Der belgische Ermittler Piet Donker wird von Brüssel in eine Kleinstadt in Ostbelgien versetzt. Dort soll er einen fünfzehn Jahre alten Cold Case wieder aufnehmen, bei dem es neue Erkenntnisse gibt. Ein Jugendlicher verschwand damals spurlos, die Polizei ging davon aus, es mit einem Ausreißer zu tun zu haben. Doch nach und nach häufen sich die Hinweise, dass der Junge Opfer eines Serienmörders wurde – und dass das Morden noch lange nicht beendet ist.
Stephan Haas, 1984 im belgischen Eupen geboren, hat in Aachen Neuere Deutsche Literatur, Deutsche Philologie und Geschichte studiert. Danach begann er eine Lehrtätigkeit und schloss parallel ein weiteres Studium in Betriebswissenschaften in Lüttich ab. Heute ist er in einem großen Industrieunternehmen im Personalmanagement tätig und lebt mit Frau und Kindern im deutschsprachigen Teil Belgiens.
Von diesem Buch bin ich sehr positiv überrascht! Es war unglaublich spannend und durchdacht. Ich mag diese Krimis, bei denen man so schön miträtseln kann und es immer wieder überraschende Wendungen gibt. So ein Krimi ist das hier auch. Langeweile gab es für mich auf keiner Seite. Auch die Charaktere waren greifbar und vorstellbar. Es ist das erste Buch einer Reihe, von daher freue ich mich auf die Fortsetzungen! Einzig das Ende bzw. die Auflösung des Falles - das ist schon sehr haarsträubend! Unglaublich eigentlich. Aber ich habe inzwischen so viele true crime storys gelesen und gehört, dass für mich eigentlich nichts mehr unmöglich erscheint. Mir hat es auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen! Ein sehr rasanter Krimi mit hohem Spannungsbogen.
Dieser Krimi aus dem deutschsprachigen Teil Belgiens las sich bis eigentlich ganz gut an. Wenn man mal von den genreüblichen Klischees absieht, wie einem Ermittler mit zerrütteten Familienverhältnissen, unzuverlässig gegenüber seinen Nächsten, aber akribisch in seinem Beruf. Das Buch war bis zum Ende des zweiten Drittels auf einem guten Drei-Sterne-Kurs, aber dann überfiel die Geschichte ein vehemente multiple Fitzeksche Plotvertwistung, die den ganzen Fall einfach nur noch lächerlich in meinen Augen machte. Die Fährten, die der Autor bis dahin gelegt hatte, erwiesen sich nicht nur als falsch (was ja einen guten Krimi auch ausmacht), sondern auch als absolut billig, mit dem einzigen Zweck, ein Das-hätte-ich-aber-nicht-gedacht-dass-ausgerechnet-X-der-Täter-war-Ende zu kreieren. Das hatte dann am Ende ein Ausmaß an krimineller Energie erreicht, dass selbst der Fall von Marc Dutroux im Vergleich dazu zu einer lahmen Ente wurde. Solche simple Effekthascherei stößt mich immer mehr ab vom Thriller-Genre.
Mein erster belgischer Krimi nach all den vielen Lesejahr(zehnten)! Wow! Und gleich vorab: Ich kann ihn weiterempfehlen!
Piet Donker, ein Ermittler aus Brüssel, wird in die deutschsprachige Kleinstadt Raaffburg versetzt. Sein letzter Fall lief nicht so gut und auch im Privatleben sieht es mau aus. Er steht kurz vor der Trennung zu seiner Frau. Durch die Versendung in die Provinz hat er nun noch weniger Zeit für sie und die gemeinsame Tochter Liv. In Raaffburg wartet ein Cold Case auf ihn. Zwei Kollegen werden Piet Donker zur Seite gestellt: Vanderhagen, ein sehr unmotivierter und ungehobelter Mann und der blutige Neuling Benker. Einzig Lechat, der bereits pensionierte Ermittler von damals, ist ihm eine Hilfe. Er kennt den Ort und die Einwohner. Als Fremder kommt Piet nur schwer bei den Bewohnern an. Vor 15 Jahren hat ein Serienmörder zehn Pärchen ermordet: immer Mutter und Sohn. Der Täter wurde überführt und verurteilt. Doch bis heute bestreitet er den letzten Mord begangen zu haben. Ella Weber, die damals Mutter und Bruder verloren hat, kehrt in ihrem ehemaliges Heimatort zurück, als sie von der Polizei vorgeladen wird. Es gibt eine neue Spur in den Vermisstenfall Felix Riegen....ein Jugendlicher, der damals zeitgleich mit dem letzten Mordfall verschwand und ein Freund ihres Bruders...
