„Hüte dich vor dem blutigen Himmel“, hatte sie zu mir gesagt. „Wenn er gekommen ist, dann wirst du nie wieder zu uns zurückkehren!“ Als drei Jugendliche an einem Elite-Internat in Schottland spurlos verschwinden, weiß Jennifer Wild nicht mehr, was sie noch glauben soll. Sie vermutet schon seit einiger Zeit, dass hinter dem mysteriösen Verschwinden ihrer Mitschüler mehr steckt, als die Polizei von Inverness annimmt. Dass allerdings übernatürliche Mächte ihre Finger im Spiel hatten? Damit hätte Jennifer zuletzt gerechnet. Gemeinsam mit dem arroganten Superstar Rowan McGuire und der verschlossenen Außenseiterin Ava Leander findet sie sich plötzlich im Mittelpunkt einer uralten Legende wieder. Längst vergessene Kräfte erwachen zu neuer Stärke und stellen das Leben der Jugendlichen auf den Kopf. Bald müssen die drei erkennen, dass das renommierte Amberwood College ein dunkles Geheimnis birgt – und dass die Dinge selten so sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen … Drei unfreiwillige Helden, ein altes Geheimnis und die Frage, ob man den Lauf des Schicksals verändern Die EPIC-Trilogie ist eine mitreißende Urban Fantasy-Reihe mit einzigartigen Hauptfiguren! Der Sammelband enthält alle Bücher der abgeschlossenen EPIC – Das Erwachen , EPIC – Die Verlorenen und EPIC – Die Rückkehr . Leserstimmen : » Das Erwachen hat mich absolut begeistert! Ein tolles Setting mit ausdrucksstarken Charakteren und eine durch und durch spannende Geschichte!« »Evelynes Schreibstil ist einzigartig, mitreißend und voller Emotionen!« »Mysteriöse Vorgänge, Monster und erwachende Das Buch war nicht einem Moment langweilig!« »Flotter und bildhafter Schreibstil, sehr gut ausgearbeitete Charaktere. Die drei Perspektiven der sehr unterschiedlichen Hauptcharaktere waren toll zum Miterleben und haben die spannende Geschichte noch interessanter gemacht.«
Das musste sich die damals 10-jährige Evelyne über ihre erste Geschichte anhören. Zum Glück wusste sie schon damals, dass das ein Haufen Hundekacke war. Und schrieb unbeirrt weiter.
Fast zwanzig Jahre und mindestens genau so viele Veröffentlichungen später ist Evelyne nach wie vor der Phantastik verfallen, und das mit genauso viel Leidenschaft wie damals. Dabei tobt sie sich gerne innerhalb des Genres aus und hat von Urban Fantasy über High Fantasy, Märchenadaptionen und Dystopien Bücher für fast jeden Geschmack geschrieben. Dabei darf es auch gerne mal bunt und queer sein. Eben wie im echten Leben auch.
Cover: Ich liebe alle Cover dieser Trilogie! Das Cover eigens für den Sammelband finde ich auch wieder mega gut gelungen und passend! 😍
Meinung: Wer mir schon länger hier folgt oder aber auf Instagram weiß vermutlich das ich ein Fan von Evelyne Aschwanden bin. Dies liegt daran das ich bisher all Ihre Geschichten total spannend finde und vor allem an ihren Schreibstil. Sie schreibt super angenehm, wodurch man ihre Geschichten flüssig lesen kann, zudem schafft sie es immer wieder mir ein Kopfkino zu geben!
"Jede Geschichte brauch einen Anfang. Unsere beginnt genau hier" Mit diesen genialen Satz beginnt eine Atemberaubende und absolut Spannende Geschichte. Wir lesen in der EPIC Trilogie aus der Perspektive von den drei Protagonisten. Dadurch bekommen wir nicht nur einen intensiven Einblick in die Gefühlswelt der einzelnen, sondern können auch die verschiedenen Situationen, aus unterschiedlichen Blickwinkel sehen. Dieser Perspektivwechsel, könnte in manchen Geschichten ein wenig störend sein, doch Evelyne Aschwanden, hat es geschafft, die Wechsel superharmonisch zu schreiben, sodass die Story dadurch viel Intensiver wirkt.
