin ich es aber überhaupt nicht! Denn das Buch konnte mich wirklich für sich einnehmen und ich habe die klugen Bemerkungen und Einwände sehr genossen. Besonders hat es die Autorin geschafft beide Seiten menschlich und mit nachvollziehbaren Argumenten zu schreiben, was diesem Buch wirklich viel Tiefe verleiht.

Fazit:
Dieses Buch greift viele unglaublich wichtige, politische Themen auf und arbeitet sie in einem Fantasy-Jugendbuch auf. Es hat viel Spaß gemacht mit den Charakteren auf diese Reise zu gehen und dabei doch so viel mitzunehmen und von diesem Buch auf unsere Realität zu beziehen.
Profile Image for bunter_ buechertraum.
80 reviews
September 4, 2020
Töchter der Freiheit

„Töchter der Freiheit“ ist ein Buch, das mich zu tiefst bewegt und beeindruckt hat.
Wenn man an das Buch herangeht, sollte man sich nicht auf eine romantische Liebesgeschichte vorbereiten. Das spielt in der Geschichte wenn überhaupt eine sehr untergeordnete Rolle.
Es geht um eine Revolution in einem Land, das von einer eisernen Königin, die ungerecht und unbarmherzig regiert und zu allem Überfluss aufgrund mehrerer Faktoren Wahnsinnig geworden ist.
Angeführt wird diese Revolution von einer Gruppe von Studentinnen und einer zweiten Gruppe, die erst später in Erscheinung tritt. Ich hätte gedacht, dass es mehr um Frauenrechte gehen würde, aber die Revolutionäre hatten genug damit zu tun, allen Menschen ihre Rechte zurück zu erkämpfen.
Besonders gut gefallen haben mir die vielen unterschiedlichen Charaktere. Zugegebenermaßen sind es wirklich sehr viele, womit ich persönlich aber nie ein Problem habe. Zunächst bin ich davon ausgegangen, dass Elodea die eine Protagonistin ist, die im Alleingang die Welt retten, aber in diesem Buch ist es mal anders gelöst. Denn mit ihr beginnt und endet zwar die eigentliche Geschichte (1. Kapitel nach dem Prolog), aber so ziemlich alle anderen Personen, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben wird, ist in meinen Augen genauso wichtig.
Ich hätte mir sehr gewünscht, dass man noch ein wenig mehr über jeden einzelnen erfährt, aber dann hätte man wohl mindestens eine Dilogie schreiben müssen, da das Buch so auch schon relativ lang ist.
Die Handlung hatte dafür für mich den perfekten Umfang. Es gab viele spannungsgeladenen Passagen, aber auch immer wieder einzelne Szenen oder sogar Kapitel, in denen Personen näher charakterisiert werden und man mehr über die Hintergründe beispielsweise von der Königin erfahren.
Magie spielt ebenfalls eine Rolle, aber die ist einfach da und wird nur gegen Ende ein wenig erklärt, auch hier hätte mich ein paar Details mehr sehr gefreut.

Für mich ist „Töchter der Freiheit“ dennoch eine runde Geschichte, die sich gut lesen lässt und mich ein wenig an „Les Misérables“ erinnert vor allem durch die vielen einzigartigen Charaktere besticht.
Profile Image for Susanne Krajan.
1,238 reviews9 followers
August 11, 2020
Bei so einem Titel, samt gelungenem Cover, komme ich einfach nicht vorbei. Es springt mich an und zwingt mich dazu, sich der Story anzunehmen. Das Buch klingt nach starken Frauen und einer spannenden Geschichte. Doch kann diese Erwartungshaltung erfüllt werden?

Ich muss zugeben, dass mir die Story, gerade zu Beginn, sehr schwer fiel. Ich hatte Schwierigkeiten dran zu bleiben, denn der Start ist etwas zäh. Daher hatte ich auch kurz überlegt, ob ich überhaupt weiterlese oder abbreche. Ich habe mich dann durchgerungen weiterzulesen und gestehe es nicht bereut zu haben.

Die Autorin schreibt wirklich einnehmend und schaffte es mich auch stellenweise abzuholen. Sie kann Emotionen transportieren und holt den Leser somit gelungen in die Geschichte ab. Mit dem Setting konnte sie mich absolut begeistern. Mittelalterlich mit Burgen und Schlössern, Adel und Bürgern, einer durchgeknallten Königin. Irgendwie habe ich es derzeit mit größenwahnsinnigen Herrschern. Aber warum auch nicht, das bringt Würze ins Spiel und fixt mich einfach immer an.

