Copenaghen, 1885. Nelly Hansen e sua cognata Marie lavorano duramente tra le grandi macchine della Manifattura tessile Ruben a Frederiksberg. Quando un giorno Marie rimane vittima di un tremendo incidente, Nelly cerca inutilmente aiuto per portarla in ospedale, ottenendo solo resistenza e indifferenza da parte dei responsabili. Si rende conto sempre di più che la condizione di vita in fabbrica è disumana e vuole portare alla luce questa tremenda situazione. Una decisione coraggiosa che mette purtroppo in pericolo la sua vita e quella del suo vicino di casa Johannes, il giovane figlio di un fattore dello Jutland, da cui è molto attratta. Nel frattempo nella fattoria di Uldum Anna, la sorella di Johannes, deve fare una scelta che segnerà per sempre il corso della sua vita. La famiglia vuole che sposi Peder, ricco proprietario di una fattoria vicina, ma la ragazza ha altri piani. Quando viene a sapere che Johannes ha bisogno di aiuto, parte senza indugio per Copenaghen. Resta sconvolta e inorridita dalle ingiuste condizioni di vita degli operai nella grande città, e decide di iniziare una lotta per cambiare le cose. Lotta che costituirà una pietra miliare nella storia della Danimarca. Ambientato alla fine dell'Ottocento, nel periodo che ha preceduto il primo sciopero femminile al mondo e l'ascesa dei sindacati, "Un tempo ingiusto" è un romanzo che, attraverso la storia di due giovani donne coraggiose che combattono per la giustizia, l'uguaglianza e la libertà, racconta un'epoca in cui in pochissimi godevano dei diritti civili che conosciamo oggi.
Denne her overraskede mig virkelig positivt. Jeg blev meget hurtigt og nemt grebet af historien, karaktererne, miljøet og hele tidsånden, som blev malende beskrevet. Jeg synes at formen og det faktum, at fortæller og fokus skiftede undervejs fungerede rigtigt godt. Normalt er jeg ikke særligt vild med, når der er krimi aspekter og -twists undervejs i romaner, men her synes jeg faktisk at det fungerede rigtigt godt. Anbefalelsesværdig hvis man er til historiske romaner!
Opgav midt i kapitel 39. Mistede interessen omkring halvvejs, men forsøgte virkelig at fortsætte og læse bogen færdig. Men bogen er bare for kedelig for mig. Jeg havde virkeligt høje håb for bogen, da synopsen virkelig fangede mig, but it wasn't meant to be. Jeg har intet imod historier om den barske realitet af virkeligheden, men det bliver ærlig talt alt for meget. Man ved på forhånd at de meget få positive ting der sker, kun er der for at blive brutalt hevet ud af karakterernes hænder få sekunder efter. Hvad end for en "sejr", der venter i slutningen af bogen, så gider jeg ikke vente på den.
Det føles syndigt at nyde en bog om andres uretfærdighed. Men det gjorde jeg, for beskrivelserne af forholdene for kvinder, arbejdere og de lavere socialklasser er gribende, medrivende og vanvittigt godt beskrevne. Jeg får lyst til at kæmpe med kvinderne - eller fejre dem, som tog kampene for 150 år siden! Og så styrker det læseoplevelsen, at der er en art kriminal-twist undervejs.
Flotte beskrivelser og medrivende plot. Den sidste stjerne udebliver, da jeg synes persongalleriet var en smule unuanceret. Vores helte var altid supergode og deres modstandere utvetydigt dårlige mennesker. Her kunne jeg godt have brugt nogle flere nuancer.
*spoiler* Ein sehr bewegendes und mitreißendes Buch, welches schon mit einem spannenden Beginn den Leser in den Bann zieht. Das Leid, welches zu der Zeit herrschte, ist sehr gut und nachvollziehbar aufbereitet. Die Schreibweise ist sehr angenehm zu lesen und die Perspektivenwechsel dreier Protagonisten sind sinnvoll eingesetzt und stören nicht den Lesefluss. Allerdings ist schade, dass die Frauenbewegung meiner Meinung nach etwas zu kurz kommt und der Fokus zu stark auf der Suche nach einem Zeugen des im Buch vorkommenden Verbrechens gesetzt wurde.
Zufällige Entdeckung, weil ich nach Kopenhagen gereist bin. Spannende und eindrückliche Beschreibung des Kopenhagens im 19. Jahrhundert und den Kampf der Frauen für mehr Gleichberechtigung und fairere und sicherere Arbeitsbedingungen. Einen Großteil des Buches war ich sehr frustriert ob der andauernden, himmelschreienden Ungerechtigkeit. Das Ende kam dann fast ein bisschen abrupt.
