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Echos Kammern

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Zu Beginn von Iris Hanikas neuem Roman gelangen wir mit Sophonisbe, einer nicht mehr ganz jungen Dichterin, die wirklich so heißt, nach New York. So tollkühn der Roman anhebt – schon am zweiten Tag befinden wir uns auf einem Empfang bei Beyoncé –, so unnachahmlich katapultiert er uns dorthin, wo die Aufgabe des modernen Dichters eine neue, ganz andere Sprache zu finden für die Gegenwart, das Glück, das Wesentliche … für alles. Es geht um das Leben in den Städten (in der Mitte des Buches kehren wir nach Berlin zurück, das gerade in Gefahr steht, ebenso vom Geld plattgewalzt zu werden wie New York), es geht aber auch um einen späten Liebeswahn, der jedoch, anders als in der Jugend, nicht in den Abgrund führt, sondern nur die letzte Hürde vor der Befreiung von den Zumutungen des Triebs ist, worauf man sich den Freuden des Alters hingeben kann."Echos Kammern" ist ein großes Literaturvergnügen, ein Reiseroman ebenso wie ein Liebesroman, streckenweise ein Action-Roman und ein Lebensratgeber, ein Ausflug an den Beginn der Dichtkunst und ein Ausblick in ihre Zukunft.

240 pages, Kindle Edition

Published June 12, 2020

9 people are currently reading
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About the author

Iris Hanika

19 books3 followers

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Community Reviews

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1 star
10 (10%)
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for John Hatley.
1,383 reviews234 followers
April 29, 2022
This is a grand story, that takes place in two fascinating cities: New York and Berlin. It is, for me, a tale of loneliness without being alone, loneliness even when in the company of others. It is not a retelling of the Greek/Roman myth of Echo and Narcissus, but its title and story are obvious references to it.
Profile Image for Aylin Kuhls.
460 reviews
July 6, 2021
Das erste Mal, dass ich ich ein Buch lese, weil es den Buchpreis der Leipziger Buchmesse gewonnen hat, und wahrscheinlich auch das letzte Mal.

Für mich hat sich diese Lektüre nicht wirklich gelohnt, denn alle Vorurteile, die ich diesem Preis gegenüber hatte wurden erfüllt: Ein versnobtes, hochintellektuelles Buch, das experimentell ist, mit Sprache, Form und Klischees spielt und fast schon prahlend mit popkulturellen Anspielungen und intetextuellen verweisen um sich wirft.

Zu gute halten kann ich dem Buch nur, dass ich die Perspektive der beiden etwa 50 Jährigen Frauen sehr erfrischend fand. Endlich mal keine Millennials, die sich in Berlin oder New York unter Drogeneinfluss die Nächte um die Ohren schlagen, dafür zwei reife, aber irgendwie auch ausgelaugte Frauen, deren Leben dann letztendlich erzählerisch nicht viel zu bieten haben.

Die angehäuften Weisheiten der beiden waren interessant, die Gespräche unterhaltend und die geäußerten Gedanken haben mich zum Nachdenken gebracht. Aber darüber hinaus gab es wenig, was mich wirklich langfritig beschäftigen wird.

Alles sehr nüchtern und reflektiert, ohne große Gefühle und Emotionen, keine mitreißende Handlung, geschweige denn eine Handlung, der es sich zu folgend lohnt. Alles liest sich wie ein riesiges Gedankenkonstrukt, das in sich selbst verloren geht und eine Relevanz vortäuscht, die es nicht wirklich einhält.

Vielleicht ist es mir einfach zu postmodern, vielleicht hat sich mir irgendeine Ebene nicht erschlossen, vielleicht bin ich einfach zu jung, umd die Ironie oder die Tragik dieses Romans und der Figuren nachvollziehen zu können...

