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Wir müssen reden, Frau Doktor!: Wie Ärzte ticken und was Patienten brauchen

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Sprechen Sie Arzt? Das neue Buch der Bestsellerautorin und Patientenversteherin Dr. med. Yael Adler

So gelingt die Kommunikation mit Ihrem ArztWie verschiedene Ärzte-Typen und Patienten-Typen zueinander findenUnterhaltsam, aufschlussreich und der garantierte Weg zu einem starken Team aus Arzt und PatientArzt und Patient – diese Beziehung ist wichtig, oft sogar lebenswichtig. Leider steckt sie in der Krise. Du verstehst mich nicht! Nie hast du Zeit für mich! Ich vertraue dir nicht mehr! Vorwürfe wie diese gibt es in Arztpraxen und Kliniken gleichermaßen. Mangelnde Empathie und Zuwendung führen bei Patienten zu Frust und Zweifel und behindern Therapieerfolge. Dr. med. Yael Adler zeigt pointiert und anhand zahlreicher Fallgeschichten, welche Typen von Ärzten und Patienten es gibt, wie beide ticken und welche Rollen sie jeweils in der Arzt-Patient-Beziehung spielen.

Da gibt es beispielsweise die Ärzte-Dinos, eine aussterbende Art, die sich durch große Kompetenz, warmherzige Menschenliebe und den ganzheitlichen Blick auf den Kranken auszeichnet, dann die Technikgläubigen, die allein ihren Geräten vertrauen, und die Narzissten, denen Anerkennung über alles geht. Auf der Patientenseite begegnet der Arzt unter anderem hartnäckigen Krankheitsleugnern oder panischen Hypochondern, ganz zu schwiegen vom Internet-Patienten, der am liebsten den Diagnosen von Dr. Google Glauben schenkt.

Yael Adler verrät nun, wie eine echte respektvolle Kommunikation zwischen beiden gelingen kann. Denn nur wenn der Arzt uns wirklich zuhört und auch wir besser verstehen, was er uns sagen will, können Arzt und Patient zu einem richtig starken Team werden. Ein Team, das auch die schweren Momente einer Krankheit erfolgreich meistern kann; und zwar im vertrauensvollen Miteinander.

369 pages, Kindle Edition

Published August 27, 2020

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Yael Adler

9 books11 followers

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Profile Image for Claudia - BookButterflies.
567 reviews318 followers
March 2, 2025
Dr. med. Yael Adler gelingt es auf sympathisch-sachliche Weise, das schwierige und oft konfliktreiche Verhältnis zwischen Arzt und Patient zu beleuchten. Mit ihrem angenehm zugänglichen Schreibstil, humorvollen Anekdoten aus ihrem Berufsalltag und einem klaren Blick auf die Realität unseres Gesundheitssystems schafft sie eine echte Bereicherung für jeden, der sich mit dem Thema Kommunikation im medizinischen Kontext beschäftigen möchte.

