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Hannah Richter #1

Mord in der Provence

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Atmosphärisch und spannend zugleich: Hannah Richter ermittelt in ihrem ersten Fall


Die junge Kommissarin Hannah Richter wird im Rahmen eines Austauschprogramms nach Vaison-la-Romaine, in ein idyllisches Touristenstädtchen in der Provence, versetzt. Damit geht ein Traum für sie in Erfüllung, denn hier kann Hannah neben der Arbeit ihrer Leidenschaft für die römische Geschichte nachgehen. Als ein Toter im römischen Theater in Orange gefunden wird, ist ihr Fachwissen gefragt. Allem Anschein nach handelt es sich um einen Selbstmord, doch Hannah entdeckt Hinweise, die auf einen Mord hindeuten. Da ihre ortsansässigen Kollegen, allen voran ihr Vorgesetzter Claude-Jean Bernard, ihre Beobachtungen jedoch als Hirngespinste abtun, beginnt Hannah, auf eigene Faust zu ermitteln. Und macht schon bald eine grausige Entdeckung …

373 pages, Paperback

First published October 14, 2016

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Sandra Åslund

16 books1 follower

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Profile Image for Rebecca.
254 reviews3 followers
May 10, 2021
Tja, was soll ich sagen.

Die Story hätte gut sein können, aber sie war es einfach nicht.

Anstatt an der Hauptstory zu bleiben, werden lange unwichtige Gespräche über Seiten in die Länge gezogen.
Nebendarsteller bekommen dann eigene Storyabschnitte die inhaltlich nur langweilig sind.
Die Story klärt sich nicht richtig auf, die Täterin lässt man entkommen. Alles ist offen und unkonkret.
Keine der Taten wird an sich aufgeklärt.
Ich brauche davon nicht noch einen weiteren Teil.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Schneehase.
239 reviews11 followers
October 24, 2016
Inhalt: Im Rahmen eines EU-Austauschprojektes verbringt die junge deutsche Kripobeamten Hannah Richter mehrere Monate in Frankreich.
Sie soll die Gendarmerie einer kleinen Stadt in der Provence unterstützen, wird dort aber von Ihrem Vorgesetzten Claude-Jean Bernard sehr unfreundlich aufgenommen. Ein besonderer Dorn im Auge des Capitaines sind Hannahs Nachforschungen in einem ungewöhnlichen Todesfall in Orange.

Meine Meinung: Etwas enttäuscht bleibe ich nun nach der Lektüre des als "atmosphärisch und spannend" beschriebenen Krimis zurück.
Der Einstieg ins Buch gefiel mir noch gut. Der Prolog verhieß einen Mord aus Rache und auch in den ersten Kapiteln war die Handlung noch recht spannend.
Doch nach dem guten Anfang pendelte sich der Spannungsbogen irgendwo zwischen Mittelmaß und Langeweile ein. Die Personen bedienen zudem so manches gängige Klischee und die für meinen Geschmack etwas zu ausführlichen Ausflüge in die römische Geschichte trugen auch nicht gerade dazu bei mein Lesevergnügen zu steigern.

Der Kriminalfall als solcher ist insgesamt schlüssig aufgebaut, bietet aber keine großen Überraschungen. Im Gegenteil, als Leser ahnt man schon früh worum es geht.
Der Krimi lässt sich insgesamt gut lesen, das sprachliche Niveau ist aber nicht besonders anspruchsvoll.

