Irgendwann ist es soweit: Wenn aus Pubertieren Erwachsene werden, ist es an Papa und Mama, sich zu verwandeln. Eben noch Gegner mutieren sie zu den milde belächelten, ahnungslosen: Ältern. Und natürlich sind sie darauf ganz schlecht vorbereitet, denn ist ja so: Man ist 49, fühlt sich wie 29 – wird aber behandelt, als sei man 79. Und sieht einer ungewissen Zukunft ohne Wäscheberge, Jungs-Deo und leeren Chipstüten entgegen. Beunruhigt fragt man sich vielleicht: Werden die in die Freiheit entlassenen Pubertiere noch einmal den Weg zurück in den heimischen Stall finden? Und was wird eigentlich, wenn sämtliche Lastschriftaufträge für die Kinder einmal erloschen sein werden? Ist man dann für immer allein?
Kolumnenhafte erzählte Erlebnisse eines Vaters, dessen Kinder die Welt der Pubertiere so langsam verlassen und flügge werden. Obwohl Jan Weiler durchaus die Klassiker bedient (keine Lust mehr auf Familienurlaub, die Unordnung in den Kinderzimmern, und der Gestank erst!, Taxi spielen für die Nachkommenschaft, und was die alles so essen - unglaublich!) beschreibt er es unterhaltsam und authentisch. Obwohl ich stark hoffe, er hat übertrieben als er detailliert erzählt was Sohn Nick und seine Freunde im Laufe eines Nachmittags und Abends so alles verputzen! Immerhin präsentiert mir Jan Weiler mit ihrer neuen Familienaufteilung ein ganz neues Konzept, von dem ich so noch nirgendwo gehört oder gelesen habe.
Leider ist das Buch mit seinen 150 Seiten nicht übermäßig lang. Man hat es schnell durch. Und auch wenn die kurzen Kapitel eine ideale Klo-Lektüre sind, so wäre mir eine echte durchgängige Geschichte lieber gewesen.
Der Titel allerdings ist wirklich super. Keine Ahnung, ob Jan Weiler persönlich für diese Wortschöpfung verantwortlich ist, oder ob er es irgendwo geklaut hat. Es passt jedenfalls perfekt. Das nächste Buch in diese Reihe beschreibt dann wahrscheinlich, wie die 'Ältern' mit dem Empty-Nest-Syndrome umgehen.
Ich finde Jan Weiler großartig, aber dieses Buch war bisher das schlechteste. Die Geschichten waren sehr kurz, nichts neues und manche bis auf kleine Details in den Vorgängerbüchern schon so erschienen. In einem der Vorgänger will Nick mal im Haushalt helfen und hängt schmutzige und trockene Wäsche auf. In diesem Buch passiert das erneut, dieses Mal jedoch Karla. Da würde ich lieber dafür einfach das neue Buch ein bisschen kürzer machen, solche Wiederholungen nehmen den Geschichten doch ziemlich die Glaubwürdigkeit.
Die Ältern ist der mittlerweile 4. Teil rund um die Pubertiere. Diese sind mittlerweile in einem Alter, in dem sie die Eltern nicht mehr so brauchen und daher stellt sich die Frage, worin der Lebenszweck denn jetzt besteht.
Jan Weiler gelingt es witzig pointiert die Situation von Eltern fast erwachsener Kinder darzustellen. Sollte man selber in dieser Lage sein, erkennt man viele Situationen wieder und muss darüber schmunzeln, bzw. lauthals lachen.
Ich habe das Buch innerhalb von 2 Stunden gelesen und mich dabei köstlich amüsiert. Von daher kann ich es nur empfehlen.
Amüsant und gewollt überspitzt erzählt Jan Weiler Episoden aus dem Leben von Eltern mit älteren Kindern- seien es alltägliche Dinge wie gemeinsame Mahlzeiten, das Müll runter bringen , Taschengeld - Diskussionen , bis hin zu ungeplanten Teenagerparties oder dem Auszug der großen Tochter . Ich fand das Buch amüsant zu lesen für zwischendurch, aber das große Aha blieb aus. Solide 3 von 5 Sternen.
Jan Weiler beschreibt wieder sehr anschaulich, meist lustig, aber oft auch wehmütig, wie die Pubertiere so langsam flügge werden und wie sich die Familie in dieser Zeit so verändert. Ein paar Anekdoten kamen mir irgendwie bekannt vor, z.B. das mit dem Aufhängen der Wäsche und die Sprüche von Paul.