Mehr als 3000 Jahre in der Zukunft: Längst verstehen sich die Menschen als Terraner, die ihre Erde und das Sonnensystem hinter sich gelassen haben. In der Unendlichkeit des Alls treffen sie auf Außerirdische aller Art. Ihre Nachkommen haben Tausende Welten besiedelt, zahlreiche Raumschiffe fliegen bis zu den entlegensten Sternen.
Perry Rhodan ist der Mensch, der von Anfang an mit den Erdbewohnern ins All vorgestoßen ist. Nun steht er vor seiner vielleicht größten Herausforderung: Er wurde vorwärts durch die Zeit katapultiert und findet sich in einem Umfeld, das nicht nur Terra vergessen zu haben scheint, sondern in dem eine sogenannte Datensintflut fast alle historischen Dokumente entwertet hat.
Nachdem er in der fernen Galaxis Ancaisin einen Weg fand, die sogenannte Zerozone zu betreten und womöglich eine Fährte Terras zu finden, begibt sich sein Raumschiff RAS TSCHUBAI ohne ihn auf den weiten Rückweg in die Milchstraße. Mit sich nimmt die Besatzung die Erkenntnis, dass die Cairaner, die sich als Herrscher der Heimatgalaxis aufspielen, nichts anderes sind als Flüchtlinge vor einer weitaus schrecklicheren Gefahr: den Phersunen und ihrer Schutzmacht, der »Kandidatin Phaatom«.
In der Milchstraße hat Atlan von einer angeblichen Enkelin erfahren. Bei seinem Versuch, sie aus den Händen von Entführern zu befreien, geht aber alles schief, und auch Gucky fällt in die Hände des Feindes. Als Atlan sie verfolgt, scheint es für sie nur noch ein Ziel zu geben: DER ILT MUSS STERBEN!
Warnung: Über diesen Roman etwas zu schreiben, ohne zu spoilern geht nicht!
Ich denke, dass in einer Abenteuer- und Spannungsserie wie PR auch einmal wichtige Figuren sterben müssen und dies schließt auch Gucky mit ein. In diesem Roman ist es soweit: Gucky stirbt! Schon am Anfang denkt Atlan an Guckys Tod, ist noch geschockt. Das genaue Geschehen wird dann in Rückblenden erzählt und am Ende des Romans kommt die zugehörige Schilderung. Die Todesszene ist brutal, Gucky wird von den Tomopaten abgeschlachtet. Während bei Tekener die von MMT beschriebene Todesszene einfühlsam war und dort unter anderem auch die Autorin Marianne Sydow vorkam und Abschied nahm, ist dies hier bei Gucky nicht so, auch die Reaktionen seiner Freunde Atlan und insbesondere Bully sind schwach geschildert. Pünktlich zum hundertsten Geburtstag von Guckys “Vater” Clark Darlton geht damit in PR eine Ära zu Ende, sogar mit Spiralnebel, dem endgültigen Beweis für den Tod eines potentiell Unsterblichen!!!
Allerdings: ich glaube es nicht und dafür gibt es gute Gründe.
Wir lesen einen Zyklus, dessen Hauptthema “Fake News” ist und ich glaube, man hat uns Leser hereinlegen wollen. Das PR-Forum quillt an diesem Tage über vor entrüsteten Beiträgen: das Ende der Abendlandes und - schlimmer noch - der PR-Serie wird herbeigeredet, Abos werden gekündigt, Online-Petitionen erstellt. Viele, die nur Spoiler und keine Romane lesen, sind entsetzt. (Leute, die nur Spoiler und keine Romane lesen, sind wie Restaurantkritiker, die nur Speisekarten lesen und nicht essen). Ich denke nicht, dass die Expokraten diese Figur so aus der Serie schreiben würden, eine Figur, die von Hartmut Kasper neben Perry, Bully, Atlan und Icho immer zu den essentiellen Archetypen gezählt wurde. Der Roman weist seltsame Elemente auf. Dies fängt schon damit an, dass der Anschluss zum Vorgängerband nicht ganz sauber ist. Plötzlich ist nämlich der lieb gewonnene Swoon Timberlan tot, der im letzten Roman eine wichtige Rolle spielte und sich so gut entwickelt hatte. Die Grundstimmung ist typisch für Leo Lukas und gar nicht passend für Guckys Tod. Es finden sich einige spannende Hinweise: z.B. auf Bully Chaotarchen-Zellaktivator und eine Stelle, in der Fligglirt Kernpech denkt, um sie herum werde ein Theaterspiel aufgeführt. Hat Bully - manipuliert von den Chaotarchen - ein Schauspiel aufgeführt? Waren es die Cairaner? Wir werden sehen.
