Der Kampf gegen die außerirdischen Aggressoren geht weiter und die Aussichten sind düsterer als je zuvor. Jim wird einem Geheimprojekt zugeteilt. Als Testpilot soll er in einer Gruppe junger Astronauten den ersten irdischen Raumflugkörper steuern, der schneller als das Licht fliegen kann. Doch arbeitet der Antrieb nicht zuverlassig und immer wieder kommt es zu folgenschweren Unfällen. Während Jim im äußeren Sonnensystem sein Leben riskiert, macht sich Russell auf die Suche nach dem Übertransporter.
Phillip P. Peterson worked as an engineer on booster rockets and as satellite program manager; he has also written popular science articles about space travel. At the 2015 Frankfurt Book Fair he received the first Kindle Storyteller Award. Characters and action take centerstage in his hardcore science fiction that profits from Peterson's technical background.
Wieder mal nicht der Knaller. Das alte Lied mit den persönlichen Dialogen. Zwischenmenschliche Beziehungen sind bei Peterson immer extrem Klischee beladen und stören mich zwischen der SF Handlung inzwischen massiv. Außerdem habe ich das Gefühl, dass immer wenn sich ein persönliches Problem ergibt (Tod eines Verwandten, Ungehorsam gegenüber Vorgesetzten etc.) sich immer einer Lösung irgendwie anbietet. Woimmer Konfliktpotential vorhanden ist, verliert man wohl die Lust beim Schreiben und kittet es das mit fragwürdigen Plottwists? Die Testfahrten mit dem FTL Antrieb fand ich ganz unterhaltsam - aber musste das das halbe Buch einnehmen? Zumal das Thema ja der Übertransporter ist. Hoffentlich kriegt man im Band 7 dann endlich mal Aliens - also lebendige vorgesetzt. Bisher wurde der für mich interessanteste Part ja gründlich umschifft.
Die Transport-Reihe geht nach dem, m.E., desaströsen 5. Band weiter, dieser 6. Band hat mir aber etwas besser gefallen, als die vergangenen Bände, allerdings auch nicht zu meiner vollen Zufriedenheit, denn irgendwie scheint mir diese Reihe, die m.E. sehr gut begonnen hatte, wie ein Kaugummi in die Länge gezogen zu werden. In der Reihe, die sich auch um die Familie Harris dreht, die in jedem der bisher 7 Romane der "Transport"-Reihe die Hauptcharaktere stellen, geht es um ein gigantisches Transmitter-Netzwerk, dessen Alter und Umfang niemand genau kennt und deren Schöpfer bereits vor Millionen von Jahren verschwunden sind und das die Menschen durch einen Zufall entdeckt haben. Der Durchgang durch den Transporter ist gefährlich und nicht vorhersehbar, ob die Gegenstation auf giftigen Supererden, oder Neutronensternen steht kann nicht vorhergesehen werden, deshalb hatte man damals zum Tode verurteilte Personen hindurchgeschickt, zu diesen hatte auch Russell Harris und dessen Frau Eliese gehört. Diese Variation des "Russischen Roulettes" herrscht auch in diesem Roman vor, während Russell und Eliese zur Gruppe gehört, die einen geheimnisvollen Transporter, Übertransporter genannt, suchen, der alle anderen Transporter im Netwerk kontrolliert, müssen sie immer wieder durch Transporter gehen, ohne genau zu wissen, wie es an der Gegenstation aussieht. Mit ihrem Sohn Jim geht das Militär einen ähnlichen Weg des Russischen Roulettes, indem sie den Prototyp eines FTL-Antriebs testen ohne genau zu wissen, was passieren kann. Bei jedem Flug kommt es zu Komplikationen, bei dem die Testpersonen ums Leben kommen, auch Jim kommt nur mit Glück wieder zurück. Bei einer Begegnung mit Roboterdrohnen eines Raumschiffs des Feindes, der die Erde bedroht, verliert Eliese ihr Leben... Diese Variation des Russischen Roulettes verliert schnell ihre Faszination, auch weil man die Reaktionen der seelenlosen Militärs kennt, die ohne menschliche Emphatie ihre Soldaten auf Missionen schickt, die ihren Tod bedeuten könnte. Mir fehlen an diesem Stand der Transport-Reihe die phantastischen Entdeckungen und exotischen Gefahren, die in den ersten Bänden der Transport-Reihe dominiert haben, denn das meiste ist bereits bekannt und wenn doch etwas Neues dazukommt, wie hier das abgestürzte Schiff der feindlichen Aggressoren, wird das nicht weiter thematisiert, bzw. wohl auf den nächsten Band geschoben. Das ist mir zu wenig für einen eigenständigen Roman, der wirklich wie ein Lückenfüller wirkt. Der Stil von Petersen wirkt auch nicht berauschend auf mich (er ist zweckmäßig, aber das reicht, wenn die Handlung überzeugt, was hier jedoch nicht der Fall ist), er besteht hauptsächlich aus Dialogen, die mich aber auch nicht überzeugen können. Komisch ist allerdings, daß er in seinem Roman "Vakuum" gezeigt hat, dass er es besser kann...
Die Reihe um die außerirdische Transporter-Technologie und Gefahr aus dem All geht in die 6. Runde. Das Erfolgsrezept ist so simpel wie logisch: Man nehme mindestens einen Helden, der jede Krise womöglich im letzten Augenblick in Erfolg verwandeln kann, mehrere Erzählstränge mit unterschiedlichen Gefahren und viel Spannung und werfe gut klingende Begriffe aus der Astrophysik hinzu und rühre kräftig um.
Ich habe zwar ein paar Logikfehler entdeckt, bin aber im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit dem spannenden Szenario, denn das hat der Autor auf jeden Fall drauf: Spannung zu schüren und den Leser bei der Stange zu halten.
Auch wenn ich mich bei meiner Bewertung wiederhole, ich schwanke zwischen 8 und 9 Punkten und gebe, weil ich das Buch quasi in einem Rutsch verschlungen habe, 86/100, also aufgerundete 09/10 Punkte. https://sunsys-blog.blogspot.com/2021...
Besser als der fünfte Teil und sogar "back to the roots".
Diesmal geht es wieder mehr um "Reisen ins Unbekannte", was wirklich interessant und spannend ist! Fast wie im ersten Teil. Diese Teile des Buches fand ich wirklich sehr gelungen. Aber es gibt auch wieder schwächen: die Charakterentwicklung um Jim und Russell stehen im Vordergrund und die ist einfach nur schlecht...
PS: Ich habe folgende Vermutung: Die Audible "Sternenbewertung" ist nur deshalb so hoch, weil das der Durchschnitt von der Bewertung vom Inhalt und Sprecher ist. Der Sprecher bekommt bestimmt immer 5 Sterne und der Inhalt nur 2 oder 3 -> also aufgerundet 4 Sterne.... :D
Ich war erst etwas skeptisch. Ob der 6. Teil von etwas noch gut sein kann? Er kann. Er ist spanned geschrieben und hat Überraschungen parat. Ein emotionales auf und ab.