Grenzen begleiten die Menschheit von Anbeginn. Schon immer galt es, Stammes- und Eigentumsgrenzen zu markieren. Frühe Hochkulturen kannten sprachliche, kulturelle und ethnische Räume, die es zu schützen galt – das ist bis heute so. Alexander Demandt nimmt uns mit auf eine spannende Reise zu den Grenzen der Welt. Ob die Mythen vom Ursprung und Ende der Welt, die biblischen Zeitgrenzen, Schutzgrenzen wie der römische Limes oder die chinesische Mauer, ob sakrale Grenzen der Tempelbezirke, natürliche Grenzen, markiert durch Flüsse, Gebirge und Meere, koloniale Willkürgrenzen oder jahrhundertelang umstrittene Machtgrenzen wie die deutsch-französische – Demandts Reise führt uns von der Antike bis zur Gegenwart, von der Philosophie über die Geografie bis zur Geopolitik.
Alexander Demandt ist ein deutscher Althistoriker, der vor allem über Römische Geschichte und Römische Kulturgeschichte sowie über geschichtstheoretische Themen publiziert. Er lehrte von 1974 bis 2005 als Professor für Alte Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.
Ich bin absolut begeistert von diesem Buch, obwohl ich wohl nicht das Zielpublikum bin. Dieses Buch führt uns einen sehr wichtigen Aspekt vor Augen. Grenzen, wer macht sie, wer zieht sie und warum sind sie immer wieder Kriegsgrund? Demandt zeigt die verschiedenen Grenzen auf (Mathematik, Philosophie, Psychologie etc.) Wieviele Grenzbegriffe sind in unserem Denken?
Man muss immer wieder verweilen, um sich seiner eigenen Grenzen auch im Denken bewusst zu machen. Es ist eher ein Kompendium ein Wegbegleiter, aber ein sehr gut strukturierter, der uns an die Hand nimmt und uns Grenzen aufweist. Grenzen, die schon lange gezogen worden sind, Grenzen, die immer noch Kriegsgrund sind. Handelsgrenzen, Sprachgrenzen, Religionsgrenzen. Sie sind alle Bestandteil diese Buches und werden mit dem historischen Hintergrund erklärt. #netgalley#