Das Buch geht sehr strukturiert vor: Zunächst wird die Beziehung zwischen Arzt und Patient fast schon wie eine Partnerschaft analysiert; mit all ihren Höhen und Tiefen. Dabei stellt Dr. Adler verschiedene Typen vor, die einem im Behandlungszimmer begegnen können. Auf der Arztseite gibt es zum Beispiel den Kittelträger, den Technikgläubigen oder den Narzissten. Auf der Patientenseite treffen wir den Ängstlichen, den Hypochonder oder den berüchtigten Dr. Google-Patienten. Hier fand ich es spannend, meinen eigenen Typus zu hinterfragen und dabei auch zu verstehen, wie Ärzte auf unterschiedliche Patiententypen reagieren.
Besonders hilfreich fand ich die Kapitel, in denen Adler typische Kommunikationsfehler analysiert und konkrete Tipps gibt, wie man sich besser auf einen Arztbesuch vorbereiten kann. Sie zeigt, wie wichtig es ist, die eigene Krankengeschichte kurz und prägnant darzustellen und welche Fragen man unbedingt stellen sollte, um Missverständnisse zu vermeiden. Dabei greift sie immer wieder auf humorvolle, aber auch nachdenkliche Fallgeschichten zurück, die sie entweder selbst erlebt oder von Kolleginnen, Kollegen und Patienten gehört hat. Das macht die Inhalte greifbar und lebendig.
Ein weiteres Highlight des Buches ist Adlers kritischer, aber fairer Blick auf unser Gesundheitssystem. Sie lobt, was gut funktioniert, spart aber auch nicht mit Kritik an Missständen, die dringend reformiert werden müssten. Diese ehrliche Auseinandersetzung macht sie für mich nur noch sympathischer und glaubwüdiger; vor allem, weil sie sich dabei klar auf wissenschaftliche Fakten stützt. Fans von fragwürdigen Heilmethoden oder nicht evidenzbasierten Wundermittelchen könnten sich hier allerdings etwas angegriffen fühlen. Für mich persönlich unterstreichen Adlers Aussagen jedoch ihre Integrität und Seriosität als Ãrztin und Wissenschaftlerin.
Das Buch ist voller kluger Empfehlungen, Denkanstöße und Infos, die in einer sehr zugänglichen und unterhaltsamen Form präsentiert werden. Die s/w-Zeichnungen lockern den Text zusätzlich auf, auch wenn es nicht die schönsten sind. Es ist keine schwere Kost; im Gegenteil: „Wir müssen reden, Frau Doktor“ liest sich auch entspannt nach einem langen Tag als Abendlektüre.
Einen Kritikpunkt gibt es dennoch: Manche Aussagen wiederholen sich hin und wieder, was das Leseerlebnis gelegentlich etwas redundant macht. Das schmälert aber keineswegs den Gesamteindruck.
Für mich ein absolut empfehlenswertes Buch für alle, die mehr über Arzt-Patienten-Kommunikation erfahren möchten. Es hat mir nicht nur neue Einblicke gegeben, sondern auch ein paar Lacher beschert. Ich würde es am liebsten jedem Arzt und jeder Ãrztin ans Herz legen; und natürlich auch allen, die das nächste Gespräch mit ihrem Arzt entspannter und effektiver gestalten wollen. Ein rundum gelungenes Buch!
Profile Image for Wedma.
438 reviews11 followers
September 1, 2020
Dr. med. Adler hat erneut ein informatives und unterhaltsames Werk vorgelegt, das heute stark aktuelles Thema aus diversen Blickwinkeln beleuchtet: bessere Verständigung zwischen den Patienten und den Ärzten. Denn davon, wie gut Arzt und Patient miteinander auskommen, hängt vieles ab, die Genesung des Patienten eingeschlossen. Dies wurde anhand des Beispiels aus dem realen Leben gleich am Anfang beschrieben. Die Geschichte von Markus, Anfang 50, bei dem Prostatakarzinom im Frühstadium entdeckt wurde, und wie es ihm damit erging, beeindruckt nicht nur, sie macht deutlich, was alles schiefgehen kann, wenn man eine weniger geschickte Kommunikation mit den Ärzten an den Tag legt. Es geht praktisch ums Leben und Tod.
Dr. Adler geht wohl geordnet vor und untersucht zunächst die Beziehung Patient-Arzt. Dabei unterscheidet sie diverse Arzttypen wie „Der Kittelträger“, „Der Dino“, „Der ‚Spezialist‘“, „Der Technikgläubiger“, „Der Hypochonder“ usw. Jeder Typ ist auf ca. 3 Seiten beschrieben samt Fazit, was für diesen Arzttypus wichtig ist und wie man mit ihm am besten umgeht. Die Ärzte-Klischees, z.B. wie sich die Chirurgen, Hautärzte, Kardiologen usw. typischerweise verhalten und wie man dies sich zunutze machen kann, findet man im Anschluss.
Im nächsten Kapitel folgen die Patiententypen wie „Der Zwanghafte (Listenschreiber)“, „Der Ängstliche I und II“, „Der Hypochonder“ usw. Hier ist interessant zu schauen, zu welchem Typus man selbst tendiert, und wie die Ärzte mit so einem Typus im Normalfall umgehen.
Auch einige Internetadressen der Gesundheitsportale wurden hier gegeben, die man gern nutzen kann, statt zum Dr.-bekannte-Suchmaschine zu greifen uvm.
Man erfährt hier u.a., was in bestimmten Situationen zu tun angebracht wäre, z.B. „Was tun, wenn mein Arzt mir teure Zusatzleistungen verkaufen will?“ S. 179ff. Die Empfehlungen sind in einer kleinen Tabelle zusammengefasst, dazu kommt eine Internetseite, auf der die Zusatzleistungen beschrieben sind, sodass man selbst abschätzen kann, ob man sie wirklich braucht. Das Thema Vertrauen zw. Arzt und Patient wurde hier ebenfalls beleuchtet, genauso wie und was tun, wenn man den Arzt wechseln möchte uvm.
Dr. Adler zeigt die gröbsten Fehler auf, die die Ärzte und Patienten in einem Gespräch miteinander begehen können. Sie erklärt, wie man sich am besten auf einen Arztbesuch vorbereitet und effizient kommuniziert.
Man erhält also eine sehr gute Entscheidungsgrundlage für die Fragen, die viele Patienten beschäftigen.
Es gibt hier noch weitere spannende Themen, auf die ich in diesem Rahmen nicht eingehe.

