Für Vicky geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung, als ihr Onkel Till sie zum Tauchen in einer Unterwasserhöhle, eine sogenannten Cenote, mit nach Mexiko nimmt. Zwar weiß sie, dass in der Tiefe auch unbekannte Gefahren lauern können, doch schon beim Schnorcheln verfällt sie dem Zauber der Unterwasserwelt. Als Till bei einem Tauchgang von einem mysteriösen Wasserwesen verletzt wird, kann Vicky es zunächst nicht glauben: Wer oder was verteidigt hier sein Reich gegen die menschlichen Eindringlinge? Bei einem heimlichen Tauchgang sieht Vicky sich plötzlich einem geheimnisvollen Wesen gegenüber. Obwohl sie instinktiv spürt, dass von diesem Wesen auch Gefahr ausgehen kann, fühlt Vicky gleichzeitig eine magische Anziehungskraft zwischen ihnen. Und sie beginnt zu ahnen, dass diese Begegnung ihr Leben für immer verändern wird …
Bettina Belitz, an einem sehr sonnigen Spätsommertag 1973 beinahe in einer Heidelberger Bäckerei zur Welt gekommen, wuchs zwischen unzähligen Büchern auf und verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen alleine genügte ihr dabei nicht – nein, es mussten auch eigene Geschichten aufs Papier fließen.
Nach dem Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft arbeitete Bettina Belitz als Redakteurin und Freie Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte.
Heute lebt Bettina Belitz umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern als Freie Autorin in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und tankt auf dem Pferd oder beim Karatetraining neue Energien.
Inhalt Vickys Onkel Till wird als Berufstaucher auf der Halbinsel Yucatan den unterirdischen See eines Höhlensystems erkunden – und die 14-Jährige will ihn unbedingt begleiten. Vicky ist eine hochsensible Einzelgängerin, die mit Gleichaltrigen wenig anfangen kann und aufgrund ihrer Schuppenflechte vermutlich stärker behütet wird, als gut für ihr Heranwachsen ist. Zufällig hört das Mädchen mit, wie ihre Adoptivmutter Sandra sich dafür einsetzt, dass sie und Vicky in Mexiko wenigstens kurz zu Tills Tauchgruppe stoßen dürfen. Schließlich ist eine Cenote, eine Karsthöhle in einem Höhlensystem, gerade für Vicky hochinteressant; denn sie ist leidenschaftliche Schwimmerin und pflegt selbstständig ein Aquarium. Für Frau und Tochter eines Berufstauchers erstaunlich unvorbereitet und unbedarft, reisen Sandra und Vicky mit nach Mexiko und kommen im Camp der Tauchergruppe im Zelt unter. Sandra hat bereits vor der Abreise das sichere Gefühl, dass die Mexiko-Reise ihr Leben grundlegend ändern wird. Im Camp setzt sich die Unbedarftheit der Frauen fort. Eine Jugendliche mit Hauterkrankung unvorbereitet in tropischem Klima, barfuß Herumtappen in einem unbekannten Ökosystem – und dort wartet die Cenote, die von Anfang an auf Vicky eine starke Anziehung ausübt. Als Tills internationales Tauchteam in der Tiefe ein Wesen mit extrem spitzen Zähnen aufstöbert und Till sogar verletzt wird, gibt es für Vicky kein Halten mehr. Sie muss das Wesen vor den Männern retten – und trifft auf einen Meermann, der sie persönlich weit stärker anzuziehen scheint als sein Lebensraum.
Die 14-Jährige Vicky erzählt von ihrer besonderen Beziehung zum Wasser aus der Ichperspektive und setzt damit Bettina Belitz‘ Lesern den Tücken der Perspektivwahl aus. Vicky kann nur erzählen, was sie wahrnimmt. Bei einer einzelgängerischen Pubertierenden wie ihr wirkt diese Sicht bereits sprachlich zu egozentrisch und im Kreisen um sich selbst für Leser ermüdend. Vickys endlose Beschäftigung mit ihren Haaren z. B. halte ich für perspektivisch falsch, da sie als Erzählerin sich nicht selbst betrachtet, sondern damit beschreibt, was andere wahrnehmen und ansprechen müssten.