Mit Nelly erleben wir die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der größten Weberei Kopenhagens. Ihre Schwägerin Marie erleidet dort einen schweren Arbeitsunfall. Als Nelly bemerkt dass man den Arbeitsunfall vertuschen möchte, versucht sie die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Doch sie stößt auf taube Ohren. Man behauptet Marie wäre an dem Unfall selbst schuld und verweigert der dreifachen Mutter jegliche Hilfe. Nelly verliebt sich in den Jüten Johannes. Die Stunden mit ihm will sie unbeschwert verbringen. Sie erzählt ihm nicht, was in der Weberei passiert ist. Unter sehr mysteriösen Umständen lernt Johannes Schwester Nelly kennen. Anna ist entsetzt, ob der der Ungerechtigkeiten in der Großstadt. Bettelarm und auf sich allein gestellt, setzt sie sich in Kopenhagen durch.
Meine Meinung
Ich bin total begeistert, von diesem spannenden historischen Roman. Er hält uns vor Augen, auf welch hohem Niveau wir heute jammern, ob der Ungerechtigkeiten im Arbeitsleben. Zwei Frauen zeigen uns, wie gut wir es (bisher) immer noch haben. Nelly und Anna verdanken wir viel. Sie haben couragiert gehandelt und sind mit dafür verantwortlich, dass wir heute wesentlich bessere Arbeitsbedingungen genießen. Dabei hätten beide Frauen einen viel leichteren Weg einschlagen können. Sie haben gekämpft, für Menschen die ihnen am Herzen liegen. Anna hätte reich heiraten können und sich aller Sorgen entledigen. Nelly einfach die Augen schließen, vor den Ungerechtigkeiten in der Weberei.
Diese Geschichte hat mich richtig mitgenommen. Was Johann unschuldig im Gefängnis erleiden muss, ist einfach unfassbar. Leider war das zu dieser Zeit keine Seltenheit. Anständige Frauen wurden aus Not *Öffentliche Frauen!* Menschen wurden für Verbrechen verurteilt, die sie nicht begangen haben. Einzig positiv fand ich die Tatsache, dass Todesstrafen seltener verhängt wurden und in *Lebenslang* umgewandelt. Was jedoch nur dann von Vorteil war, wenn es jemanden gab, der um die Rechte der Inhaftierten gekämpft hat.
Ich würde sehr gerne mehr erzählen. Damit würde ich Euch aber die Freude und Spannung am Lesen nehmen. Und die werdet Ihr haben. Versprochen!
Fazit
Unmenschliche Zustände in Gefängnissen. Brutale Arbeitsbedingungen bei geringem Lohn. Für viele Menschen keine anständige medizinische Versorgung.
Das alles erlebt man in diesem spannenden Roman, der im 19. Jahrhundert spielt. Mutige Frauen, die aktiv werden und ihre Stimme erheben, haben uns Frauen heute den Weg geebnet. Der magische Schreibstil hat Geschehen und Personen zum Leben erweckt. Die Geschichte enthält einige Krimi-Elemente.
Für mich ein absolutes Highlight. Vielen Dank Gertrud Tinning.
Weder der Titel des Romans (der dänische Originaltitel wäre "Eine ungerechte Zeit" gewesen) noch das Titelbild lassen vermuten, dass zwischen den Seiten dieses Buches eine so gehaltvolle, überraschende und spannende Geschichte lauert, die auf beeindruckende Weise die Tradition der britischen social problem und industrial novel des 19. Jahrhunderts aufgreift. Der Roman betrachtet zwei miteinander verbundene Frauenschicksale, deren Leben von den besonders für den weiblichen Teil der Bevölkerung prekären Bedingungen (sowohl auf dem Land als auch in der Stadt) diktiert wird. Sehr deutlich und ohne Mitleidsheischerei wird aufgezeigt wie limitiert, eingeschränkt und feindlich die Lebensumstände für Frauen im späten 19. Jahrhundert waren - einer Zeit, in der die weibliche Abhängigkeit von Männern und Arbeitgebern enorm war.