Im ersten Teil gab es für mich wenige Momente, die etwas langatmig waren, jedoch ist das meckern auf hohen Niveau! Alle drei Bände gehen nahtlos ineinander über, wodurch ein Sammelband, meiner Meinung nach MEGA ist für diese Geschichte.
Jennifer, Ava und Rowan sind wirklich sehr spannende Charaktere. Sie sind völlig unterschiedlich und haben normalerweise überhaupt nichts miteinander zu tun. Rowan´s Beziehung zu den beiden Mädels war sogar, sagen wir mal ein wenig angespannt, denn er ist einer der beliebtesten Schüler auf dem Elite Internat und hatte für die beiden Außenseiterin wenn überhaupt, nur mal einen abfälligen Kommentar über. Dementsprechend schwierig war auch das Verhältnis zwischen den dreien, als sie durch besondere Ereignisse mehr Zeit miteinander verbringen mussten, als Ihnen lieb war. Alle drei Charakter haben Tiefe und sind authentisch geschrieben. Dadurch dass wir aus allen dreien perspektiven lesen, lernen wir diese wirklich gut kennen, erfahren so einiges aus deren Vergangenheit und gewinnen diese, jeder auf seine eigene Art lieb. Besonders toll finde ich auch einfach die Entwicklung, welche alle drei durch machen. Mit jeden der drei Bände merkt man, wie die Protagonisten an den Ereignissen wachsen.
Fazit: Evelyne Aschwanden hat mit der Die EPIC Trilogie Sammelband, mal wieder eine ganz besondere Geschichte erschaffen. Die Welt wie wir sie kennen, hat deutlich mehr zu bieten als man auf den ersten Blick wahrnimmt, dies kommt hier sehr gut und spannend rüber. Das Setting ist der OBERHAMMER und hat es zwischenzeitlich geschafft mir Fernweh zu bereiten. Doch am meisten haben mich die 3 völlig verschieden und doch so ausdrucksstarken und authentischen Protagonisten begeistert! Von mir gibt es auf jeden Fall eine ganz große Leseempfehlung für diese tolle Trilogie. 💗
Schulde ich dem Buch eine Rezension? Ein bisschen mies fühle ich mich, weil ich nicht über drei Sterne hinauskomme, auch wenn es nun wirklich kein schlechtes Buch war, ich ziemlich schnell durchgerauscht bin und auch einiges Gutes darüber sagen kann.
„Epic“ ist im Selbstverlag erschienen, und alleine dafür verdient es schon mindestens drei Sterne. Mit "dafür" meine ich, dass eben kein professionelles Lektorat dahintersteht, keine Marketing-Maschinerie. Die Geschichte hat Hand und Fuß, sie hat Spannung und Stringenz, ein paar Twists gibt es auch. Die Charaktere sind ordentlich ausgereift und auch interessant angelegt. Es war auch durchaus angenehm zu lesen.
Was also war mein Problem?
Die Autorin schreibt über sich selbst, dass queere Fantasy immer noch keinen Platz in der deutschen Verlagswelt hat und sie deshalb nach wie vor den Weg des Self-Publishing geht. Übermäßig queer kam mir das hier allerdings nicht vor – ja, sicher, eine Hauptfigur ist homosexuell, und das wird auch angenehm dramafrei eingebaut, aber gerade das führt auch dazu, dass ich das Ganze nicht wirklich als "queere Fantasy" wahrgenommen hätte. Es war einfach eine gleichgeschlechtliche Beziehung zwischen mehreren anderen Hetero-Pärchen (woebi einem davon auch mehr Raum gegeben wurde). Das ist jetzt aber auch nicht wirklich ein "Problem", denn eigentlich ist es ja schön, dass alle Beziehungen hier einfach kommentarlos gleich behandelt werden! Vielleicht hatte ich mich da einfach nur auf etwas anderes eingestellt.
