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Südlich vom Ende der Welt: Wo die Nacht vier Monate dauert und ein warmer Tag minus 50 Grad hat – Mein Jahr in der Antarktis

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Einmal Südpol und zurück – was für viele Menschen ein unerfüllbarer Lebenstraum ist, wurde Realität für die Medizinerin Carmen Possnig. Im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation reiste sie für ein Jahr in das Herz der Antarktis, um zu erforschen, wie es sich in extremen Wetterbedingungen, unter spürbarem Sauerstoffmangel und in völliger Isolation vom Rest der Welt lebt. Mit 12 anderen Wissenschaftlern überwinterte sie in der Forschungsstation Concordia mitten im ewigen Eis. Sie stieß hierbei nicht nur auf die atemberaubende Schönheit des extremsten Kontinents der Welt, sondern auch an ihre eigenen Grenzen, denn monatelange Dunkelheit, Temperaturen von bis zu -80°C, und das Zusammenleben auf engstem Raum erfordern körperliche und psychische Höchstleistungen. Carmen Possnigs persönlicher, humorvoller Reisebericht sowie eine Fülle an faszinierenden Fotos öffnen uns das Tor zu einer unbekannten Welt und lassen uns staunen über die Vielfalt unseres Planeten und die Anpassungsfähigkeit der menschlichen Natur.

304 pages, Hardcover

Published August 10, 2020

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Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Claudia - BookButterflies.
567 reviews314 followers
July 11, 2022
*Rezensionsexemplar

Ich liebe die Kälte und ganz besonders die Antarktis. Nachdem ich selbst als Tourist in der Küstenregion unterwegs war, lese ich natürlich auch liebend gerne darüber. Dieses Mal ein moderner Bericht, bei dem trotzdem auch die Gefahren der heutigen Zeit deutlich werden. Natürlich nicht zu vergleichen mit dem was Amundsen, Scott, Shackleton und Co. erleben bzw. erleiden mussten, aber Carmen Possnig zeigt sehr gut, worin auch noch heute die Herausforderungen einer Überwinterung in der Antarktis bestehen. Denn obwohl sich die 13 Überwinterter in der warmen Forschungsstation Concordia (betrieben von Frankreich & Italien) immer wieder aufwärmen konnten, müssen sie mit der monatelangen Dunkelheit und vor allem mit sich selbst klar kommen. Mit nur mäßigem Empfang zur Außenwelt und dem Wissen, dass niemand helfen kann, wenn etwas schlimmes passiert. Bis zu -80 Grad herrschen außerhalb der Station und so wird jeder Gang nach draußen ein Abenteuer.
Aber auch innerhalb der Station erlebt die Allgemeinmedizinerin, welche als Forschungsärztin der europäischen Weltraumorganisation ESA besonderes Augenmerk auf die Veränderungen der Teammitglieder im Blick hat, so einiges, welches sie in diesem sehr kurzweiligen und super spannenden Bericht niederschreibt.

Wir begleiten Carmen während der gesamten Zeit und sogar vorab beim Bewerbungs- und Vorbereitungsprozess. Zuerst sind die Überwintere noch mit den „Sommerforschern“ zusammen auf der Station, bevor sie für Monate „allein“ gelassen werden.

Viele interessante Infos zu den Forschungen, dem Aufbau der Station, dem Ablauf verschiedener Tätigkeiten und natürlich der beeindruckenden aber auch einsamen Natur rund herum verpackt Carmen Possnig sehr gut in Geschichten rund im das Miteinander der Crew. Und das ist nicht immer einfach. So gibt es Konflikte, aber auch schöne Momente, wie besondere Feiern und Aktivitäten, um alle bei Laune zu halten.

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Hier und da humorvoll, ab und zu sehr tiefgründig und trotzdem sehr schnell wegzulassen ohne auch nur einmal platt zu wirken. Grandios! Von der Autorin würde ich gern mehr lesen. Die Bilder im Buchinneren zeigen das Gelesene sehr anschaulich und sind definitiv auch ein Highlight beim Lesen.

Und trotz der schwierigen Momente, hatte ich beim Lesen immer das Gefühl: Das wär auch etwas für mich :) Eine Überwinterung in der Antarktis, ich wär sofort dabei. Dank Carmen bin ich jetzt zumindest darauf vorbereitet, was kommen kann…
Profile Image for Huhn.
288 reviews7 followers
June 4, 2022
Carmen Possnig verbringt einen langen antarktischen Winter so ziemlich abgeschnitten vom Rest der Welt gemeinsam mit zwölf anderen Personen auf der italienisch-französischen Forschungsstation Concordia. In ihrem spannenden wie humorvollen Bericht erzählt sie von den Freuden aber auch den körperlichen und sozialen Herausforderungen dieses ganz besonderen Arbeitseinsatzes.

