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Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe #14

Die Tochter des Zauberers - Erika Mann und ihre Flucht ins Leben: Roman

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„Ein vielschichtiges Buch über die schillerndste Tochter Thomas Manns.“ Brigitte Glaser.

New York, 1936: Erika hofft darauf, mit ihrem politischen Kabarett die Amerikaner für den Kampf gegen Hitler zu gewinnen. Dann lernt sie im Kreis der europäischen Exil-Künstler einen Mann kennen, der ihr mehr bedeutet, als sie jemals für möglich gehalten hätte – den Arzt und Lyriker Martin Gumpert, der fasziniert ist von ihrer Stärke und Unabhängigkeit. Bald muss sie sich Ergreift sie die Chance, sich als Kämpferin für Frieden und Freiheit zu etablieren, oder setzt sie ihr persönliches Glück an erste Stelle?

Die bislang unbekannte Liebesgeschichte einer großen Frau, die sich in einer düsteren Epoche behaupten muss.

441 pages, Kindle Edition

Published August 18, 2020

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About the author

Heidi Rehn

66 books7 followers
Heidi Rehn wurde 1966 in Koblenz/ Rhein geboren und wuchs in einer Kleinstadt am Mittelrhein auf. Zum Studium der Germanistik, Geschichte, BWL und Kommunikationswissenschaften kam sie nach München. Nach dem Magisterexamen war sie zunächst als Dozentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig, anschließend war sie PR-Beraterin in einer Agentur. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie mitten in München. 2014 erhielt sie den "Goldenen Homer" für den besten historischen Beziehungs- und Gesellschaftsroman.

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Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for James Eliza.
71 reviews
February 28, 2022
Eine Frau voller Kreativität, voller Hoffnungen aber auch voller Zweifel begegnet der Stadt der “unbegrenzten” Möglichkeiten. Ein sehr schöner Roman über eine Frau, welche leider häufig im Schatten ihres fast schon übermächtigen Vaters stand, obwohl sie auch eine ganz besondere Persönlichkeit war.

Das Cover ist bunt gestaltet. Man erkennt eine junge Frau in einem schwarzen Hosenanzug, welche Gedankenverloren durch den Central Park in New York City streift. In der Geschichte geht es um die junge Erika Mann, Tochter des berühmten Schriftstellers und Nobelpreisträgers Thomas Mann, welche mit ihrem Bruder Klaus Mann nach New York reist. Beeinflusst durch die Flucht ihrer Eltern aus Deutschland und der dort zunehmend bedrückenden politischen Verhältnisse versucht sie den amerikanischen Traum zu leben. Dabei eröffnet sich ihr eine Stadt, welche sie sich in ihren künstlerischen und lebenstechnischen Träumen kaum vorstellen konnte. Dennoch trügt der schöne Schein bald muss sie feststellen, dass doch einiges anders als in ihrer alten Heimat ist. Zusammen mit ihrem wichtigsten Menschen, ihrem Bruder Klaus Mann versucht sie zwischen Beziehungschaos und künstlerischem Durchbruchssinn ihren Weg zu gehen. Ob sie ihn wohl finden wird?

Die Hauptprotagonistin ist eine Künstlerin wie sie im Buche steht. Lebensfroh sehr offen in allen Fragen des Lebens und stets an Veränderungen interessiert ist sie eine Frau von Welt. Sie ist leidenschaftlich und fokussiert in allen Dingen, welchen sie sich verschrieben hat. Leider muss sie dabei einige Menschen vor den Kopf stoßen und gerät manchmal an die Grenze ihres eigenen Lebenswandels. Als wesentliche Nebenfiguren der Geschichte sind ihr Bruder Klaus Mann, der Arzt Martin Gumpert, der sehr reiche Unternehmer Maurice, sowie ihre beste Freundin Theresa zu nennen. Am besten gefallen hat mir neben Klaus Mann ihre beste Freundin Theresa. Sie ist eine typische Frau aus Bayern und nicht auf den Mund gefallen. Sie wirkt sehr authentisch da sie eher das einfache Leben als das großspurige Jet Set Leben ihrer “Freundin” und Liebhaberin Erika Mann bevorzugt. Klaus Mann ist ein Mensch voller Widersprüche. Stets an der Seite von Erika ist er innerlich zerrissen. Zwischen dem innigsten Wunsch mit seinem Roman “Mephisto” aus dem großen Schatten seines Vaters zu treten hat er mit persönlichen Problemen, sowie dem Konsum von Rauschmitteln zu kämpfen.