Tinning gelingt es eindrucksvoll, den Schmutz, den Hunger, die (soziale) Kälte und die Hilflosigkeit sowie die tägliche Bedrohung von Frauen durch anverwandte und fremde Männer für die Leserschaft greifbar zu machen. Das überaus beeindruckend aufgezogene Setting bietet den Rahmen für eine überzeugende und spannende Krimihandlung mit überraschenden Wendungen, die gekonnt jedes Klischee, jeden Ansatz von Überzuckerung und alles Seichte vermeidet. Hinzu kommt, dass der historische Kontext auf vielen Ebenen gewinnbringend und gekonnt in das Gesamtkonstrukt des Romans eingebunden wird. So wird das dänische Nationaltrauma (der Verlust der Herzogtümer Schleswig und Holstein) ebenso elegant eingewoben wie die Tuberkuloseepidemie oder die Auswanderungswelle nach Amerika.
Die Figuren sind lebensecht und überzeugend konzipiert. Selbst die Heldinnen verfügen nicht über die gewohnten überdurchschnittlichen strahlenden Qualitäten, sondern schlagen sich mehr schlecht als recht durch das Meer der sozialen Ungerechtigkeit. Einfach wird den Protagonistinnen das Leben wirklich nicht gemacht.
Wer nach einem plüschigen, historischen Wohlfühlschmöker sucht, ist hier völlig falsch. Alle, die Historie mit Anspruch mögen und eine düstere Atmosphäre nicht scheuen, werden hier hingegen bestens bedient.
Gertrud Tinning har begået et velskrevet samfundskritisk portræt af livet i 1880’ernes København, og skildrer en uretfærdig tid for kvinder og tyende i bedste Jane Aamund stil.
Det er første gang, at jeg læser noget af Gertrud Tinning, hun debuterede i 2013 med den anmelderroste roman Små soldater, men er nu tilbage med En uretfærdig tid, en gribende historisk roman om ja, den uretfærdige tid, hvor fattige og tyende næsten ingen rettigheder havde, men begyndte at kæmpe for det.
Vi befinder os i midten af 1880’ernes København, hvor den stærke og stålfaste Nelly arbejder på Rubens Klædefabrik sammen med 200 andre kvinder. En dag opstår en forfærdelig ulykke i væveriet, hvor Nellys svigerinde dør. Nelly tager sagen i egen hånd, da ingen andre vil. Hun er overbevist om, at ledelsen har forsøgt at forhindre, at Marie kom på hospitalet og har måske endda fortiet ulykken. Nellys bekymring vokser, det samme gør hendes interesse i den jyske bondesøn Johannes, som bor overfor hende i gården, og da de først finder sammen, viser det sig at have katastrofale følger, der alle sammen leder tilbage til Rubens Klædefabrik. Samtidig er Johannes’ søster Anna hjemme på gården blevet tvunget sig til at gifte sig med den velhavende gårdejer Peder, noget der ikke huer Anna. Så da Johannes kommer i problemer i København tøver hun ikke med at rejse til byen for at hjælpe ham. Også her oplever Anna den dystre uretfærdighed og bliver i sin kamp for broren en del af danmarkshistorien.
“Der hvor jeg kommer fra, bliver en ko slået ned, hvis ejeren ikke kan styre den. -Det er ikke anderledes på Rubens”
Året er 1885. Vi følger en ung kvinde der arbejder på Rubens klædefabrik i København. Der sker en frygtelig ulykken en dag, og her begynder 451 sider velskrevet historie, der indeholder alt hvad man forventer af en roman. En uretfærdig tid gengiver dagligdagen for datidens kvinder, og skildrer kvinder der kæmper for alle kvinder.
Barsk og uretfærdig… men nøj, hvor er bogen også virkelig vigtig og virkelighedstro. Den fangede mig flere gange måbende (hvilket giver underlige sideblikke i bussen), og i at tænke ‘Skete det lige?!’
Un tempo ingiusto di Gertrud Tinning, libro di narrativa pubblicato da Mondadori oggi 30 giugno 2020.
Quando Sonia mi ha proposto questa lettura ne sono rimasta subito affascinata. La trama interessante tra emancipazione femminile e lotta per il lavoro mi ha davvero incuriosita e così, potevo non farmene un’idea?
Per iniziare a parlare di diritti delle donne potremmo partire da una semplice, forse addirittura banale, e comunque frustrante constatazione: la realizzazione di una piena parità di diritti tra uomini e donne, soprattutto nel nostro paese, è ancora oggi lontana.
Il motivo di questa difficoltà non è complicato da intuire e, per cancellare secoli di patriarcato inveterato e di cultura maschilista, serve una metamorfosi radicale e profonda! Possiamo quindi affermare che l’ostacolo principale alla piena e concreta attuazione del principio di parità tra uomini e donne ha natura prettamente culturale e affonda le proprie radici in una concezione atavica dei rapporti tra i sessi.