So moderne Arktisaufenthalte lesen sich schon anders als die Berichte historischer Katastrophen-Expeditionen. Alles ist gut vorbereitet und ausgestattet, es besteht Skype-Kontakt nach Hause und niemand muss festgefroren in einem fadenscheinigen Zelt übernachten und seine Schlittenhunde verspeisen. Dennoch ist ein solcher Forschungsaufenthalt in der Antarktis kein Urlaubsvergnügen. Die extreme Situation sowohl was die Umweltbedingungen (Kälte, Dunkelheit, Sauerstoffarmut, Trockenheit) als auch die sozialen Bedingungen (Isolation, Festsitzen mit Fremden auf engstem Raum) anbelangt, fordern Nervenstärke von allen Beteiligten. In ihrer locker-flockigen Art und ohne dabei negativ über Kolleg:innen zu sprechen, schildert die Autorin insbesondere das Miteinander auf der Station über die Monate ihres Aufenthaltes. Sie erzählt nicht strikt tagebuchartig, sondern in einer Aneinanderreihung von Erlebnissen, Höhepunkten und Anekdoten. So liest sich ihr Bericht nie öde herumtererzählt, sondern stets interessant. Allerdings habe ich durch diesen lockeren Aufbau auch den Eindruck gewonnen, eine zensierte Fassung ihrer Erlebnisse präsentiert zu bekommen.

Klar - sie kann natürlich nicht schlecht über andere schreiben - schließlich stehen die alle noch im Berufsleben und wollen wohl kaum in einem Buch lesen, dass sie sich in der Antarktis mal schlecht benommen haben. Durch ihr auffälliges Kaum-Erwähnen bestimmter Personen wird jedoch recht eindeutig, dass die Autorin mit diesen wohl zumindest nicht viel am Hut hatte. ;)

Vor allem aber hätte ich mir mehr Einblicke in das alltägliche Miteinander abseits besonderer "Events" gewünscht. Bis zum Ende des Buches habe ich nicht ganz verstanden, wie genau der Alltag auf der Station nun eigentlich ausieht. Klar - alle arbeiten irgendwie und offenbar zumeist auch nach eigenem Arbeitsplan ... aber wie das abläuft und koordiniert wird und was genau die Leute da eigentlich den ganzen Tag machen, war mir in vielen Fällen nicht so recht klar, hätte mich aber sehr interessiert.

Nichtsdestotrotz ein interessanter Bericht, der nicht verklärt, dabei aber auch nicht mit den positiven Seiten des Aufenthaltes spart: Wie die Autorin in der Einsamkeit Zeit hat, sich selbst neu kennenzulernen. Die wundervolle Landschaft mit dem atemberaubenden Sternenhimmel. Die enge Gemeinschaft, die sich trotz aller Konflikte bildet. Spaßige Geburtstage und Stationsfeiertage. Tolle gemeinsame Projekte (der Bau einer Kletterwand etwa). Und natürlich der wissenschaftliche Nutzen solcher Aufenthalte und der dort durchgeführten zahlreichen Experimente. Spannend sind auch ihre Erläuterungen zu Auswirkungen von Dauerstress und Isolation auf Menschen.

Angenehmes Buch, das sich entspannt runterliest. So in meinem warmen Zuhause, in dem ich jederzeit draußen Leute sehen kann. :D
Profile Image for Misty.
48 reviews2 followers
October 18, 2024
Das Genre Sachbuch steht der Belletristik in Sachen Spannung definitiv in nichts nach. Wie wäre zum Beispiel bei -80°C im antarktischen Winter, 1000km von der nächsten Station und somit ohne Möglichkeit auf eine Evakuierung, monatelang auszuharren? Carmen Possnig (übrigens aus Österreich) hat ein Jahr in der Forschungsstation Concordia inmitten der Antarktis gearbeitet und ein Buch darüber geschrieben. Ihr Bericht ist voller Infos über die Antarktis im Allgemeinen, ihre Arbeit dort und auch ein paar Geschichten über frühere Entdecker sind eingestreut. Dabei ist der Text sehr kurzweilig und auch charmant geschrieben. Ein interessantes und kurioses Leseabenteuer!
Profile Image for Valerie.
308 reviews11 followers
March 13, 2021
Ein Jahr in der Antarktis

