Seit 40 Jahren schon ist Elisabeth mit Friedrich verheiratet - glücklich, trotz einiger Schicksalsschläge. Auch seine Alzheimererkrankung kann ihre Liebe nicht erschüttern. Doch eines Abends ist er besonders verwirrt. Während eines TV-Beitrags über den seit 22 Jahren ungeklärten Mord an der besten Freundin ihrer Tochter gibt er Verstörendes von sich. Er erwähnt Details, die er gar nicht kennen dürfte. In Elisabeth regt sich ein schlimmer Verdacht …
Roman Klementovic, geboren 1982 in Wien, wuchs im niederösterreichischen Marchfeld auf, bis es ihn für sein Studium der Internationalen Entwicklung zurück in die österreichische Bundeshauptstadt zog. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Wenn er nicht gerade auf Reisen ist, sucht er Entspannung beim Musizieren und auf Konzerten. Außerdem ist der leidenschaftliche Fußball-Fan regelmäßig in Pubs und im Stadion seiner Lieblingsmannschaft anzutreffen.
Friedrich hat Alzheimer, seine Frau Elisabeth kümmert sich zuhause liebevoll um ihn. Als die beiden eine Reportage über den 22 Jahre zurückliegenden Mord an Anna, der besten Freundin ihrer Tochter Valerie, ansehen, ergänzt Friedrich Details, die er eigentlich gar nicht wissen kann. Elisabeth befürchtet, dass Friedrich etwas mit dem Mord an Anna zu tun haben könnte oder gar der Mörder ist. Hat er viele Jahre ein schreckliches Geheimnis vor Elisabeth gehabt oder fantasiert er sich in seiner Demenz etwas zusammen?
Ich hatte sehr gehofft, dass das Buch gut wird, da ich den Klappentext total vielversprechend fand. Trotzdem hatte ich von Anfang an Bedenken das Ende zu kennen. Es waren so viele Twists mit denen ich überrascht wurde und mine Bedenken waren komplett umsonst. Mega gut 😍
ENGLISH VERSION BELOW -------------------- 4.5 „Wenn das Licht gefriert“ ist inzwischen mein zweiten oder drittes Buch von Roman Klementovic. Ich habe ihn bei einer Verlagsveranstaltung kennengelernt, bei welcher er mir erzählt hat, dass er selber kaum gelesen hat, dann drei oder vier Krimis gelesen hat (ich meine, es war Nesbø) und dann beschlossen hat, er schreibt jetzt selbst Bücher, was er meiner Meinung nach gut macht. Alle seine Bücher spielen in kleinen österreichischen Gegenden, was auch entsprechend rüber kommt. Man kann sich immer gut in die Gegend, die Atmosphäre vor Ort, den Umgang miteinander reinversetzen. Dieses Buch ist seiner Art anders als die letzten, die ich gelesen habe. Es passiert weniger, die Geschichte erfolgt weniger Schlag auf Schlag, es ist weniger bedrohlich. Dafür ist das Buch extremst atmosphärisch. Diese Atmosphäre verdichtet sich immer mehr und mehr, es packt einen beim Lesen regelrecht. Es war faszinierend dies auch zu beobachten. Man wird beim Lesen regelrecht nervös, ein wenig unruhig und auch unrund, weil nicht klar ist, was noch passieren wird. Man will endlich zur Lösung, von der man eigentlich überzeugt ist zu wissen, wie sie aussieht. Wobei der Schein immer trügt und auch in diesem Buch die Geheimnisse, welche gelüftet werden müssen, nicht zu kurz kommen. Spannend ist auch, dass die Bedrohung in diesem Buch auf zwei Ebenen stattfindet, einerseits diese Bedrohung aus der Vergangenheit, inkl. alles, was da wieder aufgewühlt wird sowie jene Bedrohung aus der Gegenwart, die dafür sorgt, dass man sich schon mal umdreht, wenn man beim Spazieren gehen mit dem Hund das Hörbuch hört. Wer Krimis mag, wird auch die Bücher von Roman Klementovic mögen, sie sind unkonventionell, was die Täter*innen und die Hintergründe der Taten angeht, was die Bücher wiederum erfrischend macht. -------------------- -------------------- 4.5 "Wenn das Licht gefriert" is now my second or third book by Roman Klementovic. I also met him at a publishing event where he told me that he hardly read himself, then read three or four crime novels (I mean, it was Nesbø) and then decided he would now write books himself, which I think he does well. All his books are set in small Austrian regions, which comes across accordingly. You can always put yourself in the place, the local atmosphere, the way people interact with each other. This book is different from the last ones I read. Less happens, the story is less sudden, it is less threatening. Instead, the book is extremely atmospheric. This atmosphere thickens more and more, it really grabs you while reading. It was fascinating to watch this happen. You get really nervous while reading, a little restless, because it's not clear what's going to happen. You finally want to get to the solution, which you are actually convinced you know what it looks like. Appearances are always deceptive and in this book, too, the secrets that have to be uncovered are not neglected. It is also exciting that the threat in this book takes place on two levels, on the one hand this threat from the past, including everything that is stirred up again, and on the other hand the threat from the present, which makes you turn around when you listen to the audio book while walking the dog. If you like crime fiction, you will also like Roman Klementovic's books, they are unconventional as far as the perpetrators and the background of the crimes are offbeat, which makes the books refreshing.
Ich bin tatsächlich einerseits angetan und andererseits auch ein kleines bisschen enttäuscht. Mich haben vor allem die Atmosphäre und der Spannungsaufbau sehr gut gefallen. Man merkt richtig, wie sich die Geschichte langsam steigert und wie .Elisabeths Suche nach der Wahrheit sich zuspitzt. Dabei ist auch glaubwürdig, das sich diese Handlung eigentlich in nur wenigen Tagen abspielt Die Ereignisse überschlagen sich und sehr schnell, man erlebt mit wie Elisabeth versucht, die verschiedenen Eindrücke zu Ordnen. Soweit, so spannend und auch gut geschrieben. Aber nach und nach fand ich, dass es zu einfach war, die Winkelzüge des Autors zu durchschauen. Ich fand er hat sich an ein paar Stellen zusehr bemüht, falsche Fährten zu legen, das hab ich schnell als übertrieben empfunden. Zu Mal ein paar dieser falschen Fährten schon für sich betrachtet etwas arg dramatisch waren. Auch das Ende habe ich so empfunden, weil die Auflösung einfach over the top war und auch danach noch ein paar Sachen passieren, die ich doof fand. Ich fand der Autor hat zu vielen Figuren ein Motiv eingeräumt. Dieser Punkt hat für mich ehrlich gesagt einen Teil der Spannung abflachen lassen. Denn es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Personen, und ich hatte das Gefühl, hier wird jetzt eine Person nach der nächsten abgehakt.
Außerdem fand ich Elisabeths Kinder zu schablonenartig. Sie spielen nur ganz am Rande ihre Rolle, sind aber irgendwie zu sehr an den Rand gedrängt, obwohl sie eigentlich sehr wichtig für die Handlung werden. Zwar ist das nicht so verwunderlich, da sich der Roman sehr auf Elisabeth konzentriert. Aber ich finde, das ihre Gefühle und Erlebnisse bezüglich ihrer Kinder trotzdem zu kurz kommen. Und Anna... leider spielt sie im Grunde keine Rolle, obwohl es eigentlich um den Mord an ihr geht. Das fand ich persönlich nicht so gut. Ich weiß tatsächlich im Grunde nichts über sie und wer sie war. Warum waren Valerie und Anna so gut Freundinnen, wie war sie eigentlich als Tochter und so weiter. Leider spiegelt das ja auch unsere Blickwinkel auf die meisten Verbrechen dieser Art wieder. Ich weiß nur das, was auch in der TV Sendung im Buch über sie erzählt wird. Schade.
