WER SCHÖN SEIN WILL, MUSS LEIDENMadeiras Damen sind glücklich. Endlich gibt es eine Schönheitsfarm nur für sie. Auch Leticia Avila und ihre Freundin Inês zieht es sofort in den Tempel der Schönheit. Mit Schlammpackungen, Peelings und Massagen lassen es sich die beiden gut gehen. Dann aber machen sie die Bekanntschaft der unangenehmen Journalistin Sofia Lima, die auf den Spuren Kaiserin Sisis die Insel und das Personal der Schönheitsfarm in Unruhe versetzt. Comissário Avila passt derweil auf seine kleine Tochter auf und denkt darüber nach, seine Arbeit im Polizeipräsidium zugunsten seiner Familie zu reduzieren. Doch als ein paar Tage später die abgetrennte Hand der Journalistin und kurz danach ihre Leiche auf dem Gelände eines ehemaligen Nonnenklosters gefunden wird, muss er sich Will er weiter den Hausmann geben oder sein Team rund um Subcomissário Vasconcellos unterstützen – vor allem, da Avila den Hauptverdächtigen besser kennt, als ihm lieb ist.Der gemütliche Avila ermittelt wieder auf Madeira. Der besondere Portugal Krimi mit Inselfeeling für alle Liebhaber von Regionalkrimis aus südlichen Ländern.
Born in the Nibelungen city of Worms, Joyce Summer has been fascinated by stories and legends since childhood. What could be more natural than to devote herself entirely to writing at some point? After years of working as a manager in various banks and large corporations, she knows enough about politics and intrigue: so it was not difficult for Joyce to leave this life behind and go on a murder hunt with paper and pen. "In my previous job, you had to be prepared for someone to stick a knife in your back. In that case, I'd rather live out my own murderous desires and fantasies in beautiful crime novels - and I can give my readers a treat as well."
Her love for the island of eternal spring, Madeira, brought her to write her first crime novel in 2015. The proximity to water did it to her. Be it in their books, which always have scenes on the water, or in real life, kayaking.
Mit “Madeiraschweigen” ist nach “Madeiragrab” und “Madeirasturm” mittlerweile schon der dritte Band mit dem sympathischen Comissario Avila erschienen. Und im Gegensatz zum letzten Band stehen die Zeichen dieses Mal nicht auf Sturm, sondern auf Familienleben, das eigentlich nur durch den mysteriösen Fund eines menschlichen Körperteils gestört wird …
Der Auftakt zum neuesten Krimi aus der Feder von Joyce Summer gestaltet sich eher gemächlich, denn man erlebt Avila, wie er sich liebevoll um seine kleine Tochter kümmert und es durchaus genießt, dass er seine Frau Zeit auf der Schönheitsfarm verbringt. Leticia und Inês dagegen lassen es sich auf der neuen Schönheitsfarm der Insel gut gehen – ihr Aufenthalt wird eigentlich nur durch das ungehobelte Verhalten ihrer Tischgenossin Sofia Lima gestört.
So verwundert es zunächst auch niemanden, als zunächst danach aussieht, als ob die Journalistin auf einmal von einem Tag auf den anderen die Farm verlassen hat. Erst der Fund einer perfekt manikürten Hand bringt den Stein ins Rollen – und auf einmal hat Avila mehr zu tun, als er sich vorstellen konnte …
Wer die vorangegangenen Romane der Autorin kennt, weiß, was er bekommt. Denn der Krimi ist meist nur die Rahmenhandlung für die heimliche Hauptperson der Geschichte: die Insel selbst. Und damit sind nicht nur die Sehenswürdigkeiten und geografischen Besonderheiten gemeint, sondern auch die einheimischen Getränke und Speisen. Wer sich also mit Avila auf Ermittlungsarbeit begibt, lernt fast nebenbei immer wieder neue Besonderheiten der Insel kennen.
Dieses Mal dürfen wir allerdings auch einen Blick auf das Leben auf Madeira Ende des ausgehenden 19. Jahrhunderts werfen, denn wir begleiten die österreichische Kaiserin Sisi bei ihrer zweiten Reise auf die Blumeninsel begleiten. Hier erleben wir Sisi allerdings als getriebene und unglückliche Frau, die von dem Gedanken besessen ist, sich Jugend und Schönheit zu erhalten.
