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Hüter des Seelenfeuers

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„Kannst du dich daran erinnern, wie alles seinen Anfang nahm?
Ich habe dich vergessen lassen, nur für einen Augenblick.
Doch es hat ausgereicht, um dir die schöne Seite des Lebens zu zeigen.
Was dich erwartet hätte, wärst du das andere Kind gewesen.“

Nach Soutas Geständnis ist für Piara nichts mehr wie zuvor. Entschlossen, das Schicksal zu wenden, unterstützt sie ihn und seine Freundin Lia bei einem waghalsigen Plan; ein Funken Hoffnung, der den beiden Geschwistern nach ihren Differenzen wieder ein gemeinsames Ziel vor Augen führt:
Das Seelenfeuer, welches Menschen und Ceri gleichermaßen innewohnt, gewährt zwei Vertrauten die Chance, sich auf ewig zu binden. Körper und Geist legen ihre Barrieren voreinander nieder und schnüren ein Band, das selbst den Tod überwindet. Den immensen Preis, den dieser Segen fordert, nimmt Souta bereitwillig in Kauf.

Durch Rigoras' Verschwinden und die Festnahme seines Vaters zeichnen sich ernste Konflikte im sonst so idyllischen Fayon ab. Und auch Lycenar wartet nicht länger in den Schatten darauf, dass das Blatt sich zu seinen Gunsten wendet. Stattdessen stößt er Piara in die offenen Arme der blutigen Sünde, die sie ihr ganzes Leben lang erwartet hat. Auf welch ungleichen Kampf sie und Souta sich eingelassen haben, zeigt sich ihnen jedoch erst, als sie ihrem Bruder wieder gegenüberstehen.

588 pages, Paperback

Published July 10, 2020

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Juliet May

3 books8 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 16 of 16 reviews
Profile Image for Sofia.
445 reviews18 followers
May 28, 2022
3,5 ⭐️
Dieser Band konnte mich nicht ganz so sehr von sich überzeugen wie sein Vorgänger, was hauptsächlich daran lag, dass Piara zwischendurch sehr anstrengend war und sich der Mittelteil etwas gezogen hat. Aber das hat sich irgendwann wieder gelegt, und ab dann glänzt „Askeria“ wie gewohnt insbesondere mit hervorragendem Worldbuilding und einer Undurchsichtigkeit, die die Geschichte zwar sehr komplex macht, aber die vor allem dafür sorgt, dass man gar nicht anders kann, als eigene Theorien aufzustellen und mitzurätseln! Man entdeckt immer wieder Neues und ist stets überrascht davon, wie dicht verwoben alles ist und wie gut die Autorin ihr Werk durchdacht hat.
Am besten haben mir hier übrigens die Rückblenden aus Soutas und Lias Sicht gefallen, da nicht nur diese beiden Figuren besonders liebenswert sind, sondern man hier auch einiges über den Kontinent Malluma erfährt.
Der Cliffhanger ist echt fies, ich werde also auf jeden Fall weiterlesen (müssen). 🫣



Ausführliche Rezi:

Vielen lieben Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!
Meine Rezension spiegelt selbstverständlich trotzdem meine ehrliche Meinung wider.

Aufmachung:
Wie auch schon bei „Die letzte Generation“ kann ich die Aufmachung hier wieder nur loben. Auf den ersten Blick scheinen 15,99 € (bzw. 2 € mehr, wenn man nicht direkt von der Autorin, sondern über einen Händler kauft) für ein Taschenbuch nicht wenig. Allerdings ist das Papier sehr dick, der Einband ist fest und auch innen kann die Buchgestaltung mit vielen schönen Details überzeugen. So finden sich wie im Auftakt statt Kapitelüberschriften kleine Bildchen, die jeweils für eine Figur stehen, und am Anfang des Buches kann man jeweils eine detaillierte Karte von Mitaeria und Malluma bewundern, die man über einen QR-Code mit dem Handy auch in Farbe abrufen kann.
In meiner Rezension zu Band 1 habe ich besonders gelobt, wie sehr die Autorin auf Details bedacht ist und an alles Mögliche gedacht hat, und genau das spiegelt sich auch in der Aufmachung wider.
Darüber hinaus ist auch das Cover wieder wunderschön. Wie auch schon bei dem Cover von „Die letzte Generation“ steht der Schmetterling im Fokus, der, wie wir jetzt wissen, für den Geheimbund Askeria steht. Auch hier findet man bei näherem Betrachten des Covers einige Zahnräder, allerdings stehen sie hier nicht im Fokus. Stattdessen wirkt der Schmetterling, als sei er aus einem flirrenden Energienetz, was dem Cover zum einen ein dynamisches, atmosphärisches Aussehen gibt, zum anderen auch einen sehr starken Bezug zum Inhalt hat, der einem jedoch erst hinterher wirklich bewusst wird. Das liebe ich!
Abgerundet wird das Cover nur noch von der dunkelblauen Grundfarbe, die mit ihren hellblauen Sprengseln an einen Nachthimmel erinnert, was ich nicht nur in ästhetischer Hinsicht wunderschön finde, sondern mich vor allem auch an die Farbstimmung von Malluma erinnert, und von dem lilafarbenen Feuer am unteren Bildrand, das offensichtlich für das Seelenfeuer, auf dem auch im Titel bezuggenommen wird, stehen soll.
Aufgrund dieser nahezu perfekten Aufmachung sind knapp 16 € also mehr als gerechtfertigt!


Meine Meinung:
Während ich hinsichtlich des Covers also eindeutig die Fortsetzung bevorzuge, hat mir inhaltlich doch der Auftakt ein wenig mehr gefallen, wobei das hauptsächlich am Mittelteil liegt.

Dadurch, dass „Hüter des Seelenfeuers“ genau an der Stelle einsetzt, wo „Die letzte Generation“ endet, ist man zunächst wieder sofort in der Handlung drin. Zugegebenermaßen hatte ich nichtsdestotrotz minimalste (!) Schwierigkeiten beim Einstieg, obwohl bei mir zwischen Band 1 und 2 nur ein knapper Monat lag. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich noch größere Schwierigkeiten gehabt hätte, wenn ich Band 1 direkt zum Erscheinungstermin gelesen hätte und dann ein ganzes Jahr auf die Fortsetzung hätte warten müssen.
Das liegt aber ganz einfach daran, wie unfassbar komplex diese Reihe ist und wie viel bereits im Auftakt passiert ist. Da gerade diese inhaltliche Dichte, bei der man beim Lesen auch viel mitdenken muss, genau das ist, was „Askeria“ ausmacht, kann man daran jedoch, denke ich, nicht wirklich etwas ändern, und das muss man für mein Empfinden auch gar nicht. Natürlich wird die Reihe, wie ich das auch schon in meiner Rezension zum Auftakt mehrfach erwähnt hatte, dadurch definitiv nichts für High Fantasy-Einsteiger, und ein „Buch für zwischendurch“ ist „Askeria“ auch nichts. Das müsst ihr definitiv bedenken, wenn ihr überlegt, mit der Reihe zu starten!
Aber durch die oben bereits erwähnte Detailverliebtheit der Autorin hat man trotz anfänglicher Einstiegsschwierigkeiten den Anschluss sehr schnell wiedergefunden, da sie durch subtil eingestreute Hinweise auf die vergangene Handlung dem Leser bei der Erinnerung hilft.