Fazit Als Angehörige eines Berufstauchers fand ich weder Sandra noch Vicky glaubwürdig. Vicky schwärmt in pubertärer Widersprüchlichkeit zwar für ihren sehr jungen Adoptivvater, hat aber offenbar noch nicht entdeckt, dass Wissen über das Meer und das Tauchen sexy ist und sie zu einer Gesprächspartnerin auf Augenhöhe machen würde. Sandra wird anfangs als oberflächliches, tussihaftes Wesen mit platter Ausdrucksweise gezeigt, das ich völlig unglaubwürdig finde und das die Geschichte nicht braucht. Till und Nox konnten mich mit ihrem aufgesetzten Jargon auch nicht überzeugen.
Zu den Fallstricken der Erzählperspektive kommen die Tücken der All-Age-Literatur, die von Erwachsenen gelesen wird und nicht konsequent für jugendliche Leser formuliert ist.
Großdruck? Edel Kids Books vermarktet das Buch für Leser ab 11 und signalisiert - widersprüchlich - mit extremem Großdruck, dass es sich um ein Buch für ungeübte Leser ab 9 handeln könnte. Für diese Zielgruppe müsste der Text allerdings von Satzungetümen und unnötigen Füllwörtern befreit werden. Für wirklich sehbehinderte Leser wäre das Schriftbild hilfreich – aber warum wird das Buch dann nicht deutlich als Großdruck beworben?
Altersempfehlung Empfehlen kann ich „Aqua Mystica. Ruf des Meeres“ für Jugendliche ab 11 nicht, weil es m. A. nach ein rückständiges Frauenbild vermittelt, das Verlage bitte endlich in der Mottenkiste ruhen lassen sollten. „… dass ich derlei übergriffige Aktionen eigentlich nicht mochte.“ (S. 167) Neben der klischeehaft gezeichneten Figur Sandra und „bösen“ Eindringlingen, die sich wie die Axt im Walde aufführen, möchte ich in Büchern für Jugendliche keine Verharmlosung von Unterwerfung junger Mädchen unter einen körperlich überlegenen Mann lesen, auch nicht, wenn sie auf die sanfte Tour im esoterisch-phantastischen Kostüm auftritt.
Sprache Hinter einem ansprechenden Cover mit Metallic-Effekt verbirgt sich hier ein stilistisch aufgeblähter Text, der mit engagiertem Lektorat erheblich gekürzt und von Wiederholungen, überflüssigen Adjektiven und Logiklöchern befreit werden sollte.
Da ich die Bücher von der Bettina Belitz sehr gerne lese, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich das erste Mal von ihrem neuen Buch aus dem Edel Kids Books Verlag hörte. Der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb und von dem herrlich schimmernden Cover fühlte mich augenblicklich wie magisch angezogen. Für mich stand daher sehr schnell fest: „Aqua Mystica: Ruf des Meeres“ möchte ich unbedingt lesen!
