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Die Gaben der Pandora. Ahnungen

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Mit dem eisernen Vorsatz, die Prüfung zur allgemeinen Hochschulreife als Jahrgangsbester zu bestehen, wechselt der siebzehnjährige Jakob Heller an das altehrwürdige Reichsstadt-Gymnasium zu Nördlingen. Trotz seines einzelgängerischen Wesens ziehen ihn seine Mitschüler Luise und Valentin, die man in der Stufe rätselhaft zu meiden scheint, rasch in ihren Bann. Im Ringen der drei Abiturienten mit Lehrern, Leistungsdruck und dem Erwachsenwerden ignoriert er die leisen Ahnungen, dass im Dunkeln etwas vor sich geht, lange Zeit, bis es plötzlich gewaltsam in ihr Leben hereinbricht und die Phantome aus dem Schatten treten …

585 pages, Paperback

Published April 6, 2020

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Profile Image for Natalie.
202 reviews
September 8, 2020
Ich bin hin und hergerissen zwischen 2 und 3 Sternen.

Ich würde dieses Buch gerne mögen und guten Gewissens empfehlen können - das wäre doch was, ein lokaler Autor, die Protagonisten sitzen immer mal wieder in dem schnuckeligen Café, in dem ich selbst sonntags sitze.

Leider bin ich mit dem Buch nicht richtig warm geworden.
Was für mich nicht funktioniert hat, ist die etwas antiquierte Sprache des Erzählers. Diese stand (für mich) in einem krassen Kontrast zur Zeit, in der das Buch spielt (der Autor schreibt hierzu nur 20- und meint vermutlich die Jahre zwischen 2000 und ca. 2010). Besonders schlimm waren für mich die Passagen, in denen dann noch wörtliche Rede im Lokaldialekt (Schwäbisch) eingebaut war. Dadurch kommen unter anderem solche Absätze zustande:

Das andere Mädchen sprach ein milderes Urteil über das Bild und hob hervor, wie unzufrieden es mit seinem eigenen Werke sei.
"Boah, i will gar ned wissen, was die Henrike und der Valentin da heut abliefern", sagte die Erste wiederum. "Neba dene kömmer ja nur abkacken. Hoffentlich isch die Traunwieser so gnädig wie ledschdes Jahr..."


"Zwischendurch" sind knapp über 100 Seiten des Tagebuchs einer zentralen Figur eingebaut, die im wesentlichen die Vorgeschichte der Beziehung zu einer weiteren Figur klären sollen. Für meinen Geschmack war das zu lange. Insgesamt fand ich das Buch mit seinen fast 600 Seiten relativ "handlungsarm". Der Klappentext lässt erwarten, dass sich in den Alltag der Protagonisten bald "Phantome aus dem Schatten" einmischen, das passiert (in vollem Umfang) aber erst relativ überstürzt auf den letzten 50 Seiten und wird vorher nur hier und da angedeutet. Entsprechend viele Fragen bleiben am Schluss offen. Gut, das Buch ist als erster Teil einer Trilogie angekündigt und in diesem Kontext mag man vielleicht auch die Handlungsarmut verzeihen, wenn es sich hier nur um eine Einleitung für die eigentliche Geschichte handelt. Das werden die weiteren (noch nicht veröffentlichten) Bände zeigen müssen.

Dass mir die Hauptfigur aufgrund seiner Minderwertigkeitskomplexe nicht sympathisch war, ist insgesamt eher Nebensache.

Insgesamt ein Buch, für das ich mich vor allem wegen der Sprache nicht erwärmen kann. Ein kleiner Pluspunkt: es hat mich in meine Zeit an der Oberstufe zurückversetzt und daher wieder ein paar schöne Erinnerungen hoch geholt :)
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