Fazit: Wer großes Interesse an römische Geschichte hat kann sich hier wohl fühlen, wer aber einen spannenden, intelligent konstruierten Kriminalfall erwartet sollte eher die Finger von diesem Buch lassen.
Am besten gefällt mir noch das Cover....
Profile Image for Wal.li.
2,683 reviews74 followers
October 30, 2016
Arbeitsurlaub

Die Kölner Polizistin Hannah Richter wird über die EU in ein kleines Örtchen in Süd-Frankreich namens Vaison-la-Romaine entsandt. Sie soll im Rahmen eines Austauschprogramms für einige Monate die dortige Polizei unterstützen. Hannah ist begeistert, kann sie hier doch ihre Arbeit mit dem Studium der römischen Vergangenheit des Ortes kombinieren. Eine Art Arbeitsurlaub, was könnte sich Hannah besseres wünschen. Ein kleiner Tropfen nur trübt das Glück, ihr Chef Bernard scheint nicht viel von Frauen im Polizeidienst zu halten und lässt auch keine Gelegenheit aus, dass klar zu machen. Als im nahegelegenen Amphitheater eine Leiche entdeckt gelangt Hannah eher zufällig an den Tatort und findet einige Indizien, die vermuten lassen, dass hier nachgeholfen wurde. Für ihren Chef ist jedoch klar, der Mann hat Selbstmord begangen, und Hannah soll sich wie ihr aufgetragen wurde gefälligst den Taschendieben widmen.

Eingebettet in wunderbar beschriebene Landschaftsbilder und Darstellungen alltäglicher Szenen auf Märkten und Gassen im Süden Frankreichs, entwickelt sich vor des Lesers Augen ein oder gar mehrere Mordfälle. Und Hannas darf zum einen in ihrer Position zum anderen aber auch, weil es der strenge Chef verboten hat, nicht wirklich in die Ermittlungen einsteigen. Es lässt ihr keine Ruhe und so beginnt sie in ihrer Freizeit Nachforschungen anzustellen und Leute zu befragen. Eher zufällig schließt sie dabei Bekanntschaften, die sie als hilfreich erweisen könnten. Und sei es nur, dass sie ab und zu einen Ratschlag des fortschrittlicheren aber leider pensionierten ehemaligen Polizeichefs einholen kann.

Bei der Lektüre bekommt man wahrlich Lust auf eine Reise in die Provence, die Beschreibungen von Land und Leuten sind so lebhaft und Sympathie erweckend, dass der Gedanke an einen künftigen Sommerurlaub wirklich nicht mehr fern ist. Vielleicht durfte oder darf man selbst einmal erleben, wie es ist in einer Urlaubsgegend zu arbeiten. Tatsächlich fühlt man sich in schöner Umgebung und bei bestem Wetter ein wenig so als seien Urlaub und Arbeit gleichzeitig zu haben. Und so beflügelt geht auch Hannah an ihren Job heran, ein Todesfall, der ihr keine Ruhe lässt, dessen Geheimnis sie unbedingt lüften will. Gleichzeitig beschwingt erkundet sie auch die Umgebung nach Sehenswürdigkeiten und trifft Menschen, die ihr gewogen sind. Ein kniffliger Fall, der nichts wünschen übrig lässt, angesiedelt in einer liebevoll beschriebenen Umgebung, die zum Verweilen einlädt.

Hoffentlich kann Hannah Richter auf ihrer nächsten Station in Frankreich einen ähnlich fesselnden Fall lösen und gleichzeitig den Kontakt zu den lieb gewonnenen Freunden behalten.
Profile Image for Büchermomente.
202 reviews2 followers
November 1, 2016
Eigentlich bin ich kein Krimifan, aber hin und wieder packt es mich. So auch geschehen bei Mord in der Provence.

Das Cover war mir als erstes aufgefallen. Es ist sehr ansprechend gestaltet, mit dem Motiv und dem farblich abgesetzten Schriftzug. Die Farben des verdunkelnden Himmels wirken nicht ganz so lebhaft sondern eher gedrückt. Fast hat man das Gefühl ein Unwetter zieht auf.
Den letzten Anstoß gab mir die sehr interessante Leseprobe.

Aus der Beschreibung wissen wir ja bereits, dass die junge Kommissarin Hannah Richter im Rahmen eines Austauschprogramms nach Vaison-la-Romaine, einem idyllisches Touristenstädtchen in der Provence, versetzt wird.
Sie hat es nicht leicht mit den männlichen Kollegen vor Ort. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, das die männlichen Beamten herablassend auf die deutsche Kollegin herabschauen. Das zog sich wie ein Faden durch den Krimi und sorgte unter anderem auch dafür, dass Hannah heimlich und alleine errmittelte.

