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Land in Sicht

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Jana hat ihren Vater nie kennengelernt. Alles, was sie über ihn weiß, ist, dass er als Kapitän auf der MS Mozart arbeitet, einem eher wenig glamourösen Kreuzfahrtschiff auf der Donau. Also bucht sie sich kurzerhand eine Woche dort ein. Ob sie sich ihm zu erkennen geben wird, weiß sie noch nicht. Mit knapp hundert Gästen im Seniorenalter und der trinkfesten Bordbesatzung beginnt die Fahrt von Passau nach Wien. Mit großer Sensibilität erzählt Ilona Hartmann die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach den eigenen Wurzeln. Ein Roman voller Situationskomik und ungewöhnlicher Begegnungen, aber auch der Beginn einer zärtlichen, emotionalen Annäherung zwischen Vater und Tochter, die gerade erst lernen, was es heißt, einander Familie zu sein.

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Published August 18, 2020

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About the author

Ilona Hartmann

3 books35 followers
Ilona Hartmann ist freie Autorin und Texterin. Geboren 1990 bei Stuttgart zog sie direkt nach dem Abitur erst nach Leipzig und dann nach Berlin, vor allem aber ins Internet, wo sie bis heute lebt. “Land in Sicht” ist ihr erster Roman. Texte von ihr finden sich regelmäßig auf ZEIT Online, in Der Freitag und auf Twitter. Instagram @ilona_hartmann Twitter @zirkuspony

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Community Reviews

5 stars
185 (10%)
4 stars
552 (29%)
3 stars
803 (43%)
2 stars
268 (14%)
1 star
41 (2%)
Displaying 1 - 30 of 113 reviews
Profile Image for Meike.
Author 1 book5,054 followers
July 30, 2020
Verlage scheinen zunehmend auf den Pull der meinungsstarken Social-Media-Crowd zu setzen und Autor*innen mit großer Followerschaft unter Vertrag zu nehmen (Jasmin Schreiber, Kathrin Weßling, Mareike Fallwickl etc.) - und das muss ja nicht unbedingt schlecht sein, schließlich kommt es bekanntlich drauf an, was hinten raus kommt. Blumenbar hat nun Ilona Hartmann um ihr literarisches Debüt gebeten, und "Land in Sicht" ist das Eregbnis.

Worum es geht soll die Autorin an dieser Stelle mal selbst zusammenfassen: "Eine junge Frau wächst ohne ihren Vater auf und macht sich auf die Suche nach ihm. Sie findet ihn als Kapitän eines Flusskreuzers auf der Donau, wo sie sich kurzerhand inkognito einbucht und eine Woche mit ihm, 120 Rentnern und der trinkfesten Besatzung verbringt. Sie reflektiert auf der Reise ihre eigene Biografie und lernt einen vertrauten Fremden (oder fremden Vertrauten?) kennen." Und ja, es stimmt schon, was der Verlag in seinem PR-Text schreibt: Hartmann erzählt sensibel und hat ein Händchen für Situationskomik.

Kommen wir nun - geneigte Leser*innen ahnen es bereits - zum "aber": Diesen 160 nicht direkt eng bedruckten Seiten, die sich ratzfatz weglesen lassen, fehlt der Wumms. Das ist alles sehr nett und sympathisch und unterhaltsam und tut auch gar nicht weh, aber es nicht herausfordernd oder sonderlich bewegend oder aufwühlend. Wie der Flusskreuzer gleitet der Text durch ruhiges Fahrwasser. Am Ende klappt man das Buch zu und geht zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Damit bleibt Hartmann unter den Möglichkeiten ihres Themas, und vielleicht auch unter ihren eigenen.

Ein solides Beach Read für Balkonien oder das Picknick am Fluß, aber dieses Debüt ist kein Hawaii. Das nächste Buch von Ilona Hartmann würde ich trotzdem lesen.