Hat man diese (wirklich kleine!) Schwelle also überwunden, geht es direkt spannend weiter, was sich vor allem darin äußert, dass man fast schon übergangslos mit neuen Informationen versorgt wird. Man hat also gerade mal vielleicht 50 bis 100 Seiten gelesen und ist schon wieder voll am Miträtseln, denn gerade die Rückblenden aus Soutas und Lias Sicht geben neue Hinweise auf. Deshalb, und weil man dabei Mallluma endlich kennenlernt (dazu später noch mehr), haben mir diese Kapitel am besten gefallen!
Man saugt jede noch so kleine Information auf, sammelt sie, stellt eigene Theorien auf, rätselt darüber, wohin die Reise noch führen könnte und was andere Hinweise wohl bedeuten könnten, nur um dann am Ende erneut festzustellen, dass man gegen das Genie der Autorin sowieso keine Chance hat. Ich schaffe es ohne Erinnerungen und To-Do-Listen kaum, daran zu denken, meinen eigenen Kopf mitzunehmen, wenn ich das Haus verlasse, insofern bin ich jedes Mal sprachlos, wenn ich daran denke, wie ungeheuer komplex „Askeria“ ist. Ich wiederhole mich hier, aber das ist wirklich krass, Leute!
Im Übrigen ist das auch der Grund, weshalb ich mit jeweils gut einem Monat unverhältnismäßig lange für die beiden Bücher gebraucht habe. Es sind eben viele Informationen, die man aufnehmen und verarbeiten muss (oder will, in dem Fall, man will ja nichts verpassen! xD), was das Lesen anspruchsvoll macht und die volle Aufmerksamkeit erfordert. Noch einmal: Die Reihe ist daher nicht für jeden was, aber wer Spaß am Rätseln hat, kommt hier voll auf seine Kosten!


All dies schafft die Autorin quasi nebenbei, während sie den Weltenaufbau und das Magiesystem erklärt, die Entwicklung der Figuren voranbringt und zwischendurch auch mal für Spannung sorgt. Einzig im Mittelteil stagniert hier die Handlung etwas. Das mag aber auch gut nur mein subjektives Empfinden sein, ich kann mir nämlich sehr gut vorstellen, dass ich das hier allein aus dem Grund so wahrgenommen habe, weil mich Piaras kurzzeitige anstrengende Sturheit gegenüber Souta in Bezug auf ihre Beziehung mit Rigoras sehr genervt hat. Das wiederum liegt womöglich einzig daran, dass ich in diesem Punkt mit Souta voll einer Meinung bin und ihr Verhalten nicht nachvollziehen bzw. gutheißen kann – das war ja im Prinzip mein Hauptkritikpunkt an Band 1. Dass sich dieser Konflikt dann in diesem Band kurzfristig fortsetzen würde, war mir daher von vornherein klar, das war ja schon im Auftakt angelegt. Deshalb hat dieser Aspekt hier zwar letztlich dafür gesorgt, dass „Hüter des Seelenfeuers“ mich im Mittelteil nicht ganz catchen konnte, was wiederum der Grund für meinen Punktabzug am Ende ist, aber im Ganzen ändert das trotz allem nichts an der Genialität der Reihe.

Wenn überhaupt, dann spricht die Tatsache, dass mich der ganze Konflikt rund um Piara, Rigoras und Souta so stark mitnehmen konnte, für beachtliches Characterbuilding! Eine Figur muss es erstmal schaffen, dass ich vergesse, dass sie fiktiv ist, und beim Lesen anfange mit ihr zu argumentieren. :D


Sobald Piara und Souta sich ausgesprochen haben, war ich im Übrigen nicht mehr genervt und die Handlung hat sich auch nicht mehr gezogen (was weiterhin dafür spricht, dass ich nur aufgrund des Konfliktes so empfunden habe). Stattdessen kann man sich wie auch zu Beginn wieder über die vielen (versteckten und offenkundigen) Rätsel freuen, und vor allem das Worldbuilding bestaunen!
Wie oben bereits angeschnitten, lernt man hier endlich den anderen Kontinent Malluma kennen. Wie auch Mitaeria hat er einzigartige Bewohner, die aber ihre ganz eigenen Gepflogenheiten, Sitten und Gesellschaftsstrukturen haben und die man zusammen mit Souta kennenlernt. Dabei sind mir die vielen Gegensätze zwischen den beiden Kontinenten, die sich nicht nur darin äußern, dass es auf Mitaeria fast dauerhaft Tag ist, während Malluma nahezu durchgehend in der Dunkelheit liegt, beim Lesen besonders positiv aufgefallen. Auch hier findet sich die Detailverliebtheit der Autorin also wieder, was einem aber nur beim besonders aufmerksamen Lesen auffällt! Man kann den Weltenbau wieder nur in den höchsten Tönen loben.


„Hüter des Seelenfeuers“ endet zuletzt mit einem unerhört fiesen Cliffhanger, und ich bin überfroh, dass Band 3 bereits erhältlich ist und ich nicht ein ganzes Jahr darauf warten muss.


Fazit:
Dieser Band konnte mich nicht ganz so sehr von sich überzeugen wie sein Vorgänger, was hauptsächlich daran lag, dass Piara zwischendurch sehr anstrengend war und sich der Mittelteil etwas gezogen hat.
Aber das hat sich irgendwann wieder gelegt, und ab dann glänzt „Askeria“ wie gewohnt insbesondere mit hervorragendem Worldbuilding und einer Undurchsichtigkeit, die die Geschichte zwar sehr komplex macht, aber die vor allem dafür sorgt, dass man gar nicht anders kann, als eigene Theorien aufzustellen und mitzurätseln! Man entdeckt immer wieder Neues und ist stets überrascht davon, wie dicht verwoben alles ist und wie gut die Autorin ihr Werk durchdacht hat.
Das ist die größte Stärke der Reihe, die mit Leichtigkeit die Schwierigkeiten des Mittelteils überschattet, und zusammen mit dem Cliffhanger dafür sorgt, dass Band 3 auf der Wunschliste weit nach oben wandert.
3,5/5 Lesehasen, aber mit sehr starker Tendenz zu den 4 Punkten (man könnte also sagen 3,75/ 5 Lesehasen, wenn mein Bewertungssystem das zuließe).
Profile Image for Kadyofbooks.
342 reviews4 followers
July 16, 2021
Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde von der Autorin als ebook-Exemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Die Leserunde war echt super und hat viel Spaß gebracht!