Ecco quindi che leggere un libro come quello di Gertrud Tinning, che è basato su fatti realmente accaduti, ha una valenza davvero importante. Non solo per noi donne, che possiamo ricordare le origini di chi si è battuto prima di noi, ma anche per quelli che credono di potersi dichiarare più forti grazie unicamente al genere sessuale.
Un tempo ingiusto ci riporta ad un’epoca storica socialmente critica nel nord Europa, a Copenaghen per l’esattezza, descrivendo un periodo ingiusto per le donne nella seconda metà del 1800.
Proprio qui ha inizio la storia di Nelly, che lavora in condizioni davvero misere alla fabbrica di filati Rubens insieme ad altre 200 donne. In un giorno uguale a tanti altri, si verifica un terribile incidente nel reparto della tessitura dove muore la cognata di Nelly. Costretta quindi a prendere in mano le redini della situazione, ella si ritrova però sola, davanti ad un muro di omertà e opportunismo. È convinta infatti che la direzione abbia cercato di impedire a Marie di andare in ospedale e soprattutto, per via di negligenze nella manutenzione dei telai, di aver causato l’incidente stesso.
Ma Nelly si ritrova anche catapultata nella gestione della famiglia del fratello, totalmente incapace di badare ai figli piccoli, che però hanno bisogno di una figura femminile di riferimento. La preoccupazione, nonostante la sua forte resilienza, cresce quindi a dismisura ma sarà il suo interesse per John, il figlio del contadino dirimpettaio, a lasciarla senza fiato. I sentimenti vissuti a carte scoperte dovranno però far i conti con conseguenze disastrose, tutte riconducibili alla fabbrica Rubens.
Allo stesso tempo, la sorella di John, Anna, è costretta ad un matrimonio di convenienza. Sposare il ricco proprietario della fattoria Peder, non è certo il suo sogno, anzi tutt’altro! Così, coglie l’occasione per scappare quando John si ritrova del tutto nei guai a Copenaghen, non esitando ad andare in città in suo aiuto. Ma anche qui Anna subisce delle terribili ingiustizie e, combattendo per ciò in cui crede -soprattutto per il fratello- entra, inconsapevolmente ma di diritto, nella storia del popolo danese.
Capite quindi che c’è molta carne al fuoco. Non è assolutamente sufficiente una recensione come questa per rendere l’idea della profondità di questa storia che, sono sicura, toccherà le corde del vostro cuore.
La narrazione della Tinning, molto ricca di particolari vividi, dà vita a questo periodo storico davvero nero per la lotta delle donne ed i loro diritti.
Proverete il desiderio -misto a rabbia per l’impossibilità di farlo- di entrare dentro quelle pagine scritte e salvare le protagoniste che, nonostante debbano affrontare delle sfide terribili, riescono ad essere sempre fedeli a sé stesse. Infatti i personaggi principali di Nelly e Anna, sono tratteggiati in maniera sublime tanto che potrete sentire la loro stanchezza, la loro fame, la loro rabbia ma soprattutto tutta la loro forza!
In un’epoca in cui le grandi disparità nella vita erano segnate sin dalla nascita – perché a meno che uno non fosse nato nella famiglia giusta e nella parte giusta della città, le disgrazie erano all’ordine del giorno fin dalle cose più banali come la ricerca del cibo -, le persone lottavano strenuamente per i propri diritti. La disparità tra ceti sociali andava a delinearsi anche sul fronte lavorativo tra la classe medio borghese e quella operaia. Ed è proprio in questo contesto culturale socio economico che le donne hanno iniziato a muoversi sia in termini di lotta per l’emancipazione che di uguaglianza di genere nel mercato del lavoro.
Come vi dicevo, il libro si basa su fatti realmente accaduti, intrecciando però abilmente la realtà con la narrazione. Grazie quindi alla sapiente penna della Tinning, riusciamo a ricondurre la storia ai giorni nostri, riaprendo uno spiraglio sul dibattito per l’uguaglianza e la continua lotta delle donne e una vita dignitosa per tutti. Quindi leggerlo vi ricorderà quanta strada è stata fatta ma anche quanta dobbiamo ancora percorrerne!