Die Stärke des Buches liegt an anderer Stelle. Ich fand es sehr glaubwürdig dargestellt, wie Elisabeth mit der Alzheimererkrankung ihres Manns umgeht. Ihre Gefühle, die Angst aufgrund ihres Verdachts, die dafür sorgt, das sie einige Entscheidungen trifft, die sie nicht wirklich durchdacht hat. Ihre Anspannung. Auch als Leser hat man an dieser Stelle noch keine genaue Vorstellung, was genau Friedrich nun wirklich mit Annas Verschwinden zu tun hat.
Am Ende bin ich insgesamt doch ganz zufrieden mit meiner Lektüre, weil ich die Atmosphäre mochte und der Schreibstil für mich einnehmend war. Ich mochte einfach gerne weiter lesen und habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt. Trotzdem sorgen meine Kritikpunkte für eine eher durchschnittliche Wertung. Und gerade beim Schreiben dieser Meinung, sind mir auch viele Punkte stärker aufgefallen, als direkt beim Lesen.
3,5 ⭐️ Die Spannung ließ für meinen Geschmack etwas zu lange auf sich warten. Aber was war das für ein Ende?? Kann mir jemand sagen, ob ich das richtig verstanden habe? 😩
Elisabeth und Friedrich sind seit 40 Jahren verheiratet. Trotz einiger Schicksalsschläge sind sie glücklich, auch wenn Friedrichs Alzheimererkrankung dunkle Schatten auf den Alltag wirft. Bei einer Fernsehsendung über unaufgeklärte Mordfälle gibt der verwirrte Mann plötzlich Details über ein Mordopfer von sich, die er nicht kennen kann. Elisabeth beschleicht ein schauriger Verdacht.
"Wenn das Licht gefriert" ist ein Psychothriller, der dunkle Geheimnisse der Vergangenheit in die düstere Gegenwart holt, und den Leser auf eine beängstigende Tätersuche schickt.
Elisabeth hat es insgesamt gut. Sie ist zufrieden und glücklich verheiratet, auch, wenn die Betreuung ihres an Alzheimer erkrankten Mannes zu einer immer größeren Herausforderung wird. Sie schaut auf glückliche Jahre zurück und freut sich, dass sie trotz allem den Alltag zufrieden meistern kann.
Eines Abends wird eine Fernsehsendung über ungeklärte Mordfälle ausgestrahlt. Darin wird ein Beitrag gezeigt, der den Mord an der besten Freundin von Friedrichs und Elisabeths Tochter schildert. Seit 22 Jahren ist der Täter auf freiem Fuß. Und mittendrin erwähnt Friedrich ein Detail, das er nicht wissen dürfte. Elisabeth kriegt es mit der Angst zutun.
Ich finde es eine richtig gute Idee, dass Klementovic einen Cold Case mit einem Alzheimer-Patienten verbindet. Schon allein die Ausgangslage bietet enormes Spannungspotential, weil Friedrich - egal wozu und wie er sich äußert - in Hinblick auf seine Erinnerungen unzuverlässig ist. Wer weiß, was er durcheinanderbringt und ihm in den Sinn kommt, wenn er bestimmte Szenen sieht?
Damit entfacht der Autor bei Elisabeth einen spannungsgeladenen Konflikt. Sie ist innerlich zerrissen, drängt nach Antworten und fürchtet sich. Sie schaut auf eine Jahrzehnte lange glückliche Ehe zurück, die mit einer einzigen Bemerkung komplett in Frage steht.
Daraufhin stellt Elisabeth eigene Nachforschungen an, welche in unterschiedlichste Richtungen gehen.
Klementovic schickt Elisabeth samt den Leser auf einen schlammigen Weg aus Verdächtigungen. Es werden ständig neue Täter auf's Tapet gebracht, die dann erst wieder in eine Sackgasse führen. Grundsätzlich erinnert mich der Aufbau an einen Whodunit-Krimi, weil er sich auf die kleine Stadt mit einer überschaubaren Anzahl an Bewohnern konzentriert.
Gleichzeitig baut der Autor Elisabeths Anstrengungen mit dem kranken Ehemann ein. Er veranschaulicht die zehrenden Herausforderungen, denen sie Tag für Tag ausgesetzt ist. Durch ihr geduldiges Verhalten und ihre Fürsorge wird die Liebe zu ihrem Mann in den Mittelpunkt gestellt, die aufgrund einer verwirrt geäußerten Aussage während einer TV-Sendung auf wackeligen Beinen steht.
Die Atmosphäre ist der Handlung gekonnt angepasst. Es ist Herbst, es ist kalt und es regnet, sodass der Schlamm selbst an den Füßen des Lesers klebt. Dadurch wird das passende Ambiente erzeugt, was dem Thrillergeschehen eine zusätzlich düstere Note verleiht.
Ich fand den Thriller spannend und gut zu lesen. Der Ausgang beziehungsweise die Hintergründe um den Mord haben mir weniger gefallen. Ich jammere mal wieder auf hohem Niveau, weil es bestimmt nicht einfach ist, diverse wirre Wege in einer Handlung aufzubauen und am Ende mit einem glaubwürdigen Abschluss zu punkten. Mir war es trotzdem zu einfallslos, weil - wie bei vielen Thrillern - das Kaninchen aus dem Hut gezogen wird.
Dafür hat Roman Klementovic eine Abschlussszene geschaffen, bei der nicht nur das Licht sondern auch das Herz gefriert. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich sie mir vor Augen führe.
Alles in allem ist „Wenn das Licht gefriert“ ein fesselnder Psychothriller, der die Schrecken einer Krankheit von mehreren Seiten vor Augen führt, damit in der Vergangenheit rührt und somit zur Gefahr in der Gegenwart wird: Souverän erzählt und äußerst spannend zu lesen.
Meine Meinung über das Buch fällt ein wenig zwiespältig aus. Einerseits weiß Klementovic von Anfang an, seine Leser zu fesseln und die Prämisse, dass der an Alzheimer erkrankte Ehemann der Protagonistin sich verdächtig macht, ist interessant und spannend. Andererseits wird der Leser zunehmend zu offensichtlich auf falsche Fährten gelenkt, die eine Auflösung finden, die noch glaubhaft ist, dieser wird dann aber noch eine Wendung verpasst, welche meines Erachtens übertrieben war und es nicht gebraucht hätte, da ein offeneres Ende gut gepasst hätte. Auch bleiben die Nebencharaktere, vor allem die Kinder der Protagonostin recht blass: so zum Beispiel die Tochter, die einen weiten Heimweg auf sich nimmt, nur um dann eine Information zum Fortgang der Handlung beizutragen, ohne dass man weitere Eindrücke über ihre Person gewinnen würde.
