Lilienblüten auf dem Boden, Kerzen brennen und erhellen die Umrisse einer toten Frau, geschminkt und frisiert. Das Einzige, was die perfekte Inszenierung stört, sind die vielen Schnecken, die leise über das morbide Stillleben gleiten. Dies ist das Bild, das sich Kommissar Nils Trojan und seinem Team bietet, als sie in einer Berliner Wohnung eintreffen. Wenig später wird ein zweites Opfer im Wald aufgefunden, und wieder ist der Tatort inszeniert wie ein Andachtsraum. Trojan stürzt sich in die Ermittlungen und merkt zu spät, dass sein Gegner ein Spiel mit ihm spielt – ein Spiel, das so sanft wie eine Klaviersonate beginnt und mit dem sicheren Tod endet ...
Max Bentow wurde in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet.
Seit seinem Debütroman »Der Federmann« hat sich Max Bentow als einer der erfolgreichsten deutschen Thrillerautoren etabliert, alle seine Bücher waren große SPIEGEL-Bestseller-Erfolge.
3,5 Sterne- Ein spannender Thriller, der hier und da ein wenig konstruiert wirkte und die Handlungen nicht immer ganz nachvollziehbar waren, aber trotzdem hat er mich gut unterhalten.
Das Cover ist passend zu den Vorgängern. Etwas düster und mit einem Tier close-up- Noch erschließt sich mir nicht, warum ein Hase abgebildet ist, ich hätte eher eine Schnecke oder ein Schneckenhaus erwartet.
Ich habe nur Fall 7 „Schmetterlingsjunge“ und „Das Porzellanmädchen“ bisher von Max Bentow gelesen. Habe den Autor mehr durch Zufall im Bloggerportal entdeckt und seither gehört er jedoch zu meinem Lieblingsautoren im Psychothriller Genre. Recht zügig wird man als Leser in die Schauplätze versetzt und es ist wirklich schwierig nicht alles in einem Zug zu lesen. Trotz fehlender Vorgeschichte aus den ersten Fällen, lernen wir die Charaktere kennen und ich hatte nicht das Gefühl, dass es der Geschichte geschadet hat die anderen Fälle nicht zu kennen.
INHALT: Wie ein in Seide verpacktes Kunstwerk lässt der Mörder seine Opfer zurück. Ein makellos hinterlassener Tatort, geschmückt mit Lilienblüten und… Schnecken. Unzählige, schleimige Schnecken. Die Berliner Mordkommission steht vor einem bizarren Rätsel. Was auf dem ersten Blick eindeutig erscheint, überzeugt Nils Trojan nicht. Sein Bauchgefühl erzählt ihm eine andere Geschichte.
Eine Frau umgeben von dutzenden Schnecken, welche sich glitschig und leise fortbewegen und kleine Bisspuren auf den Blütenblättern hinterlassen.
FAZIT: Der Fall wird zu einem Wettrennen mit der Zeit, mit angehaltenem Atem liest man sich durch Kapitel zu Kapitel.
Gegen Ende gibt es eine Verhörszene und die Art wie der Charakter geschrieben ist, wie er sich ausdrückt und artikuliert, das hat mich sehr fasziniert und absolut in den Bann gezogen. Wie werden gerne auf falsche Fährten gelockt, dennoch ein gutes Ende, eine tolle Ursprungs-Geschichte zum Serienmörder und die Hoffnung auf noch mehr Nils Trojan in naher Zukunft.
Inhalt Es ist die perfekte Inszenierung: Kerzenschein erhellt den Fundort der Leiche. Diese ist hübsch frisiert und geschminkt, bestreut mit welken Blättern von weißen Lilien. Der Täter hat ein morbides Stillleben geschaffen. Doch der (Licht-) Schein trügt, denn die perfekte Szenerie wird von hunderten Schnecken zerstört, die sich die Blütenblätter schmecken lassen. Ein Fall voller Grauen und Ekel bietet sich Nils Trojahn und seiner Crew.