"Land in Sicht" haben wir auch im Papierstau Podcast diskutiert - hier entlang, bitte! :-)
Profile Image for Marina.
82 reviews
July 28, 2020
Geb aus Prinzip 5 Sterne weil ich so krass lesefaul bin und mich zum schnellen durchlesen motivieren ist so schwer, also #respect.
Fand die länge, für jmd mit der Motivation wieder mehr zu lesen, angenehm und die Story catcht einen.
Fand bissi weird dass zB erste Kapitel 60 Seiten fasst dafür dann Kapitel 7 + 8 nur 10 Seiten??? War am Ende traurig dass es so schnell vorbei war und freu mich auf die hoffentlich nächsten Bücher von Ilona Hartmann.

PS: bin ein sucker für ästhetische bücher GUCKT DOCH MAL WIE SCHÖN DAS BUCH AUSSCHAUT!!!!!!!!
Profile Image for Anika.
967 reviews325 followers
July 30, 2020
ETA: [Dieses Buch haben wir auch im Papierstau Podcast besprochen (Folge 112: Firestarter)] /ETA

Hui, dieses Buch ist ziemlich flott an mir vorbeigerauscht, so kurz und knapp war es. Dabei spielt es eigentlich in einer eher entschleunigten Umgebung: Jana, 24, bucht sich auf einer mehrtägigen Donauschifffahrt ein, da sie den Kapitän der "MS Mozart" als ihren bislang unbekannten Vater identifiziert hat. Wir haben es hier also mit einem doppelten Aufprall zweier jeweils fremder Welten zu tun: Eine Mittzwanzigerin auf einem "Rentnerschiff" sowie das erste Aufeinandertreffen von Vater und Tochter, Beziehungsstatus zueinander unbekannt, da nicht vorhanden.

Damit ist der Inhalt des Buches auch schon zusammengefasst, und viel mehr passiert auch nicht. Klingt nöliger, als es rüberkommen sollte, denn die knapp 160 luftig gesetzten Seiten sind sprachlich ansprechend gefüllt - Ilona Hartmann braucht nicht viel Masse, um mich auf der Ebene gut abzuholen. Mit Bedacht gesetzte Spitzen, ausgesuchte Formulierungen, dabei nie überbordend oder zu abgedreht - mir gefällt das aufs Wesentliche reduzierte, das aufgeräumt-straighte hier sehr. Lieber habe ich beim Lesen mehrfach kleine, verschmitzte Schmunzler im Gesicht und denke mir "Ha! Clever", als dass ich einmal laut auflache.

Ich hab es also gerne gelesen, und es liest sich auch sehr gefällig - bis auf einige wenige Rückblenden wird das Ganze recht "geradeaus" erzählt. Dennoch fehlt mir am Ende etwas, das ich gar nicht mal so wirklich benennen kann. Denn die Geschichte rund um Jana und ihren Vater wirkt einerseits unfertig, eher angekratzt - andererseits aber auch irgendwie auserzählt. Könnte noch mehr dran sein, würde aber auch so durchgehen. Hm. Bisschen wie eine Kurzgeschichte, die als Grundlage für einen Roman dienen soll, dann aber doch so, wie sie ist, durchgewunken wurde.

Vielleicht hätte man dem anderen Part, dem "junge Frau unter alten Menschen" noch mehr Zeit und Raum zum Entwickeln geben können. Denn die anderen Charaktere kommen und gehen, ohne große Eindrücke zu hinterlassen. Das ist schade und fühlt sich nach einer verpassten Chance an, denn ich hätte hierzu gerne mehr von Ilona Hartmann gelesen. Ihre Gedanken zu Jana und der Vaterthematik waren teils sehr vielversprechend.

Wird also gespeichert unter "interessantes Debüt, mal schauen, was da noch so kommt."
Profile Image for Kai.
32 reviews
July 23, 2020
Jana, beseelt von einer nächtlichen Unterhaltung über Väter, beschließt mit Mitte Zwanzig endlich auch ihren eigenen kennenzulernen. Sie bucht eine Donau-Kreuzfahrt auf der MS Mozart, deren Kapitän, das ist ja der Witz, ihr Vater Milan ist. Das Buch ist in die acht Reisetage zwischen Passau und Wien eingeteilt (was schon so viel verrät, dass sie nicht eher abreist, auch wenn sie es mehrfach in Erwägung zieht) und liest sich in wenigen Stunden weg.