Das Buch folgt nach wie vor denselben Charakteren, ein Extra bilden aber die Kapitel aus Truffles Sicht. Die fand ich auch echt süß. Piara und Souta sind wieder vereint und bestreiten nun gemeinsam den weiteren Weg ihres Abenteuers, natürlich auch zusammen mit Rigoras.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich hab zusammen mit Piara gebangt und ihr die Daumen gedrückt, dass alles gut geht. Zusammen mit Lia und Souta ebenfalls gebangt und neue Dinge gelernt. Mit Truffles die Welt erkundet und um Rigoras gebangt. Mich mit Rigoras gefreut und mit ihm gezweifelt.
Achtung, ab hier könnten Spoiler sein!:

Ineas Teil der Geschichte fand ich sehr schwierig zu lesen, das ging mir irgendwie ziemlich nahe. Allerdings muss ich auch sagen, dass durch mehr Kommunikation in ihren jüngeren Jahren vieles hätte vermieden werden können, das letzten Endes in diesem Buch passiert ist. Ich finde es häufig sehr frustrierend, wenn die Kommunikation zwischen den Charakteren nicht so funktioniert und dadurch Ereignisse ausgelöst werden, die gut hätten vermieden werden können. Allerdings muss ich in diesem Fall sagen, dass ich, trotz der Frustration, sehr gut nachvollziehen konnte, wieso sich Ineas und auch Souta so entwickelt haben. Gerade bei Ineas ist es sher nachvollziehbar und seine Geschichte ist schon echt traurig.
Rigoras Anteil an dieser Geschichte fand ich auch sehr interessant, ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Teil auch gerade bei ihm weitergeht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so läuft, wie er sich das vorgestellt hat. Aber um ehrlich zu sein hoffe ich, dass er durch die Entwicklungen vielleicht auch mehr Freiheiten im dritten Teil bekommt und sich mehr auf sich selbst konzentrieren kann.
Soutas Anteil war auch sehr interessant. Die Erkundung von Malluma fand ich super spannend. Das world building ist Juliet sehr gut gelungen und ich habe gehofft, dass sich die Situation dort etwas verbessert. Nun bin ich noch gespannter, wie es in dem Teil der Welt weitergeht und wie sich im Allgemeinen die Interaktionen zwischen den Ceri und den Menschen entwickelt. Souta und Lia finde ich auch als Paar spannend, allerdings schon sehr krass, wie schnell sie ihre Beziehung doch voran gebracht haben. 😅

Das Buch hat mir also im Allgemeinen echt gut gefallen und ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Profile Image for Vanny (reading.halfling).
166 reviews3 followers
July 26, 2022
Die erste Hälfte habe ich wirklich nicht damit gerechnet, dass ich am Ende nicht total geflasht von dem Roman sein würde. Dieser zweite Band der Reihe begann so stark und fesselnd! Das Worldbuilding ist klarer, die Kapitel und Sichten zusammenhängender, wodurch ich direkt wieder in der Geschichte war und das Buch am liebsten direkt weitergelesen hätte, wenn ein Buddyread-Leseabschnitt durch war. Auch wenn ein paar Punkte, die ich an Band 1 kritisiert habe, wieder vorkamen, fand ich sie hier gar nicht mehr so irritierend oder störend, da ich bereits von ihnen wusste und mich darauf einstellen konnte.
Dann jedoch hat die Spannung stark nachgelassen, finde ich. Plötzlich fühlte es sich an, als wäre hier die Handlung künstlich in die Länge gezogen und hätte zum Teil auch einfach weggelassen werden können. ich bezweifle, dass das wirklich der Fall ist, da ja noch fünf weitere Bände kommen, doch hier begann es dann, mich zu verlieren. Gleichzeitig bin ich total neugierig, was rund um die Charaktere noch passiert und wie die gesamte Handlung um Piara, Rigoras und die anderen noch bringt.
6 reviews
September 19, 2020
Spoilerwarnung

Dies ist der zweite Band einer Serie, welche noch mehrere Bände erhalten wird. Ich rate dem Leser, zunächst Band 1 zu beenden, bevor diese Rezension gelesen wird, denn sie enthält Spoiler zum ersten Teil, die sich nicht vermeiden lassen werden!



Dieses Buch umfasst im PDF Format 588 Seiten, die es in sich haben!

Die Geschichte selbst lässt sich dem Genre Dark Phantasy zuordnen und ist nichts für Leser, die mal eben schnell ein Buch lesen wollen. Hier ist Mitdenken angesagt und man muss auch aushalten, dass einige Fragen sich erst in folgenden Bänden klären werden.

Juliet May versteht es meisterhaft eine Welt aufzubauen, die ganz anders funktioniert als unsere. Eine Welt voller Schmerz, Leid, Liebe, Glück, Können, Wissenschaft, Glaube, Bangen, Hoffen und Magie.



Klappentext

„Kannst du dich daran erinnern, wie alles seinen Anfang nahm?
Ich habe dich vergessen lassen, nur für einen Augenblick.
Doch es hat gereicht, um dir die schöne Seite des Lebens zu zeigen.
Was dich erwartet hätte, wärst du das andere Kind gewesen.“



Nach Soutas Geständnis ist für Piara nichts mehr wie zuvor. Entschlossen, das Schicksal zu wenden, unterstützt sie ihn und seine Freundin Lia bei einem waghalsigen Plan; ein Funken Hoffnung, der den beiden Geschwistern nach ihren Differenzen wieder ein gemeinsames Ziel vor Augen führt:

Das Seelenfeuer, welches Menschen und Ceri gleichermaßen innewohnt, gewährt zwei Vertrauten die Chance, sich auf ewig zu binden. Körper und Geist legen ihre Barrieren voreinander nieder und schnüren ein Band, das selbst den Tod überwindet. Den immensen Preis, den dieser Segen fordert, nimmt Souta bereitwillig in Kauf.