Die Atmosphäre war unfassbar gut beschrieben und auch die Gefühle waren sehr sehr schön dargestellt. Die Geschichte an sich ist etwas langweilig, bzw ich hatte das Gefühl, dass mehr Sachen angedeutet waren, die am Ende nicht sooo groß waren
Das Buch hat mich bis zur Hälfte eher gelangweilt, danach kam etwas Spannung auf, die aber auch wieder schnell verflog, da alles sehr vorhersehbar war. Das Ende, naja keine Ahnung was ich davon halten soll. Für mich weit entfernt von einem guten Thriller.
*Inhalt* Elisabeth und Friedrich sind seit über 40 Jahren glücklich verheiratet - bis zu diesem einen Tag, an dem sie vor dem Fernseher sitzen und Friedrich Details zu einem Mord preisgibt, die er eigentlich nicht kennen dürfte... Friedrich hat Alzheimer und ist bereits in höchstem Maße verwirrt. Klare Momente hat er keine mehr und manche Dinge wühlen ihn sehr auf, was dafür sorgt, dass er sich an Dinge erinnert oder Dinge äußert, die schon länger her sind. Die Fernsehsendung "Mörder im Visier" ist einer dieser "Trigger", denn darin geht es um den Mord der besten Freundin ihrer Tochter vor 22 Jahren... wer hat Anna damals ermordet? Und woher kennt Friedrich die Details?
*Erster Satz des Buches* "Im ersten Moment begriff Monika nicht, weshalb sie aufgewacht war." ROMAN KLEMENTOVIC - WENN DAS LICHT GEFRIERT, S. 7
*Meine Meinung* "Wenn das Licht gefriert" ist der vierte Roman des Autors im Gmeiner Verlag. Besonders die Thematik rund um die Alzheimer Erkrankung in Kombination mit einem Thriller hat mich fasziniert, denn im Zuge meines Berufes bin ich schon öfter mit Demenz-Patienten in Kontakt gekommen.
Elisabeth ist eine bewundernswerte Frau: ihre Tochter lebt im fernen London, ihr Sohn nur im die Ecke - doch zu beiden hat sie in etwa gleich viel Kontakt, was sie sehr belastet. Ihr Ehemann ist hochgradig dement und seine Erkrankung schränkt Elisabeths tägliches Leben massiv ein. Doch lässt sie sich unterkriegen? Nein. Elisabeth liebt ihre Kinder und ihren Mann und hat sich mit dem Leben angefreundet, das sie führt. Bis zu dem Abend, an dem Friedrich Details zum Mord an Anna ausplaudert, der ehemals besten Freundin ihrer Tochter... ab da entwickelt sich Elisabeth zu einer Art privaten Ermittlern, die auf der einen Seite versucht, ihre Familie zusammenzuhalten und auf der anderen Seite herauszufinden, ob Friedrich vielleicht Annas Mörder ist.
Auch Friedrich war mir irgendwie sympathisch, obwohl seine eigentliche Persönlichkeit auf Grund seiner Erkrankung sehr in den Hintergrund gerückt ist. Aber Elisabeths Gedanken und Gefühle für ihren Mann sind einfach herzerwärmend und das bringt den Leser einfach dazu, ihn mögen zu müssen.
"Wenn das Licht gefriert" ist ein besonderer Thriller, denn auch wenn die Spannung einen manchmal zerreißt, jeder in irgendeiner Form verdächtig ist und ich bis zum Schluss nicht wirklich darauf kam, WAS hinter alledem steckt: in erster Linie stehen Elisabeth und Friedrich im Vordergrund. Ihre Beziehung und das Leben, das sie miteinander führen. Elisabeth liebt ihren Mann von tiefstem Herzen und alleine die Vermutung, dass er für den grausamen Mord an Anna verantwortlich sein könnte, erschüttert sie in ihren Grundfesten. Friedrich ist in diesem Fall nur wenig auskunftsfreudig und jeder Versuch, ihn mehr Informationen preisgeben zu lassen, bereitet Elisabeth nicht nur Herzrasen, sondern auch schweißige Hände. Doch wie bringt man einen Mensch mit Demenz zum reden? Zum gestehen einer Tat, die er vielleicht vor 22 Jahren verübt hat?
Gerade weil ich beruflich schon einige Male mit Alzheimer Patienten zu tun hatte, kenne ich deren Verhalten, ihre Verwirrung und ihre Hartnäckigkeit, wenn sie sich an etwas nicht erinnern können - und das hat Klementovic perfekt eingefangen. Ebenso die Gefühlswelt der Angehörigen, die bedingungslose Liebe, wie auch die Verzweiflung darüber, dass der Mensch, den man so gut kennt, eigentlich nicht mehr da ist.
Roman Klementovic hat es geschafft, mich atemlos, sprachlos und rätselnd vor dem Buch sitzen zu lassen, immer gewillt das Geheimnis zu lüften. Hatte ich eine Theorie aufgestellt, wurde sie durch eine Kleinigkeit wieder verworfen, immer und immer wieder, sodass ich bis zum Schluss völlig ratlos war.
Der Schreibstil und die bildhafte Darstellung bereiten mir großes Vergnügen, besonders da die namenlose Kleinstadt am Moor gelegt ist und es in der Lektüre fast dauerhaft geregnet hat. Beim aktuellen Wetter an meinem Wohnort und dem morgendlich auftretenden Nebel hätte das Städtchen mit dem Moor auch irgendwo in meiner Nähe sein können...
Die Auflösung ließ mich geschockt zurück, genauso wie das Ende... und doch brachte mich der Epilog ein wenig zum schmunzeln.
*Zitate* "Aber die Angst war das alles überschattende Gefühl in ihm. Wie eine eiskalte knöcherne Hand mit langen Krallen hatte sie sein Herz gepackt. Und mit jeder Minute, die ohne ein Lebenszeichen seiner Tochter verstrich, wurde ihr Griff fester." ROMAN KLEMENTOVIC - WENN DAS LICHT GEFRIERT, S. 13,
*Infos zum Autor* "Roman Klementovic, geboren 1982 in Wien, arbeitete viele Jahre im Marketing bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Seitdem ist er kaum von seinem Notebook zu trennen und tüftelt ständig an neuen Geschichten. Besuchen Sie den Autor auf: www.romanklementovic.at" (Quelle: Autorenhomepage)
*Fazit* Ein absolut fesselnder und mitreißender Thriller, der so viele geniale Momente enthält, außerdem spannende und sympathische Charaktere, die einem regelrecht ans Herz wachsen. Lesen!
Roman Klementovic ist für mich ein "alter" Bekannter. Ich habe alle seine Thriller, die im Gmeiner Verlag erschienen sind, gelesen und habe ihn auch bei einer Lesung in der Stadtbücherei St. Pölten kennengelernt. Umso mehr habe ich mich auf seinen neuen Thriller "Wenn das Licht gefriert" gefreut. Schon der Klappentext klingt unheimlich gruselig und hat mich total gefesselt...
Als der an Alzheimer erkrankte Friedrich vor dem Fernseher im Wohnzimmer sitzt, wird die reißerische Sendung "Mörder im Visier" gerade gesendet. Diesmal wird über den brutalen Mord an der besten Freundin von Friedrichs und Elisabeths Tochter Valerie berichtet, der 22 Jahre zurückliegt. Elisabeth bleibt fast das Herz stehen, als Friedrich plötzlich etwas von der Unterwäsche des Opfers vor sich hin brabbelt....ein Detail, das weder in der Sendung erwähnt wurde, noch er kennen dürfte. In Elisabeth beginnt ein fürchterlicher Verdacht aufzukommen...