Nun denn, was soll ich sagen? Nett? Aber auch für ein Debüt relativ schwach. Ich bin großer Fan von Hartmanns Humor - und wenn es Menschen gibt, denen ich den kurzzeitigen Ruhm, den Social Media Pop-Literatur mit sich bringt, gönne, dann sind es junge Frauen. Aber, um einer Rezensentin beizupflichten, Ilona Hartmann bleibt unter ihren Möglichkeiten.

Das Buch hat schöne Momente, ich hätte es aber beinahe nach den ersten paar Seiten weggelegt. Über 30 Adjektive, gerade mal auf den ersten beiden Seiten - der Anfang des "Romans" liest sich wie ein humoristischer Schulaufsatz über die vergangenen Sommerferien. Einige Seiten später ist der Schreibstil etwas selbstbewusster. So richtig glänzt das Buch jedoch an keiner Stelle - das Mitgefühl und die Liebe, die Hartmanns Protagonistin ihren Eltern entgegenbringt, gehören für mich zu den positiveren Aspekten dieses Debüts (trotz der oberflächlichen Abhandlung).

Leider plätschert die Geschichte aber einfach so folgenlos vor sich hin, ohne bei mir einen tieferen Eindruck zu hinterlassen. Ich hatte das Gefühl, dass Hartmann kein Risiko eingehen wollte und sehr vorsichtig geschrieben hat. Gerade weil sie so vage bleibt, schafft sie es, die Gefühlslage ihrer Crowd aus Millennials und eventuell einigen Gen Z Kids persönlich anzusprechen: Flucht vor dem Dorfleben? Relateable. Desillusionierung während des Studiums? Relateable. Feststellung, dass Berlin doch nicht so geil ist? Relateable, relateable, relateable. Substanz? Fehlanzeige.

Am rührendsten fand ich die wenigen Stellen, an denen sie Vaterschaft nicht oberflächlich reflektiert, sondern, so nehme ich an, aus eigener Erfahrung spricht.

Nichtsdestotrotz sind mir einige Details schleierhaft, die eher mit dem Verlag als mit der Autorin zu tun haben:

1. Das Lektorat des Textes scheint mir etwas ungenügend (auch wenn ich die Erstfassung des Manuskripts natürlich nicht kenne). Das Tempus des Romans ist all over the place, kein Charakter schafft es mehr als eine Schablone zu sein (nicht einmal die Protagonistin), selbst Hartmanns Komik ist unerwartet schnell abgelutscht.
Ich hätte das Manuskript gar nicht erst durchgelassen um ehrlich zu sein. Der Stoff ist gut genug für eine Kurzgeschichte, aber für einen "Roman" reicht das meiner Meinung nach noch lange nicht. Das hat der Aufbau Verlag scheinbar anders gesehen, na ja.

2. Ich habe neulich gelesen, dass die Entstehung dieses Buchs zwei Jahre gedauert haben soll. Versteht mich nicht falsch, ich spreche hier nicht als Vertreter*in einer kapitalistischen Verwertungslogik sondern als schreibende Person. Für zwei Jahre Arbeit ist das Ergebnis doch recht dünn. In meiner E-Book Ausgabe zählt das Buch gerade einmal 114 Seiten (ich habe mich teilweise gefragt, ob das ein Fehler ist?), zieht man die zahlreichen Leerseiten ab, ist man bei unter 100 Seiten Manuskript. Puh.
Wo wir schon beim nächsten Punkt wären:

3. 18 Euro für dieses Buch zu verlangen, finde ich dreist. Die Hardcover-Ausgabe dient mMn ausschließlich dazu, darüber hinwegzutäuschen, dass es sich bei "Land in Sicht" eher um ein Heft handelt. Ich dachte schon, es sei nur der Hanser Verlag, der die Preise arg angezogen hätte, aber auch bei Aufbau scheinen neuerdings schräge preisliche Vorstellungen zu herrschen.

