Nichts im Leben ist planbar – und das ist nicht nur während einer Krise so. Die Welt ist am Dampfen, nicht nur unser Klima ist erhitzt, auch wir selbst sind am Kochen. Pausen gelten als böse und sind eigentlich nicht vorgesehen. Was aber, wenn wir gezwungen sind, innezuhalten? Dem Schauspieler, Musiker und Kabarettisten reicht’s. In seinem Leben hat sich zu viel angesammelt. Zu viel Arbeit, Freizeitstress, Beziehungszwänge, Seelenmüll. Zu viel Angst. Manuel Rubey beendet toxische Beziehungen, befreit sich von Panikattacken und hört mit dem Rauchen auf. Aber das ist erst der Anfang. Manuel Rubey setzt auf das Weglassen. Er stimmt ein Loblied auf das Jetzt an. Witzig, bissig, gnadenlos ehrlich und mit vielen hilfreichen Listen plädiert er für Entschleunigung und Reduktion.
Dieses Buch ist kein Ratgeber. Aber sehr wohl eine Anregung, innnezuhalten. Nicht immer hetzen und hudeln.
Und außerdem ein Fundus an Tipps zu Büchern, Alben, Serien, Dingen, die man lesen, hören, sehen, machen sollte. Und danach kann man ja immer noch verreisen.
Fazit: ein Buch gelesen, dadurch knapp 50 weitere auf der Leseliste. Wenn alle Bücher so aufgebaut wären, hätten wir das Leseperpetuum mobile geschaffen.
Sehr sympathischer Mensch. Das Buch - weniger Autobiographie als ein Querfeldein durch Manuel Rubeys Leben - ist immer irgendwie mittendrin. Er brummt einem seine Weltansichten nicht auf, vertritt an anderen Stellen doch sehr klar seine Meinung. Intellektuell reflektiert aber doch oft intuitiv. Ernst, aber auch lustig. Was sich jetzt wie ein Loblied anhört, ist auch Kritik an der Unfokussiertheit. Gegenfrage an mich selbst: wie soll es denn anders sein, wenn man Bewusst über nichts konkretes schreibt?
Unterm Strich: Ich mochte das Buch. Ein bisschen was wird bei mir bleiben, das meiste werde ich wohl Vergessen, aber es hat mich gut unterhalten. Und, bei aller Liebe zu großen Werken und Weltliteratur; das ist immer noch das wichtigste. Höchstwertung von "nur" drei Sternen gibts vor allem deswegen, weil ich eigentlich viel lieber Fiktion lese. Bücher wie dieses schon von vorhinein (unfairerweise) zwischen 1-3 Sternen angesiedelt sind und vor allem weil ich ein Koffer bin, der alles was er liest katalogisieren und bewerten muss.
Fans von Manuel Rubey kann ich das Buch durchaus empfehlen. Es hat viele lustige Momente und Gespräche, die es in Wirklichkeit nie geben wird (Rubey spricht beispielsweise mit seinem Fantasiefreund aus seiner Kindheit). Besonders gefallen hat mir das Kapitel "Leise rieselt der Schmäh.", das vollständig mit Wortwitzen durchzogen ist. Was ich kritisieren muss, ist die Tatsache, dass Rubey zwar immer wieder vom "Flow" spricht, aber ein Lese-Flow bei seinem Buch für mich nicht zustandegekommen ist. Durch die Vielzahl von eingefügten Listen und besonders durch die vielen Zitate, kam es bei mir zu keinem Lesefluss. Wer mehr über Manuel Rubey und seine Gedanken, Meinungen und Geschichten erfahren möchte, sollte das Buch aber auf jeden Fall lesen.
Eine tour de force durch alle möglichen und unmöglichen Themen aus Manuel Rubeys Leben, untermalt mit vielen Listen und noch mehr merkenswerten Zitaten. Von der Beendigung seiner Raucherkarriere bis hin zu Zitaten seiner (kleinen) Töcher ist in diesem Buch alles enthalten und es macht nicht nur Spass bei der Lektüre, sondern auch nachdenklich. Reduktion auf das Wichtige ist eines der Themen, aber auch gewisse Schrulligkeiten - bei ihm und anderen - bleiben nicht unkommentiert. Erfrischend und erfrischend anders.
Interessanter Einblick in Manuel Rubeys Leben und seinen Alltag, jede/r findet hier wohl Parallelen zum eigenen Leben. Besonders herausragend sind die lustigen Listen, vielleicht sollte jede/r ab nun selbst solche Listen schreiben. Die einzelnen Kapitel verweisen auf wunderbare Literatur und Songs, macht Lust auf mehr!
Ein Buch für freie Tage, an denen man nichts zu tun kann und - so würde es Manuel Rubey wohl gefallen - dem Müßiggang frönt. Es geht um alles und nichts. Die kurzen Kapitel, Zitate und vielen Listen begeistern, treffen und verwirren - und lassen einen zwischendurch laut auflachen.
Ich hab mir das Hörbuch gegönnt. Der Dialekt gefällt mir. Aber auch inhaltlich gut und viele Ansichten, über die sich nachzudenken lohnt. Geschmunzelt habe ich ziemlich oft dabei.