Zwei verschiedene Zeitebenen also, aber eines haben beide gemeinsam: das Thema Schönheit. Und bald müssen sich Avila und sein Ermittlungsteam fragen, wo genau das Motiv für das Verschwinden bzw. den Mord an der Journalistin zu suchen ist? Geht es um die Schönheitsfarm – oder doch um etwas ganz anderes? Avila hat es nicht leicht, die unterschiedlichen Aspekte zu einem großen Ganzen richtig zusammenzufügen und bald zeichnet sich ab, dass auch einer sehr engsten Freunde in den Mord verwickelt sein könnte …
Ich gebe zu, auch wenn ich dieses Mal schon ein bisschen vorm Finale wusste, wo das wirkliche Motiv zu suchen war bzw. wer damit als Täter in Frage kam, hat es mir trotzdem wieder sehr viel Spaß gemacht, Avila und seinen Kollegen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Denn Joyce Summer geizt auch dieses Mal nicht mit dramatischen Elementen, so blieb mir kurz vor dem Ende bei einer bestimmten Szene doch fast einmal das Herz stehen … So nach dem Motto: Sie wird doch nicht … Was ich meine, verrate ich jetzt aber nicht. Ich will ja nicht spoilern.
Auf jeden Fall eines aber noch: Wer gute und solide Krimis liebt und einen Schuss portugiesisches Insel-Feeling genießen will, kann bedenkenlos zu diesem Buch (und zu seinen Vorgängern) greifen.
Meine Meinung Ich freue mich immer sehr auf einen neuen Band mit Comissário Avila. Mittlerweile ist er mir mit seiner Liebe zu Kaffee, gutem Essen und Nachtisch richtig ans Herz gewachsen. Von Band zu Band entwickelt sich auch sein Privatleben mit Höhen und Tiefen. Die kleine Tochter wächst und er erlebt den Alltag als Ehemann und Familienvater. Andererseits lernt man auch immer mehr seine Truppe kennen und schätzen. Sie werden plastischer und tiefer. Es ist wie bei Bekannten, die dann zu Freunden werden, wenn man sie besser kennenlernt. So fühlt es sich für mich mit Joyce Summers Charakteren an.
In vorliegendem Teil verbindet die Autorin wieder Historisches von Madeira mit dem Kriminalfall. Wir erfahren etwas über Kaiserin Sisi als ältere Frau, die damals, als sie erneut auf Madeira war, so in ihren Fünfzigern gewesen war. Immer auf der Suche nach der ewigen Jugend und Schönheit. Und hier ist die Verbindung zu Avilas Fall.
Auch mit dem dritten Band schafft es Joyce Summer wieder einen interessanten “Wohlfühlkrimi” vorzulegen. Das Schöne am Cosy-/Cozy-Krimi ist ja, dass er interssant und spannend ist, ohne zu schauderhaft, zu blutig oder zu nervenaufreibend zu sein. Beim Lesen wünschte ich mir auch dieses Mal wieder die Insel durch Avilas Augen betrachten zu können, mit ihm und seinem Hund Urso gemütlich durch die Gassen zu schlendern und mit seinem besten Freund Carlos einen Absacker bei Anna zu trinken. Irgendwie gibt jeder weitere Teil der Serie einem das Gefühl von “nach Hause” kommen.
Der Kriminalfall und die Verwicklungen gefielen mir auch im vorliegenden Band, aber irgendwie fehlte es etwas an Spannung. Der Teil bis zum Tode der Journalistin hätte durchaus länger gehen dürfen, wie auch zum Schluss die Suche nach der*dem Mörder*in. In diesen beiden Punkten war mir der Krimi etwas zu gemütlich.
Fazit Wer keinen Krimi lesen will, bei dem man vor Angst die Fingernägel abkaut, aber auch keine lustigen Regionalkrimis mag, ist mit Joyce Summers Cosy-Reihe sehr gut bedient: Angenehme Figuren, eine traumhaft schöne Insel, ein bisschen historisches Wissen gepaart mit Spannung. Ich jedenfalls warte jetzt wieder voller Freude auf Band 4.
*Klappentext (übernommen)* WER SCHÖN SEIN WILL, MUSS LEIDEN Madeiras Damen sind glücklich. Endlich gibt es eine Schönheitsfarm nur für sie. Auch Leticia Avila und ihre Freundin Inês zieht es sofort in den Tempel der Schönheit. Mit Schlammpackungen, Peelings und Massagen lassen es sich die beiden gut gehen. Dann aber machen sie die Bekanntschaft der unangenehmen Journalistin Sofia Lima, die auf den Spuren Kaiserin Sisis die Insel und das Personal der Schönheitsfarm in Unruhe versetzt. Comissário Avila passt derweil auf seine kleine Tochter auf und denkt darüber nach, seine Arbeit im Polizeipräsidium zugunsten seiner Familie zu reduzieren. Doch als ein paar Tage später die abgetrennte Hand der Journalistin und kurz danach ihre Leiche auf dem Gelände eines ehemaligen Nonnenklosters gefunden wird, muss er sich entscheiden: Will er weiter den Hausmann geben oder sein Team rund um Subcomissário Vasconcellos unterstützen - vor allem, da Avila den Hauptverdächtigen besser kennt, als ihm lieb ist.