Aber hey, junge, hübsche, weiße Frau. Lasst mal die Seele aus ihr herausvermarkten und sie überall, wo nur geht, in der Presse platzieren, damit dem Feuilleton möglichst nicht auffällt, dass ihr Buch wenig gehaltvoll ist.
Das soll keine Kritik an Hartmann sein, sondern an dieser neuen Art des aggressiven Marketings und der Anwerbung über Twitter und Instagram. Ich kann die Tik Tok Literatur kaum abwarten. Wahrscheinlich kommt bald Sebastian Hotz mit einem nachdenklichen Debüt über "Ohio is for Lovers" um die Ecke.

Ich hoffe nur, dass Hartmann wenigstens einen vernünftigen Vorschuss für das Buch bezahlt bekommen hat und fürs Erste finanziell gut genug abgesichert ist, um in Ruhe an weiteren Texten (so sie welche plant) arbeiten zu können.

So negativ meine Rezension auch klingen mag: Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, musste mehrfach laut auflachen (auch wenn der Humor deutlich zahmer war, als auf Hartmanns Twitter-Account) und hatte einige Stellen, an denen ich mich mit der Protagonistin wegen gemeinsamer daddy issues identifizieren konnte. Ich bin nur enttäuscht darüber, dass Ilona Hartmann sich in die Riege der Jasmin Schreibers und Kathrin Weßlings einreiht. Ich hatte gehofft, dass von ihr mehr zu erwarten wäre, schade drum.
Trotzdem mein herzliches Beileid dafür, dass ihr Debüt ausgerechnet in diesem beschissenen Jahr rauskommen muss und entsprechend viele Lesungen und Termine aus, nun ja globalen Gründen, wegfallen werden.

Sollte sie in Zukunft weiterschreiben, würde ich nochmal einen Anlauf wagen. Aber fürs Erste scheint Ilona Hartmann bei der Kürzestform Twitter ihre Meisterdisziplin gefunden zu haben. Ein "Statusmeldungen" à la Sargnagel hätte als Buch vielleicht besser funktioniert (und wäre sicher um einiges dicker geworden). Leider nur 2,5 Sterne.
Profile Image for Jemima.
316 reviews24 followers
January 2, 2021
Schade. Hatte mir durch die Lobeshymnen auf der Rückseite des Buches und den privaten Empfehlungen mehr versprochen. Die Story ist schnell erzählt, Tochter sucht Erzeuger. Inhaltlich fand ich die Geschichte eher langweilig und irrelevant. Sprachlich hat es mich leider auch nicht vom Hocker gehauen.
Profile Image for _Leselust_.
295 reviews38 followers
November 13, 2020
Ich kann mich den vielen begeisterten Stimmen leider nicht anschließen. Ich fand die Geschichte eher langweilig bis unglaubwürdig. Der Humor konnte mich nicht erreichen und auch auf der emotionalen Ebene hat mich die Geschichte eher kalt gelassen. Zum Glück war das Buch sehr dünn, sonst hätte ich es wahrscheinlich nicht bis zum Ende durchgehalten.
Ich kann "Land in Sicht" leider nicht empfehlen.
Profile Image for Kat Jacobi.
119 reviews7 followers
July 21, 2020
Leider kann ich diesem Debüt nicht mehr als 3 Sterne geben. Eher 2,5 wohl. Leider. Denn ich bin ein großer Fan von Ilonas Hartmanns Witz und Gespür für Sprache.

Davon merkt man in ihrem Roman leider nicht viel. Sie hat ein gutes Auge und beschreibt präzise absurde Situationen, trotzdem bleiben ihre Charaktere alle flach, man taucht nicht in sie ein, was auch an der Länge (oder Kürze) der Geschichte liegen mag. Eine Giulia Becker beispielsweise beschreibt auch schrullige Charaktere, aber schafft es dass diese real wirken, das bleibt bei ‘Land in Sicht’ leider vollends aus.
Generell fehlen dem Buch mindestens 100 Seiten. Diese emotionale Story ist viel zu kurz abgehandelt worden, als Leserin habe ich gar keine Chance mitzufühlen. Alles in allem liest es sich eher wie schnell dahergeschrieben, als wirklich durchdacht, was schade ist, denn die Thematik auch mit dem Hintergrund der autobiografischen Einflüsse, ist eine sehr spannende. Das Ende lässt mich sehr unbefriedigt zurück.

