Migration ist eines der bestimmenden Themen unserer Zeit. Kein Tag vergeht, an dem im Fernsehen oder in den sozialen Medien nicht über Flüchtlinge, Fluchtursachen oder Flüchtlingshilfe diskutiert würde. Häufig gerät dabei in den Hintergrund, welche Konsequenzen Begriffe und Ausdrucksweisen haben. Zu oft bringt schon unsere Sprache die Betroffenen zum Schweigen, etwa wenn aus Menschen »Asylanten«, »Fremde« oder in den Worten von US-Präsident Trump: »Illegale« werden.
In dem Versuch, jenen, die ihre »Sprache verloren« haben (Hannah Arendt), eine Stimme zu leihen, erzählt Masha Gessen Geschichten der Migration. Gessen berichtet von Menschenrechtsaktivisten aus Russland, Homosexuellen aus dem Iran - und aus der eigenen Familiengeschichte. Die Porträts fügen sich zu einem beeindruckenden Plädoyer für die menschliche Würde.
Masha Gessen (born 1967) is an American-Russian journalist, translator, and nonfiction author. They identify as non-binary and use they/them pronouns.
Born into an Ashkenazi Jewish family in Russia, in 1981 they moved with their family to the United States to escape anti-Semitism. They returned in 1991 to Moscow, where they worked as a journalist, and covered Russian military activities during the Chechen Wars. In 2013, they were publicly threatened by prominent Russian politicians for their political activism and were forced to leave Russia for the United States.
They write in both Russian and English, and has contributed to The New Republic, New Statesman, Granta and Slate. Gessen is a staff writer at The New Yorker, covering international politics, Russia, LGBT rights, and gender issues.
10/10, ich muss das nochmals lesen. Ich wollte selten so viele Notizen machen und habe noch seltener so oft Stellen markiert. Es ist wirklich lesenswert.