Gertrud Tinning insegna all'International Collage di Helsingør. Ha precedentemente lavorato per le Nazioni Unite e ha vissuto in Kenya e Sri Lanka. È una donna impegnata, che sa di ciò che parla, e in "Un tempo ingiusto", descrive con eccezionale chiarezza e spirito critico la condizione delle donne, e dei lavoratori in generale, nella Danimarca degli anni ottanta. La mia non sarà una recensione prolissa, perché come ben sapete non amo molto riassumere la trama e spendere poche parole sulla forma del libro, men che meno su questo romanzo. Voglio invece parlarvi del suo significato, della morale nascosta dietro alle sue parole, di ciò che l'autrice ha voluto trasmetterci e soprattutto ricordarci. Si perché i traguardi raggiunti, i diritti acquisiti, la libertà e la parità raggiunta, non ci sono piovute dal cielo ma sono frutto di anni e anni di lotte che qualcuno a fatto per noi, perché le generazioni future non vivessero e non patissero il degrado e le disumane condizioni di vita a cui loro hanno assistito e sperimentato sulla propria pelle. La società odierna, e i giovani in particolare, spesso dimenticano tutto questo, o peggio ancora, lo ignorano completamente; ecco perché questo romanzo acquista maggior valore, ed ecco perché nonostante la crudezza di alcune descrizioni, “Un tempo ingiusto” è un romanzo da consigliare e da leggere.
Il periodo e l’ambientazione scelta dall’autrice non è lasciata al caso; siamo infatti alla fine degli anni ottanta, a Copenaghen, un periodo in cui la disparità e il divario tra ricchi e poveri nella società era molto spiccato e presente, ed esattamente il periodo che precede il primo vero sciopero femminile in Danimarca. Sono gli anni in cui insorgono le prime rivolte, in cui le coscienze politiche si risvegliano e i cosiddetti deboli acquistano nuovo slancio, facendo finalmente sentire la loro voce pretendendo pari dignità e i diritti che gli spettano. Il romanzo è ispirato alla realtà storica della nostra Europa, con alcune piccole licenze che impreziosiscono la storia rendendola più ricca; la Manifattura tessile Ruben, il luogo da cui gli eventi prenderanno piede, scatenando la reazione delle protagoniste del romanzo, è realmente esistita, e così come descritto nel libro, è passata alla storia per le misere condizioni in cui versavano i suoi lavoratori ma non solo. Fu infatti proprio in quella sede che si svolse il primo sciopero femminile, capeggiato da Agnes Lindenbaum, che tenne un appassionato discorso nel cortile della fabbrica pochi istanti prima che iniziasse lo sciopero. Di questa straordinaria rivoluzionaria, poche sono le informazioni giunte a noi, ma la Tinning, con grande sforzo e un’intensa opera di ricerca e approfondimento ha cercato di ricreare lo spirito di quegli istanti, che hanno cambiato per sempre il volto dell’Europa, dato il via alla nascita dei primi movimenti femministi e dei primi sindacati. Gertrud Tinning con una prosa fluida, misurata e ben strutturata ha voluto darci un promemoria di una delle pagine più drammatiche della storia europea, facendo rivivere il passato con una meticolosa e attenta cura dei dettagli descrittivi, e costringendo il lettore ad un viaggio talmente realistico da riuscirne a sentire i rumori, gli odori e soprattutto i sentimenti, che emergono con prepotenza dalle pagine… per non dimenticare!
Spannende historische Geschichte mit leichten Webfehlern
Die Geschichte erzählt vom Leben der Arbeiterfrauen in einer Weberei in Kopenhagen Ende des 19. Jahrhunderts. Die brutalen Arbeitsbedingungen und der niedrige Lohn bringen die Frauen immer wieder in Existenznöte. Ein schwerer Unfall ist der Auslöser, dass Nelly die teils kriminellen Vorgänge der Weberei ans Tageslicht bringen will. Ihr Ziel ist es bessere Bedingungen für die Frauen zu erzwingen. Damit bringt sie sich selbst in Gefahr und das Unglück nimmt seinen Lauf. Wochen später gerät auch Anna, die Nellys Spur aufgenommen hat, ins Visier der Bosse.
Die Autorin hat ein wunderbar authentisches Setting geschaffen, dem man die intensive Recherche anmerkt, das ja auf tatsächlichen Geschehnissen aufbaut. Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt und enthält zwei unterschiedliche Erzählstränge. Die Rollen der Protagonisten sind sehr unterschiedlich gewichtet und es fällt mir schwer, die einzelnen Erzählstränge zu werten, ohne zu spoilern.
Im ersten Teil werden mir die Lebensbedingungen der Arbeiterfrauen in Kopenhagen eindrucksvoll vor Augen geführt und schon nach wenigen Seiten leide ich mit den Protagonistin Nelly und ihrer Schwägerin Marie, sehe die hungrigen Augen der Kinder vor mir und spüre die Kälte in meinen Knochen. Mit dem Unfall ist die Existenznot kaum mehr auszuhalten, Nelly nimmt all ihren Mut zusammen und ergreift die Initiative. Am Höhepunkt der Spannungskurve erwartet mich ein Cliffhanger und die Szenerie wechselt.