*Meine Meinung* "Madeiraschweigen" von Joyce Summer ist bereits dritter Fall vom sympathischen Comissário Avilas und seinem Team. Der Krimi beginnt langsam, erst wird das beschauliche Leben von Avila beschrieben. Während seine Frau Leticia sich eine kleine Auszeit nimmt, kümmert er sich liebevoll um deren gemeinsame Tochter. Gerade die Situation auf der Schönheitsfarm gefällt mir sehr gut, da könnte ich auch gerade ein paar schöne Stunden verbringen. Und auch wie Comissário Avila sich um seine Tochter kümmert ist herzallerliebst. Doch als dann eine abgetrennte Hand auftaucht, steigt die Spannung langsam und stetig an. Unterbrochen wird der spannende Fall von Einschüben aus der Vergangenheit. Wir Leser begleiten Königin Sissi bei ihren Wanderungen auf Madeira und lernen dabei eine wunderschöne Insel kennen. Königin Sissi ist sehr lebenshungrig und auf der Suche nach der ewigen Jugend. Die zauberhaften Beschreibungen der Autorin zeigt mir, wie sehr sie Land und Leute, Flora und Fauna dieser Insel liebt. Mich hat sie mit ihrer Begeisterung mitgerissen und eines Tages werde ich mir sie auch anschauen.
Die Charaktere sind mit viel Liebe gezeichnet, besonders Avila ist mir an Herz gewachsen. Ich mag seine Art und auch ich kenne den Kampf mit den Pfunden. Aber auch die anderen sind facettenreich und authentisch. Die Autorin haucht ihren Charaktere Leben und macht sie nicht nur sympathisch.
Dies ist kein knallharter Krimi mit atemloser Action, sondern ein Cosy-Krimi, der sowohl spannende als auch Wohlfühlmomente hat. Mir gefällt die Mischung, Kriminalfall und das Privatleben der Ermittler, genauso wie die historischen Einschübe.
*Fazit* Diesen Cosy-Krimi kann ich jedem empfehlen, der Spannung, Wohlfühlmomente und wunderschönes Inselfeeling mag. Mich hat die Geschichte vom ersten Augenblick gefangen genommen. Gerne vergebe ich 5 Sterne. Ich möchte mich bei Joyce Summer für dieses Rezensionsexemplar bedanken, es hat meine Meinung nicht beeinflusst.
"Fassungslos starrte er auf den Gegenstand, den er eben heraus geholt hatte: eine Hand mit abgeplatztem Nagellack. An der Stelle, an der einmal ein weiblicher Arm gewesen war, war nur noch ein ausgefranster Stummel….." ----------------------------------------------------------
Dies ist der dritte Teil um Comissário Avila, den sympathischen Ermittler auf Madeira. Allerdings ist dieser Band auch für Neu-Einsteiger geeignet, am Anfang findet man nämlich eine Auflistung der Personen und ihrer Funktion.
Avilas Frau Leticia und ihre Freundin Ines, die auch noch die Frau von Avilas Chef ist, haben eine kleine Auszeit nötig und möchten sich auf einer Schönheitsfarm entspannen und verwöhnen lassen. Avila derweil kümmert sich um das gemeinsame Kind, den Hund und den Haushalt. Zu all dem wird auch noch eine abgetrennte Frauenhand gefunden, um die sich Avila kümmern muss.
Die bildhafte Sprache der Autorin sorgt für vergnügliche Lesestunden. Oft ertappte ich mich beim leisen Lachen, einfach herrlich wie sie Avilas Probleme in Alltagssituationen schildert. Die Gegend konnte ich mir wieder sehr gut vorstellen, Urlaubsfeeling machte sich breit. Trotz aller Leichtigkeit handelt es sich dennoch um einen Krimi. Die Ermittlungsarbeit ist manchmal etwas unkonventionell, aber schlussendlich zielführend.
Sehr schön fand ich die kurzen Passagen über den Besuch von Kaiserin Elisabeth von Österreich. Die Kaiserin war gerne auf Madeira, und die Anekdote zu diesem Besuch Ende des 19. Jahrhunderts gefiel mir sehr gut, auch wenn diese Begebenheit historisch nicht korrekt ist.
Ein unterhaltsamer und spannender Krimi mit einem liebenswerten Kommissar und seinem sympathischen Team, die außer knifflige Fälle lösen auch noch ihr Privatleben entwirren müssen.