Joana Wolkenzin weiß früh, dass sie anders ist. Sie liest stundenlang und lernt Songtexte auswendig; später verliebt sie sich in Jungs und in Mädchen. Im vorpommerschen Niemandsland der Neunziger gibt sie sich einen neuen Johnny. Aber bringt ein neuer Name auch neues Glück? Als die Mutter über Nacht die Familie verlässt, kreisen Johnny, ihr Bruder Charlie und ihr Vater auf wackligen Bahnen um eine leere Mitte. Schließlich macht Johnny sich auf die Suche nach einem Leben und einer Erzählung, die ihren eigenen Vorstellungen entsprechen, in Deutschland, Finnland und Australien.
Judith Zander popostudierte Germanistik, Anglistik sowie mittlere und neuere Geschichte in Greifswald und ging anschließend an das Deutsche Literaturinstitut Leipzig. Ihre Gedichte wurden bisher in Zeitschriften und Anthologien, u. a. Edit, Manuskripte, Wespennest, Ostragehege, Das Gedicht sowie Quellenkunde (Lyrikedition 2000, 2007), Lyrik von jetzt zwei (Berlin Verlag, 2008), Neubuch. Neue junge Lyrik (yedermann, 2008) veröffentlicht. 2008 erhielt sie ein Stipendium der Kulturstiftung Sachsen im Edith-Stein-Haus in Breslau und ebenso das Stipendium des Künstlerhauses Lukas in Ahrenshoop. Judith Zander arbeitet auch als Übersetzerin amerikanischer Lyrik, z. B. für Sylvia Plath und Bob Hicok.