Schon von der ersten Seite an packt dem Leser die düstere und subtile Stimmung. Der Prolog beginnt mit dem Verschwinden von Anna im Jahr 1997 und wird aus der Sicht ihrer Eltern Thomas und Monika erzählt. Danach springen wir 22 Jahre später in die Gegenwart. Der Fall wurde nie aufgeklärt und wird durch die TV-Sendung "Mörder im Visier" wieder "aktuell". Als die Sendung ausgestrahlt wird, ist in der Kleinstadt nichts mehr, wie es war....
Gekonnt setzt der Autor wieder seine sehr bildhaften Beschreibungen der Umgebung und des Wetters ein. Nebel, Nieselregen und das fallende Laub....dazu die immer wieder schrecklichen Gedanken, die Elisabeth beunruhigen, halten den Leser sofort gefangen. Sie liebt ihren Mann nach vierzig Jahren Ehe noch immer, obwohl ihr seine Krankheit schwer zu schaffen macht. Elisabeth kann ihn kaum aus den Augen lassen und muss seine Launen und Gemeinheiten ertragen. Klementovic gelingt es hervorragend diese schlimme Krankheit realitätsnah darzustellen. Sie ist sowohl für den Kranken, der zu Beginn noch mitbekommt, wie er langsam sein Gedächtnis verliert, als auch für seine Angehörigen, die besonders an den Folgen leiden müssen und plötzlich einen ganz anderen Menschen gegenüberstehen, einfach nur schrecklich. Oftmals kommt auch Elisabeth an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Ihr lässt Friedrichs Aussage keine Ruhe und sie beginnt Nachforschungen anzustellen. Sie muss wissen, ob Friedrich der Täter ist oder an der Tat beteiligt war. Dabei gerät sie bald selbst in Gefahr, denn der Täter läuft nach wie vor noch unbehelligt herum... Obwohl der Personenkreis sehr klein gehalten wird, hatte ich mehr als eine Person in Verdacht und musste meine Theorie kurze später wieder völlig verwerfen. Der Autor spielt mit der Psyche des Lesers und führt ihn immer wieder gekonnt auf falsche Fährten. Das Tatmotiv bleibt lange Zeit völlig unklar.
Roman Klementovic schreibt im Präsens und die meiste Zeit aus der Sicht von Elisabeth. Man erhält dabei einen tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt und ihre Gedanken. Die Sätze und Kapitel sind eher kurz gehalten. Die unterschwellige Spannung ist immer spürbar und bleibt bis zur letzten Seite aufrecht, fällt aber in der Mitte etwas ab. Die Figuren sind facettenreich. Der Schreibstil ist temporeich und oftmals hat man am Ende des Kapitels einen kleinen Cliffhanger, der dazu führt, dass man unbedingt noch ein weiteres Kapitel lesen "muss". Das Ende hält einige Überraschungen für den Leser bereit und erklärt den Titel des Buches.
Fazit: Wieder ein Thriller des Autors, der mit der Psyche des Lesers spielt und eine sehr düstere Grundstimmung hat. Spannend und beklemmend erzählt und mit einem Finale, das einem sicherlich in Erinnerung bleiben wird. Ich freue mich schon auf den nächsten Thriller des sympathischen Autors.
Elisabeth lebt ein eigentlich beschauliches Leben. Sie liebt ihren Mann Friedrich und ihre beiden Kinder, die mittlerweile längst erwachsen und ausgezogen sind. Doch als bei Friedrich Alzheimer diagnostiziert wird, fällt ein Teil ihrer Welt zusammen. Denn es wird immer schwieriger, mit ihrem Mann zusammenzuleben, immerhin fragt er sie alle paar Minuten das gleiche oder verschwindet plötzlich spurlos. Doch als er eines Tages mit ihr zusammen einen TV-Beitrag über den Mord an der jungen Anna sieht, fängt er plötzlich an, Details preiszugeben, die niemals an die Öffentlichkeit gelangt sind... Elisabeth versucht zu verdrängen, was sie gehört hat, denn ihr geliebter Friedrich kann doch nicht der Mörder von Anna sein - der besten Freundin ihrer Tochter - oder etwas doch?
„Es war einer dieser dunklen Momente, in denen sie sich nichts sehnlicher wünschte, als dass alles endlich vorbei war. Sie hatte keine Lust mehr." pos. 3898
Der Schreibstil des Autoren ist flüssig und leicht zu lesen. Man wird sehr schnell in den Bann gezogen und kann dann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Buch ist spannend, fesselnd und sehr bewegend - und das von Anfang bis Ende! Ein Thriller, der auch mit seiner atmosphärischen, düsteren, gedrückten und herbstlichen Stimmung überzeugen kann.
„Aber die Angst war das alles überschattende Gefühl in ihm Wie eine eiskalte knöcherne Hand mit langen Krallen hatte sie sein Herz gepackt. Und mit jeder Minute, die ohne ein Lebenszeichen seiner Tochter verstrich, wurde ihr Griff fester." pos. 10
Die Protagonistin Elisabeth fand ich größtenteils sehr sympathisch und authentisch. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, wieso sie so lange gebraucht hat, um mit ihrem Mann zum Arzt zu gehen und stattdessen die Augen verschlossen hat vor der Wahrheit; wieso sie sich selbst so quält damit, ihn zu pflegen und gleichzeitig irgendwie daran kaputt geht. Andererseits glaube ich, dass man nicht weiß, wie man selbst reagieren würde, wenn man sich in dieser Situation befindet... Jedenfalls hat sich Elisabeth zu einer äußerst mutigen und starken Frau entwickelt, die der Sache auf den Grund gehen will und dabei selbst in äußerste Gefahr gerät. Der Autor verzichtet dabei weitgehendst auf Brutalität oder allzu blutrünstige Details, sondern setzt auf Nervenkitzel der psychologischen Art.
Die Story wird nie langweilig, es gibt ständig unerwartete Wendungen - und das Ende konnte mich dann doch überraschen! Ich hatte immer wieder Ahnungen, die ich dann irgendwann wieder verworfen habe und zu einer neuen Theorie kam, aber letztlich lag ich immer falsch. Grandios! Toll fand ich auch die Einblicke in das Thema Demenz und was die Krankheit mit den Betroffenen und Angehörigen macht. Das war sehr bewegend. Man stellt sich immer wieder Fragen, wie z.B.: "Kann man wirklich so viele Jahre mit einem Menschen verbringen, ohne zu merken, dass er (möglicherweise) ein Mörder ist?" oder "Was würde ich in dieser Situation machen? Der Polizei meinen Verdacht mitteilen? Es verheimlichen? Ignorieren und einfach wegschauen?"
Fazit
Ein fesselnder und mitreißender Thriller, der einen immer wieder überraschen kann. Absolute Leseempfehlung!
„Wenn das Licht gefriert" von Roman Klementovic ist ein bei GMEINER erschienener Psycothriller, der sich um ein 22 Jahre altes Verbrechen dreht. Mein Dank geht an den Verlag und NetGalley, dass ich den Roman im Austausch gegen diese aufrichtige Rezension lesen durfte.
