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Klaudia Wagner #1

Spreewaldgrab

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Polizistin Klaudia Wagner lässt sich vom hektischen Ruhrgebiet in den idyllischen Spreewald versetzen. In Lübbenau ist es allerdings wenig beschaulich. Zwischen den Kanälen und Fließen verbergen sich Geheimnisse und nie vergessene Schicksale. So auch in ihrem erstem Fall: Ein Unternehmer wird tot aufgefunden, seine Geliebte ist verschwunden. Dann findet Klaudia tief im Wald vergraben das Skelett einer jungen Frau. Regen und Nebel ziehen im Spreewald auf und Klaudia droht, sich bei den Ermittlungen selbst zu verlieren. Sie muss erkennen, dass die Idylle nicht nur trügt, sondern eine teuflische Kehrseite hat.

350 pages, Kindle Edition

First published January 15, 2016

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About the author

Christiane Dieckerhoff

28 books1 follower
Christiane Dieckerhoff (born 1960 in Datteln) is a German former pediatric nurse and author of crime fiction.

She also writes historical novels under the pseudonym Anne Breckenridge.

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Community Reviews

5 stars
8 (17%)
4 stars
15 (33%)
3 stars
11 (24%)
2 stars
7 (15%)
1 star
4 (8%)
Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,176 reviews644 followers
January 5, 2022
3,5 Sterne, aufgerundet auf 4

Band 1 dieser Reihe hat mir gut gefallen, auch wenn ich anfangs ein paar Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzukommen. Irgendwann ging es dann aber, und das Buch hat sich gut und flüssig lesen lassen.

Der Kriminalfall war in Ordnung und auch spannend.

Man kennt es ja, dass die Kommissare und Polizisten in Büchern auch oft eine schwierige Vergangenheit haben und diese aufarbeiten müssen, aber die Probleme von der Protagonistin Klaudia Wagner hier im Buch sind schon recht vielfältig bzw. nehmen viel Raum ein. Für mich war das noch okay, auch wenn es wirklich neben der eigentlichen Krimihandlung ein großes Thema ist im Buch.
Profile Image for Archer.
631 reviews12 followers
May 9, 2016
Ich habe schon viele Krimis gelesen, aber Glückwunsch. Dieser hier schafft es auf die Top 3 der Krimis mit den durchsichtigsten Fällen, unsympathischsten Personen und einer Hauptfigur, die ich mit Inbrunst verabscheut habe, weil sie sich nur im Selbstmitleid suhlt und ansonsten zu wenig fähig ist.
Klaudia Wagner heißt diese Hauptperson, und sie ist Polizistin. Kriminalistin. Lässt sich vom Pott in den Spreewald versetzen, nachdem sie sich von ihrem Ex hat versetzen lassen. Dort angekommen lebt sie zur Untermiete bei einem Kollegen, der Probleme mit seiner Frau hat, weil sie zum dritten Mal schwanger ist, und er das nicht will. Sie arbeitet mit einem anderen Kollegen zusammen, der (fast traue ich es mich nicht zu sagen) Probleme mit seiner Frau hat, weil die nach einem Unfall unbeweglich, fett und ekelhaft geworden ist. Ein weiterer Kollege ist ... jawohl! Von seiner Frau getrennt. Noch ein Kollege ist - so erzählt er - von seiner Verlobten nach dem Mauerfall verlassen worden. Warum ich das so ausgiebig erwähne? Weil das alles ist, was ständig erzählt wird. Mord? Verschwinden von Personen? Ja, läuft mal so nebenbei mit.

Der Fall hätte schon nach einem Drittel des Buches gelöst sein können, aber da die Ermittler das Ermitteln nur als Nebensache ansehen, redet auch keiner richtig mit dem anderen. Die Leute sind alle so psychisch krank, dass sie in Behandlung gehören, nicht zum Aufklären von Morden. Damit hätte man noch leben können, wenn wenigstens Klaudia Wagner das Buch hätte tragen können. Immerhin heißt es ja, es sei ihr erster Fall, was impliziert, dass da noch mehr kommen wird. Bitte, bitte nicht. Die Frau ist unsympathisch hoch 30. Irgendwann habe ich nur noch gedacht: Wäre ich mit der zusammen gewesen, hätte ich sie auch verlassen. Reiner Selbstschutz. Sie hat sich von ihrem ehemaligen Chef und Liebhaber sogar so bösartig schlagen lassen, dass sie einen Gehörsturz erlitten hat - und der Kerl lebt noch. Nicht mal kastriert hat sie ihn. Heult ihm immer noch hinterher. Wirft sich dafür jetzt jedem an den Hals (natürlich betrunken), der mal drei Minuten neben ihr stehenbleibt. Vielleicht wäre es noch alles erträglich gewesen, wenn wenigstens der Fall spannend gewesen wäre. Aber auch da Fehlanzeige. Und das Opfer mit seinen Zählreimen und der ewigen Wiederholung irgendwelcher Worte hat mich nur noch genervt, dass ich geradezu das Ende herbeigesehnt habe. Egal welches, Hauptsache vorbei.