Thema und Genre Eine Schneckenphobie sollte man nicht haben, wenn man sich diesem Thriller widmen möchte.
Charaktere Zu den Charakteren kann ich leider nicht viel sagen, ohne (auch vorangegangene Bände) zu spoilern. Nur soviel: Alle sind jederzeit logisch nachvollziehbar und sympathisch. Außer Trojahn. Er ist halt er selbst. 😉
Handlung und Schreibstil Dies ist Teil 8 von Bentows "Trojahn" - Reihe. Man muss die Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben. Aber empfehlenswert ist es dennoch. Denn Trojahn ist, wie er ist und das hat seine Gründe. Wie gewohnt lässt sich dieses Buch in einem Rutsch durchlesen. Ein lockerer, detailreicher und wortgewandter Schreibstil, kurze Kapitel und Locationwechsel machen das Ganze konstant spannend. Und da liegt auch schon der Hund begraben: es ist einfach nur konstant. Eine Spannungskurve fehlt mir leider komplett. Das gute Lesegefühl ist leider nicht alles. So trüben zahlreiche Wiederholungen und Alleingänge Trojahns das Storytelling. Trojahn rettet mal wieder die Welt im Alleingang - neben seinen Familienproblemen leider einfach nichts neues: Kommissar will aussteigen - Kommissar darf nicht - Kommissar ist gegen seinen Willen voll involviert - Kommissar ist Einzelkämpfer - Kommissar ist der Held. In etwa so lässt sich das gesamte Buch zusammenfassen. Oh... Die Schnecken muss ich noch erwähnen, denn diese ziehen ihren Schleim dick und fett und ohne Unterbrechung durch das gesamte Buch. Hier wäre weniger wirklich mehr gewesen.
Fazit Weit weg von der gewohnten Bentow - Manier. Stil top - Story Flop. 3✨
Absolut empfehlenswert, genau wie die vorherigen 7 Bände. Nils Trojan ist ein so sympathischer Ermittler. Auch diesmal konnte mich der Autor mit seinem Schreibstil und der Story überzeugen und fesseln. Eine konstante Spannung begleitet dem Leser durch das ganze Buch. Ein spannender Fall dem ich gerne mit ermittelt habe, wobei ich auch manchmal auf der falschen Spur war. Die Auflösung ist super und nach und nach macht alles einen Sinn. Falls man die vorherigen Teile nicht kennt, ist es nicht so schlimm. Dennoch kommt man gut durch und hat nicht das Gefühl das irgendein Vorwissen fehlt. Ich liebe diese Reihe und kann sie euch alle empfehlen!
Bizarre und schleimige Tatorte in Berlin sorgen für Nervenkitzel und Spannung!
Lilienblüten auf dem Boden, Kerzen brennen und erhellen die Umrisse einer toten Frau, geschminkt und frisiert. Das Einzige, was die perfekte Inszenierung stört, sind die vielen Schnecken, die leise über das morbide Stillleben gleiten. Dies ist das Bild, das sich Kommissar Nils Trojan und seinem Team bietet, als sie in einer Berliner Wohnung eintreffen. Wenig später wird ein zweites Opfer im Wald aufgefunden, und wieder ist der Tatort inszeniert wie ein Andachtsraum. Trojan stürzt sich in die Ermittlungen und merkt zu spät, dass sein Gegner ein Spiel mit ihm spielt – ein Spiel, das so sanft wie eine Klaviersonate beginnt und mit dem sicheren Tod endet...
