Viktor Puppe vom Berliner LKA und sein Partner Ken werden zum Schauplatz eines grausamen Verbrechens gerufen. Auf einem abgesperrten Gelände wurde eine Leiche gefunden, gezeichnet von schrecklichen Verbrennungen. Bei dem Toten handelt es sich um einen Botschafter des Vatikans. Am Tatort finden sie eine römische Ziffernfolge. Bei der Autopsie stellt sich heraus, dass der Mann während der tödlichen Folter zwar bewegungsunfähig, jedoch bei vollem Bewusstsein war. Dann taucht ein weiteres perfide ermordetes Opfer auf, getötet durch unzählige Wespenstiche ... Auch bei diesem werden römische Ziffern gefunden. Ganz offensichtlich hängen die Morde zusammen. Die Ermittlungen führen Ken und Viktor an eine Schule, wo sie jedoch auf eine Mauer des Schweigens stoßen. Und der Mörder hat gerade erst angefangen …
Ich bin 1968 in Marburg zur Welt gekommen, wo sich meine Eltern beim Jurastudium kennengelernt haben. Mein Hauptberuf war mir also beidseitig in die Wiege gelegt. Tatsächlich waren Strafakten - meine Mutter war Richterin, mein Vater Staatsanwalt - häufig Tischgespräch, sodass ich mich schon als Teenager mit recht exotischen Fragestellungen konfrontiert sah. Zum Beispiel wie viel Schaden eine Schrotflinte in einem Gesicht verursachen kann, wenn sie aus einem Meter Entfernung abgefeuert wird. Ansonsten war meine Kindheit sehr beschaulich. Niedersächsische Kleinstadt, kirchliches Gymnasium, Theater-AG, Schülerkneipe. Die eine Disco, wo du die ganze Stadt triffst. Im Sommer schwimmen im Baggersee, Schlittschuhlaufen im Winter. Aber irgendwo in unserer Umgebung passierten sie ... diese bösen Geschichten, die dann irgendwann auf den Schreibtischen meiner Eltern landeten. Ich glaube David Lynch, der Regisseur von "Twin Peaks" hat einmal gesagt, der Cherry Pie, der in der Serie immer wieder auftaucht, sei eine Metapher für die Provinz, in der die Serie spielt: Einladend knusprig-glatte Oberfläche, aber darunter ein dunkler, schleimiger Sumpf. Auch wenn ich diesen verborgenen Orkus in meiner Kindheit nur im Spiegel der Akten meiner Eltern erkennen konnte, wusste ich, dass er irgendwo dort unter der sichtbaren Oberfläche kleinstädtischer Beschaulichkeit lauerte. Noch heute ertappe ich mich dabei, wie ich manchmal stehenbleibe, vor einem einsamen Haus vielleicht, und mich frage, ob sich darin das Böse verbirgt.
