»Manchmal muss man sich einfach selbst überrumpeln, sonst hat man den Finger immer in der gleichen Soße.« Eines Tages hat Fredy Gareis genug vom Gemeinsam mit seiner Freundin Patrizia beschließt er, alles zu verkaufen und in ein 21 Jahre altes Auto zu ziehen. Den restlichen Besitz packen sie in zwölf Bananenkisten, darauf eine Matratze, und fertig ist die neue Bleibe. Fredy und Patrizia leben und arbeiten fortan unterwegs. Während sie dabei mit gesellschaftlichen Konventionen und auch mit sich selbst zu kämpfen haben, entdecken sie ein ihnen bislang unbekanntes Deutschland – und gehen der Frage nach, wie viel man wirklich braucht, um glücklich zu sein.Vom mehrfachen Preisträger des ITB BuchAward»Das ist ein freundlicher, hellwacher und so anderer Blick auf unser Land! Beim Lesen wird klar, dass man nicht nur sein Leben entrümpeln kann, sondern auch seinen Geist.« Deutschlandfunk Kultur „Lesart“
Was ich mir erhofft habe: Ich habe die Berichte von Fredy und Patrizia auf Youtube gesehen, gedreht mehr aus der Sicht von Patrizia. Jetzt bin ich neugierig auf Fredys Sichweise und hoffe auf noch mehr Details.
Was mir gefallen hat: Die kurzen Einblicke in die Geschichte von Orten und ein paar Menschen, die Fredy und Patrizia treffen, sind interessant.
Fazit: Es war nett zu lesen, aber leider nicht mehr. Irgendwie konnte mich die Geschichte nie mitreißen und ich hätte ohne Probleme auch jederzeit mit dem Lesen aufhören können ohne dass ich das Gefühl hatte, etwas zu verpassen (und das lag nicht daran, dass ich einen Teil der Geschichte schon einmal, vor einigen Monaten, gesehen hatte).
Fredy und Patrizia habe ich zum ersten mal auf YouTube gesehen. Ich war begeistert von ihrem Vorhaben einfach alles unnötige loszuwerden, die Wohnung zu kündigen und von da an im Auto zu leben. Es hört sich nach einer Menge Spaß an und somit habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch von Fredy gefunden habe. So konnte ich noch tiefer in die Gedanken und Gefühle der beiden hineinkommen.
Das Cover strotzt schon so vor Abenteuerlust. Ich finde es wirklich sehr passend und es zieht auch die Blicke auf sich und man möchte mehr über ihre Reise erfahren. Ich mag Fredys Schreibstil sehr. Er ist locker flockig und man kann schnell durch die Zeilen fliegen. Auch die kurzen Kapitel mag ich sehr, da man da schnell mal 'noch ein Kapitel' lesen kann bevor man sich anderen Dingen widmet. Die Deutschlandkarte am Anfang des Buches war auch eine gute Idee, so kann man nachvollziehen wohin es die beiden so verschlagen hat. Sehr spannend das auch so aufgezeichnet zu sehen. Da kann man es sich viel besser vorstellen. Es ist nicht nur so, dass ich den Gedanken im Auto leben toll finde, das Buch hat mich auch dazu animiert, mal wieder durch meinen Kram zu schauen und auszumisten, was ich nicht wirklich brauche. Die beiden Abenteurer kommen in ihrem Buch sehr sympathisch rüber. Es ist gut, dass Fredy nicht nur positive Zeiten gezeigt hat, sondern man von Anfang an merkt, dass bei einer so drastischen Entscheidung nicht alles eitel Sonnenschein ist. Aber auch die Entwicklung der Beiden kam gut durch. Es braucht eben eine Weile, bis man sich an diese Situation gewöhnt hat. Die Bilder zum Schluss des Buches sind das noch das Tüpfelchen auf dem i um alles noch einmal optisch zu untermalen. Alles in allem ein spannendes und nur zu empfehlendes Buch.
Guter Lebensbericht, lustig und interessant geschrieben. Den Minimalismus mag ich,nur im Auto zu Leben ist nix für mich. Aber so das Land zu entdecken und zu Arbeiten finde ich spannend.