Rigoras sieht sich gefangen in einem Konflikt, der weit über das Schicksal Fayons hinausgeht. Als er sich der Vergangenheit stellt und seine Schwester nach über zehn Jahren erstmals wieder aufsucht, nagen schwere Zweifel an ihm. Und auch Lycenar wartet nicht länger in den Schatten darauf, dass das Blatt sich zu seinen Gunsten wendet. Stattdessen stößt er Piara in die offenen Arme der blutigen Sünde, die sie ihr ganzes Leben lang erwartet hat. Auf welch ungleichen Kampf sie und Souta sich eingelassen haben, zeigt sich ihnen jedoch erst, als sie ihrem Bruder wieder gegenüberstehen.



Was bisher geschah

Willkommen auf dem Planeten Xist! Zwei Kontinente liegen einander gegenüber. Im Licht der Sonne liegt das strahlende Mitaeria, auf der dunklen Seite des Planeten verkümmert Malluma. Die Menschen Mitaerias sind den Ceri auf Malluma nicht wohlgesonnen. Auf Mitaeria führt der Orden von Corasil - dem anerkannten Schöpfergott, ein strenges Regime, welches darüber bestimmt, was die Menschen wissen dürfen und was nicht.

Souta und Piara mussten ohne ihren Bruder Ineas aus ihrem Heimatdorf Clay fliehen, da der Orden Piara suchte. Diese ist mit einem körperlichen Merkmal der Ceri belastet. Zwei Hörner zieren ihren Kopf, welche sie unter ihren Haaren versteckt hielt. Würde der Orden sie finden, würde sie getötet werden. Jemand der ihr nahe stand hatte sie verraten. Ausgerechnet ihr eigener Bruder Ineas soll das getan haben. Doch warum?

Auf der Suche nach Antworten müssen die Geschwister sich trennen. Souta geht auf Malluma einem Hinweis nach, während Piara den Rat ihres Bruders in den Wind schlägt und auf eigene Faust los zieht. Doch Souta scheint das geahnt zu haben und hat vorgesorgt. Rigoras, ein Freund aus Kindertagen wird sich um Piara kümmern, ohne das diese Verdacht schöpft. Rigoras entpuppt sich schließlich als der Mann auf den Piara nur gewartet hat. Bei ihm kann sie ganz sie selbst sein, während er ihr bei ihren Forschungen hilft. Gemeinsam entdecken sie, in welche Geheimnisse ihre Familien verstrickt sind. Doch Rigo ist für Piara unerreichbar. Obwohl beide einander sehr zugeneigt sind, wird Rigo eine andere heiraten müssen.


Der zweite Band

Schlimmer als Piara kann es eigentlich keinen Menschen auf der Welt treffen. Ihr Vater verstirbt vor ihrer Geburt und auch ihre Mutter erlebt nicht mal Piaras ersten Geburtstag. Zwar wächst sie behütet bei ihren Brüdern auf, doch die Angst, dass jemand ihre körperliche Auffälligkeit entdecken und sie damit zum Tode verurteilen könnte, schwebt jeden Tag über ihr. Der Mann, in den sie sich verliebt hat, musste eine andere heiraten und zu allem Überfluss soll sie einen ihrer Brüder töten um einen Fluch zu brechen, den eigentlich niemand brechen will. Doch Piara hat keine Wahl. Dass sie an all ihren Qualen nicht zerbricht ist nur dem starken Zusammenhalt ihrer Familie und ihrer Freunde zu verdanken. Piara ist zuversichtlich, dass ihr Schicksal sich wenden kann.

Als eine tot geglaubte Person zurück in das Leben der Geschwister Souta und Piara tritt, ist die damit verbundene Hoffnung grenzenlos. Zwei Pläne reifen heran. Einer, der das Licht der Sonne nach Malluma zurückbringen soll und einer, der ihren Bruder Ineas retten soll. Dieser wird zur Zeit in einer düsteren Zwischenwelt gefangen gehalten. Hier sammelt sich alles Leid der Welt und dunkle Wesen treiben ihr Unheilvolles Spiel mit den beiden Welten der Lebenden.

Souta und Ineas mussten zu früh erwachsen werden. Mit nur wenig Unterstützung zogen sie ihre kleine Schwester groß während sie selbst mit furchtbaren Geheimnissen belastet waren. Sie wussten, dass Piara einen von ihnen eines Tages würde töten müssen und hatten sich geschworen diese Last zu teilen und sich nicht hinter dem Rücken des jeweiligen Bruders zu opfern. Ineas musste den grausamen Tod seiner Mutter mit ansehen und bekam ein Geheimnis anvertraut, welches er seinen Geschwistern nicht offenbaren durfte. Souta hingegen erbte eine gefährliche Fähigkeit, über die er wiederum Schweigen bewahren musste. Diese schlimme Last sorgte dafür, dass schon früh in ihnen etwas zerbrach. Die Folgen dieser Ereignisse wirken bis heute nach und sorgten für noch mehr Leid, wo eigentlich Hoffnung hätte herrschen sollen.

Rigoras muss Senia heiraten. Eine Frau, die er schon seit seiner Kindheit kennt, die er jedoch niemals zu lieben gelernt hat. Man lässt ihm keine Wahl, obwohl sein Herz ihn zu einer anderen zieht. Auch Rigoras ist ähnlich wie Piara mit einer körperlichen Auffälligkeit verflucht worden. Diese Zeichen hinterlassen mächtige Wesen auf ganz bestimmten Kindern. Diese Kinder erhalten eine furchtbare Aufgabe. Sie müssen eine entsetzliche Tat wiederholen um einen Fluch zu brechen. Welche Aufgabe auf Rigo wartet, weiß allerdings noch keiner. Die Hoffnung liegt auf Piara. Wenn sie ihren Fluch bricht, könnte es passieren, dass die anderen Kinder ihr Schicksal nicht teilen müssen. Ob das gelingen kann?


Eine Achterbahn der Gefühle

Freude und Leid liegen so dicht nebeneinander in der Welt von Juliet May, dass man auf der einen Seite noch herzlich lacht oder sich mit Tränen der Rührung freut, während auf der Nächsten die Welt untergeht und der absolute Supergau eintritt.

Wir haben ein wundervolles, heftig verliebtes Trüffelschwein, ein neues kleines Leben, einen gelungenen Plan aber auch viele Vorhaben die schrecklich scheitern. Wir begrüßen neue Charaktere und bekommen viele Fragen mit denen wir den ersten Band verlassen haben beantwortet. Das alles lässt einen niemals kalt. Juliet versteht es, eine Welt zu bauen, die uns mitreißt, verschlingt und nicht wieder her gibt.