Wie gesagt: Glückwunsch. Gibt nicht viele Bücher, die mich so aufregen.
Profile Image for Anna Catharina.
628 reviews63 followers
January 5, 2018
Das Buch war eine reine Zeitverschwendung, gut, dass ich es billig im Ramsch gekauft habe, sonst wäre es mir ums Geld schade.
Die Personen waren allesamt unsympathisch, eindimensional und klischeebeladen, dass ich für niemanden Sympathie oder Mitgefühl empfinden konnte. Gerade die Hauptperson war mir richtiggehend zuwider.
Die Handlung dümpelte dreihundert Seiten inhaltslos herum, drehte sich fast nur um persönliche Querelen, der Mordfall und die Ermittlungen gerademal eine Fußnote im nicht vorhandenem Geschehen... So einen schlechten Krimi habe ich lange nicht gelesen!
Nichtmal aus dem beschaulichen Spreewald-Setting hat die Autorin etwas gemacht...
Und die Kapitel aus Sicht der gefangenen Frau waren so extrem langweilig, da frage ich mich, wie man eine so gruselige Situation so schlecht schriftstellerisch umsetzten kann.
Das war definitv der erste und letzte Roman dieser Autorin, den ich gelesen habe.
Profile Image for Francesca.
95 reviews
July 21, 2024
Also das Buch war wirklich nichts.
Der Schreibstil war mittelmäßig bis schlecht, hat mich nicht mitgenommen und hat die Story auch nicht spannender gemacht.
Die Autorin hat aus der Gegend des Spreewaldes auch überhaupt nichts gemacht, obwohl es sich perfekt anbietet und der Titel des Buches es auch eigentlich voraussetzt.
Der Kriminalfall war wirklich suuuuuper langweilig. Der Fall lief nur nebenbei irgendwie mit, unnötige, persönliche Probleme der Charaktere waren der Autorin wohl wichtiger zu thematisieren.
Der Fall generell war auch super blöd und komisch.
Die Kapitel über die gefangene Frau waren auch super dumm. Extrem inhaltlos und viel zu viel (viele Kapitel über jeweils mehrere Seiten).
Generell also keine Empfehlung und ein weiteres Buch der Autorin werde ich definitiv nicht lesen.
Profile Image for Labyrinth.
336 reviews8 followers
January 21, 2016
Klaudia wird in den Spreewald versetzt, weil sie aus gesundheitlichen Gründen Ruhe braucht. Doch sehr ruhig ist es dort nicht, als kurz nach ihrer Ankunft ein Mann aus Berlin ermordet in seinem Sommerhäuschen gefunden wird.

Eigentlich war dieser Mord nur Nebensache, denn wer will schon in einem Krimi über Mordermittlungen lesen, wenn so viele Privatangelegenheiten geregelt und ausgiebig erzählt werden müssen? Klaudia ist gesundheitlich geschwächt und braucht nach einem Hörsturz vor allem Ruhe. Thangs Frau traut sich nicht aus dem Haus, langweilt sich und ruft ihn andauernd wegen Belanglosigkeiten an. Uwes Frau ist schwanger, was ihm nicht gefällt und zu einem heftigen Ehekrach führt. Nicht zu vergessen die pubertierende Tochter, Klaudias Ex und die Alkoholprobleme ihrer Mutter, die ihr immer noch zu schaffen machen. Da bleibt nicht mehr so viele Spielraum für den Kriminalfall, aber immerhin reicht es, um auch hier noch eine Frau mit Alkoholproblemen unterzubringen. Leider bleiben auch noch reichlich Seiten für eine Frau, die irgendwo festgehalten wird und der in regelmäßigen Abständen ganze Kapitel gewidmet werden, in denen außer Wahnvorstellungen und verwirrten Gedanken gar nichts passiert. Das ist nicht verstörend, das ist langweilig.