Worum es geht Als ihr an Alzheimer Demenz leidender Ehemann Friedrich bei der Ausstrahlung des reißerischen Fernsehmagazins „Mörder im Visier“, der sich in der aktuellen Folge mit dem 22 Jahre zurück liegenden, nie aufgeklärten Mord an der besten Freundin ihrer Tochter befasst, in seiner Verwirrung unter anderem Details über die Unterwäsche des Opfers brabbelt, die eigentlich nur der Täter kennen dürfte, reißt der Beitrag nicht nur alte Wunden auf, sondern in Elisabeth keimt ein fürchterlicher Verdacht. Weil sie fürchtet, dass nicht nur ihr Mann seit langem ein dunkles Geheimnis mit sich schleppt, stellt sie eigene Nachforschungen an, um herauszufinden, ob Friedrich nur wirres Zeug redet oder wirklich mehr weiß. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse.
Kritik Der in einer nicht genannten Kleinstadt spielende Thriller vermittels allein schon durch die herbstliche Jahreszeit, in der er mit dem entsprechenden Wetter spielt, ein gedrückte, düstere Stimmung. Nachdem der Prolog zur Zeit des Mordes gespielt hat, schildert des Rest des Romans die Ereignisse der Gegenwart. Dabei wird nicht zuletzt durch den inneren Konflikt der fürsorgenden Ehefrau Spannung erzeugt: Auf der einen Seite steht ihre trotz Friedrichs Erkrankung, die das Zusammenleben zunehmende beeinträchtigt, ungebrochene Liebe, auf der anderen Seite die erschreckende Möglichkeit, dass er die grausame Tat so viele Jahre vor allen verborgen haben könnte. Das Tatmotiv bleibt zunächst völlig unklar, falsche Fährten werden ausgelegt, andere Verdächtige tauchen auf. Dabei verzichtet der Autor fast vollständig auf blutrünstige Einzelheiten oder Brutalität, sondern erzeugt den Thrill vor allem auf psychologischer Ebene und durch bis dahin ungeklärte Geheimnisse. Immer wieder lenkt Klementovic die Aufmerksamkeit des Lesers auf scheinbare Indizien, verwischt Spuren wieder, während schon die neue Verdachtsmomente auftauchen, und schafft es so ein fesselndes Tempo zu erzeugen.
Stil und Sprache sind von eher kurzen Sätzen geprägt, denen man leicht folgen kann; am Ende fast aller Kapitel steht ein Cliffhanger, der einen drängt weiterzulesen. Die Charakterisierung der Personen ist an einigen Stellen vielleicht etwas zu klischeehaft, auch wenn die Idee, einen Cold Case mit einem an Alzheimer leidenden Tatverdächtigen zu verknüpfen, originell ist, zumal Friedrich dadurch zu einem höchst unzuverlässigen Zeugen wird. Leider erfährt der Leser nur relativ wenig über das Opfer. Ein Minuspunkt sind auch der repetitive Gebrauch bestimmter Formulierungen (gefrierendes But, in der Kehle stecken bleibender Schrei und ähnliches). Hier hätte etwas Abwechslung gut getan.
Fazit Insgesamt ist „Wenn das Licht gefriert" ein solider Thriller, der sehr spannend zu lesen ist, auch wenn er stilistisch kleine Schwächen hat.
Thriller im GMEINER-Verlag 9 September 2020 sofort lieferbar
349 Seiten, 13,5 x 21 cm, Klappenbroschur Premium
Buch 16,– € / E-Book 11,99 €* ISBN 978-3-8392-2770-1
Seit 40 Jahren schon ist Elisabeth mit Friedrich verheiratet – glücklich, trotz einiger Schicksalsschläge. Auch seine Alzheimererkrankung kann ihre Liebe nicht erschüttern. Doch eines Abends ist er besonders verwirrt. Während eines TV-Beitrags über den seit 22 Jahren ungeklärten Mord an der besten Freundin ihrer Tochter gibt er Verstörendes von sich. Er erwähnt Details, die er gar nicht kennen dürfte. In Elisabeth regt sich ein schlimmer Verdacht …
Zum Autor
Roman Klementovic, geboren 1982 in Wien, arbeitete viele Jahre im Marketing bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Seitdem ist er kaum von seinem Notebook zu trennen und tüftelt ständig an neuen Geschichten.
Meine Meinung
Ich bin durch eine begeisterte Meinung einer Booktube-Kollegin auf diese Neuerscheinung aufmerksam geworden. Auch der Klappentext hörte sich für mich sehr spannend an, so dass ich das Buch auch unbedingt lesen wollte.
Von der ersten Seite an war ich total gefesselt von der Geschichte. Am Anfang geht es ja erst einmal um das Verschwinden der 17jährigen Anna vor 22 Jahren.
Dann lernt man die Hauptprotagonistin Elisabeth und ihren Mann Friedrich kennen. Die verschwundene Anna war die damals beste Freundin ihrer Tochter. Nun ist es so, dass Friedrich an Alzheimer erkrankt ist, was für Elisabeth natürlich eine enorme Belastung ist.
Nach dem Fernsehbeitrag über Annas Verschwinden ist nichts mehr wie vorher. Elisabeth verzweifelt fast an dem Gedanken, dass ihr Friedrich wirklich etwas mit dem Verschwinden zu tun haben könnte …
Mich konnte dieser Thriller von Anfang bis Ende total fesseln und begeistern. Ich mag Cold Case Fälle sowieso sehr gerne und dann noch diese schwelende Frage, ob es wirklich sein kann, dass Friedrich mehr weiß. Ab einem gewissen Zeitpunkt konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so dass ich es zeitweise auch gehört habe.
Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen weggesuchtet und gehört zu meinen Jahreshighlights für 2020.
Von mir gibt es hier eine klare Lese- und Hörempfehlung. Es ist fast ein Muss für jeden Thrillerfan, der sich auch gerne mit Cold Case-Fällen beschäftigt.
Daher kann und möchte ich nichts anderes als die vollen 5 Sterne für diesen Thriller geben.
Zum Inhalt: Seit 40 Jahren schon ist Elisabeth mit Friedrich verheiratet - glücklich, trotz einiger Schicksalsschläge. Auch seine Alzheimererkrankung kann ihre Liebe nicht erschüttern. Doch eines Abends ist er besonders verwirrt. Während eines TV-Beitrags über den seit 22 Jahren ungeklärten Mord an der besten Freundin ihrer Tochter gibt er Verstörendes von sich. Er erwähnt Details, die er gar nicht kennen dürfte. In Elisabeth regt sich ein schlimmer Verdacht …
Ein Buch über: Ein Buch über eine Frau, die den Mord an der besten Freundin ihrer Tochter aufklären will und plötzlich befürchten muss, dass der Mörder ihr ganz nah steht.
Was mir gefallen hat: Ein unglaublich spannender Krimi, der hauptsächlich aus der Sichtweise von Elisabeth erzählt wird. Es gibt in diesem Buch so viele Wendungen, die unvorhersehbar sind. Immer, wenn man denkt «xy ist sicher der Täter/die Täterin», kommt der Autor mit einer neuen verdächtigen Person daher. Der Thriller bleibt bis zum Schluss wahnsinnig spannend. Generell mochte ich die Schreibweise von Roman Klementovic, der besonders die Gedankenwelt von Elisabeth greifbar macht, indem er immer wieder ganz banale Gedankengänge und innere Dialoge einfliessen lässt. Ich habe den Krimi als Hörbuch gehört und möchte euch die Hörbuchversion ans Herz legen, denn die Stimme der Erzählerin ist mega angenehm und holte mich noch tiefer in die Geschichte. Gänsehautmomente sind garantiert!