Besonders nach ihrem ersten Band möchte ich an dieser Stelle nochmal herausstellen, wie sehr sich Juliets Stil entwickelt hat. Wo ich beim ersten Band noch Startschwierigkeiten hatte, bevor der Lesesog begann, hatte sie mich hier von der ersten Seite an gefesselt. Ich bin restlos begeistert, dass sie nun ihre Form gefunden hat und diese so wundervoll verfeinert hat und wünsche mir, mehr, mehr und noch mehr von ihr zu lesen!

Es macht unendlich Spaß, sich in die Geschichte hinein zu denken. Sie ist fürchterlich spannend und es gibt noch dermaßen viele Fragen zu klären, dass Juliet noch ein paar Bücher brauchen wird, bis wir alle zufrieden unsere Bücher schließen können um danach zu den Taschentüchern zu greifen, weil der Abschied von dieser Welt verdammt schwer fallen wird.

Die Reihe um Askeria (das ist übrigens der Name einer Gilde) ist eines meiner persönlichen Jahreshighlights und ich bin sehr froh und dankbar, dass ich auch weiterhin an Juliets Seite sein darf.

An dieser Stelle schon mal ein Aufatmen für alles Fans: Den nächsten Band bekommen wir bereits mitte nächsten Jahres. Das überleben wir! Gemeinsam sind wir stark! Gut Ding will Weile haben...
Profile Image for Katrin.
132 reviews20 followers
September 21, 2020
Das Seelenfeuer, das sowohl Menschen als auch Ceri besitzen, gibt den Geschwistern Piara und Souta Hoffnung, ihren Bruder Ineas doch noch aus den Fängen von Lycenar zu befreien. Souta und seine Freundin Lia wollen die Verbindung, die selbst den Tod überdauert knüpfen, auch, wenn sie die Konsequenzen daraus tragen müssen. Allerdings ist auch Lycenar nicht untätig.
Währenddessen hat Rigoras ganz andere Probleme. Sein Vater Hattou wird beschuldigt, sein Amt als Clanführer missbraucht und Verrat begangen zu haben. Rigoras muss nun beweisen, dass er zum einen nichts damit zu tun hat und zum anderen, dass sein Vater kein Verräter ist.

„Askeria – Hüter des Seelenfeuers“ wird aus gleich zehn Perspektiven erzählt. Hinzu kommen Rückblenden und Lyrik-Kapitel. Dabei gibt Juliet May jeder Figur eine eigene Stimme und geht innerhalb der Handlung entsprechend der individuellen Charakterzüge vor. Im Vordergrund steht dabei die Suche nach Piaras und Soutas Bruder Ineas. Während der erste Band eher Piara in den Vordergrund gestellt hat, spielt im zweiten Teil vorwiegend Souta die Hauptrolle. Dadurch erfährt man in den Rückblenden noch mehr über die Kindheit der drei Geschwister. Während mit Piara, Souta, Soutas Freundin Lia und Rigoras die junge Generation alles daransetzt, die Welt zu retten, agiert rund um Rigoras Vater Hattou die ältere bzw. Elterngeneration auf einer ganz anderen Baustelle. Überhaupt gibt es neben der Haupthandlung einige Nebenschauplätze, die allerdings zu keinem Zeitpunkt vom Handlungsziel ablenken.