Auch der Kriminalfall ist nicht fesselnd, an vielen Stellen nicht überzeugend und in der Auflösung nicht nachvollziehbar.

Abschließend ist wohl klar, dass ich von diesem Buch nicht begeistert war. Der Schreibstil war höchstens mittelmäßig und selbst die wunderschöne Gegend des Spreewaldes konnte diesen Krimi nicht retten. Die Bilder des Spreewaldes habe ich übrigens im Internet nachgesehen, weil ich mir mit den spärlichen Beschreibungen im Buch die Gegend nicht vorstellen konnte. Von mir gibt es keine Empfehlung für "Spreewaldgrab".
Profile Image for yesterday.
489 reviews3 followers
February 11, 2020
Ich mache das sonst eigentlich nicht, aber an dieser Stelle muss ich zitieren, was auf dem Buchumschlag steht. Arno Strobel wird dort wiederum, dieses Buch betreffend, zitiert: „Die Sprache: Außergewöhnlich. Die Handlung: Verstörend. Die Figuren: Undurchsichtig. Alles an diesem Buch macht Lust auf mehr.“ Es wäre eine sehr kurze Rezension, wenn ich nun nur mehr schreiben würde, wie sehr Strobel nicht recht habe und dass ich alles genauso sähe. Aber im Grunde ist es so.
Die Handlung wechselt hier zwischen Szenen in einem dunklen Verließ, in dem eine Frau darum kämpft, am Leben zu bleiben, und dem schwierigen Alltag von Klaudia Wagner. Klaudia ist Polizistin und aufgrund der Trennung von ihrem Langzeitfreund, ebenfalls Polizist, vom Westen in den Osten Deutschlands umgezogen. Während sie mit ihrer Gesundheit, dem Chef, den Kollegen und den Leichen zu kämpfen hat, bekommt der Leser immer wieder Eindrücke davon, was es heißt, wirklich zu kämpfen. Die Abschnitte über die unbekannte Frau führen einem doch vor Augen, wie banal Klaudias Probleme sind. Zusätzlich sind sie in einer eigenen Dynamik, in einem anderen Stil verfasst, sodass man immer wieder das Gefühl hat, hier wären zwei Autoren am Werk gewesen.
Die Autorin schafft es außerdem, nahezu jede auftretende Person mit einer speziellen Aura zu umgeben, so intensiv, dass man nach und nach merkt, dass jeder etwas zu verbergen hat und sich zahlreiche mögliche Motive ergeben. Alle kleinen und großen Wendungen fügen sich wunderbar in den Krimi ein und die Geschichte entwickelt so eine Dynamik, dass man zwischendurch immer wieder Personen vergisst, so dass man überrascht ist, wenn sie wieder auftauchen. Auch wo der Prolog denn dazugehört, erschließt sich dann später.
Da dies Wagners erster Fall (eigentlich Fälle) ist, freue ich mich ebenso wie Arno Strobel auf weitere Werke mit ihr, der Beginn einer möglichen Serie ist jedenfalls sehr vielversprechend.
Profile Image for Toralf Saffer.
416 reviews4 followers
October 6, 2019
Der erste Fall für Klaudia Wagner in ihrer neuen Dienststelle in Lübbenau.
Ein spannender Fall mit vielen Wendungen, welcher aber ebenso etwas zu kurz kommt, wie die Landschaft des Spreewaldes, welche mystisch genug ist, um mehr Platz in der Geschichte zu erhalten. Aber die Autorin konzentriert sich zu sehr ihren Charakteren persönliche Probleme anzuhängen und verliert dadurch die eigentliche Handlung aus den Augen - schade, denn die Story ist spannend. So aber ist das Buch von zu vielen Sprüngen überfrachtet - die persönlichen Baustellen der Protagonisten reichen für eine mehrjährige Vorabendsoap.
Deshalb waren es für mich nur 3,5 Sterne.
Trotzdem werde ich Klaudia Wagner noch eine 2. Chance geben, denn die Story war gut.
Profile Image for BlackDevil288.
15 reviews
August 10, 2022
Hat mir sehr gut gefallen.
Da wir gerade erst im Spreewald waren, wollte ich unbedingt ein Krimi lesen, der dort spielt.
Ich würde gut unterhalten, er war spannend und ich werde auf alle Fälle die weiteren Teile noch lesen.
Profile Image for Stephanie.
102 reviews2 followers
February 10, 2016
Mörderischer Spreewald