Die Allgemeinmedizinerin Carmen Possnig verbrachte 2018 ein Jahr in der Forschungsstation Concordia in der Antarktis. Dort arbeitete sie als Forschungsärztin im Auftrag der europäischen Weltraumorganisation ESA. Mit zwölf anderen Menschen verbrachte sie nicht nur den Sommer, sondern auch den tiefsten Winter in der Antarktis. Die meisten Stationen in der Antarktis sind nur im Sommer besetzt. Die anderen im Winter besetzten Stationen sind näher an der Küste. Winter in der Antarktis bedeutet vier Monate Dunkelheit und totale Isolation ohne Möglichkeit einer Evakuation. Solche Bedingungen bringen Menschen schnell an ihre Grenzen. Carmen Possnig nimmt uns mit auf ihre Reise – von der Idee, dem Bewerbungsprozess, den Vorbereitungen, und schließlich das Jahr im ewigen Eis.

Ich bin selbst ein Freund von Kälte und abgelegenen Gegenden. Mehrere Wochen ohne Empfang oder weit weg von der Zivilisation erlebe ich immer als wahnsinnig bereichernd. Ein Jahr in der Antarktis klingt spannend – obwohl mir selbst noch nie die Idee dazu gekommen wäre. Possnig ist hier ein spannender und interessanter Reisebericht gelungen: mit trockenem Humor und Sarkasmus beschreibt sie die Situationen auf der Concordia Station – der Alltag, ihre Forschungsprojekte, das Zusammenleben mit den anderen Gruppenmitgliedern und besondere (Feier-)tage. Auch interessant, wie die Toiletten und Duschen funktionieren, dass es ein Fitnesszentrum gibt und dass das Internet nur sehr langsam und mit Einschränkungen funktioniert. Auch interessant war es, über die verschiedenen Mahlzeiten, die die Gruppenmitglieder zu besonderen Anlässen kochten, zu lesen. Die Farbfotos in der Mitte des Buches helfen, sich die Situation ein bisschen besser vorzustellen. Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich fast Lust, auch ein Jahr in der Antarktis zu verbringen. Ein sehr interessantes Buch, an das ich seit dem Lesen immer wieder mal denken muss.
Profile Image for Alexandra.
Author 13 books90 followers
September 15, 2023
Ich bin ein Fan von Büchern, die starke, inspirierende Frauen zeigen. Als ich dieses Cover sah, wollte ich natürlich lesen und die Geschichte hinter diesen intensiv grünen Augen entdecken. Ein Jahr in der Antarktis? An einem Ort zu leben, an dem es vier Monate lang Nacht war und an dem die Temperaturen an einem Tag so niedrig waren? Wow, das ist wirklich eine Geschichte, die meine Zeit wert war.

Meine Meinung:

Carmen Possnig ist eine Frau, die ich respektiere und bewundere. Nachdem ich ihre Geschichte gelesen hatte, wurde mir klar, dass es da draußen so viele Frauen gibt, die das Unerreichbare tun, was mich stolz macht, zu diesem Geschlecht zu gehören. Eine medizinische Wissenschaftlerin, die die Gelegenheit hatte, mitten in die Antarktis zu reisen. Ein ganzes Jahr, um zu erforschen, was es bedeutet, unter extremen Bedingungen zu leben. Sauerstoffmangel, niedrige Temperaturen, Isolation. Sie war wirklich unverwüstlich und lernte, wie es ist, inmitten von ewigem Eis zu leben.

Trotz aller Entbehrungen hat sie es geschafft, die einzigartige Schönheit der Antarktis einzufangen und darüber zu berichten. Ihre Geschichte ist erstaunlich und ich habe sie gelesen, ohne zu atmen. Manchmal wurde mir schon bei dem Gedanken, in ihren Schuhen zu stecken, mulmig. Ich glaube, dass die Dunkelheit, die extremen Temperaturen und die Isolation sie an ihre Grenzen gebracht haben. Dennoch hat sie es geschafft, Durchhaltevermögen und Höchstleistungen zu zeigen. Ihre Geschichte ist mehr als ein Reisetagebuch, sie ist ein Zeugnis dafür, zu wie vielen unglaublichen Dingen Frauen fähig sind.