Das Spannende der Handlung: Es gibt keinen sichtbaren Antagonisten. Zwar ist die Bedrohung durchaus vorhanden, allerdings taucht der gemeinsame Feind primär in Unterhaltungen und Gedanken der Figuren auf und ist nur zu einem Teil greifbar. Das macht ihn jedoch nicht weniger präsent und innerhalb der Geschichte nicht weniger real. Während der Fokus weniger auf einem anwesenden Bösewicht liegt, rücken die Beziehungen zwischen den Charakteren stärker in den Mittelpunkt, wobei Autorin Juliet May ein breites Spektrum abdeckt. Geschwister- und Eltern-Kind-Beziehungen, Freundschaft und Liebe spielen im Voranbringen der Handlung eine nicht unwichtige Rolle und beinhalten einiges an Konfliktpotenzial, was es nicht nur spannend macht, sondern auch für Spannungen sorgt.
Profile Image for Maja.
590 reviews9 followers
May 20, 2022
Der zweite Teil der Askeria Reihe war sehr ereignisreich und aufklärend. Denn wir erfahren endlich mehr über die Hintergründe des dunklen Kontinents und lernen viele interessante Persönlichkeiten näher kennen. Es gibt dabei viel zu entdecken und wir bekommen verschiedene Perspektiven gezeigt. Die spannendsten Personen, sind in diesem Teil Souta und Lia. Wobei ich sagen muss, dass ich mich sehr gefreut habe, mehr über Lia zu erfahren. Sie hat mir die Ceri sympathischer gemacht und ich verstehe sie besser. Zugleich muss ich sagen das ich gerne noch mehr von Ineas gelesen hätte. Was mir aber gefallen hat ist wie sie alle zueinander finden und eine Mission verfolgen. Die Mischung aus Spannung, Abenteuer und Drama war sehr interessant. Auch die Romance Elemente haben mir sehr gefallen, wobei ich gerne mehr von Piara und Rigoras gelesen hätte. Aber da das Augenmerk auf Souta und Lia lag, verstehe ich das schon. Was mir auch gefallen hat ist das man sich immer wieder freut mehr über die Welt zu erfahren, bei jeder Information setzt sich das Bild ein Stückchen mehr zusammen. Ich liebe das Konzept was sich dahinter versteckt, weshalb ich mich auch darauf freue, mehr von dieser Reihe zu lesen. Denn das Ende hat mal wieder alles übertroffen. Es gab viele Überraschungen und Wendungen, so wie in den letzten Kapiteln. Diese haben mich zum Staunen gebracht, ich war schockiert, aber auch erfreut. Dadurch wurden die Karten für den nächsten Teil neu gemischt und das steigert die Spannung ins unermessliche. Ich mag das Buch und gebe ihm vier Herzen.
Die Story geht vielversprechend weiter. Die Freunde finden wieder zusammen und wollen nun gemeinsam Gol zurückbringen. Zugleich müssen sie aber auch den Kreis der Gezeichneten durchbrechen. Jedoch kostet dies seinen Preis und dieser ist beachtlich. Um eine Chance zu haben alle heil aus der Sache rauszukommen müssen die gleichen Seelen zueinanderfinden und sich einer Prüfung stellen, die ihnen alles abverlangen wird. Doch ob sie eben diese bestehen oder nicht, steht in den Sternen geschrieben.
Piara ist von Lycenar gezeichnet und somit verdammt einen von ihren Brüdern zu ermorden. Diese haben sie aufgezogen, da ihre Eltern früh von ihr gegangen sind. Sie hat gerade ihre Grundausbildung beendet und hat sich noch nicht entschieden, wohin die Reise führen wird. An sich ist sie eine liebevolle, freundliche, mutige und unerschrockene junge Frau, die eine große Last auf ihren Schultern trägt.
Souta ist der Bruder von Piara und Blutmagier. Er hat sich um seine kleine Schwester gekümmert, als ihre Eltern fort waren. Er musste schon früh Schmerzen ertragen und lernen mit eben diesem Geheimnis umzugehen. Als Charakter ist er freundlich, lustig, hitzköpfig und doch ziemlich cool. Auch er muss große Verantwortung tragen und hofft seine Geschwister retten zu können.
Lia ist eine Ceri und lebt auf dem dunklen Kontinent. Sie ist ebenfalls wie Souta Blutmagierin und will ihren Meister machen. An sich ist sie immer gutmütig, ruhig, bedacht und freundlich, weshalb man sie sofort mag. Ihre Gefühle spiegeln sich dabei in ihren Augen wider. Ihre Seele bildet das passende Gegenstück zu der von Souta, weshalb sie auch eine starke Verbindung zueinander haben.
Rigora ist der Clanführer der Provinz Fayon. Seine Mutter ist Tod und sein Vater wurde des Hochverrates angeklagt. Er selbst wollte nie das Amt seines Vaters übernehmen, doch wurde er dazu gedrängt. An sich ist er freundlich, lustig, gelassen und abenteuerlustig. Auch er wurde als Kind gezeichnet und muss seine Bestimmung erfüllen, doch was diese ist? Bleibt vorerst geheim.
Zusammen sind sie alle wichtig, um die Welt zu retten und den dunklen Kontinent wieder einzugliedern. Ihre Verbindung zueinander ist tiefgehend und einzigartig, weshalb sie die Hoffnung auf Rettung sind. Piara und Rigoras Verbindung ist auch sehr schön, denn sie geben sich halt und verstehen einander ohne Worte. Während die Verbindung von Lia und Souta auf ihre Seelen beruht. Diese gehören zueinander und dementsprechend ist ihre Beziehung überaus ergreifend.
Das Ende war sehr überraschend. Souta und Lia begeben sich auf einen gefährlichen Pfad, der ihren Bruder retten kann. Jedoch müssen die geliebten dafür beweisen, dass ihre Seelen zusammengehören. Dabei wird ihnen eine Falle gestellt und sie müssen entscheiden welche Wahl sie treffen wollen. Doch dadurch gerät alles aus den Fugen und die Charaktere handeln in diesem entstanden Chaos unvorhersehbar. Dadurch wird das Schicksal von Piara und ihren Geschwistern besiegelt. Sie verlieren etwas sehr Wertvolles, was ihnen alles bedeutet hat und doch nicht gerettet werden kann und will. Es ist herzzerreißend und tragisch, weshalb es auch ein sehr gut gewähltes Ende ist. Mit dem ich nicht gerechnet hätte. Das ist super und bereitet dem Leser viele neue Fragen, auf die man im dritten Teil bestimmt eine Antwort finden wird. Insgesamt betrachtet bekommt das Buch vier Herzen von mir und eine Weiterempfehlung.
Profile Image for Dajana.
10 reviews2 followers
November 2, 2020
Der Auftakt war wundervoll, die Fortsetzung ist großartig.

Schon der erste Band konnte mich auf ganzer Linie überzeugen und ich habe mich unheimlich auf die Fortsetzung gefreut. Enttäuscht wurde ich nicht, im Gegenteil. Juliet May hat eine grandiose, komplexe, gut durchdachte Dark-Fantasy Welt erschaffen, die wir im zweiten Band nun noch ausführlicher kennenlernen. Wir erfahren die Zusammenhänge, die uns im erste Band noch verborgen blieben. Auch die Charaktere haben nicht an Sympathie eingebüßt und die Geschichte ist einfach episch.
Besonders beeindruckt mich immer wieder, wieviel Tiefe und Authentizität die Autorin den Charakteren einhaucht. Dialoge sind nicht nur dafür da, Handlung zu erklären. Es finden so viele zwischenmenschliche Plänkeleien statt, Gespräche, die nur dem Beziehungsaufbau dienen, oder einfach mal ein bisschen Leichtigkeit und Humor hineinbringen und ich liebe es. Ich habe mich den Charakteren so nah gefühlt, als wäre ich Teil der Geschichte, als würde ich sie persönlich und schon ewig kennen.
Schon im ersten Band wurde die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. In der Fortsetzung kommen nun tatsächlich noch ein paar mehr dazu, sogar Truffels kommt ab und zu mal zum Zug- die Handlung aus der Sicht eines Wildschweins, herrlich. Außerdem reisen wir auch immer wieder in die Vergangenheit. Da am Kapitelbeginn immer angezeigt wird, in wessen Sicht und Gefühlswelt wir uns gerade begeben, kommt es nicht zu Verwirrungen. Vor allem trägt es dazu bei, die Mitwirkenden besser zu verstehen und die Zusammenhänge deutlich zu machen.
Der Schreibstil ist wie immer grandios und der Aufbau der Geschichte sehr abwechslungsreich. Immer wieder wechseln sich Spannende Passagen mit ruhigen ab, die dem Beziehungsaufbau dienen. Mal wird es richtig traurig, schockierend und dann lacht man wieder über die Neckereien zwischen den Charakteren, um gleich wieder von einem unerwarteten Plotttwist überrumpelt zu werden.
Fazit:
Auch wenn ich den ersten Teil schon geliebt habe, muss ich sagen, dass der zweite Band noch runder ist, noch epischer, noch mehr Gefühle hervorgerufen hat und ich noch tiefer in der Geschichte versunken bin. Ich kann es kaum erwarten, meine Freude bald wieder zu sehen und diesen fiesen Cliffhanger aufzulösen.
Profile Image for Vinachia Burke.
Author 13 books19 followers
September 25, 2020
Erste Bände haben es immer schwer - sie sollen dem Leser einen guten Einblick in die Welt erlauben und gleichzeitig eine Story entwickeln, die zum Weiterlesen anregt. Eine derartige Herausforderung ist bei einem Debüt mehr als Ambitioniert, doch Juliet May war mit ihrem ersten Band ein wunderschöner Einstieg in die Welt von Askeria gelungen.