In einem stockdunklen Verließ wird eine Frau gefangen gehalten. Sie hat keinerlei Erinnerungen, weiß nicht einmal, wer sie ist. Kinderstimmen in ihrem Kopf quälen sie mit Liedern wie “Häschen in der Grube” und “Dornröschen war ein schönes Kind”. Bruchstückartig setzt ihr Erinnerungsvermögen nach und nach wieder ein – doch wird ihr dieses Wissen noch nützen?

Die gelernte Kinderkrankenschwester Christiane Dieckerhoff setzt in ihrem Kriminalroman “Spreewaldgrab” auf die Beschaulichkeit der Landschaft rund um Lübben in Brandenburg. Doch das Verbrechen existiert auch im malerischen Spreewald. Für Aufklärung soll die Polizistin Klaudia Wagner sorgen – frisch getrennt und deshalb auf eigenen Wunsch jüngst aus dem Ruhrgebiet in den Osten der Republik versetzt. Welten prallen aufeinander. Christiane Dieckerhoff macht es ihrer ohnehin schon angeschlagenen Hauptfigur nicht leicht, in ihrer Wahlheimat Fuß zu fassen. Aber Klaudia Wagner ist eine unnachgiebige Frau. Sie sagt, was sie denkt. Für den Leser ist die Kriminalobermeisterin die einzige Person, der er über den Weg trauen kann. Alle anderen Charaktere sind nicht leicht zu durchschauen. Wer steht auf welcher Seite? Einen echten Sympathieträger sucht man in “Spreewaldgrab” jedenfalls vergeblich.

Die große Stärke der Autorin ist es, für eine bilderreiche Atmosphäre zu sorgen. Mit üppigen Worten und fast schon sinnlich beschreibt sie Natur und Gegend. Manche Sätze sind purer Lesegenuss.

Bei der hervorragend durchdachten Krimihandlung sorgt Christiane Dieckerhoff für Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Als ich während des Lesens in einem leichten Anflug von Enttäuschung denke, der Klappentext des Buchs verrät ja schon alles, und nicht mehr an eine Überraschung glaube, schlägt die Autorin plötzlich einen Haken und die Geschichte erscheint in einem ganz anderen Licht. Mit diesem Kniff hält sie die Spannung bis zum Ende des 352-seitigen Krimis konstant hoch.

Apropos Ende: Das läuft ziemlich überstürzt ab. Fast schon beängstigend ist dabei die schier übernatürliche Kombinationsgabe von Klaudia Wagner, die in “Spreewaldgrab” in ihrem ersten Fall ermittelt. Christiane Dieckerhoff schreibt an einer Krimi-Reihe, in der die selbstbewusste Polizistin die Hauptrolle spielt. Ob ich auch den nächsten Band lesen werde? Sehr wahrscheinlich.
Profile Image for Diana von Abendsternchens bunte Welt.
252 reviews27 followers
April 9, 2016
Auch das Buch Spreewaldgrab habe ich als Rezensionsexemplar erhalten. Die dazugehörige Blogtour hat bereits statt gefunden und die Gewinner sind ebenfalls bereits ermittelt. Daher möchte ich euch heute noch die Rezension dazu nachreichen.

In Spreewaldgrab begleiten wir Klaudia Wagner bei ihrem ersten Fall an ihrer neuen Dienststelle in Lübbenau. Sie ist vor kurzen erst aus dem Ruhrgebiet in den Spreewald gezogen. Gesundheitlich angeschlagen und frisch getrennt vom Freund versucht sie dort einen Neuanfang. Doch ihr Start ist auch nicht ganz so einfach, da sie gegenüber ihren Kollegen nicht viel von sich preis geben möchte.

Von den Kollegen wird sie zu einem Fall gerufen, der sich wenig später als gar keinen herausstellt. Doch kurz darauf bekommt sie wirklich ihren ersten Fall. Und der hat es in sich. Es gibt einen Toten, es wird nach einer Vermissten gesucht und dann taucht auch noch ein altes Skelett im Wald auf. Plötzlich gibt es statt einen Fall gleich drei.