Einen Versuch war es Wert, insbesondere, da ich vor Jahren hellauf begeistert war von Iris Hanikas "Treffen sich zwei". Aber seit dem ist viel passiert. Sowohl ich, als auch die Autorin haben sich weiterentwickelt. Und vielleicht treffe ich damit jetzt doch noch den Kern von "Echos Kammern": Es geht um die Kluft zwischen den Generationen und um den Nicht-Umgang damit. AM Ende bleibt alles so wie es ist, und jeder geht so damit um, wie er es immerschon getan hat.
Profile Image for Alexander Carmele.
476 reviews442 followers
May 24, 2021
Detaillierter und ausführlicher auf: https://read2write.org/iris-hanika-ec...

„Glück ist, wenn man ganz bei sich ist“ … sprachlicher Höhepunkt der Gegenwartsliteratur

Iris Hanikas Roman handelt von zwei Frauen und zwei Städten, von Sophonisbe und Roxana, und von Berlin und New York. Es geht um Sinn, Enttäuschung, Liebe, Karriere, Beruf und Freunde, vor allem jedoch geht es um den Versuch, seinen Ort in der Welt zu finden, seinen Beobachtungsstandort zu kennzeichnen, ja, eine Sprache zu erwerben, in der die Dinge nicht sofort von jeder Bedeutung entleert sind.

Wie dieser Umriss einer Inhaltsgabe zeigt, eine besondere Geschichte wird nicht erzählt. „Echos Kammern“ ist mehr die Zeit im Bild der Sprache einer Generation, die noch nicht mit Smartphones und dem Internet aufgewachsen ist, eine Generation, die also hilflos unvorbereitet auf die sozialen Medien mit Konsternation und innerer Emigration reagiert, nicht wertend, einfach überrascht, überholt, fragwürdig geworden.

„Einmal in die Welt hinausgerufen, schallt er [der Plan] zurück, verstümmelt zwar, doch die Anmutung seiner Herrlichkeit bleibt, flirrend, schillernd, glitzernd; eine Ahnung davon, wie schön es hätte werden können, nicht nur das, wofür man den Plan gemacht hatte, sondern überhaupt alles – wie schön alles hätte sein können, die ganze Welt, das ganze Leben.“

Meiner Ansicht nach ein sehr lesenswertes Buch für alle. Die verdichtende Erzählhaltung, der Witz, der Schmerz, das Lyrische und Syntagmatische erzeugen eine eigene Einheit, einen modernen Hymnus zwischen Wiederkunft und Vergessen, zwischen Verlorenheit und Selbstbehauptung. Die Protagonistinnen geben Hoffnung. Die Liebe zu Berlin ist ungebrochen, ein Berlin-Roman, der den Utopie und der Geschichte dieser Stadt gerecht wird, im Sinne von Walter Benjamins „Berliner Kindheit um 1900“ und seinem Begriff vom Flaneur und dem in sich verwobenen Verheißungen des unvollendet gebliebenen Passagenwerks.