"Der Mondscheinmann" von Max Bentow ist für den Berliner Ermittler Nils Trojan der achte Fall, der am 20. September 2021 im Goldmann-Verlag erschienen ist. Dieser Psychothriller hat für eine Menge Nervenkitzel gesorgt. Die Spannung wurde von Anfang an regelrecht in die Höhe getrieben, die bis zum Ende angehalten hat. Bedrohungen und Verunsicherungen, die in dieser Handlung permanent vorhanden waren, haben mich komplett eingenommen. Das Grauen in diesem Psychothriller kommt sehr authentisch und lebendig rüber, welches für viele Gänsehautmomente gesorgt hat.
Dieses Buch konnte ich gut nach Trojans' neunten Fall "Der Eisjunge" lesen, hier wurde seine psychische Verfassung sehr deutlich und somit konnte ich besser verstehen, warum er nach diesem und vor dem Eisjungen-Fall eine längere Auszeit von seiner Arbeit nötig hatte. Obwohl er hier schon vor Beginn der grauenhaften Mordserie am Ende seiner Kräfte ist und Panikattacken sein Leben bestimmen, bleiben seine Nerven nicht verschont und der dringend nötige Urlaub muss warten. Ein Serienmörder sorgt mit seinen perfiden Verbrechen für Angst und Schrecken, die alles andere als einfach zu lösen sind. Ein gut organisierter Täter, der keine Spuren hinterlässt, hält die Berliner Mordkommission permanent auf Trab. Besonders für Nils Trojan entsteht extremer Zeitdruck und eine immense Anspannung, da vom Täter nicht nur für seine weiblichen Opfer eine große Gefahr ausgeht. Die Zeit rennt, denn ein Mord an einem Ermittler sorgt bei Nils Trojan und seinem Team für Verwirrung, Trauer und Wut. Die Jagd nach Hinweisen, falschen Fährten und Verbindungen nimmt seinen Lauf. Bis zur Auflösung war mir unklar, wer nun der Täter ist, denn Max Bentow legt gekonnt geschickte Fährten. Unklare Beweise haben die Ermittler und mich lange Zeit im Dunkeln tappen lassen. Zwischendurch hatte ich kurze Einblicke in zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagonisten, besonders zwischen Nils und seiner Kollegin. So konnte ich sie besser verstehen und kennenlernen, insgesamt erscheinen sie dadurch auch viel authentischer. Da die Kapitel alle kurz gehalten sind und die Spannung stetig steigt, habe ich das Buch in kurzer Zeit durchgelesen. Auch der spannende, flüssige und bildliche Schreibstil sorgt für einen schnellen Lesefluss.
Die Morde sind nicht zu brutal und passen durch die Schnecken, zu denen der Täter eine persönliche Verbindung hat, logisch und gut durchdacht zur Handlung. Was sie ihm bedeuten und weshalb er sie zahlreich auf seine Opfer platziert, kommt nach und nach verständlich rüber. Durch Rückblicke aus seine Vergangenheit wurden seine Handlungen immer verständlicher, auch wenn er mich immer wieder extrem raffiniert und verwirrend beschäftigt hat. Fast ohne Pause wurde ich in einem hohen Tempo durch die Seiten gejagt, was mir unheimlich gut gefallen hat. Die knallharte Spannung spielt mit den Grenzen der Realität, denn der Thriller erzeugt eine Menge Thrill, der nicht nur in kurzen Passagen, sondern während des gesamten Handlungsverlaufs präsent ist, ein beständiges Spiel zwischen Anspannung und Erleichterung. Es werden Themen und Schicksale aufgegriffen, die zwar überwiegend der Fantasie des Autors entsprechen, die jedoch auch in der Realität passieren könnten. Chaos und Unsicherheit wurden geschickt verbreitet, deshalb empfehle ich diesen Psychothriller mit gutem Gewissen weiter. Leider muss ich sagen, dass das Cover nicht treffend ist und so gar nicht zu der Handlung passt. Es ist zwar düster, jedoch wird mir nicht klar, warum ein Hase abgebildet ist. Eine Schnecke wäre definitiv passender und angebrachter, da dieses Cover meiner Meinung nach irreführend ist. Von einem Hasen habe ich kein einziges Mal etwas gelesen. Er passt einfach nicht zu den seidigen Tatorten, die mit zahlreichen Lilienblüten und vielen schleimigen Schnecken inszeniert wurden.
