Die Zukunft ist ein trostloser Ort mit bröckelndem Ökosystem und alles begann mit dem Verschwinden der Bienen. Doch auch in dieser Zeit gibt es tapfere Held*innen, die versuchen die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Vom kleinen Mädchen, dass in einem geheimen Hinterhof auf ein Meer aus Blumen stößt über Wissenschaftler*innen aus allen Teilen der Welt, die versuchen Bienen zu züchten oder zu klonen, bis hin zu magischen Wesen, die sich der Macht der kleinen schwarz-gelben Helfer bewusst sind, beschreiten alle ganz verschiedene Wege um ihre Welt zu retten.
Diese zehn Geschichten nehmen Sie mit auf eine Reise in die Zukunft, in der Magie und Technik gar nicht so weit voneinander entfernt liegen.
Die zehn Geschichten dieser Anthologie gehen von einer gemeinsamen Grundprämisse aus, nämlich dass von einer zukünftigen zerstörten Erde die Bienen und mit ihnen viele Tier- und Pflanzenarten verschwunden sind. Ein wilder Stilmix erwartet den Leser, bei dem inmitten einer klassisch beginnenden Erzählung schon einmal Magie verwendet wird oder ein Dschinn vorkommt. Es sind Geschichten, in denen mit Luftschiffen zwischen Planeten geflogen wird und auch kleine Bienendrohnen oder Vampire eine Rolle spielen. Man sollte sich bewusst sein, dass hier die Einordnung “Space Opera” etwas weiter gefasst ist. Es sind gut geschriebene Geschichten dabei und durch den Genremix wurde ich immer wieder verblüfft, stellte aber auch fest, dass mich z.B. eine Problemlösung durch eine mystische Bienenkönigin in Gestalt einer Zirkusdirektorin nicht wirklich zufrieden zurücklässt. Als Beispiel einige Details zur ersten Geschichte “Auf der dunklen Seite des Mondes”, in der ich die Grundideen gelungen fand: in der Geschichte gibt es keine westlich geprägten Protagonisten, stattdessen erleben wir ein afrikanisches Einsatzkommando auf einer chinesischen Mondstation, das dort auf der Suche nach der sensationellen Entdeckung der Chinesen ist, nämlich einer Biene auf dem Mond. Zum Einsatzkommando gehört auch eine Schamanin, die Magie in die Erzählung bringt, sodass ich versucht war, die Geschichte als “Nnedi Okorafor meets Cixin Liu” zu charakterisieren. Allerdings ging mir die Auflösung zu weit, denn sie enthielt eine weitere Genre-Grenzüberschreitung, die mir nicht mehr gefallen hat. Wenn man sich durch diesen speziellen Mix nicht irritieren lässt, wird man gut unterhalten und lernt, wie unterschiedlich die Prämisse über die verschwunden Bienen interpretiert werden kann.
Das Buch ist wunderbar gestaltet, eine Klappenbroschur in “bienengelb”, die sich angenehm anfühlt, Bienenwaben werden außen und innen als grafische Elemente verwendet. Ein Geschenktipp für Hobbyimker, die der Fantastik nicht abgeneigt sind.
Eine wunderschön gestaltete Anthologie mit sehr interessantem Thema, die - wie in Anthologien eigentlich immer - einige Juwelen, einige gute und einige nicht so gute Geschichten zum Thema versammelt. Der thematische Schwerpunkt war hier in allen Stories sehr deutlich. Das Aussterben der Bienen und die Auswirkungen auf die Zukunft war überall zentral, die Bienen auch gestalterisch überall präsent. Mit zehn Geschichten ist es eher eine kürzere Anthologie. Leider kommt der Space Opera-Anteil nicht so raus, aber ansonsten sehr empfehlenswert!
Besonders "Auf der dunklen Seite des Mondes" von Sebastian Loy, "Schwarmträger" von Nikolaj Kohler", "Biene Christine und die Wunder im Holunder" von Nele Sickel und "Drei Bienen für Aschenputtel" von Anne Danck waren für mich großartige Geschichten und die Highlights des Buches.
Die Mischung der Geschichten fand ich sehr gelungen, es ist keine dabei die mir nicht gefallen hat. Und es gibt sehr viele unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema. Gleich die erste Geschichte war einfach Hammer und hat die Latte für die anderen sehr hoch gesetzt. Und alle Geschichten konnten mich begeistern! Einziger Kritikpunkt: Mir war ein bisschen zu viel Erde und zu wenig Weltraum dabei.
Ich denke, wenn ich die Ruhe dafür finde, schreibe ich noch eine ausführliche Rezension. Mein Fazit ist jedenfalls: unfassbar tolle, kreative Geschichten, die wunderbar vielfältig sind. Es gab nur eine, die mir weniger gefiel, da war das Potenzial größer als der Stil es zuließ.
Vorneweg gesagt, ich habe mich durch die Anthalogie gut unterhalten gefühlt. Ich mochte die bunte Mischung aus Kurzgeschichten. Auch wenn diese technisch gesehen nicht wirklich verknüpft waren, lassen sie sich irgendwie als ein "so gehen die Leute an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten nach dem Punkt, ab dem die Bienen endgültig verschwanden, mit diesem Szenario um" lesen. Und diese Szenarien sind sehr vielfältig. Fast alle ein wenig hoffnungsvoll. Alle mit offenem Ende. Aber die Herangehensweise und die Art der vorkommenden Charaktere bleibt sehr unterschiedlich. Ich fand es auch sehr cool, wie hier zum Teil SciFi Vibes mit Fantasy Elementen verknüpft wurden. Beides ist (meistens) nicht sehr prominent in den Kurzgeschichten, aber durchaus vorhanden. Findet man so leider eher selten. Von manchen Autor*innen würde ich hier auch gerne mehr lesen und werde definitiv immer mal wieder schauen, ob ich neue Geschichten von ihnen finde.