Umso gespannter war ich auf den zweiten Band, denn dieser sollte meines Erachtens eine deutliche Steigerung zum Debüt sein, aufgrund von Erfahrung, Übung und dem fehlenden "Einleitungsdruck". Da das Debüt bereits sehr gut gewesen ist, war ich umso mehr neugierig, was der zweite Band bringen würde.

Und mein Fazit ist: Ich bin begeistert.

In Askeria II schafft Juliet May ein Meisterwerk des Weltenbaus mit perfekt ausgearbeiteten und durchdachten Mechanismen und Möglichkeiten. Die Charaktere und Dialoge sind sehr unterhaltsam und ihre Interaktionen wirken eindrucksvoll durch ein farbenfrohes und abwechslungsreiches Vokabular. Tiefe Gefühle werden realistisch vermittelt und Kämpfe sind anschaulich und auf den Punkt beschrieben, sodass ihnen gut gefolgt werden kann.

Der dramatische Höhepunkt kommt - wie im ersten Band - recht spät im Buch. Dennoch entstehen weder Längen, noch wirkt das Ende überhastet.

Mir bleiben viele offene Fragen und noch mehr Theorien. Ich freue mich bereits auf den dritten Band und bleibe gespannt, ob eine weitere Steigerung der Fähigkeiten dieser hervorragenden Autorin möglich ist.

Wer sich für Illustrationen und Hintergrundinformationen zur Welt von Askeria interessiert, sollte sich den Instagram-Kanal von Juliet May nicht entgehen lassen: @prinnycup

PS: Das Buch ist besonders geeignet für Personen mit einem süßen Zahn ;) Warum? Lest selbst!
Profile Image for Annika Aus Mecki.
57 reviews2 followers
September 24, 2020
Eigene Meinung :

In der Rezension zum 1. Band, habe ich euch ja erzählt, dass Souta und Piara aus Clay geflüchtet sind und dass ihr Bruder Ineas zurück geblieben ist.
In dem 2. Band passiert sehr sehr viel, sodass ich die Ereignisse noch ein wenig sacken lassen muss.
Leider müssen auch Souta und Piara sich für eine kurze Zeit trennen, um ihre Ziele zu verfolgen. Zum einen möchte Souta etwas herausfinden, was mit Ineas und seinen Eltern zu tun hat und Piara soll in Sicherheit sein und ihre Grundausbildung beenden, sowie ihre Prüfung ablegen. Dazu hat Souta in weiser Voraussicht schon seinen guten Freund angestiftet, auf Piara aufzupassen. Und so kommt Rigoras ins Spiel und auch sein kleiner Gefährte Truffels.
Rigoras und Piara verstehen sich sehr gut und finden viele Gemeinsamkeiten. Rigoras hilft Piara bei den Vorbereitungen zu ihrer Prüfung und trainiert sogar mit ihr. Sie haben eine tolle und auch aufregende Zeit zusammen, allerdings finden sie etwas heraus, worüber sie unbedingt mehr erfahren wollen.
Was genau das ist....solltet ihr selbst heraus finden.
Die Charaktere haben sich in diesem Band sehr stark entwickelt und auch verändert. Meine Lieblingsprotagonisten ist und bleibt Piara mit ihrer Art und Weise, wie sie das Leben angeht und sich jeder Herausforderung stellt.
Dieses Buch endet leider mit einem riesen Cliffhanger, weshalb ich nun sehr gespannt auf den 3. Teil warte.

Fazit :

Für alle Fantasy Liebhaber eine klare Leseempfehlung. Ihr solltet, was Blut angeht, nicht zimperlich sein, denn die Magie, die hier gewirkt wird, ist sehr blutig ;-).
Danke, liebe Juliet, für das "heiß" machen auf den 3. Teil. Nun hau mal in die Tasten !!!
3 reviews
September 30, 2020
Auch diesmal war das Cover wunderschön und passt thematisch auch richtig gut zum Inhalt. Vor allem wurde sich aber auch auf das Design von Band 1 abgestützt und es sieht schön stimmig aus, nebeneinander im Bücherregal.

Die ersten Kapitel gingen mir gut von der Hand, ich hatte mich gut an den Sichtwechsel zwischen den Kapiteln gewöhnt und fand einen leichten Einstieg. Es fühlte sich an wie eine Heimkehr, die Rückkehr in eine Welt und zu Charakteren die ihresgleichen suchen.

Beim Worldbuilding hat sich Juliet wieder selbst übertroffen. All diese Kreativität die sie im ersten Band gezeigt hat, wurde perfektioniert. Malluma ist wunderschön gestaltet und ich hätte wirklich gerne mehr davon gesehen.

Auch bei den Charakteren trafen wir wieder gewohnte Qualität an, auch wenn es wegen der Vielfalt und Anzahl schwierig war, jeden Charakter so genau anzuschauen, wie er es verdient hätte. Besonders bei den zwischenmenschlichen Beziehungen hat die Autorin voll ins Schwarze getroffen und mir Gänsehaut beschehrt. Souta, Ineas und Lia gewannen nochmals viel mehr Tiefe, worunter andere Charaktere wie Rigoras und Marleen etwas gelitten haben, was aber auch nicht weiter schlimm war. Und ganz im Ernst, gab es jemals ein besseres Wildschwein als Sidekick als Truffles?!

Fazit
Auch wenn ich es nicht für möglich hielt, war es eine klare Steigerung des ersten Bandes. Alle Stärken die sie schon vorher bewiesen hatte wurden noch ausgebaut und die wenigen Abzüge konstant verringert. Ein vollkommen zu unrecht unbekanntest Buch, was zu 100% mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.
1 review1 follower
October 6, 2020
Der Schreibstil von Juliet war ja schon im ersten Band von Askeria toll aber hier im zweiten Band hat sie wirklich alles getoppt! Der Schreibstil war total feinfühlig und flüssig, man konnte der Geschichte zu jedem Zeitpunkt folgen! Ich hatte so unglaublich viele Gänsehautmomente beim Lesen und hatte total oft Tränen in den Augen! Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Ich fand richtig gut, dass es direkt an Band 1 angeknüpft hat und somit direkt Spannung da war. Die Charaktere wurden auch super ausgearbeitet, ich konnte mich in jeden Charakter hineinversetzen und konnte total gut mitfühlen (Weswegen an einigen Stellen auch Tränchen flossen 😂). Mit Askeria hat Juliet wirklich eine grandiose einzigartige Welt erschaffen, die ich jedem von euch nur ans Herz legen kann. Auch die Orte und Szenerie waren einfach nur genial und man merkt einfach, wie viel Mühe hinter alldem steckt.
Für mich wurde Askeria-Hüter des Seelenfeuers definitiv zu meinem neuen Jahreshighlight und bekommt von mir 5+ von 5 ⭐️
Profile Image for Claudi Feldhaus.
Author 17 books8 followers
July 11, 2020
Mit dem zweiten Band der Askeria Saga übertrifft Frau May die Erwartungen, die sie im ersten aufgebaut hat. Nicht nur hat sich merklich ihr Stil geschliffen (der aber schon am Anfang bemerkenswert war!), auch die Geschichte nimmt noch mehr Fahrt auf.
Diesmal ist Souta, Piaras großer Bruder Zentrum der Haupthandlung, ein interessanter Held, der die Geschichte trägt und sich von den Ereignissen formen lässt. Die Autorin zeigt uns noch mehr, von der Welt, dem Universum, das sie geschaffen hat, lässt uns mit den Held:innen mitfiebern, lachen, bangen und weinen.
Alle, die Dark Fantasy aus vielen Handlungsperspektiven mögen, sei Askeria unbedingt ans Herz gelegt.
Profile Image for Laura Seefried.
39 reviews
July 5, 2021
"Wenn es einen Ort gab, an dem er sich noch annähernd zuhause fühlte, war es hier: In Askeria (...)"🦋