Pluspunkt: Erst ganz am Ende des Krimis begreift man, wie der Titel zu Stande kam. Ich liebe den Moment, wenn man über die Textpassage stolpert, an der man kurz zu dem Autoren/der Autorin durchblicken kann und versteht, warum das Werk so benannt wurde. Immer wieder ein spezieller, liebgewordener Moment, der in diesem Buch erst ganz am Ende zu erleben ist.
Was mir nicht gefallen hat: Eigentlich stört mich an diesem Buch nichts wirklich, einzig für das Fehlen von emotionalem Drama ziehe ich einen klitzekleinen Punkt ab. Ich mag es, wenn man mit dem persönlichen Schicksal von Figuren mitleidet, das vermisste ich in diesem Buch ein bisschen.
Bewertung: 4/5
Lies das Buch, wenn: - du auf der Suche nach einem spannenden Krimi bist - du verschlungene Familiendramen magst - du den Aspekt eines an Alzheimer erkrankten Verdächtigen in einem Mordfall interessant findest - du nach einem Thriller suchst, den man nicht aus der Hand legen möchte
Wenn dir dieses Buch gefällt empfehle ich: - The Lake von Louise Sharland - Dünengeister von Nina Ohlandt
Nichts ist so wie es scheint. Eine schon angeknackste Welt gerät mächtig aus den Fugen.
Worum geht’s?
Elisabeth kümmert sich mehr oder weniger liebevoll um ihren an Demenz erkrankten Mann Friedrich, mit dem sie seit 40 Jahren verheiratet ist. Doch es fällt ihr Tag für Tag schwerer, denn er vergisst immer mehr und erschwert Elisabeth den Alltag.
Als hätten sie es nicht schon schwer genug! Denn vor 22 Jahren wurde die beste Freundin ihrer Tochter Valerie, Anna, kurz vor ihrem 18. Geburtstag getötet. Der Mörder wurde nie gefunden. Als sie eines Abends einen Fernsehbericht darüber anschauen, läuft es Elisabeth eiskalt den Rücken herunter – denn ihr dementer Mann fängt auf einmal an, Einzelheiten über den Mord zu erzählen, die eigentlich nur der Mörder wissen kann.
Meine Meinung:
Es war spannend! Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte etwas stockend in Gang kam. Aber sie schaukelte sich gemächlich hoch, so dass ich gar nicht merkte, wie gebannt ich die Geschichte gelesen hatte.
Es kommen immer neue potentielle Täter in Frage. Aber erst kurz vor Ende wuchs in mir ein leiser Verdacht, der dann auch immer lauter wurde. Also, für mich ein durchaus spannendes Leseereignis. Wobei ich denke, dass der eine oder andere vielleicht schon etwas früher auf die Spur des Mörders gekommen wäre als ich…
Was mir nicht so gut gefallen hat, war der Umgang mit dem Demenzkranken. Es wirkte immer sehr genervt, was nicht wirklich ein feiner Zug ist. Es wirkt ein bisschen, als hätte sich Elisabeth trotz fortgeschrittener Krankheit ihres Mannes nicht damit beschäftigt, wie man am besten mit einem demenzkranken Menschen umgeht. Nur wenige Male ist ihr das gelungen. Dadurch wirkte sie meist eher lieblos.
Der Schreibstil erlaubt das flüssige Lesen, wenn auch die manchmal etwas kurzen Sätze das ganze etwas abgehackt erscheinen ließen. Aber dem Verständnis der Geschichte hat das mE nicht geschadet. Trotzdem wurde das Gefühl für die Dunkelheit, Beklommenheit und Kälte, den Regen, den Nebel und die Totenstille in der Geschichte sehr gut rübergebracht, so dass ich mehr als einmal das Bedürfnis hatte, unter meiner kuscheligen Decke in Sicherheit und Geborgenheit zu verschwinden.
Fazit: Durchaus spannend, aber an manchen Stellen etwas lieblos. Und für den einen oder anderen klugen Kopf vielleicht ein wenig vorhersehbar.
Der Klappentext hat es mir sofort angetan: Ein Mord, der schon lange her ist, ist in Thrillern nicht unbedingt ein neues Thema, aber ich fand den Aspekt, dass ein Alzheimerpatient unbewusst Hinweise gibt, sehr spannend.
Der Thriller beginnt mit dem Verschwinden Annas, wobei hier die Sicht der Eltern im Vordergrund steht. Was geschehen ist, bleibt im Dunkeln. Dafür wird der Schmerz und die Aufregung nach dem Verschwinden der jungen Frau stark in den Fokus gerückt. Das hat sofort Spannung aufgebaut.
Anschließend springt man 22 Jahre nach vorne, in die heutige Gegenwart. Hier steht Elisabeth im Fokus, die Mutter von Annas bester Freundin. Einen kleinen Mini-Prolog gibt es an dieser Stelle ebenfalls. Man muss also zwangsläufig weiterlesen.
Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass der Thriller sehr subtil Spannung aufbaut. Man hat das Gefühl, dass man weiß, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt - und dann kommt es doch wieder anders. Deshalb hatte ich beim Lesen mehrmals einen "Aha-Moment", bei dem mir der Mund offen stehen geblieben ist.
Auch interessant war das Thema Alzheimer. Ich hatte während des Lesens sehr viel Mitleid mit Elisabeth, denn der Autor zeigt auf, wie schwer es ist, wenn ein geliebter Mensch nicht mehr in der Lage ist, selbstständig zu sein und teilweise sehr anstrengend ist. Deshalb hat Elisabeth auch schnell mein Herz erobert und ich habe mir gewünscht, dass für sie alles gut ausgeht.
Der Schreibstil ist sehr lebendig, aber man rast nicht durch die Geschichte. Erzählt wird auch nur ein relativ kurzer Zeitraum von einigen Tagen, dafür wird der Leser zu jeder Gelegenheit mitgenommen, die für die Story wichtig ist.
Am Schluss habe ich dann den Mund kaum noch zubekommen. Der Autor geht hier einen sehr mutigen Weg, der mich zuerst verärgert hat. Dann musste ich aber zugeben, dass das Ende sehr passend gewählt wurde.
Insgesamt war ich wirklich begeistert! Mehr davon - von mir gibt es 5 Sterne!
Ein Psychothriller, der es in sich hat und schon vom Klapptext viel versprochen hat. Der Ehemann von Elisabeth lebt mit ihrem Ehemanne schon über 40 Jahre glücklich zusammen. Auch jetzt in der schweren Zeit, den ihr Mann leidet an Demenz. Bei einer Ausstrahlung in einem Fernsehmagazins „Mörder im Visier“, der in der aktuellen Folge sich mit dem Mord der 22 Jahre zurückliegt der nie aufgeklärt wurde. Es war der Mord an der besten Freundin ihrer Tochter.
Doch in der Verwirrung des Ehemanns brabbelt er über die Unterwäsche des Opfers vor sich hin. Details, die eigentlich nur der Mörder kennen kennt, reißt bei der Mutter Wunden auf und in Elisabeth keimt ein Verdacht, der fürchterlich ist. Sie hat die Befürchtung das ihr Mann ein Geheimnis hat und fängt an selbst Nachforschungen zu machen. Sie will herausfinden, ob ihr Mann nur wirres Zeug redet oder wirklich mehr weiß. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse ….