Die 14-jährgie Vicky, die nach dem Tod ihrer Adoptiveltern bei ihrem Onkel Till und dessen Freundin Sandra lebt, ist anders als andere. Allein äußerlich unterscheidet sie sich sehr von anderen Mädchen in ihrem Alter. Ihre Haare sind wild gelockt, sie hat eine flache Nase, leicht hervorstehende Augen, ungewöhnlich üppige Lippen und ihren Gang kann man wahrhaft nicht als elegant bezeichnen. Neben diesen Dingen gibt es auch noch andere Andersartigkeiten, die einfach nur sonderbar sind. Vicky wird in der Schule viel gehänselt und ist eine ziemliche Außenseiterin. Da Vicky das Meer über alles liebt und schon seit langem davon träumt, die mexikanischen Unterwasserhöhlen zu besuchen, wird sie sofort hellhörig, als sie von der neuen Expeditionsreise ihres Onkels erfährt. Till hat den Auftrag erhalten, eine neu entdeckte Cenote in Mexiko zu erforschen und Vicky darf ihn tatsächlich begleiten! An ihrem Sehnsuchtsort angekommen, fühlt sich die 14-jährige von der Unterwasserhöhle sofort wie magisch angezogen. Bei einem heimlichen Tauchgang trifft sie plötzlich auf ein mysteriöses Wesen, zu welchem sie ebenfalls eine merkwürdige Anziehungskraft verspürt. Was hat es mit dieser fremden und geheimnisvollen Unterwasserwelt bloß auf sich?
Bücher, die von mystischen Unterwasserwelten und magischen Meereswesen handeln, habe ich schon immer wahnsinnig gerne gelesen. Ich war daher wirklich sofort Feuer und Flamme gewesen, als man mir „Aqua Mystica“ als Rezensionsexemplar anbot. Da der Klappentext so gut klang und ich das Cover einfach nur mega finde, muss ich sagen, dass meine Erwartungen an das Buch schon recht hoch waren. Ein bisschen zu hoch waren sie wohl, denn irgendwie konnte mich die Story nicht so packen und begeistern wie von mir erhofft. Insgesamt hat mir „Aqua Mystica“ aber dennoch schöne Lesestunden beschert. Da sich der Schreibstil super angenehm für mich hat lesen lassen und ich die Schrift als ziemlich groß empfunden habe, habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.
Erzählt wird alles aus der Sicht der 14-jährigen Victoria, genannt Vicky, in der Ich-Perspektive. Obwohl mir unsere Hauptprotagonistin vom ersten Moment an sympathisch war und ihre Gefühls- und Gedankenwelt sehr anschaulich und einfühlsam dargestellt wird, ist es mir leider trotzdem nicht gelungen, mich komplett in sie hineinzuversetzen. Woran es lag, kann ich nur leider gar nicht sagen. Irgendwie hatte unsere Ich-Erzählerin etwas an sich, was mich beim Lesen gestört hat, sodass ich nicht vollkommen mit ihr warm geworden bin. Aber wie gesagt, eine Sympathieträgerin war sie dennoch für mich. Richtig gut gefallen an ihr hat mir auch, wie selbstbewusst sie ist und dass sie sich trotz ihrer vielen Andersartigen nicht unterkriegen lässt. Vicky hat es wahrlich nicht leicht im Leben. Ihr merkwürdiges Aussehen, ihr schwankender Gang, das ständige Weinen – all das hat die 14-jährige zu einer absoluten Außenseiterin werden lassen. Freunde hat das Mädchen keine – und Eltern auch nicht. Ihre leiblichen Eltern hat Vicky nie kennengelernt und ihre Adoptiveltern sind vor einiger Zeit ums Leben gekommen. Man kann mit Vicky echt nur tiefstes Mitleid haben.
Die Geschichte ist insgesamt sehr emotional, was ich gar nicht erwartet hatte. Es gibt viele Szenen, die einen bewegen und das Ende wird so manch zarter besaiteten Leser*in garantiert zu Tränen rühren. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen, dass in dem Buch so viel Feingefühl und Emotionen stecken. Toll fand ich auch, dass ernste und wichtige Themen angesprochen werden wie Mobbing, Selbstfindung und Umweltschutz. Die Handlung regt sehr zum Nachdenken an und vermittelt so einige wundervolle Botschaften. Was ich dafür aber etwas vermisst habe, ist die Spannung. Das Buch hat sich zwar sehr flott und flüssig für mich lesen lassen, aber irgendwie ist es der Handlung nicht durchgehend gelungen, mich an die Seiten zu fesseln. Etwas mehr Tempo und überraschende Wendungen hätte ich nicht schlecht gefunden. Vor allem im Mittelteil war mir persönlich der Plot zu ruhig und dahinplätschernd.