Hannah fand ich sofort symphatisch, sie wirkt authentisch, hat Humor, ihren eigenen Kopf und läßt sich trotz der Hindernisse nicht unterkriegen, und ermittelt aus diesem Grund auch auf eigene Faust.
Ihr kommt dabei auch zugute, dass sie ihrem Hobby und der Leidenschaft für geschichtsträchtige Orte nachgehen kann. Das hatte fast etwas von einem Reiseführer (schmunzel).

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, das lag unter anderem an dem flüssigen, bildhaften und ausdrucksvollen Schreibstil, der es mir leichtmachte abzutauchen und die Umgebung und Menschen kennenzulernen. Ich hatte das Gefühl, das die Autorin entweder die Umgebung persönlich kennt oder gut recherchiert hatte.

War es ein Selbstmord... oder vielleicht doch ein Mord?!? Mein Interesse an dieser Geschichte und der Lösung des Falles wurde geweckt und ich wurde überrascht. Sowohl was den Verlauf der Geschichte, als auch die unerwartete Entwicklung und das Ende betraf. Es steckt auf jeden Fall mehr dahinter als vermutet. Das macht für mich einen guten Krimi aus.. Bilder im Kopf, grübeln und ermitteln, und als Leser das Gefühl haben, mittendrin zu stecken und dabei zu sein.


Fazit:
Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und meine Erwartungen wurden erfüllt. Es ist ein Krimi mit fesselnder Handlung, interessanten Figuren und geschichtsträchtiger Umgebung.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und mich für ein paar Stunden in die Provence entführt.


Ich bedanke mich bei “Vorablesen“ für die Möglichkeit, diesen Krimi lesen zu dürfen. Er hat definitiv für Abwechslung in meiner Bibliothek gesorgt.
511 reviews16 followers
May 19, 2018
Gefiel mir gut!

Hannah Richter, Kripo Köln, nutzt nach einer unschönen Trennung die Chance zur Teilnahme an einem europäischen Austauschprogramm und darf in die Provence. In Vaison-la-Romaine ist ihr Chef, Capitaine Claude-Jean Bernard, wenig begeistert von der Deutschen in der legeren Kleidung und ohne jegliche militärische Vorausbildung, wie bei der Gendamerie üblich. Dazu kommt Hannah noch mit der Annahme, bei dem seltsamen Todesfall im Theater in Orange handele es sich nicht etwa um einen Selbstmord. Zum Glück findet Hannah vor Ort Verbündete in der quirligen Penelope und dem attraktiven Serge – und der kennt sogar einen früheren Polizeichef, der Hannah bald unterstützend zu Seite steht.

Achtung: Teils etwas heftig was die Darstellung von sexueller Gewalt angeht und die Gewalt gegen Tiere.

Mir gefiel dieser Krimi sehr mit einem guten Mix aus Ermittlungsarbeit, Zeugenbefragungen, Knobelei und sogar einem guten Schuss Action. Endlich einmal ein Provence-Krimi, bei dem nicht Teile der Gendarmerie als Trottel dargestellt werden (nein, ein Chef mit Vorbehalten gegen Frauen ist nicht per se ein Trottel als Polizist, außerdem…., nun, lesen). Das Buch macht definitiv Lust auf mehr, vor allem das Essen klang göttlich; im Gegensatz zu vielen anderen Provence-Krimis dieses Mal eher Hausmannskost denn Nobelrestaurants, eine angenehme Abwechslung. Die Charaktere machten mir viel Spaß, nur den Part mit den Visionen hätte es für mich nicht gebraucht. Auch mit der Manie von Hannah mit den Spitznamen hatte ich es nicht so, beides war aber nicht wirklich schlimm.