Sehr schade.

Profile Image for Miss Bookiverse.
2,238 reviews87 followers
August 23, 2020
Von Ilona Hartmann kannte ich bisher ausschließlich Screenshots ihrer witzigen und wortgewandten Tweets, deshalb habe ich diesen Humor auch von ihrem Debütroman erwartet. Diese Erwartung solltet ihr aber alle direkt mal streichen, weil dieses Buch überhaupt nicht lustig ist und auch gar nicht sein möchte, obwohl es von einer jungen Frau erzählt, die den Altersunterschied auf einem Kreuzfahrtschiff senkt und sich urkomische Beschreibungen allerhand schrulliger Fahrgäste angeboten hätten. Stattdessen geht es aber darum, dass Jana ihren Vater auf dem Schiff aufspürt und ihm damit das erste Mal in ihrem Leben begegnet. Verständlicherweise ist Jana mit diesem Aufeinandertreffen überfordert und es fluten eine Unmenge an Emotionen und Gedanken auf sie ein, das ist definitiv realistisch, aber mit gerade mal 3 Hörbuchstunden bzw. 160 Buchseiten geht die Erfahrung nie über diese ersten Eindrücke hinaus. Es ist eine Momentaufnahme, die kaum die Möglichkeit hat in die Tiefe zu gehen. Dabei hätte mich genau das bei einer so komplizierten Vater-Tochter-Beziehung interessiert. Abstand hätte dem Roman sicher gut getan; wenn Jana später auf diese Erlebnisse zurückblickt. Aber was wir kriegen ist das Hier und Jetzt und das ist blitzschnell vorbei und klingt kaum nach.
Profile Image for SiSa.
36 reviews1 follower
December 13, 2020
Tolle Sprache, starke Sätze zum Ankreuzen, aber viel zu kurz, zu kurz.
Profile Image for JoBerlin.
359 reviews40 followers
August 8, 2020
Ilona Hartmann ist eine junge Autorin und Texterin, mit gut bekanntem Twitter-Account und regelmäßigen Publikationen auf "ZEIT Online" und Jakob Augsteins "Der Freitag". Zu ihren Lieblingsthemen gehören Stadt-, Pop-, und Netzkultur.
Pünktlich zu den Sommerferien 2020 veröffentlicht sie nun im Verlag Blumenbar ihr erstes Buch, das eher dem weiteren Interessengebiet "das seltsame Leben an sich" zuzurechnen ist.

Und darum geht es: Junge Frau unternimmt Flusskreuzfahrt um dabei den Kapitän, ihren unbekannten Vater, kennenzulernen und zur Rechenschafft zu ziehen.
Eine Kreuzfahrt, das wissen wir durch viele Beispiele aus Literatur und eigener Anschauung, bietet oft Anlass zu überbordender Heiterkeit, aber auch so dann und wann zu unmäßiger Traurigkeit.
Und Ilona Hartmann gelingt genau diese gute summer-read Mischung, einerseits mit anekdotenhaften Beschreibungen der Mitreisenden – Kalau in Sicht, bangt man etwas um den Fortgang des Geschehens ---andererseits jedoch, in den Passagen und Gesprächen mit dem Vater lost and found, zeigt sie großartige Formulierungen, die berühren.
So nach einer der ersten Begegnungen: " Höflich verabschiede ich mich in meine Kabine. Luft hole ich erst wieder, als die Tür ins Schloss gefallen ist und ich mit der Stirn am Fenster lehne. Draußen trägt jemand mit zittrigen Händen den Fluss vorbei."