Der Aufbau der Geschichte ist sehr stringent und es sind keine wesentlichen Zeitsprünge zu verzeichnen. Die Geschichte spielt im Wesentlichen in den “Vorkriegsjahren” in den USA mit einem kurzen Abstecher nach Frankreich und ist somit für den Leser sehr gut einordbar. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, gehoben und sehr gut lesbar. Die Spannung der Geschichte lebt von der Entwicklung der beiden Protagonisten und man hat als Leser nicht das Gefühl, das es langatmig wird.

Als Zielgruppe des Romans kommen Freunde der 30iger Jahre, Anhänger der Stadt New York, sowie alle Freunde von starken Persönlichkeiten in Frage. Das Fazit ist für mich sehr positiv. Der Autorin ist es gelungen um die starke Persönlichkeit einen sehr facettenreichen Roman aufzubauen. Gerade die sehr detailverliebte Beschreibung der künstlerischen Vielfalt von New York City mit seinen vielen Theatern, Restaurants, Bars und Distrikten hat mir sehr gut gefallen. Da ich schon mehrmals in New York war und auch schon mal dort sogar kurz gelebt habe, konnte ich das Flair sehr gut nachvollziehen. Umso mehr konnte ich mich in die Geschichte hineinversetzen und ein wenig verstehen warum gerade Erika so fasziniert aber auch so zerrissen manchmal war.

Vielen Dank an die Autorin und den Aufbau Verlag für die schönen Lesestunden.
Profile Image for myelmtree.
314 reviews
June 27, 2022
Es kommt wirklich selten vor, dass ich ein Buch abbrechen muss. Aber als auch nach der Hälfte der Geschichte immer noch nichts passiert war, das in irgendeiner Art und Weise interessant war oder auf eine richtige Handlung hindeutete, ließ ich es dann doch sein.
1 review
January 2, 2022
I love Heidi Rehn and her storys in and around munich. But this book just never comes to a point! I read over half the book now, and the situation is nearly quite the same as at the start of the book. Reading the story feels like turning round and round in circles…
1,429 reviews7 followers
September 13, 2020
Erika Mann - eine interessante Persönlichkeit
Erika Mann emigriert mit ihrem Bruder Klaus 1936 nach New York.
Dort angekommen begibt sie sich auf die Suche nach Geldgebern und einer passenden Bühne für ihr politisches Kabarett „Die Pfeffermühle“ damit auch das restliche Ensemble nach Amerika einreisen kann.
Mit dem Kabarettprogramm wollen sie die Amerikaner für die Machenschaften Hitlers sensibilisieren.
Schnell werden die Geschwister im Kreise der Exil-Künstler aufgenommen. Hier lernt Erika den Arzt und Schriftsteller Martin Gumpert kennen und lieben.
Die Buchreihe „mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ aus dem Aufbau Verlag habe ich sehr liebgewonnen.
Mit „Die Tochter des Zauberers“ hat Heidi Rehn diese Reihe um ein wahres Schmuckstück bereichert.
15 Monate begleitet der Leser Erika Mann durchs Leben.
Diese Zeit war meiner Meinung nach sehr prägend für Erika Mann und gibt dem Leser ein gutes Bild von dieser starken und interessanten Frau.
Zusammen mit ihrem Bruder Klaus emigriert Erika Mann 1936 nach Amerika.
Dort setzt sie all ihr Kraft daran ein passendes Theater und Geldgeber zu finden um die Truppe der Pfeffermühle nach New York zu holen.
Mit Maurice Wertheim hat sie einen reichen Gönner gefunden der sie sehr verehrt und bereit ist ihr New York zu Füssen zu legen. Auch Erika fühlt sich Maurice zugetan.
Die Suche nach den passenden Räumen für die Pfeffermühle gestaltet sich schwer. Erika besichtigt Theater nach Theater. Mir war nicht klar, dass es in New York und vor allem rund um den Broadway so viele kleine und große Theater gibt.
Schließlich folgt das Ensemble der Pfeffermühle Erika nach New York.
Mit dabei ist Therese Giehse, die Geliebte vom Erika Mann.
Therese fällt es schwer sich in New York zu integrieren. Auch die Sprache, die ja das Werkzeug einer Schauspielerin ist liegt ihr nicht.
Erika hält ihr oft vor, dass sie sich nicht genug Mühe gibt. Therese hingegen behauptet Erika nimmt immer alles eigenständig in die Hand, trifft Entscheidungen über den Köpfen der anderen. Und auch ihre bessere-Töchter-Allüren hält sie ihr vor.
Zwei starke Persönlichkeit, da fliegen so manchmal die Fetzen.
Im Bedford Hotel, wo die Manns und auch das Ensemble untergekommen sind wohnt eine ganze Gruppe von Exil-Künstler. Klaus und Erika haben sich gleich in die Gruppe integriert.
Hier trifft Erika auch den Arzt und Schriftsteller Martin Gumpert, in den sie sich verliebt.
Erika ist hin- und hergerissen zwischen Therese, Maurice und Martin.
Erika Mann ist wohl die stärkste Persönlichkeit der 6 Kinder von Thomas und Katia Mann.
Mir scheint sie war auch immer das Lieblingskind von Thomas Mann, sein Wotan Kind. Oder sie konnte sich am besten gegen den strengen Vater behaupten.
Mit Klaus verbindet Erika eine große geschwisterliche Liebe. Sie sorgt sich immer um Klaus, vor allem wegen seiner Drogensucht.
Thomas Mann ist wohl jedem bekannt, über Erika Mann wusste ich nicht viel.
Das Buch „Die Tochter des Zauberers“ hat mir Erika Mann jetzt nähergebracht.
Heidi Rehn hat mich mit ihrer Begeisterung für diese Frau angesteckt.
Ich liebe es Bücher zu lesen die nach dem Zuklappen noch lange nicht enden.
Mich wird Erika Mann bestimmt noch eine Weile begleiten.
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews34 followers
August 31, 2020
„Wenn Amerika jetzt nicht aufwacht, um sich gegen Hitler zu stellen, werden wir uns eines Tages verwundert die Augen reiben, weil wir unsere Chance verpasst haben. Danke, Erika, dass Sie uns die Augen geöffnet haben.“ (Zitat Pos. 824)