Was für meinem Geschmack ebenfalls zu kurz kam, ist die Unterwasserwelt. Zum einen hätte ich gerne mehr über sie erfahren und dann halten wir uns meinem Empfinden nach zudem nur recht wenig unter Wasser auf. Aufgrund des Covers hatte ich irgendwie mit mehr mystischen Unterwasserreichszenen gerechnet. Ansonsten kann ich mich zum Setting aber nur positiv äußern. Der Dschungel Mexikos, die Cenote...alles wird ungeheuer bildhaft und stimmungsvoll beschrieben, sodass man sich alles ganz genau vorstellen kann und beim Lesen förmlich das Gefühl hat, live dabei zu sein.
Mit den Nebenfiguren konnte mich Bettina Belitz ebenfalls überzeugen und auch das Ende konnte mich zufriedenstellen, obwohl es ein paar Fragen offenlässt. Potenzial für eine Fortsetzung wäre zweifellos vorhanden, allerdings gehe ich davon aus, dass es sich bei „Aqua Mystica“ um einen Einzelband handelt. Irgendwie fühlt es für mich einfach so an, trotz der Dinge, die ungeklärt bleiben.
Fazit: Mystisch, tiefgründig, berührend – ein schöne Geschichte voller Magie und Geheimnisse! Mir hat „Aqua Mystica“ sehr nette Lesestunden beschert; meine Erwartungen hat das Buch nur leider nichts vollends überzeugen können. So hätte ich mir unter anderem etwas mehr Spannung und mehr Details zum Unterwasserreich gewünscht. Bezüglich der Sternenvergabe war ich nun etwas länger am hin und her überlegen. 3 Sterne finde ich eigentlich ein bisschen hart, aber bei 3,5 würde ich auf 4 aufrunden und das ist mir wiederum zu viel...Ich habe mich nun schließlich für drei entschieden, möchte da ich aber noch mal betonen, dass ich das Buch dennoch empfehlen kann. Wer auf eine traumhaft schöne und geheimnisvolle Kulisse steht, starke Protagonistinnen mag und Lust darauf hat, mal eine etwas untypische Nixengeschichte zu lesen, der sollte sich „Aqua Mystica: Ruf des Meeres“ von Bettina Belitz unbedingt mal genauer anschauen. Von mir gibt es sehr, sehr gute 3 von 5 Sternen!
Darum geht‘s: Vicky war immer schon ein bisschen anders als die anderen. Auch als Teenager sind es nicht nur ihr Aussehen, die häufig tränenden Augen oder der schwankende Gang, die sie zur Außenseiterin machen. Auch ihr Wesen ist stiller, in sich gekehrter und sehnsuchtsvoller als das von ihren Schulkameraden. So hängt sie auch viel lieber mit ihrem Onkel Til und seiner Freundin Sandra ab.
Ein großer Traum geht für sie in Erfüllung, als Til sie und Sandra mit nach Mexico auf eine Expedition zu einer Unterwasserhöhle, einer sogenannten Cenote, mit nimmt. Als Til von einem unbekannten Wasserwesen verletzt wird, wird ihr verboten ins Wasser zu gehen. Sie widersetzt sich jedoch und unternimmt einen heimlichen Tauchgang, der nicht ohne Konsequenzen bleibt und sie kommt dem Geheimnis ihrer Herkunft immer näher.