Besonders gefiel mir, wie bestimmte fast philosophische Gedanken in den Text eingestreut waren, hier von Serge: „Obwohl er überzeugt war, dass der Mensch grundsätzlich bis ins hohe Alter in der Lage war, an sich zu arbeiten, glaubte er an eine Art vorgegebenen Rahmen, innerhalb dessen lediglich Variationen möglich waren.“ Und: es wird keine gebrochene Persönlichkeit bei den Ermittlern zitiert (ja, Hannah zum Beispiel ist getrennt, aber es nicht ihre ganze Familie niedergemetzelt worden). Und ich mag Krimis sehr gerne, die eine Art „Soundtrack“ haben. Eine „Personal-Liste“ wäre nicht schlecht gewesen. Ach ja, und der Part mit Marius, das war schlicht gemein, lieber mehr auf den ollen Luc!

Gerne würde ich Band zwei lesen!
Edit: habe ich getan! Tödliche Provence
Profile Image for Gitti.
1,232 reviews
January 4, 2018
Als Hannah Richter in der Provence ihren ersten Job im Rahmen des europäischen Austauschprogramms antritt, sieht es erst einmal nach einem beruflichen Desaster aus. In Köln arbeitete sie in der Mordkommision, hier wird sie von ihrem Chef mit der Aufklärung von Taschendiebstählen beauftragt.

Als dann im nahegelegen Orange ein ungewöhnlicher Todesfall passiert und Hannah ungewöhnliche Hinweise an der Leiche entdeckt, wird sie von den Kollegen und dem Chef komplett eingebremst.

Hannah beginnt also auf eigene Faust zu ermitteln und lernt dann nach und nach auch endlich privat Freunde kennen, die ihr unter anderem auch bei ihren Recherchen helfen.

Am Anfang habe ich mir ein wenig schwer getan mit dem Buch, alle Protagonisten ausser Hannah waren recht unsymphatisch und mir stellte sich die Frage, wie sie ohne Kontakte irgendetwas ermitteln können sollte.

Allerdings kamen dann doch einige Figuren dazu, die durchaus sympathisch waren und Hannah auf ihre Art unterstützen. Im Laufe der Ermittlungen stellt es sich dann heraus, dass es wohl nicht so einfach sein wird den Mörder zu fassen, bzw. wirklich Gerechtigkeit walten zu lassen.

Insgesamt war es ein interessanter Fall, der deutlich zeigt, dass es in der Polizeiarbeit eben nicht immer nur um schwarz und weiss geht.

Hannahs privates Leben in der Provence nimmt einen erheblichen Anteil des Buches ein, das mag Krimiliebhaber eventuell stören, für mich war es ok. Ermittler haben ja auch ein privates Leben und Hannah möchte das Austauschprogramm ja dazu nutzen Land und Leute kennenzulernen.

Und so begleiten wir sie zu römischen Sehenswürdigkeiten, in Restaurants und durch die Umbegung von Vaison-la-Romaine. Es wird viel gegessen, über Musik und Emanzipation diskutiert und die römische Kultur bewundert.

Mir hat das Buch gut gefallen, die Beschreibungen der Umgebung haben das Kopfkino anspringen lassen und den Flair der Gegend transportiert.

Der Ansatz mal einen deutschen Ermittler ins das französische Polizeisystem zu versetzen, war auch mal etwas neues.

Ein weiteres Buch um Hannah und ihre Freunde würde ich durchaus gerne lesen


Herzlichen Dank an NetGalley und den Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Profile Image for Angelique's Leseecke.
1,041 reviews5 followers
July 30, 2018
spannender und atmosphärischer Provence Krimi, leider mit einigen Längen

*Inhalt*
Für die junge Kommissarin Hannah Richter geht ein Traum in Erfüllung, sie darf da arbeiten, wo andere Urlaub machen. Dank eines Austauschprogramms darf sie für 1 Jahr verschiedene Polizeistationen in Frankreich kennenlernen. Zuerst landet sie in der Provence in Vaison-la-Romaine. Neben ihren Polizeialltag interessiert sie sich sehr für die römische Geschichte. Als dann ein Toter in einem römischen Theater gefunden wird, will sie ihr Fachwissen gerne mit der Polizei teilen. Ihre Kollegen vor allem ihr Chef Claude-Jean Bernard glauben an einen Selbstmord, doch Hannah entdeckt Hinweise, die dagegensprechen. Da ihr keiner glaubt, fängt sie an allein zu ermitteln.

