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Undercover mit Dackel:
Im humorvollen Krimi »Der halbe Russ« löst die bayrische »Miss Marple« Daisy Dollinger mit Charme, Dirndl und Akkordeon ihren ersten Fall um tote Straßenmusiker in München.
In München steht ein Hofbräuhaus, davor liegt ein Mann, der schaut betrunken aus … Ist er aber nicht, wie eine resolute Passantin feststellt, als sie die vermeintliche Alkohol-Leiche freundlich anstupst: Der Straßenmusiker Oleg Wodka ist ganz und gar tot, und auf natürliche Weise ist er nicht gestorben.
Weil Olegs Straßenmusiker-Kollegen der Polizei gegenüber äußerst maulfaul sind, hat der junge Kripo-Beamte Sepp Leutner schließlich eine geniale Idee: Seine gute Bekannte Daisy Dollinger – Sekretärin der Münchner Staatsanwaltschaft und weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen –, spielt Akkordeon, und ein Dirndl besitzt sie auch. Ehe sie es sich versieht, befindet sich Daisy nebst Dackel Wastl als Straßenmusikerin auf ihrem ersten Undercover-Einsatz …
Obacht die Herren Eberhofer, Jennerwein, Wallner und Co. – hier kommt Daisy Dollinger!
Humorvoll und mit viel Lokalkolorit ermittelt die Sekretärin der Münchener Staatsanwaltschaft in der neuen Bayern-Krimi-Reihe von Isolde Peter

352 pages, Paperback

First published July 1, 2020

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Isolde Peter

7 books

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2 (13%)
1 star
1 (6%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Vicky.
284 reviews32 followers
August 15, 2020
Nein, es geht in "Der halbe Russ" nicht hauptsächlich um ein bayerisches Biermischgetränk. Der Titel spielt mit der Zweideutigkeit und das passt wiederum ganz wunderbar zu diesem locker-leichten und witzigen Cosy-Krimi, der zum einen Teil in München, zum anderen in einem kleinen (fiktiven) Ort im Bayerischen Wald spielt.

Die unfreiwillige Ermittlerin des Krimis heißt Daisy Dollinger, ihres Zeichens Sekretärin bei der Münchner Staatsanwaltschaft. Ihr Alter wird nicht explizit erwähnt, aber sie dürfte so Ende dreißig/Anfang vierzig sein. Obwohl sie eigentlich aus Dachselkofen in der Oberpfalz (Bayerischer Wald) stammt, hat sie der Ruhe und Einöde ihrer Heimat schon lange den Rücken gekehrt. Die familiäre Verbundenheit zwingt sie allerdings dazu, immer mal wieder "nach Hause" zu fahren, leben doch ihr Vater (Ex-Kriminalpolizist) sowie dessen Bruder mit Frau und der eingebildete Cousin Traugott mit seiner brasilianischen Verlobten Bruna dort.
Als in München ein Mord an einem russischen Straßenmusiker verübt wird, kommt Daisys musikalisches Talent zum Einsatz. Kommissar Leutner will, dass sie verdeckt für ihn im Straßenmusikermilieu ermittelt. Dass sie diese Ermittlung sogar bis an ihren Heimatort führt, hätte Daisy nicht erwartet...

Natürlich erinnert die Reihe sehr an den Eberhofer von Rita Falk. Bayerische Cosy-Krimis werden sich vermutlich bis in alle Ewigkeit daran messen lassen müssen. Der typisch bayerische, derbe aber auch hintersinnige Humor, die sehr selbstbewusste Hauptfigur und Tonnenweise Lokalkolorit. Dachselkofen und Niederkaltenkirchen haben natürlich Ähnlichkeiten. Beides ist im Bayerischen Wald und die Bewohner weisen spezifische Stereotypen auf, die man im Niederbayerischen tatsächlich findet (ich bin im Bayerischen Wald aufgewachsen). Da wäre zum einen die tiefe Gläubigkeit und Naturverbundenheit der Einheimischen, ihre Zurückgezogenheit und Skepsis Fremden gegenüber. Wenn sie aber mal aufgetaut sind, sind die meisten "Bayerwäldler" sehr herzliche und bescheidene Menschen, die neben ihrem geliebten "Woid" (Wald) nicht viel zum Leben brauchen. Genau das finde ich auch in diesem Buch wieder, in dem Isolde Peter scheinbar auch auf ihre eigene Wurzeln blickt. Die charakterliche Ähnlichkeit zwischen Cousin Traugott und Eberhofers Bruder Leopold war übrigens auch ziemlich frappierend. Dennoch hat Isolde Peter keinen "Eberhofer" geschrieben, sondern einen "Dollinger, geb. Blochner". Sehr schön geschrieben fand ich auch das Nachwort dieses Romans, in dem die Autorin uns Einblicke in ihren Schaffensprozess am Buch gibt.