Im zweiten Teil lerne ich Anna, Tochter eines Kleinbauern, kennen, die ebenfalls ein karges und hartes Leben führt und deren einzige Chance dem zu entkommen, eine gute Heirat zu sein scheint. Auch Annas Konflikt wird wunderbar transportiert und dieser zweite Erzählstrang hat seinen eigene Spannungsbogen.
Im dritten Teil versucht Anna in der Stadt Koppenhagen ihren geliebten Bruder, der unschuldig im Gefängnis sitzt und in die Vorgänge um Nelly verstrickt zu sein scheint, zu unterstützen. Anna muss dafür die Vorfälle um Nelly und die Weberei aufklären. Die Entwicklung des Plots in diesem Teil überrascht mich sehr. Ich hatte mit einer Zusammenführung der beiden Erzählstränge erwartet und mit der Initiierung der Arbeitskämpfe gerechnet, doch die Geschichte entwickelt sich zu einem sehr spannenden Krimi, in der die akribische Suche Annas nach dem Täter im Vordergrund steht, bei der sie selbst in Gefahr gerät. Nellys Pläne und die Arbeitsbedingungen der Arbeiterfrauen dienen leider nur als Hintergrundkulisse.
Im Showdown gelingt es der Autorin, das Verbrechen zufriedenstellend aufzuklären und auch die Fäden aus dem ersten Teil wieder aufzunehmen und abschließend einzubinden. Für mich kam es etwas zu spät. Die Geschichte wirkt durch das Ungleichgewicht der Erzählstränge etwas holperig, obwohl alles für sich gesehen ein sehr spannenden und schlüssigen Verlauf genommen hat und auch Anna eine eindrucksvoll Protagonistin ist, der ich gerne gefolgt bin.
Fazit: Spannender und authentischer historischer Roman, der durch die ungleiche Gewichtung der Erzählstränge keine eindeutige Prämisse erfüllt.
Solitamente non amo leggere i romanzi storici ma appena ho letto la trama di questo libro, ho deciso che avrei fatto un'eccezione e sono stata decisamente ripagata. Già dai primi capitoli ho capito che questo sarebbe stato un romanzo avvincente e anche se si tratta di un libro di fantasia, attraverso la sua scrittura, Gertrud Tinning ci ha rivelato uno spaccato reale sulla storia della Danimarca di fine ottocento.
In Un tempo ingiusto infatti si parla soprattutto delle condizioni precarie, per non dire incivili, dei lavoratori, in primis le donne, all'interno delle fabbriche. Le donne sono costrette a lavorare, per percepire tra l'altro un salario bassissimo, a ritmi disumani in cui anche una piccola pausa, sembra dover essere elemosinata. Lavorano nell'indifferenza più totale dei responsabile e quando Marie, la cognata di Nelly Hansen, viene gravemente ferita da un macchinario, Nelly oltre a non trovare nessun aiuto per portarla in ospedale, è costretta a scontrarsi con l'incuranza, la cattiveria e il menefreghismo.
Dopo la morte di Marie, in Nelly scatta qualcosa, ed ora più che mai, è decisa a far sentire la propria voce, a far si che le condizioni di vita degli operai, nelle grandi città, possano finalmente subire un cambiamento. A sostenerla, il suo vicino di casa Johannes che purtroppo si ritroverà nei guai proprio a causa di questo. In parallelo inoltre, seguiremo la storia di Anna, la sorella di Johannes, che la famiglia, vuole che sposi un ricco proprietario terriero. Quando però suo fratello, Johannes, chiederà il suo aiuto, condannato ingiustamente per omicidio, non ci penserà due volte a lasciare tutto per recarsi a Copenaghen da lui. Inevitabilmente così, anche lei finirà per essere coinvolta in questa lotta per i diritti sociali e umani.
È la prima volta che leggo un libro di Gertrud Tinning e devo dire che la sua scrittura mi ha veramente colpita. È riuscita infatti ha realizzare un ritratto ben scritto e socialmente critico della vita lavorativa e non solo, di Copenaghen alla fine dell'ottocentro. Anni di cambiamenti, rivolte, diritti, uguaglianza e conquiste che hanno coinvolto tutta l'Europa. Ci ha regalato inoltre il ritratto di due donne forti, coraggiose, instancabili e valorose che il lettore non potrà fare a meno di amare e stimare già dalle prime immagini.