Die Geschichte ist hervorragend erzählt, mit viel Humor und Hingabe. Die Fotos haben mir sehr gut gefallen, denn sie geben einen Einblick in eine Welt, die weniger bekannt ist. Ich denke, es muss unglaublich gewesen sein, all diese Sehenswürdigkeiten zu erleben, die Vielfalt unseres Planeten zu erkennen und vor allem zu entdecken, wie anpassungsfähig die Menschen tatsächlich sind. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich hoffe, dass noch mehr Menschen sie lesen werden, denn Carmen ist wirklich inspirierend.

Zusammenfassung:

Wenn du auf der Suche nach einer Geschichte bist, die dich inspiriert, dann hast du sie gefunden. Carmen Possnig ist nicht nur eine brillante medizinische Wissenschaftlerin, sondern auch eine talentierte Schriftstellerin. Ihre Geschichte ist exzellent und inspirierend, und wir bekommen die Möglichkeit zu erfahren, was es bedeutet, ein ganzes Jahr in der Antarktis zu verbringen. Ich glaube, das ist eine einzigartige Erfahrung und ich bin froh, dass sie sich entschieden hat, ihre Geschichte zu schreiben. Von meiner Seite aus sehr empfehlenswert!
Profile Image for Sebvand.
41 reviews1 follower
March 13, 2023
Carmen Possnig was an announced in November as part of the ESA Astronaut Class of 2022. As I was researching the candidates (out of curiosity, to see how much these astronauts were like me) I read she had spent a year in the Antarctic as an ESA-researcher and had written a book about it. Undeterred by my mediocre skill in the German language, I ordered the book, because I was curious how a person qualified to be an astronaut would deal with the challenge of an Antarctic winter.

It was wonderful to read this book knowing she had succeeded in becoming an astronaut, because in the book her admiration for her spacefaring ESA colleagues grew stronger and stronger as the mission progressed. It was clear to me (and perhaps also to the ESA recruiters) that the way she dealt with the isolation, conflict and confinement of this long mission made her an excellent candidate, while many of her crewmates grew bitter and resentful. I finished the book almost being proud of the person I had gotten to know in all these pages, for having made it to the European Astronaut Corps.

One thing I truly loved about this book, was the way Possnig interwove her own retelling of this adventure with the adventures of the Antarctic explorers of the early 20th century. The extreme peril and hardships that these brave explorers had to endure both relativize and accentuate the perils and hardships of her modern and routine expedition.

I would definitely recommend this book to anyone who is interested in either spaceflight or the Antarctic, but even if you don’t really care it is still a wonderful account of human strengths and weaknesses, and of how communities can both grow closer and fall apart.
Profile Image for Johannes Schellhorn.
2 reviews
June 24, 2022
Schon als Possnigs Bericht sich mit Zusammenfassungen verschiedener Polarexpeditionen abwechselte, wurde mir klar, dass dieses Buch viel mehr erzählen wird als einen bloßen Bericht über den Alltag auf der Forschungsstation. Das Buch erzählt auf subtile Weise von der Faszination, das Ende der Welte, oder eben die Pole des Planeten, zu erreichen und was die Menschen, die sich in diese lebensfeindliche Situation begeben, bereit sind, aufzugeben. Man versucht, sich vorzustellen, wie die Abenteurer zu jener Zeit ihre Missionen bewerkstelligt haben, während im nächsten Kapitel in der Gegenwart beschrieben wird, wie schnell die Finger abfrieren können, wenn man den Dome verlässt, um zum Nachbarsgebäude zu kommen. Die Tatsache, dass es Menschen auf sich nehmen, in dieser Welt zu sein, wegen Forschung oder dem damaligen Expeditionsdurst, ist ein Phänomen. Die Faszination wird durch ein paar Fotografien in der Mitte des Buches unterstrichen. Wunderschön!
Profile Image for Annika.
23 reviews1 follower
July 28, 2025
Unglaublich faszinierendes Buch, auf das ich ohne die Empfehlung einer lieben Freundin nie gestoßen wäre. Ich wusste nie dass mich die Antarktis so begeistern könnte. Sehr informativ, lustig und kurzweilig.
Profile Image for chronicalbookaddiction.
103 reviews2 followers
December 12, 2023
Ich bin so beeindruckt. Carmen Possnig ist so eine mutige, enthusiastische Frau und beschreibt so humorvoll ihr Jahr in der Antarktis. Sie konnte mich für dieses Thema begeistern. Ich bin fasziniert.
Profile Image for Elaine.
277 reviews
November 9, 2021
A really interesting account. The tension between Carmen and Cyprien was kinda charming. Nevertheless, I enjoyed the honest description about the toll that the piercing darkness took on the crew members.
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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