Ich bin gespannt – wird es ein zweites Buch geben? Ich glaube ja und es wird gut werden, so wie das hier vorliegende: Inspiriert, witzig, frech, indulgent, glaubwürdig, berührend.
Profile Image for Katzi.
156 reviews
September 28, 2020
Kurzweiliges aber sehr empfehlenswertes Vergnügen. Danke an Netgalley und den Aufbauverlag für das Rezensionsexemplar.

Jana unternimmt als wohl jüngste an Bord eine Donauschifffahrt Wien-Passau-Wien. Wieso? Weil ihr, bis dato unbekannter, leiblicher Vater der Kapitän der MS Mozart ist. So schnell ist die Handlung dieses kleinen Debutbüchleins auch schon erklärt. Ob und wie sie sich ihm als Tochter offenbart. Ob er der Vater ist den sie sich immer vorgestellt hat. All das erfährt man dann in einem unterhaltsamen Ton, der nichtsdestotrotz sehr viel Tiefe enthält. Was macht aus, wer wir sind? Können wir vermissen, was wir gar nicht kennen? Ist es okay sich trotz der Aufopferung der alleinerziehenden Mutter den Kontakt zum Vater zu wünschen? Haben wir wirklich Wurzeln, wenn wir nur ein Elternteil kennen? Lässt sich wirklich alles auf die Eltern zurückführen? Jede dieser Fragen kam mir in den Sinn, ob nun im Buch abgehandelt oder nicht. Auf einige der versteckten Gedanken hinter den schön geschriebenen Sätzen kam ich erst im Nachhinein. Wirkt nach, aber dann hätte man gern noch mehr davon.
Es war mir eindeutig ein wenig zu kurz. Man hätte sich eventuell noch mehr Einsicht in des Vaters Gefühlswelt gewünscht. Oder mehr von der Besatzung gelernt. Die treten ein bisschen wie die komischen Nebenfiguren in einem Kabarett auf.
Ich glaube es gibt kaum eine unaufgeregtere Art seinen Vater kennenzulernen als auf so einer kleinen Flussreise. Schön, dass ich mitgenommen wurde!
Es ist so einfühlsam geschrieben. Aber auch herrlich (selbst-)ironisch. Und ein Genuss. Ich könnte auf Anhieb ca. 7 Zitate aufsagen, die mir so viel Lesefreude bereitet haben, wie nur selten. Ich möchte Ilona Hartmann auf jeden Fall im Auge behalten.

"Die Gäste müssen immer entweder satt, betrunken oder beides zugleich sein."
Profile Image for Buchdoktor.
2,367 reviews190 followers
July 19, 2020
Ein Gespräch an einer Bar bringt Jana dazu, endlich ihren Vater zu suchen. Diese unbestimmte Sehnsucht war ihr bisher fremd. Doch unternimmt sie weiter nichts, wird sie sich ihr Leben lang unvollständig fühlen. Fragen Fremder nach Janas Vater hatte ihre Mutter sich schon immer geschickt entzogen. Das Konzept Vater blieb dem Mädchen fremd, Väter anderer Kinder wirkten leicht unheimlich auf sie. Als Jana bei ihrer Mutter ein altes Foto findet und Freundin Tessa sofort die Ähnlichkeit zwischen Vater und Tochter wahrnimmt, fällt ihr der nächste Schritt nicht schwer. Milan arbeitet als Kapitän eines Schiffs für Donau-Kreuzfahrten und Jana bucht auf diesem Schiff eine Woche Passau-Wien. Vermutlich ist sie die einzige Person unter 60 an Bord. Immerhin kommen die Passagiere aus aller Welt; bei Tisch spricht man Englisch. Flusskreuzfahrten bieten kurzen Tapetenwechsel, ohne dass Passagiere unterwegs mit zu viel Fremdem konfrontiert würden. Und - auf Flüssen werden Passagier nicht seekrank, heißt es. An Bord gibt es keine Extras, nur ein paar Gesellschaftsspiele zum Ausleihen und Bob, den Alleinunterhalter.