In Berlin wird die grausam zugerichtete Leiche eines hohen katholischen Würdenträgers gefunden, der Fall landet beim LKA 11 - auf dem Tisch von Ken und Viktor. Doch es bleibt nicht bei einem Toten, weitere skurrile Mordfälle geschehen und alle Opfer hatten mit dem Loyola Kolleg der Jesuiten zu tun. Der Mörder inszeniert die Opfer nach Szenen aus Dantes Göttlicher Komödie, wo die Sünder in verschiedenen Höllenformen entsprechend ihrer Missetaten leiden müssen. Bald stoßen die Ermittler auf einen lang zurückliegenden Fall von Kindesmissbrauch, welcher der Schlüssel zur Lösung des Falles ist. Jedoch scheint der Täter ihnen stets einen Schritt voraus zu sein und er holt sich seine Opfer direkt vor ihrer Nase. Hochspannung pur mit manch überraschender Wendung. Die Ermittler müssen dieses Mal ohne Begüm auskommen, die jetzt ihre frisch ernannte Chefin ist und als solche entsprechende Weiterbildungsseminare besuchen muss. Auch die Beziehung zwischen Viktor und Stella, der Gerichtsmedizinerin, sorgt für Chaos und im Hintergrund ist auch Viktors Großvater weiter aktiv. Auch dieser Strang der Erzählung bekommt sein Finale - etwas unerwartet, fast schon slapstickartig und sicher nicht nach jedermanns Geschmack. Somit enthält das Buch eigentlich zwei Geschichten - der Thriller welcher auch ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Teile gelesen werden kann und dann die Geschichte um das Familiengeheimnis der von Puppes - da ist es empfehlenswert die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Von mir gibt es auch für diesen dritten Band eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
Berlin im Winter 2018/2019: Auf die Kommissare Viktor von Puppe (36) und Kenji Tokugawa (38) wartet in der Hauptstadt ein neuer Fall. Kurz hintereinander werden die Leichen von zwei Männern gefunden, die auf grausame Weise getötet wurden. Bei dem einen handelt es sich um einen Botschafter des Vatikans, bei dem anderen um einen Jesuitenpater. Die Mordopfer haben nicht nur gemeinsam, dass sie beide aus dem Umfeld der katholischen Kirche kommen, sondern auch die Tatsache, dass an den Tatorten jeweils eine römische Ziffernfolge entdeckt wird. Noch während die Polizisten ermitteln, was es damit auf sich hat und warum die beiden Kirchenmänner sterben mussten, wird klar: Die ersten Morde sind nur der Beginn einer brutalen Serie…
„Der Todesbruder“ ist der dritte und finale Band der Viktor-Puppe-Reihe von Thomas Elbel.
Meine Meinung: Der Roman besteht aus 14 Kapiteln, die nach den entsprechenden Wochentagen benannt und in verschiedene Abschnitte unterteilt sind. Eingerahmt werden diese durch einen Prolog und einen Epilog, wobei Letzterer in der zehn Jahre entfernten Zukunft spielt. Erzählt wird aus der Sicht unterschiedlicher Personen, unter anderem auch in der Ich-Perspektive aus der Sicht des Täters. Der Aufbau ist sorgfältig durchdacht und funktioniert gut.
Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil, der vor allem in sprachlicher Hinsicht durch Variantenreichtum positiv aus dem Genre hervorsticht. Umgangssprache und derbere Ausdrücke, oft eingebettet in amüsante Dialoge, wechseln sich ab mit einem gehobeneren Wortschatz.
Der aktuelle Fall ist der dritte Band der Trilogie, wobei sich dieser Teil der Reihe auch ohne Vorkenntnisse lesen lässt, weil viele Zusammenhänge kurz erläutert werden. Dennoch empfehle ich, mit den beiden Vorgängerbänden anzufangen.
Wie schon in den ersten zwei Teilen stehen die Ermittler Viktor Puppe, Ken Tokugawa und Begüm Duran vom Berliner LKA im Vordergrund. Die vielschichtigen, ganz unterschiedlichen und interessant angelegten Charaktere ergeben auch dieses Mal ein ungewöhnliches Trio, das wieder einmal viel Sympathie bei mir gewinnen konnte. Die Nebenfiguren sind erstaunlich zahlreich, aber lassen sich dennoch gut zuordnen.
Ein großer Pluspunkt des Thrillers ist die darin investierte Recherchearbeit. Der Geschichte ist immer wieder anzumerken, dass der Autor die in Berlin real existierenden Schauplätze kennt. Zudem ist es ihm, wie schon in Band 1 und 2, gelungen, eine interessante und kreative Hintergrundthematik einzuarbeiten. Dieses Mal spielt vor allem Dantes „Göttliche Komödie“ eine wichtige Rolle. Die Lektüre wird dadurch nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich.
Trotz der mehr als 400 Seiten bleibt die Geschichte fesselnd und temporeich. Die Auflösung des Falls ist schlüssig und nicht so leicht vorhersehbar. Die Handlung ist recht komplex und bietet mehrere Wendungen. Enttäuscht hat mich allerdings der Epilog, der den Schlusspunkt hinter die Reihe setzen soll, für meinen Geschmack aber zu albern und unglaubwürdig ausgefallen ist. Auch das Ausmaß und die Dimensionen der äußerst grausamen Mordserie, die sich nicht für zartbesaitete Leser eignet, war mir zum Ende hin ein wenig zu viel.
