Im kleinen Dorf Eliasborn bricht am ersten Dezember eine neue Zeitrechnung an: Der Bürgermeister wünscht sich ein »Weihnachtswunderland« und kämpft mit harten Bandagen für den Erhalt sämtlicher Traditionen. Auch Weihnachtsmuffel Adam wird gezwungen, sich einzubringen - er soll den Nikolaus spielen. Doch dann, kurz vor der feierlichen Einweihung des Adventskalenders, das Drama: Der Pfarrer wird tot in seiner Badewanne gefunden! Ein schlechtes Omen? Jetzt hilft nur noch Teamwork. Gemeinsam mit Freund Ruprecht macht sich der Nikolaus auf die Suche nach dem »Weihnachtsmörder«, um das Fest der Liebe zu retten.
Den Humor muss man mögen, sonst braucht man das Buch nicht zu lesen. Der Witz und der Schreibstil sind schon derb und fern jeder politischen Korrektheit. Da wird jedes Geschlechterklischee aufgewärmt und mitgenommen. Die Handlung um das Weihnachtsverrückte Dorf im Thüringer Wald lebt von der überspitzten Darstellung des Weihnachts- und Konsumirrsins. Richtig fiel Handlung und Spannung gibt es zwar nicht, dafür um so mehr skurrile Gestalten.
Die Geschichte gibt einen schon ein heimatliches Gefühl, wenn man Thüringen und den Thüringer Wald kennt. Natürlich ist alles sehr überspitzt, aber es ist schön ein paar Redewendungen zu lesen, die es sonst eher nicht in Romane schaffen. Der Plot und der Kriminalfall sind ganz witzig gemacht. Richtig gestört hat mich aber die Art wie in diesem Buch Menschen und leider vor allem Frauen beschrieben werden. Es fallen jedes Mal Attribute wie dick, Fett, hässlich, dürr usw. Es ist nicht nur wahnsinnig nervig, weil es immer wiederholt wird, es ist auch erschreckend welches Frauenbild hier transportiert wird. Das macht dann wirklich keinen Spaß zu lesen...