Niemand ist da, um dir zu helfen. Nur die Schnecken sind bei dir. Kommissar Nils Trojan und seinem Team bietet sich in einer Berliner Wohnung ein bizarrer Leichenfund, der geradezu inszeniert ist. Die Tote wurde geschminkt und frisiert, es brennen zahlreiche Kerzen, der Raum ist über und über mit Lilienblüten bedeckt. Der Schauplatz scheint zu pulsieren, unzählige Schnecken gleiten durch dieses leblose Bildnis und bahnen sich ihre schleimigen Wege, ungerührt der Anwesenheit des Todes. Bald darauf wird ein zweites Opfer gefunden. Doch wie soll Nils dieses Mal hinter die Symbolik und dem Mörder auf die Spur kommen? „Der Mondscheinmann“ ist der nunmehr 8. Band aus Max Bentows Reihe über den Berliner Kommissar Nils Trojan. Nach einem Schauspielstudium und zahlreichen Preisen ist er seit 2013, mit seinen Büchern regelmäßig in der Spiegel Bestseller Liste vorzufinden. Sein Protagonist hat eine schnelle Auffassungs- und Kombinationsgabe, doch er ist ausgebrannt, leidet unter Angstattacken und braucht dringend eine Auszeit. Da das Verbrechen aber bekanntlich nie schläft, muss sich Trojan erneut einem perfiden Killer stellen. Dessen Tun und Handeln für ihn nur schwer nachvollziehbar ist. Ohne die, uns als Leser nach und nach Bekannt werdenden Hintergründe muss er trotzdem verstehen, was den Täter dazu treibt. Diesmal wird Trojan nicht so sehr von seinen Panikattacken beherrscht. Sie sind immer noch da, sie behindern ihn auch aber sie sind nicht wie in anderen Werken ständiger Dreh- und Angelpunkt. Hinter die Psyche des Antagonisten steigt man als Leser auch nur Stück für Stück und muss Trojan dabei zusehen, wie er fehlinterpretiert und auch in die falsche Richtung läuft. Dies machte das ganze jedoch realistischer. Auch wenn sich zwischendurch Fragen ergaben, konnte Bentow zum Schluss stimmig und Schlüssig abschließen. Der Anfang war Traurig und die einzelnen Puzzlestücke, die zu den Taten geführt haben, waren interessant, traumatisch und auch erschütternd. Die Psyche ist ein Fragiles Element, wenn sie bricht ist der Wahnsinn oft nicht fern. Logik und Wahrnehmung, verzerrte Begriffe, die nur noch im eigenen Kopf Sinn ergeben. Die Umsetzung ist gut gelungen vor allem, weil nicht gleich klar war, wie das alles zusammenpassen soll. Es ließ sich flüssig lesen, hatte kaum längen und war, trotz einiger vorhersehbarer Momente auch für Überraschungen gut. Einzig die Atmosphäre an den Fundorten und zum Showdown hätte eindringlicher sein können. Da sich der Antagonist zum Ende als schweigsamer Zeitgenosse entpuppt, bleiben wir von der doppelten Ausführung über seine Vergangenheit verschont. Alles in allem ein solider Thriller, der es schafft die Spannung zu halten und sehr symbolische Morde liefert, deren Hintergründe sich erst nach und nach entschlüsseln. Fazit: ein abgebrannter, realistischer Trojan, der es trotz Angstattacken schafft seine Kombinationsgabe unter Beweis zu stellen und ein Antagonist in dessen Kopf und Vergangenheit man selbst erst eintauchen muss um die Sinnbildhaftigkeit seiner Morde zu verstehen.