Wir erleben also, wie eine machthungrige Regentin nach noch mehr Macht strebt, und dabei sind ihr die "Aurenen", wie sich die "Töchter der Freiheit" nennen, ein Dorn im Auge. Denn sie rebellieren offen gegen die Königin und ihre Regentschaft. Sie streben nach Demokratie, was bei der Königin nicht ganz so gut ankommt. Diese beschließt also kurzer Hand, die Anführerin der Aurenen, Loreba Elgyn, hinrichten zu lassen. Doch diese hat jede Menge Bewunderer, die hinter stehen und somit führt Alles in dieselbe Richtung. Es wird rebelliert.

Auch wenn die Handlung im Großen und Ganzen gut gemacht ist, konnte sie mich nicht so ganz für sich gewinnen. Mir fehlte es etwas an Spannung, es war zu vorhersehbar und mir war es stellenweise auch zu Liebes bezogen. Also zu viel Kitsch an manchen Stellen. Leider.

Fazit

Solide Geschichte mit guten Charakteren und spannenden Ansätzen. Sehr gefallen haben mir Setting und Aufbau, was allerdings, zumindest für mich, nicht so wirklich den Kitschanteil und den fehlenden Spannungsbogen ausgleicht. Es war gut, daher gibt es 3,5 Sterne mit Tendenz zu 4 und eine bedingte Leseempfehlung. Lest vielleicht vorher mal über die Leseprobe rein
Profile Image for coala.
1,398 reviews5 followers
August 18, 2020
Anspruchsvoll und fesselnd

Die Töchter der Freiheit ist ein starkes Buch über Meinungsfreiheit und dass man für seine Rechte kämpfen muss. Die Liebesgeschichte ist vorhanden, aber eher im Hintergrund. Man wird direkt hineingeworfen in eine Welt, in der die Königin mit harter Hand regiert, es gibt keinen Platz für Widerspruch und andere Meinungen. Doch der Leser findet genau diese mittels unterschiedlicher Charaktere, Männer und Frauen, die jeweils entscheiden müssen, wie weit sie für ihre Freiheit gehen.

Dieses Buch ist mit Sicherheit keine leichte Geschichte und man muss schon etwas aufpassen, dass man den einzelnen Erzählsträngen und vielen Charakteren folgen kann. Im Fokus steht die Studentin Elodea, aber auch der Bruder der Königin, ein Mann der Kirche und viele andere. Die Autorin schafft es, viele Aspekte zum Begriff Freiheit und wie diese aussehen kann, in der Geschichte unterzubringen. Ein spannender und fordernder historischer Roman, der viele unterschiedliche Ansichten präsentiert und somit auf jeden Fall zum Nachdenken anregt. Im Großteil ist die Stimmung gedrückt, nachdenklich und düster – wird jedoch immer wieder auch unterbrochen von glücklichen und schönen Momenten, in denen die Charaktere etwas Leichtigkeit finden. Das Setting im vorindustriellen Zeitalter war spannend, vor allem, weil einem auch Magie begegnet. Die Charaktere waren viel fältig und spannend, die Emotionen kamen sehr gut beim Leser an.

Ein spannendes Buch mit wichtiger und anregender Botschaft, welches zu fesselnd und fordern weiß. Die Charaktere sind vielschichtig und komplex, es hätten hier gerne noch ein paar mehr Seiten sein können. Die Geschichte steht den Charakteren in nichts nach und überzeugt durch viele Sichtweisen und die zum Thema passende anspruchsvolle Schreibweise.
540 reviews
July 9, 2020
Kampf um Avendúr
Mich hat dieses Buch beeindruckt. Eine vielschichtige Fantasygeschichte, ein Einteiler und keine endlose Serie, ein Jugendfantasybuch, das ohne den Fokus auf Liebesgeschichten auskommt (diese werden hier eher angedeutet und erhalten erst gegen Ende mehr Gewicht, ohne sich aber in den Vordergrund zu drängen). Das Buch ist spannend, übt viel Gesellschaftskritik aus, regt zum Nachdenken an, es beginnt mit einer Bücherverbrennung und einer rebellischen Vorlesung, die für die Magistra mit einer Verurteilung zum Tod endet, die eindeutig provoziert wurde. Es gibt hier nicht die EINE Protagonistin, es gibt mehrere Perspektiven, die alle auf derselben Zeitebene spielen. Elodea ist sicherlich noch diejenige, die den meisten Raum einnimmt. Sie ist eine Magierschülerin und ihre Meisterin wurde hier verurteilt und sie selbst an den Hof der Gräfin von Toulérant verbannt. Königin Obsidia regiert gnadenlos, sie ist egoistisch und liebt es, Angst und Schrecken zu verbreiten; sie war der Liebling ihres Vaters; ihr Bruder Lyonel wurde aufgrund einer Behinderung verstoßen. Die Begriffe, Namen und Orte sind häufig dem Lateinischen oder Französischen entlehnt bzw. erinnern daran und auch die alte Sprache der Magie lässt sich mit Kenntnissen dieser Sprache gut verstehen (wenn mal einzelne Begriffe genannt werden). Die Magie nimmt allerdings keinen so großen Raum hier ein. Dies ist kein Buch für jemanden, der eine einfache Geschichte erwartet und der schon bei vier Namen überfordert ist, aber ich fand es toll, eine komplexere Geschichte mit einem hohen Spannungsbogen und voller Kritik zu lesen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich hoffe, die recht junge Autorin erfreut uns bald wieder mit neuer Lektüre.
Profile Image for Letanna.
1,949 reviews60 followers
June 24, 2020
In Avendúrs herrscht die tyrannische Königin Obsidian. Sie macht ihre eigenen Gesetze und schürt Angst und Schrecken unter ihrem Volk. Aber es hat sich auch ein Widerstand gebildet, der die Königin stürzen will.

