Augustus Rose grew up in and around San Francisco, California. His debut novel, The Readymade Thief (Viking 2017), is about a young woman at the center of a mystery involving the art Marcel Duchamp, the dark net, urban exploration, and the shotgun marriage of alchemy and string theory. He teaches fiction writing at University of Chicago.
Als Lee Cuddy für eine Tat, die sie nicht begangen hat, eine Strafe im Jugendgefängnis absitzen muss, beginnt ihr Leben den Bach runter zu gehen. Nichts läuft mehr und auf einem muss sie auch noch feststellen, dass jemand im Hintergrund ihre Wege zu lenken scheint. Aber wo hin, und wem kann sie jetzt noch trauen?
Auch wenn der Klappentext und der Prolog recht vielversprechend scheinen, musste ich doch schnell feststellen, das dem eigentlich nicht so ist. Die Geschichte scheint gar keinen Rotenfaden, geschweige denn ein Ziel zu haben. Die einzige Frage, die es tatsächlich zu klären gäbe, wird nur einmal kurz thematisiert, dann aber schnell wieder fallen gelassen. Unter anderem dadurch zieht sich die erste hälfte des Buches, auch im Nachhinein kann ich die Relevanz einiger Szenen nicht ausmachen. Gegen Ende wurde mir dann doch klar, worauf das ganze hinaus laufen sollte, was der Antagonist erreichen will. Was mir bisher immer noch klar ist, ist dagegen das Ziel der Protagonistin, natürlich will sie gegen den Antagonisten gewinnen, aber aus welcher Motivation heraus? Mir wird auch rückblickend kein Punkt klar, aus dem sie sich zur Wehr setzen sollte. Außerdem hatte ich während dem Lesen das Gefühl, dass die Protagonistin und der Autor mehr wussten als ich. Zwischenzeitlich haben mir Informationen gefehlt, um bestimmte Handlungen nachvollziehen zu können.
Die Geschichte an sich hat sich vom Schreibstil her dagegen sehr gut lesen gelassen. Die Unterteilung der Kapitel und Abschnitte war interessant unterteilt.
Das Thema des Buches war meiner Meinung nach für ein Jugendbuch etwas zu hoch gegriffen. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, einen Roman von Dan Brown in den Händen zu halten, nur, dass das Phänomen hier nicht ganz so gut durchdacht schien und Logigfehler enthielt. Ich weiß nicht, wäre ich besser in Physik, hätte ich vielleicht ein wenig mehr verstanden, so war das leider nicht der Fall.
Auch wenn ich zwischenzeitlich mehr mitdenken musste als in anderen Büchern und am Ende leider noch ein paar Fragen offen geblieben sind, muss ich sagen, dass mir der Verlauf der Geschichte eigentlich doch recht gut gefallen hat. Wir begleiten Lee während eines kuriosen Lebensabschnittes und dürfen uns mit ihr durchkämpfen. Als wirklich Langweilig, habe ich die Geschichte zu keiner Zeit empfunden.