Worum geht’s? Statt seiner verdienten Auszeit wird Nils Trojan direkt zum nächsten Tatort gerufen. Das Opfer ist geschminkt, Kerzen beleuchten die Leiche und Lilienblüten sind überall verstreut. Aufgebahrt ist die Tote unter einem weißen Seidentuch. Und über alles kriechen unendlich viele Weinbergschnecken.
Meine Meinung: Und weiter geht es mit der legendären Psychothrillerserie von Max Bentow. Diesmal jagt Serienstar Nils Trojan einem Täter hinterher, genannt „Der Mondscheinmann“. Und auch in diesem 8. Teil haben wir wieder mehrere Erzählperspektiven: Zum einen lesen wir von den Erlebnissen der Opfer, zum anderen dürfen wir in den Kopf des Täters blicken. Und nicht zuletzt sind wir auch wieder eng in die Ermittlungen involviert.
Trojan ist wirklich langsam ausgebrannt und seine Panikattacken häufen sich, dennoch ist er auch hier in Bestform. An seiner Seite ermittelt wieder Steffie, mit der es auch privat gut läuft und die beiden werden von Buch zu Buch ein immer besser aufeinander eingespieltes Team. Und auch hier haben wir es wieder mit einem interessanten Täter zu tun. Der Mondscheinmann ist ein etwas anderer, aber dennoch interessanter und zutiefst gestörter Charakter und es hat wirklich Spaß gemacht, in seinen Kopf zu schauen und seine Gedanken zu lesen.
Los geht es direkt in der Vergangenheit des Täters mit dem ersten Spannungshoch. Und wie wir es vom Autor kennen, geht es genauso rasant weiter. Der erste Tatort, die grausam atmosphärisch beschriebenen Inszenierungen. Hier legt Max Bentow besonders viel Wert auf kleine Details. Und es ist spannend, wie der Täter die Ermittler an der Nase herumführt und mit ihnen spielt. Auch die Orte, an die wir geführt werden, sind perfekt gewählt. Teils einsam und heruntergekommen, manchmal fast idyllisch – die perfekte Grundlage für Alpträume garniert mit ein bisschen Klaviermusik von Beethoven. Besonders gut gefallen hat mir auch das letzte Spiel des Täters mit Trojan, wobei das Ende dann fast ein bisschen abrupt kam. Ich bin sehr gespannt, ob Trojan jetzt endlich in seinen wohlverdienten Urlaub reisen kann, oder ob im nächsten Band direkt ein neuer Fall auf ihn wartet – wahrscheinlich wird ihm keine Verschnaufpause gegönnt.
Fazit: „Der Mondscheinmann“ von Max Bentow ist bereits der 8. Psychothriller um seinen Protagonisten Nils Trojan. Und auch hier erschafft der Autor wieder einen genialen Täter und atmosphärische Szenerien. Es ist gewohnt rasant, die Inszenierungen sind alptraumhaft genial und ich mag die ganzen kleinen Details, die alles noch realistischer und grausamer machen. Auch hier brauchen wir wieder starke Nerven, werden aber mit einem Blick in den Kopf des Täters belohnt und damit, dass wir eng an Trojans Seite ermitteln dürfen. Die Charaktere sind perfekt besetzt, die Spannung durchgehend greifbar, die Ermittlungen logisch und packend und der finale Showdown rundet dann alles ab.
Ich wurde wieder super unterhalten – klare 5 Sterne von mir!
Leider, leider muss ich als allererstes das Cover kritisieren, denn es hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun. Das finde ich sehr schade, denn bei den Vorgängerbänden hat das immer sehr gepasst. Auch der Titel ist auf den ersten Blick etwas irreführend, allerdings kann man nach dem Lesen einen Zusammenhang herstellen, auch wenn dieser nicht allzu offensichtlich ist. Natürlich fügen sich Cover und Titel gut in die Reihe ein, aber mehr Bezug zum Inhalt wäre schöner gewesen.