Diese Geschichte ist völlig anders als ich erwartet habe. Der Klappentext und das Cover lassen vermuten, dass es sich hier um ein sehr romantisches Jugendbuch handelt, was gar nicht der Fall war. Natürlich gibt es Romantik, die spielt aber insgesamt eher eine Nebenrolle. Ich würde diese Geschichte eher in den Bereich High Fantasy einsortieren. Teilweise geht es doch recht brutal zu.

Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven. Die im Klappentext erwähnte Elodeas hat zwar einen recht großen Part an der Handlung, aber ich weiß nicht, ob man sie auch als Hauptfigur bezeichnen kann. Es gibt wirklich viele Charaktere und jeder von ihnen bekommt seine eigene Geschichte, was ich auf jeden Fall sehr interessant fand.

Im Mittelteil fand ich die Geschichte ein klein bisschen langweilig, weil eine ganze Zeit lang recht viel geredet und wenig gehandelt wird. Es geht in erster Linie darum, die Königin zu stürzen. Was mir persönlich ein bisschen zu kurz kommt ist die Magie. Da hätte die Autorin für meinen Geschmack ruhig mehr ins Detail gehen können.

Die Handlung ist abgeschlossen am Ende. Von mir gibt es 4 von 5 Punkte.
Profile Image for daisys_buch_reise.
77 reviews3 followers
February 14, 2021
Leider mochte ich das Buch nicht so wirklich. Die grundsätzliche Idee dahinter fand ich spannend aber die Umsetzung mangelhaft, wenn man so will. Ich finde das Thema und die Komplexität der Verbindungen zwischen den Charakteren ist einfach viel zu groß / zu viel für ein Buch mit nur knapp 450 Seiten.

Man hat hier also Potential für zB eine Trilogie auf nicht mal 500 gequetscht, was einfach dazu geführt hat, dass es viel zu viel war. Zwischenzeitlich wurde dann noch wertvoller Platz verschenkt um Blümchen und Landschaften zu beschreiben...

Was dann eben auch noch die Magie damit zu tun hatte verstehe ich bis heute nicht - das Buch hätte eben auch ohne leben können, denn die Magie war an sich, wenn ich es richtig verstanden habe nicht zentraler Streitpunkt der ideellen Meinungsverschiedenheiten.

Auch mit den Charakteren bin ich überhaupt nicht warm geworden. Sie waren alle nicht greifbar und flach, was vielleicht auch damit zusammenhängt dass es einfach viel zu viele für die Kürze des Romans waren und eine klare Protagonistin oder einen klaren Protagonisten gibt es eigentlich auch nicht wirklich.

Irreführend finde ich außerdem auch den Klappentext, der meiner Meinung nach stellenweise überhaupt nichts mit dem tatsächlichen Buch zu tun hat - es wird also schon ein falscher Eindruck erweckt, wenn man diesen liest. So war es bei mir auch. Schade!

Leider keine Empfehlung von meiner Seite - da gibt es wesentlich spannende Bücher, welche einen politischen Hintergrund haben: zB die "Juwel"-Reihe oder "Die rote Königin".
Profile Image for Buch Versum.
1,741 reviews12 followers
January 8, 2023
…FANTASIEVOLL & MIT STARKEN PERSÖNLICHKEITEN…

Eine Geschichte, die nach Spannung und Fantasie schrie, jedoch nicht ganz meine Erwartungen entsprochen hat.

Ich habe das Buch durch sein Cover entdeckt und war voller Neugierde, wie sich Elodeas Leben entwickelt. So vielversprechend und voller Gefahren, doch für mich leider mit zu viel Politik behaftet, so dass ich mich nicht vollkommen vertiefen konnte.


Gewürzt wird dies leider auch von einem Schreibstil, der mich von Beginn an leider nicht ganz abgeholt hat. Vielleicht hat die viel zu verworrenen Verstrickungen durch die Politik, die Strategien mir die Vorfreude genommen.