Eine Bewertung in einer Zahl ist schwierig. Wenn dieser Roman der letzte PR mit Gucky gewesen sein sollte - was ich wie gesagt nicht glaube - dann würde ich ihm 0 Sterne geben, weil man eine solche Figur zwar herausschreiben kann aber doch nicht so. Wenn dies Alles ein Fake ist, dann ziehe ich meinen Hut vor Leo, denn er hat sehr viel Zorn auf sich gezogen und doch einige Hinweise versteckt…
Update 12.7.20: Für den Mut, diesen Roman zu schreiben und die Hinweise so gekonnt zu verstecken, gibt es jetzt doch vier Sterne :-)
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Dieser Roman zu bewerten und eine Rezi dazu zu schreiben ist schwierig und fast unmöglich, angesichts des gewaltigen Shitstorms, der geradezu wie ein Tsunami über die Redaktion und den Autor Leo Lukas hereinbricht. Im großen und ganzen wäre es ein typischer Leo Lukas, wenn nicht am Ende der Tod eines der ikonischten Figuren der Perry Rhodan Serie anstehen würde. Gewohnt routiniert, mit einem leisen hinterfotzigen Humor beschreibt Lukas die Rettungsmission von Atlan auf der ausweglosen Straße der Cairaner. Der Tod des Ilts durch die beiden Tomopathen wird, für einen PR-Roman, ungewöhnlich brutal geschildert, versehen mit dem Satz der Tomopathen, die sie Atlan entgegenschleudern "Du hast nicht einmal die geringste Ahnung worum es hier geht". Was meinen diese Mörder damit? Als nach Guckys Tod die, beim Ableben eines Zellaktivatorträgers, gewohnte Spiralgalaxis über dem Planeten erscheint, scheint auch der Tod Guckys endgültig zu sein, so ist die Lesart dieses Romans. Ich kann es jedoch nicht glauben, weil m.E. Gucky eine der tragenden Personen der PR-Historie ist, wie Rhodan, Bully, Atlan und Icho Tolot gehört sie zum Pantheon des Perryversums. Doch nicht nur für mich war Gucky seit seinen Anfangstagen im Jahre 1961 eine sehr infantile Figur, die von Clark Darlton wahrscheinlich auch für seine sehr junge Leserschaft geschaffen wurde. Im Laufe der Jahrzehnte sind jedoch die Leser erwachsen geworden und die Figur Gucky passte nicht mehr ins Schema und wirkte nur noch peinlich, woraufhin ich und andere Leser ihn eigentlich weg haben wollten, seine Paragaben waren auch etwas zuviel, denn immer wenn die Handlung eigentlich in eine Sackgasse geraten ist, konnte Gucky als Ultima Ratio sie wieder herausholen. Selbst der PR-Autor Robert Corvus wollte ihn beseitigen :=) Ich kann es auch deshalb nicht glauben, weil in diesem Roman einige Andeutungen gemacht wurden, die vieleicht auf ein Fake hinweisen (vgl. die Rezi von Callibso). Ich traue auch den Exposé-Autoren zu, ein besseres Ende für diese Figur bereit zu halten, was sie auch schon bewiesen haben u.a. der Tod Ronald Tekeners oder das "Parken" der Figur Alaska Seadeleare. Irgendwie kann ich die Aufregung auch nicht ganz nachvollziehen, wenn man z.B. der Tod der Charaktere in der Second Genesis-Krise oder der Tod der Altmutanten sieht, damals gab es m.W. kaum negative Reaktionen Leider muss Leo Lukas nun einen Shitstorm unglaublichen Ausmaßes ertragen, das ist m.M. nach nicht hinnehmbar und es ist unerträglich, dass offenbar sogar Todesdrohungen gegen den Autor im Netz ausgesprochen wurden, wie kann man nur so verbohrt sein zu glauben, die Serie gehört ihnen? Das erinnert mich an die Fußball-Ultras/Hooligans, die so tun, als gehörte ihnen der Fußball und alles hätte nach ihrer Pfeife zu tanzen. Ich hoffe nur, dass die Autoren/Redaktion stark genug sind, diesen Forderungen nicht nachzugehen und Gucky unmotiviert wieder auferstehen zu lassen (wie bereits bei Roi Danton geschehen). Der Tod gehört zum Leben dazu, auch für Unsterbliche!. Wenn das Exposé-Team aber ein großangelegtes und gut durchdachtes Fake erdacht hat, dann sage ich Chapeau !!
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Der Roman schockt das Perryversum. Bei der Bewertung sollten wir allerdings fair bleiben und eine sachliche, nicht emotionale Sicht auf die Dinge walten lassen. Leo Lukas schrieb einen durchaus ordentlichen, teilweise sogar guten Roman. Ungeachtet der verteufelten Handlung, war der Roman als solcher spannend und flüssig in einem Rutsch zu lesen.
SPOILER:
Der Tod von Gucky hat mich im ersten Moment genauso geschockt wie viele andere. Aber zum einen glaube ich noch nicht an das endgültige Ableben des Ilt und zum anderen wäre selbst die Bestätigung, dass es doch so ist für mich persönlich KEIN Grund mit der Serie zu brechen. Ich mag Gucky sehr und würde es schade finden, aber ich liebe PR als Serie zu sehr um mit ihr aufzuhören. Denn letztlich liebe Leute ist auch Gucky "nur" eine fiktive Romanfigur. ;)
Das war er also, der Skandalroman, der das Perry-Fandom erschüttert hat. Und, wie war er?
Prinzipiell gut, und in der Story wären auch locker vier (oder sogar fünf) Sterne drin gewesen... wären da nicht die vielen Info-Dumps gewesen, die sich für mich ein bisschen so anfühlten, als wäre ich versehentlich in einem Perrypedia-Artikel gelandet. Gelegentlich kenne ich das ja schon in den Romanen von Leo Lukas, hier fühlte es sich aber echt so exzessiv an, dass am Ende sogar der große Knalleffekt des Romans darunter leiden musste.
Zugegeben, es kann gut sein, dass mein Eindruck am Ende ein anderer gewesen wäre, wenn ich nicht im Voraus schon gewusst hätte, worauf es hinausläuft... wobei, halt, nein, das wurde ja sogar schon am Anfang des Romans vorweggenommen. Insgesamt also leider einige verpasste Chancen und deswegen "nur" ein guter Roman, in dem mehr drin gewesen wäre.
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"The Ilt must die"? One of the most popular characters in the series?
Well, despite the hype, and the title, the climax didn't feel right. I'm not sure what the better way to organize this episode would have been, but this one wasn't quite satisfying for me. Perhaps most telling is that the death scene of such an important, lively character had little impact on me at all.