Inhalt
Schon 1933 verlässt die Familie Mann Deutschland, um in der Schweiz zu leben. Doch Erika Mann ist das nicht weit genug weg von Nazideutschlad und sie wandert zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Klaus nach Amerika aus. Sie logieren im Hotel Bedford, wo sie auf bekannte deutsche Exilkünstler und Journalisten treffen und Erika knüpft rasch wichtige Verbindungen. Sie braucht jede Unterstützung, denn in wenigen Wochen trifft auch das Ensemble ihres Kabaretts „Die Pfeffermühle“ in New York ein, welches sie als „Peppermill“ weiterführen will. Ihr größtes Anliegen ist es, den Amerikanern die Augen über die Vorgänge in Deutschland zu öffnen und sie von den drohenden, realen Gefahren durch das NS-Regime zu überzeugen.

Thema und Genre
Dieser Frauenroman mit biografischem Hintergrund ist der Band 14 der Serie „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“. Im Mittelpunkt steht die Künstlerin Erika Mann, eine starke, eigenständige, engagierte Frau, die dennoch, ebenso wie ihr Bruder Klaus, ihr Leben lang im Schatten ihres berühmten Vaters Thomas stand. Themen sind die ersten Jahre der Naziherrschaft in Deutschland, Exilkunst, die großartige Kulturszene im New York der Vierzigerjahre und natürlich auch die Liebe in allen Facetten.

Charaktere
Der Wunsch nach einer künstlerischen Eigenständigkeit dominiert das Leben der Schauspielerin und Schriftstellerin Erika Mann, verbunden mit einen starken Drang nach persönlicher Freiheit und Ungebundenheit. Rastlos und engagiert eilt sie von Termin zu Termin und durch ihr Leben.

Handlung und Schreibstil
Die Geschichte spielt in den prägenden ersten Monaten in New York, zwischen September 1936 und Dezember 1937, wo Erika Mann, erst etwas über dreißig Jahre alt, wichtige Entscheidungen für ihr späteres Leben trifft. Persönlich steht sie zwischen zwei Männern und einer Frau und die Schilderung ihrer Zweifel und Überlegungen geraten etwas langatmig und bringen ihr Handeln zweitweise in die Nähe von Berechnung, was nicht zu dieser eigenwilligen, selbstbestimmten Frau passt, der die eigene Unabhängigkeit viel zu wichtig ist.
Die Sprache ist angenehm und entspannt zu lesen. In den Schilderungen und Beschreibungen hätte ich gerne noch mehr über das Leben in der pulsierenden Weltstadt New York gelesen, über die lebhafte, bunte Künstlerszene dieser Zeit und weniger über Cocktails und Erikas unentschlossene Selbstzweifel, ihre Gefühle betreffend.