Wenn ihr wissen möchtet wie Klaudia sich in ihrer neuen Heimat einlebt und wie sie den Fall/die Fälle löst, dann solltet ihr das Spreewaldgrab lesen.

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Auftakt einer neuen Reihe zu Klaudia Wagner. Bisher kannte ich die Autorin noch nicht. Die Autorin hat jedoch schon einige andere Krimis veröffentlicht, welche ich mir sicher auch noch genauer anschauen werde.

Der Schreibstil hat mir hier jedoch auf jeden Fall gefallen. Das Buch ließ sich wunderbar lesen. Ich hatte keinerlei Probleme und flog nur so durch die Seiten. Die Kapitel sind nicht zu lang gehalten, so das man hier mal immer noch schnell eins lesen kann. Auch die Einbindung der kurz gehaltenen Kapitel um eine Frau die irgendwo festgehalten wird. Keine Ahnung wer sie ist und wo sie sich befindet. Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch und schwächelt meiner Meinung nach nicht.

Die Charaktere wurde hier auch sehr gut ausgearbeitet. Klaudia hat viele Gedanken die sie nie ausspricht. Diese wurden jedoch gut dargestellt.

Das Cover vom Buch finde ich hier auch sehr passend. Es zeigt einen Kanal vom Spreewald und das ganze übermittelt eine geheimnisvolle und düstere Stimmung.

Ich kann euch dieses Buch wirklich empfehlen.
Profile Image for Wal.li.
2,563 reviews70 followers
January 15, 2016
Kähne und Kanäle

Die Polizistin Klaudia Wagner lässt sich nach einer unschönen Trennung aus dem Ruhrgebiet in den Spreewald versetzen. Sie hatte einen Hörsturz und leidet immer noch unter den Folgen, die neuen Kollegen sollen allerdings nichts merken. Besonders gut angekommen ist sie noch nicht. Die Kollegen haben sie nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen. Schon kurz nach ihrer Ankunft wird in einem Wochenendhaus ein Toter aufgefunden. Ein Unternehmer, der sich von seiner Frau trennen wollte. Schnell finden die Beamten heraus, dass er eine Geliebte hatte, die auf Geschäftsreise in London sein soll. Zu erreichen ist sie aber nicht.

Sollte man es nach einem Hörsturz nicht etwas ruhig angehen lassen, um weitere Folgen zu vermeiden? An einen solchen Rat, den ein Arzt möglicherweise gegeben hat, hält sich Klaudia Wagner nicht. Sie mischt mit und treibt die Untersuchungen voran. Ihre Kollegen scheinen dagegen manchmal etwas träge zu sein oder noch mehr mit ihren privaten Belangen beschäftigt als Klaudia. Diese sucht Anschluss in ihrer neuen Umgebung und in ihrem Bemühen scheitert sie zunächst. Was die sogenannten Kollegen da zu treiben scheinen grenzt schon an Mobbing. Der Chef tut nicht wirklich etwas, um die Situation zu bereinigen.

Mehrere Fälle wirken hier zusammen. Die nicht verarbeitete Vergangenheit, die unsichere Zukunft, eine beschauliche Umgebung, von der man meint, kein Wässerchen könne sie trüben, sofern das bei einer Gegend möglich ist, das ergibt die Grundlage zu einem spannenden und verschachtelten Fall. Im Laufe der Ermittlungen gibt es so manche Überraschungen. Die Stimmungen und Strömungen unter den Kollegen und mehr oder weniger gegen Klaudia, deren Lage sich fast täglich zu verschlimmern scheint, wirken allerdings etwas dick aufgetragen. Vielleicht ist das zwar für die Geschichte notwendig, lenkt beim Lesen aber manchmal von der eigentlichen Krimihandlung ab. Zwar ist es immer interessant auch etwas vom privaten Umfeld der handelnden Personen zu erfahren, doch falls es sich hier um einen Serienstart handelt, wäre eine langsame Entwicklung dieser Begleitmusik angenehmer.

