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304 pages, Paperback
First published June 29, 2010
Die Reichen haben dicke Bäuche. Sie stolzieren herum, bis sich die Welt zur Seite neigt. Sie entdecken noch mehr Essen und stürzen sich darauf. Sie haben nämlich dauernd Hunger. Bei den Armen ist das anders. Die wissen nicht, wie es sich anfühlt, wenn man satt ist, deshalb balgen sie sich um die Reste, nicht weil sie Hunger haben, sondern weil sie satt sein und diese Zufriedenheit erleben wollen, die die Reichen glauben lässt, dass ihnen die Welt gehört. (S. 252)
»Nein!« Sie warf den Kopf von einer Seite zur anderen. Ihre Stimme wurde immer leiser. »Du kannst nicht vergewaltigt worden sein! Keine meiner Töchter wird vergewaltigt. So habe ich euch nicht erzogen.« (S. 175)
Man glaube bloß nicht, dass ich nicht weiß, welche Herausforderungen vor mir liegen. Es wird heißen, ich sei eine Frau aus zweiter Hand. Männer werden mir wehtun und mich verhöhnen, aber davon lasse ich mich nicht abschrecken. Ich bleibe im Land der Lebenden. Ich bin wieder da und die Welt liegt vor mir wie ein aufgeschlagenes Ei. (S. 284)