Fazit
Ein interessanter Frauenroman mit biografischem Hintergrund, in dessen Mittelpunkt eine oft nur als Tochter des Nobelpreisträgers Thomas Mann wahrgenommene, vielseitige und ausdrucksstarke Künstlerin steht. Die Handlung, die nur etwas mehr als ein Jahr erfasst, regt an, sich als Vertiefung durch einige der in der Literaturauswahl am Buchende genannten Titel zu lesen.

Profile Image for Samantha Bolden.
83 reviews2 followers
October 28, 2020
Erika war selber eine Zauberin!

Das Buch greift aus den biographischen Zeitläuften der faszinierenden Erika M. September 1936 bis Dezember 1937 heraus.

Es ist sehr genau recheriert, weil Heidi Rehn auf alle zugänglichen Quellen zurückgegriffen hat. Zwecks dramaturgischer Verdichtung nimmt sie sich einige literarische Freiheiten heraus. Dieser Kunstgriff ist jedoch durchaus vertretbar, weil sie dadurch noch andere Facetten aufzeigen kann. Es führt jedenfalls nicht zu unzulässigen Verzerrungen.

Trotz aller Genauigkeit beansprucht das Buch für sich nicht, ein Sachbuch oder eine "akademische" Biographie zu sein. Es ist fiktionalisiert, aber eben mit sovielen Fakten wie möglich. Diese Mischung aus Fiktion und Authentizität gibt dem Buch seinen ganz besonderen Reiz.

Denn es ist quasi so, als ob man in Erikas Haut steckte und durch ihren Blick gefärbt die Welt sieht.

W. H. Auden ermöglichte ihr mit einer Scheinheirat, daß sie fliehen konnte, während Thomas und Katia noch in Europa blieben.

Sie und ihr Bruder Klaus waren die "Gemini", die schillernden Apollofalter und zogen viel Aufmerksamkeit auf sich.

Klaus, labil und eher emotional haderte mit dem riesigen Schatten des Zauberers. Erika war stark, manchmal anstrengend, hochintelligent, fürsorglich. Mit einem unsteten Liebesleben. Sie machte keinen Hehl aus ihrer Bisexualität, während Klaus die Männer liebte und ebenso hochbegabt war wie sie.

Sie erkannte schon sehr früh, welche Gefahr Hitler darstellte und engagierte sich flammend gegen ihn. Auf manche macht sie einen unwirschen Eindruck und daß sie manchmal zu ichbezogen war. Aber ich denke, daß das ein Irrtum ist. Sie war auch sensibel, versteckte das jedoch hinter ihrer impressiven Art, um nicht verletzt zu werden. Sie besaß zweifellos Charisma. Innerlich unruhig und wie ein Blatt im Wind, aber vor Energie übersprudelnd.

Heidi Rehn schreibt in einer eingängigen, verständlichen, irisierenden Art über Erika und hat ihr so ein Denkmal geschaffen, aber nicht abgehoben über uns allen schwebend. Sie macht sie menschlich greifbar mit all ihren Stärken und Schwächen. Beim Lesen generiert sich ein wirbelnder Sog, der alles um einen herum vergessen macht. Dieses Buch ist ebenso hilfreich die Schwellenangst vor Erika Mann zu überwinden, falls einer schon mehr über sie wissen wollte, aber an einer "akademischen" Biographie gescheitert ist. Und zwar wegen eines temporär auftretenden Bibliokomas, der akuten Langeweile der "Trockenheit" geschuldet.