Was mich leider immer wieder reißt, und das stelle ich fast ausschließlich bei Self-Publishing-Büchern fest, ist eine gewisse Naivität beim Schreiben. Es "Amateurhaftigkeit" zu nennen, würde zu weit gehen und wäre auch nicht fair, denn die Autorin weiß hier an sich schon sehr gut, was sie tut. Aber es ist der feine Unterschied zwischen professionell und nicht professionell. Das Einbringen von Aspekten nur um der Aspekte willen, ohne dass sie wirklich Auswirkungen auf die Handlung haben (quasi Tschechows Gewehr, das nie abgefeuert wird). Zum Beispiel Jennifers Vergangenheit als Zirkusartistin – bis auf einen kleinen Stunt gegen Ende des Buchs spielt sie keine Rolle; ab und zu scheint die Autorin sie sogar selbst zu vergessen, wenn sie Jennifer über ihre "typische Tollpatschigkeit" (oder so ähnlich) sinnieren lässt. Die Trapezkünstlerin ist tollpatschig? Echt jetzt?! Dann ist da Rowan – das traumatisierte Arschloch, das geläutert wird. Amanda, ein Nebencharakter, und so ein klischeehaftes Mean Girl, dass ich die Augen verdrehen musste. Der Name "Epic", Und die ewigen popkulturellen Anspielungen auf "Supernatural", "Stranger Things", "Riverdale" und Co., die irgendwann zum reinen Name-Dropping der deutschen Netflix-Top-Ten verkommen – aber keine einzige Erwähnung von "Doctor Who". In Schottland. Was mich zum nächsten Punkt bringt:
Warum ... WARUM müssen so viele Self-Publishing-Romantasy-Werke immer im englischen Sprachraum (insbesondere Großbritannien) spielen? Warum, wenn das ganze Buch sich trotzdem deutsch anfühlt und das Lokalkolorit sich auf Personen- und Straßennamen und die gelegentliche Erwähnung von Afternoon Tea beschränkt? Das geht los mit Jennifers Nachnamen "Wild", der sprachgefühlmäßig "Wilde" lauten müsste, und endet mit Rowans Spitznamen für den Schuldirektor, "Rektor Hector" – ein eigentlich prima Wortspiel, das aber so leider nur im Deutschen funktioniert. Bei einem schottischen Charakter. In Schottland. ("Headmaster Hector" oder meinetwegen "Hector Headmaster" ist auch nicht unlustig, aber "Rektor Hector" ist natürlich eigentlich super.) [Ein anderes Beispiel, nicht von dieser Autorin, wäre eine Jugendbuchreihe à la "TKKG", die in den USA spielt, wo einer der Charaktere vom Frühstück mit Brötchen und Schokocreme träumt.] Zugegeben, hier hat der Schauplatz Schottland tatsächlich Auswirkungen auf die Handlung, aber auch das hätte sich anders lösen lassen. Ich habe immer den Eindruck, Indie-Autor*innen bilden sich ein, ihre Geschichten funktionieren in England oder den USA besser, obwohl es letztendlich bis auf die Namen der Charaktere fast nichts beeinflusst.
Das Ganze ist natürlich Jammern auf hohem Niveau, und fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich (a) Linguistin bin und daher über so was wie Wortspiele in zwei Sprachen automatisch stolpere und (b) wahnsinnig viel lese, und wahnsinnig viel davon sind Originale aus England oder den USA, und ja, es macht einen Unterschied, ob jemand in England lebt und darüber schreibt oder England nur mag und darüber schreibt.
Ich möchte aber die Autorin keinesfalls in Grund und Boden kritisieren, denn im Großen und Ganzen ist "Epic" ein ambitioniertes Projekt, das vielen Leser*innen sicher Freude bereitet. Auch die Aufmachung ist schön, und das Buch ist angenehm frei von zu vielen Tipp- und sonstigen sprachlichen Fehlern (noch so ein Indie-Ding). Vielleicht noch ein paar Mal weniger die Wörter "realisieren" und "Iriden" verwenden^^ Ich denke, ich bin vielleicht auch mittlerweile einen Ticken zu alt für die Zielgruppe. Aber ich merke, dass die Autorin ihren Beruf und ihre Berufung ernst nimmt, und daher hoffe ich, dass diese Rezension als konstruktiv aufgefasst wird, auch wenn sie kritisiert. Nimmt man die Dinge beiseite, die mich gestört haben (und die sicher nicht jede*n Leser*in stören!), bleibt immer noch eine lesenswerte Geschichte übrig, die einen ordentlichen Anfang und, noch wichtiger, ein ordentliches Ende hat!