So fand ich‘s: Es war schon zu Beginn der Lektüre klar, worauf die Geschichte hinauslaufen würde und ich hatte mich auf eine Art Abenteuergeschichte mit mysteriösen Wasserwesen eingestellt. Doch die Intensität und die berührenden Momente, die mir dieses Buch geschenkt haben, habe ich so tatsächlich nicht erwartet. Doch der Reihe nach… Der Erzählstil ist leicht, flüssig und absolut altersgerecht. Die Geschichte wird aus Vickys Sicht in der Ich-Form erzählt. Ich bin nicht der größte Fan von Ich-Erzählungen – aber in diesem Buch hätte alles andere nicht wirklich gepasst. Die Ereignisse aus Vickys Perspektive mitzuerleben, haben die Gefühle und die Bilder im Kopf noch intensiver werden lassen.
Die Beschreibungen des Cenotes in Mexiko sind sehr lebendig und farbenfroh, so dass man sich alles wunderbar vorstellen kann, als wäre man selbst dabei. Allein in der Unterwasserwelt hätte ich gerne noch länger verweilt und ich hätte noch viel mehr Details darüber erfahren wollen. Dieser Teil kommt in der Geschichte für meinen Geschmack ein wenig zu kurz.
Dennoch war ich beim Lesen immer wieder hin und weg und ich fühlte mich zusammen mit Vicky richtiggehend zum Cenote hingezogen. Vicky Sehnsucht ist für gefühlvolle Leser förmlich spürbar und man begreift die Zerbrechlichkeit der Unterwasserwelt, die durch die Menschen bedroht wird. Die Autorin hat es geschafft auf einfühlsame Weise die Themen von Selbstfindung beim Erwachsen werden, Umweltschutz und Familie zu vereinen, ohne die Moralkeule zu schwingen.
Wie schon zu Beginn erwähnt, hat mir dieses Buch einige sehr berührende Augenblicke geschenkt und ich habe auch zwischendurch immer wieder innegehalten, um das Gelesene auf mich wirken zu lassen. Ich hatte eine spannende Geschichte erwartet, die dann viel ruhiger verlief als gedacht. Es gibt durchaus spannende Momente, die jedoch für mich nicht mehr so wichtig waren. Es ist ein ruhiges, unaufgeregtes Buch mit einer wohltuenden Prise Philosophie. Und wer weiß… die Unterwasserwelt ist ja noch lange nicht komplett erforscht… 😉
Dieses Buch war bisher völlig an mir vorbeigegangen, aber dann ist mir sofort das schillernde Cover und der Klappentext aufgefallen. Außerdem machen mich Geschichte rund um Meerwesen immer wieder neugierig.
Vicky, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel Till und dessen Freundin Sandra lebt, ist anders, zum einen optisch und auch sonst kann sie mit ihren Klassenkameraden nicht viel anfangen. Ihr Onkel Till ist Forschungstaucher und Vicky möchte ihn unbedingt nach Mexiko begleiten, wo er eine Unterwasserhöhle erforschen soll. Gemeinsam mit sandra schafft sie es, ihn davon zu überzeugen ihn zu begleiten. Kaum in Mexiko angekommen, übt die Unterwasserhöhle eine magische Anziehungskraft auf Vicky aus.
Das Setting der Geschichte hat mich total begeistert und ist mit Mexiko und den Unterwasserhöhle definitiv mal etwas anderes. Die Autorin beschreibt die Höhle und die Unterwasserwelt unglaublich gut und man spürt die besondere Atmosphäre.
Vicky ist wie bereits beschrieben eine sehr besondere Protagonistin, aber man kann sich sehr gut in ihre Gefühlswelt und die auf sie ausgeübte Anziehungskraft des Meeres hineinversetzen. Es war sehr interessant sie auf ihrem Abenteuer zu begleiten, lediglich die Liebesgeschichte, wenn auch nur dezent angedeutet, wäre für mich nicht notwendig gewesen.
Das Buch hat mich vor allem mit seinem besonderen Setting überzeugt und ich habe es in einem Rutsch gelesen.
Ich weiß gar nicht genau, wie ich dieses Buch beschreiben soll.