Bienen oder die verlorene Zukunft Eine Space-Opera-Anthologie Verlag: Art Skript Phantastik Taschenbuch: 12,50 € eBook: 3,99 € ISBN: 9783945045411 Erscheinungsdatum: 4. Oktober 2020 Genre: Anthologie Seiten: 192 Inhalt: Die Zukunft ist ein trostloser Ort mit bröckelndem Ökosystem und alles begann mit dem Verschwinden der Bienen. Doch auch in dieser Zeit gibt es tapfere Held*innen, die versuchen die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Vom kleinen Mädchen, dass in einem geheimen Hinterhof auf ein Meer aus Blumen stößt über Wissenschaftler*innen aus allen Teilen der Welt, die versuchen Bienen zu züchten oder zu klonen, bis hin zu magischen Wesen, die sich der Macht der kleinen schwarz-gelben Helfer bewusst sind, beschreiten alle ganz verschiedene Wege um ihre Welt zu retten. Diese zehn Geschichten nehmen Sie mit auf eine Reise in die Zukunft, in der Magie und Technik gar nicht so weit voneinander entfernt liegen. Mein Fazit: Zum Cover: Das Cover ist einfach nur schön, es passt so gut zu den Geschichten. Man sieht darauf Bienenwaben und natürlich ist es in Gelb gehalten. Zum Buch: Geschichten die so wichtig sind! Bienen seit jeher mit das wichtigste in unserer Natur, in diesem Buch sind sie bedroht, bzw. ausgestorben und das hat verheerende Auswirkungen auf die Natur und auf die Menschheit. Diese Geschichten bringen uns das einmal wieder sehr nahe und mir haben hier tatsächlich alle gefallen, es gab nicht eine, die weniger gut als die anderen war. Ob Cyborgbienen oder geklonte Bienen, oder vielleicht doch mal eine echte Biene, alle haben eins gemeinsam, sie wollen oder besser gesagt, sie sollen, die Welt wieder ins Gleichgewicht bringen. Besonders spannend fand ich, wie hier beschrieben wurde, wie die Menschheit aufgrund keiner Bienne zugrunde geht. Alles wurde so gut und mitunter detailliert beschrieben, dass ich das ein oder andere mal schon eine Gänsehaut bekam. Was meint ihr, wie würde die Welt ohne Bienen aussehen? In diesem Buch bekommt ihr ein paar Hinweise darauf und es ist grauenvoll, das kann ich euch sagen. Tatsächlich kannte ich keinen der Autoren/innen die hier vertreten sind, aber ich hoffe das ändert sich noch und man liest bald mehr von Ihnen. Ein Buch was definitiv ganz viel Aufmerksamkeit verdient und ich hoffe, viele werden es lesen und weiter empfehlen. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter! Ich gebe hier 5 von 5 Sternen und bedanke mich beim Verlag Art Skript Phantastik für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Die Bereitstellung hatte keinerlei Einfluss auf meine Bewertung!
Die Zukunft ist trostlos. Der Klimawandel hat uns eingeholt. Die Bienen sind verschwunden. Doch wie auch in der Vergangenheit gibt es viele, die sich Gedanken darüber machen, wie dies geändert werden kann.
Zehn Autoren haben sich in ihren Kurzgeschichten Gedanken darüber gemacht, wie die Zukunft ohne Bienen aussieht und vor allem, was man tun kann, um ihr Fehlen auszugleichen.
Sebastian Loy, Nikolaj Kohler, Veronika Lackerbauer, Kornelia Schmid, Silke Pahl, Kai Focke, Nele Sickel, Anne Danck, Miriam Hutterer und Emilia Bach haben sich so ihre Gedanken gemacht und in zehn Kurzgeschichten ihre Version der Zukunft ohne Bienen beschrieben.
Dabei wird uns ein bunter Mix präsentiert. Da die Geschichten in der Zukunft spielen ist natürlich auch ein großer Spielraum gegeben. Doch nicht nur technisch wird hier viel präsentiert, auch eine magische Seite wird präsentiert.
Sehr deutlich haben die Autoren aufgezeigt, was wohl passieren könnte, wenn das Szenario eintritt. Vieles denkt zum Anregen an. Was kann noch mehr getan werden, um dieses schreckliche Ereignis zu verhindern?
Dabei liegen die Hoffnungen in den Händen von kleinen Mädchen, dem Klonen der Bienen oder eben auf der Magie. Die Autoren haben sich richtig ins Zeug gelegt.
Am besten gefallen hat mir die Geschichte von Nele Sickel, die mir schon allein mit dem Titel "Biene Christine und die Wunder im Holunder" ein Lächeln ins Gesicht trieb. Außerdem erwähnt sie Harry Potter in ihrer Geschichte und das gibt schon einen weiteren Pluspunkt :). In "Biene Christine und die Wunder im Holunder" kommt Magie zum Einsatz. Genauer gesagt, Bienenmagie. Was zu Anfang noch lustig klingt, wird zum Ende hin jedoch ernst und traurig. Und wunderschön geschrieben.
Gerade die Vielfalt der Geschichten hat mir sehr gut gefallen und - auch wenn ich versuche, dem Klimawandel entgegenzuwirken - mir trotzdem nochmal Gedanken darüber mache, was genau ich denn bewirken kann.
Humor kommt nicht zu kurz, jedoch mit dem nötigen Ernst.
Meggies Fussnote: Eine trostlose Zukunft? Vielleicht doch nicht.