In conclusione perchè leggere Un tempo ingiusto? Perchè vi troverete tra le mani un libro che parla di un epoca in cui c'era molta più ingiustizia sociale di quella che in realtà c'è oggi, eppure non si perdeva la speranza ma si combatteva fino alla fine per i propri ideali e diritti.
In Kopenhagen 1885 hat Marie in der Weberei von Rubens Tuchfabrik einen schweren Unfall. Alle in der Fabrik verhalten sich daraufhin eigenartig und nur Schwägerin Nelly macht sich auf Antworten zu finden. Doch das ist kein ungefährliches Unterfangen, und so erzählt Nelly nicht mal ihrem Liebsten Johannes davon. Johannes Schwester Anna wiederum kommt zu dieser Zeit nach Kopenhagen, da sie von einer Hochzeit auf dem Land flieht und ein wichtiges Telegramm von Johannes erhält. Kann sie die Rätsel um Nelly, Johannes und die Fabrik aufklären!?
Dieses Buch hat doch immer wieder voll Überraschungen und Wendungen gesteckt. So wird der erste Teil des Buches aus Sicht von Nelly erzählt, die in der Tuchfabrik arbeitet. Man lernt das Leben und die Bedingungen (gerade die der Frauen) zur Zeit der Frauenbewegung kennen. Im zweiten Teil des Buches wird dann plötzlich zur Sicht von Anna gewechselt, die auf dem Land aufgewachsen ist. Sehr schön werden hier die Unterschiede von Frauen zwischen Stadt und Land näher gebracht, welche Vor-und Nachteile es jeweils gab! Man kann sich bei diesem Buch nie ganz sicher sein, wie es weiter geht. Wer ist Protagonist in der Geschichte, wie geht es mit den einzelnen Personen weiter, es gibt sehr viele Überraschungen und Wechsel. Das ganze macht das Buch aber auch so lesenswert und niemals langweilig! Erfrischend ist auch, dass das Buch überhaupt nicht kitschig oder liebes-lastig ist, Liebe spielt eine kleine Rolle, überlagert aber nicht die eigentliche Handlung. Das ganze Buch ist sehr realistisch geschrieben und es geht auch mal dreckig und schmutzig zu, wie das damals eben auch war! Das Buch hat mich sehr begeistern können, bis auf das Ende. Es war nicht ganz so rund wie ich es mir gewünscht habe, ich hatte ich den Eindruck es müsste noch ein weiteres Buch geben, da vieles bis kurz vor Ende noch offen war. Ausserdem hätte ich mir noch mehr zum Thema Frauenbewegung gewünscht. Das Thema kommt im Buch zwar vor, war mir aber doch zu wenig, deshalb einen halben Stern Abzug und die Rundung auf 4 Sterne.
Fazit: Ein tolles Buch mit angenehmen Schreibstil. Sehr realistisch geschrieben, nichts wurde beschönigt, die Bedingungen der Frauen wurden gut auf den Punkt gebracht. Das Ende hätte ich mir aber noch etwas runder gewünscht und ich hätte gern noch mehr von der Frauenbewegung gelesen!
Unbedingt lesenswert! 5 Sterne In der größten Weberei Kopenhagens arbeiten Nelly und Marie, die sich dort am Webstuhl durch den Riss eines Antriebriemens schwer verletzt, im Krankenhaus stirbt und 3 kleine Kinder zurück lässt. Nelly kommt bei ihren Bemühungen um Aufklärung des Unfalls incl. Kompensationsforderung bei der Fabrikleitung nicht weiter und droht schließlich mit Veröffentlichung dieser Missstände in der Zeitung. Ihrem Geliebten Johannes vertraut sie sich nicht an. Dessen Schwester Anna, aus Jütland anreisend, findet das Leben in Kopenhagen sehr bedrückend. Als Nelly in ihrer bescheidenen Bleibe brutal zusammengeschlagen wird, während Johannes bei ihr schläft, wird dieser Unschuldige als Täter ins Gefängnis gesteckt und verstirbt dort schließlich. Anne, seine Schwester, sammelt währenddessen unermüdlich Beweismaterial und nimmt schließlich den Kampf gegen Ungerechtigkeit und Missstände in dieser Weberei auf. 2000 Frauen streiken dort und schließen sich mehreren Organisationen an – ein Meilenstein der Frauenbewegung in Dänemark. Vergleichbare Geschichten von menschenunwürdigen Lebensbedingungen vieler Handwerksgesellen, Weber, Bandwirker etc. im sozialgeschichtlichen Kontext vor der Frühindustrialisierung gab es auch in Deutschland. Barmen und Elberfeld waren ebenso kommerzielle Mittelpunkte – wenn auch ohne Hafen wie Kopenhagen, jedoch auch soziale Brennpunkte. Armut, Hunger, fehlende Hygiene und Wohnungsnot prägten den Alltag der Arbeiterklasse auch hier. Auch in Deutschland gab es anfangs bürgerlich demokratische Bewegungen der Arbeiter/-innen, die zu wichtigen Veränderungen für Frauen und Mädchen führte. Dieser Roman hat mich gefesselt. Die einzelnen Charakteren im Buch sind klar dargestellt. Der Spannungsbogen besonders im Handlungsgeschehen von Kopenhagen ist brilliant geführt.
