Ein neues Land – das klingt wie eine Verheißung. Tatsächlich ist es längst da, dieses neue Land, nur muss es endlich sichtbar werden. Verena Pausder entwirft in ihrem Buch eine faszinierende Skizze der Zukunft, mutig und konsequent. Es ist der Entwurf eines Landes, das nicht mehr auf den Wohlstand der Vergangenheit setzt, sondern mit neuen Technologien, neuen Lebensentwürfen – und vor allem neuen Ideen das Leben von uns allen verändern wird. "Das Neue Land" ist so etwas wie die Grundsatzerklärung einer Generation, die endlich Verantwortung übernehmen will, und den gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Umbau weiter vorantreiben will. Dass wir etwas ändern müssen, dass wir digitaler, innovativer, flexibler, neugieriger, mutiger und menschlicher werden müssen, ist bekannt – es mangelt nur an der Umsetzung. Verena Pausder zeigt uns, wie wir das schaffen werden. Das Neue Innovation treiben, Bildung neu denken, Startups gründen, Digitalisierung umsetzen, Gleichberechtigung feiern, Work-Life neu ausrichten, Klima schützen, Chancengerechtigkeit für alle leben. Jetzt geht es los! Ein neues Land wird sichtbar! Konsequent. Klar. Mut machend.
Tolle Ideen aber irgendwie nichts "Neues". Mich erinnern die Ideen an Thelen und viele andere digitale Speaker. Der Schreibstil in Form einer politischen Rede eher Mittelfeld. Unternehmer sind noch lange keine guten Politiker und auch nicht automatisch tolle Autoren. Eines meiner Fehlkäufe 2020.
Um es direkt vorweg zu nehmen, ich bin ein großer Fan von Verena Pausder. Daher überrascht es auch nicht, dass mir das Buch gefällt.
Es sind weniger die neuen Erkenntnisse, was in unserem Land schief läuft, die meisten davon kennt man bereits. Es ist die Sprache, die Authentizität, mit der Pausder aufruft, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Allzu oft werden in Büchern zunächst lang und breit die aktuellen Probleme und Herausforderungen beschrieben, sodass man danach erschlagen und ein wenig ängstlich in die Zukunft blickend zurück bleibt. So nicht dieses Buch, auf jeder Seite werden kleine wie große Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, nach jeder Zeile will man aufspringen und selbst loslegen.
Nichtsdestotrotz darf man meines Erachtens beim Lesen nicht ausser Acht lassen, dass das Buch aus einer sehr privilegierten Sicht geschrieben ist. Es hilft jedoch auch dabei sich seine eigenen Privilegien erneut vor Augen zu führen und bei der Erkenntnis, aus dieser Position heraus, Handlungen abzuleiten, die Zukunft unseres Landes mitzugestalten.
Klassischer Fall von: Ein Buch, was ich nie gelesen würde, wenn ich es nicht von einer guten Freundin in die Hand gedrückt bekommen hätte. Resümee: War jetzt nicht wahnsinnig schlimm zu lesen (aber bitte bitte bitte keine Bücher mehr als Rede), aber war jetzt auch keine Offenbarung (bin immernoch der Überzeugung, dass Gründen vllt nicht die Lösung für alles ist).
„Was, wenn’s klappt?“ Mag‘s einfach, wie mitreißend Verena Pausder schreibt. Hier in Form einer Rede. Das Buch ist aufgrund der Themenaktualität 2020 schon fast ein bisschen veraltet, dennoch mit vielen spannenden Anregungen gefüllt die Hoffnung machen.
Verena Pausders Buch soll Leser*innen zum Nachdenken - aber vor allem zu Diskurs und zum Handeln anregen. Es wirft ein kritisches Licht auf die Behaglichkeit, die mit dem deutschen Wohlstand einhergeht wie auch auf die „Deutsche Angst“, die uns als Gesellschaft daran hindert, erforderliche Veränderungen zum Wohle künftiger Generationen und dem Zusammenhalt unserer Gesellschaft anzupacken.
Angesichts ihrer Historie als selbstständige Unternehmerin und Tochter einer Unternehmersfamilie ist es wenig verwunderlich, dass Pausder sehr wirtschaftlich denkt. Also, dass Leistung, Messbarkeit und Profit von zentraler Bedeutung sind. Dennoch zeigt sie in ihrer Argumentation auf, wie wichtig ihr Solidarität und die Arbeit _für_ die Gesellschaft sind. Dass humanistisches und nachhaltiges Denken, Führen, Handeln dazu erforderlich sind. Und dass die Perspektiven von Sozialwissenschaftler*innen, Anthropolog*innen etc. ebenso einbezogen werden sollten wie die der Wirtschaftswissenschaftler*innen.
Das Buch ist kein Sachbuch, welches mit einem hohen wissenschaftlichen Anspruch daherkommt. Aber genau darum geht es ja auch: Pausder will ihre Praxiserfahrung teilen, will andere Menschen mit ihrem Tatendrang anstecken. Und dazu passen ihr sehr klarer Schreibstil und das Format (einer Rede) sehr gut. So energetisiert sie und macht mit ihren konkreten Ideen wirklich Lust auf Veränderung. - Ja, warum warten wir eigentlich? Warum gibt‘s das denn nicht schon? Warum nicht mehr Risiken eingehen?
Verena Pausder ist für mich ein großes Role Model, trotzdem nur 3 Sterne für ihr Buch. Gut fand ich den kreativen Schreibstil als Rede und natürlich viele ihrer Ansätze für „das neue Land“. Gefühlt waren aber wenig neue Denkanstöße dabei (bubble?) und ihr Kapitel zum Klimawandel hat mich ehrlich genervt.
Erfrischende Ideen zu vielen Bereichen des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenlebens. Leicht konsumierbar und direkt zum Anpacken animierend. Wer hier ausgefeilte Konzepte erwartet, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Das, was es will, macht dieses Buch aber gut.
A must read for at least everyone living in Germany. Very on point and many concrete ideas. And it make you really wann start helping to make this country to an even better one.
Verena Pausder ist so wahnsinnig inspirierend! Jedes Mal wenn ich ihr zuhöre möchte ich hinterher losziehen und die noch ein kleinstes Stück besser machen! Großartige Frau!
Inspirierende Ideen, da das Buch jedoch in Form einer Rede geschrieben ist und wissenschaftliche Herleitungen fehlen, hätte man die Ideen auch in 10 Stichpunkten zusammenfassen können