Um diesen Krimi vollends genießen zu können, sollte man 1) “Cosy-Krimis”, 2) den Handlungsort Bayern und seine Bewohner sowie 3) augenzwinkernden Humor mögen. Wenn man Rita Falks Eberhofer-Krimis mag, schadet es im Übrigen auch nicht. Sollten alle diese Punkte innerlich abgenickt worden sein, kann ich diesen witzigen Krimi vorbehaltlos empfehlen.
274 reviews3 followers
August 22, 2020
Der Auftakt für ein brillantes Team

Das ist ja nichts Neues. Vorm Hofbräuhaus in München liegt ein Mann, der seinen Rausch auszuschlafen scheint. Aber der Schein trügt. Der gute Mann ist tot! Es handelt sich hierbei um den Straßenmusiker Oleg Wodka und wenn man genauer hinschaut, dann kann man erkennen, dass der Oleg gerne noch länger gelebt hätte. Denn eines natürlichen Todes ist der mal nicht gestorben. Aber die Leute auf der Straße halten zusammen, so auch die Straßenmusiker. Gegenüber der Polizei sind sie sehr ruhig und wollen eigentlich gar keine Aussage machen. Alles nicht so einfach! Aber der Sepp Leutner wäre nicht bei der Kripo, wenn er nicht immer so brillante Ideen hätte. Daisy Dollinger, Sekretärin bei der Staatsanwaltschaft in München, soll auf der Straße ermitteln. Denn die Daisy hat nicht nur im Dirndl eine fesche Figur, nein die Daisy kann auch noch Akkordeon spielen. Und auf den Kopf gefallen ist die liebe Daisy auch nicht, also ran an das Akkordeon und rauf auf die Straße! Zum Glück hat Daisy tatkräftige Unterstützung bei ihrem Einsatz, ihr Dackel Wastl steht ihr tapfer bei. Und auch wenn Wastl noch ein Welpe ist, Daisy kann jede Unterstützung brauchen!

Natürlich möchte ich es mir nicht nehmen lassen ein paar eigene Worte zu diesem Buch zu schreiben. Einfach herrlich! Das Buch bietet alles, was einen guten Regionalkrimi ausmacht. Leute von Stadt und Land und dabei noch eine Story, die deutlich verzwickter ist, als es auf den ersten Blick scheint. Und der Wastl? Der rundet das perfekt ab. Daisy kann man sich sehr gut vorstellen, auch wenn die Autorin noch genug Spielraum gelassen hat sich ein eigenes Bild zu machen. Wie bei den anderen Darstellern auch. Das Buch liest sich flüssig und regt zum Schmunzeln an. Ebenso gibt es aber auch traurige Stellen, die ans Herz gehen und natürlich auch genug Spannung. Da kann die Atmung schon mal kurz aussetzen! Also alles in allem perfekt gelungen. Da kann ich gerne 5 Sterne vergeben!

Profile Image for Sonjas.
249 reviews4 followers
August 3, 2020
Isolde Peter ist mit ihrem Roman „Der halbe Russ“ ein toller Auftakt zu einer erfrischenden bayerischen Krimireihe gelungen. Und so machen wir Station in München und lernen die neuen Ermittler kennen, und zwar ist das Kriminalhauptkommissar Hoblmayr uns ein Lehrling Sepp Leutner.
Unsere Protagonistin Daisy Dollinger ist die Sekretärin der Staatsanwältin Dr. Liane von Papenburg.
Und nachdem die Kommissare bei der Ermittlung des neuen Mordes – und zwar liegt ein Toter ein Hofbräuhaus, zwar ein Straßenmusikant – im Dunklen tappen, kommt Daisy zum Einsatz. Undercover ermittelt sie nun in Dirndl und Akkordeon, mit von Partie ist der neue Familienzuwachs, der Dackel Wastl….
Einfach genial! Das Debüt ist wirklich gelungen, ich habe mich von der ersten Seite an total wohlgefühlt. Ich habe so ein tolles Bild vor meinem inneren Auge, ich sehe die Straßenmusikanten in der Münchner Fußgängerzone vor mir, und mittendrin Daisy in ihrem feschen Dirndl. Außerdem hatte ich nach dem Lesen der ersten Seiten ein Grinsen im Gesicht. Die bayerische Mentalität ist förmlich zu spüren und den krassen Gegensatz bildet dann Daisys amerikanischer Mann. Und dann sind da noch Kriminalhauptkommissar Hoblmayr und Sepp Leutner. Die beiden können sich von Daisy eine Scheibe abschneiden. Aber Daisy hat ja Ermittlergene im Blut, war ihr Vater doch ein bekannter Kriminaler. Ist ja total spannend, wie Daisy Dollinger den Fall löst und manchmal kommt ich auch beim Lesen ganz schön ins Schwitzen. Ein tolles Gesamtpaket – humorvoll und spannend.
Ein absolutes Lesevergnügen der Extraklasse, für das ich sehr gerne 5 Sterne vergebe. Erwähnen muss ich noch das wunderschöne Cover, das ein echter Hingucker ist.
Profile Image for Scythe Rowan.
593 reviews4 followers
March 14, 2021
Das Buch ist gleichzeitig dramatisch und lustig. Die Handlung folgt der jungen Daisy Dollinger, die in München als Sekretärin bei der Polizei arbeitet und so den Fußspuren ihres Vaters folgt, der einst auch als Polizist arbeitete. Nachdem ein Straßenmusiker tot aufgefunden wurde, wird sie gezwungen, zu ermitteln und deckt dabei auch ein paar Familiengeheimnisse auf. Zwar dauert es ein bisschen, bis die Handlung in Fahrt kam, allerdings gefiel sie mir trotzdem.
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