So viele Dinge an diesem Buch passen nicht zusammen, z.B. Erzählperspektive, Jargon, Details und jede Menge Logiklöcher. Dazu kommt ein Frauenbild, dass in einem Jugendbuch 2020/21 echt nicht mehr vertreten sein sollte.
"Aqua Mystica" ist ein Buch das ich mit Vorfreude erwartet und regelrecht verschlungen habe. Das liegt zum einen an dem flüssigen Schreibstil der Autorin, als auch an der spannenden und mitreißenden Handlung. Inhaltlich geht es um das Mädchen Victoria das seit dem Tod ihrer Adoptiveltern bei ihrem Onkel Till und seiner Freundin lebt. Dieser Onkel ist Berufstaucher und weltweit unterwegs. Dieses Mal geht für Victoria ein großer Traum in Erfüllung. Sie darf ihren Onkel begleiten, der in Südamerika eine Cenote erforschen soll. Doch schon bei ihrer Ankunft spürt Vicky das etwas anders ist als sonst. Nachdem ihr Onkel bei einem Tauchgang in der Cenote angegriffen wird, ist vielen klar: Hier stimmt etwas nicht. Doch Vicky ist von der Cenote nicht abzubringen und weiterhin fasziniert. Bei ihrem geheimen Allein-Tauchgang entdeckt sie dabei das Geheimnis der Cenote und kommt dabei auch dem Geheimnis das sie umgibt auf die Spur. Denn Vicky ist alles andere als gewöhnlich. Nicht nur ihr Aussehen, auch ihre Schwimmkünste sind etwas ganz besonderes.
An der Seite von Nox fängt für Vicky ein neues Leben an und es hat mich Seite um Seite begeistert dabei sein zu dürfen. Ihre Verbundenheit konnte man beim Lesen förmlich spüren und genießen. "Aqua Mystica" ist ein Meerjungfrauen-Roman der berührt, mich sehr gut unterhalten und in eine verzaubernde Unterwasserwelt entführt hat. Die Autorin Bettina Berlitz beschreibt alles so mitreißend das es ein wahres Vergnügen ist mit Vicky ihre Umgebung und ihr neu entdecktes Leben näher kennen zu lernen. Das Buch hat zudem einen tollen Schutzumschlag, der metallisch glänzt und genauso magisch und märchenhaft ist, wie die Handlung des Buches.
Bettina Belitz hat einen faszinierenden Roman geschrieben Abseits des bekannten. Sie entführt und nach Mexico, wenn Vicky ihren Onkel und Tante begleitet. Sie fühlt sich direkt angezogen von diesem Gewässer. Hier fühlt sie sich willkommen und zuhause. Ganz anders als sonst, wo sie sich sonst nicht einfügen kann und immer etwas anders ist.
Die Geschichte kann sogleich fesseln und besticht durch die außergewöhnliche Welt der mexikanischen Cenoten, die wirklich so anziehend sind, wie im Buch geschrieben. Sie präsentiert und eine sagenumwobenes Unterwasserreich, mysteriöse unheimliche Fische rund Forscher, die bereit sind, alles zu riskieren. Die Beschreibung der Flora und Fauna sind einfach nur einzigartig und man fühlt sich, als wäre man direkt mit vor Ort. Und mittendrin die mutige Vicky, die wirklich bemerkenswert ist. Neben ihr gibt es noch weitere tolle Charaktere, die die Geschichte schön rund machen. Die Handlung baut sich schön auf, bietet so manch tolle Idee und auch einen kleinen Spannungslosen. Es ist einfach eine zauberhafte Geschichte für Leser jeden Alters, die sich gerne in andere Welten entführen lassen.