*Meine Meinung*
"Mord in der Provence" von Sandra Åslund ist der Auftakt einer Krimi-Reihe rund um die Ermittlerin Hannah Richter. Ihr Schreibstil ist flüssig, an den spannenden Stellen mag ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Aber wenn es zu sehr ins geschichtliche geht, wird es langatmig und meine Gedanken schweifen ab.
Was mir aber sehr gut gefallen hat, sind die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen. Sie bringen ein angenehmes französisches Flair in die Geschichte. Hannah kommt bei ihren Recherchen ziemlich weit herum und somit hat die Autorin einen guten Grund die Gegend detailliert zu beschreiben. Da bekommt man als Leser so richtige Lust auf Urlaub.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, man entwickelt gleich Sympathien aber auch Antipathien, was bestimmt auch so von der Autorin gewollt ist.

Mir war nicht klar, wie ein Minotaurus entsteht. Das Lesen darüber hat mich sehr erschreckt, hier ist meine Fantasie mit mir durchgegangen. Wie können Menschen nur so etwas Schreckliches anstellen? Und dann die Frage, was hat es mit den Morden zu tun?

*Fazit*
Ein spannender Krimi mit französischem Flair mit viel geschichtlichen Hintergrund. Einen Punkt Abzug gibt es für die Längen.

Meinem Dank gilt NetGalley und dem Verlag Midnight, die mir das Ebook als Rezi-Exemplar zur Verfügung gestellt haben. Das hat aber keinen Einfluss auf meine Meinung.
Profile Image for Stylefluesterin.
7 reviews
December 18, 2016
Inhalt:
In die malerische Provence wird die junge Kommissarin Hannah Richter im Rahmen eines EU-Austauschprogramms versetzt. Neben der Kriminalistik gilt ihre Liebe dem alten Rom und so ist sie umso mehr begeistert, als ihr beruflicher Weg sie nach Vaison-la-Romaine führt. Hier könne sie in ihrer Freizeit die Geschichte Roms studieren, glaubt sie. Bis die ersten Leichen einen Strich durch die Rechnung machen.

Meine Meinung:
Das Buch ist sehr sauber recherchiert und flüssig und unterhaltsam geschrieben. Es macht Lust, sofort den Koffer zu packen und in das romantische Dörfchen Vaison-la-Romaine zu fahren. Ein kleine Liebesbeziehung gibt der Spannung noch einen extra Kick. Der Spannungsbogen ist sorgfältig aufgebaut und ab dem dritten Toten will man den Band gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonistin handelt immer nachvollziehbar und die ganze Handlung bleibt im Rahmen des Nachvollziehbaren. Ihren schrulligen Vorgesetzten, Claude-Jean Bernard, übergeht Hannah sehr geschickt und mit großen Vergnügen liest man, dass der große Macho zu Hause wenig zu sagen hat. Sehr glaubhaft und überzeugend sind die französischen Männer und ihre Einstellungen zu Frauen beschrieben. Jede Person ist liebevoll und detailliert beschrieben und man sieht Hannah und Penelope förmlich im kleinen Cafe sitzen und Rotwein trinken.