Fazit: Ein Buch voller Empfehlungen, Infos, Gedankenanstöße in einer sehr zugänglichen und für jeden verständlichen Form: klar, hin und wieder mit lustigen s/w Zeichnungen lesefreundlich aufbereitet. Ein sehr guter Ratgeber, den ich gern weiterempfehle.
Profile Image for Sani Hachidori.
182 reviews3 followers
November 29, 2020
INHALT:

Das Buch verspricht einen Überblick darüber, wie Ärzte ticken und was Patienten brauchen. Dabei soll die Wichtigkeit einer gesunden Beziehung zwischen diesen beiden Parteien unterstrichen werden.

In 16 Kapiteln plus Einleitung und Nachwort berichtet die Autorin nicht nur über Ärzte- und Patienten-Klischees, sondern auch über die Grundlagen unseres Gesundheitssystems und Kommunikation. Außerdem werden exemplarisch Probleme dargestellt, die in dieser Beziehung auftauchen können sowie Tipps für beide Seiten gegeben, um die Kommunikation und Beziehung zu verbessern.

Oft werden Anekdoten erzählt, die die Autorin entweder selbst erlebt oder von anderen Ärzten oder Patienten erzählt bekommen hat. Das macht die Erklärungen gut nachvollziehbar und lebhaft.

Bei den beschriebenen Klischees hätte ich mir gewünscht, dass diese nicht nur auf den Erfahrungen der Autorin selbst beruhen, sondern in Umfragen o.ä. erhoben worden wären. So ist es nur ein Auszug einer einzelnen Meinung und ich habe oft gedacht, dass ich diese Arzt-Typen gar nicht kenne bzw. ich die Ärzte, die ich erlebt habe gar nicht in diesem Buch repräsentiert finde. So ging es mir teilweise auch mit den Krankheiten oder mit den Schilderungen von Problemen. Natürlich kann nicht von allen existierenden Krankheiten gesprochen werden, das würde den Rahmen sprengen, aber ich hätte mir zumindest bei der Schilderung der Krisen der Beziehung zwischen Arzt und Patient gewünscht, dass ich mich dort wiederfinde. Die Probleme, die für mich existieren, wurden dort nicht wirklich abgedeckt, was ich sehr schade fand.

Ebenfalls auffällig waren die oft abwertenden und negativen Äußerungen über alternative Heilmethoden. Natürlich sollten Patienten vor Abzocke geschützt werden, aber ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass die Offenheit gegenüber Methoden wie ganzheitlicher Osteopathie oder Homöopathie nicht vorhanden war. Dabei weist die Autorin selbst auf einen Zusammenhang zwischen Körper und Geist hin und darauf, dass diese beiden Einheiten nicht getrennt betrachtet werden sollten. Genau diese Einstellung haben viele alternative Heilmethoden und ich kann sagen, dass mir das zehnmal mehr gebracht hat, als ein Schulmediziner, der wirklich NUR den Körper betrachtet. Oder manchmal auch NUR die Psyche, wenn sie körperlich auf den ersten Blick keine Ursache finden konnten.

Mir hat gut gefallen, dass die Autorin darauf aufmerksam macht, dass heutzutage nur Symptome behandelt werden und nicht nach Ursachen geforscht wird. Diesem Problem stehe ich momentan auch gegenüber und auch dort waren die alternativen Methoden eine größere Unterstützung als alle Schulmediziner, bei denen ich bereits war.

Auch die Nutzung von Social Media im medizinischen Kontext wird für mich gefühlt im eher negativen Licht gezeigt, obwohl ich aus meiner Erfahrung sagen kann, dass gerade bei sehr seltenen Diagnosen der Austausch über solche Medien unabdingbar geworden ist, weil die Ärzte als Ansprechpartner oft einfach inkompetent sind und man sich auf die Erfahrungen von anderen Betroffenen verlassen muss, um seinen eigenen Weg zu finden. Da hätte ich mir mehr Informationen gewünscht.