Zwischen blätterndem Charme von Deckenventilatoren und goldenen Handläufen entwickelt sich die Spurensuche der Icherzählerin. Wird sie sich Milan zu erkennen geben und nach der Flussfahrt als Tochter eines Vaters von Bord gehen? Leute wie Milan arbeiten als Fahrradkurier oder Skilehrer, sie ziehen von Ort zu Ort; ihre Kunden stellen keine unnützen Fragen. Noch ehe Jana bewusst wird, dass es auch sie nicht lange an einem Ort hält, zeigen sich die Lebensläufe von Vater und Tochter verblüffend ähnlich. Wie Milan 25 Jahre zuvor Frau und Tochter verlorengingen, wirkt mit dieser Parallele vor Augen nur folgerichtig.

Auf knappen 160 Seiten konzentriert sich Ilona Hartmanns Icherzählerin auf ihre Vatersuche. Jana erzählt von ihrer Flussfahrt klug und voller Humor. Hätte sie mehr über das Schiff erzählt und was draußen am Ufer vor sich geht, hätte ich auch das aus ihrer Feder genossen.
Profile Image for Lisbeth.
81 reviews11 followers
June 17, 2023
Eine sehr unterhaltsam und lustig geschriebene Geschichte, die sich locker weglesen lässt und trotzdem ernsthafte Themen aufgreift!

Ich finde Ilona Hartmanns Beschreibungen von dem Kreuzfahrtpublikum und der Geschichten von Bord sehr witzig. Doch durch die Rückblicke in die eigene Kindheit bleibt auch die Tragik zwischen den Zeilen dieser Vater-Tochter-Story die ganze Zeit spürbar. Es bleibt die Frage, ob die Protagonistin sich wohl auf die Suche nach ihrem Vater gemacht hätte, wenn die patriarchale Gesellschaft ihr nicht gespiegelt hätte, dass dieser in ihrem Leben fehlt. Darüber werde ich noch länger nachdenken.
Profile Image for Elsa.
22 reviews
April 23, 2022
So ein toller erster Roman! Kann mich nur Charlotte Roche und Ronja von Rönne anschließen! Bitte unbedingt lesen 🌻
Profile Image for Timon Meisel.
7 reviews
May 12, 2024
Hab etwas gestrugglet mit der Bewertung, die Story ist gut erzählt, der Wortwitz sitzt meistens, wir streifen ein paar interessante Charaktere... aber am Ende kommen wir an keinem interessanten Punkt an, und die Charaktere werden eben auch vor allem nir gestreift. Die Erzählstimme der Protagonistin ist von der Rede Milans auch stilistisch gar nicht mal so unterschiedlich. Etwas mehr stilistisches Feingefühl hätte dem Buch sicher gut getan. 3,5 Sterne.
Profile Image for Regan.
632 reviews79 followers
August 5, 2022
Jana's never met her father; she doesn't know anything about him but that he's a cruise ship captain on the MS Mozart, so she books herself a ticket. Sometimes sweet, sometimes funny, but not especially interesting or engaging. In the end, nothing much happened, and when things did happen, they were exactly what I expected.
Profile Image for anne.
62 reviews2 followers
August 4, 2023
ganz nett, aber irgendwie so belanglos? die geschichte plätschert so dahin und liest sich ganz gut, mehr aber auch nicht. hab von meinem absoluten internet crush irgendwie mehr erwartet :/
Profile Image for Eva.
165 reviews15 followers
November 2, 2022
3,5 ⭐ fällt mir schwer, hier eine wirkliche Meinung abzugeben - manche (Neben)Sätze waren wahnsinnig gut und witzig, aber leider war das Buch mit 150 Seiten relativ kurz und teilweise hat die Tiefe gefehlt, aber irgendwie hat das das Buch auch ausgemacht? Schwierig schwierig
Profile Image for Daniel Zent.
23 reviews
January 30, 2021
„Land in Sicht“ nimmt uns mit auf eine skurrile, wenn nicht sogar unangenehme Kreuzfahrt auf der Donau. Eine Tochter sucht ihren Vater, der auf besagtem Schiff Kapitän ist.