So kann der interessierte Mensch einen Blick riskieren, bis er ebenfalls im Buch versinkt, um dann auszurufen: Erika war selber eine Zauberin!
Profile Image for _buch_entdeckerin_.
120 reviews1 follower
Read
August 17, 2023
Immer wieder fällt es mir schwer, Bücher über das Leben realer Menschen zu bewerten. Ich möchte weder die Handlungen, noch das Leben bewerten und lasse aufgrund dessen die Sternebewertung weg. Die folgenden Punkte beziehen sich rein auf die Umsetzung.
Ich lese gerne die ganzen neuen Bücher über starke Frauen in der Geschichte. Ich lerne sie gerne besser kennen und was eigentlich alles hinter diesen großen und bekannten Namen steckt. Bei diesem Buch jedoch wusste ich nicht um wen es sich handelt. Ich habe in meinem vorherigen Leben noch nichts von Erika Mann gehört. Hinterher bin ich froh, dass dieses Buch durch Zufall meinen Weg gekreuzt hat und ich somit die fantastische, durchsetzungsfähige und starke Frau kennen lernen durfte.
Hier wird eine beeindruckende Geschichte über eine bemerkenswerte Frau geschildert, die nach Amerika flüchtete und dort versuchte über die grauenhaften Taten des Naziregime aufzuklären. Das Ziel, ihre Machenschaften und ihren Aufstieg verhindern. Schon alleine für diesen Mut ziehe ich meine Hut. Immer wieder musste Erika Mann Rückschläge einkassieren, aufgegeben hat sie allerdings nicht. Auch in diesem Buch bewies sie immer wieder Durchsetzungsvermögen, aber vor allem Durchhaltevermögen. Dafür hat sich der Respekt beim Lesen immer mehr aufgebaut.
Der flüssige Schreibstil vermittelt ihren Charakter als Lebensfrohen und Weltgewandeten Menschen super. Die Autorin hat die verschiedenen Facetten der Protagonisten perfekt eingefangen und wieder gespiegelt. Alle Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Dadurch verleiht Heidi Rehn der Geschichte Charme und Einzigartigkeit. Auch der New Yorker Flair wird schön beschrieben und dem Leser weiter gegeben.
An einigen Stellen tritt die Story allerdings auf der Stelle und es kommt eine gewisse Langatmigkeit auf. Dadurch das kaum Zeitsprünge verzeichnet sind, werden nur wenige Jahre von Erikas Leben beschrieben. Dies trägt zu dieser gewissen Langatmigkeit bei. Da ich das Nachwort der Autorin gelesen habe und sie dort erwähnt, dass es wenig bis kaum Einträge zu dem Leben dieser Frau existieren, konnte ich diese Entscheidung der Begrenzung verstehen. Dennoch hat es manchmal beim Lesen zu Unlust geführt.
Trotz allem bin ich froh, dass dieses Buch existiert und ich die kluge Erika Mann kennenlernen durfte.
Profile Image for Marisa Fernandes.
Author 2 books48 followers
December 12, 2022
Li-o até ao fim a custo e por pura teimosa... porque a história apresentada em "Die Tochter des Zauberes" ["A Filha do Mágico"] não me convenceu e boa parte do livro não nos leva a lado nenhum.

É o cabaré político "Die Pfeffermühle", a admiração e bajulação constante a Erika Mann por ser uma mulher especial e cheia de qualidades e, ao mesmo tempo, por estar sempre preocupada com toda a gente e esquecer-se de si própria, a relação - para muitoS excessivamente e demasiado próxima - com o irmão Klaus, o interesse numa relação da parte de Maurice (penso que Maurice Samuel) e de Martin Gumpert, o ciúme de Therese Giehse, ...

E é em circulo, sobre isto, que a história é contada, quando em sinopse o argumento central seria a relação com Martin Gumpert e a sua necessidade de escolher entre a sua liberdade e independência e uma vida mais estável com o médico. Porém, essa relação tem, a meu ver, muito pouco palco no livro... Só se torna central nos últimos 4/5 capítulos e não se sente grande romance entre os dois...

Fiquei quase com a sensação de que a autora queria a todo o custo escrever sobre Erika Mann e criar algo que não se passou desta forma na realidade ou que não teve assim tanto peso na vida de Erika. É verdade que Erika é uma mulher singular no seu tempo... nas paixões que teve (tanto em relação a mulheres como a homens), na relação com o irmão Klaus, no activismo político e contestário que assume contra o governo de Hitler ainda para mais sendo judia, mas...

Não creio que Martin ou até Maurice tivessem tido assim tanta importância para ela ao ponto de justificar este romance todo que Heidi Rehn tenta criar...

Portanto, não gostei. De todo.
109 reviews
September 27, 2023
Toller Roman über eine sehr interessante, vielfältige Frau und ein paar Jahre ihres Lebens in einer außergewöhnlichen Zeit. Ich fand das Buch unterhaltsam und kurzweilig, habe aber auch einiges gelernt und "neue Leute kennen gelernt".
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