❤ ❤ Ein Unfall verändert dich - die Liebe auch.❤ ❤
Hanna läuft, um zu siegen. Der Traum von der Goldmedaille rückt für die 18-jährige endlich in greifbare Nähe - bis sie in einen Autounfall verwickelt ist. Hanna überlebt, aber ihr Unterschenkel muss amputiert werden. Panikattacken, Phantomschmerzen und Einsamkeit bestimmen fortan ihren Alltag.
Doch dann trifft sie David. Der Junge im Rollstuhl sieht nach Hannas Unfall als Erster hinter ihre Fassade und ermutigt sie, an ihrem Traum festzuhalten. Aber während David und Hanna sich immer näherkommen, wühlt der Sturm in ihrem Inneren eine Frage Wie schaut man positiv in eine Zukunft, die nichts mit der zu tun hat, die man sich ausgemalt hat?
“Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte mit Ecken und Kanten.“ - @annathiessenhusen (Instagram)
“Hannas Schicksal ist tragisch, ebenso wie Davids. Und die beiden sind nicht perfekt, sie sind nicht immer stark. Aber sie lassen sich nicht unterkriegen.“ - @waystowrite_ (Instagram)
“Die Thematiken, die die Autorin hier aufgreift, sind außergewöhnlich und mutig, bringen Potential mit und es wäre eine Untertreibung zu behaupten, sie wären „nur“ ausgeschöpft worden – hier wurde alles aus den Ereignissen herausgeholt und mit viel Gefühl auf Papier gebracht.“ -
Auszug Kapitel 19:
Ich lasse meine Finger in den Haaransatz seines Nackens gleiten und spüre, wie sich dort die feinen Härchen aufstellen. Seine Augen sehen glasig aus von der Luft in der Halle, das Blau kommt mir trüber vor als sonst. Es dauert einen Augenblick, bis die Unsicherheit in seinem Blick verschwindet und er nickt und das Grinsen wieder selbstbewusster wird.Als er beginnt, sich zur Musik zu bewegen, lege ich mein Gesicht in seine Halsbeuge und schließe die Augen, konzentriere mich auf das sachte Hin- und Herwiegen des Rollstuhls.Fast habe ich vergessen, wie David riecht, heute nicht nur nach diesem leicht zitronigen Waschmittel, sondern auch nach Parfüm. Ich hoffe, der schwere, aber trotzdem süße Geruch wird morgen früh noch an meinem T-Shirt haften und mich an ihn erinnern. Sein Atem auf meiner Haut ist nur hauchzart zu spüren, doch mein Herz ist kurz davor, zu explodieren deswegen. Es schlägt so schnell wie nie zuvor.Als wir uns nicht mehr bewegen, legt sich Davids Hand in meinen Nacken. Zwischen seinen Fingerspitzen beginnt er, einzelne Haarsträhnen zu zwirbeln. Aus einem Impuls heraus hebe ich den Kopf von seiner Halsbeuge und schaue ihn an. Davids Brustkorb hebt und senkt sich ähnlich schnell wie meiner, seine Augen sind mit einem Mal nicht mehr glasig. Seine Lippen sind etwas geöffnet, er mustert meine, streicht mir dabei die Haare hinter das Ohr.Plötzlich ist mir egal, dass er sehen könnte, wie hitzig meine Wangen sind, oder dass so viele Menschen um uns herum sind. Ich will bloß, dass er mich küsst. Das ist alles.
» 4.5 von 5 Sternen « mit klarer Tendenz nach oben. Sarah Nierwitzki hat hier mit Hanna und David zwei unglaublich liebenswerte, authentische und vor allem greifbare und nachvollziehbare Figuren ins Rennen geschickt, mit denen man sich problemlos identifizieren kann. Mitfühlen, mitfiebern, mitleiden - das ist in diesem Roman groß geschrieben. Die Autorin setzt, nach einem sehr rasanten Einstieg in die Geschichte vor allen Dingen auf Gefühle und hat darüber hinaus eine eher ruhige Art des Erzählens gewählt. So wirken die Emotionen umso deutlicher und werden intensiv und berührend rüber gebracht. Zwischen Herzschmerz, Kummer und Leid gibt aber auch genügend schöner Momente, die Hoffnung spenden und zum Lächeln animieren. Für mich persönlich kam das Ende etwas abrupt, aber trotzdem empfand ich es als würdigen Abschluss für die Geschichte und alles in allem komplett rund. Eines weiß ich jetzt, nach dem Lesen, mit absoluter Bestimmtheit: Hanna und David werden mich mein ganzes Leben lang begleiten, denn sie haben mir Mut, Kraft und Motivation gegeben, selbst zu kämpfen und sollte ich jemals in ein Loch fallen, sind sie es, die mich rausziehen werden - durch die bloße Erinnerung an sie. Falls ihr meine ausführliche Meinung noch lesen möchtet, könnt ihr das » hier « auf meinem Blog gerne tun. Viel Spaß dabei ♥
Zuerst war ich skeptisch, ob das Buch richtig für mich ist. Ob ich es überhaupt lesen soll. Ob ich nicht lieber ein Buch zur Hand nehmen sollte, welches einfachere Protagonisten hat. Protagonisten, die keine Panikattacken oder Stürme mit sich tragen.
Aber dann habe ich angefangen zu lesen...und konnte nicht mehr aufhören. Ich habe gemerkt, dass Protagonisten nicht immer geradlinig sein müssen. Es darf ihnen genauso gehen, wie es uns außerhalb der Geschichten eben auch oft geht. Ich konnte mich so viel mehr mit ihnen identifizieren und sie haben mir mehr geholfen, als es ein Roman ohne Ecken und Kanten hätte tun können.
Dieses Buch hat so viel mehr mit mir gemacht. Es hat mir geholfen zu verstehen, dass man an manchen Tagen einfach einen Sturm in seinem Kopf schweben hat, der nicht verschwindet. Aber ebenfalls, dass er wieder weggeht. Und, anders als erwartet, konnte ich bei der Lektüre doch wieder in die Geschichte eintauchen. Hanna und David haben ihre Macken, aber diese machen sie perfekt. Genau diese Macken haben mich wieder nach oben gezogen, heraus aus dem Sturm, der auch so oft in mir tobt.
Danke, liebe Sarah! Mit deinen Büchern bietest du immer einen Zufluchtsort wenn der Sturm in meinem Kopf mal wieder zu stark wird. Denn dann lichten sich die Wolken und der Regen verschwindet zumindest für einen kurzen Moment. Und, ich glaube, die Vorstellung eines Sturmes in meinem Kopf, der wieder vorbeizieht, die behalte ich bei mir. Denn diese Vorstellung macht einiges so viel leichter.