Auch dieser Thriller ist aufgebaut, wie man es von Max Bentow kennt und wie ich es mag: Man hat die Perspektive von den Ermittlern, allen voran Nils Trojan, dann lernt man ein Opfer näher kennen und schließlich blickt man auch immer wieder mal durch die Augen des Mörders.
Vielleicht liegt es daran, dass ich dieses Buch sofort im Anschluss an "Der Schmetterlingsmann" gelesen habe, aber irgendwie hat es mich ein bisschen gelangweilt. Natürlich macht ein ähnlicher Aufbau eine Reihe aus, aber hier ist es mir extrem aufgefallen. Deswegen hat bei mir der Spannungsaufbau auch nicht so gegriffen, wie er es normalerweise tut. Im Gegenteil, manchmal war es fast etwas langweilig, denn auch hier werden die Tatorte inszeniert, es werden Frauen aufgrund einer Obsession umgebracht und ein Tier steht im Mittelpunkt. Genauer gehe ich nicht darauf ein, um nichts zu verraten, aber ich hatte das Gefühl, dass manche Dinge einfach nur ausgetauscht wurden, ansonsten es aber so ziemlich das gleiche ist.
Einen deutlichen Unterschied zum Vorgänger gibt es allerdings: "Der Mondscheinmann" ist um einiges ekliger und ging mir deswegen auch durch den Magen. Die Morde hier kann man wirklich nichts als "ästhetisch" bezeichnen, wie ich es beim Schmetterlingsmann getan habe.
Nichtsdestotrotz war der Schreibstil wieder sehr, sehr angenehm und flüssig zu lesen. Man fliegt nur so über die Seiten.
Und auch Nils Trojan kommt nicht zu kurz. Ihn mag ich einfach sehr. Aber diesmal habe ich mir fast schon Sorgen um ihn gemacht und ich frage mich, ob es eine Fortsetzung geben wird oder ob Max Bentow die Reihe mit diesem achten Fall abschließt. Ich bin auf jeden Fall gespannt.
Auch dieser Buch ist ein solider Thriller, aber das nächste Mal werde ich mehr Zeit zwischen dem Lesen der einzelnen Teile vergehen lassen. Von mir gibt es schweren Herzens nur 3 Sterne.
„Wir Endlichen mit dem unendlichen Geist sind nur zu Leiden und Freuden geboren, und beinahe könnte man sagen, die Ausgezeichnetsten erhalten durch Leiden Freude.“ - Ludwig van Beethoven . Als Nils Trojan den neusten Tatort betritt glaubt er seinen Augen kaum: Lilienblüten auf dem Boden, Kerzenschein und eine tote Frau, auf der unzählige Schnecken leise gleiten. Und der das linke Ohr fehlt. Eine perfekte und doch morbide Inszenierung. Nur wenig später findet man eine weitere Leiche, die auf die gleiche Art und Weise umgebracht wurde. Und wo ist Trojans Kollege Holbrecht bei den Ermittlungen, wo sie ihn doch so dringend brauchen? Es beginnt ein Katz und Maus Spiel mit dem Mörder. . Mit „Der Mondscheinmann“ von Max Bentow bin ich sprichwörtlich aus der Reihe getanzt. Eigentlich habe ich die Reihe mit Nils Trojan erst bis zum 4. Teil gelesen, aber ruck zuck wurde entschieden, dass ich den Band angehen werde und was soll ich sagen?! Ich habe es definitiv nicht bereut! . Wie man es von Bentow kennt wurde das Buch sehr schnell super spannend und man war total am Mitfiebern und Miträtseln wer es denn nun sein könnte. Kleine Sprünge in die Vergangenheit haben einem schon kleine Vorahnungen gegeben, was aber nur noch mehr Spannung aufgebaut hat. Mich hat es überhaupt nicht gestört, dass ich drei Bücher quasi übersprungen habe, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, der Showdown war auf jeden Fall da, nur das Motiv war für mich ein winzig kleines bisschen zu schwach. . Ein super spannender Thriller, wo es die Designer*innen aber leider versäumt haben, das Cover und den Titel auf das eigentliche Buch und seine Handlung anzupassen. Das hat aber nichts mit dem Psychothriller an sich zu tun und der verdient 5 Sterne.