Die Story kommt erst richtig in Fahrt und es passiert auch einiges Unerwartetes.

Die Erzählsichten liegen hier nun eher bei Souta und weniger bei Piara, was ich eigentlich fast lieber mochte, da ich ihn als Charakter interessanter finde. Außerdem fand ich besonders die Rückblicke über das Kennenlernen von Souta und Lia toll, sie sind einfach echt süß zusammen😍
Auch dass es Kapitel aus der Perspektive von Truffels gibt, ist eine mega Idee und erinnert mich an eine Supernatural Folge aus der Sicht des Impala😂🐗

In diesem Band erfährt man auch mehr über Malluma und die Ceri, die ich als "Fabelwesen" vor allem wegen der ändernden Augenfarbe mag.

Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es mit Thalia, Senia und vor Allem den Souveränen weitergeht🤔

Insgesamt hat mich der 2. Teil der Trilogie mehr abgeholt und war spannender, aber in die Lesestimmung (falls es das gibt) bin ich trotzdem nicht 100%-ig verfallen. Daher gibt es 4,25⭐ von mir.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Fukurou.
379 reviews4 followers
June 23, 2021
Der zweite Band der Reihe legt so richtig los!
Es fühlt sich an wie nach Hause kommen!
Es geht richtig in die Tiefe und so manchem Charakter wird in die Seele geblickt!
Es fühlt sich an, als wäre man in einer großen Familie aufgenommen.

In diesem Band hat Trueffles seine eigenen Kapitel ergattert! Und man kann kaum glauben wie viel Spannungen in die Geschichte kommt, wenn man manches aus der Sicht eines Trüffelschweins sieht!

Es gibt noch einige Knaller, die einen fassungslos auf die Seiten starren lässt!

Band 3, wo bleibst du?! 😍
Profile Image for Feli.
15 reviews
January 3, 2022
Ich will nicht zu viel für den ersten Band spoilern, doch kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass mich auch dieser Band vollständig überzeugt hat.

Die Autorin setzt direkt dort an, wo sie beim ersten Band aufgehört hat und beginnt damit, im Laufe der Geschichte noch weitere Geheimnisse zu lüften. Man geht kleine Schritte und doch kommt man sämtlichen Antworten immer wieder näher. Jedoch entstehen zur gleichen Zeit auch immer wieder neue Geheimnisse, welche man nur zu gerne weiter ergründen möchte.

Was ich vor allem sehr schön fand war, dass man sehen konnte, wie die Autorin mit diesem Band und ihren Charakteren gewachsen ist. Man verbessert sich immer, wächst immer weiter und dies konnte man auch im Laufe dieser Geschichte betrachten, beziehungsweise wenn man diesen Band mit dem ersten Teil vergleicht.

Im Laufe des Buches entstand abermals ein Wechselbad der Gefühle, in welchem ich mich bestimmten Hoffnungen hingegeben habe, welche nicht immer erfüllt wurden. Manche wurden jämmerlich zerschmettert und haben mich abermals, beim beenden des Bandes, mit pochendem Herzen und einem festen Kloß im Hals zurückgelassen. Außerdem mit dem Wunsch, den dritten Teil unbedingt auch noch zu lesen. Nicht das es irgendwann einmal zur Debatte stand, schließlich habe ich mich bereit hoffnungslos in die Welt von Juliet May verliebt.

Besonders Souta hat hierbei mein Herz im Sturm erobert. Auch wenn dieser ab und an mal etwas zickig sein kann, erwärmen seine Handlungen immer wieder mein Herz oder er bringt mich, einfach nur mit seiner liebevollen Art, zum Lachen. Er ist einfach ein Charakter, welchen man nur lieben kann.

Fazit: Wie auch im ersten Band, konnte man sich in die wundervolle Welt einfühlen und mit den gut durchdachten Charakteren Abenteuer erleben. Erneut kam es nicht zu dem Problem, dass bestimmte Handlungen nicht nachvollziehbar waren und man war immer gespannt auf neues. Ohne Frage, ein weiteres Meisterwerk.
Profile Image for Janine.
50 reviews1 follower
March 1, 2023
Ja was soll ich sagen - Askeria - Hüter des Seelenfeuers hat mich genauso gepackt wie Band 1. 😍 Wir haben wieder ganz viel Geschwister-Content (was ich in Geschichten absolut liebe! 😍), Kapitel die aus der Sicht von Truffels geschrieben sind (I mean!!!!!! 🐗🤩), Plot Twists die mich staunend zurück gelassen haben, eine zuckersüße Liebesgeschichte die es trotzdem in sich hat und Blut - ganz viel Blut. 😁 Aber das gehört sich in Askeria nun mal zum Magiesystem dazu. 🙃
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Alles in allem eine absolut grandiose Mischung die einfach hammermäßig ist! ❤️
Die Welt - die Charaktere - einfach alles genau nach meinem Lesegeschmack.
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Aaaaaaber - das Ende….. ich habe selten bei einem Buch so geweint und so oft „nein nein nein“ geflüstert wie hier….. es hat mich total zerstört und ich musste alles was da passiert ist erstmal verarbeiten. Das Ende hat es einfach in sich….. Ich finde keine Worte dafür…. 🥺🥺🥺
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Trotz der Trauer und Hilflosigkeit freue ich mich auch bald Band 3 zu lesen und bin gespannt, was sich die Autorin alles einfallen hat lassen.
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