Un tempo ingiusto è stato uno di quei romanzi appassionanti e intensi con risvolti crudelmente amari, ma che consiglio caldamente. Non ci si aspetti una trama facile e leggera; in molti passi sono stata costretta a chiudere la lettura, poiché il vile trattamento riservato alle operaie protagoniste mi ha molto turbata.
Siamo a Copenaghen, in pieno ‘800, all'interno di una filanda dove lavorano centinaia di donne: sottopagate, sfruttate, senza alcun diritto né tutela. L’unica a ribellarsi è Nelly dopo aver assistito impotente alla morte della cognata. Per una serie di cause la strada di Nelly si interseca con quella di Johannes e indirettamente con quella di sua sorella Anna.
Anna non lavora alla filanda ma anche il suo futuro è altrettanto fosco. Il padre e uno dei fratelli la vorrebbero maritare a un ricco fattore. Diventando parenti vedrebbero così risollevate le sorti della loro fattoria che per incuria e per il rifiuto di usare mezzi più moderni è ridotta ormai sul lastrico. Credetemi quando vi dico che i personaggi più odiosi sono proprio il padre e il fratello di Anna. Due individui che più meschini non si potevano dipingere. Naturalmente Anna dirà di no a questo squallido matrimonio e raggiungerà Johannes a Copenaghen. Sarà qui che la giovane e agguerrita Anna saprà far giustizia a Nelly e a tutte le donne della filanda, organizzando il primo sciopero femminile della storia.
In un paese dove il welfare poggia unicamente su noi donne, indire uno sciopero totale dove non andremmo a lavare neppure un bicchiere sarebbe il metodo più efficace per far sì che le cose possano mai cambiare? Un tempo ingiusto è quello descritto nel romanzo. Un tempo ingiusto, con altre peculiarità, quello in cui viviamo.
Så kom jeg igennem og det tog da også sin tid, jeg tror jeg brugte 4 måneder på at læse de første seks kapitler og så 2 dage på de sidste 48 tror jeg s det gik stærkt her til sidst. Jamen, den er okay, den mindede mig lidt om Kvinderne fra Thy som jeg læste sidste år, da der både er fortælling fra byen og landet. Dog kan jeg bedre lide denne bog da jeg synes at sproget var lettere at læse. Det er ikke fordi at den er mega fast paced men den var alligevel hurtig at komme igennem da jeg først havde sat mig ned med den.
Ham med træbenet skræmte mig lidt og det lykkedes hende at give mig the creeps ift. lyden med træbenet.
Jeg sad hele tiden med sådan en lidt øv-følelse i kroppen da jeg læste den, fordi det er altid koldt, klamt, sult, rotter, lopper osv.
Sproget var godt og ja den var egentlig sådan fin nok, kommer nok til at glemme hvad den handler om om et par uger derfor: (jeg havde ret, havde glemt den)
L'autrice deve aver scritto questo libro dopo aver comprato delle scarpe troppo strette: La prima combinazione favorevole per uno dei protagonisti arriva verso la pagina 280, e dopo quel momento non è che siano rose e fiori. Nulla da eccepire sulla correttezza storica, ma se si legge per svago questo libro non aiuta a migliorare l'umore.
Virkelig god historisk bog som beskriver meget kummerlige forhold i Danmark i slutningen af 1800-tallet, den store forskel på rig og fattig og starten på kvindekampen og tilblivelsen af Dansk kvinde samfund-desuden foregår der en opklaring af et bestialsk mord gennem hele bogen. En bog der var svær at lægge fra sig-meget let læst.
Lidt langtrukken, men et rigtig godt tidsbillede. Flere karakterer, steder og begivenheder er inspireret af virkeligheden, så den giver et godt indblik i kvinders arbejds- og livsforhold dengang.
Hørt som lydbog og det var ikke en stor succes, måske også derfor jeg ikke kan give den 4.