🦄 Worum geht's? In einer Berliner Wohnung finden Kriminalhauptkommissar Nils Trojan und sein Team eine Leiche vor, die wie in einem Andachtsraum aufgebohrt worden ist. Sie ist geschminkt, in ein Seidentuch gewickelt und um sie herum erhellen Kerzen den Raum. Was den Anblick stört, sind die zahlreichen schleimigen Schnecken, die auf ihrem Körper kriechen. Als eine zweite, ähnlich aufgebahrte Leiche gefunden wird und ein Polizist aus seinem Team verschwindet, ist Trojan klar, dass der Mörder ein Spiel mit ihm spielt, bei dem er weit in sein privates Umfeld greifen wird...
🦄 Meine Meinung: Spannend, düster und beklemmend. Dieses Buch hat mir, vor allem in der zweiten Hälfte, einen Schauer nach dem anderen über den Rücken gejagt. Der Autor spielt nicht nur mit seinen Protagonisten, sondern auch mit dem Leser, denn immer, wenn man meint, es könne nicht mehr schlimmer kommen, legt er noch eine Schippe drauf. Und wenn man gar zu glauben wagt, dass man durchschaut hätte, was passiert und wer hinter dem Ganzen steckt, kommt es wieder mal ganz anders. Letztlich musste ich einfach wissen, wie es ausgeht, und habe bis tief in die Nacht hinein gelesen. Der Effekt, den die Story auf mich hatte, kam nicht zuletzt von meiner Angst vor Schnecken. Diese sorgt dafür, dass ich gewisse Szenen (wie die in Lydias Bett) ganz sicher nicht so schnell vergessen werde (und vor dem Schlafengehen die Laken überprüfe).
Das war mein siebtes Buch von Max Bentow, und es wird sicher nicht mein Letztes sein. Bisher hat mir dieses und Der Traummacher am besten gefallen.
Kommissar Nils Trojan wird zu einem neuen Fall gerufen. Eigentlich bräuchte er dringend Urlaub, doch die Arbeit ruft. In einer Wohnung wurde eine Leiche gefunden und der wirft Fragen auf, denn die Frauenleiche wurde geschminkt und frisiert und in der Badewanne unter einem weißen Tuch drapiert. Einzig die vielen Schnecken stören das „perfekte“ Bild. Wenig später findet eine Joggerin eine weitere Leiche mit einem ähnlichen Tatort. Trojan und seine Kollegin beginnen die Ermittlungen, denn es ist nur eine Frage der Zeit bis ein weiterer Mord geschieht.
Von Max Bentow hab ich bereits alle Bücher gelesen und war auf den neuen Fall von Trojan gespannt. Ich hab das Buch in drei Tagen durchgelesen. Ich war von Anfang an in dem Geschehen drin und hab mitgefiebert und überlegt ob der Verdächtige der Täter ist und wer das nächste Opfer ist. Die Perspektivenwechsel haben dem Geschehen das gewisse Etwas gegeben und man bekam hin und wieder einen Einblick in die Gedanken des Täters. Das Buch war von der ersten Seite an spannend und ich wollte immer weiterlesen und wissen was als nächstes passiert. Das Buch hat den ein oder anderen Nervenkitzel bereit und hat alles was ein guter Thriller braucht. Der Schreibstil ist fesselnd und detailliert und ich hab das Buch im Flug beendet.
