Nachdem der erste Teil im furchtbaren Gefängnis für Jugendliche, dem Loop, beginnt, startet der zweite Teil im Block, der noch mal eine Schippe an Grausamkeit und Unmenschlichkeit drauflegt. Luka wird gequält und immer wieder zum Aufenthalt seiner Freund:innen befragt und es wirkt alles ausweglos. Aus dem Loop zu entkommen war eigentlich schon unmöglich… Wie soll es Luka jetzt aus dem Block schaffen? Er muss doch Happy aufhalten und die Menschen vor ihr warnen und im besten Fall gleich noch vor ihr retten. Aber aus dem Block gibt es wohl kein Entkommen…
Der erste Teil konnte mich ja nicht so begeistern. Aber die Idee und die Geschichte an sich haben mir ganz gut gefallen, weswegen ich mich dann doch noch für die Fortsetzung entschieden habe. Festzuhalten ist: die Idee ist nach wie vor sehr gut, die Umsetzung ist nach wie vor sehr mittelmäßig.
Tatsächlich liegt es überwiegend am Schreibstil des Autors und an den Charakteren, dass ich auch diesen zweiten Teil der Reihe nicht so sehr mochte. Der Autor schreibt mir zu platt und plakativ, dazu kommen viele nervige Wiederholungen. Es lässt sich zwar leicht und schnell lesen, aber es liest sich irgendwie nicht schön, also nicht angenehm. Was dem Autor glaub ich fehlt, ist das Motto „Show, not tell“.
Auch die Charaktere, allen voran Luka, wirken auf mich nicht authentisch. Zudem war er mir auch nicht sonderlich sympathisch. Ich glaube, ich finde ihn irgendwie langweilig. Er ist so quengelig und war für mich auch insgesamt nicht greifbar. Es gab Figuren, die mochte ich ganz gerne, aber keine, die jetzt besonders herausstechen würde. Bei keiner der Figuren konnte ich eine Weiterentwicklung erkennen. Besonders negativ ist mir „Apfelmotte“ aufgefallen, weil sie vom Autor mit aller Gewalt lustig und gezwungen niedlich angelegt wurde, was aber bei mir überhaupt nicht ankam. Immer wenn diese Figur wieder Text hatte, musste ich mit den Augen rollen.
Der Plot an sich war wieder ganz spannend. Mir gefällt die Idee und die Welt, in der sich die Geschichte bewegt, auch wenn ich sie nicht ganz ausgereift finde.
Naja, also die Reihe ist eben einfach nicht meins, das muss ich wohl akzeptieren. Ich komme mit dem Schreibstil und den Charakteren nicht klar. Den dritten Teil werde ich eher nicht mehr lesen. Nichtsdestotrotz ist die Idee hinter der Geschichte echt nicht schlecht und ich kann mir vorstellen, dass es sie einige Lesende mitreißen und begeistern kann.