Das Cover passt gut zu den Vorgängerbänden und hat einen Bezug zum Inhalt. Auch der prägnante Titel ist treffend gewählt und fügt sich prima in die Reihe.
Mein Fazit: Mit „Die Todesbotin“ knüpft Thomas Elbel an die Qualität der beiden Vorgängerbände der Thrillerreihe um den Ermittler Viktor Puppe an. Auch der finale Band sorgt für spannende Lesestunden mit intelligenter Unterhaltung und ist damit eine empfehlenswerte Lektüre.
Kommissar Viktor Puppe, von seinem Kollegen Kenji Tokugawa gerne mal als Besserwisser bezeichnet, bekommt es mit einem Mord zu tun, dessen Grausamkeit jede Phantasie übersteigt. Bis ein zweites Opfer gefunden wird. Zunächst scheint der einzige Zusammenhang in einer Folge römischer Ziffern zu bestehen, welche beiden Leichen beigegeben waren. Die ehemalige Kollegin und jetzige Chefin der Beiden Begüm Duran hat einen anderen Ermittlungsansatz, welcher sie zu einem beruflichen Wettstreit mit der Gerichtsmedizinerin Stella Samson führt. Viktor und Ken sind also meist zu zweit auf der Suche nach dem Täter. Dabei führt eine Spur an eine renommierte Schule.
In diesem Band ermitteln Viktor (von) Puppe und Kenji Tokugawa zum dritten Mal. Die beiden Kommissare müssen eine Reihe von Todesfällen aufklären, für die sie ihre ganzen Fähigkeiten brauchen. Besonders Viktor mit seinem Allgemeinwissen kann einige Teile des Puzzles zusammenfügen. Doch ohne Kenji würde er nicht so richtig vorankommen, auch wenn Kenjis loses Mundwerk nicht immer passend, aber meistens treffend funktioniert. Die gewitzte, aber manchmal aufbrausende Begüm fehlt manchmal. Sie muss sich noch auf ihrem neuen Chefposten zurechtfinden und einige Seminare besuchen. Und dann ist da noch ihre Rivalität zu Stella, die sie in unwegsames Gelände führt.
Dieser klug aufgebaute Thriller fesselt so, dass man ihn nach einiger Zeit nicht mehr aus der Hand legen mag. Die drei Ermittler sind einem aus den vorherigen Bänden ans Herz gewachsen und so einiges, was sie hier erleben müssen, ist auch für die erfahrenen Ermittler nicht leicht zu ertragen. Einiges, was man sich als Leser nicht allzu genau vorstellen möchte, was aber dazu beiträgt, in jedem Moment wissen zu wollen, wie es auf der nächsten Seite weitergeht. Der Fall erweist sich als äußerst spannend und auch die Geschichte Viktors, Kenjis und Begüms wird so weitererzählt, dass man gebannt folgt. Ob jede Wendung den Geschmack trifft, muss natürlich jeder selbst entscheiden, aber insgesamt ist dieser Roman sehr spannend und interessant. Ein toller Abschluss für ein tolles und liebenswertes Team.
In diesem Thriller begleiten wir Viktor Puppe vom LKA, seinen Partner Ken, sowie seine Vorgesetze Begüm. Die drei bekommen es mit einem besonders grausamen Killer zu tun. Denn dieser mordet mit ungewöhnlichen Foltermethoden...Verbrennung aber auch der Tod durch Wespenstiche machen den Sterbeprozess besonders grausam und brutal. Der einzige Indiz am Tatort ist eine römische Ziffernfolge, die die Ermittler bald auf eine ganz besondere Fährte führt... Und als ob das alles schon genug wäre, bekommt es Viktor auch noch mit der eigenen Vergangenheit zu tun...