„Vorsichtig nahm er die Schnecken heraus, eine nach der anderen. Dann zog er die Bettdecke über den Kopf. Nun war er mit ihnen zusammen, hier in seinem schützenden Zelt. Er spürte ihre weichen, klebrigen Leiber auf seiner nackten Haut.“ Nils Trojan will eine Auszeit, er fühlt sich ausgebrannt, kraftlos. Und während er bereits über eine Kündigung nachdenkt, taucht ein neuer Fall auf. Die Leiche einer jungen Frau, verborgen unter einem Seidentuch, bedeckt mit Blütenblättern und Weinbergschnecken, ein Ohr vorsichtig abgetrennt, ist sorgsam hergerichtet. Fast liebevoll ist die grausame Szene inszeniert. Einen Hinweis auf den Täter gibt es nicht, nur eines scheint sicher: Es wird weitere Opfer geben. Zunächst beginnt der Krimi recht spannend, die Idee mit den Weinbergschnecken mag sicher nicht jedes Lesers Sache sein, ich habe nachgeschlagen und weiß jetzt, dass man die Angst vor Schnecken Saligarophobie nennt. Für Menschen, die diese Angst plagt, ist die Geschichte um den Mondscheinmann vielleicht wirklich gruselig, ich fand die jeweiligen Szenen etwas zu direkt geschildert, um das Kopfkino noch anspringen zu lassen. Trojan merkte man deutlich den Wunsch nach Abstand zum Job an, so dass die Spannung nicht richtig Fahrt aufnehmen konnte. Der Schluss hat dann aber entschädigt. Für Fans der Reihe sicher ein Muss, aber der stärkste Fall war der achte Teil nicht.
Inhalt: Jede Nacht begleitet sie ihre Hörer durch die schlaflose Zeit, ohne zu ahnen, dass bald ihre letzte Sendung zu Ende ist. Gehüllt in weiße Seide, bedeckt mit weißen Blüten und mit Schnecken, die über die hinweg kriechen, wird sie in ihrer Wohnung aufgefunden. Und dem Ermittler Nils Trojan ist sofort klar, dass sie es wohl mit einem äußert gefährlichen Serienkiller zu tun haben. So beginnt eine atemlos Jagd auf einen Killer, der eine Vorliebe für Schnecken und Seide hat.
Bewertung: Ich habe bereits die vorherigen Teile der Nils-Trojan-Reihe gelesen und war immer sehr begeistert und ich muss sagen, das Buch hat sich ebenfalls sehr gut gemacht. Es ist spannend geschrieben und man kann sich kaum von den Seiten los reißen, vor allem wenn man merkt, wie die Geschichte immer mehr an Fahrt aufnimmt und unaufhaltsam auf ein Ende zusteuert. Die Charaktere finde ich wieder einmal sehr menschlich und realistisch beschrieben. Man hat das Gefühl sie direkt vor sich sehen zu können. Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, dem die bisherigen Bände der Reihe gefallen haben.
Ich will jetzt nicht sagen ich war begeistert und es gab auch nicht unbedingt große Plottwists, aber es war in Ordnung. Dadurch das der Leser schon mehr wusste als der Ermittler (verschiede Sichtweisen), wurde es dann allerdings auch ziemlich schnell einleuchtend was passiert war. Ist nicht das schlechteste was ich gelesen habe, aber leider auch nicht das beste. . Das Cover war auch ziemlich verwirrend, denn im Buch geht es größtenteils um Schnecken und der Mörder spricht von sich auch einmal als Schneckenmann... Also weiß ich nicht warum man sich so ein Buchcover ausgesucht hat... Auch finde ich, das es nicht wirklich ein Psychothriller ist, dafür hat es meiner Meinung nach zu wenige Twiste oder Irreführungen...
Mir hat der letzte Nils Trojan besser gefallen. Der Mondscheinmann ist spannend, die Auflösung und der Täter waren mir aber etwas zu aus der Luft gegriffen und die Gedankengänge des Täters hätten mir intensiver beschrieben werden können.