3,5 Sterne
Profile Image for Angelique's Leseecke.
1,041 reviews5 followers
March 29, 2016
Kommissarin Klaudia Wagner lässt sich nach der Trennung von ihrem Mann Arno vom Ruhrgebiet in den Spreewald versetzen. Gleich muss sie in einem Mordfall ermitteln, ein reicher Unternehmer wird tot in seinem Wochenendhaus an der Spree gefunden und von seiner Geliebten fehlt jede Spur. Während der Ermittlungen entdeckt das Team rund um Frau Wagner eine skelettierte Frauenleiche. Gehören die beiden Fälle zusammen?
Auch wenn Klaudia Wagner erst kurz im Spreewald ist, hat sie schon einen heimlichen Verehrer. Wer ist der Unbekannte, der ihr tägliche eine rote Rose zukommen lässt?

In einem zweiten Handlungsstrang wird dem Leser das Leid einer unbekannten Frau beschrieben. Sie wird völlig isoliert gefangen gehalten und weiß mittlerweile gar nicht mehr, wie sie heißt. Sie sieht Kinder und hört sie singen. Echt verstörend!!!

Das Krimi-Debüt „Spreewaldgrab“ von Christiane Dieckerhoff ist ein spannendes Buch mit interessanten Charakteren. Die Spannung steigt nur langsam an, trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist locker und flüssig, spannend und fesselnd. Kurze Kapitel steigern zusätzlich meinen Lesefluss.

Die Charaktere sind authentisch und lebendig beschrieben, jeder einzelne hat sein Säcklein zu tragen. Klaudia wurde gegen einen jüngere ausgetauscht, leidet nun unter einem Tinnitus mit Übelkeit und Schwindelanfällen. Kollege Uwe wird zum dritten Mal Vater und ist ganz und gar nicht begeistert und dann ist da noch der Kollege Thang, seine Frau verlässt anscheinend das Haus nicht mehr, ruft ihn ständig an und hat massive Fressattacken. Gerade am Anfang des Buches erfährt der Leser sehr viel Privates und meiner Meinung nach kommt der Krimi etwas zu kurz.

Im zweiten Handlungsstrang bringt die Autorin mir die Verzweiflung der jungen Frau und die Dunkelheit des Ortes sehr gut rüber. Hier hatte ich beim Lesen oft eine Gänsehaut.

Das Ende ist richtig spannend aber auch erschreckend, die Autorin schafft es gekonnt, beide Handlungsstränge zusammen zu führen.

Fazit:
Ein solider Krimi mit Ausbaupotential, ich freue mich auf eine Fortsetzung mit Klaudia Wagner und Co.
544 reviews
May 30, 2016
Vom Ruhrpott in den Spreewald

Die Polizistin Klaudia hat sich nach dem Ende ihrer Beziehung vom Ruhrgebiet in den Spreewald versetzen lassen und hofft hier auch mit ihrem Tinnitus besser klar zu kommen.

Ihr neuen Kollegen versuchen, ihr die neue Heimat ein wenig schmackhaft zu machen und so erfährt der Leser auch so manches über den Spreewald (allerdings nicht zu viel, denn es ist ja ein Krimi und kein Reiseführer). Klaudia wohnt in der Einliegerwohnung ihres Kollegen Uwe, was dessen Frau Silke nicht so gefällt. Wer ist der heimliche Verehrer oder gar Stalker, der ihr fast jede Nacht eine Rose unter die Scheibenwischer ihres Autos klemmt? Aber diese Frage tritt rasch in den Hintergrund, als in einem Ferienhaus eine Leiche entdeckt wird: der Architekt König wurde erschossen. Gemeinsam mit ihrem halb-vietnamesischen Kollegen ermittelt sie, aber die Suche nach dem Täter ist nicht einfach.

In einem zweiten Erzählstrang ist eine Frau, die gefangen gehalten wird und sich an nichts mehr erinnert die Ich-Erzählerin. Wer ist sie und was hat sie mit der Geschichte zu tun? Diese kurzen Kapitel sind verstörend und rätselhaft; sprachlich heben sie sich vom Rest der Geschichte ab.

Christiane Dieckerhoff ist eine verschlungene und interessante Geschichte gelungen, die komplizierter ist, als sie zu sein scheint, am Ende jedoch mit einer überzeugenden Lösung aufwartet. Die Hintergründe zu Klaudia und ihren Kollegen Uwe und Thang fand ich sehr interessant. Ich bin gespannt auf eine Fortsetzung, um mehr über die Hintergründe zu erfahren.
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