Dies ist der dritte Fall für Viktor Puppe, ich kannte die Vorgänger nicht, hatte aber kaum Probleme dieses Buch auch ohne Vorwissen zu lesen. Einzig das Privatleben der Ermittler läuft natürlich mit jedem Band weiter.
Ich bin gut ins Buch gestartet, der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen, da fliegen die Seiten beim lesen dahin. Auch die drei Ermittler fand ich von Anfang an sympatisch. Ausserdem ist hier eine sehr gute Charakterzeichnung gelungen, ich konnte alle sehr gut auseinander halten da sie vollkommen verschiedene Charaktere besitzen. Auch den Fall fand ich sehr spannend und die Mordmethoden ungewöhnlich, auch wenn ich leider ziemlich schnell eine Ahnung hatte wohin die Reise geht. Trotzdem konnte mich der Autor noch einige Male mit anderen Dingen überraschen, ausserdem habe ich das Buch trotzdem gern gelesen, eben weil die Charaktere mal ungewöhnlich sind und auch die Mordfälle.
Fazit: Ein angenehmer Schreibstil, tolle Charaktere und ungewöhnliche, grausame Todesfälle machen das Buch zu einem guten Thriller. Leider war mir das Motiv sehr schnell klar, deshalb würde ich dem Buch 3.5 Sterne geben, aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung, denn ich bin auch ein relativ "eingefleischter " Thriller-Leser und da ist es schwer was komplett "neues" zu schreiben
"Warum die Hölle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits vorhanden, im Herzen der Bösen." (Jean-Jacques Rousseau) Eine grausame Mordserie erschüttert Berlin, der Täter richtet seine Opfer allesamt mit einem brutalen Ritual. Sein erstes Opfer finden die Ermittler Victor Puppe und Kenji (Ken) Tokugawa vom LKA 11 in einer ehemaligen Eisfabrik. Dort wurde ein hochrangiger Geistlicher bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Auffällig am Tatort sind lediglich eine Reihenfolge römischer Ziffern, die Victor neugierig machen. Doch was hat es mit diesen Ziffern auf sich? Erschreckend ist, dass er sein Opfer bei lebendigem Leib angezündet hat. Als der nächste Geistliche an zahlreichen Wespenstichen tot aufgefunden wird, ist klar, dass es hier ein Zusammenhang geben muss. Dass der Mörder allerdings erst mit seiner Rache begonnen hat, ahnen sie bis dahin nicht. Interessant wird es, als ihre Spur sie zum Loyola-Kolleg führt.
Meine Meinung: Das Cover mit der Wespe aus der blutigen Wunde hat mich beeindruckt und es passt gut zu den beiden Bänden davor. Der Schreibstil ist diesmal etwas anspruchsvoller, insbesondere weil es hier rund um die "Göttliche Komödie" von Dante Alighieri, einem italienischen Dichter aus dem Mittelalter geht. In diesem Werk reist der Dichter in die Hölle, die nach seinen Vorstellungen ein riesiger Trichter darstellt. Dort werden die Sünder nach der Schwere ihre Taten eingeteilt und gefoltert. Diese Foltermethoden benutzt der Täter hier in diesem Buch, was gleichzeitig interessant, doch überaus bestialisch ist. Selbst wenn der Autor es im Buch vereinfacht, ist die Sprache Dantes nicht immer gut verständlich. Doch die Idee selbst fand ich schon bemerkenswert und passt vor allem hervorragend zum hochintelligenten Ermittler Victor von Puppe. Ebenfalls markant waren erneut die Settings der Tatorte, die der Autor in allen seinen Krimis bisher immer explizit in Berlin sucht und detailliert beschreibt. Dadurch konnte ich mich mir wieder alles bildlich sehr gut vorstellen. Der Spannungsbogen beginnt etwas flacher, steigt jedoch kontinuierlich bis zum gewaltigen Showdown am Ende an, das mich schockiert hat. Da die meisten Opfer einen geistlichen Hintergrund aus der