Nicht desto trotz steckt die Geschichte voller fesselnder, gefühlvoller als auch spannender Momente, wird durch die tiefere Botschaft gesteigert.

Ein Werk, was einen viele tolle Persönlichkeiten bietet, einen gefühlvoll verstrickt und doch nicht ganz überzeugt hat.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag.
Trotz der Bereitstellung hat dies in keiner Weise meine ehrliche Meinung zum Buch beeinträchtigt.

#TöchterderFreiheit
#TheresaJeßberger
#Fischer
#Rezension
Profile Image for Hortensia13.
454 reviews3 followers
October 14, 2020
Im Lande Avendúr herrscht die Angst. Königin Obsidia erlässt ein Gesetz nach dem anderen, das der Bevölkerung und dem Land schadet. Ihr jüngstes Opfer ist die Magistratin Loreba Elgyn, die Anführerin einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, namens Aurenen. Loreba wird zu Tode verurteilt. Doch Obsidia hat nicht mit einer weiteren Untergrundbewegung gerechnet, die Loreba und ihrer Aurenen den Kampf um die Freiheit ermöglichen. Können sie sich gegen die Tyrannin behaupten?

Die Einführung in die Welt und der Charaktere fand ich am Anfang etwas holprig. Ich wusste nicht genau, wer der führende Protagonist sei soll und wohin die Erzählung will. Es kristallierte sich alles erst etwas später heraus. Die Geschichte wurde kämpferisch und spannend, wobei mir auffiel, dass die Autorin manchmal Situationen detailliert erzählte, die für die Handlung nebensächlich waren. So zog sich besonders das Ende dann in die Länge.

Mein Fazit: Die Welt von Avendúr ist toll und die Geschichte durchaus actionreich, aber leider hat mir der Erzählstil der Autorin nicht ganz überzeugt. 3 Sterne.
Profile Image for Nana.Muffin.
95 reviews
February 3, 2021
Mir hat leider zu einem Großteil der Handlung die Spannung gefehlt.
Die Geschichte könnte so mitreißend spannend sein, aber leider passierte auf den ersten 200 Seiten nicht sonderlich viel.
Mir war teilweise tatsächlich langweilig. Allerdings wollte ich wissen, wie es ausgeht und war nun schon bei der Hälfte, also hab ich das Buch beendet.
In manchen Dingen ging die Autorin so ins Detail, dass ich mich gefragt hab, ob das für die Handlung wirklich notwendig war, oder ob es nur Seiten füllen sollte. Es wird generell viel beschrieben, aber es passiert nicht viel. So zieht sich die Handlung, bevor dann zum Ende tatsächlich Spannung aufkommt. Allerdings war es mir dann doch zu einfach abgehandelt.
Große Gefühle konnte ich mit den Charakteren auch nicht verbinden.
Es tut mir echt leid, dass es mir nicht gefallen hat.
Profile Image for Vanessa.
53 reviews3 followers
April 11, 2021
Ich habe es abgebrochen.

Das Buch hat so gut angefangen. Aber damit war’s dann auch schnell vorbei. Nachdem ich mich wirklich willensstark durchgekämpft habe, musste ich es dann letztendlich auf den letzten 90-100 Seiten abbrechen. Die Idee vom Buch - super. Die Umsetzung allerdings katastrophal. Es gab soooo viele gute Geschehnisse, wo man so einiges rausholen hätte können. Aber nein. Es wird von einer Handlung zur nächsten gesprungen. Alles was hätte interessant werden können, schnell abgehakt. Man erfährt nichts richtig, die Personen bleiben einen fremd und weiß eigentlich gar nicht was da grade passiert. Es hätte so gut sein können, wenn doch nur mehr auf ALLES eingegangen wäre. Aber das ist meine Meinung, man muss sich letztendlich selbst ein Bild machen.
Profile Image for Ellamara.
118 reviews
July 28, 2023
4.5 Sterne ✨

Ich habe die Charaktere im Laufe der Geschichte sehr ins Herz geschlossen und obwohl der Schreibstil eher distanziert ist und die Liebesgeschichten eher oberflächlich behandelt wurden, hat es mich nicht gestört. Ich war vielmehr fasziniert von den Figuren und den verschiedenen Sichtweisen. Besonders gefallen hat mir, dass die "Bösen" als Menschen mit Gefühlen dargestellt wurden und nicht als abstrakte Figuren, die das Böse selbst verkörpern.

Kann diesen Fantasy-Einzelband nur empfehlen, ich verstehe nicht warum das Buch so unbekannt ist!
Vor allem für Fans der "Kampf um Demora"-Reihe sehr lesenwert, da in diesem Buch auch Politik im Fokus steht.
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