Wer dieses Buch mag, mag Clarice Lispectors „Die Sternstunde“ und Ingeborg Bachmanns „Malina“ und auch von Max Frisch „Der Mensch erscheint im Holozän“ oder eben, traditionell, Rainer Maria Rilkes „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“, von dem ebenfalls implizit das wundervolle Buch von Hanika handelt. Komparativ ähnelt es zudem sehr Christa Wolf „Stadt der Engel“, nur eben handelt es von Bagels und Starbucks in Manhattan und nicht wie Wolfs Roman von Racoons in Los Angeles.
Profile Image for Michael Madel.
540 reviews11 followers
July 11, 2021
Die Lektüre dieses Buches ist keine leichtgewichtige Kost, darum sollte man sich Zeit dafür nehmen.
Die Autorin kommentiert das Werk im Anhang quasi selbst:
"Und insgesamt ist diese Erzählung natürlich ein Rätsel, dessen Lösung hier nicht verraten werden kann, weil es keine gibt, vielmehr geht es hier um den unerklärlichen Zauber, das rätselhafte Wesen der Literatur."
Profile Image for mtl.
76 reviews12 followers
July 25, 2021
3.7 Sterne oder so.
Nach der heftigen Enttäuschung die Schuberts "Vom Aufstehen" war, hatte ich leichte Bedenken ein weiteres Buch der diesjährigen Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse in die Hand zu nehmen, aber ich dachte der letztendlich mit diesem Preis bedachte Roman müsste ja was taugen. Naja. Die erste Hälfte ist tödlich langweilig, die Figuren sind verschiedene Nuancen von unsympathisch und diese "neue Sprache", die die Protagonistin (eine Dichterin) erfunden hat- also die ist nur qualvoll. (Ich hörte bei den Passagen die ganze Zeit die Stimme einer Dozentin an der Uni, die Deutsch nur als Fremdsprache beherrschte, da waren Satzbau, Wortstellung, fehlende Deklination usw. ganz genauso.) Trotz allem gab es aber auch Spannung und Freude an dem Buch: Spannung in Erwartung des Endes (hoffentlich bald) und Freude, dass es überstanden ist (endlich).
Mein Sterne-Bewertungssystem hier auf goodreads müsste ich langsam wirklich überdenken, weil dieses Buch nicht so gut war wie andere, die 4 Sterne bekamen (sehr gut, aber nicht perfekt, es fehlte was), aber auch nicht so schlecht wie andere, die nur 3 bekamen (ging so, eher mau, aber gibt schlimmeres).
Profile Image for Franziska .
371 reviews
February 27, 2022
#reading #review #neuerscheinung2020 #irishanika

1* von 5

"Ansonsten war gar nicht klar, auch ihr selbst nicht, was Sophonisbe hier zu suchen hatte. (Vielleicht erfahren wir das später.) (Vielleicht auch nicht.) Seite 25 - sicherlich ist diese Art ein Buch zu schreibe eine künstlerische Herausforderung. Doch es ist weder spannend noch liest es sich besonders. Daher habe ich dem Buch bis Seite 50 gegeben und es dann weggelegt. Denn diese verschiedenen Perspektiven, die dann doch keinen Spannungsbogen (für mich) aufbauen und auch keinen Witz reinbringen, nehmen mich als Leser nicht mit.
Profile Image for Athina.
70 reviews6 followers
September 24, 2021
Hätte nicht erwartet, dass ich nach 40 Seiten aufgeben muss. Das Buch war absolut nicht mein Fall und wenn ich mir die restlichen Rezensionen hier ansehe gehts nicht nur mir so.
Profile Image for Papier.fliegerin.
297 reviews6 followers
August 7, 2021
„Echos Kammern“ von Iris Hanika
Darum geht es:
Wir gelangen mit Sophonisbe, einer nicht mehr ganz jungen Dichterin, die wirklich so heißt, nach New York. So tollkühn der Roman anhebt – schon am zweiten Tag befinden wir uns auf einem Empfang bei Beyoncé –, so unnachahmlich katapultiert er uns dorthin, wo die Aufgabe des modernen Dichters liegt: eine neue, ganz andere Sprache zu finden für die Gegenwart, das Glück, das Wesentliche … für alles.
Es geht um das Leben in den Städten (in der Mitte des Buches kehren wir nach Berlin zurück, das gerade in Gefahr steht, ebenso vom Geld plattgewalzt zu werden wie New York), es geht aber auch um einen späten Liebeswahn, der jedoch, anders als in der Jugend, nicht in den Abgrund führt, sondern nur die letzte Hürde vor der Befreiung von den Zumutungen des Triebs ist, worauf man sich den Freuden des Alters hingeben kann.
„Echos Kammern“ war eine interessante Leseerfahrung.
Zum einen hat mir die Sprache gut gefallen, Sophonisbe hat eine ganz eigene Sprache erfunden, die so ganz anders ist als das übliche.
Aber ich kann weiß Gott nicht sagen, was dieses Buch mir sagen will oder worüber es handelt, oder was das ganze eigentlich soll.
Aber ist das nicht ein Grund, um sich mit Literatur zu beschäftigen?
Von mir gibt es:

3 von 5 Sterne
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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