katholischen Kirche haben, ist mir recht schnell bewusst, was damals passiert sein muss. Doch der ganze Plot entwickelt sich als noch spektakulärer. Zudem kommt ein weiterer Fall hinzu, der zu Victors Familie führt. Gut gefallen haben mir wieder die Protagonisten, die der Autor hier allesamt sehr gut durchdacht hat. Dass die Ermittler so unterschiedliche Kulturen haben, passt sehr gut zu Multikultistadt Berlin. Victor und Ken sind inzwischen ein eingespieltes Team. Es fehlt natürlich auch diesmal nicht Kens Humor, der mir mitunter fast zu übertrieben war. Begüm Duran mittlerweile befördert, hat sich dagegen zu Guten verändert. Sie ist ruhiger und disziplinierter geworden. Jedoch wenn sie sich mit Gerichtsmedizinerin Stella Samson anlegt, dann fliegen die Fetzen. Allerdings, ihre Alleingänge haben sich nicht geändert. Was mir jedoch nicht so gefallen hat, ist das Ende des Buches. Zum einen war es mir etwas zu flott zusammengefasst und es fehlte mir dann doch ein wenig die Ernsthaftigkeit des Ganzen. Diese zusammengefasste Slapsticknummer war mir dann doch etwas zu viel des Guten und zudem blieben bei mir einige Fragen offen. Dass dies nun nach 3 Büchern wirklich das Ende des Teams sein soll, stimmt mich etwas traurig. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne für diesen Band.
Schräge Charactere und eine schreckliche Mordserie in Berlin sorgen für spannende Lesestunden!
"Todesbruder"von Thomas Elbel und dem Verlag Blanvalet ist der dritte Band einer Thrillerserie.Ich kenne die Vorgänger zwar nicht,in diesem Band bin ich trotzdem gut ohne Vorwissen klar gekommen.Mit Vorwissen hätte man einige Situationen und Protagonisten vielleicht etwas besser verstehen können,was ich jetzt nicht unbedingt schlimm fand.Dafür werden die Vorgänger nachgeholt,denn "Todesbruder"hat mir sehr gut gefallen. Dies ist wieder ein Thriller nach meinem Geschmack.Der Schreib-und Erzählstil des Autors ist spannend und fesselnd. Die gesamte Story ist clever ausgedacht und dank den detaillierten Beschreibungen sehr bildhaft.Schauplätze,Protagonisten und Tatorte sind dank der sehr bildhaften Vorstellungskraft des Autors unheimlich detailliert und realistisch beschrieben.Es gab überraschende Wendungen,die für gute Abwechslung gesorgt haben.Der Thriller ist oft brutal,perfide und nichts für schwache Nerven.Insgesamt ein fesselnder Lesegenuss,von der ersten bis zur letzten Seite.
Ein mittelalterliches Werk des Italieners Dante Alighieri wird von einem Killer kopiert,indem er seine ausgesuchten Sünder umbringt.Dabei steht jeder Sünde eine grausame Strafe gegenüber die gnadenlos durchgezogen wird.Da der Täter am Tatort immer eine römische Ziffernfolge hinterlässt, kommen Viktor(von)Puppe vom Berliner LKA und sein Partner Kenji Tokugawa,Ken genannt,nach ordentlicher Ermittlungsarbeit einer religiösen Schule auf die Spur,wo sie aber auf Schweigen stoßen.Doch sie kommen den Vertuschungen allmählich auf die Spur und somit auch auf den Täter,der seine Opfer unter anderem durch unzählige Wespenstiche und Verbrennungen tötet.Die Charaktere der Protagonisten fand ich hier besonders gut gelungen.Neben extremen Grausamkeiten hat der Autor mich mit seinen Protagonisten oft zum schmunzeln gebracht.Ein Ermittlerduo,was unterschiedlicher nicht sein kann,aber super harmoniert.Viktor ist der Spross einer alten Berliner Adelsfamilie mit düsterer Vergangenheit.Er hat sich aus privaten Motiven in die Berliner Mordkommission eingeschlichen und ist überraschender Weise zu einem leidenschaftlichen Ermittler geworden.Ausserdem ist er ein