SCHREIBSTIL:

Dr. med. Yael Adler schreibt zugänglich und leicht, der Lesefluss ist stets gegeben. Das Buch ist auch für Laien sehr gut verständlich und liest sich auch als Abendlektüre sehr gut weg. Immer wieder wird in die Schilderungen etwas Humor eingebaut, bisweilen sogar Sarkasmus und Appelle.
Was mir leider nicht so gut gefallen hat, waren die redundanten Informationen. Es kam doch recht häufig vor, dass Dopplungen und Wiederholungen vorzufinden waren, was mir persönlich den Lesespaß etwas trübt, weil ich mich dann schnell langweile und die betreffenden Passagen eher überfliege als sie wirklich in mich aufzunehmen.
Es war auch ab und zu der Fall, dass die Schilderungen durch diesen Umstand an Aussagekraft verloren. Ich vermisste klare Handlungsempfehlungen. Zwar werden in Tabellen immer Tipps mitgeliefert, aber mir waren viele Aussagen zu schwammig und wenig hilfreich für mich selbst. Das ist natürlich eine subjektive Einschätzung und kann für andere Leser ganz anders sein. Ich hatte aber oft das Gefühl, dass in dem Buch für mich selbstverständliche Sachen erklärt werden, die sowieso beachtet werden sollten (schlimm genug, dass das offensichtlich nicht selbstverständlich ist), weswegen ich mir im Rückblick doch etwas mehr Tiefe und Fachlichkeit gewünscht hätte.

Ich hätte mir außerdem an einigen Stellen gewünscht, dass Aussagen näher erklärt werden. Leider kam es doch öfter vor, dass ein Satz in den Raum geworfen wurde, aber ich mich danach fragte: "Ja und wieso ist das jetzt so?" - bestes Beispiel ist die Aussage, dass ein Einlauf zur Darmreinigung überhaupt nichts bringt und dabei eher Verletzungen entstehen, als dass es beim Aufbau einer gesunden Darmflora hilft. Ich frage mich immer noch: "Warum, wieso, weshalb?" Da hätte ich gern einfach mehr darüber gewusst.

Natürlich finde ich es gelungen, dass die Beziehung zwischen Arzt und Patient mit Freundschaften oder Liebesbeziehungen verglichen wird - denn die Dynamiken in Beziehungen sind immer gleich. Allerdings hätte ich die Verweise auf sexuelle Teile der Liebesbeziehungen nicht unbedingt gebraucht, weil das dann wirklich nichts mit meinem Arzt zu tun hat. ;)


FAZIT:

Das Buch war angenehm zu lesen und hat mich um einige Erkenntnisse reicher gemacht - beispielsweise war ich erstaunt, dass die Homöopathie nur durch die Nationalsozialisten den Stellenwert hat, den sie heute besitzt.
Andererseits blieben für mich doch viele Fragen offen und die redundanten Informationen haben einige Passage für mich etwas schwerfällig gemacht.
Ein netter Ratgeber für zwischendurch, der sich leicht wegliest und mit Humor aufwartet. Interessante Fakten, ein wichtiger Appell für mehr Empathie in deutschen Arztzimmern, leider hat das Buch aber kleinere Schwächen.
1 review
October 21, 2020
Dieses Buch enthält viele kleine Szenarien aus der Welt der Arzt-Patienten-Beziehung, die in der Form eines Beziehungsratgebers besprochen werden. Es lässt sich leicht lesen. Ich habe es gelesen, da ich momentan Medizin studiere und ich mich mehr mit der Arzt-Patienten-Beziehung beschäftigen wollte. Das Buch hat mir interessante Gedankenanstöße gegeben und ich habe mich sowohl in den Patienten, als auch in den ärztlichen Schilderungen wiedergefunden. Ich würde das Buch an Patienten empfehlen, die nach mehr Verständnis für ihren Arzt und ein paar Hilfreiche Tipps suchen. Für medizinisches Personal ist es denke ich interessant, um sich mehr in die Sicht der Menschen, die sie behandeln, zu versetzen. Es hat mir allerdings weniger Fakten bzw. Neuinformationen geliefert, lediglich einen Perspektivwechsel (was in der heutigen Medizin nicht weniger wertvoll ist).
Profile Image for Tamara.
339 reviews43 followers
March 5, 2022
Der Anfang und das Ende waren gut, der restliche Teil war geschmückt von medizinischen Horrorstories, die glaube ich keinem Patienten die Angst vor dem Arzt nehmen, sondern eher noch verschlimmern. Teilweise wurde auch richtig negativ über medizinisches Personal geredet, nur die Beispiele aus ihrer Praxis verliefen alle immer super und alle Patienten sind zufrieden...
War jetzt insgesamt nicht ganz so mein Fall, es würde reichen auch nur bestimmte Kapitel zu lesen und den Rest einfach zu lassen.
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