Stephan Haas erzählt in der Ich-Form aus der Sicht von Piet. Zuerst dachte ich: Schon wieder ein Ermittler mit einem Knacks und privaten Problemen. Doch sein Privatleben rückt mit der Zeit mehr in den Hintergrund und das ist gut so. Schon bald ist mir Piet ans Herz gewachsen und ich habe mit ihm mitgerätselt. Der Fall ist von Beginn an spannend und gut durchdacht. Lange tappt Piet im Dunkeln und gerät selbst in Gefahr. Es gibt jede Menge Verdächtige und es scheint, als hätten hier so einige Einwohner etwas zu vertuschen. Da passiert ein weiterer Mord...
Das Ende konnte mich überraschen und ich muss zugeben, dass ich wirklich auf dem Holzweg war. Der Plot ist vom Autor wirklich gut durchdacht. Für ein Erstlingswerk ist dieser Regioanlkrimi äußerst gelungen, auch wenn ein paar Klischees ausgepackt wurden. Auch dnr Lokalkolorit habe ich etwas vermisst. Falls es eine Reihe werden sollte, werde ich auf jeden Fall weiterlesen. Ich kann "Belgische Finsternis" auf jeden Fall weiterempfehlen!
Fazit: Ein spannender Erstling, der mich richtig fesseln und überzeugen konnte. Ein paar kleine Klischees werden bedient, aber der Fall ist fesselnd und das Ende perfekt gelöst und eine wahre Überraschung.
Nichts ist, wie es scheint Der Ermittler Piet Donker wird von Brüssel in die Kleinstadt Raaffburg versetzt. Dort soll er einen alten Cold Case neu aufrollen. Vor fünfzehn Jahren verschwand ein Jugendlicher spurlos, wobei die Polizei damals von einem Ausreißer ausging. Neue Hinweise führen jedoch zu anderen Erkenntnissen. Denn damals wurden fast zeitgleich die Leichen einer Mutter und ihres Sohnes gefunden, welche Opfer eines Serienmörders wurden. Wurde der Junge ebenfalls Opfer des Mörders? Was haben die beiden Fälle miteinander zu tun? Durch seine Ermittlungen reißt Piet alte Wunden auf und bringt sich dabei selbst in Gefahr.
Neben den Ermittlungsarbeiten sind auch immer wieder die privaten Probleme des Ermittlers ein Thema in der Geschichte.
Zu dem Hörbuch selbst: Ich fand die Stimme des Sprechers sehr angenehm, er hat die einzelnen Charaktere wunderbar dargestellt und die Spannung passend eingefangen.
Leider war von dieser für meinen Geschmack ein bisschen zu wenig vorhanden. Meiner Meinung nach hat sich die Geschichte erst in der zweiten Hälfte so richtig entwickelt und an Spannung aufgebaut. Und dann wurde es mir fast ein wenig zu verstrickt. Es kamen so viele Zufälle zusammen, die das Ganze aus meiner Sicht ein wenig unrealistisch haben wirken lassen. Auch mit dem Protagonisten bin ich nicht wirklich warm geworden. Zudem bin ich von Zeit zu Zeit ein wenig mit den Charakteren.
Anzumerken ist, dass, obwohl es so viele Verstrickungen gab, die Ganze Sache am Ende rund war und in sich geschlossen auch Sinn ergab. Auch fand ich den Spannungsaufbau am Ende sehr gelungen. Wenn man ein wenig zwischen den Zeilen liest, kann man auch selbst ein wenig mitraten und kommt einigen Dingen schon vorher auf die Spur.
Für Fans von belgischen Krimis und Menschen mit einem guten Namensgedächtnis ist das Buch sicherlich empfehlenswert.
Eine sehr ausführlich geschriebene Story mit Charakteren die neben der Ermittlungen und den Rätseln auch noch ihre eigenen Päckchen zu tragen hatten, besonders der Kommissar. Ich mochte die beklemmende Atmosphäre sehr und genauso den Kommissar. Es gab einen roten Faden, der durch die Geschichte führte, eine Wendung und Gefahren... Bis zum Schluss blieb es sehr interessant und fesselnd.
Die Geschichte war angenehm zu verfolgen und der Sprecher gab dem ganzen den richtigen Ton mit einer sehr angenehmen und passenden Stimme. (Hörbuch)
All questions were answered, I could not always connect to the main characters but the overall plot was convincing. Writing style is straight forward. I would read more from this author.
Ce cold case promettait une intrigue innovante. Le jeune enquêteur est attachant et tente, tout au long du roman, de concilier au mieux sa vie professionnelle et familiale. Dans l'ensemble, les personnages sont intéressants, et l'intrigue démarre bien. Mais cette histoire manque cruellement de descriptions. La décision de prendre la région germanophone de Belgique comme décor pour cette enquête est audacieuse, mais ne sert en rien l'histoire. Le manque de descriptions des lieux empêche de créer une atmosphère spécifique à cette région. Des références à cette région très particulière de la Belgique, à la mentalité de ses habitants et à sa belle campagne seraient les bienvenues. Après un grand rebondissement, l'intrigue s'essouffle tristement jusqu'au dénouement final. Faute de style ou de goût, c'est dans l'urgence que l'énigme est résolue. C'est un roman qui permet de se détendre, mais qui ne nous plonge pas dans l'histoire.