Fazit: Keine große Weltliteratur, aber ein spannender Krimi, der gut zu lesen ist.
Profile Image for ༶ Laura ༶.
688 reviews10 followers
September 17, 2019
Eine leichte Lektüre für zwischendurch. Spannend und eine tolle Atmosphäre, die gleich Lust auf einen Frankreichurlaub macht. Sympathische Charaktere und interessanter Plot. Werde weitere Teile lesen!
Profile Image for Regine Bacherle.
63 reviews2 followers
August 1, 2020
Band eins einer Krimiserie aus der Provence. Ich dachte, ich versuche mal eine neue Serie, neben Bannalec und Bonnet und ja doch, es hat gefallen. Eine private Entwicklung im Hintergrund, die fortgesetzt werden möchte, ich bin sehr gespannt auf Band 2.
Profile Image for Wedma.
438 reviews10 followers
October 18, 2016
Der Krimi wird im KT als „atmosphärisch und zugleich spannend“ beschrieben. Leider kann ich dem eher bedingt zustimmen. Die gängigen Zutaten sind zwar da, aber zu einem tollen, spannenden Leseerlebnis, das einen mit auf eine tolle Reise nimmt und begeistert zurücklässt, entwickelt es sich wohl kaum.

Hannah Richter hat leider nicht die Größe, um eine ganze Reihe tragen zu können: zu bieder, zu mittelmäßig. Mal verfällt sie in kleines Mädchen Verhalten, mal versucht sie sich als eine knallharte Ermittlerin. Gerade überzeugend und einnehmend wirkt sie nicht. Auch andere Figuren konnten mich nicht begeistern. Männliche Figuren, wenn sie nicht gerade versuchen, sich durchs Brüllen und Machogehabe zu behaupten, machen einen recht weiblichen Eindruck. Sie reden und benehmen sich oft wie es Frauen tun würden. Einige Dialoge wirkten daher einfach hölzern. Einige Verhaltensmuster waren schlicht Klischees, z.B. Hannahs Vorgesetzter und sein Benehmen Hannah gegenüber wirkte überzogen und doch recht lächerlich. Das Gleiche gilt für Luc Aurelien – Hannah. Einige Figuren waren doch recht passabel: Die kleine Französin, die neue Freundin von Hannah, Penelope, halte ich für die am besten gelungene Figur, gefolgt von Emma, der neuen Kollegin bei der provenzalischen Polizei. Auch Serge, der Musiker ohne Engagement, hat insg. einen guten Eindruck hinterlassen.
Der Fall ist zwar logisch aufgebaut und gut durchdacht, ist aber an sich nichts Neues: die altbekannten Motive und Elemente wie z.B. machtverliebte wohlhabende Männer, Frauen, die sich behaupten wollen und feministische Vereinigungen gründen, Zwangsprostitution, Missbrauch der Minderjährigen aus dem Ostblock, mehrere Morde in verschiedenen Locations (römischen Bauten), die doch alle zusammenhängen, etc. Der Freudsche Ansatz zur Begründung der Motive wird auch hier bemüht. Man hat so etwas in der Art schon etliche Male woanders und doch etwas gekonnter aufbereitet gelesen. Auch Neuinterpretation des Gutbekannten kann spannend und durchaus lesenswert sein, diese hat mir leider keine Gründe zur Begeisterung geliefert.
Die versprochene Atmosphäre kam nicht so recht auf. Der Krimi versucht sich teilweise als eine Art Reiseführer: da tingelt man von einem römischen Theater in der Provence zum nächsten und was für ein Zufall, da gibt es wieder eine Leiche, die Hannah gleich als weiteres Puzzlesteinchen identifiziert. Die Heldin geht auch durch einen provenzalischen Markt spazieren. Der wird zwar ausführlich beschrieben, aber das Flair kommt leider nicht auf: Von der bloßen Aufzählung der Ware wirkt es nicht so, als ob man dort selbst wäre und das Leben a la Gott in Frankreich auf sich wirken ließe. Zu Mittag wird da mal gerne schon mal Pastis und Rose serviert, gut gegessen und sich viel Zeit für soziale Kontakte genommen.
Sprachlich hätte es gerne auch etwas sicherer ausfallen können. In manchen Passagen jagte ein „war“ das nächste, dicht befolgt von „hatte“.