Aqua Mystica war mal ein ganz anderes Buch über Meerjungfrauen und Meerwesen. Eigentlich habe ich bisschen an die kleine Meerjungfrau nur umgekehrt denken müssen. Ich mochte die Charaktere und den Schreibstil. Auch die Welt des Buches war sehr gut beschrieben, dass man sich hinein träumen konnte. Das Buch ist sehr stark von den inneren Monologen von Vicky geprägt wie sich in der Menschenwelt nicht wohl fühlt und sich nach einem Leben im Meer sehnt. Das alles ist gut geschrieben, doch hatte ich mir viel mehr Abenteuer unter Wasser erhofft und mehr aus dem Leben unter der dem Meer. Es ist mehr die Geschichte über Vickys Transformation, als ihr Leben unter dem Meer. Trotzdem kann ich es empfehlen, denn es ist unterhaltsam, und auch mit dem Ende hätte ich anfangs so nicht gerechnet, auch wenn der Handlungsstrang sehr schnell klar und vorhersehbar ist. Es gelingt der Autorin sehr gut die fantastische Welt und die reale Welt mit einander zu verbinden und aufzuzeigen, wenn diese beiden Welten aufeinander prallen. Vermutlich handelt es sich hier um einen Einzelband, trotzdem würde ich gern mehr aus dieser Welt lesen und kennen lernen, denn einiges blieb für mich unbeantwortet.
Dieses Buch ist ein Jugendroman ab ca. 12 Jahre. Ich denke dass es eher Mädchen als Jungen ansprechen wird, denn im Endeffekt geht es um mythische Wesen: Meerjungfrauen.
Die Protagonistin Vicky ist 14 Jahre alt und lebt bei Onkel und Tante. Sie hat einige Ticks und Problemchen, wodurch sie sich selbst oft als "freaky" empfindet. Für mich als Leser bieten sie schon die ersten Andeutungen, was mit Vicky los sein könnte.
Der Schreibstil ist sehr passend für die Altersstufe, es lässt sich gut und schnell lesen. Und obwohl es nicht wirklich viel Action gibt, ist es doch auch spannend. Die Geschichte ist gut aufgebaut und in sich logisch. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und sympathisch.
Anders als in anderen Meerjungfrauen Geschichten ist hier nicht alles heile Welt. Vicky muss wichtige und schwere Entscheidungen treffen, mit denen sie dann auch leben lernen muss. Genau das hat mir an diesem Jugendbuch gefallen! Es ist nicht einfach Friede, Freude, Eierkuchen, sondern es steckt etwas dahinter.
Die Gestaltung des Buches ist schon ein Traum - und der Inhalt steht dem in nichts nach. Allein der Schreibstil und die tollen Beschreibungen weckten in mir ein unheimliches Fernweh. Ich war noch nie in einer Cenote oder im Urwald konnte es mir aber sehr gut vorstellen. Dabei wirkte das Buch auf mich werde ausschweifend noch zu üppig - ich konnte mich sehr gut in Vicky einfühlen und man freut sich mit ihr oder leidet mit ihr. Die Handlung selbst fand ich etwas vorhersehbar, aber absolut kindgerecht bzw. sehr gut für jüngere Leser geeignet. Auf magische Weise hat mich das Buch trotzdem in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum weglegen. Sehr ans Herz gewachsen ist mir dabei Sandra, Vickys Ziehmutter - so eine Freundin kann man sich nur wünschen. Klare Leseempfehlung - zum Ende bitte Taschentücher bereit halten.
Edit: 20.03.24, Gebe es doch 4 Sterne, da ich immer so schöne Gefühle empfinde, wenn ich daran zurückdenke! Originale Review: Das war so magisch! Ich habe echt meine Liebe für Jugendbücher wieder entdeckt. Die sind einfach perfekt zum abtauchen in magische Welten. Es gab einige wunderschön geschriebene Passagen der Unterwasserwelt, aber leider etwas zu wenige meiner Meinung nach.. Der Plot war auch nicht allzu spannend und insgesamt etwas zu ruhig.. aber ich hab’s trotzdem geliebt! Schönes Sommerbuch :)