wandelndes Lexikon mit sechsten Sinn und staken Nerven,wenn es um seinen Kollegen Ken geht.Er hat mit seiner frechen und witzigen Art für Stimmung gesorgt.Ein Character,der wirklich kein Blatt vor den Mund nimmt und seinen Kollegen Viktor,auch liebevoll Püppi genannt,oft in peinliche Situation bringt. Trotzdem habe ich ihn gerne gelesen und er war mir sehr symphatisch,obwohl ich unter keinen Umständen mit ihm arbeiten könnte.Der Halbjapaner ist ein ehrlicher Sprücheklopfer und Gerechtigkeitsfanatiker.Es gibt hier einige unterschiedliche Charactere,die man ebenfalls gut kennen lernt.Schmulke,den Leiter der Spurensicherung habe ich mit seinem Berliner-Akzent auch sehr gerne gelesen.Wie gesagt,der Thriller ist sehr abwechslungsreich und wurde zu keiner Zeit langweilig.Warum der Titel hier "Todesbruder"heisst erfährt man auch und es bleiben keine Fragen offen. Meiner Meinung nach hat "Todesbruder"auf jeden Fall volle fünf Sterne verdient!
Viktor Puppe und sein Partner Ken haben es mit einem grausamen Mord zu tun. Auf einem abgesperrten Gelände wurde eine Leiche mit schrecklichen Verbrennungen gefunden. Am Tatort befindet sich eine römische Ziffernfolge. Es stellt sich heraus, dass das Opfer ein Botschafter des Vatikans war. Bei der Obduktion ergibt sich, dass das Opfer bei vollem Bewusstsein gefoltert wurde. Dann taucht ein weiteres Opfer auf, das auf perfide Weise ums Leben kam.
Dies war bereits der dritte Band aus der Reihe um Viktor und Ken vom LKA Berlin. Für mich war es der erste Fall, doch ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, mich einzufinden. Allerdings finde ich es super schade, dass ich die ersten beiden Bände noch nicht kenne, da mir dieser Teil hervorragend gefallen hat. Der Schreibstil war leicht verständlich und absolut mitreißend. Ich war von der ersten Seite an total gefesselt und konnte das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen. Die Beschreibungen waren klar und bildhaft, was sich insbesondere bei den perfiden Tötungsarten zeigte, die ich ganz klar vor Augen hatte. Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet. Sie besaßen individuelle Eigenschaften, wodurch ich sie sehr gut auseinanderhalten konnte. Ich habe klare Bilder von ihnen vor Augen gehabt. Viktor hat mir mit seiner intelligenten und überlegten Art sehr gut gefallen. Er machte einen äußerst kompetenten Eindruck. Auch die Einblicke in sein Privatleben gefielen mir und rundeten seinen Charakter sehr gut ab. Sein Kollege Ken hat es mir aber besonders angetan, denn er war einfach nur klasse. Sehr offen und ehrlich und dabei immer direkt und laut heraus. Herrlich. Er hat ausgesprochen, was er dachte und das hat mich mehr als einmal zum lauten Lachen gebracht. Die Sprüche von ihm waren super und sein Humor hat bei mir genau ins Schwarze getroffen. Aber auch die weiteren Charaktere waren anschaulich und riefen Sympathie, Antipathie oder Misstrauen hervor. So soll es sein. Der Fall war sehr gut durchdacht und für mich sehr undurchsichtig. Die perfiden Morde fand ich sehr interessant und auch der Bezug zur Katholischen Kirche und deren Einrichtungen fand ich stimmig. Der Grund für die Morde zeichnete sich nach und nach ab und hat mich sehr betroffen gemacht. Doch auch wenn die Hintergründe klarer wurden, blieben der Täter und sämtliche Zusammenhänge bis zum Ende verborgen. Ich hatte somit ausreichend Möglichkeiten für meine Gedanken und Überlegungen. Die Spannung war durchgängig vorhanden und steigerte sich immer mehr.
Ein hervorragender Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.