Der Autor hat sich einige Gedanken gemacht mit dem Thriller. Die Kleinstadt wird nicht mit Namen genannt, aber dafür merkt man eine düstere Stimmung die durch die Beschreibung vom Herbstlichen Wetter gedrückt und düstere Stimmung beschrieben wird. Das macht die Geschichte noch Spannender. Die Geschichte ist spannend was auch durch den Schreibstil der flüssig und spannend ist unterstrichen. Die Spannung ist deutlich zu spüren beim Lesen, dazu die Befürchtungen der Ehefrau. Aber auch wie die Spannung sich hält und es so auch am Anfang ist. Man wird gut in das Buch mit hereingezogen und dann hatte ich immer das Gefühl, ich bin dabei, als wenn ich das selbst erlebe.
Was mir gefällt das man nicht gleich hinter die Auflösung der Geschichte kommt, sondern dass es sehr lange geheim gehalten wird. Mir hat die Story aber auch das drum rum gut gefallen an dem Thriller. Der gerade jetzt zu der dunklen Zeit gut passt.
Dem Buch Wenn das Licht gefriert, gebe ich gerne 5 Sterne.
Ich beginne mal mit meinem persönlichen no -go Kritik Punkt: Die Stadt hat keinen Namen. Das hat mich schon bei Herrn Stephan Ludwig tierisch genervt und hier fand ich es persönlich auch total unpassend. Mir fehlt einfach ein Stück Orientierung fürs Kopfkino. Ich möchte gerne geografisch wissen, wo ich mich befinde.... In Deutschland? Den Namen der Protagonisten nach vermute ich es... Sorry, dies ist eins meiner persönlichen No – Gos.
Ansonsten finde ich die Idee genial eine Protagonistin im recht fortgeschrittenen Alter zu wählen, dazu noch einen Hauptverdächtigen der an Alzheimer Demenz leidet und fertig ist eine Mischung wie ein Hefeteig mit Sonnenbrand. Diese Kombination hat eine sehr hohe rasante Spannung aufgebaut, das Buch spielt ja auch in einer sehr kurzen Zeitspanne. Niemand ermittelt wirklich, jedes Detail ergibt sich aus Elisabeths Recherchen. Das Buch beginnt mit einem Zeitsprung und folgt dann Elisabeth auf der Suche nach dem wahren Mörder... Oder ist ihr Mann doch der Täter? Der Plot ist super und alle Protagonisten werden irgendwann zu Verdächtigen, das liebe ich sehr an Thrillern. Das war richtig klasse umgesetzt.
Jeder der im Buch vorkommenden Personen hat sein Päckchen zu tragen und Probleme , wobei Elisabeth sehr sympathisch beschrieben wurde und man ihr die ganze Zeit die Daumen drückt , dass es gut ausgeht. Auch das Ende fand ich sehr ungewöhnlich , originell und einfach nur klasse. Mal eine ganz andere Lösung , die aber fantastisch zur Handlung passt.
Gute und schlechte Gefühle sind authentisch und ehrlich beschrieben und passen gut in die Handlung.
Fazit: Ein Buch, welches mich von der ersten Seite an begeistert hat, und wer intelligente Thriller aus etwas anderer Perspektive mit ungewöhnlichen Protagonisten mag, sollte hier auf jeden Fall zugreifen.
von Roman Klementovic ist für 16,-€ als Taschenbuch am 9.9.2020 im Gmeiner Verlag erschienen.
Über das Buch: Elisabeth und ihr an Alzheimer erkrankter Ehemann Friedrich sehen sich im Fernsehen die TV Reportage "Mörder im Visier" an. Während dort über den Mord an Anna - Elisabeths Tochter damalig beste Freundin - berichtet wird, gibt Friedrich plötzlich Details über Anna preis, welche nur der Täter wissen kann. Elisabeths Gedanken fangen an zu kreisen. 22 Jahre liegt der Mord zurück. Hat sie die ganze Zeit mit dem Täter unter einem Dach gelebt? Eins steht fest: sie muss der Sache auf den Grund gehen. Dabei gerät sie in ein Netz aus Intrigen und Lügen, und bringt sich bald selbst in große Gefahr.
Meine Meinung: Der Plot ist grundsätzlich gut durchdacht, auch wenn für mich am Ende noch 1-2 Szenen hätten besprochen gehört. Dennoch wurde das Ende spannend gewählt. Der Autor weis, wie man seine Leser in die Irre führen kann. Für meinen Geschmack ist es hier jedoch ein wenig zu oft der Fall. Durch die Alzheimer Erkrankung von Friedrich wird unserer Protagonistin Elisabeth die Suche nach der Wahrheit immer wieder erschwert, was die Geschichte zu den vielen Wendungen bringt und hin und wieder ab schweifen lässt. An manchen Stellen hätten ein paar mehr Informationen der Geschichte nicht geschadet wofür man an anderen Stellen etwas streichen hätte können. Trotzdem herrschte die gesamte Zeit eine Spannung und ich wollte unbedingt wissen, ob und wie der Mord an Anna aufgeklärt wird. Es war mein erstes Buch des Autoren. Aktuell besteht aber erstmal kein Interesse, Weiteres von ihm zu lesen. Insgesamt hat mir das Buch semi gut gefallen und ich gebe dem Ganzen 3/5 ⭐.
Elisabeth und Friedrich sind seit 40 Jahren glücklich verheiratet. Auch einige Schicksalsschläge und Friedrichs Alzheimererkrankung kann nicht an ihrer Liebe rütteln. Als es eines Tages einen Beitrag im Fernsehen über den seit 22 Jahren ungeklärten Mord an der Freundin ihrer Tochter gibt, erwähnt Friedrich Details, die er nicht kennen dürfte. Was hat er all die Jahre verheimlicht?
Das großartige Cover und die super spannend klingende Beschreibung hat mich total neugierig auf diesen Thriller gemacht. Der Schreibstil war flüssig und konnte mich sofort ins Geschehen hineinziehen. Ich war total gefesselt von den spannenden Erzählungen und mochte das Buch nicht mehr beiseite legen, bis ich am Ende angekommen war. Die Charaktere wurden sehr authentisch und lebendig beschrieben. Sie besaßen Tiefe und wurden richtig zum Leben erweckt. Die Story ging gleich mit einem spannenden Prolog los, der perfekt auf die Geschichte einstimmte. Die Handlung war prima aufgebaut und sehr gut durchdacht. Die Spannung wurde hervorragend aufgebaut und steigerte sich immer mehr. Es gab überraschende Wendungen, Entwicklungen und Enthüllungen, die mich immer mehr ans Buch fesselten. Auch falsche Fährten gab es, die mich aufs Glatteis geführt haben. In meinem Kopf drehten meine Überlegungen und Gedanken zu "wer & wieso" wahre Pirouetten und ich konnte hervorragend miträtseln. Das Ende war absolut stimmig und für mich sehr überraschend.
Ein großartiger Thriller, voller Spannung und Atmosphäre. Ich bin total begeistert und vergebe 5 von 5 Sternen.