Auf den wenigen Seiten ist nicht wirklich viel mehr Handlung geboten. Leider. Der Klappentext hat meine Vorfreude sehr entfacht. Umso enttäuschender war es als ich durch diesen Roman durchrauschte.

Es wirkt auf mich als hätte die Autorin die einzelnen Charaktere nicht genügend ausgearbeitet. Keiner der Protagonisten hatte irgendwas besonderes an sich, ist sogar flach. Die Situationen in denen sich die Charaktere wiederfinden sind eher umkreativ und tragen meiner Meinung nach nicht zur Dynamik der Erzählstrangs bei.

Teilweise hatte ich das Gefühl, der Autorin fiel es schwer eine Geschichte mit Wendungen und Interessanten Gedanken aufzubauen. Manchmal dachte ich sogar die Autorin schreibt einfach nur um irgendwas zu schreiben und nicht um eine packende Geschichte auf den Tisch zu bringen.

Nichtsdestotrotz gab es vereinzelte Passagen in denen ich abgeholt wurde, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Nur leider waren diese Passagen sehr schnell beendet, obwohl es meiner Meinung nach erst hier hätte losgehen sollen.

Die Autorin hätte sich meiner Meinung nach gerne ein paar Seiten mehr Zeit lassen können um uns mehr über die Protagonisten zu erzählen. Die Biographie, Gedankenwelt, Gefühle. Dementsprechend nur 2 Sterne.
Man kann dieses Buch ruhig lesen wenn man was Entspanntes für zwischendurch sucht. Nach großartiger Literatur sucht man hier vergebens.
Profile Image for hanna.
271 reviews
Read
September 25, 2020
hat mir gefallen, hätte aber mehr gekonnt...
als hörbuch war 'land in sicht' für mich richtig perfekt. mitreißend, unterhaltsam und witzig, mit einem charmanten und einfach angenehmen schreibstil. ich hab es gerne gehört - und hätte damit auch noch weiter gemacht. ich fand es nämlich leider ein bisschen zu kurz.

die autorin ist übrigens super sympathisch. ich war bei einer lesung von ihr, und da gab es einen interessanten diskussionspunkt: warum in dem buch so wenig social media, popkultur usw. vorkommt. sie hat geanwortet, dass sie einen zeitlosen roman schreiben wollte.
das ist auf jeden fall gelungen. ich frage mich aber, ob nicht genau das das buch ein bisschen uninteressant macht, ein bisschen unspezifisch irgendwie.
insgesamt war es nett, aber nicht weltbewegend :)

egal, ich werde ilona hartmanns zukünftige texte trotzdem auf jeden fall wieder lesen!
Profile Image for Franziska.
183 reviews19 followers
October 29, 2020
Jana begibt sich auf eine Flusskreuzfahrt, wo sie deutlich den Altersdurchschnitt senkt. Im Gegensatz zum Rest der Reisegesellschaft freut sie sich nicht auf die Kulturhighlights entlang der Donau, sondern möchte erstmals ihren Vater treffen, der Kapitän dieses Dampfers ist.

Das Thema an sich fand ich interessant, aber die Story hat mich am Ende nie wirklich berührt und ich war froh, dass das Buch kaum mehr als 100 Seiten hat. Mir haben Tiefgang und Emotionen gefällt. Alles wirkt merkwürdig flach und distanziert.

Kann man schnell mal zwischendurch lesen, wird bei mir aber nicht lange hängen bleiben. Schade.

Empfohlen für alle, die noch nie eine Flusskreuzfahrt machen wollten. Kleiner Spoiler: das wird sich nach der Lektüre auch nicht ändern.

2.5 Sterne
Profile Image for Johanna.
355 reviews1 follower
October 2, 2022
3,5 sterne. Tatsächlich überraschend gut
Profile Image for Tim.
26 reviews
April 21, 2024
3 Sterne fühlt sich falsch an, immerhin hat mir mir der Schreibstil sehr gefallen und ich hab es fix weggesnackt.
Mehr kann ich aber schwer rechtfertigen weil es doch nur in gleichem Pace vor sich hinplätschert.
Displaying 1 - 30 of 113 reviews

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