Positiv aufgefallen waren einige philosophisch angehauchte Überlegungen mancher Figuren, wie z.B. Serge zu Musik, zur (Un-)Art der Wohlhabenden, die eigenen Räume mit teuren Gegenständen zu schmücken, zu den Werten der New Market Economy. Penelope schwadroniert gerne über Schadhaftigkeit der industriell hergestellten Schampoos. Hannah stellt sich die Fragen der Notwendigkeit der Pflichtausübung und hinterfragt den Sinn ihrer Tätigkeit.

Fazit: Wie gesagt, die typischen Zutaten sind zwar da, aber das Kochen muss man schon nahezu perfekt drauf haben, damit es zu einem beeindruckenden Gericht wird. Mit etablierten Krimi-Reihen wie Madame le Commissaire, Leon Ritter, oder der von C. Rademacher kann diese leider nicht mithalten. Drei gute Sterne kann ich hier vergeben, was nach meinen Bewertungskriterien bedeutet: ganz gut, hat aber Luft nach oben.
Profile Image for Aglaya.
209 reviews
November 10, 2016
Die im Rahmen eines Austauschprogramms in die Provence versetzte deutsche Polizistin Hannah rechnet mit ein paar ruhigen Wochen in Vaison-la-Romaine. Nachdem in der Region mehrere ungeklärte Selbstmorde verübt wurden, wird sie auf die Fälle aufmerksam und beginnt zu ermitteln, ob nicht doch etwas anderes dahinter steckt – sehr zum Missfallen ihres Vorgesetzten…

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit geschildert, zum Grossteil aus der Sicht von Hannah. Aber auch einige der Nebenfiguren kommen zwischenzeitlich zu Wort. Obschon Hannah so im Mittelpunkt steht, hatte ich am Ende des Buches nicht wirklich das Gefühl, sie zu kennen. Ich kannte zwar ihre Vorliebe für guten Kaffee und attraktive Männer, verstand aber nicht wirklich, was sie beschäftigte und antrieb. Sie blieb für mich etwas blass. Die weiteren Figuren ertrinken fast in Klischees, sei es die quirlige Spanierin, die alle Männer verführt, der französische Liebhaber, der gerne auch mal zweigleisig fährt oder der Polizeichef, der Frauen bei der Polizei komplett unnötig findet. Und natürlich trinken alle Franzosen im Buch tagein, tagaus nur Alkohol, egal ob Wein oder Pastis.

Die Handlung ist im Grunde in zwei Teile geteilt. Einerseits die Kriminalhandlung, die recht zäh beginnt und erst im letzten Drittel des Buchs, als langsam die Zusammenhänge klar werden, an Fahrt aufnimmt. Dabei ging Hannah als Ermittlerin eher wie eine Privatdetektivin als wie eine Polizistin vor – kein Wunder, wer gegen den Willen des Polizeichefs ermittelt, dem stehen wohl die üblichen Kanäle nicht offen. Andererseits wird ausführlich das Privatleben von Hannah und ihren Freunden beschrieben. So ausführlich, dass ich stellenweise eher das Gefühl hatte, einen Sommer-Liebesroman zu lesen als einen Krimi. Die Auflösung erschien mir etwas überstürzt, innert weniger Seiten war der Fall aufgeklärt und gelöst (wobei mich die Auflösung kaum überrascht hat, sie war recht vorhersehbar). Auch hatte ich den Eindruck, dass die Autorin etwas gar viele Themen in ihr Buch einbauen wollte, so dass die einzelnen kaum mehr Platz fanden, um sich angemessen auszubreiten.

Was mir hingegen sehr gut gefallen hat war die provenzalische Stimmung. Die Autorin schaffe es geschickt, mich gedanklich in Lavendelfelder, Weinberge und Olivenhaine zu versetzen. Als Sommer-Entspannungslektüre mit einem gewissen Krimi-Anteil eignet sich „Mord in der Provence“ daher gut.


Mein Fazit

Schönes Provence-Sommer-Feeling, aber etwas wenig Krimi
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