Elisabeth ist seit 40 Jahren glücklich mit ihrem Mann Friedrich verheiratet – auch einige Schicksalsschläge haben das Paar überwunden. Seitdem Friedrich an Alzheimer erkrankt ist, pflegt Elisabeth ihn hingebungsvoll – wie in guten, so in schlechten Zeiten. Ein Fernsehbeitrag über den ungeklärten Mord an der besten Freundin ihrer Tochter vor 22 Jahren ändert alles. Warum benennt Friedrich Details, die er nicht wissen dürfte? In Elisabeth entsteht ein furchtbarer Verdacht. Bereits die Grundidee, eine Alzheimererkrankung mit einem ungeklärten Mord zu verbinden, fand ich unglaublich kreativ. Dadurch wird ein in gewisser Weise unberechenbarer Faktor eingebaut, der sowohl Elisabeth verstört, als aber auch für die Aufklärung dieses alten Falls von überaus wichtiger Bedeutung ist. Roman Klememtovic gelingt es hervorragend falsche Fährten zu legen, die trotzdem perfekt passen. Der Wechsel der Perspektiven, wie aktuelles Geschehen, Rückblicke, aber auch Hintergründe der einzelnen Personen, sorgen gemeinsam mit den Mutmaßungen über den Täter für einen extrem fesselnden sowie spannenden Lesegenuß. Mich hat dieses Buch sehr begeistert und ich empfehle es somit gerne weiter!
"Wenn das Licht gefriert" von Roman Klementovic, erschienen im Gmeiner-Verlag, ist mit seinen 319 Seiten recht schnell gelesen. Elisabeth zweifelt an ihrem Mann, als dieser, an Alzheimer erkrankt, plötzlich Details zu einem über 20 Jahre zurückliegenden Mord äußert, die er eigentlich nicht wissen kann. Hin und her gerissen zwischen Hoffen und Angst begibt sich Elisabeth auf die Suche nach Spuren, um ihren Mann zu entlasten.
Die Schreibweise ist verständlich und einfach, die Spannung zu Anfang des Buches kann leider nicht die ganze Zeit aufrecht gehalten werden. Reißerische Cliffhanger am Ende fast jeden Kapitels lassen den Thrillerbegeisterten Leser auf mehr hoffen, als schlussendlich geboten wird. Elisabeth weckt in mir immer öfters den Wunsch, sie zu schütteln und anzubrüllen, da sie meiner Meinung nach sehr oft überzogen und nicht nachvollziehbar agiert. Die Tortur, die die Protagonistin durchmacht, ist sehr gut beschrieben, war mir jedoch zu langatmig. Leser, die gerne psychologisch tiefgehende Geschichten ohne Blut und Adrenalinsteigerung suchen, sind hier sicher gut bedient. Für mich war es ein solider Roman, doch bei weitem kein Thriller.
In einer nicht genauer bezeichneten Kleinstadt in Österreich, die nur durch ihren Verfall beschrieben wird, hat eine Sendung, die sich mit " Cold Cases " beschäftigt, in ein Wespennest gestochen, das durch den Mord an einer jungen Frau viele Jahre zuvor entstanden ist. Elisabeth, die Mutter der besten Freundin des Opfers, die nun mit der Alzheimer-Krankheit ihres Mannes zu kämpfen hat, wird aufgrund einiger unbedachter Äußerungen ihres Mannes mit einer Art persönlicher Untersuchung konfrontiert, für die sie weder die nötigen Fähigkeiten noch genügend Anhaltspunkte hat. In einem unerbittlichen Regen irrt Elisabeth durch die Stadt, während sich um sie herum immer seltsamere Ereignisse ereignen. Der Roman ist wirklich fesselnd und gut geschrieben, so sehr, dass man beim Lesen gewisse Ungereimtheiten nicht bemerkt (um ein Beispiel zu nennen: der Selbstmord des Mannes, der zum Zeitpunkt des Mordes mit den Ermittlungen betraut war und der mit Hilfe des Vaters des Opfers äußerst raffiniert inszeniert wurde, hat keinen Grund zu sein). Und das Ende wäre perfekt gewesen, wenn der Autor das letzte Kapitel weggelassen hätte.
Dieser Thriller hat mir wirklich gut gefallen! Es gibt keinen Protagonisten, der ermittelt und einen Fall löst, sondern eine ältere Frau, die mit ihrem an Alzheimer erkrankten Mann zusammenlebt. Vor 22 Jahren ist in ihrem Ort ein Mord geschehen, und als dieser Fall im Fernsehen plötzlich neu aufgegriffen wird, bewegt es ihren Mann mehr, als Elisabeth erwartet hätte...
Die Alzheimer Thematik ist sehr gut umgesetzt und eingebunden worden. Man merkt, dass sich der Autor damit wirklich auseinander gesetzt hat. Es wird auch sehr gut deutlich, was die Erkrankung ihres Mannes für Elisabeth bedeutet und welche Auswirkungen sie hat. Das fand ich klasse, denn es bringt eine tiefe Menschlichkeit in die Geschichte. Die Erkrankung ist auch wirklich gut in die Geschichte eingeflochten und birgt unvorhersehbare Wendungen.
Ich will nicht zu sehr spoilern, daher möchte ich ich eigentlich nur noch sagen dass der Thriller es schafft, sehr schnell Spannung aufzubauen und auch zu halten. Er ist wirklich gut geschrieben und hat mich von Anfang an gefesselt. Ich empfehle ihn weiter!
Zum Inhalt: Auch wenn Friedrich mittlerweile an Alzheimer erkrankt ist, ist Elisabeth trotz immer noch glücklich mit ihm verheiratet. Während eines Fernsehbeitrags über die Ermordung von Anna vor 22 Jahren, der besten Freundin ihrer Tochter, lässt Friedrich die ein oder andere Bemerkung über damals fallen. Und diese Bemerkungen haben es in sich, denn er kann diese Details eigentlich nicht wissen. Meine Meinung: Was für ein spannendes Buch! Ich habe zwischendurch fast den Atem angehalten, weil es so spannend war. Hin und her wechseln die Verdachtsmomente und man verdächtig irgendwann mal jeden, der irgendwie zu der Zeit was mit Anna zu tun hatte. Ich war verblüfft und erschreckt über die Lösung und wäre darauf wahrscheinlich nicht gekommen. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, denn dieser zog einen förmlich durch das Buch, man mochte überhaupt nicht aufhören zu lesen. Fazit: Sauspannend
Was für ein Drama Der Schriftsteller Roman Klementovic lässt seine Thriller in einem fiktiven Dorf spielen. Der neue Roman „Wenn das Licht gefriert“ hat er sehr dramatisch dargestellt. Elisabeth und Friedrich sind 40 Jahre verheiratet. Jetzt ist Friedrich an Alzheimer erkrankt, das ist ja schon schwirig für Elisabeth. Im Fernsehen gibt es eine Sendung über ungeklärte Morde. Vor 22 Jahren war Anna, die Freundin ihrer Tochter tot im Moor gefunden worden. Da sagt Friedrich was, das Elisabeth glaubt er wäre der Mörder, sie ist erschrocken und ist im Zwiespalt.
Aber der Autor macht es uns nicht so leicht. Er lässt uns Leser von einem Verdacht zum Anderen springen. Dann geschehen noch einige Vorfälle. So das die Spannung nicht nachlassen kann. Das Buch ist einfach gut geschrieben. Es ist zu Empfehlen.